Update: Iveta Mukuchyan macht Teilnahme am deutschen Auswahlprozess mit politischem Post öffentlich

Iveta Mukuchyan vertrat Armenien mit „LoveWave“ beim Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm. Die Sängerin lebt aber in Hamburg und nahm unter anderem auch schon an „The Voice of Germany“ teil. Schon öfter war sie deshalb unter den ESC-Fans auch als deutsche Teilnehmerin für den Contest im Gespräch, wir hatten sie zuletzt für den FreeESC auf dem Zettel.

Nun hat Iveta in einem Instagram-Post öffentlich gemacht, dass sie im deutschen Auswahlprozess für den Eurovision Song Contest 2021 war. Sie habe einen Anruf vom deutschen ESC-Team bekommen, dass sie von der Jury gut bewertet worden und deshalb im Auswahlprozess für den ESC sei. Danach habe man ihr allerdings mitgeteilt, dass sie doch nicht weiter Teil des Prozesses sein würde, weil sie zuvor bereits am ESC teilgenommen habe und das nicht gewollt sei. Weiter schreibt sie, dass der eigentliche Grund für ihr Aus aber vermutlich sei, dass sie 2016 während des ESC-Halbfinales im Greenroom die Flagge von Bergkarabach bzw. der Republik Arzach in die Kamera gehalten habe (s. Video unten). Armenien erhielt damals eine Verwarnung von der EBU.

View this post on Instagram

I know how unpleasant it is to read about a war that is happening far away from where you are right now..disturbing the few moments you want to disconnect from your own every day problems…it’s easy to scroll it away and make it disappear. But I urge you to take a few minutes and understand how important your every single ones actions are here at the moment. I knew how unpleasant it was for millions of viewers at the Eurovision back in 2016 to engage a few minutes into the discussion about why I put up the Kharabagh flag in a contest that doesn’t want to be involved in politics. What many people don’t know is that this year I got an excited call from Germany that 200 experts voted, without me knowing about it, to discuss me representing Germany at the Eurovision 2021. Everybody was excited, me as well. Then I got a call that the press-department said unfortunately the decision came out as rejection, which most likely points to my political move from 2016 by raising awareness about the attack on Kharabagh. As an Armenian living in Germany, I am a patriot in my heart, but educated in a multi-cultural environment. I want to make everyone understand that this is not a war between Azerbaijan/Turkey and Armenia but a war against Alliyev and Erdogan. It’s political and not against its people in the countries, that are mainly unaware of what’s going on in the past and now, as information has been and is absolutely changed and blocked to its people. When Artsakh shoots back they warn the population of Azerbaijan to evacuate, while Azerbaijan is targeting peaceful civilians. not even telling their own people to hide in bunkers. After they told me kindly that even though they would like me to participate they decided not to, I was mad at myself…regretting that my past act of patriotism would influence my career once again… Just a month after this call I wake up in war again this time its assured that 2016 was just a teaser…the real movie is now..it becomes normal to see dead people on TV, hearing about weapons… 📌You may find the continuation in comments & in my Facebook official page⬇️⬇️⬇️❗️❗️❗️

A post shared by Iveta Mukuchyan (@iveta.mukuchyan) on

Bleiben wir zunächst bei den Fakten: Der Konflikt um die Region Bergkarabach dauert nun schon sehr lange an. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zu Aserbaidschan, ein Großteil wird aber seit 1994 von Armenien kontrolliert und mehrheitlich von Armeniern bewohnt, gleichzeitig will sich Bergkarabach als Republik Arzach eigentlich unabhängig machen. Zusätzlich mischen andere Staaten wie die Türkei und Russland mit. In den vergangenen Wochen ist der Konflikt eskaliert und hat sich mittlerweile zu einem furchtbaren Krieg entwickelt.

In dieser Gemengelage ist der Post von Iveta nun als Unterstützung des armenischen Staates zu verstehen, ebenso wie schon das Zeigen der Bergkarabach-Flagge beim ESC 2016. Die Sängerin schildert in dem Beitrag, aber auch in den Kommentaren dazu, sehr ausführlich ihre Gefühle, Ängste und die aktuellen dramatischen Ereignisse. Dieses politische Statement vermischt Iveta mit der Veröffentlichung ihrer Teilnahme am deutschen ESC-Auswahlprozess – und der schwerwiegenden Aussage, dass ihr Ausscheiden politisch motiviert sei.

Dafür liefert sie allerdings keine Beweise. Im Gegenteil sind nicht alle ihre Aussagen wirklich schlüssig. Das beginnt bei kleinen Ungenauigkeiten wie der Rede von einer 200-köpfigen Jury (es gibt 100 Mitglieder der Eurovisions-Jury und 20 Mitglieder der internationalen Experten-Jury) und der Aussage, sie habe ihre Absage von der Presseabteilung (des NDR? von digame? Beides unwahrscheinlich) erhalten. Sie schreibt allerdings auch selbst, dass die Absage nur „sehr wahrscheinlich“ einen politischen Grund hat. Auffällig ist außerdem, dass sie die entsprechende Stelle ihres Posts nachträglich verändert hat. In einer ersten Version hieß es, sie sei offiziell wegen ihrer vorherigen Teilnahme am ESC abgelehnt worden, habe aber „sofort gewusst“, dass der wahre Grund ihre Aktion beim ESC 2016 gewesen sei. Die angeblich offizielle Begründung der Verantwortlichen und den Verweis auf ihr intuitives Wissen hat sie nun gelöscht und durch die Formulierung „sehr wahrscheinlich“ ersetzt. Im Prinzip ist es also erstmal nicht mehr als eine Vermutung.

