Deutschland: Auswahlverfahren 2022 voraussichtlich wie in diesem Jahr – Eurovisions-Jury gesucht

Der deutsche Act für den Eurovision Song Contest 2022 wird wohl auf die gleiche Art und Weise ausgewählt wie Ben Dolic und Jendrik, die deutschen Acts für die ESCs 2020 und 2021. Diese Vermutung legt zumindest die Tatsache nahe, dass der federführende Sender NDR, der Televoting-Anbieter digame und die Beratungsfirma Simon Kucher & Partners bereits jetzt neue Mitglieder für die Eurovisions-Jury suchen. Den Auftakt für diese Suche bildete heute ein Aufruf des diesjährigen deutschen ESC-Teilnehmers Jendrik (Aufmacherfoto) auf dem offiziellen Eurovision.de-YouTube-Kanal.

Da sich die Verantwortlichen bislang sehr zufrieden mit dem Auswahlsystem ohne öffentliche Vorentscheidung zeigen, steht zu vermuten, dass eine Betätigung in der Eurovisions-Jury auch im kommenden Jahr die einzige Möglichkeit für ESC-Fans bleibt, an der Auswahl des deutschen Acts mitzuwirken. Der Weg in das Gremium führt über (mindestens) einen Fragebogen, den man ab sofort hier ausfüllen kann. Die Bewerberinnen und Bewerber werden darin gebeten, sich zehn Beiträge des aktuellen ESC-Jahrgangs anzusehen und anzuhören und danach zu beantworten, ob sie den Beitrag bereits kannten, wie ihnen der Song gefällt und wie ihnen der Gesamteindruck gefällt. Das Vorgehen entspricht also dem aus dem Jahr 2019, als die Eurovisions-Jury gesucht wurde, die später „Violent Thing“ und „I Don’t Feel Hate“ mitausgewählt hat.

Die 100-köpfige Eurovisions-Jury bestimmt seit der ESC-Saison 2018 gemeinsam mit der 20-köpfigen internationalen Fachjury aus ehemaligen ESC-Juroren über den Vertreter Deutschlands beim Eurovision Song Contest. In den ersten beiden Jahren fand trotzdem auch noch eine öffentliche Vorentscheidung statt, in der das Publikum das Ergebnis zu einem Drittel mitentscheiden konnte. Seit der ESC-Saison 2020 bestimmen alleine die beiden Jurys über Künstler und Song. Bislang hat die Beteiligung der Eurovisions-Jury zu einem 4. (2018: Michael Schulte – You Let Me Walk Alone) und einem vorletzten (2019: S!sters – Sister) Platz geführt. Wie Ben Dolic im vergangenen Jahr abgeschnitten hätte, darüber kann nur spekuliert werden.

Das aktuelle Auswahlverfahren haben wir Mitte des vergangenen Jahres auch ausführlich in unserem ESC kompakt LIVE besprochen.

Der Autor dieser Zeilen hofft aus gänzlich eigennützigen Gründen nach wie vor darauf, dass die deutsche Vorentscheidung 2022 zurückkommt und bestenfalls sogar die Quadratur des Kreises gelingt, nämlich dass die aktuelle Wahl der Jurys von Erfolg gekrönt wird (sprich: Jendrik in Rotterdam gut abschneidet) und das Entscheidungsverfahren trotzdem entsprechend modifiziert wird. Träume sind für alle da.

In diesem Sinne: Allen willigen ESC-kompakt-Leserinnen und -Lesern viel Erfolg bei der Bewerbung!


77 Kommentare

  1. Ich frage mich, ob man überhaupt eine realistische Chance hat, in der ESC-Jury mitzuwirken, wenn man auch nur einen der Songs bereits kennt. Schließlich denke ich, dass gerade die Leute besonders attraktiv sind, die überhaupt keinen Bezug zum ESC haben und trotzdem die Platzierungen korrekt voraussagen. Oder spielt doch allein die Voraussage die entscheidende Rolle?

      • Also vor zwei Jahren war es so, dass sie die Songs der Länder abgefragt haben, bevor der ESC stattgefunden hat. Da konnte man also wenn überhaupt nur auf Verdacht schummeln, wenn man seine Aussagen darauf angepasst hat, was man als Endergebnis hätte annehmen können

    • Das frage ich mich auch… Naja mal schauen. Ich hoffe das Glück auf meiner Seite zu haben und es endlich in diese Jury zu schaffen 🙂

      • Sieh es als Chance @escsam,du bist unsere ESC Hoffnung ab 2022 in jeglicher Form. Aber bitte suche dir noch ein zweites Hobby. Das du mir hier nicht so versauerst wie unsere aller “lieber” Matty …

  2. O je, Wolfslast und Schreiber haben wiederholt eindrucksvoll dokumentiert, dass sie erstens keinen Geschmack haben, zweitens vom ESC null Ahnung haben (nicht im Mindestens dafür brennen) und dass sie drittens total versagt haben. Mir schwant auch für 2022 Schlimmstes. Wen haben sie denn für dieses Jahr in die Kury geholt? Allem Anschein nach nur Leute, die schwerhörig sind.

