EBU plant derzeit keinen Ausschluss Russlands vom Eurovision Song Contest 2022 in Turin

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Infolge des heutigen russischen Angriffs auf die Ukraine hat der ukrainische öffentliche Rundfunksender UA:PBC schnell reagiert und in einem Schreiben an die European Broadcasting Union (EBU) gefordert, den russischen Sender „Channel One“ von einer Teilnahme am ESC 2022 auszuschließen. Das deutsche Medienmagazin DWDL meldete heute Nachmittag wiederum, dass die EBU einen solchen Ausschluss derzeit nicht plane.

Die Online-Kampagne „#EurovisionWithoutRussia“ wurde heute gestartet und findet international bereits zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer. In dem Schreiben von Mykola Chernotytsky aus dem Verwaltungsrat des ukrainischen Senders wird ausdrücklich betont, „dass der Eurovision Song Contest nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurde, um Europa zu vereinen. Angesichts dessen untergräbt die Teilnahme Russlands als Angreifer und Verletzer des Völkerrechts am diesjährigen ESC die eigentliche Idee des Wettbewerbs.“

Kurze Rückblende: Erst im vergangenen Jahr suspendierte die EBU den belarussischen Sender BTRC, nachdem der Beitrag der Gruppe Galasy ZMesta zuvor nicht zugelassen wurde. Seither kann das Land an keinem Wettbewerb der EBU mehr teilnehmen. Die Suspension läuft bis mindestens 2024.

In der aktuellen Situation sieht die EBU bisher jedoch davon ab, Russland vom ESC 2022 auszuschließen. Ein Sprecher der EBU erklärte, dass man über die aktuelle Situation in der Ukraine besorgt sei und diese weiterhin genau beobachten wird. Der ESC sei jedoch ein nicht-politisches, kulturelles Event.

Die Position der EBU stößt jedoch auf Kritik. Die Chefin des schwedischen Senders SVT, Hanna Stjärne, äußerte, dass die EBU ihre Entscheidung noch einmal überdenken solle: „Ich sympathisiere mit der Grundidee, dass der ESC eine unpolitische Veranstaltung ist. Aber die Situation in Europa ist mit Russlands Invasion in der Ukraine äußerst ernst. Es überschreitet alle Grenzen. Wir haben die EBU zu einem Kurswechsel aufgefordert und werden die Entwicklung aufmerksam verfolgen.“

Mit der aktuellen Haltung steht die EBU auch im Gegensatz zur UEFA, die das im Mai geplante Finale der UEFA Champions League in Sankt Petersburg nicht in Russland austragen will.

Wie steht Ihr zu einer Teilnahme Russlands am ESC 2022? Glaubt Ihr, dass der Druck auf die EBU zu groß wird und sie ihre Entscheidung revidieren muss? 



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100 Comments
byJannik
byJannik
4 Jahre zuvor

Ich weiß nicht ob das im ESC-kompakt Live gleich Platz hat, aber ich würde gerne eure Meinung dazu hören. Findet ihr es gut dass Russland dieses Jahr wohl weiterhin beim ESC dabei sein darf?

Katja
Katja
4 Jahre zuvor
Reply to  byJannik

Ich finde es unglaublich, wie die EBU sich. “ wegduckt“ hinter dem unpolitischen Vorwand!

Brötchen
Brötchen
4 Jahre zuvor

Weiß die EBU was die damit anrichten? Das wird zu Boykotten führen und kann großen Schaden für den ESC bedeuten, wenn der dann überhaupt stattfindet.

GET YOUR SHIT TOGETHER.

Klaus - Dieter Pidd
Klaus - Dieter Pidd
4 Jahre zuvor

Ich bin dafür das Russland nicht am ESC 2022 teilnehmen darf.

Jastus
Mitglied
Jastus
4 Jahre zuvor

„Glaubt Ihr, dass der Druck auf die EBU zu groß wird und sie ihre Entscheidung revidieren muss?“

–> Ja.
Allerspätestens wenn die ersten teilnehmenden Länder einen Boykott/Rückzug androhen, wird die EBU einknicken.
Wir werden Russland nicht beim ESC 2022 sehen. Und das ist richtig so.

Andi
4 Jahre zuvor
Reply to  Jastus

Ich sehe es wie du. Aber ich finde es beschämend, dass da wohl erst Länder mit Boykott drohen müssen, ehe die EBU sich bewegt. Es ist ein absurdes Theater, das die EBU nachhaltig beschädigen wird.

escfan05
escfan05
4 Jahre zuvor

Abwarten, Pläne können sich ändern. Andere Länder müssen Druck auf die EBU machen. Jegliches Kuscheln mit Putin ist ab heute ein No-Go.

Jofan 💙💛
Jofan 💙💛
4 Jahre zuvor

💙💛! Stay strong! 💙💛

Ralf
Ralf
4 Jahre zuvor

Nein!!!!

