
Viel Lärm um nichts? Dass auch der Prozess einer internen Auswahl für Gesprächsstoff und Aufregung sorgen kann, bewiesen in diesem Jahr die Verantwortlichen des ausführenden Senders Griechenlands ERT. In einem mehrstufigen Auswahlprozess bewertete anfangs eine 7-köpfige Jury die eingesandten (über hundert) Beiträge. Anschließend wurden die bestbewerteten sieben Beiträge auch einem Zuschauerpanel vorgelegt. Schlussendlich wurde aus einer 3er-Shortlist der Titel „What They Say“ des Musikers Victor Vernicos als Beitrag Griechenlands für den diesjährigen Eurovision Song Contest bekanntgegeben – zum Missfallen der Zweitplatzierten Melissa Mantzoukis (Drittplatzierte bei DSDS 2022). Laut einer Stellungname des Teams um Melissa Mantzoukis sei besonders das sehr unterschiedliche Voting zwischen Jury und Zuschauerpanel auffällig, auch der künstlerseitige Rückzug des dritten Beitrags im laufenden Auswahlverfahren sorgte für Irritationen.
ERT verzichtete auf eine Stellungnahme und blieb standhaft – und so wird Victor Vernicos die griechische Fahne in Liverpool hochhalten. Der erst sechszehnjährige Musiker hat griechisch-dänische Wurzeln, sein Vater Lars Jules Jørgensen kommt aus Dänemark, seine Mutter ist Griechin. Victor ist der jüngste Künstler, der Griechenland jemals beim Eurovision Song Contest vertreten hat. Er wurde 2006, in dem Jahr, in dem der ESC auch in Griechenland ausgetragen wurde, in Athen geboren. Bereits im Alter von vier Jahren bekam Vernicos Klavierunterricht, später folgten auch Unterricht in Gesang und Gitarre. Mit elf Jahren schrieb er seine ersten eigenen Lieder, die er seit zwei Jahren auch selbst produziert.
Das Lied
Musik und Text von „What They Say“ stammen komplett aus Victors eigener Feder. Das Lied entpuppt sich als spannungsgeladener Singer/Songwriter-Uptemposong. Anfangs dominieren noch die E-Gitarre und Victors ausdrucksstarke Stimme. In der Bridge zum Refrain bereiten einsetzende Pianoklänge den Einsatz eines treibenden Beats vor, der auch in der folgenden zweiten Strophe den emotionalen Popsong weiter vorantreibt. Die Bridge zum zweite Refrain beginnt dann allerdings wieder ruhiger. Im Hintergrund hören wir plötzlich elektronischere Klänge und gezupfte Gitarren, bis der stampfende Rhythmus erneut einsetzt und in den dritten und letzten Teil einleitet. Hier hören wir Trommeln, einen Backgroundchor, klatschende Hände – wobei der Rhythmus sehr viel ruhiger wird.
Der Text von „What They Say“ kann im besten Sinne als melancholisch, in einzelnen Momenten fast schon philosophisch beschrieben werden und zeichnet eine Reise durch Victors Gefühlswelt, seine Angst, aber auch seinen Optimismus. Inspiriert hat Victor dabei eine Angsterfahrung, die er mit 13 Jahren in den Ferien bei seiner Großmutter in Dänemark erlebte. Ein Moment des sich selbst und der eigenen musikalischen Möglichkeiten bewusst Werdens, der Victor kurzzeitig in Angst versetzte. Mit diesem Moment beginnt auch sein Lied, wie er panisch auf dem Boden liegt und seinen Gedanken freien Lauf lässt. Dabei wechseln sich im Laufe des Liedes immer wieder ängstliche, entmutigende Gedanken mit optimistischen ab: „Lost souls make sure no one loses their way. Hurt ones can’t stand seeing others in pain. I am bold, now I got too much on my plate. I save all the others, cause for me it’s too late.“ (Verlorene Seelen sorgen dafür, dass sich niemand verirrt. Verletzte können es nicht ertragen, andere leiden zu sehen. Ich bin mutig, habe noch zu viel vor mir. Ich werde alle anderen retten, doch für mich ist es zu spät.)
Der Check
Song: 3,5/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 3/5 Punkten (auf Basis des Videos)
Instant Appeal: 3/5 Punkten
Benny: Ein starker Indie-Pop-Song geschrieben und gesungen von einem 16-jährigen Songwriter mit Hammerstimme. „What They Say“ könnte so oder so ähnlich auch von international erfolgreichen Sängern wie Ed Sheeran oder BANNERS stammen. Das würde ich mir definitiv auch außerhalb des ESC-Kontexts anhören. 10 Punkte.
Berenike: An sich ist „What They Say” eine schöne Singer-Songwriter-Ballade. Sie müsste nur von jemandem anderen präsentiert werden… Michael Schulte mit dem Song wäre top gewesen. Aber den Track singt nun einmal der junge Victor und der scheint meinem Eindruck nach noch nicht reif genug dafür zu sein. Sein nuscheliges Englisch klingt in meinen Ohren sehr unangenehm und er bewegt sich schon im Video extrem ungelenk. Wenn er das in einer sicheren Umgebung schon nicht hinbekommt, wie soll das auf der großen Bühne vor Millionen von Zuschauern funktionieren? 3 Punkte.
Douze Points: Erst einmal: Respekt, ERT, dafür, dass Ihr Euch mit diesem Beitrag trotz allem griechischen Drama durchgesetzt habt. Das Lied ist individuell, frisch und authentisch. Und Victor hat eine großartige Stimme. All das kann ich rational anerkennen. Dennoch holt mich „What They Say“ nie so richtig ab. Das ist für mich ein Zuseh-Song. Insofern hoffe ich auf eine hervorragende Inszenierung und gebe 6 Punkte.
Flo: Mit dem Song ruft Victor Vernicos bei mir leichte Erinnerungen an seinen Namenskollegen aus Estland hervor. Seine Stimme hat Wiedererkennungswert und kommt in der Strophe gut zur Geltung. Der Übergang zum Refrain ist technisch einwandfrei, der Refrain hätte musikalisch vielleicht etwas spannender arrangiert werden können. Rein kompositorisch ist „What They Say“ aber gut gemacht und mal ein ganz anderer Sound aus Griechenland. 7 Punkte.
