
Merry FiKmas! Selten war das weihnachtliche ESC-Geschenk aus Albanien wertvoller als nach bzw. in diesem Corona-Jahr: Heute Abend startet das 59. Festivali i Këngës mit dem ersten Halbfinale. 25 Beiträge begeben sich ins Rennen. Am späten Mittwochabend wissen wir dann, wer Albanien beim ESC im Mai 2021 in Rotterdam vertreten wird.
Das albanische Fernsehen RTSH hält an der Tradition des Festivals fest – auch wenn das heißt, dass es im Freien stattfinden muss. Bereits vor einem knappen Monat wurden die ursprünglich 26 Wettbewerbsbeiträge für das Festivali i Këngës 2020 veröffentlicht. In dem Artikel konntet Ihr auch für Eure/n Favorit/in abstimmen. Mittlerweile sind allerdings nur noch 25 Beiträge übrig geblieben.
Noch liegt einiges in Bezug auf die heutige Show im Unklaren – kein Wunder, nachdem wir das Datum des Festivals erst seit letzter Woche kennen und das endgültige Fernsehprogramm mit der genauen Uhrzeit heute Morgen veröffentlicht wurde. Nach wie vor ist die Startreihenfolge noch nicht bekannt. Last not least wissen wir auch noch nicht, wie die Beiträge fürs Finale ausgewählt werden. Offenbar soll es aber so sein, dass in den beiden Halbfinalen alle Songs zu hören sein werden; heute in der Studioversion und am Dienstag in einer Akustik-Version. Die Shows finden nicht live statt, sondern wurden vorab aufgezeichnet.
Hier die Teilnehmer in alphabetischer Reihenfolge:
- Agim Poshka – Vendi im
- Anxhela Peristeri – Karma
- Devis Xherahu – Peng
- Mirud – Nëse vdes
- Enxhi Nasufi – Njësoj
- Era Rusi – Zjarri im
- Erik Lloshi – Jo
- Evi Reçi – Tjerr
- Fatos Shabani – Ty
- Festina Mejzini – Kush je ti dashuri
- Florent Abrashi – Vajzë
- Franc Koruni – E morën botën
- Gigliola Haveriku – E lirë
- Gjergj Kaçinari – Më jep jetë
- Inis Neziri – Pendesë
- Kamela Islamaj – Kujtimet s’kanë formë
- Kastro Zizo – Vallja e jetës
- Klint Çollaku – Do t’ja dal
- Orgesa Zaimi – Valixhja e kujtimeve
- Rosela Gjylbegu – Vashëzo
- Sardi Strugaj – Kam me t’ba me kajt
- Stefan Marena – Meteor
- Viktor Tahiraj – Nënë
- Wendi Mancaku – Vesi i shpirti tim
- Xhesika Polo – Më mbron
Wir bloggen die Show heute ab 20:35 Uhr live und Ihr könnt wie immer Eure Meinung und Eure Bewertungen in den Kommentaren abgeben. Hier könnt Ihr das erste Programm von RTSH sehen. Wir ergänzen das um weitere Optionen, wenn Bedarf besteht.
Mirembrema, wie der/die Albaner*in offenbar für Guten Abend sagt. Die EU hat den Corona-Impfstoff zugelassen, die Tage werden ab heute wieder länger und in Albanien beginnt die erste nationale Vorentscheidung der ESC-Saison 2021. Kann es noch besser werden?
Hier in Hamburg habe ich mich mit einer Flasche Weißwein und jeder Menge Katjes bewaffnet (durch die Umstellung auf vegane Produktion entstehen 20% weniger CO2-Emissionen – daher: Genuss mit gutem Gewissen). Der Abend kann lang werden. Bei mir läuft der Link von der offiziellen Website des albanischen Fernsehens sehr gut. Benny schreibt, dass man die Show auch hier sehen kann.
Bezüglich des FiK-Starts gibt’s unterschiedliche Auskünfte. Es sollte eigentlich um 20:35 Uhr losgehen, aber das wäre in einer Minute. Insofern ist der andere kolportierte Termin um 21 Uhr wohl wahrscheinlicher.