LoicLover
LoicLover
4 Jahre zuvor
Reply to  Ralf

Sorry aber worauf bezieht sich dein Nein!!! Bitte etwas weiter ausführen

Bankster
Bankster
4 Jahre zuvor

Ich würde sie nicht rauschmeißen, musik ist für alle da und soll verbinden, die russen wollten den krieg nicht.

Jofan 💙💛
Jofan 💙💛
4 Jahre zuvor
Reply to  Bankster

@Bankster
Also ist es legitim, dass ein Sänger (m/w/d) unter der Flagge eines „Landes“ antritt, welches seit 24h Krieg führt, einem souveränen Staat die Unabhängigkeit entzogen hat, durch Bombardierungen unschuldige ukrainische Zivilisten tötet, dem Westen mit einem Atomkrieg droht, wenn dieser sich für die demokratischen Grundrechte einsetzt? Musik soll verbinden, aber das will Russland doch gar nicht! Russland will eine Alleinherrschaft auf der ganzen Eurasischen Platte.
Deine Aussage: „Die Russen wollten den Krieg gar nicht“ – also echt, geht’s noch?!
Klar hat NATO jahrelang auf die Forderung Russland geschi**en, einfach, weil sie es konnten – aber letztendlich war es Putin, der sich dafür entschieden hat 30 Jahre Diplomatie in einer Woche zu zerstören. Putin war es, der seit Wochen den Westen an der Nase herumführte und er war der, der irgendwelche Kriegsgründe erfand, nur um seine Kriegserklärung augenscheinlich zu legitimieren.

Ich bin mir durchaus bewusst, dass SOWOHL Russland als auch die NATO das alles hätte verhindern können, aber dann so zu tun, als träge der wirre Diktator, der sein Volk wie Abtrünnige behandelt, gar keine Mitschuld.

Sorry, aber das musste jetzt mal raus.
💙💛

JJK
JJK
4 Jahre zuvor
Reply to  Jofan 💙💛

Die Geschichte des ESC darf nicht vergessen werden! Ein Land das Menschenrechtsverletzungen und schwerwiegende Völkerrechtsbrüche vollzieht hat keinen Platz auf einer internationalen Bühne die für den Frieden innerhalb Europas entstanden ist. Die EBU muss Souveränität in Hinblick der Ukraine zeigen!

4porcelli stands with Ukraine
4porcelli stands with Ukraine
4 Jahre zuvor
Reply to  Bankster

Russischer Troll.

Christian W
Christian W
4 Jahre zuvor
Reply to  Bankster

Die Russen wollten dann aber die Propaganda, die Channel1 in Putins Namen über den ESC verbreitet auch nicht. Das Regime und seine Handlanger gehören geächtet. Überall.

Ben
Ben
4 Jahre zuvor
Reply to  Bankster

Finde es wirklich unglaublich, dass man da noch abwartet.
Selbst die UEFA hat reagiert und das CL-Finale auf St. Petersburg verlegt.

Jelena Gladovic
Jelena Gladovic
4 Jahre zuvor
Reply to  Ben

Stimme zu, wenn selbst die Uefa reagiert, die nun doch auch eher im Begriff ist ein ganz schwerfällig Tanker zu sein und enge Beziehungen mit Gazprom unterhält, ist das hier nur beschämend.

murzel2003
Mitglied
murzel2003
4 Jahre zuvor
Reply to  Bankster

Wie naiv muss man sein ?!

frankalbers7@web.de
frankalbers7@web.de
4 Jahre zuvor

Ich glaube nicht, dass Russland dabei sein wird. Es geht bei der EBU-Mitgliedschaft ja nur am Rande um den ESC sondern primär um den freien Zugang zu allen Angeboten der EBU (vor allem News etc.), von denen man Russland ausschließen wird in dem man die Mitgliedschaft zumindest auf Eisen legen wird, so wie es sicher einen Ausschluss von allen europäischen Gremien geben wird. Der Ausschluss vom ESC ist dann ein eingeschlossener Nebeneffekt.

bisschenfrieden
bisschenfrieden
4 Jahre zuvor

Der russische Erste Kanal ist ein putintreuer Staatssender und steht dem belarussischen Fernsehen in nichts nach. Meiner Überzeugung nach ist ein Ausschluss dringend geboten.

Indigo
Indigo
4 Jahre zuvor

Ich wäre eigentlich dafür, dass Russland teilnimmt, da der ESC ja dazu da ist, Menschen zu verbinden, und sicherlich sind viele russische ESC-Seher nicht auf Putins Seite.
Andererseits muss es für die Ukraine schwer sein teilzunehmen, wenn Russland auch teilnimmt, insofern ginge das Wohlwollen der Ukraine vor, meiner Meinung nach.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Indigo

Wer „Menschen verbinden“ will , möge sich jetzt ein Rot-Kreuz-Käppchen aufsetzen und in die r Ukraine fahren, da gibt es jetzt wahrlich genug zu verbinden.

