Dobrodošli, Nina! So wurde die montenegrinische ESC-Vertreterin am Flughafen in Basel gestern begrüßt, wie man auf Instagram in ihrer Story sehen konnte. Passt ja auch gut, denn das bedeutet nicht nur so viel wie „Willkommen“, sondern es ist auch der Titel des Songs, den Nina in diesem Jahr beim Eurovision Song Contest 2025 für Montenegro performen wird. Wie ihre erste Probe läuft, erfahren wir schon bald.
Der Beitrag aus Montenegro war der allererste, der für Basel feststand. Doch die Auswahl im Vorentscheid Montesong verlief weniger geordnet, als es sich der Rundfunk RTCG vermutlich gewünscht hatte. Die eigentliche Sieger-Band NeonoeN verzichtete auf die ESC-Teilnahme wegen eines möglichen Regelbruchs. Nina wurde also als Zweitplatzierte für den ESC nominiert und singt nun die schwermütige Ballade „Dobrodošli“.
Auch wenn dem Balkan-Land damit kein riesen Erfolg prophezeit wird, kann beim ESC bekanntlich alles passieren. Bereits angekündigt wurde, dass Nina eine Inszenierung plant, die der im Vorentscheid sehr nahe kommt. Zudem soll die Sängerin komplett in weiß gekleidet sein. Mal schauen, ob es vielleicht doch noch eine Überraschung gibt…
Wie bereits in den letzten Tagen ist unsere erste Anlaufstation der Liveblog auf Reddit, den die Eurovision.tv-Bloggerin Heidi betreut. Sie liefert uns in diesem Jahr mehr Infos als im letzten, was natürlich hilfreich ist, da Bilder der heutigen Proben erst morgen kommen und es keine relevanten Videobilder von den ersten Probe geben wird. Außerdem versuchen wir, die offiziellen Social-Media Accounts und die, der Acts im Blick zu haben.
Songcheck und Reaction-Video zu Montenegro
Unseren Songcheck zum montenegrinischen ESC-Beitrag 2025 findet Ihr hier. Zudem gibt es unser Reaction-Video zu „Dobrodošli“ von Nina Žižić hier auf YouTube.
Informationen zur ersten Probe von Montenegro
Breits im Vorentscheid Montesong sang Nina Žižić ihre Nummer „Dobrodošli“ in einem strukturierten weißen Kleid mit Augenmaske. Heidi bestätigt gerade, dass Ninas Kostüm für die heutige erste ESC-Probe in Basel dem aus dem Vorentscheid ähnelt, aber gleichzeitig auch etwas ganz anderes ist…
Auch heute trägt Nina eine Maske, die bis zum ersten Übergang zum Refrain auf bleibt, aber ihr weißes Kleid hat einen Zusatz bekommen: eine riesige weiße Schleppe und einen integrierten Einsatz aus strukturiertem Stoff, der einen kreisförmigen Rahmen von ihrem Kopf bis unter ihre Knie bildet. Ehrlich gesagt, ist das noch etwas schwer vorstellbar, klingt aber spannend. Ninas roter Lippenstift soll die einzige Farbe sein, die man an ihr sieht. Das bestätigt sich auch im neuesten Eurovision-TikTok:
@eurovision It’s a warm welcome back to #Eurovision for both Nina Žižić and Montenegro 🇲🇪 #Eurovision2025
Die gesamte Performance kommt mit nur wenigen Farbklecksen aus und klingt seeehr elegant und dramatisch: Die LED-Wand besteht aus weißen Lichtpartikeln, die sich zu wirbelnden Formen zusammenfügen. Blaue und weiße Beleuchtung werden laut Heidi geschickt eingesetzt. Es gibt einige seitliche Kameraeinstellungen, auf denen Nina fast wie ein Schwan aussehen soll. Auch Bodennebel ist dabei!
Der Auftritt ist zudem weniger statisch als beim Montesong, was auch an der deutlich größeren Bühne liegen könnte – Nina beginnt jedenfalls in der Mitte und geht gegen Ende der Nummer zur Bühnenkante, um den großen Gesangseinlagen-Abschluss zu liefern. Generell also viel mehr Bewegung.
Hier sind die offiziellen Bilder der ersten montenegrinischen Probe:



ESC kompakt LIVE
Über alle Proben des Tages sprechen wir heute Abend zur Prime-Time um 20:15 Uhr ausführlich in unserem ESC kompakt LIVE auf YouTube, das in der ersten Probenwoche jeden Abend läuft.
