
Wie es schon seit 2019 üblich ist, hat die Schweiz auch in diesem Jahr den Act für den Eurovision Song Contest intern ausgewählt. Hatte man in den ersten Jahren noch Erfolge mit der Auswahlmethode verbucht (einen 4. und einen 3. Platz), musste man im vergangenen Jahr mit dem 17. Platz und null Punkten vom Publikum leben.
Unbeeindruckt von dem Ausrutscher beim ESC in Turin hat die Schweiz also am bisherigen Prozedere festgehalten – das in ähnlicher Art und Weise in Deutschland eher für Misserfolge gesorgt hat – und so ist die Wahl in diesem Jahr auf den 21-jährigen Sänger Remo Forrer.
Remo Forrer stammt aus Hemberg SG und ist in der Schweiz durch seinen Sieg bei der dritten Staffel von „The Voice of Switzerland“ bekannt. Hier gibt es also bereits eine Parallele zum Schweizer ESC-Vertreter Gjon’s Tears, der an der französischen Ausgabe von „The Voice“ teilgenommen hat. Aber auch mit seinem direkten Vorgänger Marius Bear verbindet den 21-Jährigen etwas: Beide waren bereits in der RTL-Show „Zeig uns Deine Stimme!“ (vormals „I Can See Your Voice“) zu sehen. Seit seiner The-Voice-Teilnahme hat Remo vier Singles veröffentlicht, seine Siegersingle „Home“ konnte sich auf Platz 90 in den Schweizer Singlecharts platzieren.
Das Lied
Beim ESC wird Remo mit dem Song „Watergun“ antreten. Das Lied ist ein Midtempo-Song, der sich nach einem sehr ruhigen Piano-Einstieg und einem zurückgenommenen ersten Refrain durch einen kräftigen, fast schon martialischen Marschkappellen-Beat auszeichnet, der auch gut zum Text passt. So kommt es zu einem großen Kontrast zwischen dem ersten Teil des Songs und dem zweiten Teil.
Geschrieben wurde der Schweizer Beitrag von Argyle Singh, Ashley Hicklin und Mikołaj Trybulec. Die beiden letztgenannten waren gemeinsam etwa schon an „River“ von Ochman (Polen 2022) und „Amen“ von Vincent Bueno (Österreich 2021) beteiligt.
„Watergun“ handelt vom älter werden und wie dieser Prozess etwa durch Traumata wie Krieg – als aktuelles Thema – drastisch beschleunigt werden kann. Plötzlich spielt man nicht mehr mit Spielzeugwaffen wie eben Wasserspritzpistolen, sondern tatsächlich mit echten Waffen und muss sich ganz anderen Herausforderungen stellen. Auch wenn man dies nicht möchte.
Der Check
Song: 4/5 Punkten
Stimme: 5/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten (auf Basis des Videos)
Instant Appeal: 3/5 Punkten
Benny: Remos Stimme ist top und für mich hat „Watergun“ mittlerweile auch – mit etwas Anlauf – gewisse Ohrwurmqualitäten entwickelt. Ich tue mich aber nach wie vor sehr schwer mit dem Text. „Play with real blood“ etwa finde ich sowohl als Metapher für das Erwachsenwerden als auch (oder vor allem auch) als Umschreibungen für einen Krieg, von dem man kein Teil ist, absolut verfehlt. So oder so dürfte es für die Schweiz ohne Jury-Unterstützung im Semi extrem schwierig werden. 5 Punkte.
Berenike: Vielleicht tue ich Remo und dem Songwriting-Team hier unrecht, aber auf mich wirkt der Text sehr anbiedernd, nicht wie eine authentischen Message aus seinem Herzen. Auch die ganze Produktion wirkt auf mich extrem Jury-anbiedernd. Da könnte es die Schweiz mit dem neuen Votingverfahren in den Halbfinals schwer haben… Remos Stimme finde ich aber klasse. Wundervoll dunkel und tief. Mit einem anderen Lied hätte er ganz weit vorne bei mir landen können. So nur 4 Punkte.
Douze Points: Midtempo-Pop mit starker Stimme und kulturell-intellektuellem Anspruch – das scheint das aktuelle Rezept zu sein, mit dem sich die Eidgenossen dem ESC stellen. Das funktionierte zuletzt mal mehr, mal weniger. Remo Forrer erfüllt mit „Watergun“ die Schablone zu 100%. Ob das aber beim reinen TV-Voting im Halbfinale ausreicht, zumal mit so vielen anderen Songs, die Publikumspunkte ziehen, bleibt abzuwarten. Ich kann mich auf Remo drei Minuten lang gut einlassen, auch ohne das Video zu sehen. Aber gezielt ansteuern würde ich den Song nicht. Daher 5 Punkte.
Flo: Wieder eine Ballade eines männlichen Interpreten aus der Schweiz – dieses Mal mit besserem Ende? Schwer zu sagen, denn Marius Bear hat ja stimmlich absolut abgeliefert. Die starke und aktuelle Botschaft könnte aber das Element sein, das Emotionen in ganz Europa auslöst. 7 Punkte.
Manu: Fangen wir mit dem Positiven an: Ich mag die Stimme von Remo sehr. Sanft und umarmend in den Tiefen und selbst in den Höhen kräftig und nicht unangenehm. Doch leider bleibt „Watergun“ für mich zu vorhersehbar und musikalisch zu belanglos und brav. Eine Ballade die mich (noch) nicht berührt. 5 Punkte.
Max: Ein solider Beitrag aus der Schweiz, der mir jedoch nicht so sehr gefällt wie die Beiträge der vergangenen Jahre. Dennoch skippe ich ihn selten, wenn er auf meiner Playlist auftaucht. Ich mag Remo Forrers Stimme sehr, dennoch sehe ich einen Einzug ins Finale als schwierig mit der neuen Abstimmungsregel. Die Schweiz ist kein Televoting-Powerhouse, das sich auf viele Punkte verlassen kann. Die Schweiz, Remo und das Lied hätten es jedoch verdient, ins Finale zu kommen, in den vergangenen Wochen habe ich mich immer besser mit dem Lied anfreunden können. 7 Punkte.
Peter: „Watergun“ löst bei mir mixed feelings aus, weil ich die Jugendlichkeit von Remo kombiniert mit den pathetisch-schmalzig-einlullenden Passagen des Songs nicht mit der ungewöhnlich formulierten Antikriegsbotschaft übereinanderkriege, zumindest nicht spontan und sofort. Ein gewisses Erstaunen löst bei mir auch die Ankündigung aus, dass vier Tänzer mit Remo auf der Bühne sein werden. Aber abstrahiert von diesen Start-Assimilierungshürden ist der Song musikalisch grandios und die Stimme von Remo herausragend. Und die nachdenkliche Botschaft hat am Ende eine große Kraft, deshalb dann insgesamt 10 Punkte.
Rick: Balladen haben es bei mir nicht leicht, daher war ich erst einmal etwas enttäuscht über die ersten Sekunden des Schweizer Beitrags. Sobald man sich aber darauf einlässt, kann man nicht abstreiten, dass es sich bei „Watergun“ um einen qualitativ sehr starken Song handelt. Dadurch, dass die Melodie sehr eingängig und der Text simpel, aber aussagekräftig ist, ist die Schweiz definitiv im oberen Drittel meines Rankings. Für eine Finalqualifikation muss aber eine Top-Inszenierung her. Gute 7 Punkte.
Gesamtpunktzahl: 50/96 Punkten.
Beim ESC kompakt-Index landet „Watergun“ auf Platz 16 von 37.
Wie schneidet der Schweizer Beitrag "Watergun" von Remo Forrer ab?