roxy
roxy
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Das ist echt keine Zeit für solch geschmacklose Witze.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Es ist eher keine Zeit für dümmliche kulleräugige Friedens-Metaphern, die genau zu dieser Situation geführt haben

JJK
JJK
4 Jahre zuvor

Die EBU muss sich für europäische Werte einsetzen und diese begrüßen. Das sie jetzt Russland nicht ausschließen möchten, weil sie nicht politisch sein möchten ist nicht vertretbar mit europäischen Werten.
Internationales Völkerrecht hat eine größere Bedeutung als nur eine politische. Im Falle einer Teilnahme Russlands sehe ich mich gezwungen den ESC dieses Jahr auszusetzen, einfach weil mein Magen das nicht verträgt, über so viele unschuldige Tote hinwegzusehen.
Es geht nicht um etwas Politisches sondern um etwas Menschliches.

Felixx
Felixx
4 Jahre zuvor

Sollte der Ausschluss Russland aus dem Zahlungssystem SWIFT doch erfolgen, sind EBU Entscheidungen peanuts dagegen.
Ärgerlich, das die Schweiz durch das pochen auf ihrer Neutralität sich mal wieder jeglicher Sanktionen widersetzen wird.

Der Thorsten von der Küste
Der Thorsten von der Küste
4 Jahre zuvor
Reply to  Felixx

Die Eidgenossen erweisen sich einen Bärendienst damit – man kann eben nicht in allen Dingen „neutral sein“. Neutral bedeutet in dieser Lage keine eigene Meinung zu haben.
Ich werde dieses Jahr „ZERO POINTS“ an die Schweiz senden beim ESC (okay, dass wird die nun auch nicht jucken, was der kleine Toddy macht) – aber zumindest für mich setze ich ein Zeichen.

Vielleicht sollte auch Italien keine russischen Flüge mehr erlauben …dann kann der russische Teilnehmer und die Delegation mit dem Boot oder zu Fuß kommen.

4porcelli stands with Ukraine
4porcelli stands with Ukraine
4 Jahre zuvor

Die EBU noch unethischer als UEFA, unfassbar.

Andi
4 Jahre zuvor

Ja, die UEFA kriegt grad noch die Kurve, jedenfalls bei dem Thema. Erstaunlich.
Nicht, dass man sie dafür übermäßig loben müsste. Für Selbstverständlichkeiten verteile ich kein Lob.

Böörti01
Böörti01
4 Jahre zuvor

Naja, es ist schon auch leichter, ein simples Fußballspiel, das irgendwo stattfinden kann, zu verlegen, als Mitgliedschaften und Teilnahmen zu unterbinden, muss man sagen. Heilig ist die UEFA jetzt über Nacht auch nicht geworden, sondern wandert auch nur wegen des drohenden Sponsorendrucks und nicht wirklich wegen ethisch-politischer Gründe weg.

Der Thorsten von der Küste
Der Thorsten von der Küste
4 Jahre zuvor

Gleiches Recht für alle – in Belarus knechtet der Präsident sein eigenes Volk = Ausschluss für min. 3 Jahre
Der Russische Präsident lässt seine Truppen die Ukraine überfallen = EBU zögert
Findet den Fehler!

Ich sage – sofortiger Ausschluss Russlands aus der EBU und dem ESC / JESC!

floppy1992
Mitglied
floppy1992
4 Jahre zuvor

Warte nur ein paar Tage, dann wird die EBU einknicken müssen. Im Falle von Weißrussland letztes Jahr hat sie auch erst auf den öffentlichen Druck reagiert. Die EBU wird sich außerdem zumindest einer Suspendierung der russischen Mitgliedschaft auf Dauer wohl nicht entziehen können.

ESCFrank
ESCFrank
4 Jahre zuvor

Wenn ich das schon wieder lese, Die Russen wollen den Krieg nicht 🙄 wer sind denn DIE Russen? Mit Sicherheit, steht ein Großteil der Bevölkerung hinter (Ras)Putin und seiner Partei „Einiges Russland“.

Mit Sicherheit steht ein konsequent, unterdrückter, kleiner Teil der Bevölkerung NICHT hinter dem Despoten (oder hat jemand Zahlen), zum Teil sind diese Menschen schon hier.

Niemals bekommt nur eine Person eine solche Machtfülle hingezaubert. Die Entwicklung Russlands war absehbar, und da waren „die Russen“ voll dabei.

Der Beitrag wird vom Russischen TV nominiert, gewählt, das sagt dann wohl alles….definitiv kein unschuldiger „Künstler“

Timo1986
Timo1986
4 Jahre zuvor

Wie ich bereits an anderer Stelle sagte:

Die Teilnahme eines russischen Künstlers (m/w/d) ist zumindest dieses Jahr nicht richtig. Dies muss aber jedes Jahr neu entschieden werden. Die Teilnahme einer nationalen russischen Jury und des russischen Publikums bei der Punktevergabe fände ich richtig.

