Live-Blog Lettland: Finale Supernova 2022

Foto: ltv.lt

Heute Abend entscheidet neben den anderen Baltikumstaaten auch Lettland, wer für das Land beim ESC 2022 in Turin antreten soll. Für das heutige Finale wurden im Halbfinale der Supernova 2022 in der Vorwoche bereits zehn Acts ausgewählt. Die Jury nominierte zudem noch Miks Dukurs als elften Act..

Die Startreihenfolge für das Finale sieht wie folgt aus:

  1. Raum – Plans
  2. Linda Rušeniece – Pay My Own Bills
  3. Bermudu Divstūris – Bad
  4. Miks Galvanovskis – I’m Just a Sinner
  5. Bujāns – He, She, You & Me
  6. Elīna Gluzunova – Es pabiju tur
  7. Citi Zēni – Eat Your Salad
  8. Inspo – A Happy Place
  9. Mēs Jūs Mīlam – Rich Itch
  10. Aminata – I’m Letting You Go
  11. Miks Dukurs – First Love

Das Ergebnis setzt sich aus einem Jury- und Publikumsvoting zusammen. Eine Stimmbegrenzung pro Anrufer:in ist dabei nicht vorgesehen. Die Detailergebnisse der Jury- und Publikumsabstimmung werden nach dem Finale bekanntgegeben. Die Mitglieder der Jury wiederum sollen nach dem ESC-Finale im Mai veröffentlicht werden. Als Gastacts werden im Finale die Vorjahresteilnehmer aus Litauen The Roop und Uku Suviste aus Estland auftreten. Moderiert wird das Finale von Ketija Šēnberga und Lauris Reiniks. Alle auf Spotify abrufbaren Songs findet ihr in unserer Supernova-2022-Playlist. Zudem gibt es vom lettischen Sender LTV eine YouTube-Playlist mit den Audiovideos der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Das Finale des Supernova 2022 beginnt am heutigen Samstag um 20:05 Uhr. Einen Livestream findet Ihr hier. Rund um die Geschehnisse des Finals von Supernova 2022 könnt Ihr unter dem Live-Blog kommentieren und mitdiskutieren. Außerdem starten wir noch eine Blitzumfrage, in der Ihr hier direkt bis 20 Uhr für Euren Favoriten oder Favoritin abstimmen könnt. 

Blitzumfrage Supernova 2022 Finale: Welcher Act ist Euer Favorit?

  • Aminata – I’m Letting You Go (48%, 38 Votes)
  • Citi Zēni – Eat Your Salad (14%, 11 Votes)
  • Raum – Plans (8%, 6 Votes)
  • Bermudu Divstūris – Bad (6%, 5 Votes)
  • Inspo – A Happy Place (5%, 4 Votes)
  • Elīna Gluzunova – Es pabiju tur (5%, 4 Votes)
  • Miks Galvanovskis – I’m Just a Sinner (5%, 4 Votes)
  • Mēs Jūs Mīlam – Rich Itch (4%, 3 Votes)
  • Miks Dukurs – First Love (4%, 3 Votes)
  • Bujāns – He, She, You & Me (1%, 1 Votes)
  • Linda Rušeniece – Pay My Own Bills (0%, 0 Votes)

Total Voters: 79

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Wer ist Euer Favorit für das Supernova 2022 Finale? Welcher Act hat Eurer Meinung nach die besten Erfolgschancen beim ESC in Turin? Schreibt gerne Eure Meinung in die Kommentare!

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Guten Abend aus Osnabrück und Willkommen zum Live-Blog des Supernova 2022! Lasst uns gemeinsam herausfinden, wer für Lettland nach Turin fährt. Das Finale verspricht Spannung: Wird Aminata nach 2015 zur Wiederholungstäterin? Oder setzt sich der virale Hit von Citi Zēni durch? Gibt es einen dritten Act im Boot, der sich gegen die Favoriten behauptet? Dazu kommen Gastauftritte von The Roop und Uku Suviste. Die Letten bieten heuer bieten ein großes Show-Aufgebot, was wir uns nicht entgehen lassen sollten!

Natürlich sollt ihr fleißig mitdiskutieren und kommentieren. Zu den insgesamt elf Auftritten werde ich jeweils eine Bewertung von ein bis zehn Punkten vergeben. Ich freue mich über eure Wertungen und Feedback zur Show, gleich geht es los! Bis dahin noch der Blick auf die lettische Lotto-Auslosung… ich fürchte, da gewinnt heute keiner von euch.

Mit dem Einspieler startet nun das Supernova-Finale. Wir werden begrüßt von Ketija Šēnberga und Lauris Reiniks, zuvor wurden die Final-Acts auf der Bühne begrüßt. Erfreulicherweise ist auch Aminata aus ihrer Quarantäne zurück und kann heute Abend live performen. Von Lauris gibt es auch eine Grußbotschaft an die internationalen ESC-Fans auf Englisch und eine Erklärung, was heute Abend passiert – das ist mal Service.