  3. Oft topic.

    ***Laut Wiwibloggs nimmt Belarus dieses Jahr wirklich teil und der Song wird in einigen Tagen veröffentlicht. ****

  4. So jetzt habe ich mich auch beworben. Blöd war nur, das von den 10 Liedern die einem dort vorgespielt wurden, 9 dabei waren, die ich überhaupt nicht mag, bzw. nur so lala finde.

    • War bei mir fast gleich. Hat aber noch nichts zu sagen. Wenn sie beim esc genauso “schlecht” abschneiden hast du ja große Chancen es zu schaffen

  5. Ich denke dass das Konzept, welches für das Auswahlverfahren 2022 verwendet wird, stark davon abhängt wie der diesjährige ESC, aus deutscher Sicht, von der Platzierung her so läuft. Trotzdem muss man aber natürlich vorsichtshalber JETZT schon einen Aufruf starten bzw. die Bewerbung zur ESC-Jury öffnen, weil nach dem ESC nutzt das Bewerbungsverfahren, welches verwendet wird um die passenden Jurymitglieder dann auszuwählen, ja nichts mehr.
    Somit gehe ich davon aus, dass es drei Szenarien geben wird:
    1. Es bleibt alles beim alten, also so wie dieses Jahr und letztes Jahr.
    2. Es gibt ein neues Konzept -vielleicht sogar wieder einen Vorentscheid als Show- welches die ESC-Jury aber trotzdem weiterhin mit einbindet.
    3. Es gibt beim Vorentscheid 2022 keine Beteiligung der ESC-Jury.

    • Man könnte noch Szenario 4 und 5 anfügen
      Szenario 4 Es gibt einen Senderwechsel nachdem Deutschland wider meinen Erwarten hinten gelandet ist. Eher unwahrscheinlich aber möglich

      Szenario 5 Deutschland nimmt nicht teil weil kein anderer Sender nach Szenario 4 übernehmen möchte. Gott bewahre uns davor

      • Naja, also Szenarien fallen mir da noch ganz viele ein…aber durch die Aussagen der Verantwortlichen und die Suche nach einer neuen Jury, kann man schon davon ausgehen, dass die oben skizzierte Version die angestrebte und wahrscheinlichste ist. Dass bis dahin noch viel passieren kann, ist aber auch klar. Trotzdem schafft man natürlich ein Stück weit vollendete Tatsachen, indem man jetzt schon Geld und Ressourcen in den Auswahlprozess steckt.

      • Szenario 5 wäre natürlich der „worst case“. Aber daran glaube ich nun wirklich nicht. Eher behält der NDR die Oberhand. Immerhin ist der ESC eins der Zugpferde der ARD, das, zumindest im Finale, sehr ordentliche Einschaltquoten erzielt. Selbst dann, wenn der deutsche Act hierzulande nicht so populär ist.🙂

  6. Ich hoffe auch, dass es wieder eine VE geben wird, und die ESC-Jury die Küstler*innen auswählen wird. Eine Direktnominierung ist mal okay, aber für die Akzeptanz des Beitrages in Deutschland ist es schon wichtig, dass der Act medial einfach bekannter wird. Ich finde, dafür ist eine VE schon eine Voraussetzung da die Zuschauer in die Wahl involviert sind. Gern auch per Online-Voting für die jüngeren Zuschauer.
    Natürlich ist das kein Erfolgsgarant beim ESC, hat man ja auch in der Vergangenheit gesehen. Aber darum geht es ja auch nicht nur. Es geht auch darum, neue Zuschauer für den ESC zu begeistern.

  7. Ich hoffe es bleibt auch 2022 alles beim Alten. Die deutsche Delegation baut doch gerade einen Pool an Künstlern auf, die sofort zum ESC fahren würden. Momentan sieht das nach einem tragbaren Konzept aus, dass sie da gerade fahren (egal welches Ergebnis sie dieses Jahr einfahren), und dann sollen sie ruhig so weiter machen. Wenn die Künstler dann ihr Okay geben, dann können sie ja wieder Vorentscheids machen.

