Eurosong 2023 startet am Montag: Der Fahrplan & die Jury für die belgische ESC-Vorentscheidung

EBU – NATHAN REINDS

Schon am Samstag in einer Woche ist es soweit und wir werden den dritten Beitrag für den kommenden Eurovision Song Contest kennen. Belgien wählt nächsten Samstag nämlich seinen Beitrag für Liverpool aus. Noch steht aber gar nicht fest, welche Beiträge beim Eurosong 2023 überhaupt zur Auswahl stehen. Das wird allerdings bereits ab Montag in insgesamt fünf TV-Sendungen entschieden.

Jeder Act der belgischen Vorauswahl hat die Qual der Wahl: alle haben nämlich aktuell noch zwei Songs im Rennen, von dem sie jeweils nur einen im Finale am 14. Januar präsentieren dürfen. Um zu entscheiden, welcher das wird, perfomt jeder der sieben Acts seine zwei Beiträge – vor allen Teilnehmenden! – live. Anschließend geben die Eurosong-Künstler:innen ihre Meinung ab, welche Nummer besser für den Vorentscheid geeignet ist. Doch am Ende entscheidet der jeweilige Act selbst, welchen Song er im Eurosong-Finale präsentieren will. Wie genau diese Pre-Entscheidungs-Show aufgeteilt sind, hat der Sender VRT jetzt bekannt gegeben:

MONTAG, 09. Januar

Präsentation beider Songs von Loredana. Anschließend wählt sie ihren Wettbewerbssong aus.

DIENSTAG, 10. Januar

Präsentation beider Songs von Chérine. Anschließend wählt sie ihren Wettbewerbssong aus.

+ Hunter Falls singt einen seiner beiden Songs.

MITTWOCH, 11. Januar

Hunter Falls singt seinen zweiten Song. Anschließend wählt er seinen Wettbewerbssong aus.

+ Präsentation beider Songs von Ameerah. Anschließend wählt sie ihren Wettbewerbssong aus.

DONNERSTAG, 12. Januar

Präsentation beider Songs von Gala Dragot. Anschließend wählt sie ihren Wettbewerbssong aus.

+ Gustaph singt einen seiner beiden Songs.

FREITAG, 13. Januar

Gustaph singt seinen zweiten Song. Anschließend wählt er seinen Wettbewerbssong aus.

+ Präsentation beider Songs von The Starlings. Anschließend wählen sie ihren Wettbewerbssong aus.

Am Freitag kennen wir dann somit alle Beiträge des belgischen Vorentscheids 2023. Die fünf Entscheidungs-Shows werden jeweils um 19:45 Uhr auf Één zu verfolgen sein.

Eine Hälfte der Band The Starlings ist ESC-2010-Sänger Tom Dice. Gala Dragot kennen wir vom Finalabend des albanischen Vorentscheids, als sie als Gastact auftreten durfte – und leider Probleme mit dem Sound hatte. Sie trat während ihres Aufenthalts in Tirana zudem mehrmals im albanischen Fernsehen auf. Loredana hat in der Vergangenheit bereits versucht, Belgien beim ESC zu vertreten.

Auch die Jurymitglieder des Eurosong-Finales sind mittlerweile veröffentlicht worden. Während elf der Mitglieder im Hintergrund bleiben werden, sollen die vier bekanntesten in die Show involviert sein und auch ihre detailliere Meinung abgegeben. Die „sichtbare“ Jury besteht aus ESC-Gewinner Alexander Rybak, 2021-Moderatorin Nikkie De Jager aka Nikkie Tutorials und den ehemaligen belgischen Vertretern Laura Tesoro und Jérémie Makiese (Aufmacherfoto).

Zu den restlichen Mitgliedern der Expertenjury zählen beispielsweise die Delegationsleiterin des zweiten belgischen EBU-Senders RTBF, Leslie Cable, oder auch Ann Reymen vom Radio2. Zudem gibt man auch Fans ein Mitspracherecht, indem der Vorsitzende des belgischen OGAE-Clubs Stephane Monsieur in der Jury sitzen wird. Auch ein Pausenact wurde mittlerweile bestätigt: ESC-2019-Sieger Duncan Laurence wird im Eurosong-2023-Finale live auftreten.

Was hältst Du vom belgischen Auswahlprozess? Wen möchtest Du beim ESC in Liverpool sehen? Gib Deine Meinung gerne in den Kommentaren ab.


37 Kommentare

  1. Liebes ESC Kompakt-Team ich bin gerade auf die Website des Belgischen Fernsehens gegangen und da muss man sich ja anmelden, wenn man das Fernsehen anschauen möchte. Wird es dann für den VE frei geschaltet oder kann man sich den VE in Deutschland gar nicht bzw. ohne Anmeldung anschauen?