Wir haben den NDR um ein Statement zu Ivetas Post gebeten und folgende Antwort bekommen:

„Zwischen digame und dem NDR gibt es für den Auswahlprozess die Absprache, dass Deutschland beim ESC nicht von Künstlerinnen und Künstlern vertreten werden soll, die bereits für ein anderes Land an dem internationalen Wettbewerb teilgenommen haben. Iveta Mukuchyan war von digame irrtümlich in die erste Auswahl für 2021 hineingenommen und kontaktiert worden. Mit ausschließlich der Begründung, dass sie schon für Armenien am ESC teilgenommen hatte, wurde ihr dann für den weiteren Verlauf der Auswahl seitens digame abgesagt. Einen anderen Grund oder eine gesonderte Absprache mit dem NDR gab es nicht. Politische Statements spielten keine Rolle.“

Insofern decken sich also die Aussagen des NDR und Ivetas erste Darstellung in ihrem Post. Scheint so, als wäre diese Story nicht ganz so heiß, wie sie teilweise gekocht wird. Aber dass Iveta anscheinend für den Auswahlprozess angefragt war, ist natürlich trotzdem eine spannende Info. Und auch, dass für Deutschland kein Künstler antreten wird, der bereits für ein anderes Land ausgewählt war.

Update: 8. Oktober, 16:45 Uhr: Iveta hat sich in mehreren Tweets erneut zu der Sache geäußert. Sie hat klargestellt, dass sie die Regeln des deutschen Auswahlprozesses respektiert und dass sie dem zukünftigen deutschen Act für Rotterdam alles Gute wünscht. Es sei lediglich ihre persönliche Annahme gewesen, dass ihre politische Aktion der Grund für ihr Aus war.


71 Kommentare

  1. Schade eigentlich, mal ganz abgesehen von den ganzen politischen gedöns. Hätte nichts dagegen gehabt wenn Iveta für uns zum ESC fahren würde.

  2. Was für eine schwachsinnige Begründung. Iveta hin, Iveta her. Aber sie wäre ja nun auch nicht die erste, die für zwei verschiedene Länder ins Rennen gegangen wäre in unterschiedlichen Jahrgängen.

    Und, ähm, ihr habt ihr ernsthaft unterstellt, dass was mit ihrer Geschichte nicht stimmt, weil sie was von 200 Leuten in der Jury schrieb? Come on.

  3. Hätte es nicht von ihr gedacht, aber scheinbar schreckt sie auch vor sowas nicht zurück um Sympathiepunkte für Armenien zu erhaschen.
    Gerade als Künstler sollte man über der Politik stehen, leider hat sie sich völlig von ihr instrumentalisieren lassen. Bin froh, dass sie Deutschland nicht vertreten wird.

  4. In der Geschichte des ESC hat es das schon gegeben. Ireen Sheer trat für Deutschland und Luxemburg an. Ich meine France Gall die für Luxemburg gewann ist auch mal für Frankreich angetreten. Beim JESC vertrat Lerika Russland und Moldawien.
    Sehr unglücklich diese Begründung

    • Du hast vermutlich an Anne-Marie David gedacht – sie gewann 1973 für Luxemburg mit „Tu te reconnaîtras“ und nahm 1979 mit „Je suis l’enfant-soleil“ für Frankreich teil (Platz 3).

  5. Das Fehlverhalten liegt wohl in erster Linie bei „digame“ , die Iveta fälschlicherweise in die Vorauswahl nahmen.
    Würden sich alle an die Vorgaben halten und professionell agieren, bliebe uns so ein destruktives Geplänkel schon im Vorfeld der 2021-Auswahl erspart.

  6. Dass kein Künstler-/in nominiert wird, der oder die schon für ein anderes Land beim ESC gestartet ist, halte ich, mit Verlaub, für bescheuert. Mal ganz davon abgesehen, dass mich Iveta beim ESC nicht wirklich begeistert hat, aber das ist ja nur meine ganz persönliche Meinung. Irgendwie habe ich an dieser Begründung ein bißchen meine Zweifel, auch wenn die Aussage vom NDR bestätigt wurde, sorry. Mag sein, aber die Tatsache, dass Iveta die Flagge von Bergkarabach (Arzach) in die Kamera gehalten hat, könnte wohl auch (zum Teil) zu dem Entschluss geführt haben. So ein Statement gehört auch in der Tat nicht in so eine Unterhaltungsshow, meiner Meinung nach.

    P. S. Zu den Hintergründen des Konflikts kann ich gar nicht viel sagen, müsste ich mich noch genauer informieren. Hoffentlich kehrt dort mal Frieden ein, man liest ja Entsetzliches.

