
Nach dem ganzen Drama um Joost Klein und seinen Ausschluss vom Eurovision Song Contest 2024 in Malmö, ließ sich das niederländische Fernsehen besonders lange Zeit, um seine Teilnahme am Wettbewerb in Basel zu bestätigen. Das Land kehrt aber nicht bockig zurück, sondern offenbar mit richtig viel Bock, der EBU zu beweisen, dass man weiß, wie der ESC funktioniert. Mit der Nominierung von Claude (Aufmacherbild) setzten die Verantwortlichen eine erste Duftmarke. Mit der Veröffentlichung des Beitrags „C’est la vie“ machte die Niederlande dann unmissverständlich klar, dass sie in Basel ganz vorn mitspielen will.
Claude und sein Lied wurden in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt, das der niederländische Sender AVROTROS intern durchgeführt hat. Insgesamt waren 331 Beiträge für die interne Auswahl zum ESC bei der Rundfunkanstalt eingereicht worden. Die Bewerbungsfrist war vergleichsweise kurz und endete am 22. November 2024. Einen knappen Monat später stand dann der niederländische Interpret für den ESC in Basel fest.
Claude ist ein junger Sänger, der ursprünglich aus dem Kongo kommt. Mit 13 Jahren zog er mit seiner Familie in die Niederlande. Kurz nach dem Umzug erlebte er dort zum ersten Mal den Eurovision Song Contest – ein Moment, den er nie vergessen hat. Besonders begeistert war er, als Conchita Wurst gewann. Seitdem schaut Claude jedes Jahr mit seiner Familie den ESC. Diese Begeisterung für Musik brachte ihn schließlich dazu, selbst Sänger zu werden.
Seinen großen Durchbruch hatte Claude im Jahr 2022 mit dem Hit „Ladada (Mon Dernier Mot)“. Das Lied wurde millionenfach gestreamt und machte den Sänger in den Niederlanden sehr bekannt. Er gewann wichtige Musikpreise und trat in bekannten Fernsehsendungen auf. 2024 veröffentlichte Claude sein erstes Album „Parler Français“, das er selbst mitgeschrieben hat. Mit seiner Band tourte er durch die Niederlande und Belgien. Auch international ist Claude erfolgreich – seine Lieder laufen in vielen Ländern im Radio, besonders in Italien.
Das Lied
Claudes ESC-Beitrag „C’est La Vie“ wird teilweise auf Englisch und teilweise auf Französisch gesungen. Geschrieben wurde das Lied vom Sänger selbst gemeinsam mit Léon Paul, Arno Krabman und Joren van der Voort. Arno Krabman hat bereits ESC-Erfahrung und war 2022 an „De Diepte“ von S10 beteiligt.
In „C’est La Vie“ singt Claude über seine Mutter, aber auch Mütter im Allgemeinen. Das Lied beginnt als ruhige Klavierballade, entwickelt dann aber einen markanten Beat, über dem eine Midtempo-Ohrwurm-Melodie liegt. „C’est La Vie“ endet dann wieder, wie es begonnen hat, ruhig und zurückgenommen.
Der Check
Song: 3,5/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten (auf Basis des Videos)
Instant Appeal: 5/5 Punkten
Douze Points: Zeitlos muss beim ESC ja nicht schlecht sein – und das ist „C’est La Vie“ in jedem Fall. Dazu kommen die Stimme von Claude und die Botschaft des Liedes. Ansonsten kann ich aber den Hype nicht ganz verstehen. Ich fühle mich durch die englisch-französischen Klopfreime auf Kindergartenniveau auch nicht wirklich ernstgenommen. Darüber rege ich mich dann so auf, dass ich das Schöne an dem Betrag möglicherweise überhöre/übersehe. 6 Punkte
Manu: Waren meine Hoffnungen zu hoch? Auf dem Papier und auf Basis der Vorberichte klang der niederländische Vertreter Claude wie der diesjährige ESC-Gewinner. „C’est La Vie“ entpuppt sich nun als lupenreiner Radio-Pop-Song mit Message. Da ist erstmal nichts falsch dran und ich hab durchaus Laune beim Hören. Für mich atmet das Lied die Musik des belgischen Musikers und Ausnahmetalentes Stromae – leider aber ohne dessen musikalische Qualität nur annähernd zu erreichen. 6 Punkte
Max: Einer meiner großen Faves in diesem Jahr. Französisch und die Niederlande – da war ich zwar am Anfang skeptisch, aber dass so ein gut produzierter und chartfähiger Song dabei herauskommt, alle Achtung. Hier stimmt für mich einfach das Gesamtpaket aus Künstler, Song und – so vermute ich mal – Performance. Ich bin gespannt! 12 Punkte
Rick: Schon Claudes vergangene Hits haben sich durch ihre Einfachheit und ihren hohen Ohrwurm-Charakter ausgezeichnet. Ich bin froh, dass auch sein ESC-Beitrag in diese Richtung geht. „C’est La Vie“ klingt frisch und dennoch irgendwie vertraut. Der Text ist nicht zu komplex und dadurch leicht verständlich. Mir persönlich fehlt aber das Besondere, Eigenständige an der Nummer. Insgesamt ein cooler Beitrag, der für mich aber nicht ganz oben mitspielt. 7 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Benny: 12 Punkte
- Berenike: 6 Punkte
- Chris: 12 Punkte
- Danio: 4 Punkte
- Giulia: 3 Punkte
- Laureen: 7 Punkte
- Peter: 12 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 87/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „C’est La Vie“ auf Platz 3.