- Bleibt im Halbfinale hängen (41%, 216 Votes)
- Platz 16-20 (25%, 133 Votes)
- Platz 21-26 (14%, 75 Votes)
- Platz 11-15 (12%, 63 Votes)
- Platz 6-10 (5%, 27 Votes)
- Top 5 (2%, 13 Votes)
Total Voters: 527
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
(1) Irland: „We Are One“ von Wild Youth
(2) Kroatien: „Mama ŠČ!“ von Let 3
(3) Lettland: „Aijā“ von Sudden Light
(4) Malta: „Dance (Our Own Party)“ von The Busker
(5) Norwegen: „Queen Of Kings“ von Alessandra
(6) Portugal: „Ai Coração“ von Mimicat
(7) Serbien: „Samo Mi Se Spava“ von Luke Black
(8) Aserbaidschan: „Tell Me More“ von TuralTuranX
(9) Finnland: „Cha Cha Cha“ von Käärijä
(10) Israel: „Unicorn“ von Noa Kirel
(11) Moldau: „Soarele şi Luna“ von Pasha Parfeni
(12) Niederlande: „Burning Daylight“ von Mia Nicolai & Dion Cooper
(13) Schweden: „Tattoo“ von Loreen
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Für die Schweiz ist es besonders schade, dass es im Semi reines Televoting gibt. Denn der Song ist reines „Juryfutter“, meiner Meinung nach. Ich fürchte, das könnte dieses Jahr eng werden mit dem Finale.
Mir gefällt die Stimme sehr, sehr gut. Allerdings bleibt der Song bei mir nicht wirklich hängen.
Ich finde den Song weder sehr gut noch sehr schlecht. Bei meinem Ranking ist die Schweiz auf Platz 16 von 37. Wie er abschneidet ist schwer zu sagen. Ich rate mal und sage Halbfinalaus.
Auch bei mir befindet sich die Schweiz auf Platz 16/37 mit 6-7 Punkten. Theoretisch müsste mir der Song richtig gut gefallen, aber irgendwie kann er mich nicht wirklich ganz überzeugen. Vom Text her bin ich da auch ganz bei Benny, dieses „play with real blood“ hat mich beim ersten Hören total verwirrt und von da an war ich dann auch raus. Die Message dürften zwar viele teilen, aber sicherlich hätte man diese zugänglicher und besser verpacken können. Über die Stimme brauchen wir nicht zu diskutieren, die ist tadellos.
Alles in allem sehe ich für die Schweiz allerdings gar keine Qualifikationschancen aus mehreren Gründen: Zum einen ist der Song zu unauffällig fürs Televoting und die vier angekündigten Tänzer erschließen sich mir noch nicht wirklich. Zum anderen hat die Schweiz quasi einen Todesslot der Aufmerksamkeit zwischen Kroatien und Israel.
Immerhin wird sich Barbara freuen, dass ein Talkgast für die Preshow schon feststeht 🫢🤭.
Könnte eher eng werden mit dem Finale, auch wenn es mir persönlich besser gefällt als der Schweizer Beitrag des letzten Jahres. Gehört insgesamt nicht zu meinen Favoriten, aber von den eher unauffälligen Midtempoballaden in diesem Jahr (Zypern, Niederlande…) ist mir „Watergun“ noch die liebste.
Wenn es für das Finale reicht, was in dem Semi schwer wird, dann dürfte das deutlich besser abschneiden, als viele andere Teilnehmer, aufgrund der Jurys. Wären Jurys im Semi, würde ich gar keine Bedenken über die Quali haben. Wird im Semi zwischen 9-12. Im Finale dann Top 12 aufgrund Jury.
Wasserkanone (Original = englisch)
Als wir noch (kleine) Jungs waren,
Spielten wir,
Dass wir Armeepanzer und Soldaten wären,
Spielten Verstecken
Spielten Heranwachsen, um die Könige zu sein, von denen wir träumten
Wohin gehen wir?
Wir stehen an der Frontlinie
Wohin gehen wir, gehen wir?
Ich will kein Soldat, Soldat sein
Ich will nicht mit echtem Blut spielen müssen
Wir spielen jetzt nicht mehr
Können nicht umdrehen und wegrennen
Keine Wasserkanonen
Nein, nein
Ich will kein Soldat, Soldat sein
Ich will nicht mit echtem Blut spielen müssen
Denn wir spielen jetzt nicht mehr
Können nicht umdrehen und wegrennen
Keine Wasserkanonen
Einfach Leichensäcke, die wir geworden sind
Jugendalter, Regeln brechen
Nichts schmerzt, wenn du kugelsicher bist
Ich erinnere mich, ja, das tu ich, tu ich
Wohin gehen wir?
Wir stehen an der Frontlinie
Wohin gehen wir, gehen wir?
Ich will kein Soldat, Soldat sein
Ich will nicht mit echtem Blut spielen müssen
Wir spielen jetzt nicht mehr
Können nicht umdrehen und wegrennen
Keine Wasserkanonen
Nein, nein
Ich will kein Soldat, Soldat sein
Ich will nicht mit echtem Blut spielen müssen
Denn wir spielen jetzt nicht mehr
Können nicht umdrehen und wegrennen
Keine Wasserkanonen
Einfach Leichensäcke, die wir geworden sind
Oh …
Was ist aus uns geworden
Was ist aus uns geworden
Was ist aus uns geworden
Oh …
Mit Wasserkanonen spielen
Nicht mit Wasserkanonen spielen
Quelle: https://lyricstranslate.com/
mit einigen Korrekturen von mir
Danke Olfie das du immer den deutschen Text hier reinstellst
Gerne – und danke für das Lob! 🤭 🤗 😚
Für mich ist es wichtig, auch die Texte der Lieder zu verstehen, und ich beschäftige mich eh damit – insofern ist mir das sogar ein Anliegen, das auch anderen zu erleichtern.
Eine vollständige Geschmacklosigkeit in Zeiten, in denen ein Volk mitten in Europa mit dem Rücken zur Wand um seine Freiheit und Unversehrtheit kämpft. Lustig, dass das direkt nach Kroatien kommt, wo gezeigt wird, was man blutrünstigen Diktatoren entgegensetzen sollte.
Glücklicherweise sind – ähnlich wie Markus Bear noch unverdienterweise – ca. Null Punkte im Televoting-Semi zu erwarten und so wird die kitschige Schnulze sicher ausscheiden. Ich werde mich freuen und eine Flasche Sekt köpfen.
Immerhin die einzige Hassikone in diesem Jahrgang
Alki, ehrlich gesagt finde ich es in den von dir genannten zeiten geschmackloser, wenn jemand singt “ Wir sind so glücklich, dass wir sterben könnten“ oder“Jetzt geh, geh, lass dein Blut fließen, fließen“ oder auch “ Wir fallen, bevor wir aufstehen“
@Alki Bernd:
Ich finde, dass das Lied in keiner Weise geschmacklos oder gar kitschig ist – ganz im Gegenteil.
Woanders in diesem Forum habe ich zudem gelesen, dass das Lied bereits vor Putins verbrecherischem Überfall auf die Ukraine geschrieben wurde.
Der Zusammenhang, den du darstellst, wird dem Lied und dem Sänger nicht gerecht.
Da hat wohl jemand die Botschaft des Songs nicht verstanden. Wann brauchen wir Anti-Krig Songs? Genau dann wenn krieg herrscht.
Wer singt das denn?
Genau, @Sebastian, wenn man in seiner vollständigen Naivität (in der harmlosen Variante) das Geschäft des Aggressors und Völkermörders betreiben möchte, dann sollte man Friedens-Kitschlieder singen.
Eigentlich sollte Europa die Lehren aus dem Münchener Abkommen und der Appeasement-Politik gezogen haben.