  7. „Zwischen digame und dem NDR gibt es für den Auswahlprozess die Absprache…“ – Was für eine doofe Begründung. Also wenn z. B. ein Fan-Favorit wie Verka, Eleni, Mans usw. für Deutschland zum ESC wollen würde, wäre das nicht möglich??? Wieso mischt sich eigentlich digame bei der deutschen Vorentscheidung ein? Die managen doch auch das Zählen der Televotingstimmen beim ESC. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Gewissenskonflikte, Korruption wie beim DFB könnte auch vorkommen.

  8. Warum eigentlich sollen keine Künstler zugelassen werden, die bereits früher für ein anderes Land starteten ? Erscheint mir eine völlig absurde Regel zu sein. In den Workshops waren ja auch einige Composer dabei, die bereits ESC-Erfahrung hatten, beispielsweise Paradise Oscar aus Finnland war im Workshop.

    • Du hast vollkommen Recht. Es gibt viel mehr Komponisten die für mehrer Länder Lieder geschrieben haben was ist dann mit denen.
      Es müsste dann gleiches für jeden gelten. Deshalb denke ich mittlerweile auch das die Begründung ohne richtig drüber nachzudenken schnell vorgeschoben wurde

  9. Interessanter ist doch eher, dass Armenien, Aserbaidschan und Russland trotz kriegerischer Handlungen….mit und gegeneinander noch immer am ESC zugelassen sind. Ebenso die Ukraine. Die Türkei hat sich, glücklicherweise selber zurück gezogen.
    Mit exJugoslawien oder Serbien zeigte die EBU in den 90ern zum Balkankrieg mehr Rückrad und positionierte sich.
    Heutzutage nix mehr. Kann man mögen, muss man aber nicht.

    • „Kann man mögen, muss man aber nicht.“. Das gilt genauso für die von Dir beschriebene einseitige Parteinahme der EBU in den 90ern.

    • Dass diese Länder zum ESC zugelassen werden, finde ich okay, nicht nur wegen der musikalischen Vielfalt.
      Aber ich finde, man sollte die Bedingungen enger knüpfen, dass die Politik aus den Songs und überhaupt in der Show komplett außen vor gelassen wird. Sorgt nur für Provokation, meiner Meinung nach. Ist nicht zielführend, und widerspricht dem Gedanken des ESC. Wenn nicht, sollte es entsprechend geahndet werden. Das wird schon sehr lasch gehandhabt, meiner Meinung nach.

  10. Diese Geschichte zeigt doch sehr anschaulich, dass der Auswahlprozess ein sehr, sehr diffuses Unterfangen ist: irgendwer bestimmt, irgendwer nominiert, irgendwer sagt ab, irgendwer fährt dann hin.

    Völlig egal, wen D mit welchem Prozess auch immer schickt. Es ist kein Kandidat der Fans, der Zuschauer usw usf.
    Egal, wie gesagt.
    Irgendwie.

    • Ich bin da absolut bei dir. Es gibt keine Transparenz mehr für den Gebührenzahler. Wie, was, warum entschieden wird. Etwas mehr Transparenz wäre gut. Ich warte erstmal ab, wen die sogenannten Experten aussuchen. Hoffentlich nicht wieder die Resterampe von The Voice.

  11. Ich möchte auch nicht das Deutschland von Künstlern vertreten wird, die schon ein anderes Land vertreten haben. Wir brauchen Iveta nicht, wir haben genügend Künstler die zumindest das Talent haben, beim ESC zu starten. Da sie ja so für Armenien ist, soll sie dann auch dann wenn überhaupt noch mal für Armenien starten.

    • Ach, na ja, wenn das Lied gut ist, kann auch von mir aus auch gerne ein Künstler-/in für Deutschland an den Start gehen, der/die schon ein anderes Land vertreten hat.🙂
      Aber auf Iveta könnte ich auch gerne verzichten, fand ihr Benehmen beim ESC mehr als unangemessen.
      Ich weiss, ich wiederhole mich, aber so ein politisches Statement in einer Unterhaltungsshow (egal, ob berechtigt oder nicht) hat dort einfach nichts zu suchen. So etwas trägt bestimmt nicht zur Völkerverständigung bei, meiner Meinung nach.
      Ich weiss gar nicht, ob der armenische Sender eine Strafe bekommen hat oder nicht. Aber wenn die EBU es ernst damit meinen würde, keine politischen Statements zuzulassen, hätten sie Jamala mit „1944“
      erst gar nicht zugelassen. Sorry für off topic, aber ich habe mich über ihren Sieg regelrecht geärgert.
      Der Song hatte schon seine Berechtigung, die Ukrainer leiden immer noch unter den Russen, keine Frage.
      Aber so etwas hat halt nichts beim ESC verloren, weil es zusätzlich Unfrieden stiftet, meiner Meinung nach. Mich macht so etwas auch traurig, weil der ESC eigentlich doch auch dazu dienen soll, dass man sich (zumindest musikalisch) näher kommt. Aber das ist vielleicht Illusion.🙁
      Sorry nochmal, wusste gerade nicht, wohin mit meinem Input.

