Replay Rotterdam (16): Wie haben Nicht-Fans den ESC erlebt?

Bild: NPO/NOS/AVROTROS Nathan Reinds

Wer kennt es nicht: Pünktlich im Mai hat man das Gefühl, dass man zum inoffiziellen ESC-Info-Point, zur ESC-Beschwerdestelle und zum ESC-Archiv wird. Familie, Freunde und Arbeitskollegen wissen, dass man selbst Fan des Wettbewerbs ist – was in meinem Fall noch untertrieben ist – und so bekam ich dutzende, vielleicht hunderte Nachrichten zu den Halbfinalen und dem Finale. Ich überlege mir, im nächsten Jahr dafür einen Assistenten einzustellen.

Spaß beiseite. Es nervt zwar manchmal, die ESC-Anlaufstelle zu sein, aber es ist zugleich auch sehr interessant, da man Eindrücke aus der Nicht-Fan-Perspektive bekommt. Also außerhalb von unserer berühmt berüchtigten „Bubble“. Es gibt dabei einige Aussagen, die wie ich finde wirklich ausnahmslos jedes Jahr fallen:

„Die Lieder werden ja von Jahr zu Jahr immer schlechter!“  – Och Leute. Als würden sich alle Länder jedes Jahr zusammensetzen und beschließen, dass man qualitativ einen Schritt nach hinten macht. Nach der Logik war der ESC 2000 eine musikalische Offenbarung und danach ist man sukzessive immer weiter abgerutscht. Fans haben natürlich nicht die Entwicklung einzelner Länder im Blick. Etwa hat sich Albanien über die Jahre immer weiter gesteigert. Italien bringt seit der Rückkehr fast ausnahmslos Hits zum ESC. Frankreich, Bulgarien, Schweden, Norwegen sind in letzter Zeit nicht für Totalausfälle bekannt. Aber das sind nur ein paar Beispiele. Ich denke, die Aussage, dass die Qualität jedes Jahr einbüßt, ist einfach der Erwartung geschuldet, die an die ESC-Beiträge gestellt wird. Zudem lernen die Leute die Lieder erst am Halbfinal- oder Finalabend und an den Tagen danach kennen und lieben. Frisch nach dem Wettbewerb hat man sich noch nicht richtig reingehört. Aus diesem Grund scheinen wohl die Lieder des vergangenen Jahres immer besser zu sein.

„Das ist doch alles politisch, die schieben sich alle die Punkte zu!“ – Und hier muss man zugeben, dass da natürlich etwas Wahres dran ist. Gerade wenn man sieht, wie sich die Ukraine, Russland oder Georgien bei der Jury-Abstimmung verhalten, wird klar, dass da etwas „faul“ ist. Und manches Abstimmungsverhalten wird man trotz Jury-Publikum-Combo nicht ändern können. Griechenland und Zypern haben einen gemeinsamen Musikmarkt. Die Länder des Ex-Jugoslawien teilen noch immer einen ähnlichen Musikgeschmack und eine ähnliche Kultur. Über die Skandinavier muss ich auch nicht viel mehr sagen. Dennoch gewinnen immer andere Länder und dennoch kommen auch nur Länder weit nach vorne, die außerhalb ihres „Bekanntenkreises“ überzeugen. Aber klar, Russland wäre vermutlich mit „Embers“ nicht letzter geworden – da gibt es Länder mit geopolitischen Vorteilen. Ist dann halt eben so.

„Wieso schickt denn Land X nicht endlich Interpret X?!“ – Tja, das ist ziemlich einfach zu beantworten: Nicht alle Interpreten wollen auch zum ESC oder sich generell einem Wettbewerb stellen – gerade die großen Hausnummern. Zudem haben die Länder bekanntermaßen ihre – manchmal komplizierten – Auswahlverfahren. Es ist nicht so wie bei der Fußball-Europameisterschaft. Man stelle sich vor, dass es in jedem Land einen ESC-National-Manager gäbe, der jedes Jahr aus den erfolgreichsten Künstlern des Landes den ESC-Beitrag zusammenstellt. Viele träumen wohl von Enrique Iglesias für Spanien, Helene Fischer für Deutschland oder Ed Sheeran für Großbritannien. Meiner Meinung nach muss das nicht unbedingt sein. Zudem war der ESC schon immer viel mehr ein Sprungbrett statt eine Plattform für etablierte Namen.