Manu: Bei dem ganzen Wirbel um die interne Auswahl von Victor Vernicos gerät selbiger leider unverdient etwas ins Abseits. Dabei besitzt der junge Sänger durchaus eine besonders in den Tiefen ungewöhnliche Stimme. „What They Say“ atmet den musikalischen Geist von Ed Sheeran und verzichtet dabei komplett auf ethnische Sounds und Rhythmik. Stattdessen setzt das selbstgeschriebene Lied auf natürliche Instrumente, einen treibenden Beat und tiefe Gefühle in den Lyrics. Je mehr ich mich mit dem Lied beschäftige und es höre, desto mehr entdecke ich die raue Kraft, die in diesem kleinen Popsong steckt. Lediglich in den letzten 30 Sekunden fällt „What They Say“ für mich musikalisch leider in sich zusammen. Trotzdem bleiben für mich noch 8 Punkte übrig – mit Tendenz weiter nach oben.
Max: Kein schlechter Beitrag. Ich sagte jedoch schon in einem ESC kompakt LIVE, dass Griechenland in den vergangenen Jahren etwas die griechische Essenz verloren hat. Klar müssen da nicht immer Sirtaki und Co. ran, aber ich vermisse den gewissen Flair einfach. „What They Say“ könnte tatsächlich für fast jedes Land beim ESC mitmachen. An sich mag ich das Lied jedoch, auch wenn etwas mehr Pepp der Nummer gut getan hätte, aber nun gut. 5 Punkte.
Peter: „What They Say“ habe ich kurz nach der Veröffentlichung viel gehört (habe darüber gebloggt) und fand den Song sehr ok, aber nicht mehr. Und ich dachte, dass ich mir diesen Midtempo-Track, der defensiv beginnt, schön hören werde – aber das ist nicht passiert. Victor ist erst 16, auch aus diesem „Welpenschutz“-Aspekt wünsche ich mir für ihn und mit ihm den Finaleinzug, aber mehr als „sehr ok“ finde ich das etwas bemüht wirkende Gesamtpaket nicht. Und es regnet zu viel im offiziellen Video und das Sperrmüllsofa mit der Hydrokultur ist auch kein wirklich origineller Einfall. 6 Punkte.
Rick: Da ich eine Schnarchballade erwartet habe, war ich total froh über den tatsächlichen Sound von „What They Say“. Die Nummer hat dann ja doch einen gewissen Drive durch den Beat im Refrain. Finde auch, dass Victor sehr international klingt und zum Beispiel an Singer-Songwriter wie Dermot Kennedy erinnert. Trotz alle dem fehlt mir in der Studio-Version das Besondere. Da ERT aber unbedingt Victor zum ESC schicken wollte, gehe ich von einer interessanten Inszenierung aus, die den Beitrag aufwertet. Vorerst 6 Punkte von mir.
Gesamtpunktzahl: 51/96 Punkte.
Beim ESC kompakt-Index landet „What They Say“ auf Platz 35 von 37.
Wie schneidet der griechische Beitrag "What They Say" von Victor Vernicos ab?
- bleibt im Halbfinale hängen (45%, 188 Votes)
- Platz 16-20 (24%, 99 Votes)
- Platz 21-26 (21%, 86 Votes)
- Platz 11-15 (7%, 27 Votes)
- Platz 6-10 (2%, 8 Votes)
- Top 5 (2%, 7 Votes)
Total Voters: 415
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
(1) Irland: „We Are One“ von Wild Youth
(2) Kroatien: „Mama ŠČ!“ von Let 3
(3) Lettland: „Aijā“ von Sudden Light
(4) Malta: „Dance (Our Own Party)“ von The Busker
(5) Norwegen: „Queen Of Kings“ von Alessandra
(6) Portugal: „Ai Coração“ von Mimicat
(7) Serbien: „Samo Mi Se Spava“ von Luke Black
(8) Aserbaidschan: „Tell Me More“ von TuralTuranX
(9) Finnland: „Cha Cha Cha“ von Käärijä
(10) Israel: „Unicorn“ von Noa Kirel
(11) Moldau: „Soarele şi Luna“ von Pasha Parfeni
(12) Niederlande: „Burning Daylight“ von Mia Nicolai & Dion Cooper
(13) Schweden: „Tattoo“ von Loreen
(14) Schweiz: „Watergun“ von Remo Forrer
(15) Tschechien: „My Sister’s Crown“ von Vesna
Zweites Halbfinale
(16) Armenien: „Future Lover“ von Brunette
(17) Belgien: „Because Of You“ von Gustaph
(18) Dänemark: „Breaking My Heart“ von Reiley
(19) Estland: „Bridges“ von Alika
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Ich hätte nichts dagegen, wenn diesmal Griechenland im Semi kleben bleibt…
Mein einstiges Lieblingsland entfernt sich immer mehr von mir. Ich kann mit dieser Vorliebe von ERT „Hauptsache landesuntypisch/international“ rein gar nichts anfangen,
Ok, für einen Sechzehnjährigen wirkt Victor deutlich reifer als der Kollege aus Dänemark.
Ich mag aber weder seinen nuscheligen Gesang noch seinen belanglosen Beitrag, da fehlt der „Aufhänger“ und Zypern alleine wird auch nicht helfen können.
Ich werte mit 3 von 12 Punkten .
Nichts gegen die nette Fassade, aber es ist nichts dahinter. Vielleicht dahinter, you know 😉
Ich bin da ganz bei Berenike. Würde das Lied von einem anderen Sänger/einer anderen Sängerin interpretiert werden, könnte es mir sogar gefallen. Aber so ? Grauenhaftes Englisch, kombiniert mit einem pseudo-emotionsgeladenen Rumgezappel ? Das kann nichts werden.
Oder andere Möglichkeit: grade die TikTok-Kids fahren auf derartigen Seich ab und er schaffts deswegen ins Finale, wo ihn dann aber die Jurys ausbremsen. Ich bin auf alles gefasst.
Ich würde mal sagen, das ist sogar eher ein Jurysong. Ob sich die Tiktok-Generation wirklich in Scharen beim Televoting beteiligen wird, bleibt abzuwarten.
Da ist es wieder und es war nur eine Frage der Zeit, bis einer anfängt: das Totschlagargument „schlechtes bzw. grauenhaftes Englisch“. Es gibt dazu im Netz Sprachtests für Englisch und ich rate Euch, einen solchen mal zu machen und ich bin mir sicher, daß da der Eine und Andere sein blaues Wunder erleben wird!
