ESC 2027: Wackelt die BENELUX-Teilnahme? Luxemburg, Belgien und die Niederlande noch ohne Zusage

Eva Marija – Foto: EBU / Sarah Louise Bennett

Der 70. Eurovision Song Contest ist in der vergangenen Nacht zu Ende gegangen und hat mit DARA aus Bulgarien und ihrem Song „Bangaranga“ eine Siegerin gefunden. Für Luxemburg verlief der Wettbewerb dagegen etwas anders. Eva Marija schaffte mit ihrem Beitrag „Mother Nature“ den Einzug ins Finale nicht. Damit endet vorerst eine kleine Erfolgsserie: Seit der Rückkehr des Landes zum ESC im Jahr 2024 hatte Luxemburg jedes Mal das Finale erreicht.

Doch wird das Konsequenzen haben? Tatsächlich steht die Entscheidung über eine Teilnahme Luxemburgs am Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien noch aus. Die Entscheidung liegt bei der Regierung und soll in den kommenden Wochen fallen.

Nach aktuellem Stand soll das verpasste Finale allerdings keinen Einfluss auf die weitere ESC-Zukunft des Landes haben. Dave Gloesener, Leiter der luxemburgischen Delegation, erklärte gegenüber RTL, dass bereits im Vorfeld vereinbart worden sei, dass eine weitere Teilnahme nicht von einer Finalqualifikation abhängig gemacht werde.

In den kommenden Wochen wollen sich die Verantwortlichen mit der Regierung zusammensetzen, um die bisherige Teilnahme Luxemburgs seit dem Comeback zu bewerten und über eine Fortsetzung des Engagements beim ESC zu sprechen. Tatsächlich war die Finanzierung zunächst nur bis einschließlich ESC 2026 gesichert. Nun steht die Frage der weiteren Finanzierung erneut im Raum.

Mit Blick auf die Benelux-Staaten fehlt bislang auch aus den Niederlanden ein klares Signal für den ESC 2027. Dort bleibt die Lage ebenfalls ungewiss. Ein Sprecher des öffentlich-rechtlichen Senders NPO erklärte, dass man zunächst die offizielle Evaluation der EBU abwarten wolle, die für kommenden Monat erwartet wird. Erst danach sollen Gespräche mit AVROTROS über eine mögliche Teilnahme geführt werden. Man könnte also sagen: Time will tell.

Auch beim belgischen Sender VRT scheint die Situation aktuell nicht vollkommen sicher zu sein. Der flämische Rundfunk, der sich in einigen Punkten mit der niederländischen Position deckt, fordert strengere Regeln innerhalb des Wettbewerbs. Laut Medienberichten möchte VRT, dass die EBU-Mitglieder künftig über die Teilnahme einzelner Länder abstimmen können. Außerdem fordert der Sender eine klare Haltung gegen Krieg und Gewalt sowie mehr Fokus auf Menschenrechte.

Am überraschenden Finaleinzug von ESSYLA dürfte die Diskussion allerdings nicht liegen. Die Sängerin konnte den belgischen Halbfinal-Fluch beenden und Belgien zurück ins ESC-Finale führen. Übrigens: Direkt nach dem Finaleinzug konnten wir mit ESSYLA sprechen.

Was denkst du über die noch offenen Benelux-Zusagen für den ESC 2027? Machst du dir Sorgen um Luxemburgs weitere Teilnahme am Eurovision Song Contest? Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen!



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