Ich würde es nicht ganz so kantig formulieren, aber der Text ist aus literaturwissenschaftlicher Sicht schon ein ziemlicher Totalschaden: pompös und voller bildlicher Hyperbeln fehlt dem Text die Dimension der Erfahrung oder Authentizität. Hier wird aus privilegierter Situation und sicherer Entfernung narzisstisch-moralisch doziert: Ich … Ich … ICH … Bübchen sorgt sich um sich selbst … Es geht nicht einmal darum, dass er niemanden töten oder verletzten will; es geht nur um ihn selbst.
Lieber togravusceterum, ich finde die Selbstbezogenheit an sich nicht schlecht, auch und gerade wenn es um Pazifismus geht.
Bloss… er ist leider in diesem Punkt nicht glaubwuerdig. Er ist – und wir sind – zum Glueck nicht an der Front.
Das ist mMn der Punkt, wo das Lied anfaengt, heikel zu werden. Da ist irgendwie schade, aber ist es so.
Melodie und Stimme sind gut. Der Text ist (wahrscheinlich ungewollt) ziemlich heikel.
@togravus ceterum:
Du wirst dem Lied nicht gerecht, wenn du dich als Literaturwissenschaftler äußerst, und du wirst dem Sänger nicht gerecht, wenn du ihm Beweggründe unterstellst, für die du keine ausreichenden Belege hast.
Du solltest dich auf die Stufe eines einfachen Menschen stellen, dann ist es nicht so schwer, das Lied zu verstehen.
@Alki-Bernd: „…wenn man in seiner vollständigen Naivität (in der harmlosen Variante) das Geschäft des Aggressors und Völkermörders betreiben möchte, dann sollte man Friedens-Kitschlieder singen.“
Besser wäre dann für Dich statt „Friedens-Kitsch“ also so eine Art Wehrhaftigkeits-Kitsch wie „Auf zu den Waffen, Brüder (und Schwestern), verteidigt Freiheit und Demokratie, vereint siegen wir im Kampfe gegen das Böse!“ ???
„Eigentlich sollte Europa die Lehren aus dem Münchener Abkommen und der Appeasement-Politik gezogen haben.“
Es gibt auch x Beispiele, wo Gesichtswahrung, Geringschätzung von Diplomatie und Hervorheben der eigenen wehrhaften Stärke zur Eskalation von krisenhaften Lagen oder zur Verlängerung von Kriegen geführt haben (z.B. im 1.Weltkrieg).
@Thomas M.
Hier, wie Du es in Deinem letzten Absatz tust, die demokratische Mitte des Bundestages, die die Ukraine mit Waffen unterstützt, mit der imperialistischen Kamerilla der Hindenburgs und Ludendorffs in eine Verbindung zu setzen, einer Gruppe von ostelbischen Junkern, die die deutschen Soldaten und ihre ebenso blutjungen und meistens ebenfalls der Arbeiterklasse entstammenden europäischen Kombattanten eiskalt in Flandern ins Gas jagte und auch später maßgeblich an der Beseitigung der Republik beteiligt war, zeigt nur, dass die sogenannten „Diplomaten“, die in Wirklichkeit vor der Unfreiheit buckeln, in ihren holzschnittartigen pseudofriedensbewegten Denkschablonen über keinerlei historische Analysefähigkeit verfügen.
Da lob ich mir die Junx und Mädels hier, die einfach was beim Schweizer Beitrag „empfinden“, da kann man wenigstens noch hoffen, dass der Verstand sich irgendwann auch einmal ausbildet.
@Alki-Bernd: Der erste Weltkrieg ist EIN Beispiel, es gibt noch viele mehr.
Deine Verachtung für Pazifismus und Diplomatie ist schon beeindruckend. Man kann leicht sein eigenes Nichtbuckeln feiern, ebenso wie die eigene Konsequenz, mit der man für die Freiheit vor dem Fernsehsessel durchhält, wenn man ukrainische Soldaten weit weg für die Demokratie kämpfen und sterben lässt. Recht nebensächlich scheint dabei das Elend, was sich dort im Donbass abspielt für die ukrainischen Soldaten, für die Zivilbevölkerung (von denen manchen möglicherweise egal ist, ob sie sich gerade vor „gutem“ oder „bösem“ Geschütz in Sicherheit bringen müssen), und auch, ja man traut es sich kaum zu sagen, für russische Soldaten (die übrigens auch Menschen sind), jeden Tag weitere Tote, nur damit die Frontlinie mal ein paar Kilometer in diese Richtung, mal in jene Richtung verschoben wird. Hauptsache, man buckelt nicht, wahrt sein Gesicht, zeigt Stärke und gibt keinen Fußbreit nach 🙁
@Thomas M
Glückwunsch zu diesem nannyhaften Statement, was ein ukrainischer Mensch zu denken, zu fühlen und zu tun hat. Ich glaube, die sehen das selber gerade sehr anders, weil sie wissen, dass in jeden Ort, den sie vor den russischen Soldaten verteidigen können, eben nicht Ukrainer:innen in Folterkellern verschwinden, keine Frauen vergewaltigt werden und keine Kinder in russische Umerziehungslager verschleppt werden.
Solange dieser Mörder im Kreml regiert, gibt es für Verhandlungen keinen Platz.
@Alki-Bernd: Wenn ich vermute, dass es „manchen möglicherweise egal ist“, ob sie sich gerade vor „gutem“ oder „bösem“ Geschütz in Sicherheit bringen müssen, dann schreibe ich keinem ukrainischem Menschen vor, was er oder sie zu denken oder zu tun hat. Das, was Du mir vorwirfst, spricht eher aus Deinen Worten „die sehen das selber gerade sehr anders“.
Mich bestürzt es einfach, wenn einem jungen Mann, der „I don’t want to be a soldier“ singt, vorgeworfen wird, ein narzisstisches Bübchen zu sein, dass nur an sich selbst denkt (das kam jetzt nicht von Dir, war aber auch in diesem Thread zu lesen). Ist es dann in Zukunft auch wieder verwerflich, den Kriegsdienst zu verweigern, anstatt für die „gute Sache“ kämpfen zu wollen? Wird es in Zukunft bei uns wieder mündliche Anhörungen für potentielle Kriegsdienstverweigerer geben, in denen sie gefragt werden, wieso sie nicht zu den Waffen greifen wollen, um Vergewaltigung und Folter zu verhindern (so ähnliche Fragen gab es früher ja auch schon mal). Die Grausamkeiten auf dem Schlachtfeld, die nicht weniger schlimm sind als Vergewaltigung und Folter, werden dabei gerne ausgeblendet.
Zeile 4: „ukrainischeN“, Zeile 9: „das“ statt „dass“
Die Schweiz kommt diesmal rüber wie zartbittere Schokolade. Das Problem dabei ist man muss die ganze Tafel auf einmal essen. Wer’s mag
Interessanter Vergleich, empfinde ich ganz ähnlich. Allerdings mag ich Zartbitter.
Die Klaviermelodie mit ihren auf- und absteigenden Melodien gehört für mich zu den musikalischen Höhepunkten der Saison. Leider kann der Rest des Liedes da nicht mithalten, und vor allem die Klimax wirkt etwas künstlich konstruiert, wie ein nachträglich implantiertes Einhorn. Remos Stimme ist toll, aber der Text balanciert in seiner derben Bildlichkeit an der Grenze zum Lächerlichen. Insgesamt reicht das bei mir zu einem „gut“. Ich denke, dass die Schweiz sich entweder ganz knapp für das Finale qualifizieren oder ganz knapp an der Qualifikation scheitern wird. Viel Glück!
