„Kein Maßstab für europäische Popmusik“: Thomas Gottschalk blamiert sich mit ESC-Aussagen in neuem Buch

„Ungefiltert“ heißt das im Heyne-Verlag erschienene, neue Buch von Thomas Gottschalk. Dass der Name Programm ist, zeigen schon die bereits hinlänglich öffentlich diskutierten Aussagen zum Frauenbild des ehemaligen Entertainers (das er im übrigen auch in seiner letzten „Wetten, dass..?“-Folge gegenüber unter anderem Shirin David dokumentiert hat). Man hätte allerdings zumindest erwartet, dass das Buch von Gottschalk ordentlich lektoriert wird und die Fakten stimmen. Dass das offenbar bestenfalls bedingt erfolgt ist, weist die Schweizer Zeitung „Blick“ jetzt anhand von zwei Aussagen zum Eurovision Song Contest nach.

In „Ungefiltert“ berichtet Thomas Gottschalk unter anderem auch über die Zeit, in der er an der deutschen ESC-Teilnahme beteiligt war – 1979 und 1980 gemeinsam mit Carolin Reiber als Moderator der deutschen Vorentscheidung und 1989 als deutscher Kommentator des internationalen Wettbewerbs. In seinem Instant-Bestseller „Ungefiltert“ verlegt er den „Grand Prix de la Chanson“ dieses Jahres dann kurzerhand von Lausanne nach Montreux.

Als Blick ihn darauf hinweist, schreibt Thomas Gottschalk:

„Ich entschuldige mich für den Irrtum. Ich weiß heute nur noch, dass ich die ‚Goldene Rose von Montreux‘ zu Hause stehen habe, aber habe mich leider nicht mehr richtig daran erinnert, in welcher Stadt ich beim Eurovision Song Contest war. Immerhin war das bereits im Jahr 1989.“

Außerdem fügt er hinzu, dass er dachte, dass in der Schweiz alles so nah beieinander liege, dass das keiner merken würde: „Da habe ich mich wohl getäuscht.“

Nun kann man darüber streiten, ob Thomas Gottschalk mit dieser Replik den eigentlichen Fehler nicht sogar noch verschlimmbessert hat. Oder ob diese sanft-provokante, wohlüberlegte Aussage aus seiner Perspektive nicht sogar gut zu der krawalligen Art und Weise anderer Medienauftritte zum Buch passt. Hauptsache Aufmerksamkeit.

Über die Lausanne-Montreux-Verwechselung kann man noch schulterzuckend schmunzeln. Gravierender ist sein zweiter ESC-Diss in „Ungefiltert“:

„Der Eurovision Song Contest mag zu einer Regenbogenveranstaltung geworden sein, aber das Verständnis dieser Veranstaltung als Maßstab für die europäische Popmusik ist nicht mehr das, was es mal war. Erinnern Sie sich noch an die Siegertitel der letzten beiden Jahre, oder haben sich die beteiligten Gruppen und Solisten bei Ihnen besonders eingeprägt?“

Abgesehen davon, dass die Verkürzung des ESC zu „einer Regenbogenveranstaltung“ etwas Geschmäcklerisches hat, ist der zweite Teil seiner Wahrnehmung oder Behauptung schlicht falsch. Speziell in den letzten zehn Jahren (oder mehr), die Gottschalk zu verfolgen vorgibt, hat der ESC gigantische musikalische Erfolge vorzuweisen – und das gilt kommerziell genauso wie künstlerisch.

Blick führt exemplarisch die Streamingerfolge von „Snap“ (ESC 2022) oder „Arcade“ (ESC 2019) als Gegenbeweise für Gottschalks Widerspruch an. Beide Megahits verzeichnen bei Spotify jeweils über eine Milliarde Streams. Auch der Siegeszug des ESC auf den Social-Media-Kanälen scheint Thomas Gottschalk entgangen zu sein. TikTok war der führende kommerzielle Wegbereiter für Rosa Linn sowie Duncan Laurence und hat auch ABBA maßgebend geholfen, neue Zielgruppen für die ABBAtar-Voyage-Expansion zu gewinnen.

Es gibt so viele Beispiele, die beweisen, dass Herr Gottschalk ESC-Oberflächlichkeit demonstriert. Auch der Erfolg von Loreen („Euphoria“ war No. 1 in allein 17 europäischen Ländern, „Tattoo“ steht auf Spotify bei mehr als 600 Millionen Streams, die Nachfolgesingle „Is It Love“ bei knapp 85 Millionen) und Måneskin (Welttournee, anyone?) scheint an ihm vorübergegangen zu sein. Und so lange ist der große ESC-Erfolg von zwei marktführenden Künstlern der deutschen Musiklandschaft – Lena und Michael Schulte – auch noch nicht her. Beide konnten den ESC als Sprungbrett für eine dauerhafte Karriere nutzen.

