Eurovision Weekend 2021: So war die große Gala – Finnland gewinnt FANvision Song Contest

„Wir können alles außer Hochdeutsch“ – heißt es stolz im Ländle. Unter „alles“ fällt wohl spätestens seit dem vergangenen Wochenende auch die Austragung eines Eurovision Weekend in Stuttgart. Highlight der dreitägigen Veranstaltung war die Eurovision-Gala am Samstagabend auf dem Stuttgarter Theaterschiff mit der Austragung des Fanvision Song Contests. Mit viel Schweiß und Herzblut organisierten die Stuttgarter ECG-Mitglieder das Fan-Event und müssten sich großen Hürden wie etwa der Pandemie stellen. Nachdem das Weekend zweimal verschoben werden musste, war es also nun endlich soweit.

Am Freitag startete das Event mit einem Wilkommens-Dinner und schwäbischen Spezialitäten für die Gäste die mitunter aus Malta, Frankreich oder Finnland angereist waren. Später ging es weiter in der Stuttgarter Kult-Bar „Rubens“ mit einer Eurovision-Party – für viele Anwesende aufgrund der Pandemie die erste richtige ESC-Party seit sehr langer Zeit.

Nachdem sich die Gäste von der ersten Party-Nacht erholt hatten – oder auch nicht –, ging es am Samstag weiter mit bunten Programmpunkten wie etwa Sightseeing-Touren durch die Landeshauptstadt. Am Abend war es dann soweit: Nachdem die fleißigen Stuttgarter ESC-Fans das Theaterschiff gekapert und aufgehübscht hatten, stieg die große Eurovision-Gala direkt am Neckarufer. Die Veranstaltung eröffnete die Stuttgarter ESC-Mutti Maggie mit einer Deutsch/Schwäbischen Version des ESC-Netflix-Film-Songs „Husavik“, die sie selbst getextet hatte als Hommage an ihre Heimatstadt Stuttgart. Im Hintergrund lief dabei ein Video des Orga-Teams mit Impressionen aus der Landeshauptstadt.

Durch den Abend führte ECG-Clubtreffenmoderator Bernd Ochs (im Insta-Post von rechts) zusammen mit den Hauptorganisatoren des Eurovision Weekend Manuel Junker und Michael Eckert. Nach einer beeindruckenden Darbietung des Drag-Stars Marcella Rockefeller, die unter anderem „Birds“ (NED 2013) zum Besten gab, startete schon der Fan-Contest.

FANvision geht in den Norden

Sieben Teilnehmer kämpften um den FANvision-SongContest-Titel. Deutschland war durch das Duo „Call me Survivor“, bestehend aus Tim und Florian vertreten. Sie gaben ihre durchchoreografierte und teils deutsche Version von „In and out of love“ (MF 2013) zum Besten und ergatterten einen beachtlichen dritten Platz. Ebenfalls auf dem Siegertreppchen landete Daniel Armand, der Vertreter des französischen Fanclubs, mit seiner Version des diesjährigen Songs „Voilà“. Wie Barbara Pravi belegte auch er den zweiten Platz.

Am Ende hatte der Finne Jarkko Timonen mit seiner Interpretation von „Rise Like A Phoenix“ (Conchita Wurst 2014), komplett auf Finnisch gesungen, die Nase vorn. Er begeisterte dabei sowohl die Jury als auch das Publikum. Die finnische Delegation sah sich im Vorfeld offensichtlich als nicht ganz chancenlos und hatte direkt nach Jarkkos Sieg bereits Neuigkeiten zum nächsten Eurovision Weekend: Das Fan-Event soll zwischen dem 26. und 28. August 2022 auf dem „Eurovision Cruise“ in Finnland stattfinden. Von einem Schiff aufs nächste.

Justs, Emmelie de Forest und Daniel Schuhmacher heizen ein

Nach dem Fan-Contest kamen die Star-Gäste auf die Bühne. Zum Start der Mini-Konzerte gab Marcella Rockefeller ihre Version von „Satellite“ zum besten. Danach war Justs (Lettland 2016) an der Reihe. Neben eigenen Songs performte er auch den Titel „Beggin'“ der ESC-Gewinner-Band Måneskin. Als er gefragt wurde, ob er noch einmal beim ESC antreten würde, meinte er nur, dass er anderen die Chance nicht wegnehmen wolle, jedoch generell offen für ein Comeback sei.

Weiter ging es mit der ESC-Siegerin Emmelie de Forest, die nach eigenen Angaben erst zum dritten Mal seit Ausbruch der Pandemie wieder auf einer Bühne stand. Neben „Rainmaker“ und ihrem Siegersong „Only Teardrops“ sang sie auch zum ersten Mal live ihre neue Single „Typical Love Song“.

Den Abschluss und gleichzeitig Startschuss für die anschließende ESC-Party bot DSDS-Gewinner und ESC-Fan Daniel Schuhmacher. Unter anderem gab er seine Version von „El Diablo“ (Zypern 2021) zum Besten und bekräftigte auf die Frage des Moderatoren hin, dass er für eine ESC-Teilnahme weiterhin bereit stehe.

Der Abend gipfelte in einer ESC-Party und verwandelte das Stuttgarter Theaterschiff in eine schwimmende ESC-Disco. Am nächsten Tag fand als Abschluss noch einmal ein Brunch mit einigen Künstlern und FANvision-Teilnehmern statt.

Kommentar von Max:

Ich möchte an dieser Stelle gerne noch einmal zum Ausdruck bringen, wie stolz ich auf die Jungs und Mädels des Stuttgarter ECG-Treffens bin. Sie haben in ihrer Freizeit ein dreitätiges Event mit hochkarätigen Stargästen organisiert, über die Bühne gebracht und dabei alles locker, sympathisch, gastfreundlich und liebevoll gehalten. Der ESC ist für viele von uns eben nicht nur Hobby, sondern Leidenschaft, und durch Events wie das Eurovision Weekend können Fans neben den offiziellen ESC-Veranstaltungen selbst etwas erschaffen und gemeinsam diese verrückte Vorliebe zelebrieren. Und ja, ich erhole mich noch immer… Trotzdem: Leide, des war subr!

Vielen Dank an Ex-PRINZ-Blogger Salman für die Fotos!


2 Kommentare

  1. Es war ein toller Samstag Abend mit viel Herzblut. Endlich konnte man wieder tanzen bis in die frühen Morgenstunden. Nochmals herzlichen Danke an das Stuttgarter FanTeam. Es hat viel Spaß bereitet.

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