Lächerlich hmhm…
He, mein liebes Einhorn 🦄 , dann schreib mal selbst einen Liedtext, der sich gegen Krieg wendet – kannste dann gerne hier einstellen…
Das Video fand ich in gewisser Weise etwas künstlich, aber da weiß man ja fast nie, wie die Produktionsbedingungen waren. Je mehr ich mich mit dem Song aber beschäftigt habe, desto mehr hat es mich zu tiefer Traurigkeit und Tränen gerührt. 😥 😥 😥
Es gibt Arten der Verzweiflung, da fällt es schwer, dem mit irgendeiner Art von Optimismus was entgegen setzen zu wollen. 😟 😮 😧
Weiter oben begründe ich etwas ausführlicher … Und warum sollte ich hier ein Gedicht einstellen, das ich geschrieben habe (da gibt es übrigens insgesamt 3 Zyklen …), vor allem bei den ganzen Kulturbanausen, die sich hier tummeln. Wenn man kein tiefes Verständnis davon hat, was z. B. ein Sonett oder eine Elegie ist und welches Weltbild diese Gedichtformen transportieren, wird man nur Bahnhof verstehen.
„Sonett“, „Elegie“… hm… danke für den Denkansto, werde ich gleich mal googeln. Hab‘ schon immer gesagt: Esckompakt trägt zur Allgemeinbildung bei.😀🤗
@togravus ceterum:
Ich hab nicht nach einer Elegie oder einem Sonett gefragt, sondern nach einem Liedtext, und da unausgesprochen nach einem, der sich für den ESC eignet.
Mach hinne… 😏 😘 😋
Ja klar, weil man nichts kritisieren darf, wenn man es selbst nicht besser machen könnte … mit Verlaub, das ist doch Quatsch.
Man kann schon kritisieren. Aber eine Abwertung als lächerlich ist schon sehr weitgehend.
Als ich das Lied zum ersten Mal gehört habe, wurde ich durch den Text so richtig traurig. Remo hat eine wunderschöne Stimme, aber ich kann mir das Lied nie ganz anhören, weil es mich sehr bedrückt.
Im Halbfinale könnte es ohne Jurys schwer werden, aber sollte es Remo ins Finale schaffen, so wird er dank der Jurys einen Platz zwischen 12 -18 erreichen.
In meinem Ranking rutscht die Schweiz rauf und runter ca. zwischen Platz 15 und 26. Im Moment hinter Bridges, die beiden liefern sich ein Duell und mal bin ich pro Ballade, mal eher nicht so. Beide Songs find ich aber qualitativ gut und wichtig für den Jahrgang.
Having said that, mich würde es nicht überraschen, wenn es die Schweiz ins Finale schafft.
Auf Startposition 8 und nach Kroatien und vor Israel hat es als eine von zwei Balladen (NL) in dem Starterfeld von 15 in meinen Augen eigentlich nicht die schlechtesten Voraussetzungen.
Solange sie nicht mit Kriegsbildern im Backdrop arbeiten und es schaffen die (Friedens-)Message zB mit einer sich langsam steigenernden Lichtershow rüberzubringen, mach ich mir keine allzu großen Sorgen. Sasha Jean Baptiste wird es schon richten. Balladen kann sie meistens ganz gut.
Übrigens, sobald sich ein Ohrwurm von „Watergun“ in meinen Gehörgang einschleichen will, switcht es über und es kommt trotzdem immer „Pioneer“ von Freddy (HUN 2016) dabei raus…
wenn mein Kopf einen auf DJ machen will.. 🤪
Ein ernstes Anliegen, ernsthaft und glaubwürdig vorgetragen.
Der Sänger hat eine super präsente Stimme, und ich vertraue hoffnungsfroh darauf, dass das Team den Bühnenauftritt nicht versaut, sondern das mit angemessener Ruhe präsentieren wird.
Das ist weder Jux- noch Gute-Laune-Song, das ist kein trash und kein verlogenes Getue, das ist ein persönliches Bekenntnis gegen Krieg und Gewalt, in der Tradition von Liedern wie ‚Universal Soldier‘.
Ich wünsch mir von Herzen, dass das Lied das Halbfinale übersteht und im Finale auf der linken Seite der Tabelle landet.
Wenn die Eidgenössinnen es schaffen, sich durch das Semi zu mogeln, dann haben sie durchaus Chancen auf einen Top10-Platz. Aber die fehlende Diaspora macht es im Televoting nicht leichter. Andererseits sind ja auch ein paar andere Lieder im Semi 1 nicht sicher gesetzt.
Hopp Switz!
Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Song in der Live-Version seine Kraft mehr entfaltet als im Video.
Das Lied empfinde ich als komplett unterbewertet. Ich erwarte einen Goldregen im dramatischen Endteil und einen darauffolgenden Punkteregen. Ist locker in meinen Top Ten platziert.
Wie immer höre ich mir das Lied noch mal sorgfältig an, weil ich die nicht in Dauerschleife höre. Dieses gehört auch zu denen, die ich total verdrängt habe, das ist in den Wochen Null hängen geblieben. Er hat eine sehr schöne Stimme, die besonders den Anfang sehr angenehm auffällt. Insgesamt sind die Strophen sehr schön. Aber sobald der etwas stampfige Refrain einsetzt finde ich sie irgendwie künstlich gedrückt. Den Text kann man machen, ist ja letztlich eine Nullaussage, wer will schon Soldat werden Ob es wirklich clever ist, sowas zu singen, wo es bei einem Teilnehmerland einfach keine Frage ist…
Man merkt schon, auch wenn ich die wirklich negativen Aspekte wie immer weglassen, kommt da nicht viel Positives zusammen, wird schwer werden für unsere südlichen Nachbarn.
Immerhin besser als das Waterline der irischen ADHS-Zwillinge.
Die Schweiz MUSSTE also mit Platz 17 ohne Publikumszuspruch leben? Da sieht man, welche super Entwicklung die Schweiz beim ESC in den letzten Jahren genommen hat!
Offensichtlich sind viele hier der Meinung, dass die Antikriegsbotschaft gekünstelt wirkt, aber eigentlich passt sie doch sehr gut zur traditionellen Schweizerischen Neutralität.
Das Lied ist etwas schwerfällig und brauchte etwas, um bei mir hängen zu bleiben, aber Fröhlichkeit wäre natürlich unangebracht.
Schlecht ist diese Ballade aber wahrlich nicht, und auch wenn die Schweiz vom nächsten Kriegsgebiet weit entfernt ist und sicher kein Schweizer in absehbarer Zeit dazu gezwungen sein wird, zur Waffe greifen zu müssen, finde ich dieses Lied wie gesagt aus oben genanntem Grund schon durchaus authentisch.
Jahn wehner, um genau zu sein ist eigentlich jeder schweizer mann gezwungen, zur waffe zu greifen. Wir haben immerhin eine wehrdienstpflicht.
+passt sie doch sehr gut zur traditionellen Schweizerischen Neutralität+
Nö, in der Schweiz muss jeder Mann Soldat sein, ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung gab es erst sehr spät. Neutralität hat also nicht mehr Wehrhaftigkeit zu tun, übrigens hat die Schweiz in ihrer Geschichte gerne mal untereinander Krieg geführt.
Neutral? Was ist denn daran neutral, das man einem angegriffenen Land die Waffenlieferung verwehrt, bzw. erschwert. Damit hat man sich klar auf die andere Seite geschlagen. Von wegen neutral. Feige und anbiedernd ist das.
Remo ist nett.
Sein Lied ist nett.
Insgesamt: nett.
Ich würde ihn gern im Finale haben.
Ich hätte eigentlich schwören können, dass es bei diesem ESC oder zumindest in den VEs von der fast zwingenden Antikriegsthematik nur so wimmelt. Umso überraschender, dass das Thema kaum aufgetaucht ist und „Watergun“ eigentlich die große Ausnahme bildet. Leider lässt mich das Lied seltsam kalt, dabei halte ich mich gar nicht für abgebrüht 🙂 Ich tippe mal 21–26 in Finale.
