Portugals Beitrag für den ESC 2020: „Medo de Sentir“ von Elisa

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Eine kleine Überraschung ist auch aus Portugal zu vermelden: So konnte nicht die momentan sehr erfolgreiche Bárbara Tinoco mit ihrem Lied “Passe-Partout” das diesjährige Festival da Canção 2020 gewinnen, sondern Elisa mit ihrer Ballade „Medo de Sentir“.

Während die eingesetzten Jurys Filipe Sambado mit seinem Lied “Gerbera Amarela do Sul” mit Punkten nur so überschütteten, wählte sich das Publikum wie erwartet für Bárbara Tinocos “Passe-Partout” die Finger wund. Die lachende Gewinnerin wurde so Elisa, die bei beiden Votinginstanzen einen tollen zweiten Platz erreichen konnte.

Mit dem Festival da Canção findet Portugal seit 1964 seinen Beitrag zum Eurovision Song Contest und setzt dabei oft auf eher künstlerische, heimisch und „besondere“ Musik. Im letzten Jahr entwickelte sich schon im Vorfeld des Festivals ein Internethype um den späteren Sieger Conan Osíris und um sein ungewöhnliches „Telemóveis“. Genutzt hat es ihm jedoch nicht: In Tel Aviv wollte beim Auftritt nichts so richtig zusammenpassen und Conan Osíris erreichte lediglich Platz 15 in seinem Halbfinale. Doch trotz der nicht zufriedenstellenden Ergebnisse in den beiden Vorjahren, blieb der ausrichtende Sender RTP aber auch in diesem Jahr bei seinem Konzept, verschiedene Komponisten einzuladen, einen Beitrag für den Vorentscheid zu schreiben.

 

„Medo de Sentir“ ist zwar musikalisch eher der klassischen Ballade mit „zuckersüßer“ Melodie zuzuordnen, textlich wirft Elisa aber ein ernsteres Thema auf. So berichtet sie davon, nicht mehr zu wissen, wie sie noch lieben könne. Nach Erfahrungen vergangener Lieben fällt es ihr schwer, sich erneut zu öffnen und wieder neu auf jemanden einzulassen. „Ich war nicht so, aber jetzt habe ich Angst zu fühlen.“

 

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36 Kommentare

    • Wenn ich eins bei Frauen betreffend äußerliche Erscheinung hasse, sind es Puffärmel. Hat Elisa diese Puffärmel von Betty Mars (1971) geklaut? Das Lied ist für das Einmachglas.

  1. Schnarch…..dünnes Stimmchen, fades Liedchen….. kein Fado-Feeling,…nada. Heuer sollte ich die Semis auslassen in diesem grottigen Jahrgang und mich aufs Finale mit Ben Doli´c freuen. Deutschland neben Litauen meine Nr 1. Gruß aus Ösi-Land.

  2. Auf Portugal kann man sich immer verlassen: wie so oft ein langweiliges, altmodisches und depressives Lied. Anscheinend konzentriert sich das Land auf den Barbara Dex Award.

  3. Eindeutig die beste Wahl an diesem Samstagabend. Stimmlich ist das noch ausbaufähig und das Kleid gehört auf jeden Fall ausgetauscht.

  4. Noch ’ne Ballade. Wir hatten bisher ja so wenige… . „Medo de Sentir“ hat eine schöne Melodie, der Refrain hat sich bei mir auch bereits eingebrannt, aber Portugal hatte weitaus bessere Optionen: z.B. Bárbara oder Throes + The Shine.

  5. Vielleicht ist das auch nur mein Eindruck aber irgendwie sind viele songs dieses Jahr nur solala bis ok…. viele Balladen, vieles sehr ruhig und Eintönig. Da Sticht der Deutsche Beitrag ja aber wirklich raus.

