ESC-Songcheck kompakt 2022 (33) – Belgien: „Miss You“ von Jérémie Makiese

Foto: eurovision.tv

Auch für den ESC 2022 setzte Belgien wieder auf einen internen Auswahlprozess. Ergebnis dessen ist der Beitrag „Miss You“ von Jérémie Makiese. Der 21-jährige Sänger und Fußballer wurde im September des vergangenen Jahres als Vertreter des Landes für Turin bekanntgegeben. Erst 2021 gewann er die belgische Ausgabe von „The Voice“.

Jérémie studiert Geologie und ist außerdem als Torwart beim Fußball aktiv – mittlerweile sogar beim Royal Excelsior Virton in der zweiten belgischen Liga. Über sein Interesse an einer ESC-Teilnahme war bereits im Juni 2021 berichtet worden. Aus „The Voice Belgique“, das er im letzten Jahr gewann, haben es auch schon Roberto Bellarosa, Loïc Nottet, Blanche und Eliot zum ESC geschafft.

Der Song

„Miss You“ ist eine soulige Ballade mit R’n’B-Anleihen. Herausstechend ist, dass die erste Strophe und der erste Refrain zunächst wie bei einer klassischen Ballade mit Orchester klingen, bevor dann zur zweiten Strophe der Beat einsetzt. Der Song verknüpft somit einen bondhaften Einstieg mit einer kontemporären, modernen Produktion. Geschrieben wurde „Miss You“ von Jérémie selbst gemeinsam mit BGRZ, Manon Romiti, Paul Ivory und Silvio Lisbonne.

Jérémie Makiese tritt mit „Miss You“ für Belgien auf Startposition 16 des zweiten Halbfinals des ESC 2022 am 12. Mai an.

Der Check

Song: 4/5 Punkten

Stimme: 4/5 Punkten

Darbietung: 3/5 Punkten

Instant Appeal: 4/5 Punkten

Benny: Ein richtig starker Beitrag aus Belgien. Ich mag sowohl den ruhigen Beginn, als auch die Justin-Timberlake-Reminiszenzen später – vielleicht falle ich da altersmäßig genau in die Zielgruppe. Und wow, was für eine Stimme. 10 Punkte.

Berenike: Ich kann den belgischen Beitrag schwer einordnen. Jérémie hat eine sehr vielseitige und interessante Stimme und ich finde auch den Songaufbau interessant, weil er nicht dem klassischen Schema folgt. Trotzdem finde ich nicht so recht einen Zugang, was vielleicht auch daran liegt, dass R&B nicht so meins ist. Von mir deshalb nur 4 Punkte, von den Jurys sollte er aber deutlich mehr einsammeln, das wirkt wie ganz klassisches Juryfutter.

Douze Points: Ein Sänger mit einer tollen Stimme und Tanztalent – und am Ende kommt einfach nichts bei rum, was mich begeistern will. Der Auftakt ist noch schön und macht Lust auf den Refrain, der dann aber ziemlich verpufft. Auch die zweite Strophe ist für mich zu lahm. In der Brücke schöpfe ich nochmal Hoffnung, aber der Refrain, der mir in seiner ständigen Wiederholung einfach nur auf die Nerven geht, macht wieder alles kaputt. 5 Punkte.

Flo: „Miss You“ beginnt inzwischen fast typisch für belgische ESC-Beiträge mystisch im Bond-Theme. Doch mit der zweiten Strophe wird aus dem als Ballade beginnenden Song kontemporärer Elektropop. Vor allem Jérémies Stimmfarbe passt gut zu dem Song, der immer wieder neue Elemente einbaut und dennoch ein rundes Gesamtpaket bildet. Ich hoffe, dass die Nummer in Turin gut auf der Bühne umgesetzt wird, dann könnte es nach dem eher mittelmäßigem Abschneiden im Finale in Rotterdam (zu Unrecht!) wieder weiter nach oben gehen. 7 Punkte.

