Fuego für Luca Hänni: Sacha Jean-Baptiste choreografiert Auftritt der Schweiz

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Sacha Jean-Baptiste ist beim Eurovision Song Contest keine Unbekannte. Die Schwedin hat in den vergangenen Jahren unter anderem mit ihren Inszenierungen von Kristian Kostovs „Beautiful Mess“ und nicht zuletzt Eleni Foureiras „Fuego“ für Furore gesorgt. Auch in diesem Jahr wird sie wieder den zyprischen Beitrag „Replay“ von Tamta auf die Bühne bringen.

Nun will auch die Schweiz von Sachas Können profitieren und hat sie deshalb engagiert, Luca Hännis „She Got Me“ zu inszenieren. Gestern fand die erste gemeinsame Probe statt, was Luca auch auf seinem Instagram-Account-bebildert hat (Aufmacherfoto). Da die Schweiz sich in diesem Jahr ganz offensichtlich musikalisch an dem Vorjahreserfolg von „Fuego“ orientiert hat, ist es nur folgerichtig, auch die Bühnenshow entsprechend aufzupeppen.

Das dürfte auch einigen „She Got Me“-Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die bezweifeln, dass Luca Hänni den Song überzeugend auf die Bühne bringen kann. Sacha Jean-Baptistes Inszenierungskünste gepaart mit Lucas Tanzfähigkeiten lassen jetzt schon einen tollen Auftritt erwarten – Dirty Dancin‘ inklusive.

Luca Hänni tritt mit „She Got Me“ für die Schweiz im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv an. Mehr über Luca könnt ihr hier erfahren.



56 Kommentare

  1. Ich glaube nicht das Zypern oder die Schweiz gewinnen, besonders wenn die Performes noch von der gleich Person erstellt wird.
    Finde beide sehr überbewertet –> Meine Meinung
    Schweiz, Zypern und Malta werden sich die Stimmen sowas von klauen.

      • Genau. Ab nach Reykjavik. Da gibt es nichts Ähnliches, das die Punkte klauen kann. 😛

      • Zumindest hat in den letzten Jahren immer ein Lied gewonnen, dass außergewöhnlich war. Das wäre auch bei Fuego so gewesen, denn etwas mit latin und dance gab es sonst 2018 (und auch die Jahre davor) nicht. Daher ist es 2019 schon schwerer mit so was zu gewinnen. Und Balladen haben es sowieso schwer beim ESC, weil sie selten hervorstechen, da musste schon Salvador kommen.

      • @porsteinn – Island wird sich aber mit Portugal um die Hipster-Votes schlagen.

  2. Laurell Barker gegen sich selbst (GER, UK, SUI) und Sacha Jean-Baptiste gegen sich selbst (SUI, CYP). Epic battles are coming!

    • John Lundvik gegen sich selbst (SWE, UK). Und wer weiß, vielleicht gibt es neben Sacha noch einen anderen Choreographen, der ebenfalls mehrere Eisen im Feuer hat.

      • Fokas Evangelinos (aus Kirkorovs Dream Team) macht Spanien und Russland 😀

        Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Sacha zusätzlich noch Armenien choreographiert (und vielleicht sogar Aserbaidschan, zu den Symphonix scheint sie ja auch einen guten Draht zu haben). Die armenischen Stagings macht sie soweit ich weiß schon seit 2014 und „Walking Out“ ist auch ein Song wie für sie gemacht: düster, mysteriös und sexy.
        Zu guter Letzt hat sie (laut Youtube-Videobeschreibung) auch noch an John Lundviks Staging mitgewirkt (sowie an 90% der anderen Mello-Beiträge); ich würde sagen, die Frau ist definitv gut im Geschäft 😉

      • Laserboys Grieche ist doch gut im Geschäft – setzt Azerbeijan den nicht auch gerne ein?

      • Danke für die Info, hätte gedacht die Spanier nehmen vielleicht den Choreographen von Jürgen Drews! Der ESC nimmt langsam Champions League-ähnliche Züge an, wo gewisse Spieler zunehmend zwischen den top-Clubs rotieren.