  12. Ach, Iveta mal wieder… Ich kann wirklich verstehen, dass ein Nationenkonflikt mit vielen Emotionen und Leid verbunden ist – wirklich. Trotzdem war die Sache mit der Fahne damals ein Regelbruch. Und wer nicht in der Lage ist, bei einem Wettbewerb grundlegendste Regeln einzuhalten, gehört für mich einfach in einen solchen nicht (nochmal.. auch wenn man sehr – auch anhand des damaligen Songcheck-Kommentars – den Eindruck haben kann, dass sie ein Stück von der armenischern Delegation gedrängt wurde) … Unabhängig davon, dass ich auch allgemein von nochmaligen Teilnahmen nicht viel halte.

    Ja, die Geschichte mit der Einbindungsweise von digame hatte bisher immer auch so ein Geschmäckle für mich. Auf meine damalige Nachfrage bei Herrn Schreiber bei der Roadshow habe ich da auch leider eine für mich nicht wirklich zufriedenstellende Antwort bekommen. Nichtsdestotrotz damals aber auch auf eine Art „clever“ gewesen….

    Ich nehme tatsächlich an, dass der NDR in erster Linie keinen Act haben will, von dem (erneut) Stress ausgehen könnte. Das finde ich vollends legitim. Ich nehme auch an, dass der nach außen kommunizierte Grund auch ein echter, aber wohl nicht der führende für die Absage war. Umso mehr aber leider ein weiteres Beispiel für die gut gemeinte, handwerklich aber unglückliche Art und Weise bei der Suche nach einem Act. Ganz ehrlich: digame macht da einfach copy’&’paste bei der Liste aller ehem. The Voice-Teilnehmer (traditionellerweise die Vorstufe vieler bisherigen VE- und Non-VE-Acts…) und dann übersieht man sowas. Das kommt davon, wenn man sowas auslagert, obwohl man genug musikalischen ESC-Sachverstand in den eigenen und Fan-Reihen hätte… Mal wieder schade sowas…

  13. „And twelve points from Armenia goes to Germany.“
    „Germany: zero points from Azerbaijan.“

    Also erstens finde ich es schade, dass nicht mal eine derart Bühnenerfahrene Person wie Iveta für Deutschland antritt. Ich mag sie und ihre Musik sehr gerne.

    Und zweitens finde ich die Regel ebenfalls bescheuert, dass jeder aus dem Prozess genommen wird, der bereits für ein anderes Land angetreten ist.

    ABER: Iveta kann sich als Deutsche mit armenischer Herkunft bei einem solchen Thema nicht neutral verhalten und das ist auch legitim. Deshalb finde ich es auch legitim, dass man sie aus der Vorauswahl nimmt. Es war halt mal wieder sehr peinlich für Deutschland, dass man sie benachrichtigt hatte, dass sie weiter ist. Hätte man das nicht getan, hätte sie bestimmt nicht gepostet: „Ich bin schon nach der 1. Runde im „deutschen Vorentscheid“ raus!“ und es wäre nie ins Gespräch gekommen.

    Übrigens bezweifle ich sehr stark, dass sich das arme Armenien (und evtl. Aserbaidschan) noch eine Teilnahme finanziell beim ESC leisten kann. Wenn man so der armenischen Presse folgt, werden derzeit ja alle Rücklagen ins Militär gesteckt.

    Ich hoffe dort kehrt bald wieder Frieden ein. ❤

  14. Ich bin überrascht, dass ein paar hier überrascht sind, dass es in dieser Hinsicht interne Regeln gibt. Ich meine, wir fordern zwar immer, dass Molly Sandén für Deutschland antreten sollte, aber eigentlich bin ich schon davon ausgegangen, dass das aus irgendwelchen Gründen (Sprache? Wohnort? Staatsbürgerschaft? Generell Bezug zu dem Land?) nicht wirklich wahrscheinlich ist – also jetzt mal unabhängig davon, dass Molly das sicherlich unbedingt wollen würde.
    Welche Regeln da jetzt konkret sinnvoll sind, darüber lässt sich wahrscheinlich sehr gut streiten, zum Beispiel, ob es „sinnvoller“ ist, dass jemand, der vorgestern nach Deutschland gezogen ist, für Deutschland beim ESC antritt, oder jemand, der ewig in Deutschland wohnt, aber irgendwann schon mal für ein anderes Land dabei war. Oder auch ob das alles überhaupt eine Rolle spielen sollte oder ob das auch für Komponisten gelten sollte. UND ob es nicht sinnvoll wäre – wie in vielen anderen Ländern – diese Regeln im Vorfeld einfach transparent zu machen. Aber dass es Absprache zwischen digame und dem NDR gibt bzw. Vorgaben vom NDR an digame, das finde ich jetzt nicht überraschend.

    • Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
      Molly Sanden lebt nunmal, soweit ich weiß, in Schweden. Und sie war, soweit ich weiß, noch nie bei einem ESC. Kann man also null mit Iveta Dingens vergleichen. Die lebt schon seit geraumer Zeit in Hamburg. Wie lange hat Ben Dolic angeblich in Berlin gelebt, bevor er für den ESC 2020 ausgewählt wurde? Für wie viele Länder war Milanov schon vorher beim ESC aktiv?