    Hier der Livestream, den man ohne Anmeldung nicht anschauen kann:

    https://www.vrt.be/vrtnu/livestream/video/een/

  2. Ich bin dankbar für dieses innovative Konzept. Ich hoffe, auch andere Sender trauen sich, mal von den gewohnten Auswahlverfahren abzuweichen und etwas Neues auszuprobieren.

  3. Also ich finde ehrlich gesagt die Art der Presentation chaotisch. Mal singt man einen Song, dann am nächsten Tag den anderen, dann beide am gleichen Tag … da dreht sich der Kopf! Dass man zwischen 2 Beiträgen wählen kann, ist zwar kein schlechtes Konzept, bedeutet aber auch, dass man nicht wirklich überzeugt ist. Warum nicht gleich einen Song präsentieren, dafür aber mehr Künstler? Ich sehe nicht wirklich den Sinn hinter dem Konzept. Mal abgesehen davon, dass die zugegebenermaßen sehr kurzen Snippets mir nicht die Haare vom Kopf weggefegt haben.

    • Genau dies wollte ich auch gerade schreiben, denn auch ich verstehe hier nicht so richtig die Idee von VRT dahinter, weshalb die meisten, wie z.B. Loredana und Chérine, ihre Songs jeweils an einem Tag singen, aber bei Hunter Falls und Gustaph die Songpräsentation auf je zwei Tage aufgeteilt ist.

      • Was habt ihr auch erwartet? Es sind fünf Tage für sieben Acts! Wie soll man das denn machen?

  4. Ich lehne das Auswahlverfahren Belgiens ab, denn die Wettbewerber werden sich gegenseitig den Titel auswählen, der ihnen in der Liveshow bei einem Sieg nicht in die Quere kommt!

  5. So kann man eine Vorentscheidung aufbläen und im Laufe der Woche in die Köpfe der Fernsehzuschauer und potenziellen Voter bringen.
    Die Empfehlungen aller Künstler für den Wettbewerbstitel der Konkurrenten ist im Grunde überflüssig, wenn der Kandidat am Ende selber entscheidet mit welchem Titel er antritt.😐

    • Das schwedische Musikfestivalen ist auch aufbläht wie sonst was. Und wird von vielen ESC-Fans geliebt ohne Ende. Dabei ist es im Grunde ziemlich armselig was zum Schluss herauskommt.

  6. Merkwürdiges Konzept: Sie singen zwei Songs, haben sich aber schon für einen Song entschieden, habe ich das richtig verstanden???
    Das Publikum darf wählen, welcher Song besser geeignet wäre, aber der Künstler/die Künstlerin entscheidet, welches Lied präsentiert wird? Wieso fragt man denn dann das Publikum?

    Ist mir zu hoch, sorry.

  7. Ich verstehe das Konzept auch nicht so recht, aber ich denke nicht, dass die Künstler sich untereinander absichtlich Steine in den Weg legen. Ich vermute, dass das Konzept etwas an „Sing meinen Song“ angelehnt ist, damit ein Bild von Harmonie und Wertschätzung entsteht. An sich keine schlechte Idee, nur funktioniert es für mich nicht bei einem Vorentscheid.

    Wobei ich natürlich jetzt nicht weiß, ob die Belgier Sing meinen Song haben und es dort erfolgreich ist, aber hier in DE und soweit ich weiß in den Niederlanden auch, ist es ja recht beliebt.

  8. Mir gefällt das belgische Konzept, ich glaube es nimmt den Druck etwas raus bei den Teilnehmern. Und im Gegensatz zu einer Jury ist die Beurteilung durch die anderen Künstler auf Augenhöhe.
    Die Finnen hatten den einzelnen UMK-Teilnehmern doch auch die Songs der anderen Bands/Sänger:innen vorgespielt und daraus ein Reaction-Video gebastelt, das war doch ganz amüsant.

  9. Neues aus Kroatien: Am Donnerstag der kommenden Woche, also 12. Januar 2023, werden die Wettbewerbstitel veröffentlicht und wir dürfen gespannt sein, ob das Land auch Qualität zeigt, damit endlich wieder beim ESC der Finaleinzug klappt!

  10. Mich interessiert dieses Antipasti-Format des belgischen Vorentscheids weniger. Und warum entscheiden sich die Künstler erst für ein Lied, nachdem sie 2 gesungen haben? Leiden die alle unter Entscheidungsschwäche? Oder ist das wie Probeliegen im Möbelhaus? So nach dem Motto: Mal schauen, was sich besser anfühlt … Die könnten ja auch einfach vorab und ohne unnötigen Firlezanz sagen: „Das ist das Lied, mit dem ich teilnehmen möchte.“ Oder sie könnten ja auch vorab und hinter verschlossenen Türen Freunden, Kollegen und Familie mehrere Lieder vorsingen, wenn das bei der Entscheidung hilft. Ich werde erst zum Finale einsteigen. Bin nächste Woche eh in Urlaub. 🙂

    Nennt mich altmodisch, aber mir sind die traditionellen Festivals mit 2 oder 4 Vorrunden und einem Finale am liebsten. Oder auch nur ein großes Finale ohne Vorrunde.