Also bei der Ermittlung des ESC-Siegers (m/w/d) ist Russland jederzeit herzlich willkommen, bei der Möglichkeit selbst einen potentiellen Sieger (m/w/d) durch andere Nationen küren zu lassen erfolgt ein Ausschluss.

ESCFrank
ESCFrank
4 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

Allein deine Formulierung russischer Künstler (männlich/weiblich/divers) ist ja schon eine Farce 😂😂
Herrlich 🙋‍♂️

Gnampfer
Gnampfer
4 Jahre zuvor

Wenn die EBU Russland nicht ausschließen will, ist das deren Entscheidung, so unverständlich das sein mag. Diese Entscheidung sollte akzeptiert werden. Ich finde es immer wieder wichtig zu betonen, dass der ESC kein politischer Wettbewerb ist.

ESCFrank
ESCFrank
4 Jahre zuvor
Reply to  Gnampfer

Kann sie….solange nicht andere Mitglieder intervenieren 🤷‍♂️ Und das wird hoffentlich kommen.

Marcomunetti
Mitglied
4 Jahre zuvor

In Anbetracht von aktuellen News und Kommentaren von einer gewissen russischen (Tadschikischen) Künstlerin, fände ich es grossartig, wenn anstelle eines Russischen offiziellen Teilnehmers, Manizha dem ESC etwas beitragen könnte/dürfte. Ich finde es stark wie sie aber auch einige andere Russische Stars (Fedor Smolov) sich so offen gegen den Schurkenakt positionieren. Das macht Hoffnung, dass Russland-intern Putin nicht so viel Rückhalt hat, wie er selbst glaubt.

ESCFrank
ESCFrank
4 Jahre zuvor
Reply to  Marcomunetti

Das wäre großartig 👏🏻 “russian artists against russian political pressure”
Aber ich glaube nicht daran 😔

Alki Bernd
4 Jahre zuvor

Die EBU hat den Schuss wohl nicht gehört. Wir Europäer befinden uns gerade in einem aus aufgezwungenen Krieg, bei dem wir vernünftigerweise noch auf den Einsatz von Waffen verzichten.

Es gilt alle sinnvollen Mittel einzusetzen, um den irren Diktator loszuwerden, sonst wird er niemals aufhören.

Kei Russe sollte an irgendeinem sportlcihen Kräftemessen oder kulturellen Event teilnehmen dürfen, es sei denn, er hat Asyl in der freien Welt beantragt.

Horst T
Horst T
4 Jahre zuvor

Selbst Dimitris Kontopoulos, Komponist des Dream Teams, und soweit man hört des russischen Beitrages 2022, teilt Support für die Ukraine auf Instagram und auch Sergey Lazarev und Ani Lorak, für die Kontopoulos die Beiträge schrieb, bitten um Frieden. Sehr gut

Alki Bernd
4 Jahre zuvor

Um so toller der Mut von Marisza und anderen russischen Intellektuellen, Hut ab ! Wahrscheinlich wird der Irre Hackfleischs aus ihnen machen, ich möchte es mir nicht ausmalen.

Und dann diese feigen, korrupten Kreaturen von der EBU, widerwärtig

escfan05
escfan05
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Stimmt. Sie hätten schon nach der Eroberung der Krim Russland rauschmeißen müssen. Aber von wegen unpolitisch, von wegen, denen geht es und allein darum, das Russland ein großer Markt mit vielen Zuschauern ist.

AlexESC
AlexESC
4 Jahre zuvor

Belarus wird ausgeschlossen, weil der Song wiederholt nicht den Regeln entsprach! Russland greift ein anderes Land(!) an und wird nicht ausgeschlossen…(wahrscheinlich erst wenn ihr Song nicht den Regeln entspricht)…

Also ich versuche mir jetzt mal vorzustellen wie es zu dieser Entscheidung gekommen sein könnte:
Ich denke, dass es innerhalb der EBU zwischen den verantwortlichen Personen der einzelnen Sender auch einige (oder viele) Freundschaften gibt -vor allem wenn man regelmäßiger miteinander zu tun hat- und man deswegen vorerst „milde“ walten lässt!
Russland bzw. RTR (All Russian State TV and Radio Broadcasting Company) gehört z.B. schon sehr lange (mindestens seit 2013) zur Junior Eurovision Steering Group! Die Steering Group beim JESC ist so etwas wie die Reference Group beim ESC.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
4 Jahre zuvor
Reply to  AlexESC

ESC-Disqualifiktion und EBU-Ausschluss sind zwei verschiedene Dinge, wobei zweites ersteres natürlich quasi bedingt. Beim ESC disqualifiziert werden kann ein Teilnehmer nur, wenn er konkret gegen eine Regel des Wettbewerbs verstößt. Das hat Russland bisher nicht getan.