  6. Schöne Stimmen, wenn auch mit Schwächen, die in portugiesisch doch gleich noch schöner klingen. Für Portugal schon fast eine freundliche Ballade, wird es trotzdem – wie immer – schwer haben

  7. Auch das noch…
    Ein Erdbeben gestern! Der Jahrgang verliert Dotter, Erika und Barbara. Jetzt mal ganz im Ernst, so langsam glaube ich wirklich daran, dass Deutschland hohe Chancen auf Top 5 und eventuell sogar auf den Sieg hat. Es klingt so verrückt 😮

  8. Ich finde es doof, dass fast nur Balladen dabei sind. Also langsame Lieder aus Island, Litauen, Schweden, Deutschland, Dänemark, Georgien, Griechland, Israel, Österreich, Lettland, Irland, Zypern, Serbien, Ukraine, Belarus und Tschechien. Auch Russland und San Marino werden mit langsamen Lieder antreten. 😉

    • Über welchen Jahrgang sprichst Du? 2020 kann das nicht sein. Es gibt zwar jede Menge Balladen dieses Jahr, aber keiner der o.a. Songs kannst Du allen Ernstes als Ballade bezeichnen. Im Gegenteil sind das doch die Songs, die aus dem Balladen-Einerlei rausstechen…

      • ähm…ich geh mal davon aus, dass *andi das ironisch gemeint hat, siehe 😉 Und ich kann mich ihm nur anschließen. 2020 sind ne Menge Uptemposongs dabei. Balladen-Einerlei sehe ich gar keins.

      • So ist es 😀. Ich wollte damit verdeutlichen, dass keinesfalls nur Balladen dabei sind. Wie so oft zu lesen ist.

  9. Ich würde gerne Positives über meu querido Portugal, geht aber leider nicht.

    Daß es für „Movimento“ nicht reichen würde, hatte ich befürchtet. Aber die Herabwertung von „Passe-partout“ seitens der Jury ist unentschuldbar – wobei Felipe durchaus noch eine interessante Wahl gewesen wäre.

    Nicht zum ersten Mal fährt also ein Kompromißsieger zum ESC und Portugal hätte mit Frankreich, Spanien und der Schweiz schon ein „halbes Pfund“ im zweiten Semi gehabt, aber „Medo de sentir“ ist zu unauffällig.

  10. Ich bin mit Schweden, Finnland und Dänemark sehr zufrieden. Ein gutes WE für den ESC. Aber Portugal wäre verzichtbar. Obwohl es nicht schlecht ist. Aber halt sehr langweilig.

  11. Puhhh. Portugal sollte sich echt mal über seinen VE Gedanken machen, bis auf Amar pelos dois als Ausreißer haben die ja schon sehr lange nichts mehr gutes vorweisen können

  12. Schade, schade, Portugal! Das wird leider wieder ein Abschied im Halbfinale! Bárbara Tinocos wäre die deutlich bessere Wahl gewesen, aber leider hat es die Jury verhindert, weil sie Filipe Sambado mit ihrem Votum so verhätschelt hat.

  13. Reiht sich ins graue Mittelfeld ein, wie so vieles dieses Jahr. Anfang gefällt mir, aber zum Ende hin wird die Ballade immer langweiliger.

    So langsam kann ich über diesen Jahrgang echt nur den Kopf schütteln.. Keinen meiner Favoriten in den Vorentscheiden durchgekriegt, Armenien immer noch auf Nummer 1 (okay, das habe ich durchgekriegt, aber für einen Alltime Favourite eignet sich das auch nicht) und nur noch 5 Songs die fehlen (wobei man San Marino auch schon kennt).

    Seit MARUV bin ich verflucht. 🙁

    Immerhin gefällt mir unser deutscher Beitrag mit jedem Hören besser. Zumindest ein kleiner Trost.

  14. Zwei Jahre lang haben sie ihren Fado modern und spannend interpretiert („Telemoveis“ & „O Jardim, leider mit wenig Erfolg), jetzt geht’s für die Portugiesen wieder zurück ins alte Tal der Tränen. Der diesjährige Sieger hätte so auch schon beim ESC 1990 einen 15. Platz belegen können. Altbacken und dröge.

  15. Wie soll so ein Song international funktionieren ? Vollkommen am Mainstream vorbei. Wären die Gerbera und Passe-partout zwar auch, aber die waren noch etwas unterhaltsamer.
    Aber so eine Fehlbesetzung gehört zu einem ESC eben einfach dazu.

  16. Kein Fado im klassischen Sinne, aber schon sehr schwermütig.Natürlich ist es für den ESC und so eine große Show nicht grad förderlich, dass das Lied nicht in die Gänge kommt, keine Steigerung vorzuweisen hat, aber irgendwie macht es ja grad das so besonders.
    Stimmlich gefällt mir die Dame leider gar nicht. Muss ich mir audio nochmal anhören. Könnte mir dann gefallen.