Manu: Es gibt sie in jedem Jahr, diese eine Nummer, die im Stil eines James Bond-Liedes daherkommt. Dieses Jahr kommt sie nun aus Belgien und wird immerhin nur in der ersten Minute zur Bond-Hommage. Mit Beginn der zweiten Strophe machen die eingesetzten Streicher einem 15 Jahre alten R&B-Beat Platz und gesellen sich mit dem später einsetzenden Backgroundchor in den Hintergrund. Und auch wenn Jérémie im Refrain durchaus durchklingen lässt, singen zu können, plätschert sein „Miss You“ fast ohne weitere Auffälligkeiten unaufgeregt dahin. Atmosphärisch erinnert mich das an „Cry Me A River“ von Justin Timberlake, allerdings ohne so zwingend dargebracht zu werden. Hier hätte ein interessanterer Timbaland-Beat und etwas weniger „Stimme-hochziehen“ im Refrain noch einiges rausholen können. So jedoch plätschert es für mich in die Mittelmäßigkeit – wobei ich allerdings hoffe, dass der Liveauftritt noch Boden gut machen kann. 5 Punkte.

Max: Ich bin ja Fan von James-Bond-Sounds, da bin ich immer für zu haben. Die Melodie von „Miss you“ gefällt mir auch ganz gut, nur leider entwickelt sich das Lied in Richtung Boyband der frühen 2000er – und da steige ich leider wieder aus. Schade, denn Belgien wusste in den vergangenen Jahren, wie man mit kantigen Songs gute Ergebnisse einfahren kann. Da hilft auch nicht die Optik von Jérémie Makiese, ich glaube das wird sehr, sehr knapp mit einem Finaleinzug. 5 Punkte gibt es dennoch von mir.

Peter: Und noch eine Ballade des Jahrgangs ’22 in englischer Sprache, in der der verzweifelte Künstler mit einer unerwiderten Liebe hadert. Das könnte von überall her und nirgendwo kommt. Klar, das ist klasse produziert, aber der Song setzt sich nicht vom Wettbewerb ab. Jérémie ist eine starke Persönlichkeit, sein Auftritt und seine Inszenierung müssen dafür sorgen, dass es fürs Finale reicht. Drauf hat er es, er hat eine der besten und variantenreichsten Stimmen im diesjährigen Wettbewerb und eine starke Ausstrahlung. 7 Punkte 

Rick: Ich hatte mir so sehr gewünscht, dass Jérémie französisch singt. Das war wohl nix – jedoch mag ich seine Nummer trotzdem irgendwie. Die Produktion ist zeitgemäß und klingt nicht nach einem typischen ESC-Produkt. Die R’n’B-Einflüsse gefallen mir; vor allem weil man am Anfang des Songs was ganz anderes erwartet. Aber trotzdem fehlt mir etwas, um den Song wirklich weit oben im Ranking zu haben. Vielleicht kann die Performance den letzten Feinschliff geben? Momentan sind es gute 5 Punkte von mir.

Gesamtpunktzahl: 48/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Titel“ auf Platz 16 von 40.

Wie schneidet der belgische Beitrag "Miss You" von Jérémie Makiese ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta
(21) Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli
(22) Georgien: „Lock Me In“ von Circus Mircus
(23) Malta: „I Am What I Am“ von Emma Muscat
(24) San Marino: „Stripper“ von Achille Lauro
(25) Australien: „Not The Same“ von Sheldon Riley
(26) Zypern: „Ela“ von Andromache

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(27) Irland: „That’s Rich“ von Brooke
(28) Nordmazedonien: „Circles“ von Andrea
(29) Estland: „Hope“ von Stefan
(30) Rumänien: „Llámame“ von WRS
(31) Polen: „River“ von Ochman
(32) Montenegro: „Breathe“ von Vladana


59 Kommentare

  1. Wohl eher Qualifikant, im Finale aber nicht besser als Platz 16.

    R´m´B ist eh schon musikalisch nicht mein Ding, zudem sagt mir die Stimme den jungen Mannes wenig zu. Wird aber vor allem den Juries gefallen.

    Am interessantesten ist noch einer der Tänzer im Video.

