Die Ukraine zieht sich vom ESC 2019 zurück

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Die Ukraine hat heute bekannt gegeben, dass sie nicht am Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv teilnehmen wird. Der Sender UA:PBC hat heute ein entsprechendes Statement veröffentlicht.

Bereits vor zwei Tagen war bekannt geworden, dass die Siegerin der ukainischen Vorentscheidung „Vidbir“, die Sängerin MARUV (Foto), nicht nach Israel fahren wird. Sie war nicht bereit, die Knebelverträge zu unterschreiben, die ihr vom Sender UA:PBC vorgelegt wurden und durch die sie ihre gesamte Öffentlichkeitsarbeit und auch die Inszenierung ihres Auftritts in Tel Aviv in dessen Hände gelegt hätte.

In den letzten Tagen hatte sich der Sender nun vergeblich bemüht, die Zweit- und Drittplatzierten der Vorentscheidung zu einer Teilnahme am ESC 2019 zu bewegen – erfolglos. Nun hat UA:PBC die Reißleine gezogen und sich unter anderem mit der Begründung, der Vorentscheid sei politisiert worden, vom ESC 2019 zurückgezogen.

Die Ukraine ist damit nach Bulgarien das zweite Teilnehmerland aus 2018, das nicht in Tel Aviv an den Start gehen wird.

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53 Kommentare

  1. Für die Teilnehmer des 1.Semifinales erhöht sich somit die Wahrscheinlichkeit sich für das Finale zu qualifizieren. So hat das ganze wenigstens auch was positives.

  2. Es ist total schade,das sowas passieren kann…Da wird eine aufwendige Vorentscheidung veranstaltet um dann so eine Scheisse zu fabrizieren….Die Leidtragenden sind nur wieder die Künstler die ihr Herzblut, ihre Kreativität und vor allem ihre Zeit geopfert haben für NICHTS!!!!!

    • Nicht „nichts“! Freedom Jazz und BSB haben in mir sowie in vielen anderen ESC-Fans neue Follower gefunden und die Songs bleiben uns auch erhalten (dasselbe Argument kann man sogar auf Aly, lilly ac, BB etc. übertragen 😀 )

  3. Wie peinlich – man kann nur hoffen, dass das die Tröten ordentlich was kostet. Damit hart die Ukraine den PR-KO Russlands durch Julias erstaunliche „Darbietung“ wieder verspielt – sehr schade nur um den fantastischen Beitrag Maruvs

    • Ja, aber in einem Land im Kriegszustand ist das wohl schwer zu vermeiden. Jamala hätte sich bei ihrem Jurytribunal wirklich zurückhalten müssen.
      Zwei Jahre nach der Ausladung Russlands scheint sich da noch nichts verändert zu haben.

      • Hat es auch nicht; Russland treibt weiter Krieg in der Ostukraine – und die Welt schweigt :-(.

  4. Verständlich, dass kein ernstzunehmender Künstler die Nominierung nach dem selbst verursachten Fiasco will – wäre das nicht die Chance für MIHAI gewesen? Schade; die Ukraine liefert eigentlich immer und Maruvs Song ist top.

  5. Lieber sich vom Wettbewerb zurück ziehen als sich bei Maruv zu entschuldigen und ihr nen halbwegs vernünftigen Vertrag anzubieten? Na gut, ist ja deren Entscheidung.

    Das Verhalten des Senders ging einfach gar nicht… Gut, dass alle anderen Vidbir Teilnehmer abgelehnt haben. Ich hoffe, dass das das letzte Euro Drama war für diese Saison war, so langsam reicht es auch. Obwohl, vielleicht kommt noch Drama aus Irland, die haben sich ja bis jetzt gar nicht gemeldet bezüglich des Esc.

  6. Die ganze Posse ist ultrapeinlich, gerade für UA:PBC sollte man sich hinterfragen warum man Geld hat eine Vorentscheidung zu veranstalten, aber nicht dem Künstler eine Reise nach Tel Aviv zu bezahlen, und lieber Regressionszahlungen in kauf nimmt, als über seinen eigenen Schatten zu springen. Alles sehr traurig. Mir fehlt die Ukraine, auch eine starke Ukraine auch gegen ein starkes Russland.

    • Das Geld für den Vorentscheid kam doch von einem privaten Sender, der damit beauftragt wurde. Der hat sich mittlerweile aber auch von der öffentlichen Rundfunkanstalt distanziert.