Der albanische Jens Riewa (Foto oben) scheint nach dem Kauf des Anzugs auch zwei-, dreimal in die Katjes-Tüte gegriffen zu haben. Dann tue ich es ihm gleich. Hmmm. Ich bekomme den Eindruck, dass in den albanischen Nachrichten mehr über die deutsche Bundesliga berichtet wird als in den deutschen. Da gibt’s auch lustige neue Lautschriftarten zu sehen: Lajpcig und Braunshvajgut anyone? Moment! Kann es sein, dass es da um den DFB-Pokal geht? Warum sollte sonst SV 07 Elversberg gehen Borussia M’Gladbach spielen. Kann jemand helfen?
20:45 Uhr: das Wetter. Das scheint in Albanien auch nicht viel besser zu sein als bei uns. Dann wieder Werbung. Es kam zwar schon der FiK-Trailer und die Sponsoren, jetzt gibt’s aber erstmal jede Menge Programmpromotion.
Noch ein Link-Tipp für die Show (hier oben auf das Bild klicken).
Und es geht los. Mit Bildern in schwarz-weiß aus Europa (und den USA?). Die Straßen sind leer; eine Truppe des Ku-Klux-Klans mit FiK59-Schildern zieht durch die Welt. Start der Open-Air-Show. Eine Frau in weißem Kleid steht im Wind auf einer riesigen Skulptur, die einer Delfinflosse nachempfunden ist. Die Bühne kann mit Bildern bespielt werden. Dort steht ein weißer Flügel mit Pianist und einem Balletttanzpärchen – getrennt durch eine Corona-Plexiwand. Toll, Corona, das Ballett!
Großer Applaus eines Publikums, das man nicht sieht. Wir werden vom Moderator Blendi Salaj begrüßt. Mein Albanisch ist etwas eingerostet. Aber er sagt etwas über Corona und sieht ernst aus. Es scheint frisch (also kalt) zu sein. Wenn er spricht, zeigt sich Rauch vor seinem Mund von der Kälte. Aber das hatte der Wetterbericht ja auch vorhergesagt. Andererseits: DAS ist mal Einsatz für die Sache.

Die Moderatorin Jonida Vokshi kommt tatsächlich auf einem Schimmel zur Bühne! Das hätte Helene Fischer nicht besser machen können. Und dann läuft sie barfuß. Verrückt.

Nachdem auch Jonida ein bisschen was erzählt hat, wird ein Video mit den FiK-Teilnehmern gezeigt. Jetzt reden die beiden Moderatoren wieder und sagen was von „live“. Und schwups geht’s los.
1. Enxhi Nasufi – Njësoj
Die Auftritte sind ja aufgezeichnet. Daher gibt es keinen großen Umbau auf der Bühne. Enxhi hat ein tolles Latex-Schachbrett-Outfit an. Die Tänzer tragen herrliche 80er-Jahre-Jogginganzüge. Nach dem sehr ruhigen Auftakt wird das Lied schneller. Es ist eine Mischung aus Disco und Funkpop. Ganz schmissig, hätte so aber auch schon vor 20 Jahren veröffentlicht worden sein können. Enxhi ist aber ein Hingucker (nicht, dass es beim ESC darum gehen würde).
7 Punkte aus Hamburg
11 Punkte aus Frankfurt (ESC-kompakt-Jury)
18 Punkte gesamt
Puh, das ging jetzt ja sofort weiter. Das ist der Nachteil von Live-on-Tape.
2. Franc Koruni – E morën botën
Franc (warum habe ich da das „Frohnk“ aus dem Dschungelcamp im Ohr) steht schwarz-grau-modern auf der Bühne, kann sich aber musikalisch nicht recht entscheiden, was sein Lied sein soll. Trompeten-Funk oder Pop-Rap? Oj, dann bemüht er auf einmal seine Kopfstimme – und das nicht wirklich sicher.
3 Punkte aus Hamburg
4 Punkte aus Frankfurt („schlimm“)
7 Punkte gesamt
3. Gigliola Haveriku – E lirë
Ach, schon die ersten Takte von Gigliola sind eine Wohltat gegen Franc. Die Sängerin erinnert ein bisschen an Pocahontas. Tolles grünes Kleid. Getragene Ballade mit schwerer Instrumentierung. Sie steht statisch am Stativ. Obwohl es zum – ich vermute – Refrain etwas schmissiger wird, will es mir nicht so richtig zusagen. Aber moderne Soundeffekte ab Strophe zwei. Ah, und dann kommt noch eine Tänzerin dazu. Ich spürte Amanacer- und Euphoria-Vibes. Allerdings ist so eine Bühne von 200 Quadratmetern auch nicht einfach zu zweit zu bespielen. Die wirken recht verloren.