Nilsilaus
Nilsilaus
4 Jahre zuvor

Ich erinnere mich an der Jahr 1992. Der innerländische Jugoslawienkrieg war auf Hochtouren als die (letzte) jugoslawische Sängerin Extra Nena auf der ESC-Bühne stand und ihren Musikbeitrag sang. Währenddessen verloren hunderte ihrer Landsleute durch harte Gewalteinwirkung ihr Leben und andere bangten um ihr Dasein. Das war schon damals ein merkwürdiges Gefühl. Die EBU hat im Vorfeld kein Wort darüber verloren. Tja, wie sich Geschichte wiederholt.

HHStephan
HHStephan
4 Jahre zuvor

Und ich hätte gedacht, dass ein Ausschluss gar nicht diskutiert werden muss. War für mich eigentlich klar, dass Russland dieses Jahr ausgeschlossen wird, gerade aus dem Grund, dass die Idee des ESC ist, die Menschen FRIEDLICH zu vereinen. Da entwickeln sich bzgl. der EBU leider gerade wirklich IOC-Vibes.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
4 Jahre zuvor
Reply to  HHStephan

Wenn es danach geht, hätten allerdings Armenien und Aserbaidschan nie an ESC und JESC teilnehmen dürfen, schon gar nicht im letzten Jahr.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor

Die EBU plant offenbar gerade den ESC 2022 mit genau 6 Teilnehmern durchzuführen: Russland, Schweiz, Armenien, Serbiem, Zypern und Malta. Auch interessant.

ESCFrank
ESCFrank
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Puhhh dann braucht es noch mindestens 6 mehr, sonst wären es weniger als 1970 😁

Tobiz
Mitglied
4 Jahre zuvor

Jendrik postete heute viele Nachrichten von Menschen aus der Ukraine und Russland.

Brötchen
Brötchen
4 Jahre zuvor
Reply to  Tobiz

Hatte Gänsehaut die ganzen Nachrichten zu lesen.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor

Ich kann es nicht fassen. Die Ukraine wird überfallen, und bei Maischberger redet man über mögliche Kohleverlängerung … 🤮🤮🤮
Hauptsächlich uns gehts gut. 🤢

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor

Ich habe ja befürchtet das die EBU so entscheidet, man will sich aus der Politik raushalten. Ich finde aber hier ist eine wichtige Linie überschritten worden. Der Friede in Europa wurde angegriffen, wenn das nicht im Regelkatalog steht um ein Land auszuschließen dann gehört das geändert.
Kann nicht die Rai als Gastgeber agieren und drauf drängen Russland aufzuladen?
Ich hoffe das hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

P.S. Ich fände es passend wenn die Rai Nicole’s ein bisschen Frieden das vor 40! Jahren gewann als Statement beim ESC in irgendeiner Form auf die Bühne bringt. Nicole hat das ja auch damals in vielen Sprachen veröffentlicht. Das Lied ist wieder ganz aktuell geworden

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor
ESCFrank
ESCFrank
4 Jahre zuvor

Och bitte 🙄

JoBi
JoBi
4 Jahre zuvor

Ich hoffe das sich bis zum ESC die Lage beruhigt hat. Wenn nicht. Scheiße. Ich bin bei dieser Diskusion Russland EBU rauswurf ja oder nein.

Böörti01
Böörti01
4 Jahre zuvor

Russland wird auch gar nicht mehr teilnehmen WOLLEN, sondern sich mit großen zweifelhaften Worten, die Europa als falschliegend darstellen sollen, von selbst zurückziehen, denke ich.

Böörti01
Böörti01
4 Jahre zuvor
Reply to  Böörti01

Könnte auch sein, dass die jetzt was an „Soll-Nichtzulasung einer Direktnominierung“ inszenieren, in dem Stile, wie es damals bei Julia Samoylova für den ESC in der Ukraine war. So nach dem Motto „Was? Ihr bringt es sogar übers Herz, so eine „arme“ Person bzw. so einen Titel nicht zuzulassen?“

Micha
Micha
4 Jahre zuvor
Reply to  Böörti01

Ich vermute, dass Russland letztendlich von sich aus zurückzieht und sich dann groß als Opfer darstellen wird.

Der Wüste(n)Volker
Der Wüste(n)Volker
4 Jahre zuvor

Ich wäre definitiv für einen Ausschluß Russlands.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor

Meine ganz klare Meinung hierzu: Angesichts dieser Umstände sollte Russland dem ESC fernbleiben.
So leid es mir für die KünstlerInnen tut: Putin pfeift offensichtlich auf alle Werte, die diese tolle Show ausmacht.
Er hat sich mMn jedes Recht für sein Land verwirkt, an einer friedlichen Veranstaltung wie den ESC teilzunehmen.

Der KünstlerIn (oder die Band), die Russland in Turin vertreten wird, tut mir jetzt schon leid. Sie werden wahrscheinlich den gnadenlosen Unmut des Publikums zu spüren bekommen. Ist natürlich fies, ausgebuht zu werden, aber sie werden leider als RepräsentantIn dieses Regimes gesehen. Sollte man ihnen ersparen.