  8. Interessant, dass für die Jurys dieses Jahr so öffentlich geworben wird. Das war in den letzten zwei Jahren anders. Wenn ich mich recht erinnere war das in 2019 ein „versteckter“ Aufruf auf Facebook und im letzten wurde wohl die gleiche Jury noch einmal genommen (dürfen sich diese eigentlich erneut bewerben?), zumindest ist mir kein öffentliche Aufruf bekannt. Also ran an die Bewerbung 😉

  9. Hallo, wir sind der NDR und wir tarnen unser regelmäßiges Versagen beim ESC gerne damit, dass eine Jury aber unser Lied mit überragender Mehrheit gewählt hat. Wir wälzen die Schuld gerne auf andere, damit wir in einem bessere Licht stehen. Und das Geile ist: das merkt zwar jeder, der halbwegs bei Verstand ist, aber wir dürfen unsere gutbezahlten Posten weiter behalten hahahahaaaaaa. Wir haben es in diesem Jahr wahrscheinlich etwas übertrieben mit diesen 11,82 Punkten, die wir kommunizierten. Aber hey, es kann keiner verlangen, dass wir schreiben, wie es wirklich gewesen ist. Und dieser Jendrik bringt uns ja vielleicht doch ganz nach vorne in diesem… na.. Rotterdam und dann können wir sagen: seht ihr, wir sin der geile NDR, uns macht in Sachen Musikkompetenz so schnell niemand was vor. Die Jury erwähnen wir dann nicht mehr. Wir teilen unseren Fame nur ungern mit anderen. Haben aus 2010 gelernt, nä. Und Fame haben wir eh so selten.
    Was wir sagen wollten: wir sind der… der Dings… hier… NDR, das war’s, und komm doch gern zu uns in die Jury 2022, damit du bei trockenen Keksen und lauwarmen Mineralwasser ohne Kohlensäure alle unsere intransparenten Entscheidungen mittragen musst. Darfst. DARFST!

    • Ich mag lauwarmes Mineralwasser ohne Kohlensäure. Mit Kohlensäure geht hingegen gar nicht, egal ob kalt oder lau. Denkst Du, dass ich mich bewerben sollte?

      • Lieber Herr togravus ceterum, bitte unterlassen Sie diese Ankumpelei. Wir sind ein seriöser Sen… Ahahahaaaa, war nur Spaß. Klar, du kannst dich gerne bewerben. Dadurch, dass du lauwarmes Mineralwasser magst, sind vermutlich auch schon andere Geschmacksnerven abgestorben. Das ist also genau das, was wir brauchen. Du bist sogar fast schon überqualifiziert. Wir freuen uns auf deine Bewerbung unter Chiffre „Raab ist blöd“. Dein NDR

      • Lieber NDR,

        lauwarmes Wasser hin, ohne Kohlensäure her, mit Euch möchte ich nichts zu tun haben. Ich bin nicht käuflich. Immerhin bin ich ein römischer Senator. GOOOO SPQR!

        MFG
        Togravus Ceterum

      • Sehr geehrter Herr togravus rektum,

        haben Sie vielen Dank für Ihre rasche Rückmeldung. Natürlich sind Sie ein römischer Senator. Unser Oppa hielt sich auch immer für den Kaiser von China, den Bundestrainer und den Bundeskanzler in einer Person. Da halfen immer ein paar bunte Pillchen und eine Flasche Whisky. Also, der Whisky war für uns. Sonst war Oppa nicht zu ertragen. Apropos nicht zu ertragen: wir lassen uns doch nicht vorwerfen, dass wir irgendjemanden in seiner Meinung manipulieren wollen. Das wäre ja… also… ich mein, wo leben wir denn bitte? Ja, in einem Land, in dem es korrupte Politiker gibt. Aber sie können uns doch nicht ernsthaft mit diesen Menschen vergleichen? Wir sind der NDR, wir sind der Sender von Walross Antje, von diesem merkwürdigen Quiz mit Jörg Pilawa und dem transparentesten Vorentscheid aller ESC-Nationen. Malta und Aserbaidschan beneiden uns um unsere Geheimhalt… äh, ich meine, was wir machen, ist toll und immer richtig.

        Nun denn, wir widmen uns dann wieder ernsthaften Beiträgen. Ein Herr Matty schrieb uns, er kommt in die Jury, wenn er ein Date mit einem Russen bekommt. Wahlweise mit dem Betreiber dieses abseitigen Nischenblogs. Irgendwas mit ESC und Musik und so. Keine Ahnung, was genau das nun ist. Muss man ja nicht alles hinterfragen.

        Ach, nun sind wir aber ins Plaudern gekommen, wir zwei Hübschen.
        Nun denn. Alles Liebe und Gute und toitoitoi für die anstehenden Untersuchen.