  7. Also dieser Jahrgang macht mir echt keinen Spaß mehr. „Siren Song“ war mein liebster ESC-Song mindestens seit „Rhythm Inside“, wenn nicht noch länger. 🙁

    • Jetzt ist es eben dein liebster National Final Song seit…? Achso, ich hoffe doch man kann beim Second Chance Contest trotzdem Songs aus Vidbir nehmen, denn es war ja eine ESC NS 2019 😀 (Da seht ihr mal, wie ich Prioritäten setze, erstmal den SCC retten 😀 )

      • Mit Sicherheit. Ovidiu war damals schließlich auch im SCC vertreten. Aber erst einmal muss es überhaupt einen neuen SCC geben. Dies ist nicht mehr der Prinz-Blog, auch wenn es sich fast genauso anfühlt (großes Lob an Benny und Co.!).

      • Ich weiß, wir sind immer noch nicht halb durch mit den Beiträgen. Ich befürchte dennoch das Schlimmste.^^

        Wobei „Soldi“ kann uns hoffentlich keiner mehr nehmen.

  8. Ich fand vor allem die Diskussion ein Tiefpunkt, weil jeder los spekulierte ohne wirklich die Details zu wissen. Ich weiß jedenfalls nicht, ob die Vertragsbedingungen außergewöhnlich waren im Vergleich zu anderen Ländern oder auch zu Russland.

    • Auch wenn ich mich damit nicht beliebt mache. Ich habe durchaus Verständnis für den Sender, das er die Ukraine nicht von einer Künstlerin vertreten lassen will, die nichts daran findet, ihr Land zu verraten. Wie kann ich denn als ukrainische Künstlerin in dem Land auftreten, das mein eigenes Land überfallen hat! Wie würde man im selben Fall in Deutschland reagieren? Ich weiss ja das viele ESC-Fans in ihrer rosaroten Bubble leben wollen, als das sie ein wenig Realität ran lassen. Aber soviel sollte man der Ukraine schon zugestehen. Der Sender hat richtig gehandelt. Das was Maruv gemacht hat, war nix anderes als Landesverrat.

  9. Ob das der Tod für Vidbir ist? Natürlich ein verdientes Eigentor der lieben Herren Funktionäre, aber womöglich wurden weitere Verhandlungen letztlich auch durch Maruvs Veröffentlichung von Internas unmöglich gemacht.
    So oder so sehr bedauerlich – zwar nicht zwingend ein Anwärter auf den Sieg, aber gut angekommen wäre das im bisher überwiegend seichten Teilnehmerfeld bestimmt.

  10. Der Sender hat wohl alles falsch gemacht. Zunehmende Politisierung, eine Kandidatenauswahl, die intern stressig war, ein Knebelvertrag, der den Künstler zur Marionette macht. Da ist diese Selbstbestrafung gerechtfertigt, schade für Maruv, auch wenn ich kein Riesenfan ihres Songs war.

  11. „…sich unter anderem mit der Begründung, der Vorentscheid sei politisiert worden…“

    Schön passiv ausgedrückt, der Sender hatte dafür natürlich null Verantwortung.

    Echt schade, das die Ukraine nicht dabei ist. Ich bin zwar kein Fan der Präsentation ihres Songs, weil mir das zu sehr in die „billige“ Schiene und übersexualisiert rüberkommt (jaaaa, ich gebs zu, ich bin ehemalige Schwesternschülerin). Aber das Theater war tatsächlich unwürdig.

  12. Das ist soo sch…! Im ersten Halbfinale sind die meisten meiner Hasssongs und die haben es jetzt einfacher, aber im zweiten Halbfinale wo die wenigen Songs sind die ich mag, da ist das Qualifizieren erschwert. Ist ja nicht so als wäre das Zweite eh nicht schon das Schwierigere! Ich bin maßlos von der Ukraine enttäuscht…

  13. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum der Sender kritisiert wird. Wenn ich als ukrainische Künstlerin nicht so viel verstand habe, das es absolut unangemessen ist in Russland aufzutreten nach 5 Jahren KRIEG, so jemanden ist nicht mehr zu helfen. Zumal viele Menschen in der Ukraine unter der russischen Aggression zu leiden haben.

  14. Außerdem kann ich gar nicht nachvollziehen, was an der Performance und an dem Song so toll gewesen sein soll. Sah aus, als wäre der Lesbenpuff aus Kiew aufm Betriebsausflug. Gottseidank bleibt uns diese Katastrofe in Tel Aviv erspart. Soll lieber nach Russland gehen, dann kann sie bei Putin vortanzen.

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