Thomas Gottschalk bedient Früher-war-alles-besser-Klischees, und seine Ich-bin-wie-ich-bin-Provokationen erzielen die Aufmerksamkeit, die es braucht, um „Ungefiltert“ in die Bestsellerlisten zu heben. Die hysterischen Reactions der etablierten Medienplayer wirken zuweilen wie beinahe vom Heyne-Verlag herbeigesehnt.

Wohldosiert nutzen er und die Heyne-Pressestelle vordringlich DER SPIEGEL, die unvermeidliche Tanja May (via BamS) sowie die WDR-Talkshow Kölner Treff als Multiplikatoren der „Erkenntnisse von einem, der den Mund nicht halten kann“. Es ist schon etwas cringe zu sehen, wie sich Micky Beisenherz im Gottschalk-Interview verbissen um political correctness bemüht. Großes Kino ist das Minenspiel der übrigen Talkshowgäste. Boris Rosenkranz hat für Übermedien eine smarte „Chronologie der Empörung“ aufgeschrieben.

Ausschnitte aus diesen drei gezielt ausgesuchten, öffentlichen Auftritten reichen, um die Social-Media-Empörung geradezu explodieren zu lassen. Repräsentativ sei hier der zuweilen sehr smarte Jonas Wuttke gezeigt:

@jonaswuttke_

wie gehts eigentlich.. thomas gottschalk?

♬ Originalton – JONAS WUTTKE

ESC-Bezug: Jonas serviert dann in seinem Rant über Thomas Gottschalk auch gleich noch das reichweitenstarke RTL-Comeback von Stefan Raab mit ab.

In Wahrheit sind die Kontroversen rund um Thomas Gottschalk einschließlich seiner ESC-Aussetzer mehr ein Abbild der überhitzten Medienlandschaft in Social-Media-Zeiten (Quote, Quote, Quote – Klicks, Klicks, Klicks) als tatsächlich das Abbild einer gesellschaftlich oder kulturpolitisch relevanten Diskussion. Ich will es mal so sagen: Sechs inhaltsleere Seiten über ein Redakteurstreffen mit Cora Schumacher hätte DER SPIEGEL zu Zeiten von Stefan Aust & Co. definitiv NICHT freigeräumt, als das Nachrichtenmagazin noch die politische Agenda in Bonn, dann Berlin und dann Brüssel beeinflusst hat.

Gleichzeitig gibt uns DER SPIEGEL aber auch das passende Schlusswort, wie man die überhitzte Gottschalk-Diskussion tatsächlich sehen kann. Das Magazin feiert und kapitalisiert sein Pseudo-Skandal-Interview auch noch in einem eigenen Shortcuts-Podcast. Dort sagt die Interviewerin Vicky Bargel (die das Interview gemeinsam mit Alexander Kühn geführt hat) am Ende entwaffnend ehrlich zum zweistündigen Sofa-Treffen in Gottschalks Münchener Privatwohnung: „Ich finde es saustark, dass Gottschalk sich diesem kritischen Gespräch gestellt und zugelassen hat, dass wir das so bringen.“

Was meint Ihr? Sind die ESC-Patzer von Thomas Gottschalk die Aufregung wert? Ist die Kritik auf TikTok & Co. von Jonas und anderen Influencern berechtigt? Sollte Thomas Gottschalk in der ESC-Welt möglicherweise sogar eine Old-School-Rolle spielen? (Er war ja sogar schon einmal bei den Reactions von Eurovision.de dabei.) Plant Ihr, „Ungefiltert“ zu kaufen oder zu lesen?



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Ian
Ian
1 Jahr zuvor

Dieser Typ gibt offen und reuelos zu, dass er seine Kinder getrommelt hat und stellt sich als das arme kleine Opfer da, weil ihm sein Sexismus der letzten Jahre jetzt um die Ohren fliegt. Dagegen wirken seine Kapriolen gegen den ESC fast schon wieder wie harmloser Klamauk.