Der Blick auf die Startreihenfolge zeigt, dass wir offenbar nicht die richtige vorliegen hatten – dafür gibt es hier direkt den Screenshot mit der Reihenfolge. Und welchen Song spielen sie dort im Hintergrund, ist es das Instrumental von „Give That Wolf a Banana“ von Subwoolfer?! Bitte klärt mich auf.

1. Miks Dukurs – „First Love“

Ohne große Einführung oder Postcards geht es mit Miks Ballade los – vielleicht nicht der geeigneteste Showeinstieg, aber schön singt er trotzdem. Ich habe ja immer etwas übrig für Piano-Balladen. Doch der große „Wow-Moment“ fehlt mir bei ihm irgendwie. Vielleicht ist es der Szenenwechsel vom Klavier zur E-Gitarre, der mich etwas stört. Aber im Ansatz ist es eine gute Nummer, die unterm Strich nur etwas zu unauffällig ist. Dafür sitzt der lange Ton am Ende und bleibt in Erinnerung.

6 von 10 Punkten 

Offenbar gab es bei ihm technische (?) Probleme, weshalb ein vorheriger Auftritt gezeigt wurde. Oder hat er Corona? Da hätte Lauris doch eine englische Erklärung einschieben können. Es folgt eine Live-Schalte zum Musiker.

2. Raum – „Plans“

Zeitgenössischer Pop-Rock von der Band Raum. Und dazu gibt es gleich noch ein Ikea-Sofa mit passender übergroßer Zimmerpflanze – doch will man bei so einem Song nicht eher tanzen als entspannt auf dem Sofa liegen? Ganz gefällig, mehr aber auch nicht. Der kurze schwarze Screen-Moment vor dem zweiten Refrain sorgt immerhin nochmal für mehr Aufmerksamkeit und Abwechslung.

5 von 10 Punkten

3. Linda Rušeniece – Pay My Own Bills

Im ersten Moment musste ich direkt an Destinys Auftritt in Rotterdam denken, das Farbbild wirkte doch sehr anlehnend. Der Auftritt lässt jedoch an Schmissigkeit vermissen und plätschert vor sich hin. Dafür, dass sie einen „goodbye my lover“-Songtext verkauft, wirkt ihre Stimme zu zärtlich. Aber irgendwie finde ich den Auftritt… ausbaufähig, ja das trifft es.

4 von 10 Punkten

4. Bermudu Divstūris – Bad

Haben wir hier das Black Horse des Supernova 2022? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich den Auftritt künstlerisch gelungen oder einfach als etwas verrückt bezeichnen soll, der Refrain hat aber eine einprägsame Melodie. Die Intention des Songs wird auch in der Performance sehr offensichtlich transportiert. Als leicht ironisch gemeinten Beitrag durchaus für den Wettbewerb zu haben, musikalisch trifft es aber nicht meinen Geschmack.

4 von 10 Punkten

5. Miks Galvanovskis – I’m Just a Sinner

Miks spielt mit dem Feuer und der Tänzerin auf der Bühne, unterstützt wird er von drei Sängerinnen. Die Performance ist tatsächlich ganz gut gemacht und abwechslungsreich, den Song selbst finde ich jedoch relativ schwach, das kann die Inszenierung auch nicht verdecken.

3 von 10 Punkten (einen für die Feuereffekte) 

6. Bujāns – He, She, You & Me

Willkommen in der 90er (?) Eurodisko. Das schreit einerseits nach ESC, auf der anderen Seite finde ich es ganz, ganz schlimm – und schiefe Töne waren auch dabei. Bei aller Liebe kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Nummer im Jahr 2022 noch irgendwelche Chancen auf Erfolg hat. Aber immerhin haben sie ein großes Feuerwerk auf der Bühne verpulvert und bleiben mit ihren Outfits und dieser Performance sicherlich in Erinnerung.

2 von 10 Punkten

Der erste Block im Finale ist durch und es gibt eine Werbeunterbrechung – gleich geht’s weiter!

Wir sind zurück beim Finale von Supernova 2022. Wenn ihr bisher dabei wart, habt ihr schon einiges geboten bekommen – die Favoriten kommen aber noch. Jetzt ist Elīna Gluzunova an der Reihe.

7. Elīna Gluzunova – Es pabiju tur

Wieder zurück in ruhigerem musikalischen Fahrwasser liefert Elīna eine stimmlich solide Performance. Das reduzierte Setting passt zum einfach (was nicht negativ gemeint ist) arrangierten Song. Die Nummer ist simpel und ruhig, aber vielleicht auch zu unauffällig, um die Zuschauerinnen und Zuschauer zum abstimmen zu animieren.

5 von 10 Punkten

8. Citi Zēni – Eat Your Salad

Eine lockere, verspielte und lustige Performance von Citi Zēni. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wie das beim ESC in Turin ankommen würde – strafen die Juries so einen Song mit null Punkten ab? Wird es zum viralen Hit und sammelt fleißig Televotingpunkte? Jedenfalls ist die Inszenierung gelungen und der Song hat Ohrwurmpotenzial.