Kurz zur Frankfurt Jury: Dort sitzen BennyBenny und Rafa und vergeben 1 bis 10 Punkte. Der Wert kann also bis 20 gehen. Die Hamburg-Wertung besteht nur aus dem Eindruck von Douze Points und endet daher bei 10 Punkten.
5 Punkte aus Hamburg
8 Punkte aus Frankfurt
13 Punkte gesamt
Und nun ist der Moderator wieder dran. Puh, kurz durchatmen. Da kommt ein Video-Gruß über die Adria von Al Bano. Er spricht auch über Corona – und über Sanremo. Wer hätt’s gedacht?! Und dann kommt … Werbung. Noch weiter durchatmen.
Willkommen zurück. Uns begrüßt eine Bühnenperformance zu „Sweet Dreams“ – in der Marilyn Manson Version. Oder wie Manu schreibt: „Ich will das in Rotterdam. Schwule Vampire und nuttige Hausfrauen tanzen zu Marilyn Manson.“ In der Tat, sehr sehenswert. Das Moderatoren-Paar begrüßt uns wieder auf der Bühne.
4. Orgesa Zaimi – Valixhja e kujtimeve
Oh, Orgesa ist in einen Topf mit Haarwachs gefallen. Tolles, klassisches Schwarz-Weiß-Outfit. Musikalisch sind wir hier auch eher im Bereich Chanson unterwegs – zeitlos eben. Die Künstlerin steht (nicht als erste heute) statisch am Stativ, arbeitet aber viel mit den Händen und Armen. Der Gesang ist gut, auch die Melodie geht in den Kopf. Benny schreibt, die wäre von Yohio geklaut (wir erinnern uns ans Mello vor ein paar Jahren).
6 Punkte aus Hamburg
11 Punkte aus Frankfurt
17 Punkte gesamt
5. Erik Lloshi – Jo
Das ist mal eine interessante Mischung: Erik könnte gleichmaßen zerbrechlicher Künstler und Türsteher sein. Mit seinem Blick bearbeitet er die Kamera und kommuniziert direkt mit den Zuschauer*innen zu Hause. Das Lied ist zwar Midtempo-Drama, aber auch sehr modern und mysteriös instrumentiert. Starke Stimme. Dieses schwarz-weiße Schäfchenwolkensakko mit Verlauf irritiert. Aber ansonsten bisher die nachhaltigste Performance.
8 Punkte aus Hamburg
12 Punkte aus Frankfurt
20 Punkte gesamt
6. Viktor Tahiraj – Nënë
Also, wenn ich einen gestandenen albanischen Sänger beschreiben würde, dann würde ich Viktor beschreiben. Man fragt sich, von welchem Sportwettbewerb er noch die Medaille um den Hals hat. Das Lied ist ziemlicher Balkan-Pop-Kauderwelsch. Am Anfang etwas dröge, später dramatisch. Aber recht einfach gehalten. Oh, nein, und nun noch ein E-Gitarren-Solo. Sorry, das gibt Punktabzug.
3 Punkte aus Hamburg
6 Punkte aus Frankfurt
9 Punkte gesamt – da waren wir uns einig
7. Agim Poshka – Vendi im
Noch ein gestandener Sänger. Jetzt wird’s richtig hoch-folklore-kulturell. Der Sänger steht in schwarzem Anzug auf der Bühne und trägt seinen ruhigen Midtempo-Song mit klassischen Balkan-Elementen vor. Da ist wirklich alles dabei: Gitarre, Trommel und die Kvinnoböske. Oh, plötzlich dreht es noch einmal und wird etwas rockiger. Ach, ich weiß nicht. Das Lied ist aber jetzt länger als die anderen, oder?
4 Punkte aus Hamburg
6 Punkte aus Frankfurt
10 Punkte gesamt
Das Moderator*innenduo erzählt wieder etwas von der Pandemie. Und jetzt begrüßen sie einen älteren Herren, den sie immer Doktor nennen. Ist das der Christian Drosten Albaniens? Sie setzen sich AHA-korrekt auseinander auf Stühle und unterhalten sich. Und die reden wirklich über Covid. Vielleicht ist das die eingeschleuste Lanz-Talk-Runde? So, sie verabschieden sich mit einem Fist-Bump. Jetzt könnte es von mir aus weitergehen. Und das tut es auch.