        Herzlichst, deine Alexandra W. aus H.

  10. Ich werde mich später auch noch bewerben , bisher lief es für mich da immer ganz gut .
    Letztes mal bin ich kurz vorher raus , also ich möchte in die Jury . Also neues Jahr neues Glück.

  11. Also das war jetzt das erste Mal, dass ich Montaignes Live-Auftritt gesehen habe. Das war gesanglich wirklich – nennen wir es mal – „alternativ“. 😛

  12. Also ich möchte den Vorentscheid zurück, allerdings mit 50 % Televoting und 50 % tatsächlicher Expertenjury (keine Truppe aus Schlagersternchen und B-Prominenz).

      • Musikprofessoren, veritable Musikjournalisten (Kritiker), etablierte Künstler, Schriftsteller (für den Text) etc. … und natürlich römische Senatoren. 😉

    • Bei Künstler*innen gehe ich mit und würde sie um Produzent*innen erweitern. Bei Schriftsteller*innen bin ich schon raus und bei Musikprofessor*innen fällt mir diese eine Dame aus Albanien ein, die entgegen des 12er-Votums ihrer 3 internationalen (männlichen) Kollegen „Me Tana“ verhinderte, mutmaßlich weil ihr der albanische Dialekt nicht gefallen hat. Kann man machen, muss man allerdings dann die Konsequenzen hinnehmen ^^

      • Absolut nichts ^^ Ich würde nur keine Musikwettbewerbs-Jury mit Goethe und Schiller besetzen, um die Lyrics checken zu lassen 😀 Texter und Produzenten decken das passender ab, finde ich ^^

      • Und ich werde der Dame ewig dankbar sein, dass sie “Me Tana” verhindert hat. 🙂
        So kann man halt unterschiedlicher Mainung sein …

  13. Danke, Benny, für deinen Absatz unterhalb eures ESC kompakt LIVE-Videos. So wahr!

    Eine Hoffnung gibt es vielleicht auch trotz bestehendem Verfahren: Dass es mal so immens knapp ausgeht, dass man schlicht eine dritte Instanz zur Entscheidung braucht und deswegen wieder einen VE macht, bei es dann quasi laut Verfahren egal ist, wer gewinnt und dabei alle betreffenden Acts die VE als Chance sehe und bereit dazu wären. Jendrik hat ja offenbar alle haushoch ausgestochen, wäre aber ja als Newcomer bereit für eine VE-Teilnahme gewesen, wie wir im ESC kompakt Live gelernt haben.

    • Also wenn Jendrik mit diesem „musikalischen Produkt“ alle ausgestochen hat, dann möchte ich gar nicht wissen, wie grottenschlecht die Anderen gewesen sein müssen #11,82

      • Ich stimme dir voll zu!…wie schlecht waren die anderen,?
        Das sogenannte Volkskammer Ergebnis kann man nicht ernst nehmen, weil es in sich, und unter Berücksichtigung das es 100/20 jurie Teilnehmer gab, unrealistisch ist… die Chance das soviele Menschen den gleichen vote abgeben…
        Chance 1:xxxxx

  14. Ich denke, das ist ein gutes Konzept und man sollte dabei bleiben. Möglicherweise wird die diesjährige Auswahl aber einige Künstler abschrecken, sich zu bewerben.

  15. Man könnte ja im nächsten Jahr die Top 3 der Jury-Entscheidung dem Fernsehpublikum in einer Vorentscheidungsshow präsentieren.. Da müssten eigentlich geeignete Kandidaten dabei sein und die TV-Voter können da nicht mehr viel falsch machen (hoffentlich 🙄).

  16. Ich habs getan😗
    Ich hab mich beworben. Ausser Spanien und Frankreich habe ich nur Songs zur Bewertung bekommen, die ich mag, woher wussten die das?
    .
    Montaigne war nicht dabei, bekommt jeder andere Songs?
    Ich hatte Kroatien, Rumänien, Lettland, Irland, Slowenien, Ukraine, Niederlande und Schweden als letztes, total verdächtig.
    .
    Habe festgestellt, dass ich die Songs schon wieder (fast) alle lieb habe, obwohl ich sie nach den VE oder Präsentationen nicht noch mal gehört habe, nach einer Absprache mit meinen Töchtern, damit der ESC später dann auch noch spannend ist. Dabei habe ich gedacht es wäre kein guter Jahrgang.☺

    • Oh interessant ich hatte Frankreich, Dänemark, Spanien, San Marino, Norwegen, Schweden, Niederlande, Ukraine, Australien und Israel

    • Bei mir war es Irland, Frankreich, Schweden, Niederlande, Spanien, Dänemark, Norwegen, Portugal, Belgien und Kroatien.
      Sortierung war einfach für mich.