jo2602
jo2602
1 Jahr zuvor

Herr Gottschalk sagt halt offen seine Meinung, das müsste man aushalten können als Demokratie. Die aufgeführten Beispiele mögen zwar international (Loreen, Maneskin) Erfolge eingeheimst haben. In Deutschland haben sie weder in den Charts noch auf irgendeiner Art und Weise, sei es durch Konzerte oder durch Airplay zeiten in den Radios reüssiert. Daher kann ich schon verstehen, das Gottschalk darauf hinweißt das die Sieger der letzten beiden Jahren was das angeht nicht erfolgreich waren. Insofern so ganz falsch sind somit seine Aussagen nicht. Oder hat Nemo in Deutschland oder anderswo einen nennenswerten Charterfolg gehabt oder hat er eine größere Konzertournee unternommen?
Ich finde es ungeheuerlich, wenn Moralapostel und sonstige Leute, die noch nie was im Leben erreicht haben, jetzt dem Gottschalk ihre komische Moral aufzwingen wollen. Der Mann hat jahrzehntelang mit seinen Sendungen Millionen von Menschen unterhalten und hat somit mehr für das deutsche Fernsehen getan, alle diese Influencer zusammen, die jetzt meinen über ihn herziehen zu können. Und was ist bitte schön an dem Begriff „Regenbogenveranstaltung“ jetzt so schlimm? Gar nix. Ist der ESC wirklich ein Maßstab für europäische Popmusik? Nur wenn es ganz, ganz toll läuft, sind daraus Weltstars hervorgegangen. Wie Abba oder Celine Dion. Aber das waren die Ausnahmen. Die anderen Sieger waren bestenfalls in ihren Ländern erfolgreich oder auch gleich wieder vergessen. Oder hat man jemals wieder was von Riva(1989) oder von Tanel Padar und Dave Benton (2001) was gehört. Oder wie war die Karriere von Sandra Kim nach ihrem ESC-Sieg 1986? Außerhalb des ESCs hat man von ihr nicht viel gehört. Oder wie erging es den Siegerinnen von 1985? Also in den wenigsten Fällen sind aus dem ESC internationale oder gar Weltstars hervorgegangen.

Last edited 1 Jahr zuvor by jo2602
ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  jo2602

Aha, und nur weil er in der Vergangenheit Leute vor die Glotze gelockt hat soll er also unwidersprochen jeden noch so großen Mist in die Welt hinausposaunen dürfen?? Was ist das bitte für ne Logik??

jo2602
jo2602
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Es gibt ein Sprichwort: „Nur getroffene Hunde bellen.“ Also muss er ja einige getroffen haben. Das ihn unbedeutende Internetschmierfinken jetzt kritisieren, er als Medienprofi, wird das verkraften können. Es gibt noch ein Sprichwort, das hier zu passt:“Was schert es einen Mammutbaum, wenn kleine Insekten auf ihm krabbeln?“ Ich wünsche mir, das Wetten Dass wiederkommt, ob jetzt mit ihm als Moderator oder modernisiert.Die Privaten sind ja nicht im Stande, sowas auch nur ansatzweise zu schaffen.

Last edited 1 Jahr zuvor by jo2602
ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  jo2602

Aus welcher Mottenkiste hast du den Spruch bitte rausgekramt??🥱

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
1 Jahr zuvor
Reply to  jo2602

Sorry, selten so einen unqualifizierten Kommentar hier gelesen.

Zudem gibt es moderne Showkonzepte, die funktionieren. „Wer stiehlt mir die Show“ beispielsweise.

Last edited 1 Jahr zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Sandra
Sandra
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Sie dürfen doch auch ihre aggressiven, unhöflichen und beleidigenden Kommentare in die Welt posaunen…und keinen interessiert es!

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Sandra

Sie aber anscheinend schon.😜

Und ich wüsste nicht so ich Sie beleidigt habe, mit einer bekannten Sängerin sie Sandra verglichen zu werden zählt für mich nicht als Beleidigung.🤷🏻‍♂️

Sandra
Sandra
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Da hat wohl jeder eine andere Meinung zu was beleidigend ist. Wenn sie mir unterstellen, ich schreibe Quatsch… ihre Meinung. Ich wundere mich eben über so eine aggressive Schreibweise. Sie stechen da ganz besonders hervor!
Bevor sie Gottschalk permanent kritisieren für Sachen die schon ewig her sind …… Fangen sie sich bitte erst einmal mit ihrer Ausdrucksweise an! Da haben sie viel zu tun.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Sandra

Dann ist das meine Meinung, aber eine Beleidigung ist das nun wirklich nicht. Oder habe ich irgendein Schimpfwort verwendet?? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern.🤷🏻‍♂️

Sandra
Sandra
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Ich soll singen und keinen Quatsch erzählen…ist für mich schon beleidigend. Außerdem geht es hier nicht nur um mich. Wer nicht in ihrem Sinne antwortet…der wird schräg angeredet.
Aber ich merke schon… Gottschalk maßregeln…und selbst absolut von ihrer Meinung überzeugt…. 😕

Sandra
Sandra
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

!

Last edited 1 Jahr zuvor by Sandra
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
1 Jahr zuvor
Reply to  jo2602

Mir ist es piepegal. ob der ESC reihenweise Weltstars produziert oder nicht. Mir persönlich müssen die Beiträge/Künstler gefallen und es freut mich jedesmal, wenn ich meinen musikalischen Horizont erweitern kann. Danke für Salvador Sobral beispielsweise.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  jo2602

Jemanden, der den ESC 1989 selbst kommentiert hat, nicht mehr weiß, in welchem Ort dieser ESC dann stattfand und das auch noch in ein Buch schreibt, den kann ich nicht ernst nehmen. Und so hat Herr Gottschalk es all die Jahre gehalten… einfach irgendwas quatschen. Er durfte und darf immer sagen, was er meint, soll dann aber auch einfach akzeptieren, wenn das andere nicht richtig finden.