8. Kastro Zizo – Vallja e jetës
Also, in erster Linie muss man Kastro für sein Outfit loben. Offenbar sympathisiert er mit Mirud, denn er steht mit einem dunkelroten Rock auf der Bühne. Ansonsten sieht das Kostüm sehr nach Karnevalsgeschäft aus. Egal. Musikalisch sind wir hier im Heavy-Metal-Rap mit folkloristischen Anklängen. Eigentlich ganz interessant, wenn man es mag. Ach, jetzt hat er den Rock weggerissen. Trickkleid. Darauf erstmal einen Schluck! Aber die Stimme ist stark und das findet bestimmt seine Anhänger.
5 Punkte aus Hamburg
10 Punkte aus Frankfurt
15 Punkte gesamt
9. Wendi Mancaku – Vesi i shpirti tim
Wendi ist ja spätestens seit dem ESC kompakt Second Chance Contest 2020 ein Household Name bei ESC-kompakt-Leser*innen. Sie steht in einem Glitzerdress und Glitzerstiefeln auf der Bühne. Begleitet wird sie von einem Ballett tanzenden Paar (dem vom Opening?). Das Lied ist ein bisschen dröge. Viele, zu viele Ohohohoooos. Die Stimme ist schon gut, aber das Lied erreicht mich nicht wirklich. Am frühen Morgen im Nachtclub wäre das optimal.
4 Punkte aus Hamburg
12 Punkte aus Frankfurt
16 Punkte gesamt
10. Gjergj Kaçinari – Më jep jetë
Mich erinnert Gjergj ein bisschen an Spatz Alex (falls sich noch jemand an den ESC in Düsseldorf erinnern will). Das Outfit ist etwas langweilig. Schwarzer Mantel über schwarzer Hose und schwarzen Boots. Wenigstens hat das schwarze Shirt einen tiefen V-Ausschnitt. Nicht, dass das wichtig wäre. Aber das Lied ließ bis zum zwei zweiten Refrain die Gedanken frei schweben. Jetzt holt er aber einen raus! Nach dem sehr langsamen, langweiligen und tief gesungenen Auftakt bekommt der Song nach hinten raus etwas Druck. Aber er hätte schon einen besseren Titel verdient.
5 Punkte aus Hamburg
8 Punkte aus Frankfurt
13 Punkte gesamt
Es folgt ein Video-Gruß von Jonida Maliqi. Anschließend wünscht Lindita Halimi auch viel Glück. Ende Tarifa hat auch ein Rotwein-Glas in der Hand. Die weiß auch, wie man am besten durch so einen langen Abend kommt. Kejsi Tola meldet sich ebenfalls. Juhu. Best Albanian Song ever! Und hinterher gleich die Werbung.
So, weiter geht’s mit den beiden Moderator*innen. Sie begrüßen drei Gäste auf der Bühne. Ein Junge mit Geige (nein, nicht Alexander Rybak) und – ich tippe mal – seine ältere Schwester mit Schlagstöcken (also für ein Schlagzeug). Dazwischen steht die top-gefärbte Mutter. Die war offenbar mit Gjergj einkaufen und steht auch ganz in Schwarz auf der Bühne. Ach, und Mutti hängt sich jetzt das Banjo um und musiziert mit. Das könnte jetzt gut ein Weihnachtslied sein.
11. Era Rusi – Zjarri im
Und gleich noch einmal Second Chance Contest 2020. UND WAS FÜR EIN OUTFIT! Alles Gold und hauteng. Love it! Das will ich auch zum nächsten CSD! Hammer. Hinter den großen Fässern springen Trommlerinnen hervor und tanzen dann mit. Endlich kommt mal ein bisschen Schwung in die Bude. Und jetzt noch männliche Tänzer oben ohne. Nicht, dass das wichtig wäre. Und die tanzen zusammen. I love it. Ok, der Effekt, dass beim Trommeln was hochfliegt, kennen wir. But it never gets old! Manu schreibt: „Ruslana vs. Miss Piggy“ – recht hat er!