  17. Bei meiner Auswahl der Lieder war die Sortierung relativ einfach, aber dafür habe ich auch die langweiligsten Lieder bekommen…

  18. Das typische NDR Roulette. Immer alles auf eine “Zahl” (11,82) setzen und hoffen das man gewinnt.
    Schade, das nur eine bestimmte Anzahl an Leuten (100) mit ins Casino dürfen, die dann doch nur über die Schulter schauen können, gezockt wird weiterhin alleine. Das grenzt dann schon mal unter 18 jährige aus …
    Aber im ernst.
    Da Lob ich mir doch die Vergangenheit in der noch der Zuschauer bei einer Vorentscheidung egal welche Alters mitbestimmen konnte. Legendär VE 1998.
    Ich konnte sogar nach einer für mich enttäuschenden Entscheidungen ,meine Favoriten waren halt Rosenstolz mit Guildo dann ganz gut leben. Wäre schön wen der NDR sowas mal wieder auf die Beine stellen würde.(Nena müsste jetzt nicht unbedingt moderieren ). An den Platten Labels sollte es ja wohl nicht liegen.
    Aber was generell um dieses Thema da jetzt abläuft ,ist doch eher nüchtern betrachtet ,abschreckend.

  19. Das ist ja halt das Schlimme mittlerweile. Der NDR bestimmt einfach so was mit einer angeblichen 11,82, was keine Sau irgendwie nachvollziehen kann. Ich will Jendrik nix, er ist sicher ein toller Mensch, aber das hat echt nur noch was von Volkskammer und DDR Haltungsideologie, was der NDR da macht. In keinen Fall mehr was von einer demokratischen, nachvollziehbaren Entscheidung.

    • Ich kann mir schon vorstellen, dass Jendrik mit seiner Performance der Beste war. Er war performancemäßig gut vorbereitet stach mit seiner Ukulele und der Stepeinlage heraus.
      Die Konkurrenten hatten offenbar nur ihren Gesangspart einstudiert.

      • Gehe ich voll mit. Es war bestimmt die Bühnenshow. Und ich finde es gut, dass auch der Faktor Staging bzw. „Gesamtpaket“ berücksichtigt wird. Ich wiederhole mich neuerdings mantramäßig; Der ESC ist kein Radiocontest, sondern eine große Samstagabend-TV-Musikshow ^^

      • Ja, aber dass darf ja nicht dazu führen, dass die Show wichtiger ist als der Song

      • Geholfen hat es nicht, denn Deutschland dümpelt bei den Wettanbietern zwischen dem 32. und 34. Platz je nach Laune. Wäre ich in der Jury gesessen, dann hätten wir jetzt einen ganz anderen Teilnehmer.

      • @ Matty. Das bezweifele ich. Auch Deine Stimme wäre nur mit 1/100 der Eurovisions-Jury gewichtet worden.

  20. Hab mal mitgemacht. Fand es interessant, dass die gezeigten Songs für mich die gesamte Bandbreite abgedeckt haben. Also Songs die ich klasse, so lala und ganz furchtbar finde.

  21. Liebe Blogger, also, ich habe da mal eine Frage… Das soll hier ehrlich keine Kritik an Jendrik und/oder seienm Song sein. Aber: Habe ich das etwas falsch verstanden im Interview, das Ihr mit ihm geführt habt? Er sagte imho ziemlich klar und deutlich, es habe ihn jemand in der Revue „Berlin, Berlin“ (?) gesehen und sei ihm dann auf Instagram gefolgt. Okay. Und dann habe ihn dieser jemand kontaktiert und gefragt, ob er sich nicht für die ESC-Auswahl bewerben wolle…. oookaaayyyy….: Und dann hat sich Jendrik ganz plötzlich daran erinnert, dass er ja schon immer zum ESC wollte, hat seinen Song komponiert, das Video auf die Beine gestellt sich dann mit , ähem: wie vielen Mitbewerben gemessen? Und hat im Songwriting Camp wie viele andere Songs gebastelt, die aber irgendwie alle doch nicht so toll waren wie sein erster… Und das Video war ja auch schon fertig… Und dann haben ihn 2 Juries mit 11,82 Punkten bewertet, und dann war es passiert?

    Mal ehrlich, das hatten wir doch so ähnlich schon mal. Das riecht mir doch sehr stark nach den nicht verschwisterten Schwestern, die unser Lieblingssender trotz Jury-Auswahlverfahren aus dem Hut gezaubert und dann sogar noch durch die Vorentscheidungsshow und das Tele-Voting geboxt hat.