Macht Ihr wirklich einen Unterschied, ob jemand gutes Englisch singt oder nicht? Mir ist das vollkommen egal. Lena hatte ja auch mit einem extremen Akzent gesungen, so what.
Ich bin da bei Berenike. Für mich drei Minuten meines Lebens die ich nie zurückbekomme. Ein richtig öder Anfang, ein Beat der nicht ins Lied reinpasst, bedeutungsschwangere Lyrics die ich ihm überhaupt nicht abnehme, seine Stimme trägt schon im Video finde ich den Song nicht und außerdem finde ich diesen aufgesetzten britischen Akzent auch ziemlich anstrengend.
Ne, für mich ist das gar nichts. Ich halte es leider gut für möglich dass der Song ins Finale einzieht einfach da recht viele Länder im Semi sind die Griechenland öfter Punkte geben (Zypern, Albanien, Rumänien). Ich habe mich aber auf meinen ersten Instinkt verlassen und sage er schafft es nicht.
Wirklich ein Semi des Grauens und es folgen noch schlimme Sachen…
Armenien 8/12
Estland 5,5/12
Griechenland 3/12
Dänemark 2/12
Belgien 1/12
Auch Team Berenike !
Finde ich leider sehr öde. Stimme SchlippSchlapp auch zu, dass es schade ist, dass Griechenland nichts landestypisches mehr Schickt sondere generische Popsongs.
@4porcelli
Die letzten landestypischen Songs sind ziemlich gefloppt, seitdem meidet man diesen Stil beim griechischen Sender wohl.
Beim diesjährigen Song sind wir uns aber ziemlich einig. 🙂
„Alcohol, alcohol, alcohol is free
Alcohol, alcohol, alcohol is free
Alcohol, alcohol, alcohol is free
Alcohol is free, alcohol is free“
💃💃💃😍😍😍
2016 und 2018 ist Griechenland mit Ethno im Semi hängen geblieben.
Das ist der letzte griechische Beitrag, der in meinen Top 10 gelandet ist.
Einer meiner Top-ESC Songs aller Zeiten, wie Du weißt!
Der Song ist zwar nicht so meins gewesen, war aber ein netter Farbtupfer im eher mauen ESC in Malmö.
@ESC1994 – ich fand 2013 echt stark. GR, I, F, NL, MOL, MLT fallen mir da spontan ein.
@4porcelli
Ich mochte nur Niederlande, Italien, Norwegen und Moldau wirklich gerne, der Rest war entweder belanglos oder peinlich.
Von den radiotauglichen Beiträgen ist mir Griechenland so ziemlich der Liebste. Da stecken zwar auch wieder mehr Ideen und Versatzstücke drin, als dem Song wahrscheinlich gut tun – aber zumindest mich holen genau die ab, weil sie das im Kern sehr generische Lied eben doch über die ganzen drei Minuten frisch und spannend halten. Ich denke aber, den meisten Zuschauern dürfte das wieder zuviel von allem sein.
16/37.
Bei Youtube habe ich einen Kommentar von einem griechischen Fan gelesen, der enttäuscht über diesen Beitrag ist und den Ländern die Daumen drückt, die landestypische Sachen präsentieren – besonders „neidisch“ ist er auf Spanien. Irgendwie hat er Recht…
Ich bin ein riesiger Fan griechischer Musik … wenn sie nach Griechenland klingt. Hier haben wir allerdings ein Jüngelchen mit starker Stimme, das ein düsteres und auf die internationale Jugend zielendes Lied vorträgt, das mich etwas ratlos zurücklässt. Dies ist ganz sicher eine der weniger konventionellen und vorhersehbaren Kompositionen des Jahrgangs, aber trotzdem fehlt etwas. Es packt mich nicht, und es interessiert mich auch nicht wirklich. Es tut nicht weh, hat den einen oder anderen kleinen Moment und schlägt trotz aller Mängel mindestens die halbe 2023-Konkurrenz im Schlaf. Mein Gefühl sagt, dass das für mich eine 7/12 ergibt. Viel Glück!
@togravus ceterum ceterum
Spricht also eher gegen die Konkurrenz und nicht wirklich für den Song, oder??
Ist halt ’ne typische 7, mMn also leicht über Durchschnitt, nicht nur am Jahr 2023 gemessen, sondern im Kontext aller Beiträge 1956 bis 2023. Klar wünsche ich mir von Griechenland etwas anderes, aber ich kann das Land ja schlecht dafür bestrafen, dass ich seine Musik außerhalb des ESC so sehr liebe. Und auf jeden Fall ist der griechische Liedvorschlag zumindest in meinem Musikuniversum mindestens zwei Ligen über einigen Beiträgen, die in der Blase gehypt werden …
Oh. Wenn ich die bisherigen Kommentare lese, stehe ich mit meiner Meinung wohl ziemlich alleine da … Zum Glück gibt es ja noch die Blogger. 🙂
Nö, mich haste an deiner Seite. Schöner Kommentar, übrigens!
🙂
Finde das Lied auch gut, in meinen persönlichen Top10.
Malik-Vibes.😐
Die gewollte Tiefgründigkdit nehme ich ihm in diesem Alter einfach nicht ab. Dazu musikalisch recht spröde. Aus im Semi.
Ich finde, dass das Tiefgründige in Kombination mit der Jugend sehr gut in unsere Zeit passt. Ich habe erst vor ein paar Tagen einen BBC-Bericht gesehen, in dem die rasant gestiegene Anzahl psychischer Erkrankungen bei Jugendlichen thematisiert wurde: Depressionen, Angststörungen etc. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass u. a. die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie (Stichwort: radikale Unterbrechung der Sozialisation …) und die durch den Klimawandel verursachte Unsicherheit maßgebende Faktoren sind. Leider kann ich diese pathologischen Tendenzen auch bei Jugendlichen in der Familie und im Freundeskreis beobachten. Neulich hat der 17-jährige Sohn meiner Zugehfrau gesagt: „Was soll ich denn für die Zeit nach dem Abi planen? Geht doch eh alles den Bach runter.“
Den Text des griechischen Beitrags finde ich somit relevant; und ganz gut gemacht ist er auch noch.
Das ist irgendwie ein Song der auf wirkt wie das was Deutschland die letzten Jahre immer wieder Mal geschickt hat. Radiomusik, nicht schlecht aber auch nicht wirklich wettbewerbsfähig und daher rechne ich mit einem aus im Halbfinale, lass mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.
Es klappt einfach nicht mit dem SCHÖNHÖREN!