Frittentilla
Frittentilla
1 Jahr zuvor

Isch war jerad ens auf dr Klo.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
1 Jahr zuvor
Reply to  Frittentilla

?????

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Frittentilla

Bist du jetzt von Gurkensalat auf Fritten umgestiegen?

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Jahr zuvor

Erbsensuppe.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor

Führt die leicht ab? Das würde wertvolle Hinweise zur Interpretation des hochwertigen Einstiegskommentars liefern.

Tobiz
Mitglied
Tobiz
1 Jahr zuvor

Wenn du nicht mit der Zeit gehst, gehst du mit der Zeit.

Früher als Kind (2010er) mochte ich ihn mal, aber heute bin ich erwachsen und da er nicht aufhört Mist zu erzählen, soll er einfach ruhig sein und seine Finger von Frauen und Kinder lassen.

Alter weißer Mann versteht die Welt nicht mehr Teil 24.543.352. Wir sind fassungslos.

Jo2602
Jo2602
1 Jahr zuvor
Reply to  Tobiz

Siehste, genau diese Intoleranz gegenüber andere Meinungen von angeblichen ach so toleranten Minderheiten, die fast immer ihre Arroganz und ihre moralische Pseudoueberlegengeit zeigen müssen ist es, das die Menschen zu Bauernfängern wie der AFD treibt. Ich finde es gut, das der Gottschalk seine Meinung sagt, ohne Rücksicht auf Verluste, und er sich einen Dreck darum schert, was heuchlerische Moralapostel sagen. Noch leben wir in einem Land, wo man das noch darf. Die Sprachpolizei macht Gott sei dank noch keine Gesetze

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Jo2602

Noch leben wir in einem Land, wo man das noch darf.

Richtig. Trotzdem heißt es ständig, man dürfe ja nix mehr sagen. Kommt übrigens meist von jenen, die besonders deutlich ihre Meinung mitteilen. Übrigens auch ulkig, dass dann gerade die Partei gewählt wird, die wohl auch ihrer Klientel sofort den Mund verbieten würde, hätte sie die Macht dazu. Sorry, aber mir fällt es schwer, diese Leute und deren Einstellung ernst zu nehmen. Geschweige denn, zu respektieren. Außerdem fällt mir beim Thema Intoleranz sofort das Toleranzparadoxon ein. Ist aber nur die Meinung einer privilegierten Heuchlerin und „woken Linksgrünversifften“, die übrigens keiner Minderheit angehört. 😉 (Außer, man(n) möchte mich als Frau in diese Schublade stecken.)

Edit: Übrigens muss jeder mit Gegenwind rechnen, sobald er seine Meinung kundtut. Ob nun in der Öffentlichkeit oder unter vier Augen. Auch meine Meinung teilt nicht jeder. Die Frage ist halt, kann ich mit Kritik und Feedback umgehen. Und ganz wichtig: Bin ich in der Lage, mich selbst zu reflektieren.

Last edited 1 Jahr zuvor by Franny
ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Ist wie ein Intelligenztest und dabei fallen die aus der „Mimimi-Man darf nichts mehr sagen-Fraktion“ regelmäßig durch. 🤣

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Danke, Franny !

Bokelberg
Bokelberg
1 Jahr zuvor

Wer ist dieser Gottschalk.weiss nicht warum so viele über ihn schreiben.er ist uninteressant.

Aufrechtgehn
Aufrechtgehn
1 Jahr zuvor

Als ebenfalls alter weißer Mann fand ich den Thommy zu Beginn seiner TV-Karriere ja mal eine Zeitlang erfrischend schlagfertig und salopp, den Gegenentwurf zu den ganzen steifen, piefigen Fernsehonkels damals. Auch seine Einsätze beim ESC als Vorentscheidungsmoderator und ESC-Kommentator fand ich amüsant und unterhaltsam, er hatte diese angenehme Respektlosigkeit, die zumal in den Endachtzigern dem ESC gegenüber absolut angebracht war. Und ja, in der Steinzeit des Fernsehens habe ich natürlich auch noch „Wetten, dass“ geschaut. Wir hatten ja damals nichts (anderes)…

Unmöglich gemacht hat er sich bei mir spätestens mit seinem Versuch (2001?), sich mit einem grauenhaft peinlichen „Früher-war-alles-besser“-Rockschlager mit einer getürkten Wette in den deutschen Vorentscheid einzuschleichen. Schon damals ist mir seine Rückwärtsgewandtheit unangenehm aufgestoßen. Der ist halt einfach in seiner persönlichen Entwicklung irgendwann stehengeblieben und hat sich nicht mehr weiterentwickelt. Und da die Deutschen nichts so sehr lieben wie immer das Gleiche, war er damit lange Zeit leider immer noch sehr erfolgreich.