Außer der Schweiz gibt es:
– Kroatien, 🚜 der politischste Song 🚜 von allen, 🚜 gegen Putins Krieg 🚜
– Serbien, Eskapismus durch Schlaf
– Finnland, Eskapismus durch Alkohol
Das sind die, die mir grad einfallen, könnten aber noch mehr sein…
Mich hat watergun ab dem Moment zu Tränen gerührt,
als ich mich näher mit dem Text beschäftigt habe.
Krokodilstränen resp. „psychopathi krokodilski“-Tränen 😉
Alles klar, doof sind für dich immer die anderen…
Die anderen nicht, aber Du ! Jetzt nimm bloß nicht alles zu ernst 😉
Na gut – Frieden! 🙂
@ olfi
Du hast noch Tschechien vergessen: „Finger wech von der Ukraine, du Ar…“
@Nils:
Danke für den Hinweis. Wenn mit „Schwester“ die Ukraine gemeint ist…
Ich hab mich mit dem Lied bisher noch nicht so beschäftigt. Die Botschaft ist jedenfalls deutlich subtiler als bei
🚜 Mama 🚜 kupila 🚜 traktora 🚜 …
Erschreckend wie hier aus der bequemen Komfortzone heraus ein engagiertes und berührendes Anti-Kriegslied missverstanden und verrissen wird. Dem Künstler aber vorhalten, er sei unglaubwürdig, weil nicht Kriegsteilnehmer, nicht Opfer, nicht betroffen und zu jung. Man kann über so viel Ignoranz nur den Kopf schütteln und hoffen, dass es Hirn regnet.
Wenn ein wenig Friedensspirit in Liverpool durch den ESC weht, dann wird dieser Song sicher davon profitieren.
Friedensspirit
Tja, die Frage ist aber: Was ist Frieden hier und heute.
Genau da wird es aber brenzlig. Remo kann hoechswahrscheinlich nichts dafuer (weil er das Lied schon vor ein paar Jahren geschrieben hat usw.). Trotzdem bleibt die Frage in der Luft. Kann man nicht einfach mit Beschimpfungen wegwischen. Leider.
Ja, Zustimmung.
Es gibt einen Unterschied zwischen dem grundsätzlichen Wunsch nach Frieden, und dem Wunsch nach Freiheit, der von einem Aggressor bedroht ist.
Das ist so bitter… 😥 😥 😥
Frieden ist der Zustand, den der letzte Krieg hergestellt hat …
Ich versteh‘ das nicht. Haben sich die Schweizer letztes Jahr „Rockstars“ angeguckt und dann nach den 6 Punkten im Tele- und 0 Punkten im Juryvoting gesagt: „Toll! Genau sowas brauchen wir auch!“? Für mich fährt „Watergun“ exakt die gleiche Schiene: säuseliger Midtempo-Radiopop der beliebigeren Sorte, vorgetragen – standesgemäß – von einem Bürschchen, das, kaum der Pubertät entwachsen, vermeintlich bereits in einer existenziellen Krise steckt. Und ganz wichtig ist natürlich das tausendmal gehörte Timbaland-/OneRepublic-Rumpelbeat-Imitat für den „modernen“ Anstrich. Hach ja …
Sicher, im DACH-Raum funktioniert Derartiges außerordentlich gut. Im Radio. Auf bestimmten Sendern mit einer bestimmten Zuhörerstruktur. Aber beim ESC? Da habe ich so meine Zweifel.
29/37.
Mal sehen, ob ich heute meinen Kommentar ohne Triggerwort durchbringe (mein gestriger Kommentar enthielt ein anderes Wort für „Abfallpresse“ und musste dadurch erst durch den Zensuralgorithmus)?
Ich verstehe, wenn man das Lied mag (gute Stimme…), aber bei mir kommt gar nix an. Und zumindest im Video hat Remo eine Ausstrahlung wie Ben Dolic, also gar keine. Ändert sich vielleicht, wenn ich das Ganze live sehe. Im Moment bei mir um Platz 25.
Könnte knapp werden mit dem Finale, falls ja, sehe ich es dort auch nicht besonders weit oben.
Super gemacht!
Danke Benny, im Lauf der Zeit werde ich sicher alle Triggerworte kennenlernen (und dadurch natürlich auch, sie zu umgehen).
Sorry nochmal für die Zusatzarbeit, aber dass das Abfallwort dazugehört, damit hatte ich nicht gerechnet…
Abfallpresse hmhm… Mull-dingens… ich komm nicht drauf.
Darf man denn zum Beispiel sagen: „Dieser Beitrag muss dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden“ ????
Also, ein junger Schweizer, gerade dem Kindesalter entwachsen, erzählt uns über sein Trauma als Kriegssoldat und erinnert sich daran, dass es noch gar nicht so lange her ist als er mit Spritzpistolen mit seinen Freunden Soldat gespielt hat.
Das darf ja bitte nicht wahr sein, dass man diesen hohlen Text dem jungen Mann über seine Persönlichkeit stülpt.
Das am wenigsten authentische Lied von allen 37.
Was hätte man mit diesem sympathischen und unglaublich stimmstarken Sänger nicht alles musikalisch unternehmen können.
und dann das!
Ich finde, auch du wirst weder dem Lied noch dem Sänger gerecht.
Je mehr ich darüber nachdenke, umso ärgerlicher finde ich den Text.
@ Gaby, @ alle anderen: Achtung! Langer off-topic-Kommentar 🤓
mein Lieblingstext überhaupt ist ‚Lycidas‘ von John Milton aus dem Jahr 1637. Als Milton erfährt, dass ein Schulfreund von ihm auf der Überfahrt nach Irland ertrunken ist, beginnt er eine Elegie zu schreiben. Die Elegie ist seit der Antike (Ursprung ist die Totenklage der Trojaner um Hektor aus Homers Ilias) die traditionelle literarische Form der Totenklage. Allerdings setzt die Elegie einen göttlich geordneten Kosmos voraus, in dem das göttliche Heilsversprechen greift. 1637 sind wir allerdings in der Spätrenaissance, und deshalb kommt Milton mit seiner Elegie nicht mehr zu Potte. Der göttliche Kosmos ist längst ins Rutschen geraten, und Milton kann nicht mehr so recht daran glauben, dass sein Freund nun in einer besseren Welt weilt. Immer wieder nimmt er im ‚Lycidas‘ neu Anlauf eine Elegie zu schreiben und ruft immer weider die Musen an, mit der Bitte ihm zu helfen. Das funktioniert aber nicht mehr, und schließlich sind die letzten 16 Verse des ‚Lycidas‘ eine Mischung aus Elegie und Sonett. Die Gedichtform des Sonetts entsteht in der Renaissance (Stichwort: Petrarca) und ist die Gedichform einer Welt ohne Gott schlechthin. Das Gedicht vollzieht demnach in literarischer Form den Übergang vom christlichen Mittelalter in die säkulare Neuzeit.
Melde dich mal beim Peter Urban, vielleicht findet er ja die Zeit, das den Zuschauern zwischendrin schnell mal zu erklären… 😘 😃 😋
Danke, wieder was gelernt.🙂
Gut zusammengefasst, habe tatsächlich mal auf Wikipedia nachgeschlagen, war dann teilweise sehr ausufernd….