  11. Ich sehe das Konzept gar nicht so negativ bzw. kann mir vorstellen, dass es für Teilnehmer und TV-Sender funktioniert.

    Die Teilnehmer haben die Chance 2 Songs im TV zu spielen (was aus Marketing schön ist), können den anderen Teilnehmern gegenüber ihre Fachkompetenz beweisen und ihre Wertschätzung füreinander mitteilen (das wird garantiert eine Lobhudelei sondergleichen). Und am Ende können sie sich doch den Song auswählen, den sie von vorneherein im Kopf hatten. Außerdem werden diejenigen Teilnehmern mit bislang geringer TV-Erfahrung ein bisschen ruhiger in Bezug auf das große Finale (als ARD-Zuschauer weiß man, was dann passieren kann).

    Der TV-Sender bekommt viele Minuten Sendezeit innerhalb von einer Woche („Event-Programmierung“) sowie Spannungsbögen über die 2 Songs jedes Künstlers hinweg („Wofür entscheidet er sich denn?“) sowie über die komplette Woche („Die anderen Künstler will ich mir aber auch noch anschauen“). Und das ganze zu einem festen Sendetermin zur Primetime und zweimal mit einem Cliffhanger, weil schon ein Song gesungen wurde (was bei 7 Acts in 5 Shows halt so ist).

    Und wen das Vorgeplänkel überhaupt nicht interessiert, der kann halt auch beruhigt direkt zum Finale einschalten. Wie bei jedem anderen VE auch.

    Vielleicht ist das System am Ende auch totaler Mist, kann durchaus sein. Aber man findet es nur heraus, wenn man es ausprobiert.
    Ich hätte vor „Sing meinen Song“ auch gefragt, wofür man solch ein belangloses Konzept braucht. Aber die Tatsache, dass die Show immer noch läuft zeigt ja, dass die Idee wohl gut war.

    • Endlich mal jemand, der das Positive sucht, findet und betont. 👍

      Für mich ist das Festival di Sanremo das Non plus Ultra. Aber neue Showkonzepte sind nicht per se schlecht oder falsch.

    • So sehe ich das auch. Ich kann die ganzen Negativkommentare hier gar nicht verstehen. Für mich klingt das erst mal nach einem sehr interessanten Konzept. 👍 Und kompliziert finde ich es auch nicht.

  12. Aus Promo-Sicht ist das natürlich sowohl für die Künstler als auch für den Sender und damit den ESC genial. Alle können sich mit 2 Songs vorstellen; die anderen kommen auch zu Wort und beommen Facetime um PrimeTime rum. Dabei wird idealerweise auch eine gewisse Vorfreude erzeugt – bin gespannt, wie sich die Quoten im Laufe der 5 Tage entwickeln.

  13. 5 tage lang rumeiern…die spinnen,die belgier!
    da ich die belanglosen songausschnitte bereits gehört habe,wird das eine fröhliche 🥒🥒 schlacht.

  14. Och, warum nicht mal so ein Konzept ausprobieren. Mehr als langweilig kann es ja nicht werden. Und einen Song vor Pulikum vorstellen und die Reaktion desselben mitbekommen ist halt was anderes als ihn im Studio (vor weingen, in der Regel irgendwie involvierten Personen) einzusingen. Vielleicht haben die KünstlerInnen einen Song schon für sich ausgewählt und entscheiden sich dann um – oder auch nicht….
    Aber mal ’nen Versuch isses wert.
    In einer Woche kennen wir somit nicht nur den belgischen Beitrag, sondern wissen auch, ob das ein Konzept sein kann, das funktioniert.

  15. Von den Snippets her tendiere ich zu Ameerah (beide Songs, aber „The Carnival“ gefällt mir ein Stück besser) und zu Cherine („Ca m´ennuie pas“).

    Gala hat eine sehr interessante Stimme, aber momentan bin ich nicht so in Stimmung für düstere Sachen. The Starlings finde ich ziemlich langweilig, zudem schicken die Niederlande möglicherweise einen ganz ähnlichen Beitrag nach Liverpool.

    Ganz schwach in der Auswahl sind Loredana und Hunter Falls.

  16. wurde denn nun entschieden und was genau?
    da war doch was am montag oder nicht?
    sehe keinen gesonderten blogartikel dazu und hat das belgische TV nun geogeblockt und kaum einer konnte zuschauen?

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