  17. Puh, das waren wirklich die längsten drei Minuten die ich seit langem hatte.

    Ne Portugal, das wird dieses Jahr leider nichts.

  18. Schade…mich persönlich berührt Medo de Sentir zwar irgendwie, aber für den ESC keine gute Wahl. Leider hat Elisa auch keine große Stimme, die das eher konventionelle Lied ausgleichen könnte…kein Finale. Und nein, mit Barbara Tinoco wäre das nicht anders geworden. Chancen aufs Finale hätte es am ehesten mit Throes and the shine gegeben.

  19. Die Geschichte des Vorentscheides geht so:

    Der Senderdirektor ist der Schwippschwager vom Onkel 3.Grades des Komponisten von „Medo de Sentir“, während König Filipe der illegitime Sohn aus einer Orgiennacht mit mindestens 10 beteiligten Juroren ist. Bárbara Tinocos, die zweitplatzierte Musicaldarstellerin, hat schon einen Vertrag für „moinho vermelho“, das portugiesische Derivat von Moulin Rouge, in der Tasche und könnte beim ESC gar nicht antreten – seht es als Promo-Intervallact. Ausserdem sind die Mikros vom portugiesischen TV technisch überhaupt nicht auf knackige Töne und Beats ausgelegt. Jetzt kennt ihr die ganze Wahrheit. Ihr seht, es führte kein Weg an Elisa vorbei! …

  20. Also begeistert bin ich von dem Lied auch nicht, und dass es keine wirkliche Steigerung gibt und Elisa bis heute noch auf ihren ersten geraden Ton warten lässt, stimmt auch.

    Aber irgendwas hat dieses Lied, was mich berührt und beruhigt. Das ist, zumindest meiner subjektiven Empfindung nach, die erste der weniger herausstechenden Balladen, die das schafft. Und deshalb hoffe ich zumindest, dass sie nicht allerletzte wird.

  21. Nach der Unruhe vion gestern nacht kann ich immerhin mit 4/10 werten

    Ist halt portugiesischer Standard und ich hätte mir definitiv etwas Originelleres gewünscht.

  22. Habe gerade gen Jury-Sieger “Gerbera Amarela do Sul” gehört und, wauw, DAS wäre was für mich gewesen! Portugiesische 80er-Jahre-Volksmusik trifft Kaiser Caligula (spätrömische Dekadenz) im gruftigen Goth-Club. So obskur wie großartig aber leider nicht mehrheitsfähig. 😄

  23. Auch wenn ich viele portugiesische Beiträge ganz großartig finde, kann ich mich nicht so recht für die Musik des Landes erwärmen. Das Finale dieses Jahr war wirklich stark besetzt (auch wenn man Cegueira schon rausgekegelt hatte), und dann gewann echt ein Kompromissgewinner, welcher mein letzter Platz war. Musikalisch so interessant wie altes Brot – und einer der wenigen Beiträge, an dessen Melodie ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann. Naja, wenigstens das Outfit bleibt etwas in Erinnerung. Den Preis muss man ja schließlich verteidigen, wenn man schon als Füllmaterial und Sprungbrett für schnellere Songs im Halbfinale endet. Schade, Chance vertan!

  24. Medo de Sentir war vielleicht nicht die beste Wahl, doch würde ich’s dem deutschen Beitrag jederzeit vorziehen – und das soll ausdrücklich keine Beleidigung sein (wobei mir die Kommentare hier manchmal wirklich auf die Nerven gehen …).

  25. Ich glaube die Portugiesen wollen ums Verrecken keinen ESC mehr im eigenen Lande haben – darum geht man lieber auf Nummer sicher und begnügt sich mit einer ausschliesslichen Semi-Teilnahme…und das vermutlich für die nächsten 50 Jahre. Ich hab mich echt bemüht am Sonntag, aber nach ner halben Stunde bin ich schlichtweg eingeschlafen. Verstehe gar nicht wieso ein so schönes Land wie Portugal (von dem kleinen Paradies Madeira mal ganz zu schweigen), welches ja auch ein grosse Geschichte aufzuweisen hat, oftmals so depressiv daher kommt.

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