9 Punkte aus Hamburg
14 Punkte aus Frankfurt
23 Punkte gesamt
12. Devis Xherahu – Peng
Also diesen Wechsel hätte Christer Björkman nicht besser programmieren können. Nach Peng kommt … ein Lied, was nur so heißt. Hatten wir nicht schon klassische folkloristische Balladen von gereiften Männern? Naja, kann man wohl nie genug von haben. Und dann muss man sagen, dass dieser Auftritt nicht nur wegen der Tänzerin im Hintergrund der beste von dieser Art bisher ist.
6 Punkte aus Hamburg
10 Punkte aus Frankfurt
16 Punkte gesamt
13. Stefan Marena – Meteor
Passend zur heutigen großen Konjunktion von Jupiter und Saturn singt der ansehnliche Stefan über einen Meteor. Auch er trägt einen blauen Anzug. Allerdings aus Samt und passend zum Wetter mit Rollkragenpulli drunter. Naja, stimmlich scheint’s da ein paar Wackler zu geben. Auf der Bühne begleiten ihn vier Tänzer*innen. Das ist alles sehr stilvoll. Das Lied ist aber etwas abgenudelt. Es kommt nicht so richtig aus dem Knick.
5 Punkte aus Hamburg
10 Punkte aus Frankfurt
15 Punkte gesamt
So, wer jetzt schon einen Favoriten bzw. eine Favoritin hat – well done. Wir sind aber erst bei der Hälfte… Mal schauen, ob der Wecker morgen wirklich um 7 bei mir geht. Wird ja langsam spät.
14. Rosela Gjylbegu – Vashëzo
Hach, so einen Auftakt wünscht man sich für einen albanischen Song. Folkloristische Töne auf einem frischen Beat. Dazu eine Sängerin im ausufernden, schwarzen Abendkleid – mit großer Stimme. Allerdings wird das Konzept so nach anderthalb Minuten ein bisschen langweilig. Und als ob die Dramaturg*innen es geahnt hätten, gibt es Pyro und ein altes Folklore-Pärchen, das miteinander tanzt. Zum Ende noch mehr Pyro und lange Töne. Für mich rettet es das aber nicht.
5 Punkte aus Hamburg
14 Punkte aus Frankfurt
19 Punkte gesamt
15. Sardi Strugaj – Kam me t’ba me kajt
Oh, werden hier BDSM-Szenen nachgestellt? Sardi steht im grauen Glanzmantel auf einem Käfig, in dem sich eine Tänzerin befindet. Drumherum tanzen vier schwarze Gestalten, die wohl Wächter sind. Das ist unheimlich und modern. Jetzt nicht so ein Song zum Mitsingen, aber modern und Kunst. Jetzt ist die Frau aus dem Käfig befreit.
6 Punkte aus Hamburg
11 Punkte aus Frankfurt
17 Punkte gesamt
16. Xhesika Polo – Më mbron
Wo fange ich da denn jetzt an? Mit dem Hochzeitskleid oder den künstlichen Augenbrauen? Oder lieber den folkloristischen Tönen am Anfang (die später wieder mit dazu kommen und etwas enervierend sind) und dann dem guten und kräftigen Gesang. Xhesika steht statisch auf der Bühne. Die Bewegung kommt, wenn überhaupt, über die Beleuchtung und den Hintergrund. Ganz schön.
6 Punkte aus Hamburg
9 Punkte aus Frankfurt
15 Punkte gesamt
Nach einem kurzen Intermezzo der Moderator*innen geht es weiter.
17. Florent Abrashi – Vajzë
Der Sänger steht in einem dunklen Anzug auf der Bühne. Neben ihm steht ein weiterer Mann, der den Text in Gebärdensprache übersetzt. Die Aussage scheint also wichtig zu sein. Sollte es auch, denn die Melodie ist zwar melodisch, aber auch irgendwie belanglos. Ein Blogger sieht hier Bezüge zu Bon Jovi. Die Stimme ist ein bisschen reibeisig und kräftig. Und ja, endlich mal wieder ein E-Gitarren-Solo.