Ukraine und Italien räumen ab

In diesem Jahr hatte ich das Gefühl, dass bei den Nicht-ESC-Fans besonders die Ukraine, Italien und Finnland hoch im Kurs standen, was dann auch von den Spotify-Charts bestätigt wurde. Viele kannten die Isländer noch vom vergangenen Jahr und Daði Freyr und seine Truppe kamen auch in diesem Jahr wieder ganz gut an. Frankreich und die Schweiz konnten etwa in Spanien ebenfalls außerhalb des ESC auf sich aufmerksam machen und schafften dies im Finale auch überall sonst. Die genannten Länder machten beim ESC dann auch die vorderen Plätze unter sich aus.

Die Show an sich kam in meinem Umfeld ganz gut an. Viele freuten sich, dass man nicht wirklich das Gefühl hatte, bei einer „abgespeckten“ Version eines Live-Events dabei zu sein. Zudem kam NikkieTutorials ziemlich gut an – ganz im Gegenteil zur Punktevergabe, die für einige wohl wieder etwas langatmig war.

Beim deutschen Beitrag hatte man wieder das Gefühl, dass die Allgemeinheit noch nie etwas von Jendrik gehört hatte. Viele fragten mich während des Auftritts, wer denn der Sänger sei und viel wichtiger, was für ein Körperteil das Kostüm darstellen sollte. Ich habe nie etwas anderes als ein Peace-Zeichen oder einen Mittelfinger gesehen aber gut, ich bin auch ziemlich unschuldig. Das Lied fanden einige Bekannte ganz lustig, die überwältigende Mehrheit war jedoch ziemlich genervt von „I Don’t Feel Hate“ und fühlte sich dann durch die 0 Punkte in ihrer Kritik bestätigt. Dies war auch wieder ein Grund, warum der letzte berühmte und traditionelle Satz der Nicht-Fans fiel, und den ich nun für den Schluss aufgehoben habe:

„Warum macht Deutschland eigentlich mit?“ – Euch muss ich nicht erklären, warum Deutschland beim ESC natürlich nicht fehlen darf, hoffentlich!? Aber ja, Nicht-Fans sind da meistens nicht so feinfühlig. Für sie ist es rausgeschmissenes Geld oder Zeitverschwendung. Hierzu haben große deutsche Medien in den vergangenen Jahren auch ihren Beitrag geleistet. In einer großen Zeitung, vielleicht sogar der größten Zeitung Europas, wurde nach einem für uns enttäuschenden ESC aufgelistet, warum Deutschland eigentlich viel mehr Punkte verdient hätte. Die Gründe waren etwa die finanzielle Unterstützung Griechenlands oder der Tourismus in Spanien. Sowas ist denn Wasser auf die Mühlen der ESC-Hater. Gebracht hat dies natürlich nichts. Deutschland ist weiterhin beim wichtigsten Musik-Wettbewerb der Welt dabei, so wie es auch sein sollte.

Und überhaupt: Wenn jemand über den ESC nörgeln darf und kann, dann sind das ja wohl die ESC-Fans, oder? Wir kennen uns ja mit der Materie am besten aus.

Jetzt will ich aber von Euch wissen, wie Euer Umfeld den ESC aufgenommen hat. Gab es wieder Pöbeleien von Nicht-ESC-Fans oder auch positive Stimmen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Bereits in der Serie „Replay Rotterdam“ erschienen:

Unser Rückblick auf den ESC 2021
(1) Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2021
(2) Måneskin aus Italien waren mit „Zitti e buoni“ auch die Televoting-Sieger
(3) Live-Blogs, Live-Blogs, Live-Blogs
(4) Der Corona-ESC
(5) Das Moderatoren-Team unter die Lupe genommen
(6) Wie der WWF mit dem ESC die Welt retten will
(7) Wie geht’s weiter in und mit Österreich?
(8) So war die Arbeit im Online-Pressezentrum
(9) Täglich ESC kompakt LIVE – mehr als ein Zuckerschock
(10) Erfolgsfaktor Band – Waren Bands in diesem Jahr besonders erfolgreich?
(11) FreeESC vs. ESC
(12) ESC-Home-Partys im Lockdown machen wenig Spaß
(13) Wettquoten, Blogger:innen, Leser:innen – Wer sagt das Ergebnis des ESC am besten voraus?
(14) Die Schweiz als Jurysieger – was sind die Gründe für die Erfolgsserie?
(15) Die Countdown- und die After-Show in der ARD