Ein Land das die Lieferung von Waffen an die Ukraine sabotiert hat und damit Russland unterstützt hat, kommt uns hier mit einem heuchlerischen Friedenslied. Gesungen von einem Sänger, der zwar ne ganz gute Stimme hat, der aber gerade der Pubertät erwachsen hat. Bin mal gespannt wie die Jugendbetreuung in Liverpool ist, da kann er ja mit dem Griechen und dem Dänen in die selbe Klasse gehen. Von den drei Bubies hat er noch die beste Stimme. Vielleicht kann er ja mit dem Wasserfreund aus Griechenland, noch ne Runde planschen gehen und man schenkt ihm dann noch als Erinnerung ne Wasserpistole. Nach dem Halbfinale heißt es dann „Gruezi, Mitteinand“. NEXT. Ach ja die Schweiz ist ne weitere: „Pinkelpause“
Ja, danke für die witzige Ironie,
aber du wirst letztlich weder dem Lied noch dem Sänger gerecht.
Danke. Trotzdem bleibt das Lied nur ne Pinkelpause.
Warum darf (in manchen Ländern: muss) ein junger Mensch, der „gerade der Pubertät e[nt]wachsen“ ist, Militärdienst leisten, aber kein Friedenslied singen?
Muss man deiner Meinung nach einen Krieg erlebt oder als Soldat in einem Krieg gekämpft haben, um den Wunsch nach Frieden bzw. den Wunsch, kein Soldat sein zu müssen, äußern zu dürfen?
@Thomas M.: Nein, man muss aus meiner Sicht keinen Krieg selbst erlebt haben, um darüber singen zu können.
Außerdem bin ich überrascht, wie kritisch das Thema des Schweizer Beitrages teilweise gesehen wird. Ist es tatsächlich besser so Textzeilen wie „Wir sind so glücklich, dass wir sterben könnten.“ oder „Jetzt geh, geh, lass dein Blut fließen, fließen.“ (Lord of the Lost) beim ESC 2023 zu singen?
Die Stimme des Sängers gefällt mir.
Leider entwickelt sich der Song kompositorisch sehr (zu) erwartbar. Mal schauen wie der Auftritt im Halb- und vielleicht auch Finale sein wird.
Der Text ist schon aktuell. Manche Metapher vielleicht etwas unglücklich. Zumindest fällt der Song dadurch auf.
Stimme Berenike und anderen Kommentaren zu, der Text ist anbiedernd und das Lied bleibt bei mir nicht hängen. Allgemein sollten unsere Nachbarn mal wieder etwas anderes schicken als wieder eine Männerballade, es wird ähnlich repetitivwie Griechenland mit seinen Sängerinnen die letzten Jahre.
Eigentlich kann ich mich Benny nur anschließen. Der Song an sich kommt bei mir immer besser an und Remos Stimme ist wirklich toll. Allerdings empfinde ich den Text – der hier ja durchaus bedeutend ist – in der Ich-Perspektive auch als sehr unpassend und als Metapher fürs Erwachsenwerden (?) noch viel schlimmer.
Mit dem Finale wird das ohne Jurys jedenfalls sehr knapp und bei der Inszenierung habe ich mittlerweile auch große Sorgen.
Gesamt: 21/37
Semi: 9/15
Tipp: Halbfinalaus
Ist leider auch nicht gerade der Knaller. Anfangs ist es noch ganz nett, aber dann kann der Song sich nicht mehr entscheiden ob er Ballade oder mehr Midtempo sein will, es wird immer langweiliger je länger es dauert und seine Stimme ist auf Dauer eher anstrengend. Finde auch dass der Text sehr bedeutungsschwanger rüberkommt, ich nehme ihm das wie viele hier nicht so richtig ab.
Da es dieses Mal keine Jurys im Semi gibt denke ich dass es für die Schweiz schwer wird das Finale zu erreichen. Sollten sie es doch schaffen wird es denke ich laufen wie bei Marius Baer letztes Jahr, also ne dicke Null vom Publikum und einige Punkte von den Jurys sowie Platz 15-20 in der Endabrechnung. Ich persönlich rechne aber eher mit einem Aus im Halbfinale.
Kann dich die wunderschöne Klaviermelodie nicht doch ein kleines bisschen für das Lied einnehmen? Mich erinnert sie ein wenig an „River“, Polens letztjährigen Beitrag, den Du, wenn ich mich recht erinnere, auch gemocht hast (insgesamt kommt „Watergun“ m.E. aber nicht an Ochmans Lied heran).
@Thomas M. (mit Punkt)
Nope, das reicht bei weitem nicht aus.
Ich staune wieviele von Euch auf den Text achten. Das ist auch durchaus lobenswert. Auf der anderen Seite bin ich davon überzeugt, dass 0,0000001 % der Zuschauer auf den Text achten werden. Also praktisch niemand. Bei den Jurys werden wahrscheinlich ein paar Leute den Text wahrnehmen. Ich glaube für einen möglichen Erfolg beim ESC spielt der Text überhaupt keine Rolle.
Zum Schweizer Lied- es berührt mich nicht und ich empfinde das Lied eher als langweilig. Und leider hat der Interpret meiner Meinung nach keine Ausstrahlung. Aber eine starke Stimme hat er.
Stimmt auf Texte wird beim ESC kaum geachtet. Warum wohl hat 2018 ne Sängerin gewonnen, die wie ein Huhn gegackert hat?
Muss ich mir anhören… 🐔 🐔 🐔
Da passte der Text zum Lied. Und mit dem ironischen Gackern. Toy finde ich klasse in seiner Sparte
Ähhh… ja… *gackgackgack*
Die Eidgenossen: Sagt mir zwar mehr zu als Gjon und Marius, dennoch ist es mir zu sehr interessantes Songthema ins ESC-Schema gepresst. Insgesamt wegen der tiefen Stimme durchaus gefällig, könnte aber möglicherweise an einer überkitschten Performance scheitern.
Derzeit tippe ich noch auf Semiaus, da Männerballaden bei reinem Televoting nur selten gezogen haben.
Ich werte mit 6,5/12 und 10/15.
Bislang erstes Semi
Serbien 11/12
Finnland 10,5/12
Portugal 10/12
Moldau 9,5/12
Schweden 8,5/12
Malta 8/12
Niederlande 7,5/12
Irland 7/12
Schweiz 6,5/12
Lettland 5,5/12
Aserbaidschan 5/12
Norwegen 4/12
Kroatien 3/12
Israel 1/12
Diesem ersten Halbfinale fehlt vor allem Eins: eine gute kraftvolle Ballade. Weder die Niederländer noch unser junger Schweizer haben so etwas im Angebot. Beide Songs plätschern ohne größere Höhepunkte vor sich hin. Immerhin hat der Schweizer Beitrag einen guten Text, der in die Zeit passt und GsD nicht ganz so anbiedernd ist wie im letzten Jahr. Außerdem verfügt Remo über eine interessante Stimme. Dennoch gibt es nur 5 von 12 Punkten und Platz 10 im ersten Semifinale, bzw. Platz 24 insgesamt. Ich sehe nicht, wie sich die Schweiz bei einem reinen Televote qualifizieren kann, es sei, der Auftritt ist perfekt und ergreifend inszeniert.
@ olfi
Was ist denn genau Dein Punkt? Ist eine ehrliche Frage, weil ich echt nicht verstehe, worauf Du hinaus willst. Warum sollte man sich zu Liedern nicht auch aus literaturwissenschaftlicher Perspektive äußern dürfen? Zumal bei mir ja noch ein wenig musikalischer Hintergrund hinzukommt. 🤔
Hi togravus ceterum, 🙂
klar kannst du deine Perspektive als jemand einbringen, der zu Literatur und Musik aus seiner Biografie heraus einen besonderen persönlichen Zugang hat.
Ich hab aber grad in diesem Strang so ein bisschen den Verdacht, dass du dieses Wissen instrumentalisierst, um hoch auf einen Elfenbeinturm hinaufzusteigen und von oben auf das gemeine Volk hinunterzugucken.
Das find ich aber nicht angemessen.
