Portugal: Alle Beiträge des „Festival da Canção 2020“ veröffentlicht!

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Das Festival da Canção, mit dem Portugal seit 1964 den Beitrag zum Eurovision Song Contest sucht (nur 2005 entscheid sich der ausführende Sender RTP für eine interne Auswahl), spaltet wie kaum ein anderes Vorentscheid-Format die ESC-Fans. Während Musikliebhaber die eher künstlerische und „besondere“ Musik im Wettbewerb feiern, können viele mit den dort aufgeführten, wenig kommerziell ausgerichteten Beiträgen oft nicht viel anfangen.

Im letzten Jahr entwickelte sich schon im Vorfeld des Festivals ein Internethype um den späteren Sieger Conan Osíris und um sein ungewöhnliches „Telemóveis“. Genutzt hat es ihm jedoch nicht: In Tel Aviv wollte beim Auftritt nichts so richtig zusammenpassen und Conan Osíris erreichte lediglich Platz 15 in seinem Halbfinale – mickrige 8 Punkte gab es von den Jurys, vom Televoting immerhin 43 Punkte (aus Frankreich und Spanien sogar die Höchstwertung).

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Trotz der schlechten Ergebnisse in den beiden Vorjahren, bleibt der ausrichtende Sender RTP aber auch in diesem Jahr bei seinem Konzept, verschiedene Komponisten einzuladen, einen Beitrag für den Vorentscheid zu schreiben. Diese Komponisten wurden schon im letzten Jahr bekanntgegeben.

Heute gab der ausrichtende Sender RTP nun in einer Pressekonferenz weitere Einzelheiten und alle Beiträge für das Festival da Canção 2020 bekannt. Neben den Beiträgen, die ihr unten aufgelistet durchhören könnt, wurde ebenfalls öffentlich, dass das Finale am 7. März diesen Jahres in Elvas stattfindet.

Filomena Cautela (Moderation ESC 2018) und Vasco Palmeirim werden erneut das Finale des Festivals moderieren. Das 1. Halbfinale moderieren Tânia Ribas de Oliveira und Jorge Gabriel zusammen, durch das 2. Halbfinale führen Sónia Araújo und José Carlos Malato.

 

Halbfinale 1 (22. Februar 2020):

Ian Mucznik – O Dia de Amanhã (João Cabrita, Ian Mucznik)

 

MEERA – Copo de Gin (MEERA, Isaura, João Bota)

 

Filipe Sambado – Gerbera Amarela do Sul (Filipe Sambado)

 

Throes + The Shine – Movimento (Throes + The Shine)

 

Bárbara Tinoco – Passe-Partout (Tiago Nacarato)

 

JJaZZ – Agora (Rui Pregal da Cunha)

 

Blasted – Rebellion (Blasted, Stego, Guerra)

 

Elisa – Medo de Sentir (Marta Carvalho)

 

Halbfinale 2 (29. Februar 2020):

Luiz Caracol e Gus Liberdade – Dói-me o País (Luiz Caracol, António Avelar de Pinho)

 

Jimmy P – Abensonhado (Jimmy P)

 

Dubio feat. +351 – Cegueira (Rui Azevedo, Pedro Azevedo, Hugo Azevedo)

 

Judas – Cubismo Enviesado (Hélio Morais)

 

Cláudio Frank – Quero-te Abraçar (Cláudio Frank)

 

Tomás Luzia – Mais Real Que O Amor (Pedro Jóia, Tiago Torres da Silva)

 

Elisa Rodrigues – Não Voltes Mais (Elisa Rodrigues)

 

Kady – Diz Só (Dino D’Santiago, Kalaf Epalanga)

 

Wir bieten zu den beiden Halbfinale am 22. und 29. Februar jeweils wieder Live-Chats an. Das Finale am 7. März begleiten wir mit einem Live-Blog.

Was glaubt Ihr – ist dieses Jahr mal wieder das Finale für Portugal greifbar?

Festival da Canção 2020 - Welche zwei Songs sind Eure Favoriten?

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31 Kommentare

  1. Im Moment kann mich nichts so wirklich begeistern. Am interessantesten klingt, meiner Meinung nach, „Blasted“ mit „Rebellion“. Obwohl der Song nicht in Portugiesisch ist. Eigentlich bin ich ja auch eher für die Landessprache. Aber vielleicht höre ich mir den ein oder anderen Song noch schön. Manche portugiesische Songs muss ich erst ein paar Mal hören, bis ich sie zu schätzen weis.

    • Ich habe in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass es grad in Portugal nötig ist, die Lieder mal in Ruhe richtig durch zu hören. Und dann hab ich eigentlich immer auch abseits der offensichtlichen und lauteren Beiträgen tolle Lieder gefunden. 😉

      • Der ESC-Zuschauer nicht. Aber darum geht es bei der Frage ja auch nicht, ob man ein Lied nachhaltig mag oder nicht…
        Hatte ja schon meine Einschätzung gegeben, dass Portugal wohl nicht den ESC in diesem Jahr gewinnen wird 😉

  2. Ich freue mich schon riesig. Zusammen mit Sanremo ist das FdC seit seinem Neustart 2017 der musikalisch interessanteste Vorentscheid, zumindest für mich. 🙂

  3. So ein käse. Ausgerechnet am 7. März sind wir in stockholm…..
    Oder nach dem hören der songs muss ich sagen, zum glück. Haben die nicht alle mit den gleichen songs schon letztes jahr mitgemacht? Mir hat auf anhieb keiner auch nur annähernd gefallen. Ich werde aber @manus ratschlag beherzigen und das ganze mal in ruhe durchhören.