  3. Geht’s auch mal ’ne Nummer kleiner als nur über einen Sieg zu sinnieren?

    Natürlich ist absehbar, dass Jurypunkte aus bestimmten Ländern sprudeln, sobald „eigene“ Leute am anderen beteiligt sind (siehe 12P DK an DEU 2018). Und wahrscheinlich schneidet Luca auch als bester DACH-Beitrag ab. Ich bin erstmal froh, dass die Schweiz sich keinen pseudoanspruchsvollen Singsang und völlig am Publikumsgeschmack vorbei gegriffen hat. Ich hoffe, die Kalkulation geht insoweit auf, dass man dort wieder etwas Lust am ESC bekommt (ohne später dann jahrelang das eigene „Erfolgsrezept“ zu kopieren).

    Das Luca-Video war ja nun etwas dröge. Also eine Choreo mit gettin‘-down-n-dirty-Momenten kann da nur helfen, zumal Lucas Ausstrahlung ja auch eher nur „brav“ und „nett“ und weniger „dirty“ ist.

      • Das Lied hört sich nach Tequila und Dirty Dancing an.
        Das Video sieht nach Prohibition und Dusty Dancing aus.

    • Dänemark ist immer für 12 Punkte gut, wenn der Song gut ist. Und er war ja auch mehrmals im dänischen TV, da er ja die Sprache gut kann. Musste schon besseren Argumente für diese Verschwörung finden.

      Vielleicht nicht schlecht, wenn die Dame bei beiden das Getanze macht, dann kann sie die Unterschiede schön heraus arbeiten, bei Lucas eben den geschmeidigen Latin Lover und bei Fuege II eben Fuega I nochmal.

      • Verschwörung? Nö, aber wundert mich, dass du den Zusammenhang generell verneinst. Es geht nicht um verdient oder unverdient, es geht um Jurypunkte (nicht Televoting, welche durch Präsenz im TV herleitbar wären). Das sind übliche Zusammenhänge, wie es sie auch bei Kirkorov & Co immer wieder gibt. Nichts ist zwingend, manches liegt einfach nahe.

      • Jorge, das müsste man mal recherchieren. Gab es beispielsweise für Siegels Machwerke in San Marino mehr Stimmen aus D?

  4. Ich liebe die Schweiz, Luca ist ein super sympathischer Typ aber der Song ist halt leider ein typisch billiger Latino Kracher wie es seit Jahren zum Erbrechen im Radio gespielt wird…Es mag ja für den ESC perfekt sein aber es ist halt leider überhaupt nichts besonderes…

    • Du sprichst mir aus der Seele! Ich versuche wirklich seit Tagen einen Zugang zu dem Song zu bekommen, aber irgendwie zündet da nix bei mir. Im Gegenteil: wenn diese „Dirty Dancing“ Zeile kommt, denke ich immer Himmel hilf! Das ist doch textalisch nur schwer zu unrerbieten! Ich würde aber paradoxerweise den Schweizen einen Erfolg von Herzen gönnen. Für mich ist das aber leider nix!

  5. Ich bin mir inzwischen auch nicht mehr so sicher, ob es die gewünschte Topplatzierung für die Eidgenossen geben wird. Klar, besonders hierzulande drücken nicht wenige Fans Luca die Daumen, weil der deutsche Beitrag nun wirklich nix Besonderes ist und ich finde es auch in Ordnung. Aber bei so manchen Hypes bin ich eher skeptisch.

    Ich sage mal: Finale ja, aber da möglicherweise nur so um Platz 10 herum. Mal sehen….

  6. @ Ricky

    Zypern finde ich noch wesentlich mehr überbewertat als die Schweiz. „Replay“ klingt für mich eher nach einem unfertigen Song.