    Ich werte mit 3,5 von 12 Punkten

  2. Zweites Semi – unterdurchschnittliches Niveau….

    Serbien 11/12
    Finnland 8,5/12
    Zypern 8/12
    Georgien 7/12
    Polen 6,5/12
    San Marino 6/10
    Rumänien 4/12
    Belgien 3,5/12
    Aserbaidschan 3/12
    Nordmazedonien 3/12
    Australien 2,5/12
    Irland 2/12
    Israel 1,5/12
    Malta 1/12
    Montenegro 1/12

  3. Das mag ich eigentlich ganz gerne. Ich würde mir wünschen, dass Belgien ins Finale einzieht, und dort würde ich den Song ins vordere Mittelfeld tippen.

    • Geht mir genauso @Gaby
      Neben Jeremies starker Stimme ist vor allem der Übergang zwischen „mysteriösem James Bond-Part“ und „souligem R&B-Michael Jackson-Gedächtnis-Part “ gut gelungen. Nach etlichen Jahren endlich mal wieder ein belgischer Beitrag, der mir gefällt. Mit dem Finale sollte es eigentlich klappen.
      Von mir gibt’s 8 Punkte, Platz 8.

  4. Ein Song, der aktuell und zeitgemäß klingt. Findet man ja beim ESC nicht so häufig. Gehört für mich auf jeden Fall zu den stärkeren Beiträgen in diesem Jahr.
    Kommt sicher ins Finale und landet dort dann im Mittelfeld. In meinem Rnking ist Belgien auf Platz 6.
    8/10

  5. Der Song haut mich nicht vom Hocker, aber Jeremie Makiese kommt live richtig gut rüber. Deshalb sehe ich Belgien im Finale auf der linken Seite des Tableaus.

  6. Ich denke wird sich qualifizieren da 2 Semifinale ist ja nichts gescheites außer :

    Schweden
    Finland
    Polen
    Australien
    Vielleicht Rumänien wegen Tanz Laune 😄
    sonst finde nur Schrott

  7. Schöner moderner R’n B-Song trifft gute dazu passende Stimme.
    Wenn Jérémie das in Turin so auf die Bühne bringt wäre das schon toll, denn dem Song geht ein richtiger Höhepunkt verlustig.
    Von den anderen Balladen im zweiten Semi setzt es sich ein wenig wegen dem moderneren Gewand aber schon ab.
    Ich vergebe 7,5 von 10 Punkten und mit Platz 14 insgesamt und Platz 6 im zweiten Semi würde ich Belgien gerne im Finale sehen.
    Dennoch gehört Jérémie für mich zu den Wackelkandidaten, für den es am Ende aber knapp reichen mag. Einmal im Finale, wird er auch nicht ganz hinten, sondern eher im schwächeren Mittelfeld landen. Mehr ist aus meiner Sicht in diesem Balladenlastigen Jahr einfach nicht drin.

  8. Das ist eigentlich nicht meine Musik, aber Jeremie kann mich überzeugen. Wie b. e., erzeugt das Lied wesentlich mehr Spannung als der deutsche Beitrag. Auf mich wirkt das alles sehr professionell. 07/10

  9. Schon alleine der Anfang sollte das Lied in höhere Gefilde brigen. Auch der Refrain ist sehr gefällig, natürlich ist das Video etwas anmaßend, eine rote Lederjacke als Schwarzer unter Tänzern ist nunmal klar besetzt. Bin überrascht, dass der weichgespülte US-Pop hier so schlecht ankommt. Soll der ganze ESC aus Eurodance bestehen?
    Aber auch ich sehe hier die Schwäche des Liedes, die Stimme dürfte für mich ruhig rauer und aggresiver klingen, dann könnte er auch die vielen Wiederholungen interessanter gestalten.