      Natürlich braucht es Regeln und natürlich gibt es Vorgaben. Aber diese Regeln gab es ganz offensichtlich in diesem Jahr noch nicht. Sie jetzt plötzlich für den aktuellen Auswahlprozess vorzuschieben wirkt da schon äußerst unglücklich, mindestens.

  15. Klar, das sie überhaupt in die vorauswahl gerutscht ist, war ein fehler. Dieser wurde ja auch zugegeben. Ich bin ja seit 100jahren dafür, das für deutschland nur deutsche interpreten mit einem deutschen komponistenteam antreten sollte.
    Dasselbige sollte natürlich für alle länder gelten.
    Das iveta mukuchyan diesen fehler jetzt noch politisch ein bisschen nachwürzen möchte, passt zu ihrem unpassenden auftreten 2016.
    Wenn es nicht fast ein bisschen lächerlich wirken würde, würde ich sagen……der esc ist ein völli unpolitischer wettbewerb, oder sollte es zumindest sein.

  16. Womit die Tür für Vicky Leandros also endgültig zugeknallt wurde.
    Wäre schon interessant, zu erfahren, seit wann es diese ominöse Regel wohl gibt …

    Eigentlich bin ich in Bezug auf die Auswahl auch ziemlich konservativ/nationalisitsch eingestellt, aber bei Iveta wäre ich gewiss weich geworden … Nichtsdestotrotz würde ich sie lieber nochmal für Armenien beim ESC sehen (gerne auch mal mit einem armenischen Song).
    War ja aber auch nicht ihre Idee, in die deutsche Auswahl zu kommen. So oder so ein bisschen peinlich für Digame, aber letztlich auch kein Skandal. Große Erwartungen knüpfe ich an die interne Auswahl ohnehin nicht.

    • … ach ja, ich habe auch durchaus noch über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von/zwischen Bergkarabach und der Krim sinniert, weiss aber letztlich über beide Konflikte zu wenig, um zu verstehen, wofür die Leute hier bereit sind, ihr Leben zu lassen.

    • Schön, dass du Vicky Leandros erwähnst. Der NDR hatte 2006 keine Probleme, sie in einen kleinen Vorentscheid zu bestellen, um Deutschland zu vertreten. 🙂

      Und, ja, natürlich kann man in 14 Jahren seine Haltung und Meinung überdenken. Man kann das auch innerhalb eines Jahres tun oder weniger Monate oder, ich hörte davon, weniger Sekunden. Aber all diese Beispiele (Leandros, Sheer, dann Milanov, Stengaard, Barker, …) wirken halt so wenig stringent. Wie soll man das jetzt einfach als gegeben hinnehmen, wenn diese Regel offenbar vorher keine Katze interessiert hat?

  17. Ich hab Hatari letztes Jahr für ihre Aktion kritisiert, also muss ich dieselben Maßstäbe natürlich auch bei Iveta anlegen, völlig unabhängig davon, wessen Musik oder Gesamtpaket mir mehr oder weniger gefällt. „Spaß mit Flaggen“ gehört zu BBT, aber nicht in einen Musikwettbewerb (okay, der Insider ist billig, aber irgendwie auch passend xD).
    *
    Die offizielle Begründung des NDR sagt mir allerdings persönlich auch nicht zu. Gibt ja genug Gegenbeispiele.
    *
    Dieses ganze Thema, zu dem ich mich auch schon bei den Komponist*innen geäußert habe, ist ein Stück weit redundant, weil jeder Fan da für sich die Maßstäbe selbst bestimmen muss. Ich kann nur für mich sagen: Mir geht es um den Song. Ob Milanov komponiert, Ben singt (wg. Slowenien) oder Iveta sich bewirbt, ist mir doch Jacke wie Hose. Verlören wir ein starkes Gesamtpaket aus Komposition, Person und Staging „nur“ aufgrund dieser „Oberflächlichkeit“, dann ist mir das zu angestaubt. Kann mit meinem jungen Alter und meiner musikalischen Sozialisation zu tun haben – wobei es auch viele junge Fans gibt, die da „streng“ sind – aber das ist nicht mein persönliches Verständnis des ESC. Lässt sich für die Themen Orchester, Landessprache und Bühnenshow in etwa „copypasten“ 😀 Und Iveta mit so einem richtigen Banger hätte ich sehr gefeiert…

    • Dann kannst du den esc als länder-wettbewerb auch gleich in die tonne schmeissen und jeder soll für sich auftreten und halt versuchen, seine fans zu mobilisieren. And finaly, justin bieber twelve points.