Wie schneidet der niederländische Beitrag "C'est la vie" von Claude ab?
- Top 5 (40%, 267 Votes)
- Platz 6-10 (38%, 251 Votes)
- Platz 11-15 (14%, 91 Votes)
- Platz 16-20 (4%, 28 Votes)
- bleibt im Halbfinale hängen (3%, 21 Votes)
- Platz 21-26 (1%, 4 Votes)
Total Voters: 662
Bisher erschienene Songchecks
Erstes Halbfinale
- (1) Estland: „Espresso Macchiato“ von Tommy Cash
- (2) Island: „Róa“ von VÆB
- (3) Polen: „GAJA“ von Justyna Steczkowska
- (4) Portugal: „Deslocado“ von NAPA
- (5) Slowenien: „How Much Time Do We Have Left“ von Klemen
- (6) Schweden: „Bara Bada Bastu“ von KAJ
- (7) Ukraine: Bird of Pray“ von Ziferblat
- (8) Albanien: „Zjerm“ von Shkodra Elektronike
- (9) Aserbaidschan: „Run With U“ von Mamagama
- (10) Belgien: „Strobe Lights“ von Red Sebastian
- (11) Kroatien: „Poison Cake“ von Marko Bošnjak
- (12) Zypern: „Shh“ von Theo Evan
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Ich begreife jedwede Begeisterung für diesen niederländischen Beitrag überhaupt nicht. Ich finde dieses Stück in jeder Hinsicht (musikalisch aber ganz besonders textlich) handwerklich so schlecht gemacht, dass es mich nicht wundern würde, wenn es den Algorithmen einer allenfalls durchschnittlichen KI entsprungen wäre. Eigentlich ist das einfach nur eine Frechheit, dieser grauenhaft aus platten Floskeln zusammengewürfelte Text. Echt, da ist „Wadde hadde dudde da“ ein Ausbund von Kreativität dagegen. Ich fühle mich selbst als Konsumentin mit gelegentlichem Faible für Kitsch, Albernheit und Trash schlicht nicht ernst genommen. Aber da dieser niederländische Beitrag hingegen offenbar total ernst gemeint ist, rangiert er bei mir trotz anderer unsäglich schlechter, aber immerhin humorvoll gemeinter Beiträge wie dem aus Estland dieses Jahr auf dem letzten Platz.
Möglich, dass die Juries mehr auf die Texte achten, den meisten Zuschauenden sind die Lyrics in aller Regel egal. Im Gegenteil: Ich denke, je einfacher gestrickt ein Song ist, desto eher bleibt er im Ohr 😉
mi amore mi amore 🎶 🎶
😇
Espresso von Sabrina Carpenter Wird in 2 Tag6 ist ein Jahr alt. 🤓 Ooooooh Oooooh. 🤓
💃💃💃
👍
Off-Topic:
Nach dem Sieg von Andria Putkaradze beim Junior ESC 2024, möchte Georgien den Wettbewerb am 13. Dezember 2025 in Tiflis ausrichten.
Freie Übersetzung von Google:
Ich freue mich!🥳
Richtig so. Georgien ist ja ein Land das für Vielfalt, Toleranz und vor allem FREIHEIT steht. 😇😇😇
https://esc-kompakt.de/rueckzug-deutschland-nimmt-2025-nicht-mehr-am-junior-eurovision-song-contest-teil/
hi
Ganz komischer Song. Die ersten 30 Sekunden genial, der ganze Mittelteil samt Refrain lächerlich, die letzten 30 Sekunden wieder gut. Ich tu mir deshalb schwer, an diesem Song Gefallen zu finden. Um so mehr wundern mich die vielen guten Bewertungen. Aber gut, Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden.
undeuxtrois
C’est la Vie …
Claude besingt sowohl mich 😉 und bringt noch eine kleine Hommage an die wunderbare Edith Piaf unter. Das ganze zum Mitwippen, alles andere Positive dürft ihr euch aus den anderen Kommentaren zu meinem dazudenken: Platz 5!
…. es tut mir so gut nach 2024, dass die NL wieder einen ganz normalen ESC-Beitrag zum darauf freuen am Start hat. 🙂
😍🫶🏻👏🏻
Ich mag den Song wirklich sehr. Er beginnt ruhig und gefühlvoll, zieht mich sofort in seinen Bann und erinnert mich in den ersten Sekunden auch ein wenig an Slimane vom letzten Jahr. Die Dynamik baut sich stetig auf, bis schließlich der Refrain einsetzt – eingängig, zeitlos und mit einer angenehmen Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die mir sehr gut gefällt.
