Eurostream 2020: Island liegt auch bei den kleineren ESC-Fanmedien ganz vorne

Eurostream 2020 ESC Eurovision

Nach der Absage des Eurovision Song Contest 2020 haben sich zahlreiche kleinere ESC-Fanseiten und -Podcasts zusammengeschlossen, um einen alternativen Wettbewerb zu organisieren. Am Ende firmierte das Projekt unter dem Namen „Eurostream 2020“ und wurde klassisch in zwei Halbfinals und einem Finale ausgetragen (ebenso wie unser ESC kompakt ESC also). Insgesamt waren zwanzig Fanmedien an der Durchführung und Organisation des Wettbewerbs beteiligt:

  • 12 Points From America
  • Aussievision
  • Ding-a-Dong Podcast
  • ESCDaily
  • escgo!
  • ESC Insight
  • ESCKAZ
  • ESC Nation
  • ESC Plus
  • ESCplus España
  • EuroVisionary
  • Eurovision Union
  • Eurovision Universe
  • evrovizija.rs / ESC Serbia
  • ScoreWIZ
  • Songfestival.be
  • Songfestivalforum.nl
  • Songfestivalweblog.nl
  • The EuroWhat? Podcast
  • XAZ

Am gestrigen Samstag fand das große Finale statt. Das Ergebnis wurde zu 50% von nationalen Jurys aus einer variablen Anzahl an ehemaligen ESC-Teilnehmern und ESC-Experten bestimmt (die deutsche Jury etwa bestand mit Irving „Dr. Eurovision“ Wolther lediglich aus einer Person). Die anderen 50% der Punkte kamen von Online-Votern aus der ganzen Welt.

Ganz nach vorne haben es wie schon in diversen anderen Votings (nachzulesen etwa hier und hier) Daði Freyr und Gagnamagnið aus Island geschafft. Auf Platz 2 und 3 folgen mit „On Fire“ aus Litauen und „UNO“ aus Russland ebenfalls zwei schnelle und fröhliche Beiträge. Die bestplatzierte Ballade kommt von – Überraschung! – Hooverphonic aus Belgien und liegt auf Platz 5.

Auch alle DACH-Länder waren im Finale vertreten und haben teilweise ganz gut abgeschnitten. Die Schweiz konnte sich auf Rang 8 platzieren, Deutschland erreichte Platz 12 und Österreich vermied mit Position 19 immerhin eine Platzierung in den 20ern.

Das komplette Gesamtergebnis sieht so aus:

  1. Island (434 Punkte)
  2. Litauen (303)
  3. Russland (287)
  4. Schweden (280)
  5. Belgien (278)
  6. Malta (273)
  7. Italien (268)
  8. Schweiz (267)
  9. Bulgarien (256)
  10. Aserbaidschan (203)
  11. Georgien (202)
  12. Deutschland (185)
  13. Niederlande (176)
  14. Rumänien (167)
  15. Norwegen (158)
  16. Frankreich (146)
  17. Griechenland (142)
  18. Dänemark (119)
  19. Österreich (95)
  20. Spanien (87)
  21. Australien (82)
  22. Großbritannien (75)
  23. Serbien (72)
  24. Armenien (70)
  25. Israel (67)
  26. Albanien (64)

Was sagt Ihr zu diesem Ergebnis und was sind für Euch die größten Überraschungen?


14 Kommentare

  1. Leider auch hier die Ukraine nicht weiter trotz Voting meinerseits, dafür aber die komplette Big 5, wenn das mal kein Wunder ist bei dem Einzugsbereich der Voter

  2. Belgien ist auf jeden Fall die große Überraschung und wenn man sich einmal die Finalisten anschaut, dann hätte ich Albanien und Österreich darin nicht erwartet, sondern die Ukraine und Tschechien. Die Schweiz, Rumänien, Bulgarien und unseren Beitrag hätte ich höher platziert gesehen und folgendes Resultat zur Folge hätte:

    01. Island
    02. Litauen
    03. Schweiz
    04. Bulgarien
    05. Deutschland
    06. Rußland
    07. Malta
    08. Rumänien
    09. Italien
    10. Aserbaidschan

  3. Belgien Platz 5😍.
    Platz 12 für Deutschland hätte ich mir auch in Rotterdam vorstellen können, klingt realistisch für mich🙂.