      • Das ist berechtigt von dir, Rainer, und ich muss zugeben, ich finde das ja auch total sympathisch von dir, als du z.B. bei irgendeinem Mello-Livechat dann sagtest, „die Schweden mögen ihre eigene Sprache nicht mehr“ oder so, weil nur englische Lieder weiterkamen 😀 Ich sehe das ja schon auch und hab auch drüber nachgedacht, was ich da eigentlich tue sozusagen xD Es stimmt aber für mich persönlich auch ein Stück weit. Ich sage nicht, „boah ich find jetzt aber Bulgarien so super geil, das Land muss unbedingt gewinnen“ sondern ich sage für mich eher „wow, die Victoria ist sympathisch oder „Tears Getting Sober“ gefällt mir super, also stimme ich mal für die ab, mal gucken, welches Land die vertritt, aha Bulgarien, dann also mein Vote nach Bulgarien“. Bisschen übertrieben jetzt, ich weiß ja, welches Land und so, aber vom Prinzip her schon 🙂

    • Mir persönlich ist es auch wurscht, ob ein Künstler schonmal für ein anderes Land aufgetreten ist, schon gar, wenn ein Künstler-/in in Deutschland lebt. Sehe ich mit den Komponisten ein bißchen anders, vor allem, wenn sie ihre Songs in ganz Europa gleichzeitig verkaufen, hat etwas von Massenabfertigung, finde ich. Es geht ein bißchen die Vielfalt verloren, finde ich. Das mag bei Herrn Milanov nicht mal so auffallen, da er doch recht vielseitig ist. Aber bei diversen schwedischen Komponisten und auch bei Herrn Siegel schon, finde ich. Sie haben einen gewissen Stil, den man doch recht schnell erkennt, finde ich. Das wird schnell langweilig. Aber nichts für Ungut, nur meine persönliche Meinung.🙂

      • Ups, ich muß mich wirklich für die vielen Wiederholungen entschuldigen, hätte mir den Post lieber doch noch mal genauer durchlesen sollen, sorry.

  18. Aber für Komponisten scheint die Regel ja nicht zu gelten. Da werden Komponisten/Songwriter aus dem Ausland angeheuert, die ja schon für ganz andere Länder beim ESC waren. Frost, Steengard, Barker, Milanov… Außerdem war Ben Dolic schon bei einem Vorentscheid für Slowenien und das hat auch niemanden beim NDR gestört. Wenn man alten ESC-Teilnehmern zuhört, wie der NDR einen fallen lässt nach der ESC-Teilnahme (Ann Sophie, Levina, Jamie Lee…). Erst Aly Ryan, jetzt Iveta… der NDR verscherzt es sich immer mehr mit vielversprechenden Acts.

  19. Als erstes frag ich mich natürlich was veranlasst diese Dame so ein Posting zu setzen.
    Hat sie keine anderen ESC Optionen? Diese Veröffentlichung steht in meinen Augen für eine Unreife dieser Dame ! Beleidigte Leberwurst oder auch das „Aly Ryan Syndrom „ 😉
    Im Nachhinein irgendetwas anzuprangern was möglicherweise ganz andere Hintergründe hat ist schon sehr kindisch.
    Ihre politische Aktion 2016 ist für Sie ohne spürbare Konsequenzen geblieben. Die spätere Abmahnung der EBU dürfte sie mit einen Lächeln quittiert haben. Der damalige Medienrummel war ihr ja gewiss.
    In meinen Augen ist da die EBU viel zu zahm und lasch!
    Eine Ausschluss vom Finale wäre damals wohl etwas zu hart gewesen. Aber eine saftige Geldstrafe trifft diese Dame doch sicher auch. Auch hätte ich als sofortige Maßnahme sie damals als Erste starten lassen.
    Als wir 2016 am Final Abend frierend noch vor den Türen warten mussten ,flog eine kleines Sportflugzeug mit eben dieser besagten Flagge auch über die Arena.
    Dürfte wohl vom gleichen Aktions – Team gewesen sein wie in der Halle,Ihr aber nicht anlast bar.
    Ich habe nichts gegen politische Aktionen ,da wo sie hingehören. Jeder sollte auch selber wissen für was er auf die Straße geht. Nicht immer teile ich dann ihre Motivationen oder Ansichten. Aber dann eine Musik Sendung dafür zu missbrauchen ist schon sehr fragwürdig. („Hatari-Madonna Syndrom „😉)
    Gerade weil ich von der Dame davor oder auch danach keine anderen Aktionen (anscheinend noch ein Posting ) zu dieser Konflikt Frage vernommen habe. Wenn ich für etwas einstehe/einsetze dann doch nicht nur für 3 Sekunden Fähnchen winken ….. und für das „sicherimfinale“Deutschland (dann doch) nicht zu singen ist nicht so ein Posting werd. Einfach hinten anstellen ,da gibt es mittlerweile Einige.

    • Aha. Und weil du nicht mitbekommen hast, dass sie sich in dieser Frage weiter engagiert, tut sie das auch nicht. Ja, das klingt logisch.

      Und es ist vollkommen legitim, dass sie das merkwürdige Vorgehen und Gebahren des NDR öffentlich macht. Sie hat sich ja nicht selbst aktiv für das Auswahlverfahren beworben.