Deswegen hatte ich ja angeregt, dich mal auf die Stufe eines „einfachen Menschen“ zu stellen, denn da wäre es nicht so schwer, das Lied zu verstehen.
Und deswegen auch die kritische Anregung, es besser als Remo zu machen und mal zu versuchen, selbst einen Liedtext zum Thema zu verfassen, der sich für den ESC eignet. Das ist eine echte Herausforderung, und ich könnte mir vorstellen, dass du sie bestehen könntest. Also her mit Papier und Bleistift! 🗞 📝 🤔 💭
klarer sitzenbleiber.
Der Song hat ein paar schöne Elemente, Remo eine tolle Stimme. Der Spannungsbogen im Song ist aber schon arg vorhersehbar und damit auch etwas langweilig.
Der Text für sich ist OK, im Kontext mit einem Gastgeberland Ukraine aber etwas unglücklich was auch schon öfters hier in den Kommentaren thematisiert wurde.
Der Song kämpft bei mir ständig mit den Niederlanden um Platz 9, viel Glück im Semi Remo!
…ich hatte „viel Glück im San Remo“ gelesen….🙄😃
Nach der Sicht eines Literaturwissenschaftlers kommt nun die Interpretation eines Juristen, der sich zwar nur theoretisch im Völkerrecht / Europarecht auskennt, aber dennoch gerne seine Ansicht über den ESC-Beitrag aus der Schweiz aus dieser Sich sagen möchte:
Nach einer völkerrechtlichen Betrachtungsweise ist der Text von „Watergun“ gut gemacht. Insbesondere das Europarecht – egal ob nun die Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, der Vertrag über die Europäische Union oder auch die UN-Menschenrechtskonvention – sind mit dem großen Wunsch und Ziel abgeschlossen bzw. verabschiedet worden, dass auf der Welt nie ein Krieg herrschen soll.
Aus der Sicht des Völker- und Europarechts ist dies aber nur möglich, wenn der Mensch als ein „vernunftbegabtes Wesen“ – Zitat Immanuel Kant, der übrigens sehr gerne als Inspiration für solch internationale Verträge herangezogen wird – aus seinem rationalen Vernunftsdenken im Sinne von Immanuel Kant ausbricht und sich der friedlichen Leidenschaft zuwendet.
Die Textzeile
„Ich will kein Soldat, Soldat sein Ich will nicht mit echtem Blut spielen müssen“ .
ist daher aus völkerrechtlich juristischer Sicht keine Kriegs- und Gewaltverniedlichung, sondern im übertragenem Sinne eine Formulierung für „nur wenn es keine Soldaten gibt, wird es keine Kriege mehr geben, bei denen ein Soldat (m/w/d) – je länger der Krieg andauert – sein Abschlachten nicht mehr nur voller Überzeugung durchführt, weil er das Ziel seines Diktators erreichen will, sondern das Abschlachten als Spiel ansieht. Im Völker- und Europarecht ist solch eine Betrachtungsweise des Diktators und seines Militärs den Krieg irgendwann mal als Spiel aufzufassen gar nicht mal so unrealistisch, weil man je länger der Krieg andauert ohnehin nichts mehr zu verlieren hat.
Daher finde ich den Text von „Watergun“ gut.
Die Melodie finde ich unaufdringlich und sehr schön.
Ich bin fast schon froh, dass Remo Forrer seinen Song auf englisch singt. Würde er ihn auf italienisch singen, dann könnte dies Marco Mengoni bestimmt entscheidende Punkte für eine Top 5 Platzierung oder gar einem ESC-Sieg kosten. 😀
Ein Finaleinzug ist für mich sicher. Wie weit er im Finale kommt kann ich nicht einschätzen. Aber ein guter Mittelfeldplatz ist für mich realistisch.
Also ich kann den Schweizer Song weder aus literaturwissenschaftlicher Sicht noch aus juristischer Sicht beurteilen, vielleicht aus steuerlicher Sicht? Nein, ich beurteile ihn einfach mal, wie er bei mir als musikbegeisterte ESC-Fan-Frau ankommt: Watergun finde ich als Song solide, ich denke immer, ich habe ihn schon mal so gehört. Remo hat eine hervorragende Stimme, die ich sehr mag. Den Text finde ich nicht verwerflich, er passt in diese Zeit. Für mich schafft es die Schweiz so eben ins Finale.
Ich beurteile den Song als gewöhnlicher Zuhörer. Lesen kann ich, habe auch einen recht ordentlichen Schulabschluss gemacht. Texte beachte ich tatsächlich fast nur bei deutschen Songs. Obwohl ich gut englisch spreche gehen die Texte überwiegend an mir vorbei. Beim ESC sind Texte doch nun wirklich total unwichtig. Ich nehme nicht mal den Jurys ab das diese sich dem Text widmen.
Ach ja, mir gefällt der Song von Remo richtig gut. Er hat eine tolle Stimme. Mich holt der Song ab. Sollte er es in das Finale schaffen wird er dort eine sehr ordentliche Platzierung erreichen.
„Also ich kann den Schweizer Song weder aus literaturwissenschaftlicher Sicht noch aus juristischer Sicht beurteilen, vielleicht aus steuerlicher Sicht?“
Mir fehr ja momentan noch die statistische Sicht auf den Schweizer Beitrag.
Dann hätten alle Allwissenden ihren Senf dazugegeben.
Dann würede mir ne Einschätzung leichterfallen.
Glaube aber doch,das die Schweiz weiterkommen wird.Daumen sind gedrückt.
@elkracho
„Mir fehr ja momentan noch die statistische Sicht auf den Schweizer Beitrag.“
Beschreie es bitte nicht, es ist in der Hinsicht momentan soo schön ruhig.
@ESC1994
😄😄😄
LOL rufe bitte nicht den stets gut gelaunten Statistikbären herbei. Dafür sind wir viel zu doof!
Bei den vielen negativen kommentaren über die lyrics des schweizer songs möchte ich die schweiz-haters und sozialwissenschaftler doch mal fragen, wie die lyrics wie „Wir sind so glücklich, dass wir sterben könnten“ oder“Jetzt geh, geh, lass dein Blut fließen, fließen“ oder auch “ Wir fallen, bevor wir aufstehen“ zu einem song aus deutschland passen.
Das ist unbedarftes und manieriertes Gothic- Geklimplere und ebenso zu verachten, ich bin kein Fan des deutschen Beitrags heuer
Merke: Der Trend geht in bürgerlichen Haushalten zur Zweit-Hass-Nation 😉
@Alki Bernd: Autsch – Blood & Glitter sehr treffend auf den Punkt gebracht.
Du bist aber wirklich sehr sensibel mittlerweile. Das hier ist doch kein Blog Schweiz gegen Deutschland gegen Österreich. Ganz im Gegenteil, ich nehme hier eher wahr, dass sich die meisten freuen, wenn alle deutschsprachigen Länder gute Acts zum ESC schicken und das dann auch belohnt wird. Deshalb kann man doch trotzdem seine Meinung sagen.
Wozu dann aber auch gehört, den deutschen Text kritisieren zu dürfen (aber da bietet sich ja dann auch noch der LOTL-Thread an).
Ich stimme Dir zu, Benny, dass das hier kein Blog Schweiz gegen Deutschland gegen Österreich ist, allerdings wurde hier auch schon mehrmals geschrieben (v.a. von escfrust05), wie verwerflich es doch sei, dass ausgerechnet die Schweiz einen solchen Song schickt, da finde ich Rainers Reaktion durchaus verständlich und angemessen.
Warum so empfindlich, @Rainer?
Nimm das doch nicht so persönlich, dem einen gefällt der Song, dem anderen nicht. Kann man doch auch mal aushalten. Find ja den Schweizer Beitrag nicht schlecht, und Remmos Stimme sowieso toll, aber bei mir bleibt der Song einfach nicht hängen.