    Und da spricht @Vondenburg oben davon, dass sich der NDR einen Pool an Künstlern aufbaut, die sofort zum ESC fahren würden? Da würde ich mir mega-verar…t vorkommen, wenn jetzt mindestens zum zweiten Mal ein Act eingeladen wird und er dann auch gewinnt. Ich glaube mich zu erinnern, dass auch Ben Dolic eingeladen wurde, bin da aber nicht sicher. So etwas würde ich mir nun wirklich nicht antun, egal ob als Newcomer (okay, das dann vielleicht doch noch, einmal vielleicht…) oder als einer der „vielen bekannten Künstler, die den Wettbewerb und die Öffentlichkeit scheuen, aber bei diesem Konzept in Scharen am Auswahlprozess teilnehmen“.

    Wenn das Auswahlkonzept nicht so aufwändig und Kucher & Partner nicht so einen Batzen Gebührengelder dafür bekommen würden, könnte man eventuell drüber lachen.

    Aber wie gesagt – vielleicht habe ich das im Interview ja auch falsch verstanden und / oder die falschen Schlüsse gezogen. Musste das aber mal loswerden.

    • Ich glaube da hast Du was falsch verstanden.
      Jendirk hat scheinbar vor einiger Zeit schon das Lied geschireben, mit dem er zum ESC wollte. Letztes Jahr hatte er eh vor ein Musikvideo zu drehen und dafür hat er das geschriebene Lied genommen. Eigentlich wollte er sich damit bewerben, aber er hat keine Möglichkeit gefunden sich zu bewerben. Eine Freundin hat ihm dann geraten einfach auf Tiktok ein MakingOf für sein Video zu stellen mit Hashtag Eurovision. (Sozusagen rauszuschreien, dass er zum ESC will) Und jetzt kommt diese Person ins Spiel, die Jendrik bei Berlin, Berlin gesehen hat. Der hat das MakingOf wohl gesehen und dann Jendrik angeschrieben. Jendrik hat ihm dann sein Lied geschickt und dann kam das Ganze in Rollen.

    • Ach ja. Ich spekuliere bei zwei Künstler, dass sie auch beim Vorentscheid dabei waren. Die eine Künstlerin hat ihm schon im Dezember zum Ticket herzlich gratuliert und bei der anderen Künstlerin hatten Jendrik und diese Künstlerin bei der Ankündigung ihres Albums kräftig Herzen gegenseitig verteilt.
      Ich glaube schon, dass der Großteil dieses Künstlerpools recht positiv auf die ganze ESC-Suche reagiert haben.

    • Ja, das hast Du falsch verstanden. Jendrik selbst wollte sich bewerben, wusste aber nicht wie, weil es keinen offiziellen Aufruf und nur einen versteckten Link gab, bei dem man noch dazu Zugangsdaten brauchte, um sich bewerben zu können. Auch den Song gab es da schon. Deshalb hat er angefangen, die Videos von den Videovorbereitungen auf TikTok und Instagram zu stellen – und die wiederum hat dann jemand gesehen, der ihm folgt, weil er ihn in „Berlin, Berlin“ gesehen hat. Dieser jemand kannte einen ehemaligen NDR-Mitarbeiter (mutmaßlich Christoph Pellander) und hat die beiden dann verbunden. Das alles war vor der ersten Auswahlphase, so dass Jendriks Video/Song genauso von Anfang an dabei war wie alle anderen Videos und Songs, die eingereicht oder auch in den Pool aufgenommen wurden (manche Künstler sind ja in der ersten Runde dabei ohne von ihrem Glück zu wissen).

  22. Ich wünschte mir trotzdem, es wäre sowas wie Dibdibidi geworden.
    Damit versuch ich gerade, mich aus einem absolutem Tief zu holen.
    Falls jemand einen besseren Tipp dafür hat – her damit.

  23. Herr Schreiber hat vor 2 oder 3 Jahren gemeint, Ziel sei mit dem deutschen Beitrag auch, einen Charthit zu landen. Jahr für Jahr misslingt dies nun gewaltig. Ganz ehrlich, es ist ein Trauerspiel was aus der Deutschen Kandiatensuche geworden ist. Da gibt es auch überhaupt nichts zum Schönreden. Der interessierte Zuseher wundert sich nur noch, warum Deutschland immer unbekannte Leute auswählt. Man hätte schon vor Jahren das komplette Team auswechseln müssen. Nun ist es praktisch zu spät und wir haben den Scherbenhaufen.