Was sie sagen – Victor Vernicos (original in englisch)
Später August
Die Füße fangen an zu zittern
Das Herz fängt an zu schmerzen
Kann mich nicht konzentrieren
Panik, ich liege auf dem Boden und ich hasse
Dass ich daran festhalte
Meine Lungen werden brechen
Und ich kann nicht aufhören
Mir Gedanken zu machen
Zeit beginnt zu regnen
Wolken haben keine Angst
Vor dem Schmerz, den sie bereiten
Ängstlich meine Weise, zu atmen
Ich kann nicht sagen
Dass ich mich sehne nach einem weiteren Tag
Meinen Geist zu brechen
Verrückt, und ich kann sagen, wer gewinnt
Wünschte, dies wäre etwas
Was ich einfach ignorieren könnte
Nun, du weißt, was sie sagen
Verlorene Seelen sorgen dafür
Dass niemand seinen Weg verliert
Verletzte können es nicht ertragen
Andere in Schmerzen zu sehen
Oh, ich bin nun beides
Ich habe zu viel vor mir
Und ich rette all die anderen
Denn für mich ist es zu …
Nostalgischer Geist
Ich vermisse die Tage
An denen mein Herz nicht schmerzen würde
Und ich ertrinke
Zeit, Treibsand des Lebens
Wir leben nicht, um zu sterben
Jetzt versuche ich zu kämpfen
All die Lichter, die mich so geblendet haben
Als Autor, aber nicht als Schauspieler
Nein, ich lebe nicht mein eigenes Leben
Und ich hasse meine Gefühle
Ich bin überwältigt und erhitzt
Ich kann nicht sagen
Dass ich mich sehne nach einem weiteren Tag
Meinen Geist zu brechen
Verrückt, und ich kann sagen, wer gewinnt
Wünschte, dies wäre etwas
Was ich einfach ignorieren könnte
Nun, du weißt, was sie sagen
Verlorene Seelen sorgen dafür
Dass niemand seinen Weg verliert
Verletzte können es nicht ertragen
Andere in Schmerzen zu sehen
Oh, ich bin nun beides
Ich habe zu viel vor mir
Und ich rette all die anderen
Denn für mich ist es zu …
Nun, du weißt, was sie sagen
Verlorene Seelen sorgen dafür
Dass niemand seinen Weg verliert
Verletzte können es nicht ertragen
Andere in Schmerzen zu sehen
Oh, ich bin nun beides
Ich habe zu viel vor mir
Und ich rette all die anderen
Denn für mich ist es zu spät
Quelle https://lyricstranslate.com und https://www.lyricfind.com
mit umfangreichen Korrekturen von mir – ohne Gewähr…
Schlippschlapp71 hat absolut recht. Was für ein grottiges 2. Semi!!
Wer soll denn da an Österreich herankommen?
Es fällt mir sehr schwer überhaupt 10 Kandidaten für das Finale zu finden.
Finnland kann nicht getoppt werden. Von Mal zu Mal besser!!
ESC 2024 Helsinki!
Österreich ist gar nicht mal mein Favorit in diesem Semi, die zweite Hälfte ist insgesamt etwas besser.
Gegen Helsinki 2024 hätte ich aber auch nix einzuwenden.
Ich mag eigentlich nur Slowenien im 2. Semi wirklich, mit Abstrichen Litauen und Zypern.
Es klingt leider ziemlich „pseudoanspruchsvoll“, einem Sechzehnjährigen nehme ich diesen Text leider nicht ab – der aufgesetzte Akzent wurde auch schon erwähnt.
Woher wissen wir eigentlich, dass der Akzent „aufgesetzt“ ist? Vielleicht ist das ja der Akzent, mit dem er Englisch spricht. 🤔
Monnomann, dieses Jahr liegen wir aber so was von über Kreuz … Hoffentlich wir das 2024 wieder besser.
Du bist heute aber angefressen…. Ich finde zudem gar nicht, daß wir dermaßen über Kreuz liegen,
Bei mir kommen ganz klar Australien und Österreich und mit Abstrichen Albanien dazu, Zypern iat überraschenderweise auch in Ordnung
Schön, daß noch mehrere Fans Litauen mögen
ich bin nicht angefressen … nur anderer Meinung. 🙂 Ich hatte einen wunderschönen Ostersonntag im Garten meiner Cousine, und heute Abend geht es zu meinem Lieblingsitaliener. 🤤 Ich hoffe, dass Du auch schöne Osterfeiertage hast.
@Schlippschlapp71:
Ich schätze dich wirklich sehr und halte viel von dir. Aber bei dem Argument, dass man einem Sechzehnjährigen (m/w/d) solch einen Text nicht abnehmen kann, halte ich mal mit ehrlichem Humor, ohne dich oder eine andere Person lächerlich machen zu wollen sowie mit gebotener Zurückhaltung entgegen:
Bruce Springsteen ist alles aber nicht authentisch. Denn der Held der amerikanischen Arbeiterklasse hat noch nie Wasserrohrbrüche behoben oder Bremsscheiben bei Pickup-Trucks ausgewechselt. Bei BS kommt aber komischerweise niemenad auf die Idee ihm die Glaubwürdigkeit seiner Texte abzusprechen, obwohl er die Berfufserfahrungen eines jahrzehntelang anpackenden Malochers (m/w/d) definitiv nicht hat.
Warum ist das bei einem Sechzehnjährigen (m/w/d), der sich Gedanken über ein ernstes Thema macht so komplett anders ?
PS: Ich halte übrigens die Texte von Bruce Springsteen für authentisch, trotz nicht vorhandener Berufserfahrungen als anpackender Handwerker. Und nochmal: Ich möchte dich wirklich nicht bloßstellen oder lächerlich machen. 😀
Ich habe keine Ahnung, ob „What They Say“ von Victor Vernicos formelhaft ist und sich dem Massengeschmack anbiedert. Wahrscheinlich ist es einfach Victor Vernicos Geschmack. Er muss sich nicht krumm machen, um zu gefallen. Und für einen Sechzehnjährigen kommen sowohl der Song, als auch seine Stimme verdammt erwachsen rüber.
Ich finde den Song – im positivem Sinne – gar nicht mal so schlecht. Seine Performance könnte bei den Zuschauer (m/w/d) durchaus einen Mix zwischen dem Auslösen von Welpenschutzbedürfnis einerseits sowie irgendwie doch Anerkennung, dass Künstler und Song so erwachsen rüberkommen andererseits auslösen.