Er ist schon seit einem Vierteljahrhundert einfach irrelevant, kann das aber nicht einsehen. Er reiht sich damit ein in die zahlenmäßig übermächtig scheinende Armee der grauenhaften Geronten, die mit ihrem Altersstarrsinn überall im Weg stehen und den gesellschaftlichen Fortschritt aktiv behindern. Ganz heimlich wünsche ich mir manchmal, es wäre so wie von all diesen Labersäcken wortreich öffentlich bejammert und sie dürften tatsächlich „nicht mehr sagen“. Aber es ist ja das Gegenteil der Fall: vor lauter lautstarkem reaktionärem Herumposaunen finden die wenigen klugen Geister, die unser Land (noch) hat, kaum noch Gehör im öffentlichen Diskurs.

Natürlich wird sich seine Schwarte verkaufen, die Leute haben ja auch einen Sarrazin zum Auflagenmillionär gemacht, und der hatte auch nichts Intelligentes zu sagen. Es ist ein Trauerspiel…

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Aufrechtgehn

Zwischen Sarrazin und Gottschalk ist dann aber doch ein großer Unterschied. Ich kann mich nicht erinnern, dass Gottschalk sich jemals so verächtlich über finanziell schwächer ausgestattete Menschen oder über Migranten ausgelassen hätte wie Sarrazin das getan hat.

Und nicht alles, was in der Gesellschaft so passiert, ist Fortschritt oder, besser gesagt, etwas Wünschenswertes (zur Zeit sehen viele ja eher einen Rechtsruck, vermutlich bist Du nicht der Meinung, dass diese gesellschaftliche Entwicklung nicht behindert werden darf). Und soll man Dinge wie künstliche Intelligenz, allumfassende Digitalisierung & Machtzusammenballung bei Google, Amazon & Co. einfach kritiklos hinnehmen?

Beide, sowohl zukunftsoptimistische Progressive als auch skeptische Konservative, sind wichtig für eine Gesellschaft; wünschenswert sind fruchtbare Diskussion zwischen beiden.

Last edited 1 Jahr zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor

Und genau deshalb ist „man darf nicht mehr alles sagen“ ja auch nicht richtig, alles darf gesagt werden, wenn es nicht beleidigend ist, sollte es nicht gesagt werden. Aber man darf, bevor man etwas sagt, auch nachdenken.
Mach ich auch häufiger nicht, aber auch das darf ich.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

Das darfst Du 🙂 Darf ich dafür anmerken, dass vor dem „sollte es nicht gesagt werden“ meines Erachtens möglicherweise ein „wenn es aber doch beleidigend ist,“ fehlt?

Ich könnte mir vorstellen, dass manche Leute mit dem „man darf nicht mehr alles sagen“ eigentlich ein „man kann nicht mehr alles sagen, ohne dass man danach beleidigt wird“ meinen; sofern sie eine beleidigende Reaktion auf etwas ihrer Ansicht nach nicht-Beleidigendes (oder schreibt man richtig „Nicht-beleidigendes“ oder gar „Nicht-Beleidigendes“?) erhalten, könnte ich einen gewissen Unmut schon nachvollziehen.

Last edited 1 Jahr zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Aufrechtgehn
Aufrechtgehn
1 Jahr zuvor

Du hast natürlich Recht, dass nicht jede Veränderung ein Fortschritt ist. Gerade was den aktuellen Rechtsruck angeht, der natürlich ein massiver Rückschritt ist. Und ja, Gottschalk ist bei Weitem nicht so übel wie der Sarazzin. Das wollte ich damit auch nicht implizieren. Nur, dass es halt beide alte weiße Männer sind, die geistig im letzten Jahrhundert stecken geblieben sind. Und die mit ihrem reaktionären Gerede leider großen Zuspruch finden. Insofern danke für deinen Einwand.

Was das Thema „man darf nicht mehr alles sagen“ angeht, kann man sich ja drauf verlassen, dass jeder, der so was äußert, direkt danach irgendeinen rechten Gedankenmüll raushaut. Es ist das Äquivalent zu „Ich habe ja nichts gegen Ausländer / Schwule / [hier eine beliebige Minderheit einsetzen],“ wonach auch verlässlich immer etwas Xeno- oder Homophobes kommt.

Was Thommy und so viele Andere damit meinen, ist ja: ich will irgendeinen reaktionären Stumpfsinn daherplappern, ohne dass mich dafür jemand als reaktionär bezeichnet, mich sonstwie kritisiert oder mir gar widerspricht.

Wobei es natürlich auch nicht hilft, dass Linke wie ich auf solche Äußerungen hin gerne gleich das schwere Geschütz rausholen. Wer z.B. gesagt bekommt, dass er ein Rassist sei (damit meine ich nicht den Gottschalk), ist natürlich nicht mehr für eine inhaltliche Diskussion offen, sondern fühlt sich angegriffen und schaltet auf Verteidigung. Da ist unsere Diskussionskultur leider ziemlich verkommen.

eurovision-berlin
eurovision-berlin
1 Jahr zuvor

Und nach Gottschalk meldet sich auch Nicole zu Wort. Ich stimme ihr zu:
https://www.n-tv.de/leute/Nicole-rechnet-mit-dem-ESC-ab-article25300324.html?utm_source=pocket-newtab-de-de

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Zu Nicole möchte ich folgendes sagen:

Ein ESC-Sieg allein reicht nicht aus um bei den ESC-Fans (m/w/d) in Europa beliebt zu sein und als ESC-Legende (m/w/d) wahrgenommen zu werden.