    • US-gestylter Pop bei einer europäischen Veranstaltung ist halt nicht jedermanns Sache. Zudem ist die einzige Alternative wahrlich nicht nur Eurodance. Was sind denn bitte Frankreich, Italien, Ukraine, Serbien, Niederlande ? Nichts von alledem…

  10. Für mich der langweiligste Beitrag des Jahres und Spitzenreiter in der von italojeck „Atmosphärisch schön, melodisch lahm“ beschriebenen Kategorie

  11. Jaja, die Belgier und ihre Bondnummern! Dazu noch eine Melodie, die mir an manchen Stellen sehr bekannt vorkommt (irgendetwas von Michael Jackson vielleicht?). Aber dennoch eine der besseren Sachen in diesem Jahr mit einer Menge Potenzial! Sogar Top 10 im Finale nicht ausgeschlossen! Viel besser kriegen das die britischen und amerikanischen Profis auch nicht hin. Wenn er tatsächlich so singt wie sich das hier anhört, dann wird sein Auftritt toll rüberkommen. Ich weiß immer noch nicht, wie Hooverphonic im letzten Jahr ins Finale gekommen sind, aber dieses Jahr ist es anders: ein Aus im Halbfinale wäre ein kleiner Schock!

  12. Das einzige was ich zu diesem Song beanstanden muss ist das er nicht französisch singt. Gab es eigentlich einen ESC wo null französisch gesungen wurde? Das ist fast ein Skandal wenn es nicht mit Bretonisch einen französischen “Dialekt” gäbe.

    • Nur mal in Zahlen aufgeschrieben: wir haben dieses Jahr 25 Song nur in englisch. 7 Songs in Landessprache und englisch. Das sind zusammen 32 Songs mit englischer Sprache.
      Lediglich nur 8 Songs in reiner Landessprache wobei das serbische Lied noch etwas Latein dabei hat

      • Es hätten mehr sein können, in der Tat. Ich bin aber dennoch recht zufrieden. Zumindest freut es mich sehr, daß der niederländische Beitrag so gut ankommt – das könnte bei einem Achtungserfolg vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl für Deutschland sein..

      • Da stimme ich dir gern zu, ich würde mich sehr über einen Song in deutscher Sprache freuen. Und der Vollständigkeit halber. 4 Songs in englisch müssen natürlich auch zu den Landessprachen gezählt werden

      • Hmpf. In Anbetracht des Vorjahresergebnisses ist das der eigentliche Skandal. Ich wünsche mir, dass dieses Jahr irgendwas Nichtenglisches gewinnt. Irgendwann werden sie es hoffentlich lernen…

      • Wenn die anderen Lieder wenigstens tatsächlich in englischer Sprache wären und nicht in der Mehrzahl in den Sprachen Ich-Tu-So-Als-Wär-Ich-Englisch oder Meine-Ungefähre-Vorstellung-Von-Der-Englischen-Sprache … dann wäre schon viel gewonnen.

    • AhEM! Also, französischer Dialekt – da muss ich aber mal entschieden widersprechen! Das ist eine komplett andere Sprachfamilie. Das ist so, wie wenn Du sagen würdest, sorbisch wäre ein deutscher Dialekt. Und ja, es gab schon mal einen ESC ohne französisch, nämlich 2008. 2011 war bis auf ein paar Wörtchen aus Litauen auch kaum was drin.

      • Tamara deshalb hab ich das Dialekt in Anführungszeichen gesetzt. Mir ist natürlich klar das Bretonisch viel mehr als ein Dialekt ist. 😉

      • @ toggie

        Da stimme ich Dir zu ! Mein absolut nicht ESC-affiner Freund (Englischlehrer) mag übrigens „Spaceman“ und meint, daß wäre mal zur Abwechslung schönes Englisch.

        Bei einigen Teilnehmern tut das in der Tat weh..

      • @Tamara

        Das stimmt leider nicht so ganz, der Beitrag Frankreichs 2008 enthielt tatsächlich zwei kurze Zeilen auf Französisch.