Unter’m Strich ein Wackelkandidat, bei dem ein Finaleinzug aber doch wahrscheinlicher ist als das Scheitern im Halbfinale.
Kluger Kommentar 👍
Vielen Dank / Thx / Grazie mille ! 😀
So ein Lied könnte man eigentlich eher von Dänemark als von Griechenland behaupten. Aber es gab ja schon in jüngerer Vergangenheit griechische Beiträge aus dieser Sparte.
Manche Länder haben explizit verboten, Demoversionen für den Vorentscheid einzureichen, Griechenland hingegen schickt eine zum ESC. Victor Vernicos macht mit diesem Lied wirklich den Eindruck, mit der Katze zu jagen, weil er keinen Hund hat, oder mit anderen Worten: alles wirkt hier improvisiert, hastig zusammengeschustert, als ob man nur einen Tag Zeit für die Komposition gehabt hätte. Was allerdings nicht bedeutet, dass dieses Lied unterirdisch wäre, so schlecht ist es nicht! Aber es bleibt so gut wie gar nichts hängen und dass das Lied irgendwann noch chaotischer wird und sich im Nirvana verliert, macht die Sache nicht besser. Das muss nicht unbedingt ins Finale!
@Jan Wehner: lol 😀
„… macht den Eindruck, mit der Katze zu jagen, weil er keinen Hund hat… “
So ein schönes Sprachbild! 🤗 🙂 🥰
Erstmal meinen Respekt a Victor mit 16 sowas zu machen. Leider holt er mich damit nicht ab. Der Song passt irgendwie zum Regenwetter im Video oder umgekehrt
Mich erinnert das Gesamtpaket an Roxen (Rumänien 2021)
Das war auch ein moderner Midtempo- Song, der etwas düster daherkommt.
Von einer jungen talentierten Sängerin/ Songwriterin.
Roxen hat aber leider die Bühnenpräsenz gefehlt, um den Song mit wenigen Höhepunkten (manche mögen auch radiotauglich dazu sagen) auch ins Finale zu bringen.
Mal sehen, ob Victor das besser hinbringt.
Alleine vom Musikvideo und den wenigen Live- Auftritten, die ich fand, würde ich das aber stark bezweifeln.
Ihm fehlt anscheinend auch die nötige Ausstrahlung, liegt natürlich auch am Alter und der fehlenden Erfahrung.
Sollte Griechenland nicht eine super Bühnenshow auf die Beine stellen, gehe ich vom Ausscheiden im Halbfinale aus.
Hm… vom Text her müsste mich der Song eigentlich mitnehmen, leider spricht mich weder die Stimme noch der Song wirklich an, holt mich einfach nicht ab. Aber, da der Song sehr persönlich ist, und ich es bewundernswert finde, dass man sich als junger Mensch schon so öffnet, wünsche ich ihm als Mensch viel Glück und alles Gute.🙂
Bin mir etwas unsicher, was die Finalqualifikation angeht. Auf der einen Seite kann der Song schon herausstechen, auf der anderen Seite weiss ich nicht, ob er genug Eindruck bei den Zuschauern hinterlassen kann.
Ich tippe trotzdem mal, dass es der Song (knapp) ins Finale schafft, dort wird er es aber eher nur ins hintere Mittelfeld schaffen.
Konstantinos Rigos ist für die Inszenierung des griechischen Wettbewerbstitels beim ESC zuständig:
https://eurovoix.com/2023/04/09/staging-details-what-they-say/
Griechenland hat einen Ruf zu verlieren!
Mal nicht Fokas? Also keine Kisten auf der Bühne.
„fast schon philosophisch“ bruahahaha! Das sind doch Platitüden der seichtesten Sorte, was hier zu einem Text vermanscht wurden.
Dein Kommentar ist ebenfalls eine Plattitüde! Wer sich über Songtexte beklagt, sollte einfach mal selber reinen verfassen!
Pack Dir dein „tu quoque“-Argument in die Jausenbox.
Der Text hat mit Philosophie soviel zu tun wie Andreas Gabalier mit Mozart. Das kann ich sagen, ohne Dir mein literarisches Werk vorzulegen.
Aber vielleicht schlägst Du das nächste Mal „Plattitüde“ nach, bevor Du es in einem Posting verwendest. Dann ist es weniger peinlich.
Ein Philosoph ist jemand, der sich mit den Fragen des Lebens beschäftigt.
Ich empfinde Sätze wie beispielsweise „Lost souls make sure no one loses their way“ (Verlorene Seelen sorgen dafür, dass sich niemand verirrt) und „Hurt ones can’t stand seeing others in pain“ (Verletzte können es nicht ertragen, andere leiden zu sehen) im Ansatz fast philosophisch, können zumindest zu einer philosophisch geprägten Diskussion anregen.
Einer der wenigen Songs in diesem Jahr, der sofort bei mir ankam. Victors Stimme ist großartig, und der Text spricht mich absolut an. Musikalisch ist es „nur“ okay, aber das reicht locker für meine Top 10 dieses Jahr.
Mich verwundert sehr, dass hier so viele Menschen der Ansicht sind, der Junge wäre nicht reif genug, um das Lied zu performen, welches er selbst geschrieben hat. Fühlen darf er es also, aber singen sollte es Herr Schulte? Erschließt sich mir nicht.
So wie schon den dänischen Jungen nehm ich auch das griechische Büblein gern unter meinen Schutz. Ich mag diesen unaufgeregten, unaufdringlichen Beitrag sehr. Würde ich mich am Televoting beteiligen, gingen alle meine Anrufe dieses Jahr an Griechenland.
Kleiner Hinweis an die Blogger: 🙂
Im Text heißt es: „I am both now I got too much on my plate“ – nicht ‚bold’…
er singt beides.
Ich hab mir grad nochmal das verlinkte offizielle Lied mit den Untertiteln angesehen, da kommt die Zeile „Oh I am both now I got too much on my plate“ dreimal vor, das Wort „bold“ hab ich nicht gesehen…
Zum Video hatte ich schon mal geschrieben
und da das Rumgezappel und -gefuchtel kritisiert, dazu noch diese ungeduldig-unwirschen Bewegungen gegen das Wasser, als ob der Sänger damit seine Verzweiflung über das Leid der Welt abreagieren würde. Für mich ist das Wasser ein missratenes Bild.