  4. Im Artikel von Benny steht u.a. (Zitat) „…das Ergebnis wurde zu 50% von nationalen Jurys aus einer variablen Anzahl an ehemaligen ESC-Teilnehmern und ESC-Experten bestimmt (die deutsche Jury etwa bestand mit Irving „Dr. Eurovision“ Wolther lediglich aus einer Person)…“.

    Und diese e i n e Person war ausgerechnet er…ach du liebe Güte. Ohne Worte, echt, ohne Worte.

  5. Diese Spekulationen nerven!
    Als ob…wenn…dann hätte…bla bla bla
    Irgendwie dreht man sich im Kreis und alles bleibt so wie man es sich wünscht.

  6. @Benny Das russische Titel heißt „UNO“ und nicht „One“. 🙂
    Ansonsten ist das Ergebnis im Großen und Ganzen zu erwarten gewesen.

  7. @Benny: Der russische Beitrag heißt doch „Uno“ und nicht „One“. 🙂
    Ansonsten ist es das zu erwartende Ergebnis geworden.

  8. Soweit keine Überraschungen und Island überall vorn, selbst wenn der Song nicht der Riesenburner ist. Mittlerweile ist auch gesichert, dass dem NDR ein vergleichbares Komplettpaket angeboten wurde, das Gerücht geisterte bei uns schon lange durch die Szene. Dem Vernehmen nach nur komplexer und weitaus spektakulärer und angeblich mit möglicher prominenter Besetzung. Wurde wohl mit einer saudepperten Begründung abgelehnt, jeder darf einmal raten von wem…

      • Tja, leider wurde aus dem Nähkästchen bisher nur zurückhaltend en détail geplaudert. Dem Vernehmen nach hat der Act viele Väter, sprich: Autoren, die sich viel Zeit genommen haben müssen, eine perfekte und/aber sehr aufwändige Umsetzung für einen ESC-kompatiblen Song auszuarbeiten, incl. Wunschbesetzung. Ausgelegt als m/w Duett muss mindestens eine Person davon sehr prominent sein. Man sprach von noch reichlich zu leistender Überzeugungsarbeit, was mir etwas unverständlich ist, denn die Nummer scheint hier durch zu sein. Der Junges-Talent-singt-zeitgenössischen-Popsong Schiene plus Verkopfungskonzept des NDR sei dank.

        Bestätigt wurde mir das glaubwürdig von zwei Quellen. Beide eint, dass hinter ihnen geerdete Menschen mit einem ganzheitlichen Blick auf die Kunst (Theater bzw. Musik) und vorhandener ESC-Affinität stecken und sie durchaus ins Schwärmen gerieten. Eine Ballade wird wohl nicht im Spiel sein, da Begriffe wie >Happy pillDaði hoch10< fielen, deswegen auch der Vergleich mit Island. Fan-Act der besonderen Art, das blieb mir auch noch klingelnd im Ohr hängen. Keine Ahnung, was das bedeuten könnte. Falls es mir vermittelst einer Charme- oder Spionageoffensive gelingt, noch Näheres zu erfahren, werde ich selbstredend und ungeniert den Whistleblower geben…

  9. Dass auch hier Belgien unter die Top5 gekommen ist verblüfft mich immer wieder sehr. Am Ende wären die gar das Darkhorse in Rotterdam gewesen….naja.

    Das übrige Resultat war zu erwarten – und leider muss man sagen, dass auch der 12. Platz von Ben Dolic relativ realistisch sein dürfte. So geil der Song auch ist (und von Ben auch stets stark intoniert wurde) – Ben hat leider kaum Ausstrahlung und wohl auch keine gute Bühnenpräsenz. Ich würde mich aber dennoch für ihn sehr freuen, wenn seine aktuellen TV-Präsenzen etwas dazu beitragen, dass er Fuss fassen kann.

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