LPS aus Slowenien im Interview und offizielles Video zu „Disko“ veröffentlicht

Beim Pressenachmittag vor Eurovision in Concert 2022 hatten wir die Gelegenheit, mit einigen Künstlern des aktuellen ESC-Jahrgangs zu sprechen und kurze Interviews mit ihnen zu führen. Darunter waren auch LPS aus Slowenien, die mit uns unter anderem über die Entstehungsgeschichte der Band, ihren außergewöhnlichen Bandnamen und den Text ihres ESC-Beitrags „Disko“ gesprochen haben.

ESC kompakt: Wie geht es Euch hier in Amsterdam und wie fühlt es sich an, bei Eurovision in Concert zu sein?

LPS: Wir fühlen uns großartig!

Wart Ihr schon mal in Amsterdam?

Nein, niemand von uns.

Und wart Ihr schon mal in Deutschland?

Ja, wir sind auf dem Weg nach Stockholm in Deutschland umgestiegen. (lachen) Wir waren teilweise schon in Berlin, auch schon mehrmals.

Wie habt Ihr denn als Band zusammengefunden?

Wir Jungs waren auf derselben Schule. Zuerst waren wir nur zu dritt, später ist dann Mark dazu gekommen. Zala haben wir dann über einen gemeinsamen Freund kennengelernt, sie war nämlich auf einer anderen Schule. Es hat also ein paar Jahr gedauert, bis sich die Band in der jetzigen Besetzung gefunden hat, aber jetzt sind wir glücklich und finden, dass die Musik, die wir machen, toll ist.

Von links nach rechts: Zala, Filip, Gašper, Mark, Žiga, Blogger Benny

Euer Bandname ist ja die Kurzform für „Last Pizza Slice“. Was hat es mit dem Namen auf sich, was bedeutet er?

LPS stand zuerst für etwas ganz anderes auf Slowenisch. Mit dieser Bedeutung waren wir dann nicht mehr zufrieden, mochten aber das Akronym. Wir hatten also zuerst LPS und haben uns dann überlegt, was das bedeuten könnte.

Und wer hatte dann die Idee, dass das für „Last Pizza Slice“ stehen könnte?

Žiga: Das war ich (alle lachen).

Lasst uns mal über Euer Lied „Disko“ sprechen. Worum geht es in dem Song?

Es ist ein Upbeat-Song und deshalb könnte man meinen, dass es ein fröhliches Lied ist. Es ist aber das genaue Gegenteil. Es es ein ziemlich trauriger Song. Es geht um eine Trennung, weil man in der Beziehung betrogen worden ist. (kurzes Schweigen, dann lachen alle) Ja, es ist wirklich sehr deprimierend.

Anmerkung: Kurz nach unserem Interview wurde auch das offizielle comic-style Musikvideo zu LPS‘ ESC-Beitrag „Disko“ veröffentlicht, das den Inhalt des Songs nochmal gut herausarbeitet.

Und warum habt Ihr Euch dann dafür entschieden, aus diesem Text trotzdem ein fröhliches Lied zu machen?

Wir fanden, dass das ein cooler Kontrast ist. Vor allem später, als dann klar war, dass wir zum ESC dürfen, war uns klar, dass niemand außerhalb von Slowenien verstehen würde, worum es in dem Lied geht. Alle werden denken: „Ja, das ist ein fröhlicher Song!“ Aber sie werden den deprimierenden Text nicht verstehen und das macht für uns die Spannung aus.

Könnt Ihr schon etwas darüber verraten, wie Ihr diese Spannung auch in Turin auf die Bühne bringen wollt?

Das ist ein großes Geheimnis, wir können also noch nichts verraten. Aber wir können versprechen, dass es eine großartige Show wird!


14 Kommentare

  1. Viel Glück, Slowenien.🙂

    Luma wäre mir zwar lieber gewesen, aber „Disko“ ist eigentlich eine ganz nette Nummer. Wird trotzdem sehr schwierig mit dem Finale, fürchte ich.

  2. Zumindest für mich ein typischer Fal von, dass man den Song deswegen gut findet, weil man die Band bzw. deren Mitglieder sympathisch und hübsch findet.

    Erinnert mich irgendwie an Loic Nottet aus Belgien vom ESC 2015 in Wien. Ich fand den Song „rythm inside“ gut, weil ich von Loic Nottet hingerissen war. Aber kurze Zeit nach dem ESC war der Zauber des Songs weg, weil ich auch den Werdegang von Loic Nottet nicht weiter verfolgt habe.

    Genauso wird es auch hier bei LPS mit „Disko“ sein.

  3. Passend zu der Schulband, ist das Video jetzt nen Zeichentrick. Leider spielt es in der Disko, wie der Titel hat auch sagt. Aber wenn das Video die Abenteuer der Bandmitglieder im Sandkasten gezeigt hätte, wäre das genauso passend gewesen. Das Lied naja, im Fahrstuhl stört es niemanden. Der Sänger könnte auch noch gut beim JESC mitmachen.

      • Das Lied würde dazu eher passen, als zur Disko. In der Disko hat man doch lebensfreude und hat ne gute Zeit. Der Prinz Valium der da vorne steht und singt, bringt das überhaupt nicht rüber. Also doch wie beim Beerdigungskaffee.

  4. Immer diese platitüden Fragen. Das Speed-Interview muss ja nur 2-3 Minuten gedauert haben. Alles ziemlich nichtssagend. Na, Hauptsache mit den Künstlern auf einem Bild fürs Poesiealbum 😂😂

  5. Für mich stellt sich die Frage, wie lange Benny gebraucht hat, um sich für das Foto „ich schminkte und frisierte mich ein bisschen mehr auf jugendlich…“ zu machen. In den NDR-Sessions wirkt er 20 Jahre älter.

    Oder färbt das ab? Dann nichts wie auf nach Slowenien!

  6. Man muss es als Schülerband auch erstmal schaffen, mit einem selbst geschriebenen Song derartig weit zu kommen. Ich mag Disco (das Genre) und deswegen kann ich am Lied auch nicht einfach so vorbeilaufen, aber ich habe die Befürchtung, dass es in Turin keine großen Chancen haben wird.

  7. Das als ‚offizielles Musikvideo‘ zu verkaufen ist ja schon seeehr gewagt. Es sind ja nur aneinandergeklebte Stills. Bei nem Musik-VIDEO erwarte ich Bewegtbilder. So finde ich es noch lamer als den Song. Grundsätzlich ist die Cartoon Idee ja nice, die Ausführung ist aber leider mislungen, wahrscheinlich wegen Geldmangels. Ein Bewegtbild Zeichentrick im Cartoon Style wäre nämlich auch in Slowenien nicht für 5PiepenFuffzig zu haben. 5 bis 20 Zeichnungen pro Sekunde wären bei 180 sec bei nem 12er Schnitt insges. ca 2160 Zeichnungen. Dazu noch die Charakterenentwicklung usw usf. Sowas würde zigtausende Euros kosten…

  8. Slowenien ist einer meiner absoluten Favoriten dieses Jahr. Das Video wurde anscheinend von einem Mitschüler (?) der Band gezeichnet beispielsweise designed (laut den YouTube-Kommentaren), was das Ganze nur noch sympathischer macht, meiner Meinung nach.
    Leider sind die Qualifikationschancen für das Finale nicht so hoch, aber falls es doch klappen würde, würde mich das sehr freuen.

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