5 Punkte aus Hamburg
13 Punkte aus Frankfurt
18 Punkte gesamt
18. Fatos Shabani – Ty
Der Live-Blogger ist ja gerade nicht so gut auf Akustik-Gitarrenspieler zu sprechen, seit in dessen Haus einer eingezogen ist, der ständig dieselben Indie-Pop-Stücke der späten 90er Jahre auf seiner Klampfe spielt. Aber das hat hier natürlich nichts mit dem FiK zu tun. Außer, dass Fatos auf einer Akustik-Gitarre spielt und das Wort „Ty“ immer sehr in die Länge zieht. Begleitet wird er von zwei Streicherinnen. Obwohl das Lied sehr ruhig ist, macht es mich nervös.
4 Punkte aus Hamburg
10 Punkte aus Frankfurt
14 Punkte gesamt
19. Anxhela Peristeri – Karma
Jaaaa! Das ist mal ein Auftakt für ein Lied vom Balkan. Und Anxhela Merkel Peristeri liefert das ganze Paket. Güldenes Kleid, volle Weiblichkeit. Guter Gesang. Modern und folkloristisch. Naja, die vier Tänzer sind in ihren Lametta-Kostümen etwas lächerlich, aber bis Rotterdam kann man denen auch noch was Vernünftiges schneidern (naja, am liebsten nicht so viel, was nur unnötig viel verdeckt). So, da war dann auch noch die obligatorische Hebefigur vor dem langen Ton. Das käme sicher ins Finale in Rotterdam.
8 Punkte aus Hamburg
8 Punkte aus Frankfurt (was ist da los???)
16 Punkte gesamt
Und wieder Video-Grüße. Es beginnt mit Aurela Gace. Hersiana Matmuja und Elhaida Dani folgen danach. Anschließend natürlich Werbung. Das haben wir jetzt schon durchschaut.
So, sechs Songs haben wir noch vor uns. Bis Mitternacht könnten wir durch sein.
20. Evi Reçi – Tjerr
Großartig! Ein Auftritt in Zitrone und Schwarz. Phantastisch! Die Sängerin ganz in gelb, die beiden männlichen Tänzer ganz schwarz – von einem gelben Seil zusammengehalten. Ja, und dann sitzt noch eine Streicherin mit auf der Bühne. So, nach diesem visuellen Highlight muss man natürlich auch aufs Lied achten: Das ist nichts. Unauffällig, nicht unangenehm, vom Stil her Kraut und Rüben. Daran kann man sich nicht erinnern.
5 Punkte aus Hamburg (4 davon für die Bühnenkleider)
7 Punkte aus Frankfurt
12 Punkte gesamt
Mir wurde gesagt, dass jetzt die Favoritin kommt.
21. Inis Neziri – Pendesë
Zunächst einmal ist es schwach ausgesteuert. Inis ist bildschön und steht in einem weißen Kleid mitten im Licht-Tippi. Ups, das mit dem schwach ausgesteuert nehme ich zurück. Zum Refrain haut sie einen raus. Meine Herren! Zur zweiten Strophe geht der Mond auf. Der Übergang zum zweiten Refrain ist dann aber ziemlich brachial. Aber der Refrain hat’s wirklich in sich. Erinnert mich ein bisschen an „Undo“, aber fast schmeichelnder fürs Ohr.
9 Punkte aus Hamburg
16 Punkte aus Frankfurt
25 Punkte gesamt
22. Klint Çollaku – Do t’ja dal
Auch ein Wiederholungstäter, den wir schon vom ESC kompakt Second Chance Contest kennen. Er steht ganz street cred like mit College-Jacke auf der Bühne. Allerdings schüttelt er etwas zu häufig den Kopf. Ist er von dem Lied etwa nicht überzeugt? Musikalisch ist das eine vergleichsweise glaubwürdige Pop-Hip-Hop-Folklore-Mischung. Aber so richtig was hängen bleibt nicht.
5 Punkte aus Hamburg
12 Punkte aus Frankfurt
17 Punkte gesamt
Die Moderatorin hat sich umgezogen. Gemeinsam kündigen sie sie wohl letzten Acts des Abends an.
23. Festina Mejzini – Kush je ti dashuri
So, jetzt wird’s recht klassisch. Festina (so heißt übrigens ein zuckerhaltiges Erfrischungsgetränk in Schweden) steht in einem kobaltblauen Kleid auf der Bühne und singt ihre Midtempo-Ballade. Begleitet wird sie von einem vollbäritigen Anzugträger, der nun auch ein Instrumenten-Solo darbieten darf. Nett halt.