        Hier bitte:

        http://www.diggiloo.net/?2008fr

        Ist wirklich nicht viel, aber dennoch gab es 2008 einen Krümel Französisch. 😉

  13. Für mich ein sicherer Finalkandidat. Wenn bei mir auch immer mehr ein großes Zittern dabei ist. Um den Sieg wird er zwar nicht mitspielen. Aber eine sichere sehr hohe Platzierung zwischen Platz zwei und 8 sehe ich als realistisch.

    Für mich der erste Teilnehmer aus Belgien, der stimmlich, tänzerisch, mit seiner hübschen Optik sowie seinem höflichem – ja fast schon schüchternem – Wesen locker mit Loic Nottet mithalten kann.

    Interessant finde ich wie viele Forumsteilnehmer (m/w/d) den Song mit seinem Intro anfänglich als James-Bond-esque wahrnehmen. Als ich „Miss you“ zum ersten Mal gehört habe, dachte ich in der Song-Eröffnung zuerst an einen Adele-Style.

  14. Für mich einer der langweiligsten Titel dieses Jahr , aber Finale wird es wohl schon gehen . Einige Leute und die Jury wird das wohl toll finden .

  15. Ich mag die Strophe, vor allem im ersten, streicherdominierten Teil, ich mag die Bridge, den Backgroundchor und seine Stimme. Aber den Refrain mag ich nicht, die Art und Weise wie er das „now“ singt (ich vermute mal, das ist es auch, was Manu mit „Stimme hochziehen“ im Refrain meint), vor allem das zweite der „now“s, finde ich schrecklich, weshalb das Lied letztendlich doch wieder in meine Bottom Group abgerutscht ist.

    • Geht mir genauso.
      Dieses lang- und hochgezogene „now“ ist der Grund, dass ich den ansonst gut gemachten Song mittlerweile nur noch als nervig empfinde.
      Hatte gehofft, dass es live nicht so ausgeprägt sein wird, aber da war doch eher das Gegenteil der Fall.
      Scheint so, als ob Jeremie gerade auf diesen überdramatisierten Refrain großen Wert legt.

      Diese Stimmakrobatik wird vermutlich auch bei der Jury (sehr) gut ankommen.
      Deswegen mache ich mir über den Finaleinzug keine Gedanken, dort wird es vermutlich knapp nicht für die Top10 reichen.

  16. Mir gefällt’s gut, aber um die breite Masse zu überzeugen, fehlt dem Song einfach das gewisse Etwas. Wenn Belgien ins Finale kommt (wovon ich eigentlich ausgehe, es könnte im Semi aber auch Platz 11 oder 12 werden), wird dort dann vom Televoting nicht allzu viel kommen, wohl aber doch ein bisschen mehr als letztes Jahr.
    Allerdings müsste auch inszenatorisch ein bisschen was geboten werden.

  17. Der Stil ist nicht meins und gerade deshalb wünsche ich dem Song die Qualifikation, damit es im Finale vielseitig zugeht. Unter all den Herz-Schmerz-Balladen männlicher Sänger sticht diese wegen des R´nB heraus und ich denke, dass der Song sehr auf die Bühne gebracht wird.

  18. Puh, schwierige Kiste. Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass das ins Finale kommt, aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto unsicherer werde ich. Natürlich ist Jeremy ein toller Sänger, aber das sind andere insbesondere in diesem Semi auch, damit allein gewinnt man keinen Blumentopf. Hier kann auch bei der Inszenierung verdammt viel schiefgehen. Ich würde mich, wie gesagt nicht wundern, wenn das der Schock-NQ des zweiten Semis wird. Dennoch drücke ich die Daumen!

  19. Gehört für mich zu den erträglichen Songs in diesem Jahr. Gute Stimme. Aber insgesamt auch nix weltbewegendes. Finalteilnahme möglich.

  20. Leider auch nicht so meins. Fängt sehr bondartig an, entwickelt sich dann aber in eine durchschnittliche R&B-Nummer aus dem Jahr 2010 ungefähr, und da dies nicht so meine Musikrichtung ist kann ich daher leider nicht viel mit anfangen. 🙁

    Seine Stimme ist zwar nicht schlecht, aber mir ist das ganze irgendwie zu gewollt auf amerikanisch getrimmt.