44 Kommentare

  1. Und was meiner Meinung nach das ALLER, ALLERSCHLIMMSTE bei Nicht-Esc Fans ist:
    Die Pop-Stücke sind immer zu beliebig, die Nicht-Pop-Stücke immer zu abgedreht. Für die typischen ESC-Hater gibt es nichts dazwischen.
    Vor Allem lassen sich solche Leute einfach nicht drauf ein. Es wäre so viel schöner, wenn einfach alle kollektiv sich zurücklehnen und genießen. Und wer das nicht will, wird ja nicht gezwungen….

    • Die Kritik an der Musik finde ich sowieso immer daneben.
      „Die Musik klingt ja immer gleich.“
      Äh nein. Tut sie nicht. Vergleich die Brandbreite beim ESC mal mit dem lokalen Radiosender. Gibt es da eine Opernsängerin, die auf einer Stange durch den Weltraum fliegt? Oder Jodel? Oder Metal? Oder landestypische Klänge? Wahrscheinlich nicht. Zumal man beim ESC auch sieht, wie vielseitig das Pop-Genre sein kann.

  2. Ich binder einzige in der Familie, die sich für den ESC interissiert. Meinen Eltern beispielsweise geht es zum einen Ohr rein und zum anderen raus.

  3. Max, ist vielleicht auch ein Generationenproblem…
    In deinem Alter wurde für mich auch die Musik „immer schlechter“, das gilt dann vielleicht auch für dein nicht ESC-affines Umfeld.
    Bei mir, so um die 50, fanden die meisten den ESC nicht mehr so trashig wie früher.

    • Tatsächlich meinte das unter anderem eine etwa 50-jährige Arbeitskollegin zu mir. Aber den Satz höre ich wirklich jedes Jahr…

  4. Wirklich ein sehr guter, und auch unterhaltsamer Titel, vielen Dank dafür.🙂

    Den ESC schaue ich in der Regel ganz alleine, ab und an unterhält man sich schon mal. Da wurde schon oftmals die geringe gesangliche Leistung kritisiert, und auch, dass oftmals die englische Sprache vorherrschend ist. Auch, dass die Instrumentalmusik vom Band kommt wurde bedauert. Na ja, ich nehme die Meinungen zur Kenntnis, ohne groß zu diskutieren. Ist halt ihre subjektive Meinung, und, da sie sich eigentlich nicht groß für den ESC interessieren, sind sie wohl auch nicht an ellenlangen Vorträgen meinerseits interessiert.😆😉
    Einzig mit meinem Mann unterhalte ich mich öfters über den ESC, und es interessant, wie unterschiedlich die Beiträge wahrgenommen werden, wenn der visuelle Eindruck fehlt. Übrigens: Fand er vor dem ESC „I don’t feel hate“ noch ziemlich „unordentlich“, findet er den Song mittlerweile sogar ganz witzig. Hat für ihn schon Ohrwurcharakter.🙂

    P. S.: Was die Juries angeht: Sie waren ja ursprünglich eingeführt worden, um das politische bzw. Nachbarschafts- Voting einzudämmen. Aber ich habe das Gefühl, dass sie politischer sind als das Publikum. Also, meinetwegen können sie diese wieder abschaffen. Wird natürlich nicht geschehen.😉

  5. Was bei mir immer wieder als Kritik aufkommt, ist dass „es ja nicht sein kann, dass alle Länder einem Song immer Punkte geben.“ Also es wird erwartet, dass sich die Punkte mehr oder weniger gleichmäßig auf alle Songs verteilen müssten und weil das nicht der Fall ist, wird dahinter eine vorherige Absprache oder so vermutet.
    Den Gedanken finde ich lustig (vor allem wenn man bedenkt, dass sich die Juroren in den letzten drei ESCs sehr uneinig waren), habe aber auch keine Lust während der Punktevergabe zu erklären, wie die Jurypunkte zusammenkommen.

