Schweiz: So wurde Gjons Beitrag für den ESC 2021 ausgewählt

Foto: SRF/Lukas Mäder

Vor etwas über einem Monat haben wir an dieser Stelle bereits getitelt: „Der Beitrag von Gjon’s Tears für den ESC 2021 ist fertig“. Heute nun hat das Schweizer Fernsehen SRF per Facebook-Video weitere Details dazu bekanntgegeben, wie der Beitrag für den Eurovision Song Contest im kommenden Jahr gesucht und gefunden wurde. Dass Gjon’s Tears nach der Absage des Wettbewerbs in diesem Jahr erneut eine Chance bekommen würde, war schon seit dem Frühjahr klar – nur ein passender Song musste eben noch her.

Dazu hat Gjon – wie wir bereits berichtet haben – mit unterschiedlichen Komponisten, Textern und Produzenten zusammengearbeitet, um den – wie er es formuliert – schönsten Song zu schreiben. In diesem sogenannten Songcamp sind schließlich 13 potenzielle ESC-Beiträge entstanden, die in der Schweiz und ganz Europa produziert wurden. Diese Lieder wurden in einem ersten Schritt dann den beiden bereits aus den vergangenen Jahren bekannten Jurys vorgelegt, das heißt dem 100-köpfigen Zuschauer-Panel und der 20-köpfigen internationalen Expertenjury. Diese konnten die einzelnen Beiträge nicht nur bewerten, sondern auch konstruktives Feedback geben.


Diese Rückmeldungen wurden dann noch aufgegriffen, bevor schließlich Live-Versionen aller Songs gefilmt wurden. Auf Grundlage dieser Clips haben die Jurys dann erneut entschieden und den Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest 2021 ausgewählt. Gjon selbst ist mit der Wahl sehr zufrieden und er hat das Gefühl, dass die Jurys hier den richtigen Riecher bewiesen haben. Laut Head of Delegation Reto Peritz wird das Lied beim ESC 2021 auf jeden Fall auffallen, wir dürfen also gespannt sein. Der Beitrag soll außerdem perfekt zu Gjon’s Tears passen.

Das vollständige Video, in dem sowohl Gjon selbst als auch der Schweizer Delegationsleiter Reto Peritz zu sehen sind, könnt Ihr hier in voller Länge anschauen.

Bekannt wurde Gjon Muharremaj durch seine Teilnahmen an „Albania’s Got Talent“, „Die grössten Schweizer Talente“ und der französischen Version von „The Voice“. Gjon ist 22 Jahre alt und kommt aus Broc im Kanton Fribourg. Er sollte die Schweiz eigentlich mit „Répondez-moi“ im zweiten Halbfinale des ESC 2020 am 14. Mai in Rotterdam vertreten und hatte sich vor der Absage zu einem echten Favoriten auf den Sieg gemausert. Gjon lag in den Wettquoten zwischenzeitlich sogar auf Platz 2, am Tag der ESC-Absage auf Platz 3. Bei unserem diesjährigen Adventskalender habt Ihr „Répondez-moi“ auf Platz 12 der besten DACH-ESC-Beiträge aller Zeiten gewählt.


29 Kommentare

  1. Ich kenne einen aus der zuschauerjury vom wieder aufgelebten ogae switzerland. Er weiss zwar nicht, welcher song jetzt wirklich gewählt wurde, aber er spricht von einem absoluten siegersong.
    Ich vermute aber, dass in rd ein schneller, tanzbarer song gewinnt

  2. Ich bin davon überzeugt, dass sein Song für 2021 genau so ein Schnarch-Weltschmerz-Geheule wie ‚Répondez-moi‘ sein wird.

  3. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie der neue Song ist. Das Gjon zufrieden ist lässt mich eher skeptisch zurück. Begeistert klingt anders

    • Diese Statements sind ja allgemein eher vom Pressesprechr des Senders/der Plattenfirma, von daher sagt das nix aus (und ist vielleicht auch übersetzt, da Schweiz = multisprachig). Aus persönlicher Geschmackssicht hoffe ich jedenfalls, dass es nicht wieder so ein wimmerndes Gejaule wird.

      • #4porcelli – Penguins will rule the world

        Ich danke dir. Ich dachte schon, ich wäre der einzige.

      • Kommt noch.. die üblichen unkritischen Stimmen kommen noch – ups, sie sind (natürlich) schon da!

  4. Heute wurde bezüglich Deutscher Beitrag 2021 bei ntv.de u.a. veröffentlicht:

    „…fünf Monate vor dem … (ESC) 2021 … wer …. an den Start gehen soll, könne allerdings aus organisatorischen Gründen noch nicht verraten werden, sagte im NDR-Podcast „ESC Update“ die Delegationsleiterin Alexandra Wolfslast. „Ich sag mal so, ihr könnt euch wirklich freuen…“

    Jippi

      • Obwohl wir den oder die Kandidaten oder Kandidatin noch nicht kennen, freue ich mich trotzdem auf das Resultat. Du bestimmt auch, wenn Du es auch nicht zugeben magst, weil ja der Act intern ausgewählt wurde.😉

    • Durch intensive Recherche in den sozialen Medien habe ich schon so einen Verdacht, wer es sein könnte. Wenn das wirklich stimmt und der Song und die Performance passen, könnten wir evtl. den ESC auch tatsächlich gewinnen! Hier schreiben mag ich den Verdacht lieber nicht. Will ja irgendwann mal auch in die ESC-Jury/Panel aufgenommen werden. Glaube, die nehmen eher keine Tratschleute oder Hobbydetektive wegen Vertrag usw., will ja bei meiner späteren Bewerbung beim NDR dann nicht gleich negativ auffallen, wenn ich hier alles richtig vorher verraten sollte. Aber wenn es wirklich stimmt, was ich vermute, dann wow! Tipp: Soziale Medien unbedingt aufmerksam checken!