Nun ist das Video nicht die Bühne, und ich kann für Griechenland nur hoffen, dass das Team da einen besseren Weg findet, die Inhalte ans Publikum zu bringen.
Mit dem Text habe ich mich erst jetzt beschäftigt, und wenn sowohl Text als auch Musik von Victor Vernicos sind, dann hat er meinen vollen Respekt.
Warum er das auf englisch singt, erschließt sich mir allerdings nicht – ist leider die Mode der letzten Jahre und Jahrzehnte. Sein Akzent ist deutlich, das würde ich ihm aber nicht ankreiden. Was ich mich frage – wie kann ein 16jähriger, der kein native speaker ist, einen stimmigen englischen Text verfassen? Das frag ich mich bei ganz vielen anderen Songs auch, und ich denke, die haben alle native speakers „standby“, die das erst in eine brauchbare Sprachfassung bringen.
Die Stimme von Victor ist voll und sicher, ziemlich ähnlich wie die von Remo Forrer. Musikalisch habe ich gegen das Lied nichts einzuwenden, das ist solide, wenn auch kein high light. Bei einer guten performance erreicht das sicher das Finale und dort einen Platz im Bereich 15-20.
Grundsätzlich gefällt mir das Lied gut, aber ich muss sagen, dass es leider sehr schlecht strukturiert ist.
Eigentlich sollte ein Lied nach einem ersten, halb-kraftvollen Refrain aufbauen – aber zum zweiten Refrain passiert nichts großes, und danach… baut das Lied weiter ab!? Man wartet auf den Höhepunkt, während einem das Lied langsam aber sicher eine Absage erteilt.
Nachdem ich zuerst positiv vom Lied überrascht war, hat mich der weitere Verlauf enttäuscht. Schade, denn eigentlich ist die Komposition echt gut.
Wie im letzten Jahr: ein Absolutes Meisterwerk. Bravo Griechenland.
Wird natürlich von den Flachhörern nicht wahrgenommen. Da muss es schon billiges Tam-Tam wie bei der norwegischen Hummel sein.
Bernd, bitte Ironie in Anführungszeichen setzen. Das versteht sonst keiner.
Oh nein, ich meine es ernst. Und wenn ich nicht so müde vom Eiersuchen wäre, würde ich das auch ausführlich begründen
@Alki Bernd, ich hoffe die Eiersuche war erfolgreich, und es sind einige zusammengekommen.
@Gagy
Leider die vom letzten Jahr, was beim Aufschlagen und Salzdrüberstreuen nicht einen so schönen Effekt hatte 😉
Genau deshalb bin ich ja gegen solche alten Aufgüsse beim ESC wie aus Norwegen und Schweden heuer 😉
@Gaby
Ich meine natürlich @Gaby…
Einer der Beiträge dieses Jahr, die für mich am schwierigsten zu bewerten sind. Der Song trifft bei mir irgendeinen Nerv, jedenfalls mag ich ihn wirklich sehr. Und dann kommt da dieser letzte Teil, der die Immersion leider aufbricht. Da gehe ich komplett mit Manu d’accord. Seine Stimme kommt sehr geknödelt rüber, aber irgendwie finde ich das sympathisch. Man merkt, dass er sein Handwerk mit 16 Jahren schon gut versteht, aber noch nicht perfektioniert hat. Ich hoffe trotzdem, dass er möglichst viele und viele gute Erfahrungen mit dieser Teilnahme aufsammeln kann. Ich hoffe aber sehr, dass das ziemlich riskante Vorgehen Griechenlands wenigstens mit einem Finalplatz belohnt wird. Mal sehen, wie das live dann wirken wird, eine gute Startnummer hat er ja schon mal. Vielleicht sollte er aber ein bisschen weniger rumzappeln beim Singen…
Prognose: Halbfinale 10/16 (60%) -> Finale 21-26
Meinung: Platz 15/37 (7 Punkte), mit einem besseren Schlussteil wären bis zu 10 drin gewesen…
Ein Song der eigentlich nie richtig startet und einen mit einem pappigen 4/4 Beat bei der Stange hält. Dauernd wird das Tempo rausgenommen, was mich wahnsinnig aufregt. Zum Glück ist alles nach 3 Minuten vorbei. Bitte kein Finale, 2x schaff ich den Song nicht mehr.
Wie kann man das als Indie-Pop bezeichnen? Schlecht finde ich den Song nicht, man hätte ihn vielleicht nochmal überarbeiten oder einen anderen Produzenten drüberschauen lassen sollen. Leider ist auch seine Aussprache grausam, so hat das wenig Chancen.
Vorsich, gleich kommt wieder Matty mit seinen Online-Englischtests um die Ecke.
„(…) Gemeinsamkeit der Indie-Bands ist die Suche nach alternativen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten abseits des Mainstreams und ihr nicht-kommerzieller Ursprung.“
Genau das empfinde ich bei „What They Say“.
Ein schwacher Song,der in diesen Semi noch stark genug ist.
@elkracho
Ist wirklich ein ziemlich schwaches Semi, und die nächsten Songchecks werden auch nicht besser punktetechnisch aus meiner Sicht. 🙁
Das stimmt leider.
Da kommen noch zwei Bands und ne Sängerin,wo ich noxh was mit anfangen kann.
Den Rest brauche ich im Finale nicht wirklich.
Das Lied sagt mir nicht zu, ich empfinde es als schwach und langweilig.
Außerdem mag ich auch Victors Stimme nicht. Er kann singen, keine Frage, aber ich höre ihn ungern.
Falls es bisher noch nicht durchgängig durchgedrungen sein sollte, was Nils am späten Vormittag zu Timos Kommentar geäußert hat („Kluger Kommentar“):
O, MIT TIMO werden wir fast immer mit Klugem versorgt.
Und: Victor Vernicos sollte es klar ins Finale schaffen, klar doch.
Vielen lieben Dank / Thank’s a lot / Grazie mille ! 😀
@Wolfgang:
Lieber Wolfgang, möchte dein Kompliment insofern abschwächen, indem ich dich etwas korrigiere und sage, dass die Mehrzahl meiner Statements einfach nur mein Bauchgefühl bzw. meine Wunschvorstellungen sind. 😀
Zumindest wenn es um die Beurteilung der Künstler (m/w/d) mit ihren Songs geht.