  6. Da habe ich tatsächlich Glück. Sowohl in meinem Arbeitsumfeld, als auch im engeren Freundeskreis steht der ESC seit jeher hoch im Kurs. Lediglich eine gute Freundin kann (oder will) traditionell mit dem ESC nicht soviel anfangen.
    Aber selbst sie zeigte sich in diesem Jahr ohne den Contest gesehen zu haben beeindruckt von den Songs, die sie auf anderem Wege hörte. Vor allem Måneskin und Blind Channel haben es ihr angetan, aber auch Dadi und Gjons Tears fand sie hörbar.

  7. „Die Gründe waren etwa die finanzielle Unterstützung Griechenlands oder der Tourismus in Spanien.“

    Da beschweren sich die Leute, dass alles politisch ist, und dann erwarten sie, dass Länder Deutschland aus politisch-ökonomischer Motivation Punkte zuschieben. Dem Lieben Gott ist echt ein schlimmer Fehler unterlaufen, als er den Menschen konstruiert hat. Wahrscheinlich war er kein deutscher Ingenieur … 😁

  8. In meinem Umfeld gibt es schon Interesse an Musik und deswegen auch schon am ESC. Das man als ESC Fan zur Beschwerdestellle wird, wie Max es schreibt, kenne ich zu gut.
    Eigentlich hat man als Fan immer die schlechten Beiträge Deutschlands mit zu veranworten, das es keinen VE mehr gibt, ist einem Teil der Allgemeinheit nicht bekannt.
    Eine Bekannte sagte neulich zu mir, sie hätte gelesen, dass die Qualität der Beiträge so schlecht.wäre, Deswegen würde sie den ESC nicht mehr gucken. Tja, so ist das mit der eigenen Meinungsbildung.

  9. Was mich immer besonders nervt an Kommentaren ist folgendes: „Du schaust den ESC?? Da schieben sich doch eh nur die ganzen osteuropäischen Länder die Punkte zu damit sie gewinnen!!“

    Stimmt, dieser Jahr war der ESC in Rotterdam, wie wir alle wissen tiefstes Osteuropa. *ironieoff*

    • Und der gute Salvador hat über 700 Punkte bekommen. Weiter westlich als Portugal geht in Europa nun wirklich nicht … und dann noch mit nur einem Nachbarn …

      • @togravus ceterum

        Oder was noch viel absurder ist: Einerseits sich darüber aufregen dass Länder sich gegenseitig Punkte zuschieben und dann kurz darauf rummotzen weil es nicht mal aus Österreich und der Schweiz Punkte für Deutschland gab.

        Ganz ehrlich?? Ich denke mir bei sowas immer folgendes: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ****** halten!!

      • Leider hat der liebe Gott die funktionierenden grauen Zellen sehr ungerecht verteilt …

  10. Ja immer diese Diskussion mit den Klischees.
    Mit Freunden hab ich das auch ständig, wobei mittlerweile einige auch viele Songs mögen. Eine Freundin von mir fährt mega auf „Shum“ ab und hat es sogar in ihren Lieblingssongs.

    In diesem Jahr hat eine Freundin mit uns geguckt, die noch nie den ESC verfolgt hat und war begeistert und überrascht über das Musikspektrum und die Qualität der Beiträge.

  11. In wenigen Stunden endet für die Städte die Frist um sich für den ESC zu bewerben und laut Wikipedia haben sich nur Turin,Pesaro und Bologna offiziell beworben.