Nicole wäre gut beraten, dass sie beim Vortragen ihrer Kritik gleichzeitig immer noch hinzufügt sich dem ESC – auch so wie er heute ist – innerlich immer stets verbunden fühlen wird.

Ein Fußball-Fan (m/w/d) würde trotz aller berechtigter Kritik am DFB, an der UEFA und an der FIFA niemals auf die Idee kommen zu sagen, dass er mit dem Fußball an und für sich, aber auch mit einer Europa- oder Weltmeisterschaft innerlich (mehr oder weniger) abgeschlossen hat.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Nach diesen Aussagen wird ihr das allerdings niemand mehr abkaufen.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Aus dieser Nummer ist es für Nicole nahezu unmöglich wieder heraus zu kommen. Da gebe ich dir recht.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Wahre Worte, Timo, danke dafür. Leider ist das nicht das erste Mal, dass Nicole das Nest beschmutzt, durch das sie groß geworden ist (schiefe Metapher, aber ich denk, Ihr wisst, was ich meine). Dinge ändern sich, das muss man auch mit 59 Jahren und 362 Tagen akzeptieren (ja, 362! 2024 war ein Schaltjahr!).

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Von Nicole bin ich wirklich enttäuscht. Zwar fand ich ihre Musik immer altbacken. Jedoch muss ich heute – also nächstes Jahr fünfzehn Jahre nach Lena’s ESC-Sieg später – glasklar sagen, dass Nicole mit „Ein bißchen Frieden“ der schönere ESC-Siegersong aus Deutschland im Vergleich zu Lena’s „Sattelite“ ist.

Nach meiner Wahrnehmung sehen das heute durchaus viele so.

Warum sich Nicole das kaputt macht verstehe ich nicht. Denn die Sympathie zum ESC-Gewinner spielt immer eine nicht unerhebliche Rolle neben dem ESC-Siegersong selbst.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Ich persönlich bin da anderer Meinung, mag „Satellite“ um einiges lieber.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Das ist okay. Man merkt eben, dass wir beide verschiedene Generationen sind. Ich Jahrgang 1975 und du 1994.

Ich war 34 Jahre als Lena den ESC gewann. Damals fanden ich und viele andere (m/w/d), die ungefähr so alt sind wie ich, „Satellite“ absolut erfrischend und etwas total unkompliziert anderes.

Dieser Reiz des Neuen ist heute ca. 15 Jahre später verflogen und die Erkenntnis hat sich breit gemacht, dass „Ein bißchen Frieden“ ein zeitloser Musikstil ist und absolut sauber produziert wurde.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Na ja, „zeitlos“ würde ich ihn jetzt nicht bezeichnen, man hört dem Song seine über 40 Jahre doch sehr an, und textlich ist das jetzt auch kein Meisterwerk.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Dann bist du wohl mein Jahrgang. Also dein Nick-Datum abzüglich ein Jahrzehnt. 😉

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Das Jahr 1986 in meinem Nickname hier auf ESC kompakt bedeutet, dass ich im Jahr 1986 zu ersten Mal den deutschen Vorentscheid („Ein Lied für Bergen“) und auch den ESC in Bergen selbst im Fernsehen gesehen habe.

Timo ist hingegen auch mein tatsächlicher Vorname im real Life.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Was war Dein Favorit damals im Vorentscheid? Ich hatte recht viele: Chris Heart & Band (3.), Fleming & Berry (4.), Clowns (6.), Steffi Hinz (10.) und Mr. Fisto (11.). Aber auch die Gewinnerin Ingrid Peters und auch Günther Eric Thöner (9.) fand ich gut. Eine schöne Vorentscheidung.

Beim ESC in Bergen haben meine drei Favoriten die ersten drei Plätze belegt, sowas erlebe ich sonst nie (Sandra Kim, Daniela Simons und Sherisse Laurence).

Und ja, „Ein bisschen Frieden“ gefällt mir auch besser als „Satellite“.

Danke übrigens für Deinen interessanten Kommentar zu zwingendem vs. dispositivem Recht auf der ersten Seite dieses Threads!

Franny
Franny
1 Jahr zuvor

Bei mir waren es Ingrid Peters ,Clowns und Chris Heart & Band. Hatte damals auch die Kassette zu Hause. 😀

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Mein Favorit bei „Ein Lied für Bergen“ war tatsächlich von Ingrid Peters „Über die Brücke geh’n“. Beim ESC in Bergen war mein Favorit dann ebenfalls die Siegerin Sandra Kim aus Belgien.