Jastus
Mitglied
Jastus
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

Naja.
Also mal realistisch betrachtet, welche(r) Künstler*in würde denn wohl von Russland zum ESC geschickt werden?
a) Jemand, der sich offen gegen diesen Krieg und Putin stellt und deswegen zu Unrecht vom Publikum ausgebuht werden würde (aber eben wegen einer offenen Kritik gegen Putin dann vermutlich sowiesoe keine Buhrufe erhielte).
b) Jemand, der regierungstreu ist und somit den Krieg gegen die Ukraine befürwortet (oder zumindest nicht klar verurteilt) und deswegen sämtliche Buhrufe völlig verdient hätte?

Also: Russland ausschließen.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  Jastus

Es gibt ja noch eine dritte Gruppe: Die KünstlerInnen, die aus Angst vor Repressalien die Klappe halten, und sich gar nicht großartig zur Politik äußern möchten, sondern einfach nur ihre Musik präsentieren wollen. Wer kann ihnen schon in den Kopf gucken, wie sie wirklich denken? Ich bin mir sicher, viele KünstlerInnen, wie wohl auch ein Teil der russischen Bevölkerung (wie groß der Anteil ist, möchte ich mir nicht anmaßen, zu beurteilen), haben einfach Angst, aufzubegehren. Ich möchte mir nicht ausdenken, was mit ihnen dann passiert.
Heute Abend gab es eine Meldung in den Nachrichten, dass sie in Russland Demos gegen den Krieg aufgelöst haben, und viele Leute festgenommen haben. Gibt wohl dort auch genug Kritiker, die einfach mundtot gemacht werden.

Ganz ehrlich: Ich bin froh, in einem demokratischen Rechtsstaat zu leben.

Aber ich bin auch dafür, Russland auszuschließen, sind wir uns einig.

Gaby
Gaby
4 Jahre zuvor
Reply to  Jastus

Noch eine kleine Ergänzung zu meinem vorletzten Satz meines Kommentars vom 24.02.22 (23:07)

Umso mehr schwillt mir die Halsschlagader, wenn ich höre, wie Leute allen Ernstes von einer Diktatur schwafeln, wenn sie in der Bahn eine Maske tragen müssen. Sorry, anderes Thema, musste aber jetzt mal raus.😡

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

Schön, dass Du wieder da bist, Gaby, leider an einem sehr traurigen Tag.

Alki Bernd
4 Jahre zuvor

Man hat es glaube ich noch nicht verstanden: es ist vollkommen lächerlich, sich Gedanken über den ESC zu machen. Die Frage ist, wann Putin beginnt, Europa mit Atomwaffen zu bedrohen

Alki Bernd
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Und der französische Außenminister droht um 23:05 mit Atomwaffen zurück. Wacht mal auf, Jungens !

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Genau das denke ich auch, aber ich denke halt, dass viele hier die Flucht in eine bessere Welt antreten. Kann man ja irgendwie auch verstehen.

Andi
4 Jahre zuvor
Reply to  Alki Bernd

Nein, Bernd, das ist nicht mehr die Frage. Das hat er bereits getan.

Matty
Matty
4 Jahre zuvor

Bei den Odds liegt Rußland auf dem 25. Platz und direkt dahinter ist Deutschland.

Böörti01
Böörti01
4 Jahre zuvor

Wir ESC-Fans und Gott sei Dank auch viele Otto-Normal-Zuschauende verbinden den Eurovision Song Contest und Europa natürlich mit vielen Wertevorstellungen. Das macht beides auch mit so wunderbar – für mich erst Recht. Im Kern ist der ESC leider ja aber auch „nur“ ein – wenn auch erfolgreiches – Austragungsformat eines Rundfunknetzwerks mit nüchternen Arbeitsinteressen, weshalb wir fast schon regelmäßig und zwangsläufig bei solchen werteorientierten Fallkonstellationen enttäuscht werden. Und selbst wenn wir es nicht sind, sind es ggf. andere mit anderem Background. Das Selbstverständnis als unpolitisches Event ist regelmäßig schwer auszuhalten – vor allem für Menschen aus geübten Demokratien. Genauso wie es für Demokraten z.B. auch schwer aushaltbar ist, extreme Gruppierungen auf Straßen und Stimmzetteln zu sehen. Und dennoch ist es die Stärke von uns und hier: des Events, im Zweifel auch das aushalten zu können.

Die Entscheidung wird auf einer anderen sachlichen Ebene getroffen werden – und ironischerweise ist man ja gerade in Krisenzeiten auf gute Nachrichtenströme, die die EBU durch ihr Netzwerk auch in solch schwierige Mitgliedsstaaten sicherstellt, angewiesen.

Ich denke aber, wie schon beschrieben, dass es auch nicht mehr im Interesse Russlands sein wird teilzunehmen, und sie sich mit einer geschickten Inszenierung zurückziehen werden. Sie werden selbst wissen, dass sie sich mit einer Teilnahme keinen Gefallen tun würden.