Hier bin ich gespannt, wie die Griechen den Beitrag auf die Bühne bringen. Warum sollte ein junger Mann sich älter bewegen? Seine Stimme klingt spannend, ich mag den Song, der tatsächlich nur aus einem Stück besteht(das ist ja heuer eher selten 😉 ), er hat eine glaubwürdige Botschaft und möglicherweise klingt das Englisch eines dänisch-griechischen Teenagers genauso. Ich wünsche mir den Beitrag im Finale und bin da ganz guter Dinge, das es klappt, bei mir TOP 10.
Ich verstehe total, warum das Lied vielen nicht gefällt, ich denke aber es könnte im Mai für Überraschung sorgen und sogar mitunter gut abschneiden (wenn denn die Inszenierung und die Live-Stimme stimmen). Ich glaube das Lied hat Potenzial, viele Leute abzuholen. Mich selbst zähle ich da (unerwarteterweise) auch zu.
Schon beim Anhören bleibt fast nichts bei mir hängen, danach ist dann eigentlich alles weg.
Es gibt etliche Stimmen, die eine Überraschung prophezeien. Vielleicht hilft ein möglichst junges Abstimmungspublikum dabei?
Mir gefällt Griechenland als moderner Popsong sehr gut, tolle Stimme und cooler Sound. Die Struktur ist etwas schwierig, aber ich kann damit leben. Bin sehr gespannt, wie die Griechen das inszenieren und wie es dann rüberkommt. Ich glaube schon, dass Victor es ins Finale schafft, aber da wird Griechenland wohl eher nicht an die letzten beiden Jahre anknüpfen können.
Gesamt: 11/37
Semi: 4/16
Tipp: Platz 21-26
Hallo Frau Nachbar,
ich bezweifle, dass der dänische „Junge“ deinen Schutz verdient hat. Auch wenn Reiley wie ein 16-jähriger posiert, wird er im November 26 Jahre !
Theodor Andrei (18), Andrew Lambrou (24), Fast alle Jungs von Joker Out (23-24), Albin von der Familie Kelmendi (23), und im 1 Semi die Zwillinge aus Aze (22), sowie 2 Mitglieder der Band Sudden Lights aus Lettland (22/25). Alle jünger wie Reiley.
Bei Reiley handelt es sich um ein „Industry Plant“. Als er 2019 bei einem Major Label in UK unter Vertrag genommen wurde, haben diese gleich mal seine Biographie frisiert, um ihn als einen „Do-It-Yourself“ Künstler verkaufen zu können. Aus dem Geburtsjahr 1997 haben sie 2002 gemacht. Natürlich geht sowas nur wenn Reiley da mitspielt. Dieser Fake ist erst aufgeflogen, als man in Facebook einen post aus dem Jahre 2015 fand, wo eine Fahrschule auf den Faröer Inseln ihm zu seinem 18. Geburtstag gratuliert, mit einem Bild wo Reiley seinen Führerschein hoch hält.
Im Gegensatz zu Reiley ist Victor real. Er hat den Song bereits vor 2 Jahren, als 14-jähriger, geschrieben. Ein echter DIY-Künstler. Er lebt in London und geht auch dort zur Schule. Er versteht sich auch als Kosmopolit, dem die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nation nicht so wichtig ist. Damit repräsentiert er auch die europäische Jugend viel mehr als Reiley in seiner knallbunten Bonbon-Plastikwelt, die viel eher zu Asien passt, wo er 2021 in Korea viral ging.
12 Punkte von CY und DK sind wohl sicher. Aber auch so sehe ich Victor verdientermaßen sicher im Finale, dort allerdings eher im hinteren Mittelfeld. Bei mir 14/37.
Für Victor könnte es der Start in eine langjährige erfolgreiche Karriere sein, bei Reiley eher das Gegenteil.
Wow, ich bin wirklich beeindruckt von deinem auf Fakten basierendem Einwand, der übrigens sehr sachlich und neutral formuliert ist.
Toll / Great / Splendido ! 😀
Oh, dann muss ich den Dänen noch mehr in Schutz nehmen, wenn man ihn so zurechtschneidert. Ich bin ja auch kein Fan von Industrieprodukten, aber dieses schmeckt mir, aus welchem Grund auch immer, wirklich gut. Anders als im realen Leben achte ich beim ESC normalerweise nur auf das Produkt, das geliefert wird, es kümmert mich wenig woher es stammt, ob fair oder nachhaltig, homemade oder vom Fließband. Wahrscheinlich ist der ESC eine Art Eskapismus für mich, da darf mir ohne Ausnahme alles gefallen, da kommt das Wort pleasure auch ganz ohne guilty aus. Genauso wie ich nicht verstehe, wieso manche hier jeden Beitrag von vorne bis hinten durchanalysieren müssen, ist es mir auch komplett wurscht, welche Schulbildung, welches Managment oder welche Zahnärztin jemand hat. Im Gegenteil, mich stört es, wenn das Rundherum so hervorgehoben oder sogar gelobt wird – gerade weil mir klar ist, dass meistens alles nur Marketingstrategie ist. Lange Rede kurzer Sinn: Ob der Grieche beim Schreiben seines Songs 14 oder 6 Jahre alt war will ich eigentlich gar nicht wissen. (Aber schön, wenn es für dich oder andere Relevanz hat.) Und das dänische Liedchen hebt meine Stimmung, deshalb mag ich es. So einfach gestrickt bin ich, wenn es um den ESC geht.
Liebe Frau Nachbar, bittel bleib so wie du bist.
Die Tasache, dass der ein oder andere User aus der LGBTQ-Community das Bedürfnis hat die ESC-Songs auch mal analytisch oder wissenschaftlich durch zu bewerten liegt ein ganz klein bisschen auch daran, dass der Homosexuelle an und für sich von dem ein oder anderen Heterosexuellen als sehr oberflächlich wahrgenommen wird.
Okay, hier und da ist das wahrscheinlich auch so. 😀
Das Bedürfnis sich an unerwarteter Stelle mal anders zu zeigen, nimmt dann etwas überhand.
Und überhaupt: Für mich sind italienische Kunstcanzoni ausnahmslos italienische Kunstcanzoni – und zwar ganz ohne wissenschaftliche Analyse, sondern einfach aus dem Herz eines „emitionalen Italieners“ heraus. 😀
@Timo1986:
Wie hoch, denkst du, ist unter den hier im Blog kommentierenden der Anteil derer, die sich zur LGBTQ community zählen? Und siehst du wesentliche Unterschiede in der Beurteilung der ESC-Themen gegenüber denen, die sich nicht dieser community zugehörig fühlen?.