Ich dachte dann ein Jahr später in meiner kindlichen / jugendlichen Naivität beim ESC in Brüssel, dass alle meine Favoriten auch automatisch ESC-Sieger (m/w/d) werden.

Dementsprechend tief beleidigt war ich dann auch mit den Juries, dass sie nicht meine Favoriten aus Italien Umberto Tozzi & Raf mit „Gente die mare“ zum Sieger gekürt haben, sondern Johnny Logan aus Irland.

Deswegen sage ich immer: Gesehen habe ich den ESC zum ersten Mal 1986, so richtig verstanden habe ich ihn aber erst ein Jahr später 1987 in Brüssel. 😀

Last edited 1 Jahr zuvor by Timo1986
Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Ah! 🙂 Mein erster ESC/Grand Prix, an den ich mich erinnere, war 1983. Das Verrückte: Ich weiß noch ganz genau, wo und wie ich damals auf dem Sessel den Auftritt von Hoffmann und Hoffmann verfolgt hab. Und ganz dunkel hab ich noch das Voting im Kopf. Das war es dann aber auch schon.

Mein erster intensiver Vorentscheid war schließlich 1985 mit Wind. Von da an hab ich auch den ESC/Grand Prix bewusster verfolgt.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Meiner war 1984. 1982 und 1983 habe ich die deutschen VEs gesehen, 1982 war aber am Tag des (internationalen) ESCs an meiner Schule eine Theateraufführung, 1983 war ich mit meinen Eltern in Böblingen bei einer Aufführung von „Professor Unrat“, ausgerechnet mit Katja Ebstein! Danach war aber der Grand Prix „heilig“ und ich habe ihn nie wieder verpasst.

Last edited 1 Jahr zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Ich kann mich noch daran erinnern – ich habe „Ein Lied für Bergen“ zusammen mit meinen Eltern gesehen – wie die irgendwann nachdem so ziemlich alle Songs von den Interpreten (m/w/d) vorgetragen wurden, sagten, dass die Auswahl dieses Jahr (1986) mit der von letztem Jahr (1985) eine absolute Katastrophe sei. Der beste Song sei in der Tat der von Ingrid Peters, könne aber niemals mit „Für alle“ von Wind aus dem letzten Jahr mithalten.

Auch da hab ich etwas Schnippisch reagiert, weil ich wie bereits gesagt Ingrid Peters voll meine Daumen gedrückt habe. 😀

Last edited 1 Jahr zuvor by Timo1986
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Schön, dass Deinen Eltern „Für alle“ auch gefallen hat! Einer meiner VE-Favoriten (1985 fand ich überhaupt, neben 2013, die beste VE, die ich kenne), der völlig überraschend „Ein Lied für Göteborg“ gewann und dem (nach dem, was ich damals mitbekam) nicht allzu viel dort zugetraut wurde. Wie habe ich mich über die vielen Punkte in Göteborg gefreut!

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Ich habe 1985 weder den ESC in Göteborg, noch den deutschen Vorentscheid gesehen.

Ich weiß aber noch, dass ich damals auf Cassette aus dem Radio heraus total fasziniert von Heike Schäfer’s „Die Glocken von Rom“ war und total erleichtert war, dass der Radiomoderator (m/w/d) nicht dazwischen gequatscht hat.

„Für alle“ von Wind fand ich auch ein gutes Lied. Aber nicht so gut wie „Die Glocken von Rom“. Deswegen habe ich den Song von Wind auch nur mal so nebenbei und total entspannt – ohne diese „Hoffentlich hält der Radiomoderator jetzt seinen Mund“ Zitterpartie – vom Radio auf Cassette aufgenommen.

Ich habe schon so oft überlegt. Aber das Wort „Grand Prix“ habe ich bis zum Jahr 1985 nicht zur Kenntnis genommen. Deswegen waren das einfach nur zwei schöne Songs für mich.

Last edited 1 Jahr zuvor by Timo1986
Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Ich mochte beide Lieder sehr gerne: „Für alle“ und „Die Glocken von Rom“. Meine Nummer eins der deutschen 80er-Vorentscheide sind allerdings Xanadu mit „Einen Traum für diese Welt“ (1989).

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

Darüber hinaus habe ich auch „Grün Grün Grün“, „König und Dame“ sowie „Solang wir träumen, leben wir“ geliebt.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Franny

83 in München – das ist auch ein schöner Start.
Da gab es so viele unvergessliche Momente, aber ich war zu der Zeit schon ein alter Hase – hätte aber nicht mit Luxemburg, sondern mit Israel als Sieger gerechnet. Rücksicht war toll und Opera auch 🙂

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

Ich mochte (im Nachhinein) sowohl Luxemburg als auch Israel. Schön, dass ich endlich mal jemanden finde, dem „Opera“ auch gefällt.