4 Punkte aus Hamburg (einer im Namen von Manu für die Wiederverwendung der Wallestoffe der No Angels von 2008)
10 Punkte aus Frankfurt
14 Punkte gesamt
24. Kamela Islamaj – Kujtimet s’kanë formë
Toll, bisher war mir noch nie der Name Kamela aufgefallen. Und in diesem Jahr gleich zweimal. Also, das Startfeld ist halt schon auch lang, aber es ist auch einiges dabei. Jetzt also noch einmal Kunst. Ich dachte erst, die Sängerin hätte einen Riesenmuff um die linke Hand, aber das ist der Ärmel des Kleides. Achso, das Lied. Ja, ganz gut und anspruchsvoll. Aber ich merke gerade, wie ich etwas übersättigt bin.
5 Punkte aus Hamburg
8 Punkte aus Frankfurt
13 Punkte gesamt
25. Mirud – Nëse vdes
Da ist er, Mirud! Er hat mit seinem Outfit für Aufsehen in Albanien gesorgt. Stimmlich ist nicht alles sauber. Dafür tanzt er aber auch mit seinen Tänzerin etwas orientalisch. Das Outfit muss ich nicht beschreiben. Also, beim ESC würde er schon auffallen. Das Lied hätte aber mehr bieten können. Es war schon sehr orientalisch. Aber so richtig hat man darauf nicht geachtet.
6 Punkte aus Hamburg
14 Punkte aus Frankfurt
20 Punkte gesamt
Und rum-bums ist die Show vorbei. Es ist 23:39 Uhr und das Moderatoren-Team winkt uns zum Abschied zu. Morgen geht es ja schon weiter. Dort gibt’s alle Lieder noch einmal in Akustik-Versionen. Dann übernimmt Florian den Live-Blog. Bis dahin einen angenehmen Abend allerseits und Danke für die Begleitung heute!
Achso, der Vollständigkeit halber, hier unsere Favoriten des Abends:
1. Inis Neziri – Pendesë (25 Punkte)
2. Era Rusi – Zjarri im (23 Punkte)
3. Erik Lloshi – Jo und Mirud – Nëse vdes (je 20 Punkte)
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Die Lieder sind mir graf fast egal. Ich freu mich einfach tierisch, dass es wieder losgeht …
Das Intro war sensationell!
Ich gebe dir total recht
An das wunderbare „Infinit“ kann „Njesoj“ leider nicht anknüpfen, aber in meiner oberen Hälfte dieses Jahr
Auch mal nicht schlecht: warmer Pulli und Handschuh statt dünnes Kleidchen und Windmaschine.
Ist das von Franc jetzt so eine Corona-Protestaktion mit der Maske?
Der MNS als Bühnenaccessoire; 1. ESC-Weltneuheit, ansonsten Kacke !
Interessante Stimmfarbe hat er das war es aber auch schon
Der Gesang ist etwas zu laut abgemischt, aber wenigstens unverkennbar live.
Wenn die in dem Tempo weitermachen, sind die in einer Stunde durch. Aber zur Not kann man ja noch 20 Schnelldurchläufe zeigen, um auf die Sendezeit zu kommen 😉
Oje, bitte kein Elbphi-Recap-Rausch!!!
E lire ist ein toller Song, aber der Ton wirkt ziemlich schlimm.
https://www.youtube.com/watch?v=VxiBNYrzHJs
hier den offiziellen YT-Stream von RTSH. Ich schaue seit einer Minute und er lief bislang(!) flüssig.
Das geht ja Schlag auf Schlag heute
Uuuuuuh das gefällt mir schon mal.
Moment mal. Schon der dritte Beitrag, und mir wurde noch kein Ohr abgekaut – ich muss den falschen Stream erwischt haben…
nr.3(wer auch immer), ganz schlimm. Die kann nicht mal anständig schreien. Mager…
Der Auftritt der Sängerin eben hatte was von 80er-Jahre-Retro …
Franc Koruni jetzt müht sich redlich ab – der Funken springt aber nicht über …
Gigliola Haverikus Lied gefällt mir bis dato am besten – allerdings ist noch ordentlich Luft nach oben – und damit meine ich nicht den Open-Air-Auftritt 😉
Das Lied von Gigliola mag ich gerne, aber der Ton könnte bei allen Liedern deutlich besser sein.