    • Hehe… Musst du ja nicht und ist doch ok, wenn dir da nichts gefällt. 😉
      Gewinnen werden sie dieses Jahr auch nicht wieder, ich hab allerdings schon 4 Lieder gefunden die direkt in meine Playlist wandern.

  4. Für mich immer noch der beste song der saison(mit abstand)….gabrielius vagelis aus litauen, leider mit einer äusserst peinlichen performance.

    • Da bin ich ganz deiner Meinung.
      Hoffentlich lässt er sich in den weiteren Vorentscheidungsshows etwas besseres einfallen als mit Pyjama herumzuhampeln.
      Der Song hätte Potential

  5. Tritt der Typ vom letzten Jahr wieder auf? Der war doch so süß in seinem grünen Froschstrampelanzug und mit seinem komischen Rumgehampel. Vielleicht kommt ja wieder so ein Knaller.

  6. Passe-Partout ist in der Tat sehr charmant. Mein Favorit nach dem ersten Hören ist allerdings Rebellion. Wäre für Portugal mal etwas erfrischend Neues.

    Und interessanterweise sagt mir gerade die Umfrage, dass ich mit den beiden Songs voll im Mainstream liege…

  7. Meine Favoriten sind „Passe-Partout“ (eigentlich sehr süß, aber das Name-Dropping wirkt schon recht anbiedernd; 24 Punkte aus Frankreich bekäme der Song sicher auch so) und „Abensonhado“ (hat ein bisschen was von „Glory“ von John Legend und Common; könnte mit der richtigen Inszenierung sehr eindrücklich rüberkommen, aber Rap ist beim ESC ja immer so eine Sache). „O Dia de Amanhã“ (schön klassisch, aber wohl doch eine Spur zu altmodisch) und „Diz Só“ ( angenehm lounge-ig, könnte mit dem falschen Staging aber auch sehr in die Hose gehen) finde auch noch ganz hübsch, „Rebellion“ allerdings, auch wenn er natürlich heraussticht, im Vergleich zum Rest eher flach. Ich befürchte aber, dass es für Portugal leider wieder mal eng mit Finale werden könnte.
    Christer Björkman jedenfalls bekommt beim Durchhören wahrscheinlich schon beim dritten Song einen Rappel 😀

    • Dürfte wirklich recht spannend sein welcher Beitrag sich da durchsetzt. Mit dem richtigen Auftritt könnte ich mir aber einige im ESC-Finale vorstellen.

  8. Nach dem ersten Hördurchgang bin ich etwas enttäuscht und sehe es wie Manu: Einen Gewinnertitel sucht man hier vergebens, dafür kann man die eine oder andere VE-Perle für sich entdecken.
    Die meisten Songs plätschern eher vor sich hin. Subjektiv habe ich den Eindruck, dass das Line-up vom Vorjahr stärker besetzt war.

    Anspieltipps:

    Bárbara Tinoco – Passe-Partout
    Dubio feat. +351 – Cegueira
    Throes + The Shine – Movimento

    So gern ich Rock und Alternative mag, aber Blasted klingen für mich wie Linkin Park 2.0. Obrigado, não!

  9. Blasted sind wohl Teil der Extinction Rebellion-Bewegung (siehe instagram), kann also gut sein, dass es als zu politisch für den ESC gewertet wird.

  10. „Passe-Partout“ for the win! Das ist so cute! Ich stelle mir gerade vor, wie Tassilo, die kleine Teetasse aus „Die Schöne und das Biest“, dazu tanzt ❤

  11. Das ist zugegeben überwiegend entspannt, aber (und das bedauere ich) auch vergleichsweise gefällig – könnte locker im nächsten Hipster Café durchlaufen. Auch fehlt es mir zu sehr an herausragenden Songs, aber über weite Strecken ist das immer noch besser als so vieles, was in dieser Saison bereits geboten wurde. Fand ich gestern noch Elisa am besten, heisst mein heutiger Favorit Filipe Sambado (erinnert mich etwas an Robert Wyatt).

    • Das geht mir ähnlich… Elisa fand ich gestern auch noch fast am stärksten. Heute hat es mir JimmyP angetan. Schöne Steigerung, wie son portugiesischer Eminem. Kann mir gut vorstellen das sich das aber noch ein paar mal ändert.

  12. Ich mag Judas Lied sehr, insbesondere den später einsetzenden Depeche Mode Synthie find ich echt retro, leider wird die Textzeile des Refrains zu oft wiederholt, was immer sie auch bedeutet.

  13. Ich muss zugeben, dass es mir am Anfang schwer fiel, die Titel auseinanderzuhalten (bis auf Blasted und Bárbara Tinoco). Inzwischen, nachdem ich die Youtube-Playlist des diesjährigen Festivals da Cancao zahlreiche Male gehört habe (allerdings nicht mit voller Aufmerksamkeit, mehr so nebenher), kristallisieren sich doch vier Favoriten heraus:

    Filipe Sambado – Gerbera Amarela do Sul
    Bárbara Tinoco – Passe-Partout
    JJaZZ – Agora
    Tomás Luzia – Mais Real Que O Amor

    Die folgenden beiden sind mir bei den letzten Hördurchgängen auch noch positiv aufgefallen, mal sehen, ob sie aus meinen Top-4 eine Top-6 machen werden:

    Dubio feat. +351 – Cegueira
    Judas – Cubismo Enviesado

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