6 von 10 Punkten

9. Inspo – A Happy Place

Schöne Nummer von Inspo, die zunächst ein sehr dunkles Bühnenbild haben, was dann von roten Farblichtern durchzogen wird. Das ganze wirkt sehr atmosphärisch und ist gut arrangiert. Der Rockpart am Ende ist gut in Szene gesetzt und stellt nochmal einen musikalischen Gegenpol dar. Ob sie damit Aussichten auf Erfolg haben weiß ich nicht, aber mit ihrem Lied haben sie das Finale in jedem Fall bereichert.

7 von 10 Punkten

10. Mēs Jūs Mīlam – Rich Itch

Zu „Ritch Itch“ kann ich nicht wirklich viel sagen. Der Song sagt mir absolut nicht zu. Die Performance ist ganz amüsant, ja, aber ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Kein Material, was ich mir nochmal anhören oder ansehen müsste, sorry.

1 von 10 Punkten 

11. Aminata – I’m Letting You Go

Ich war mir tatsächlich nicht sicher, ob Aminata live einen Auftritt hinlegt, der an ihre Leistung 2015 anknüpft. Doch Aminata wirkt auf der Bühne sehr sicher und liefert stimmlich einen einwandfreien Auftritt ab. Die Kameraschnitte sind gut gemacht und wirken schon professionell abgestimmt. Es ist natürlich ein reduzierter Auftritt ohne großes Bühnenspektakel. Aber Aminata hat die nötige Ausstrahlung, um die Bühne selbst zu füllen und liefert auch die hohen und anspruchsvollen Töne am Ende sicher ab. Das könnte tatsächlich ihr ESC-Comeback in diesem Jahr in Turin werden.

8 von 10 Punkten 

Jetzt haben wir alle 11 Auftritte gesehen. Wer ist euer Favorit? Wer gewinnt? Um alles nochmal zu rekapitulieren gibt es nun einen Schnelldurchlauf.

Der erste Schnelldurchlauf ist gezeigt, jetzt kommt der erste Gastauftritt des Abends: Uku Suviste mit „The Lucky One“! Er ist zum ersten Mal im lettischen Fernsehen und freut sich sehr über die Gelegenheit. Er wünscht allen Künstlern viel Erfolg und lädt sich nach Estland ein, um dort aufzutreten.

Und es gibt wieder einen Schnelldurchlauf der elf Auftritte.

Jetzt geht es auch schon an die Ergebnisse (zumindest den Zwischenstand):

Doch bevor wir erfahren, wer für Lettland nach Turin fährt – The Roop! Im Interview erzählen sie über ihr Erlebnis, auf der Bühne zu stehen und vor Live-Publikum aufzutreten. Der Gewinner oder die Gewinnerin sollte sich auf die große Aufmerksamkeit einstellen und damit umgehen und so gut wie möglich abzuliefern. Und danach nochmal ein Schnelldurchlauf.

Alle Acts sind auf der Bühne und bekommen Herzen überreicht? Offenbar das obligatorische Dankeschön-Geschenk für alle. Jedoch müssen wir noch erfahren, wer denn jetzt zum ESC fährt. Die Abstimmungsleitungen wurden soeben geschlossen, lange kann es also nicht mehr dauern.

Es gibt nochmal eine Unterbrechung der Show. Mit der nächsten Sequenz sollte dann das Ergebnis verkündet werden.

Zurück gibt es nun Resultate.

Platz 11: Miks Dukurs – „First Love“

Platz 10: Linda Rušeniece – Pay My Own Bills

Platz 9: Raum – Plans

Platz 8: Inspo – A Happy Place

Platz 7: Bermudu Divstūris – Bad

Platz 6: Mēs Jūs Mīlam – Rich Itch

Platz 5: Elīna Gluzunova – Es pabiju tur

Platz 4: Miks Galvanovskis – I’m Just a Sinner

Nun wird es spannend. Die Top 3 stehen an.

Platz 3: Bujāns – He, She, You & Me

Es entscheidet sich also zwischen Aminata und Citi Zēni.

Für Lettland zum ESC 2022 tritt an… Citi Zēni mit „Eat Your Salad“! Herzlichen Glückwunsch! Damit wird Lettland am 10. Mai im ersten Halbfinale mit der Band an den Start gehen und um den Finaleinzug kämpfen. Mit der Siegerperformance am heutigen Abend endet der Live-Blog. Ich danke euch fürs Mitschauen und -diskutieren und wünsche euch noch einen schönen Abend!


80 Kommentare

  1. der siegersong ist ein witz aber in schlecht.
    aber kann nicht alles haben.
    der hype wird jetzt losgehen zu lasten der musik – kinder regieren die welt!

  2. Das war heute vier Marathon-Finalen Estland, Litauen. Lettland und die Ukraine. Die anderen Halbfinalss oder ähnliche Vor-vor-vorrunden interessieren uns nicht.

    Leon und ich verschieden uns und wüschen euch noch einen schönen Abend.
    Wir gehen jetzt zum gemütlichen Teil über 😉

  3. Lettland muss jetzt wenigstens nicht befürchten, den ESC nächstes Jahr austragen zu müssen. Wahrscheinlich heisst es schon nach dem Semifinale „Bye bye“

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