      • Ist mir wirklich nicht bekannt. Ich verfolge diesen Konflikt schon seit mehreren Jahren. Es gibt genügend Möglichkeiten sich für eine Sache aktiv zu engagieren. Gerade wenn es sich um eine Person handelt, die Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Ein paar Postings hier und da sind in meinen Augen keine Hilfe. Eine Musiksendung zu seinen Gunsten nutzen ist lächerlich. Da kann sie auch theoretisch nackig über einen Fußballplatz rennen um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Den Körper dazu hat sie.
        Wenn ich kleine Wurst für etwas mich engagiere / spende dann will ich nicht mein Gewissen erleichtern sondern helfen. Das andere prominente Leute dabei vorab ihren Namen einsetzen ist sehr hilfreich. Udo Lindenberg zum Beispiel. Ich kann dir gerne Adressen nennen. Schulen und Brunnen braucht Kenia immer! Schau dir bitte (oder Google ) um diesen Konflikt dir besser begreifbar zu machen an wie zum Beispiel George Clooney sich für die muslimische Minderheit Rohingya einsetzt. Gerade was kriegerische Konflikte angeht gibt es einige Prominente die sich für diese Sachen dann an die Öffentlichkeit wenden. Intensiv.

        Also , nicht immer alles so persönlich nehmen ( fällt bei dir etwas auf ). Ich ( also ich persönlich) fand das Verfahren des NDR nicht merkwürdig aber das Posting dieser Dame kindisch .

      • Ich nehme gar nix persönlich und mir ist latte, wie du ihr Posting findest. Seh ich halt nur anders.

        Merkwürdig fand ich an deinem Posting vor allem, dass du ihr unterstellst, sie würde sich sonst nicht engagieren. Du widersprichst dir auch selbst, indem du kritisierst, was sie während des ESC gemacht hat, aber nun sagst, sie könnte ja auch mal ein paar Postings in den sozialen Netzwerken dazu machen.
        Es ist nunmal nicht jede ein George Clooney. Und es möchte auch nicht jeder dafür gefeiert werden, dass er sich für irgendeinen guten Zweck einsetzt. Wo ist also das Problem? Selbst wenn sie sich nicht weiter engagiert und sie nur beim ESC die Flagge hielt: so what?

  20. Wobei ESC-Vorentscheidungsteilnehmer anderer Länder erlaubt sind, siehe Ben Dolic. Diese Regel wird immer Seltsamer je länger man darüber nachdenkt…

  21. Das ganze Auswahlverfahren für die Künstler erscheint mir mittlerweile seltsam und undurchdacht:
    alle Welt soll sich bewerben , wer es nicht mitbekommen hat wird unter Umständen ohne sein Wissen nominiert, später dann aufgrund interner Absprachen möglicherweise aussortiert…
    Etwas klarere Linien wären wünschenswert, sonst gibt es nur unzufriedene Gesichter schon im Vorfeld.

    • Wünschenswert wäre so vieles. Es wäre wünschenswert, wenn der Vorentscheid wieder öffentlich oder das Publikum mit involviert ist. Warum man nicht wenigstens Online über 3 oder 4 Songs abstimmen lässt, ist mir ein Rätsel. Es wäre auch wünschenswert, wenn der gesamte Prozess transparenter wäre.

      • Noch was zu Ergänzung: Ich denke, wir nehmen die Iveta viel wichtiger als sie tatsächlich ist. Gut, sie hat mit dem siebten Platz für Armenien einen ordentlichen Platz erreicht. Und sonst? Außerhalb des ESC ist sie mir in Deutschland nicht aufgefallen. Seit ihrer ESC-Teilnahme habe ich keinen einzigen neuen Song von ihr gehört. Außerdem widerspricht es dem Grundgedanken des ESC wenn ein Künstler mal für das Land und ein paar Jahre für ein anderes Land startet. Ich bin auch dafür, das man wieder mehr darauf schaut, das nicht in jedem Land, immer die selben Komponisten und Produzenten ihre Lieder platzieren. Haben wir in Deutschland nicht genügend gute Komponisten, die einen ESC-Song schreiben können? Warum muß man da auf einen Bulgaren zurückgreifen? War der ESC nicht auch mal dafür gedacht, das jedes Land ein Stück landeseigener Musik präsentiert? Außerdem hätte ich überhaupt nix dagegen, wenn mal wieder ein Song in Deutsch zum ESC geschickt wird. Denn gerade deutschsprachige Musik ist in Deutschland gerade sehr erfolgreich. Und längst nicht nur Schlager.

      • … wenn du das sagst , wird es wohl stimmen .
        Der Gegenwind war wohl etwas zu stark .
        Lies bitte meinen oberen Beitrag richtig . Zu Postings animiere ich sie überhaupt nicht. Für eine Sache zu kämpfen , heißt auch andere Wege dafür zu nutzen . Aber Schwamm drüber .
        Aber vielleicht hast du ja recht . Möglicherweise ist Sie ja für die gerade aktuellen ,wenn auch zögerlichen Friedensgespräche da unten auf beiden Seiten verantwortlich…

      • Ach, Felix, was ist denn bitte mit dir los? Was zickst du mich denn so an, nur weil ich nicht deiner Meinung bin?