    • Ich glaube mich zu erinnern, dass er diese Meinung (es solle ein erfolgreicher Hit oder Radio – Hit werden) vor zwei oder drei Jahren abgelegt hat. Seitdem heißt es doch, man will beim Wettbewerb gewinnen, nicht einen Hit landen.

  24. Nach der vielen Motzerei auch mal ein paar positive Überlegungen zum NDR.
    Haben wir nicht alle vor einem Jahr gesagt, das Lied ist gut aber wird der Künstler das auch so auf die Bühne bringen, dass es immernoch gut ist?
    Und was macht der NDR, er ändert sein Auswahlverfahren, nun ich nicht nur das Lied wichtig sondern auch der Audtritt und das unter Live Bedingungen.
    Entweder der NDR hat hier mitgelesen oder hat ein ähliches ESC-Empfinden wie wir hier. Was wollen wir mehr?
    Und dass eine Direktnominierung nichts mit einem Demokratieverlust zu tun hat, sehen wir an Frankreich und UK den ältesten Demokratien in EUropa oder eben Holland, Belgien, Schweiz erc.
    Wie schon oft erwähnt hat das NDR-Verfahren viel damit zu tun, dass Deutschland der größte Musikmarkt in Europa ist, was auch bedeutet, dass die meisten erfolgreichen Künstler nicht wirklich das Bedürfnis haben sich dem Wettbewertb eines Vorentscheids zu stellen, weil sie national gut verdienen und deshalb eher verlieren als wirklich neue Käufer finden können, Das gleiche Problem hat UK, und da sind wir glücklicherweise viel weiter als die BBC, zumindest wenn wir die letzten 10 Jahre betrachten.
    Ok ich bin mir bewust, ich erzähle nichts Neues, und die Hater werde ich nicht überzeugen können, weil sie eben einen Schuldigen brauchen, wobei der wirkliche ESC-Fan nie so national denkt.
    UNd ja, es ist schön einen Vertreter des NDRs zu haben, mit dem man mitfiebern kann, und da ist Jendrik gar nicht schlecht, auch wenn man kein Fan von dem Lied ist, der Typ ist einfach gut.

    • In F und UK befinden sich die Quoten des ESCs auf den tiefsten Werten seit Jahrzehnten. Das Beispiel Italien zeigt sehr augenfällig, das alles auch anders laufen könnte. Hier kann klar widerlegt werden, dass ein Aufgalopp von Stars in eine Konkurrenzsituation von Stars grundsätzlich gemieden würde. Grund ist, dass da eben einfach alle ganz gut hinterher dran verdienen. Alle profitieren. Win-win. Als Star würde ich es mir natürlich auch überlegen, ob ich wo antrete, was mir im Nachhinein einen wirtschaftlichen Schaden verursacht bzw keinen wirtschaftlichen Gewinn bringt. Problem bei einer Versammlung von Nobodies ist, dass das in einmaliger Form kaum die Leute sehen wollen, auf die es ankäme (was wirtschaftlichen Nutzen betrifft). Stars bringen halt nunmal Quote. Festzuhalten sind, dass 80% bis 90% der aktuellen deutschen Musikstars aus dem Rap-Dunstkreis entstammen.

      • Ja klar, Italien ist das klassische Beispiel. Schweden wäre ein anderes.
        ABER bleiben wir mal bei Italien. Das Sanremo-Festival hat eine noch längere Tradition als der ESC. Er ist über Jahrzehnte etabliert. Jemand, der nicht gewinnt ist trotzdem ein Star und hat Erfolg. Måneskin waren noch nicht auf 1 in den Charts, andere Teilnehmer ja.
        Aber diese Tradition und diesen Umgang mit Künstlern haben wir in Deutschland nicht. Hier redet die Öffentlichkeit immer gleich alles schlecht. Und das ist in jedem anderen Bereich auch so, Sport, Politik z. B.
        Ich kann jeden Künstler verstehen, dass er unter diesen Bedingungen nicht zweiter eine Vorentscheidung werden möchte.