    Wird dank der Stimmakrobatik liebenden Jurys wohl ins Finale kommen und gut bepunktet werden, die Zuschauer werden dafür aber eher wenig übrig haben, sodass er dann irgendwie zwischen Platz 11-15 landen wird, ein schlechteres Ergebnis würde mich aber auch nicht überraschen.

  21. Tolle Stimme und ein interessanter Song mit sehr eingängigem Refrain. Die Jurys werden es lieben, im Televoting könnte Belgien aber Probleme bekommen. Ich tippe dennoch auf einen Mittelfeldplatz im Finale.

  22. Für mich ein Song, der mir im ersten Teil überhaupt nichts gibt, dafür aber nach dem ersten Refrain umso mehr. Schade, wenn es anderen ähnlich geht, wer weiß, ob sie dafür anrufen? Gut und gerne 11-15. Platz für mich, wenn das Intro besser gelungen wäre, evtl. noch besserer Platz.

  23. Lässt sich ganz gut hören.
    Viel mir letztens auf,als ich auf dem Heimweg diesen Song im Radio(belg.Sender Q-Music) hörte.
    Der strahlende Sonnenschein hat sicher auch was dazu beigetragen.
    Also radiotauglich können die Belgier auch.
    EIngentlich ein Song,der für mich ins Finale gehört.
    Auch wegen der anderen Grausamkeiten in Semi 2.

    Aber auch für mich ein Wackelkandidat.
    Die Videos von den Pre-Party’s konnten mich nicht so überzeugen.
    Wobei mir Madrid noch am besten gefiel.
    Hab so das Gefühl,das er selber mit den Song nicht richtig warm wird.
    Und stimmlich finde ich ihn auch nicht so pralle.
    DIe hohen Töne hören sich nicht angenehm an.

    Aber mein Bauchgefühl sagt,er kommt weiter.

    Liebe Nachbarn,enttäuscht mich nicht.

    • @ elkracho:

      „Hab so das Gefühl,das er selber mit den Song nicht richtig warm wird“

      Jeremie Makiese hat den Song gemeinsam mit anderen Personen den Song „Miss you“ komponiert. Vielleicht fehlt ihm auf Grund seiner tendenziellen Schüchternheit einfach der gewisse Schuss extrovertiertes Verhalten, um dich zu überzeugen.

      Mich jedenfalls hat Jeremie Makiese mit seinem Song total geflasht !

  24. Finde diese Art von R’n’B generell sehr eintönig und langweilig, daher hat es Belgien bei mir dieses Jahr schwer.

  25. Der Anfang des Liedes und auch die Brige find ich echt gut, leider ist der Refrain und vor allem das langezogene „now“ einfach nur nervig (da gehts mir wie Thomas M.) – für mich so nervig, dass ich mir das nicht mal schönhören kann…

  26. Der Belgier hat die beste Stimme des Jahrgangs, schon deshalb möchte ich ihn gerne im Finale sehen. Und der Song ist auch gut, also was will man mehr.

  27. Das ist eines dieser Lieder, das live viel mehr gewinnt und aus dem man was machen kann. Das Video ist leider ziemlich missglückt und taugt auch als Michael-Jackson-Reminiszenz recht wenig. Nur ist es für meine Begriffe von der Instrumentalisierung zu flach, auch die Drums müssten mehr knallen, um die Dramatik zu erhöhen. Wenn dann auch die allseits berühmte „Performance“ stimmt, könnte das zur angenehmen Überraschung werden.

  28. Bin mal gespannt, wie sie es auf die Bühne bringen. Belgien hat da ja auch eine wechselhafte Erfolgsgeschichte, was das Staging betrifft. Bei Sennek waren zum Beispiel Anfang und Ende sehr gut inszeniert, aber dazwischen war halt absolut keine Idee erkennbar. Ich drücke jedenfalls die Daumen, weil der Song momentan n meinen Top Ten des Jahres ist. Rechnen tue ich allerdings nur mit einem Platz im hinteren Mittelfeld im Finale.

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