        Ich hab doch oben schon geantwortet, dass es doch auch vollkommen okay wäre wenn sie beim ESC eben damals nur sich mit der Flagge gezeigt hat. Es muss nicht jeder ein sozial oder politisch aktiv-interessierter Mensch sein.

        Akzeptier doch einfach, dass ich sie und ihr Posting sympathisch finde. Ich akzeptiere ja auch, dass du es nicht tust. Aber es ist dafür vollkommen unerheblich, wie oft sie sich zu dem Bergkarabach-Thema noch geäußert hat. Punkt.

      • Und noch was:
        wenn der Gegenwind für ihr erstes Posting zu stark war und sie das nun zurücknimmt und sich entschuldigt, zeigt doch gerade das, dass sie sehr reflektiert ist. Sonst hätte sie ja stur bei ihrer Meinung bleiben können. Aber ist okay, du magst sie nicht und findest ihr Posting kindisch. Akzeptier ich.

      • Schade das du anscheinend nur ein ESC Aktivist bist. Ich fand @Felix Meinungen sehr treffend und seine Antwort an dich vielleicht ironisch aber nicht zickig.
        Es schade nie auch politisch weitsichtiger zu sein. Gerade im ESC Bezug scheint ja auch dort die Politik gleich nach der Musik zu kommen.

  22. Noch mal ne Frage: Warum postet sie das in Englisch und nicht in Deutsch? So viel wert scheint sie ja auf eine Teilnahme für Deutschland nicht zu legen, wenn sie diese Infos, die eigentlich nur Deutschland betrifft, noch nicht mal in Deutsch posten kann. Insofern ist es gut, das sie nicht mehr dabei ist.

    • Vielleicht weil sie den ersten Post auf Englisch geschrieben hat und alle, die den gelesen haben, nun auch das Update lesen können sollten. Oder vielleicht, weil auch internationale Fanmedien darüber berichten. Oder vielleicht weil sie einfach immer auf Englisch und/oder Armenisch postet.

      • Dann soll sie halt für Armenien starten, wenn ihr die Deutsche Sprache so zu wider ist. Dann ist es ganz gut, das sie raus ist. Da hat der NDR endlich mal was richtiges gemacht.

      • Wer sagt denn, dass ihr die deutsche Sprache zuwider ist?

        Michael Schulte postet auch zu 90% auf englisch. Eher noch mehr. So genau verfolg ich es grad nicht mehr. HAt er auch schon vor dem ESC so gemacht. Dann hätte er ja auch nicht für Deutschland starten dürfen.

  23. Heute startet ja wieder The Voice. Ich frage mich, warum gibt der NDR nicht gleich bekannt, das sich nur ehemalige The Voice-Teilnehmer sich bewerben sollen, angesichts der letzten Teilnehmer für Deutschland. Das würde anderen Künstlern Zeit sparen. Da brauchen die sich gar nicht erst zu bewerben.

  24. Dafür, dass ansonsten meine Kommentare immer ein bisschen länger sind, mache ich es dieses mal kurz: Ich teile die Meinung mit vielen hier, dass die aktuelle Regelung zum deutschen Vorentscheid, nach dem ein bereits am ESC teilgenommer Künstler, an der deutschen Vorentscheidung nicht mehr teilnehmen darf, nicht sein muss!

    • Es geht nicht darum, das Leute die für den ESC für Deutschland schon mal gestartet sind, nicht dabei sein dürfen, sondern darum das Leute die für andere Länder beim ESC gestartet sind, nicht beim Vorentscheidungsprozess berücksichtigt werden. Das ist, finde ich jedenfalls, vollkommen legitim. Denn sonst wird man beliebig.

      • Und durch die ganzen Komponisten-Hopper wird man nicht beliebig oder wie? Finde ich ehrlich gesagt schlimmer als bei Künstlern. Gerade wenn man die Handschrift des jeweiligen Komponisten heraushört.

        Gerne auch ausländische Komponisten. Aber bitte nicht die, die man beim ESC ohnehin schon ständig hört.

        Und gerade in einer immer globalisierteren, multikulturellen Gesellschaft würde ich persönlich nichts dabei finden, wenn jemand im Laufe der Jahre für zwei Länder antritt, mit denen er nachweislich verbunden ist. Das wäre für mich dann keine Beliebigkeit sondern ein Abbild zeitgenössischer Realität.

  25. Iveta wäre keine gute Wahl.
    Zum einen, weil sie noch vor einigen Monaten energisch Xavier Naidoo und seinen Wahn verteidigt hat und zum Anderen, weil sie viel zu sehr armenisch nationalistisch ist und ich wenig Lust darauf habe, dass Deutschland ungewollt im ESC in irgendwelche politischen Events gerückt wird. Vor allem 2016 hat gezeigt, dass ihr Provokation wichtig ist. Fand ich schade, da ihr Lied 2016 gut war.

    Zum anderen erkennt Deutschland und jedes andere Land der Erde Karabach als Teil von Aserbaidschan an (da Armenien nicht nur dies , sondern auch noch 7 andere Distrikte besetzt hat und 750.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden). Da kann es ganz schnell zu unangenehmen Fragen im Pressezentrum kommen.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.