Die ersten Proben des ersten Halbfinales beim ESC 2025
- VÆB mit „Róa“ für Island
- Justyna Steczkowska mit „Gaja“ für Polen
- Klemen mit „How Much Time Do We Have Left“ für Slowenien
- Tommy Cash mit „Espresso Macchiato“ für Estland
- Ziferblat mit „Bird of Pray“ für die Ukraine
- KAJ mit „Bara Bada Bastu“ für Schweden
- NAPA mit „Deslocado“ für Portugal
- Kyle Alessandro mit „Lighter“ für Norwegen
- Red Sebastian mit „Strobe Lights“ für Belgien
- Mamagama mit „Run With U“ für Aserbaidschan
- Gabry Ponte mit „Tutta l’Italia“ für San Marino
- Shkodra Elektronike mit „Zjerm“ für Albanien
- Claude mit „C’est La Vie“ für die Niederlande
- Marko Bošnjak mit „Poison Cake“ für Kroatien
- Theo Evan mit „Shh“ für Zypern
Die bisherigen ersten Proben des zweiten Halbfinales beim ESC 2025
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.




Nina!
Hagen? 🤔 Oder die Warnapp? 🤔
Ein wunderschöner und leider unterschätzter Beitrag, der es sehr schwer haben wird, ins Finale zu gelangen. Ich drücke fest beide Daumen
Spannende Zusammenfassung, Matty!
Muss man gelesen haben! ☺️
Wäre es wirklich ein Gesangswettbewerb, würde sie sicher ins Finale einziehen.
Ich hoffe, auf eine Überraschen.
Aber die beste Stimme bringt nix wenn der Song nichts taugt.
Ja das Stimmt, ich weiß noch, als der britische Kommentator 2013 zum Isländischen Beitrag gesagt hat: Wenn es hier um die beste Stimme gehen würde, würde Island gewinnen.
Viel Glück und viel Erfolg, Nina! Die Maske halte ich leider für eine schlechte Idee, weil es ohnehin nicht ganz einfach ist, in das Lied zu kommen (braucht etwas lange Anlauf …), und wenn man dann auch keine Verbindung zur Sängerin herstellen kann, weil man die Augen nicht sieht … Ich weiß nicht …
Selbstverständlich sieht Nina aus wie eine Schwänin 🥰🥰🥰
🦢
Adieu (NOR 1982)
Klingt nach einer sehr klassischen Balladen-Inszenierung, die hier absolut richtig ist (auch wenn mir das mit der Augenbinde nicht so gefällt). Es wird trotzdem sehr schwer für Nina, auch wenn ich mir den Finaleinzug sehr wünsche.
Platz 35 in den Odds, es geht aufwärts.
Viel Platz nach unten war da ja nicht mehr.
👍 Sie kämpft sich langsam nach oben erst wochenlang Platz 37, dann 36, nun 35. 💪
Wenn man sich die Bilder betrachtet, fragt man sich wo die Affinität der Montenegriner zu Wagenradkleidern herkommt.
Wagenradkleider 😉
Es gibt eine historische Erklärung dafür.
Früher – und in Süd-/Osteuropa ist das nicht einmal ein Jahrhundert her – war Sänger/-in keinen Hauptberuf. In jeder Kneipe/Übernachtungseinrichtung gab es Frauen, die servierten, die Gäste unterhielten und eventuell mit aufs Zimmer gingen. Ihre Kleider waren vor allem bequem und machten die Arbeit leichter.
Ebenfalls in diesem Zeitalter, gab es die Frauen von Machthaber, die keine besondere Tätigkeiten nachgingen. Ihr Hauptberuf war Geliebte, Mätresse oder Gattin und man erkannte sie an lange Fingernägel und Kleider, die keine (Haus-)Arbeit erlaubten.
Zurück nach 2025. Sänger*in ist ein Hauptberuf, aber man kleidet sich nach der Vorstellungen des Publikums.
Von Slowenien bis Griechenland ist italienische Mode angesagt. Wer das anzieht, hebt sich ab von der Masse und sagt damit ‚Ich bin der/die König*in des Abends‘. Alle diese Kleider gehen wiederum zurück auf die Frauen der Machthaber. Dieses Jahr gilt ähnliches auch für Sänger wie Marko Bošnjak oder Stefan Zdravković, sie unterscheiden sich durch ihre Klamottenwahl. Alle tragen etwas exklusives, dass Otto Normalverdiener sich nicht leisten, nur mieten kann.
An der andere Seite des Spektrums gibt es Frauen wie Erika Vikman oder Miriana Conte, im Grunde Nachfolgerinnen von Svetlana Loboda, die sich kleiden alsob sie sofort mit einem aufs Zimmer gehen wollen. (Als Svetlana noch in Russland auftrat, hat sie manchmal fast nackt auf der Bühne gestanden. Und alle Männer grölten.)
Fazit in Sachen Montenegro: solche Kleider sollen Qualität vermitteln, nicht billig wirken und in Ninas Fall der Text des Songs austragen: ich bin eine selbstbewusste, unabhängige, eigenständige Frau mit Anstand.
Ui, auf den Bildern sieht es für mich leider weniger nach Schwan als nach Toilettensitz aus. Hoffentlich gibt sich das im Bewegtbild.
Hmm, Das Kleid sieht eher nach geplatztem Airbag aus. Und ich fürchte, sie fuchtelt wieder zuviel rum. Und lass bitte die Maske weg, reicht schon, wenn es da welche in San Marino gibt.
Schade um das schöne Lied.