      • naja seien wir mal ehrlich, es wird in der ‚deutschen Öffentlichkeit‘ ja nix Gutes absichtlich schlechtgeredet, sondern offensichtlich Zweit-, oft sogar Drittklassiges wird halt kritisiert, was berechtigt ist. Italien hat ja kein grösseres Säger:innen & Songproduzent:innen-Potential als Italien, oder gar Schweden. Die Risk-Averse bürokratische Seele der Deutschen kommt aber eben auch was den Vorentscheid betrifft (so es Voting, oder Juryentscheid) immer auch hindurchschimmernd zum Vorschein (sei es beim Juries, Publikum, Künstler, oder Veranstalter). Befördert im Quadrat wird das dann auch noch durch die vor sich hinalternden auf den Ruhestand wartenden, rasend entscheidungsunwilligen Bürokratenseelen, die an den Schalthebeln in den Fernsehsendern, aber auch bei den Plattenfirmen sitzen. Das Corona-Management macht das alles, wie eine Lupe sehr gut sichtbar. Pfeifen und Krämerseelen, die auf den eigenen Vorteil bedacht sind und dazu eine lärmende Minderheit, die völlig den Verstand verloren hat, die aber meinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Das trift auf den ESC Vorentscheid eben halt auch mehr oder weniger zu…

  25. So wollen die ernsthaft eine kompetente Jury finden? Die Frage, geht doch voll am Thema vorbei. Sie fragen dort nach meinen GESCHMACK! Wollen sie ne Jury, deren Geschmack zufällig mit dem Ergebnis dieses Jahr korreliert? Sie müssen fragen, was man glaubt, welches Lied beim ESC in anderen Ländern (und dann eigentlich sogar bei Jurys und beim Publikum getrennt) erfolgreich sein würde. Es braucht eine Jury, die das abstrahieren kann und nicht nur auf seinem Geschmack besteht! So kann das ja nix werden.

    • eine derartig abstrahierte Vorhersage (dieser oder jener Song kommt im Ausland gut an) ist in den meisten Fällen nicht möglich, sehr oft nicht mal für Musikbiz Profis. Subjektiver Musikgeschmack kann nicht objektiviert und abstrahiert werden. Man kann nur entscheiden, ob man einen Song wirklich sich öfters hintereinander anhören will, oder eben nicht. Die Kaprizierung auf irgendetwas anders halte ich für nicht sonderlich zielführend. Das sollte nur eine Nebenrolle spielen.

  26. Halten wir mal fest: die Juries haben in diesem Jahr anscheinend aus einem ja Riesenhaufen (oder eher ja nur mittelgroßen Haufen) Sch**** einen kapitalen Flop als Sieger gezogen. Zonk. Schlechter lief es noch nie für einen deutschen ESC Beitrag in der Vorfeldverwertung. Alles ist fehlgeschlagen. Das ist natürlich eine Giga-Argument für’s Weitermachen…. Ausserdem ist es keineswegs so, dass das Abschreiben der Odds oder iwelche ‚historischen Musik-Kenntnisse‘ irgendwen für irgendwas besonders qualifiziert. Quark. Da Lachen ja die Hühner. Eine Non-Musikbiz Jury würde nur wirklich halbwegs Sinn machen, wenn die Mitglieder rein zufällig ausgewählt werden, wobei ich dringend empfehlen würde, nach Alter deutliche Schwerpunkte zu setzten. 51% müssen unter 30 sein, 47% 30 bis 70 und 2% über 70 und natürlich 50% männlich, 50 % weiblich.. Eine solche Jury hätte zumindest eine gewisse statistisch sogar nachweisbare Relevanz. Juries hin oder her, wenn es nur ‚Bückware mit unzeitgemäßen Content‘ zur Auswahl gibt, dann hilft die beste Jury nix, aber auch rein gar nix. Es steht und fällt mit dem Songangebot. Die Plattenfirmen scheinen wenig begeistert.

  27. Ich vermisse den Vorentscheid.
    Das war immer die Chance deutsche coole Bands undKünstler ennenzulernen, auf die ich sonst nie aufmerksam gewwesen würde. Aber gut, vertrauen wir dem NDR einfach mal. Mit Jendrik hatten sie ja schon mal ein Glückliches Händchen.

  28. Deutschland und die schweiz laufen in sachen esc neuerdings schon ziemlich gleich. Auch srf sucht schon die jury für 22. Hab mich auch mal angemeldet, aber ich hab wohl einen zu skurilen geschmack

    • Klar doch. Digame würde ihr selbstbeweihräuchertes Grützesortiersystem gern noch weiter europaweit pandemisch verbreiten, desto größer wird ja die Wahrscheinlichkeit eines Glückstreffers für die Existenzberechtigung. Ansonsten gilt, so schnell wie möglich den ersten Rechner hochfahren, denn zeitgleich wird das Kassenhäuschen aufgestellt. Klingelingeling…

  29. Auch wenn ich den Song von Jendrik mag, ich vermisse trotzdem einen Vorentscheid. Und warum es in der heutigen Zeit, nicht möglich ist, die besten drei des Juryvoting mit ihren Songs online zu stellen und die User entscheiden dann darüber, wer zum ESC fährt, erschließt sich mir nicht. Selbst dazu ist man nicht in der Lage oder eben nicht Willens.

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