Hallo Frau Nachbar,
wie du selbst heute Mittag geschrieben hat, beteiligst du dich nicht am televoting. Ich dagegen schon. Oftmals mit mehreren Handys und Festnetz, maximale Anrufzahl. 20 bis 30 € sind da locker mal weg. Und da spielen neben dem Lied auch Sympathien für eine(n) Künstler(in) oder Band eine Rolle.
Ich möchte da niemand unterstützen, der im vornherein seine Fans verarscht. Der ein Babybild in TikTok postet mit dem Titel „2002 – so fing alles an“.
Das war 2019. Da war er schon 22, aber verkauft sich als 17-jähriger.
Junge Girls und sicher auch boys in Asien, vielleicht gerade mal 14 oder noch jünger verlieben sich in ihn. Haben Fantasien mit ihm. Und irgendwann erfahren sie dann, dass er in Wirklichkeit fast doppelt so alt ist wie sie selbst. Ein erwachsener Mann halt. Für manche sicher keine schöne Erfahrung.
Einen Finaleinzug Griechenlands kann man sicher nicht ausschließen. Ich finde die Nummer zu hektisch und langweilig. Also meins ist der Song nicht. Früher also so vor gut 15 Jahren gehörte Griechenland jährlich zu den Favoriten. Lang ist es her. Noch länger ist es her, als mir Griechenland sehr gut gefallen hat (1985,1989, 1991,1992, 1993 und 1997). Damals eines meiner Lieblingsländer.
Indeed, absolutely true, TOM (Thomas)! (… so auch wieder mal Signore TIM(o) zu deinen Ausführungen – totally >d’accord< from my point of view).
Deine jeweiligen Jahreszahlen zu GREECE zeugen auch mal wieder von umfassender Detailerinnerung und -kenntnis über das jährliche, länderspezifische GRAND PRIX-/ ESC-Geschehen, Monsieur ANDY! Kompliment.
Dürfte sich bei dem ausgesprochen schwachen feld im 2.semi locker fürs final qualifizieren dort aber jenseits der 20.klassieren.
Bei dem Song aus Griechenland bin ich unentschlossen. Da brauche ich einen Liveauftritt, um zu schauen, ob er bei mir ankommt.
Bitteschön:
Super😀👍Dank dir Matty,die Chancen für ihn steigen bei mir jetzt etwas
Auf YouTube gibt es einen Auftritt vom meet & greet vom ERT.
Irgendjemand schrieb, wäre besser vom Schulte gesungen worden… zum Glück nicht. Im Gegensatz zu dem kann Victor nämlich tatsächlich singen.
Das Lied selbst ist dröge und Komposition und Text finden nicht zueinander.
Das er nuschelt finde ich gut, dann versteht man wenigstens den kitschig peinlichen Text nicht. PHILOSOPHISCH… 🤣🤣🤣 selten so gelacht.
Der Quatsch geht hoffentlich unter und Victorchen darf erstmal noch komponieren und Texten üben. Singen kann er ja schon.
01/10
Wenn Michael Schulte nicht singen könnte, dann wäre er vor fünf Jahren beim ESC mit Sicherheit nicht Vierter geworden und wäre bei The Voice of Germany schon in den Auditions ausgeschieden!
Fake Shows wie Voice of Tralala gucke ich nicht und auf Platz 4 beim ESC landen auch „Interpreten“ die sogar noch schlechter singen als Schulte. Aber du hast natürlich wie immer recht und ich meine Ruh 🤣
2/37 mit 12 Punkten, Finale 11-15
ich tippe mal flott auf semiaus – ein gewisses beuteschema wird 2023 ja geradezu überproportional bedient.
wer da wohl auf der strecke bleibt?
„Stimme: 4/5 Punkten“ fußt auf was so ganz ohne bühnenpräsentation?
so gesehen müßte alika dann 6/5 bekommen! 😈
Ich verstehe nicht, was alle gegen sein Englisch haben. Ich meine mich zu erinnern, dass er in einem Interview mit Wiwibloggs gesagt hat, dass er Onlineunterricht an einer Schule in London hat, also kann sein Englisch ja nicht so schlecht sein. Ich kann es natürlich nicht 100%ig beurteilen, aber Nuscheln tut nicht nur er…….auch Muttersprachler*innen
Viele nuscheln, wenn allerdings ein Sänger beim ESC sing-nuschelt, dann ist das schon bissi blöde, isn’t it?
Stimmt schon, aber auch da ist er nicht der Einzige. Also ich habe bei What they say auf Anhieb mehr verstanden als bei vielen anderen Songs.
Stimmt schon, aber ich habe bei vielen anderen Songs auf Anhieb weniger verstehen können als bei „what they say“. Mag vielleicht aber auch daran liegen, dass das Englisch einfacher gehalten ist.
Er hat aber noch einiges an Zeit, um das zu verbessern, denke ich…
@olfi:
Antwort auf deine Fragen vom 10. April 2023 um 18:16 Uhr:
Also wie hoch der Anteil der queeren Community sowie der Heterosexuellen User hier auf ESCK ist, kann ich dir nicht sagen. Was ich dir aber sagen kann ist, dass nach einer Studie des Bundesarbeitsgerichtes in Erfurt der prozentuale Anteil der queeren Community, die sich an ihrem Arbeitsplatz NICHT geoutet haben vor wenigen Jahren noch bei 53,8 % lag. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die geouteten Personen der LGBTQ-Community, die ein Arbeitsverhältnis ausüben bei 46,2 % liegt.
Nach meinem Empfinden gehe ich persönlich aber davon aus, dass die Mehrheit hier auf ESCK der queeren Community angehört und diese User (m/w/d) in der Mehrheit auch geoutet sind.
Zum Kommunikationsstil der User (m/w/d) hier auf ESCK zum ESC und seinen Themen, Gerüchte und der damit verbundenen (heimlichen) Hoffnungen sehe ich allerdings keine gravierende Unterschiede zwischen der LGBTQ-Community und den Heterosexuellen.
Die Bereitschaft sich zu einem Thema zu äußern, ob oberflächlich oder ausführlich ist glaube ich auch von der Tagesform und dem Interesse zum Thema selbst abhängig.
Im übrigen habe ich in meiner Antwort zu Frau Nachbar auch nur von mir selbst gesprochen, nicht für die Allgemeinheit. Einfach deswegen, weil ich von ESCK niemanden persönlich kenne.
Danke! 🙂