Muss ehrlich zugeben, dass ich als „Kulturbanausin“ den Texten beim ESC nicht allzu viel Beachtung schenke.
Was den Text des deutschen Beitrages betrifft: Ja, Du hast schon recht. Er könnte gerade bei den Jurys ziemlich übel aufstoßen, weshalb ich auch nicht glaube, dass Deutschland oben mitspielen wird. Aber egal, mir gefällt der Song und die Gruppe sehr gut, wenn ich den Text mal ausklammere, und das schreibe ich nicht, weil das zufällig der deutsche Beitrag ist. Übermässiger Patriotismus liegt mir fern.🙂
Gaby, ich nehme nichts persönlich. Ihm gegenteil. Eventuell hast du bemerkt das ich bis jetzt noch nie geschrieben habe, ob mir watergun gefällt oder nicht. Ich habe bis jetzt immer nur dann reagiert, wenn es nicht um den song geht, sondern mein land im zusammenhang mit dem song angegriffen wird. Was bei der schweiz auf diesem blog recht häufig vorkommt.
@Rainer – ein Lied mit Blut im Text finde ich tatsächlich auch unangenehm, hab da sofort HIV- und HepC-Assoziationen.
Mich berührt dieses Lied sehr und ich bin wirklich froh dass es in diesem recht lauten Jahrgang mit dabei ist. Remos Stimme finde ich überwältigend und den Songaufbau mitreissend, solche tiefen, kräftigen Männerstimmen ziehen mich sofort in ihren Bann, das haut mich so was von um….und spätestens bei der Steigerung bin ich den Tränen nah. Wenn es doch nur noch die Juries gäbe im Semi, mit reinem Televoting gibt das wahrscheinlich eine echte Zitterpartie. Remo MUSS ins Finale🙏 Ich hoffe es soooo sehr😇
Kann den Song noch jemand aus ärztlicher Sicht beurteilen?
Mich würde bitte die Bilanz und steuerrechtliche Sicht von Watergun interessieren. Ich finde diese Analyse wäre durchaus berechtigt im Hinblick auf das viele (Schwarz?)Geld, das in der Schweizer Bankenwelt gebunkert ist.
Ich rechne schon🧐komme aber zu keinem betriebswirtschaftlich wirklich eindeutigem Ergebnis😂😎
Zumindest habe ich nicht mit Fremdwörter oder spezifischen Fachbegriffe um mich geworfen wie mancher Geisteswissenschaftler hier.
Eine vergleichbare Bemerkung deinerseits und manch anderer Personen hier wäre an anderer Stelle, insbesondere zu einem früherem Zeitpunkt, bevor ich mein Statement abgegeben habe, vielleicht angebrachter gewesen, wenn du tatsächlich der Ansicht bist, dass eine Meinung, die mehr Fachkenntnisse abverlangt hier unangebracht ist.
Schon allein deine Formulierung in Form der veradjektivierenden Berufsbezeichnung und dann das Wort „Sicht“ dahinter zeigt eindeutig gegen wen hier wieder geschossen werden soll.
Wenn mich etwas ankotzt dann ist es eine Verhaltensweise, bei welcher man sich gerade eben noch so verhält, dass man dieser Person gerade eben noch so keinen Vorwurf machen kann, aber derjenige, der getroffen werden soll mit einem verdammt lächerlich gemachten Gefühl da steht.
Nicht dass ich mich durch deine Äußerung lächerlich gemacht fühle. Aber deine Absicht dahinter sagt sehr viel über dich aus.
Nochmal: Deine Äußerung hätte sofort kommen sollen, nachdem andere User sich ähnlich wissenschaftlich geäußert haben. Und wenn du sie erst jetzt bemerkt hast, dann hättest du dein Statement unmittelbar bei jenen anderen Personen als direkte Antwort platzieren können..
Cool down, Timo, ist alles Spaß😉
Mein Gott noch, Timo wurde wieder vom Hafer gestochen.
Timo 1986. Meinst du mich? Das Gegenteil ist der Fall, ich möchte dich nicht verarschen.Ich finde deine Analyse großartig. Ich habe nur den Gedanken weiter gesponnen,
Hast Du wieder von den Ernsthaftigkeitspillen genascht, Timo? 😇
Die Passage vor dem Refrain „Where do we go? We go“ gefällt mir sehr gut und packt mich jedes Mal. Den Refrain finde ich dann eher langweilig. Im ganzen Song wechseln sich die packenden und langweiligen Passagen immer wieder ab.
Insgesamt dann eben so so la la.
15/37 mit 7 Punkten, Finale 16-20
Ich unterschreibe alles was Alki-Bernd oben schreibt. Haargenau so sehe ich es auch.
Für mich gehört der Song disqualifiziert.
Da haben sich aber wirklich zwei gefunden!!
Zum Glück wird meine Pinkelpause im Semi auch nur einmal zu sehen sein.
Im Finale gehe ich dann bei der Ukraine und Deutschland aufs stille Örtchen 🤭
Du gehst zweimal bei einem ESC Finale pinkeln 🤔 das solltest du doch mal von einem Urologen abklären lassen. Es sei denn eine gewisse Übelkeit schlägt dir anstatt auf den Magen auf die Blase….
Nicht antworten, sondern nur noch ignorieren!
Ohje: Wenn ich Timos Eingangsstatement vom 04.04., 20:11h lese, muss ich mich ‚da‘ auch angesprochen fühlen? Rusty u.a. haben es m.E. auf den Punkt gebracht: Bitte nix so bitterernst nehmen, dass man/frau sich am Ende gar arg verletzt fühlt. Und: Jede/r hier möge doch weiterhin in seinem eigenen Stil das kundtun dürfen, das ihm zu den jeweiligen Aspekten einfällt, ohne Zensur oder Zäsur, ok?-
Der Schweizer Beitrag sagt mir im Übrigen ebenfalls zu, wenngleich ohnegleichen im Vergleich zu DUE VITE (kann’s partout nicht lassen, den Song immer wieder hoch zu halten).
Herzlicher Nachtgruß eines Pensionärs (mit der Betreuung der Pflege seines Lebenspartners im Pflegegrad 5 daheim vollauf „neu“ beschäftigt)
Danke für den Nachtgruß, Wolfgang. Meine Hochachtung an Dich für die Pflege Deines Lebenspartners! Ist er auch so ESC-affin wie Du? Oder hat er es lieber, wenn Du Dich zum Hören der aktuellen ESC-Beiträge zurückziehst, am besten in einen schalldichten Raum 😉 ?
Song 4/5 von Max? Da war aber jemand im Gönnermodus.“Watergun“ ist zwar recht modern, ja, aber doch irgendwie altbacken in seiner Formel an sich. Mich holt der Song mit keiner Komponente wirklich ab, und ich denke mal, dass es vielen so gehen wird. Remos Song würde wohl gut performen in einem gemischen Votingverfahren, aber dieses Jahr wird er wohl in die Röhre schauen müssen. Ich finde es schade um Remo, denn ich mag seine Stimme nämlich sehr. Am Ende wird es aber zu wenig sein.
Prognose: Halbfinale 12/15 (40%)
Meinung: Platz 26/37 (6 Punkte)
Ich finde es aber witzig, dass der Patzentext ausgerechnet aus der Schweiz in diesem Jahr kommt. Das kann man wohl unter „landestypisch“ verbuchen…
Auch beim Schweizer Beitrag fällt auf, dass eine Vielzahl an KommentatorInnen den Song „irgendwie ‚altbacken‘ / altmodisch findet, ähnlich wie zu meinem argen Bedauern auch bei DUE VITE („nur mal so beiläufig“ zur Erwähnung gebracht, möglicher Weise zum 100. Mal …).