Peter Wirtz
Peter Wirtz
4 Jahre zuvor

Nur wenn die russische Gesellschaft spürt, dass das Moskauer Terrorregime das Land von der Welt isoliert hat, wird der Druck im Inland wachsen, um sich dem Diktator Putin zu widersetzen. Das heißt, Russland muss nicht nur von wirtschaftlichen Zusammenhängen ausgeschlossen werden, sondern auch von allen kulturellen und sportlichen. Wenn die Bürgerinnen und Bürger merken, dass sie isoliert in der Welt sind und niemand sie mehr dabeihaben will, wird sich der Wind in Russland wenden.

Der Thorsten von der Küste
Der Thorsten von der Küste
4 Jahre zuvor
Reply to  Peter Wirtz

Der Druck im „inneren“ wird nur wachsen, wenn man Russland von der Geldversorgung abschneidet (Thema: SWIFT) – und dann die Menschen in Moskau oder anderen Ortes am Bankautomaten stehen und keine Kohle bekommen ….nur so geht das.

Mareike Kaa
Mareike Kaa
4 Jahre zuvor

Wenn man dem „Neuen Deutschland“ glauben darf, hat sich übrigens auch Iwan Urgant, Co-Host vom Moskauer ESC 2009, gegen den Krieg ausgesprochen. (https://www.nd-aktuell.de/artikel/1161636.ukraine-krise-erste-russische-stimmen-gegen-den-krieg-werden-laut.html)

Zebraesel
Zebraesel
4 Jahre zuvor

Das schöne am ESC ist die Publikumswertung, bei Sympathie und Antipathie oft eine große Rolle spielt. Gebt dem russischen Beitrag die Chance, die Häme der Europäer abzubekommenn, wenn gleich es unfair gegenüber deb Musikern wäre.

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor
Reply to  Zebraesel

Das ist das gleiche wie die Gladiatorenkämpfe bei den Römern. Das hatten wir alles schon als damals die russischen Zwillinge ausgebuht wurden. Russland muss bestraft werden aber das geht gar nicht. Genau aus dem Grund muss Russland ausgeschlossen werden oder von sich aus zurückziehen

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor

Volle Zustimmung, Thilo mit Bobby.

Nils
Nils
4 Jahre zuvor

Eine Schande.

trackback

[…] Eine möglichst umfassende Isolation von Russland. Es muss klar sein, dass kein Land der Welt etwas mit einem Agressor zu tun haben will. Sicherlich, auch Putin hat Freunde. Aber diese Länder unterhalten auch Beziehungen zu den westlichen Demokratien. Aber wenn es bereits die UEFA schafft, das Endspiel der Champions League nicht in St. Petersburg stattfinden zu lassen, sollte es für alle anderen Institutionen auch nicht schwer fallen. Leider spielt die EBU zum Beispiel weiter ihre unpolitische Rolle. Lies hier: EBU plant derzeit keinen Ausschluss Russlands vom Eurovision Song Contest 2022 in Turin […]

torstenschubert1
torstenschubert1
4 Jahre zuvor

Ich kann mir einewn ESC mit Russland nicht vorstellen. Der Druck muss und wird hoch sein, sie auszuschließen. Und das ist richtig, denn es ist nicht denkbar, regierungstreuen Künstlern (und jemand anderes kann nicht ausgerwählt werden) eine Bühne zu bieten. Alle Fernsehsender der demoktratischen Staaten sind jetzt gefragt.

JoBi
JoBi
4 Jahre zuvor

Ich habe gelesen, das Citi Zeni und andere öffentlich – rechtliche Sender auch gegen eine Teilnahme Russlands beim ESC sind.

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor

Nach dem schwedischen Sender SVT und den lettischen Siegern von Supernova hat jetzt auch das dänische Fernsehen die EBU um ein Umdenken gebeten
https://eurovoix.com/2022/02/25/dr-ebu-russia-compete-eurovision/

Ich hoffe das noch mehr Stimmen dazu kommen und die EBU ihre Haltung ändert

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor

Als nächster Sender hat NRK aus Norwegen sich den Forderungen angeschlossen Russland zu sperren

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor

Es geht weiter mit Avrotos aus den Niederlanden die Russland nicht dabei haben wollen

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor

Sie haben meine volle Unterstützung … im Gegensatz zum norwegischen Beitrag dieses Jahr. Ich wäre nicht überrascht, wenn der NDR/Deutschland sich auch hier wieder ängstlich raushält …

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor

Der Finnische Sender YLE gibt bekannt keinen Teilnehmer zu senden wenn Russland nicht suspendiert wird

Tamara
Mitglied
4 Jahre zuvor

Ich wollte eigentlich hier kommentieren, aber das war schon ein halber Blogartikel. Dann hab ich lieber gleich einen ganzen draus gemacht.

http://sixtussagtmiau.blogspot.com/2022/02/unpolitisch-politisch.html

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Danke für den sehr guten Kommentar, Tamara!