  12. Was früher wirklich auffiel waren gute SängerInnen, die auch kräftig bei Stimme gesungen haben. Heutzutage schreien SängerInnen ins Mikro und der Irrsinn ist auch noch, dass diese Schreihälse von den ESC-Fans wie Gesangsgötter angehimmelt werden. Oder bei vielen Interpreten haben sie das Mikro so dicht an den Mund, dass da geradeaus ein Tönchen rauskommt.
    Was die Lieder angeht, entsprechen sie ihrem Zeitgeist. Früher konnte noch 1-2 Songwriter ein Lied schreiben. Heute müssen 5-10 Leute ein Lied schreiben und nehmen alte Kinderreime zur Hilfe oder es wird plagiatiert ohne Ende mit ohne Folgen.
    Es ist auch der Zeitgeist auf der Bühne oder auf dem Roten Teppich aufzufallen um jeden Preis ohne falsche Scham.
    Wir wissen nicht was in 5…10…15 Jahren mit und um dem ESC passiert. Vielleicht (!) ist in naher Zukunft der ESC selbst Musik- und Fernsehgeschichte 🤔

  13. Bei uns in der Runde gab es nur einen eher Desinteressierten. Anfangs des Abends wurde er auch bestens in seinen Vorurteilen bestätigt. Zypern, Albanien und Israel ist eben die typische ESC-Musik, über die man so gerne seine Späßchen macht. Dann kamen mit Belgien und Russland aber doch Titel, die ihn aufhören ließen und spätestens bei Portugal war klar, dass es an dem Abend doch viel außerhalb des üblichen Spektrums geben wird. Zwar gab es dann gegen Ende wieder viel zum Spotten als die Bubble-Favoriten wie Norwegen, Aserbaidschan, Schweden und San Marino kamen, aber als klar wurde, wer wirklich um den Sieg kämpft, war auch er voll dabei. Ich denke so mag es vielen außerhalb der Blase gegangen sein,
    Ich finde der Jahrgang war nicht besonders gut, aber das Publikum hat sich die Perlen herausgesucht und die ESC-Stangeware hängen lassen.

  14. In Zeiten von Teams habe ich in den Chat geschrieben, dass bitte alle KollegInnen den ESC nicht vergessen sollen. Tatsächlich ist der Vorgesetzte beim nächste Meeting darauf eingegangen und fragte. Es hatten einige geguckt. Sofort ging es ums Ergebnis. Eine Kollegin meinte allerdings, sie hätte sich noch nie dafür interessiert, aber als sie einmal eingeschaltet hatte kam sie nicht mehr davon weg, d. h. die Niederländer hätten die Show sehr unterhaltsam gemacht und die Musikstücke wären abwechslungsreich gewesen. Die Musik trifft aber nicht den Geschmack der KollegInnen. Dann wurde noch gerätselt, was Deutschland erfolgreicher machen könnte. Nun ja, als ich vorschlug, mal deutschen Schlager à la Johannes Oerding (ich finde, dass er die Hörerwartungen gut bedienen kann, er muss ja nicht selber antreten) zum ESC zu schicken, schienen alle fassungslos. Dass deutscher Schlager im Ausland ein Begriff ist, war für sie unvorstellbar. Die sind entweder Opern- oder Jazzfans oder hören nur anglo-amerikanisches Zeug.
    Auch als ich ihnen sagte, dass das Ergebnis mit 1 italienisch-, 2 französisch- und 1 ukrainisch-sprachigem Lied für Fans top sei, schienen sie etwas sprachlos. Die kennen nur englisch.

  15. Ich würde mich noch als „Nicht-FAN“ bezeichnen, da ich den ESC zuletzt zur Jahrtausendwende sah und ihn sonst eher vom Namen her kannte.
    Diesmal war ich aber gleich sehr tief dabei, mit vielen Vorentscheiden etc.

    Ich glaube ein Vorurteil hatte ich: dass es vermehrt Schema F gibt aus Sängerin, die tanzt und dabei möglichst viel Haut und ihre Brüste zeigt. Eine Kombination die ich nicht so gut finde. Das gab es zwar, aber zum Glück weniger als erwartet.
    Im Gegenteil, das war musikalisch super abwechslungsreich und auch schön verschiedene Charaktere. Ich fühlte mich gut unterhalten und manche Songs haben es auch in meine Playlists geschafft.
    Was ich vor allem toll fand, auch bei den anderen kürzlich stattgefundenen ESCs: die Bühne. Die würde bei mir jedesmal 12 Punkte bekommen. Sehr beeindruckend.
    Die Punktevergabe fand ich fast zu kurz. Bzw. ich hätte es lieber gesehen, wenn sie eher die Publikumspunkte einzeln gezeigt hätten und die Jurys gesammelt.

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