Last edited 1 Jahr zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor

Opera, würg….. Das habe ich neulich mal einer absolut ESC-fernen Bekannten vorgespielt. Sie fand es natürlich furchtbar, hat sich aber auch darüber amüsiert.

Wie mal auf „Aufrechtgehn“ zu lesen war, Cetin Alp wirkte wie der uneheliche Sohn von Horst Tappert und Liberace. Sehr treffend !

Ich denke immer jedesmal, daß dort mit versteckter Kamera gedreht wurde… LOL

Last edited 1 Jahr zuvor by Schlippschlapp71
Andi
Andi
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

War damals Jugoslawien der Favorit?

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Ich mag beide nicht unbedingt so gerne.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

„Dinge ändern sich“

Das stimmt, aber man hat dann auch das Recht, seine Meinung zu diesen Dingen zu ändern.

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor

Das Recht hat man natürlich, ob es guter Stil ist, darüber kann man zumindest diskutieren.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

Wenn sie sagen würde „Mir ist es peinlich, dass ich beim Grand Prix aufgetreten bin“, könnte ich die Einwände verstehen. Aber warum darf sie Veränderungen, die es seitdem gegeben hat und die ihr nicht gefallen, nicht kritisieren?

Last edited 1 Jahr zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor

Na ja, wenn man es auf so plumpem Stammtischniveau macht braucht man sich über negative Reaktionen nicht wundern. Außerdem sollte sie nicht vergessen dass sie dem ESC viel zu verdanken hat. Ob sie immer noch so gefragt wäre oder heute nicht einfach nur eine Schlagersängerin unter vielen wäre?

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor
Reply to  ESC1994

Huch, habe die Diskussion erst jetzt entdeckt, liest vielleicht keiner mehr😅
Egal. Was mich an Nicoles Haltung stört ist nicht mal ihre Kritik zum (heutigen) ESC. Es gibt Dinge, die auch ich kritisiere. Aber sie kommt mir schon ein bisschen verbissen, und sorry, auch ein bisschen missgünstig vor. Man kann doch einfach mal jüngeren Leuten auch zugestehen, dass sie Talent haben. Es sind doch nicht alles oberflächliche „Po-Wackel-Nummern“, bestimmt gibt es auch Songs bzw. Künstler/Künstlerinnen, die ihr auch zusagen. Man kann doch nicht alles über einen Kamm scheren. Mich würde auch mal interessieren, wie so das Verhältnis der teilnehmenden Acts untereinander war. Freundlich-kollegial oder hat man sich eher als Konkurrenz gesehen?
Letzteres wäre äußerst schade, denn der ESC ist zwar ein Wettbewerb, aber das Miteinander der Künstler:innen ist auch ein wichtiger Faktor, meiner Meinung nach. Sicher, ein bisschen ernst sollte man den ESC schon nehmen, aber auch nicht ZU ernst. 😉

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Tamara

So schief ist die Metapher ja gar nicht, sang sie doch dereinst: Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund…

Tamara
Mitglied
Tamara
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

😀 😀 😀

Andi
Andi
1 Jahr zuvor

Ingrid Peters ist nach wie vor mein deutscher Lieblingsact. Besser geht nicht! Sie hat auch meiner Meinung nach die chaotische und schlechte VE gerettet. Die Moderation und Lieder waren sehr dünn finde ich. Ausgenommen Miteinander und Rein und klar wies früher war. Im Jahr zuvor war es sehr unterhaltsam. Mit dem genialen 30 Jahre Rückblick. Und 1987 waren auch einige tolle Songs dabei.

Dorinya
Dorinya
1 Jahr zuvor

Thomas Gottschalk: das ist doch der, der jedes Jahr nach einer schlechten Platzierung sagt, dass Deutschland sowieso keine gute Platzierung mehr bekommt, weil „uns keiner mag“. Die letzte gute Platzierung von Michael Schulte lässt er dabei gerne außen vor, und nach dem diesjährigen 12. Platz habe ich ihn gar nicht sagen hören, dass er sich wohl die letzten Jahre geirrt hat.

Last edited 1 Jahr zuvor by Dorinya
Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Hier noch ein Video zum Thema:

Lola
Lola
1 Jahr zuvor

Bah, ist das nicht das Buch wo jetzt auch rumging da steht dirn er gibt zu seine Kinder in der Öffentlichkeit geschlagen zu haben? Komischer Typ…

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
1 Jahr zuvor
Reply to  Lola

Das soll nichts rechtfertigen, aber zu Zeiten, in denen Thomas Gottschalk Kind war, und davor noch mehr, waren Schläge leider recht alltägliche Erziehungsmittel. Als Gottschalk ein junger Vater war zum Glück nicht mehr, aber es wurde dennoch im Großen und Ganzen noch anders bewertet als heute („ein Batsch auf den Hintern hat noch nie jemand g’schadet“ war ein früher öfters mal zu hörender Spruch).

Last edited 1 Jahr zuvor by Thomas M. (mit Punkt)