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Gut geschrieben und wir dürfen nicht vergessen Moldawien(abtrünniges Gebiet Transnistrien) und Georgien (Abchasien und Südossetien) können als Nächstes im Visir von Putin sein. Und dann kommt das Baltikum dran. Bevor ich jetzt anfange zu spinnen das Putin sich die Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes krallt, hoffe ich lieber das er vorher gestoppt wird. Ansonsten hiesse das wohl das die Russen wieder in Berlin einfallen könnte denn die Ex DDR ( Putin war da ja damals stationiert) war auch im Warschauer Pakt.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
4 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Dem stimme ich vollumfänglich zu, Tamara.

S. K. 500
S. K. 500
4 Jahre zuvor

Die Situation ist aktuell zu brenzlig. Daher finde ich es gut, dass die EBU noch zögert, denn jede Entscheidung hat seine Folgen und bis Mai ist noch Zeit. Sicher muss eine Entscheidung getroffen werden, aber eine zu schnelle kann auch ihre entsprechenden Folgen haben.

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
4 Jahre zuvor
Reply to  S. K. 500

Erkläre mir das bitte. Ich sehe nicht welche schnellen Folgen einen nicht Ausschluss von Russland rechtfertigt. Der Schaden ist schon so groß das ein sofortiger Ausschluss längst hätte geschehen müssen. Selbst wenn schnell wieder Ruhe und Frieden einkehrten sollte wäre eine Bestrafung richtig

S. K. 500
S. K. 500
4 Jahre zuvor
Reply to  S. K. 500

Ich denke, dass die EBU hier erst Rücksprache mit der Politik führen muss, bevor sie in irgendeiner Weise handelt. Die Verantwortlichen der EBU sind keine Politiker. Nach der Rücksprache wird es ohnehin zu einem Teilnahme-Ausschluss kommen, aber ein politisches Signal ohne Rücksprache fände ich brisant.

Der Thorsten von der Küste
Der Thorsten von der Küste
4 Jahre zuvor

Ich frage mich die ganze Zeit, was Putin machen wird (wenn er schon so schön in Gange ist), wenn er die Ukraine eingenommen hat (was wohl abzusehen ist). Meiner Meinung wird er sich dann gegen Moldawien (richtig heisst es ja eigentlich Republik Moldau) und gegen Georgien wenden ….“wenn man schon da in der Nähe ist“ – denn diese Staaten gehören auch nicht der NATO an. Ich denke nicht, dass er es wagen wird die baltischen 3 Staaten anzugreifen oder Rumänien. Dann wäre „ENDE IM GELÄNDE“.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
4 Jahre zuvor

Moldau galt bislang sogar als rusophil (auch wenn man dort Rumänisch spricht) und ist kein NATO-Mitglied.

neverendingtw
4 Jahre zuvor

Ehrlich gesagt stelle ich mir mittlerweile insgesamt die Frage, ob ICH es richtig fände (vorausgesetzt, dass sich die Lage in den nächsten Wochen/Monaten nicht deutlich bessert), dass wir ein Musikfest in Europa feiern, wenn in einem Teil dieses schönen Kontinents Krieg herrscht und Menschen in Angst und Bange leben. Eins vorweg: Ich liebe den ESC und alles was dazu gehört – er ist immer eins meiner Highlights im Jahr und daher war 2020 für mich mitunter auch nicht wirklich schön… doch gerade bin ich emotional hin und her gerissen. Der ESC als unpolitische Veranstaltung mit tausenden jubelnden Fans… Klar, das wäre einerseits ein Zeichen, dass wir trotzdem Europa und das, was uns wichtig ist, feiern. Auf der anderen Seite fände ich es aber auch unpassend. Im damaligen Irak-Krieg in den 90ern wurde ja auch der Karneval/Fasching abgesagt. Also: ich bin gespannt, wie sich das Ganze noch entwickelt und hoffe in erster Linie, dass sich der Krieg alsbald wieder entspannt

Mich@
Mich@
4 Jahre zuvor

Ehrlich gesagt stelle ich mir mittlerweile insgesamt die Frage, ob ICH es richtig fände (vorausgesetzt, dass sich die Lage in den nächsten Wochen/Monaten nicht deutlich bessert), dass wir ein Musikfest in Europa feiern, wenn in einem Teil dieses schönen Kontinents Krieg herrscht und Menschen in Angst und Bange leben. Eins vorweg: Ich liebe den ESC und alles was dazu gehört – er ist immer eins meiner Highlights im Jahr und daher war 2020 für mich mitunter auch nicht wirklich schön… doch gerade bin ich emotional hin und her gerissen. Der ESC als unpolitische Veranstaltung mit tausenden jubelnden Fans… klar, das wäre einerseits ein Zeichen, dass wir trotzdem Europa und das, was uns wichtig ist, feiern. Auf der anderen Seite fände ich es aber auch unpassend. Im damaligen Irak-Krieg in den 90ern wurde ja auch der Karneval/Fasching abgesagt. Also: ich bin gespannt, wie sich das Ganze noch entwickelt und hoffe in erster