  7. Vielleicht sollte sie Hänni auch die Michael-Jackson-Attitüden austreiben, das kommt im Moment nicht so gut an. Fehlt bloß noch, dass er sich in den Schritt fasst. Das Video erinnert doch schon sehr an „Smooth Criminal“ oder „You Rock My World“. Auch sieht es nicht so vorteilhaft aus, wenn man mit einer Frau tanzt, die einen halben Kopf größer und 10 Kilo schwerer ist.

  8. Das sind gute Nachrichten! Zunächst hieß es nämlich, dass die Choreo beim ESC von India Rischko gemacht wird, die für die letzten beiden Luca- Videos zuständig war. Und das wären nun keine Vorzeichen gewesen. Jetzt ein echter Profi mit ESC-Erfahrung- ich bin gespannt!

  9. Ich kann den Hype um den Hänni-Song nicht so recht nachvollziehen. Irgendwas in mir ruft ständig: Das passt doch gar nicht! Der Junge ist zu niedlich, um den dirty Latino zu geben und die Schweiz war für mich bisher auch nicht die Latin-Hochburg. Mal sehen, wie es dann im Mai rüberkommt!

  10. Super News, dass Luca nicht mehr „chico solo“ bei der Choreo ist, das Video wirkt doch etwas chaotisch. Battle of the Fuegos in Tel Aviv!

  11. Die Haar Choreo bei Zypern 18 bleibt unvergesslich 😀

    Hoffentlich zaubert sie für Luca auch so eine tolle Performance aus dem Hut.

  12. Finde ich super, dass sich die Schweiz nun endlich mal ordentlich ins Zeug legt. Ich kann den Optimismus aber leider nicht wirklich teilen. Der Song schreit nun mal sehr laut „Ich möchte wie Fuego sein“, leider reicht er aber an die Qualität von Fuego weder kompositorisch und erst recht nicht produktionstechnisch heran. Da wird eine gute Choreo auch nicht viel nutzen, denn die Schweiz hat es wie Österreich im Televoting von vornherein schwer, und die Jurys werden diesen Song nicht sehr hoch bewerten. Die Schweiz ist für mich ein Kandidat für den FFF. Aber ich freie mich, dass die Schweiz mal hoch gehandelt wird und im Sonnenlicht steht.

  13. @ Rainer

    Es sei euch ja auch gegönnt nach all den Jahren ESC-Depression. Zudem könnte es beispielsweise auch ein Vorbild für Deutschland sein, daß sich etablierte Künstler wieder der Herausforderung stellen. Von DSDS hat siich der junge Mann eindeutig emanzipiert.

    Nur wird der ESC 2020 wohl eher nicht in der Schweiz stattfinden.

    • Also was du genau für ein problem hast, kann ich dir leider auch nicht sagen. Scheint aber chronisch zu sein☺
      Und das man es als schweizer hier ziemlich schwer hat, ist auch nicht ganz neu. Viel feind, viel ehr

    • Zu doof die Namen abzutippen – anscheinend gibts dafür keinen Bonus auf der Troll-Farm, tovarich.

    • Das könnte daran liegen, daß er vermutlich einen anderen Favoriten hatte und der am Ende aber das Nachsehen hatte – entweder Scilla Hess oder Sebalter. Vielleicht stört er sich aber auch daran, daß Luca mal bei DSDS mitgemacht hat und somit ein „Castingsternchen“ ist, während Sebalter die Schweiz ja mal vor fünf Jahren beim ESC vertrat.

  14. Um mal wieder beim Thema des Artikels zu bleiben, Matty hat mich gerade inspiriert: Wie wäre es denn, wenn Scilla Hess einen kleinen Duettpart bekommt und neben Luca auf der Bühne… nein? okay.

  15. Moment mal: Die inszeniert den zypriotischen Beitrag und den schweizer Beitrag? Gibt es da nicht Interessenskonflikte? Also ich finde das problematisch.

    • Der choreograph von sergey lazarev macht auch gleichzeitig den spanischen beitrag. Ich hoffe ja nicht, dass er einen von beiden bevorzugt. Dürfte wie üblich eine frage von $$$$ sein.

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