Schade! 🙁
Cleopatra für Arme ohne besondere Stimme.
Ach schade. Ich mag das Lied von Gigliola. Aber das war schon arg dünn in den Strophen und der Auftritt wenig spannend. Da hätte das Kleid schon richtig runterrutschen müssen um etwas zu reißen
😀😀
Die ersten beiden fand ich jetzt nicht so der Brüller,
Aber Gigiola ist echt toll, grfällt mir richtig gut
Franc war…bizarr. Giliola trägt den Namen einer Eurovisionslegende, aber ihr Liedchen ist ziemlich belanglos.
Och, das ist eins meiner Lieblingslieder!
Giliola oder Franc? Jedem das seine!
Das Kleid passt überhaupt nicht zum tollen Hintergrund. Aber das Lied hat was
Ach ja. Die Albaner wären gerne Italiener. Nichts Neues.
Kam mein Kommentar mit dem YT-Stream nicht durch? Hach, merkwürdiger Abend, und ich vermisse das Orchester schmerzlich. Franc war gut, die beiden Mädels weniger. Guten Abend, Al Bano, alte Socke!
Doch, den hab ich grad sogar geliked 🙂
Dieses Jahr bei den fast komplett eher modern arrangierten Songs käme das Orchester wahrscheinlich auch gar nicht richtig zur Geltung.
Orchester kommt doch eigentlich erst am zweiten Tag, oder?
Das Italienische verstehe ich etwas! Das erste mal kein Albanisch😂
Mein Gott hab ich mich gerade erschrocken. Ich dachte mein I Pad ist gehackt
lol
Endlich Reklama
Gigliola hatte ich auf dem Zettel,aber ihre Stimme überzeugt mich nicht und auch nicht ihr Auftritt,wird wieder gestrichen.
Die Bühne sieht gut aus. Franc fand ich so toll wie vom Studio.
Die Werbepause hab ich genutzt um mir noch mal das Intro anzuschauen … einfach klasse!
Sweet Dreams von Marylin Manson kommt jetzt doch etwas überraschend. Bester Auftritt bisher. 😉
„Sweet Dreams“ zwischnedurch… kann man mal machen
Toller Zwischenakt.
Hammer!!!
Gelungener Pausenakt. So könnte Albanien sogar den ESC gewinnen
Ist das jetzt das albanische Fernsehballett?
Tanz der Vampire
Die Werbung ist doch das eigentliche Highlight bei diesem FIK oder …..erinnert mich von der Länge irgendwie an SAT.1 (10 Minuten Gesang und dann 15 Minuten Werbung).
Orgessa hat für mich bislang den besten Auftritt!
Gefällt mir auch!
Orgesa finde ich klasse
Orgesa ist meine Favoritin bisher. 🙂
Das hört sich doch 1:1 an wie „Heartbreak Hotel“ von Yohio!
Die Ähnlichkeit ist da und ein typisches ESC Lied
Oh Barbara Tinoco macht in Albanien auf Cruella de Vil. Aber wunderschöner Song und tolle Stimme.
Sag ich selten beim f.i.k. der song von orgesa tönt auf englisch sicher viel besser.
Hach, ich vergöttere Orgesa Zaimi! Ich fand ihre bisherigen Beiträge zwar stärker, aber das war auch spitze und gut gesungen.
Sehr stimmig Orgesas Auftritt, erinnert mich ein wenig an Patricia Kaas
Erik Lloshi. Klasse!
Gefällt mir auch, wo ich ihn schon ein paar Mal gehört habe.
Der Song braucht aber ein bisschen finde ich.
Der Tontechniker hat wie immer heute frei genommen. Der arbeitet bestimmt im Homeoffice.
Zwei meiner Favoriten direkt hintereinander und beide mit richtig guten Auftritten! So gefällt mir das 😀
@Douze Points: Bei Orgesas habt Ihr 17 Punkte, nicht 13. 🙂
JA, das war mal ein Mann… so vom Outfit her… 😉
johooooo, äehm..juhuuuuuu, endlich vorbei. Mir war jetzt der typ auch sehr unsymphatisch.
Also Eric ist sehr sexy – sein Lied ist auch nicht übel, wenngleich mir da irgrndwas fehlt…
Huch ich dachte gerade das ist Nino de Angelo