      • Haben Sie Instagram oder Facebook und könnten es mir verraten oder einen Tipp geben, wo ich suchen kann? 😊

  5. Ich freue mich auf seinen neuen Song und bin von ihm als Sänger absolut überzeugt. Leider konnte ich mit seinem Song 2020 nicht so wirklich was anfangen.

  6. Das tönt schon mal sehr vielvresprechend! Hoffen wir, dass der ausgewählte Song mindestens so gut ankommt wie Repondez.moi und um den Sieg mitspielen kann, 32 Jahre warten sind genug, Switzerland 12 Points, la Suisse douze Points!

  7. Ich freue mich schon auf den Song und bin sicher, dass die Schweiz wieder zu den Favoriten zählen wird. Gjon hat auch das Zeug live auf der Bühne noch einen draufzusetzen.

  8. @Gaby: Ich habe diesbezüglich überhaupt keine Vorfreude oder ähnliches. Es ist mir inszwischen ziemlich gleichgültig. Diese Gelaber, das die Fans sich darüber freuen werden, ist nur lahmes, substanzloses PR-Gelaber auf das ich nicht mehr reinfalle. Am Ende kommt dann doch wieder nur ein letzter oder vorletzter Platz heraus. Genauso wie 2019 oder wie beim JESC. Der NDR kann es einfach nicht. Um Begeisterung und Interesse für den ESC auszulösen, muss man selbst Interesse und Begeisterung für den ESC empfinden, das spreche ich den Beteiligten einfach ab. Das dabei was rumkommt, wenn sich die die dafür zuständig sind, wirklich Interesse und Begeisterung am ESC haben, hat doch Stefan Raab bewiesen. Wenn er praktisch dafür zuständig war kam immer mindestens ein Top 10 Platz raus und der zweite Sieg. Davon könnten sich die Schnarchnasen die jetzt dafür zuständig sind, ruhig mal ne Scheibe davon abschneiden.

    • Wir wissen doch gar nicht, wie Ben abgeschnitten hätte, ich gehe auch davon aus, dass die Inszenierung aus der Elbphilharmonie auf die Schnelle improvisiert war. Klar, an der Inszenierung hat es bislang meist beim deutschen Beitrag gehapert. Liegt aber nicht an der Direktnominierung, war auch leider bei den Sisters so.
      Und soviel ich weiss, war für den JESC eher KIKA verantwortlich. Also, abwarten, und wenn es denn sein muss, kann man dann immer noch kritisieren.😉

      Aber, sorry fürs Abschweifen: Hier geht es ja eigentlich um Gjon.🙂

  9. Zu Monsieur Gijon. Ich kann mir nicht vorstellen das er was Tanzbares im Repertoire hat. Ich habe ihn als reinen Balladensänger eingeschätzt. Was ich grundsätzlich nicht negativ sehe. Ich glaube das seine Stimme bei Balladen besser rüberkommt als bei flotten Songs. Ich glaube sein Song 2021 wird wohl wieder ne Ballade.

  10. Ich fand Répondez-moi wunderschön und wünsche dem Mann mit dem seltsamen Modegeschmack alles Gute.
    Leider glaub ich nicht, dass das Neue besser wird.

    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Und jetzt mal: 😀

  11. Ein wirklich sehr talentierter Sänger mit einer guten interessanten Stimmfarbe…
    aber mit seinem „Pulsader-Aufschlitz-Lied“ aus 2020 kann ich überhaupt nichts anfangen. Hege die große Hoffnung, das wir dieses Jahr etwas Besseres hören werden.
    Denke aber auch, dass 2021 was schnelles fetziges gewinnt. Nach diesem Sch….jahr will doch keiner einenen Tränendrüsensong oder Moralballade oder sonstigen Herzschmerz hören..

    • „Nach diesem Sch….jahr will doch keiner einenen Tränendrüsensong oder Moralballade oder sonstigen Herzschmerz hören..“

      Warum denn nicht? Ist doch allemal besser als so ’ne schlichte Hupfdohlennummer, wie es sie beim ESC zuhauf gibt. Ich habe mich schon häufig gefragt, warum es beim ESC so wenig gute Uptempo-Nummern gibt. Die bleiben in der Regel leider meist in den Vorentscheiden hängen, wie z. B. ‚Eden‘ und ‚Movimento‘ dieses Jahr oder ‚Comme une grande‘ und ‚Dashuria nuk mjafton‘ im Jahr zuvor, um nur ganz wenige aktuelle Beispiele zu nennen.

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