Auch der Wechsel zwischen den Sprachen wirkt stimmig und harmonisch – wirklich gelungen! Zugegeben, der Song erfindet das Rad nicht neu, und man hat das Gefühl, ihn in ähnlicher Form schon öfter gehört zu haben. Doch das stört mich keineswegs. Im Gegenteil: Der Beitrag ist schön arrangiert und tut dem diesjährigen Line-up meiner Meinung nach richtig gut.
Eine Platzierung in den Top 10 halte ich für absolut realistisch. Vielleicht ist sogar ein Kompromisssieg für die Niederlande möglich – auch wenn ich Frankreich in dieser Rolle aktuell noch etwas stärker sehe.
Danya, was trinkst du? 👏🏻👍🏻🫶🏻😇😂😘🇳🇱🇪🇺🎶🥂🍾
Cidre?
Völlig nüchterne Betrachtung; ich trinke keinen Alkohol. 😆😉
Ich meinte ja auch zum Anstoßen auf deine tolle Bewertung. Und das muss ja kein Alkohol sein! Also für dich nicht zumindest… 😇😉😎
Espresso Macchiato oder Milkshake geht doch bestimmt auch. 😉
Ich bleib da lieber bei Wein oder Champagner 😇😉 Aber ich habe deine Anspielung natürlich verstanden, daher sage ich: wenn, dann Milkshake!
Gute Wahl. Ich würde mit Cidre anstoßen. 😎 Cidre trinke ich neben Federweisser auch gerne.
Ach du meine Güte – wie konnte ich das denn nicht direkt so verstehen!? 🙈😂 Das muss an der Müdigkeit liegen. 🫣 Na dann: Prost! 🎉
😂😉👍🫶
Schön zu sehen, dass wir bei diesem Beitrag ebenfalls auf einer Wellenlänge sind. 🙂
Ich mag auch alte Räder. 😉
Auch viereckige Räder? 🤔
ich halte die „bubblesensation“ für möglich und habe daher forsch für semiaus gevotet.
mich läßt das sehr einfach gestrickte lied völlig kalt – es fängt ja noch ganz gut an aber nach ein paar sekunden wird abgebogen in das friede freude eierkuchen la-la-la-land und das muß ich nicht haben.
ich weiß auch nicht,was hier die intension sein soll?
orientiert sich das werk nun musikalisch an slimane und insbesondere stromae oder ging es eher darum nach den letztjährigen vorkommnissen ein möglichst glattgebügeltes konsenswerk nach basel zu schicken?
ich finde es auch immer schwierig schon ganz früh in der saison irgendeinen act fest zu bestimmen und dann wird nur sehr einfache musikkost geliefert.
denke nicht,daß die jurys bei dem werk richtig steil gehen werden und um ein keiinoähnliches public vote zu erzielen,fehlt dem werk der punch = aktuell etwas überschätzt in den wetten aber auf der anderen seite weiß ich ja,wie der ESC-hase so läuft,siehe z.b. 4. platz für die schweiz 2019 usw. 🥴
die niederlande haben schon großartige songs zum ESC gebracht z.b. 1980 amsterdam (auch einige andere davor),2014,2022! (S10) und ja auch 2019 und wenn sie dann mal gekonnt und selbstironisch in den gute laune bereich gingen wie z.b. 2010,ja dann konnte man noch getrost das prädikat „ganz besonders knuffig“ vergeben.
song: 0/5
stimme: 2/5
darbietung: 0/5
instant appeal: 2/5
Ui, da haben wir ja außer Litauen und Polen noch einen dritten Dissens…
dissens ist doch gut,regt die diskussion an.🙂
Ja, klar, find ich auch!
Kannst dir ja mal meinen eben geposteten Kommentar zu „Cest la vie“ reinziehen…
Off-topic:
Am 10. April 2001 wurde Angelina Mango in Maratea – ca. 200 km südlich von Neapel – geboren und wird heute somit 24 Jahre alt.
Alles Gute zum Geburtstag / Buon Compleanno ! 😀
Und noch ein ♈️ 🐏.
Fun fact: Erzrivalinnen Joan Crawford und Bette Davis waren beide Widder.
Das erklärt vieles. 😀
Die fand ich beide klasse!
Kennst du die Serie Feud? Tolle Darstellung der beiden von Susan Sarandon und Jessica Lange.
Super show: Fun fact: Lange und Sarandon brauchten beide ziemlich Heavy make-up, um so alt wie Bette und Joan auszusehen, obwohl sie zum Zeitpunkt des Drehs so 10-15 Jahre jünger waren.
Ach ja, Team Joan.
Ist genetisch glaube ich.
🙂
Das ist mir bekannt. Die allertypischste Widder-Frau im Filmgeschäft ist aber für mich Claudia Cardinale (deren Muttersprache übrigens nicht Italienisch ist)
So ist es – hier auch Aries ! Ich als Astroonkel bevorzuge meistens die lateinischen Bezeichnungen. OK, Skorpion heißt da fast genauso.
Tolle Idee, gleich am Anfang des Videos Conchita ganz kurz als Claudes erste ESC Erinnerung mit einzubauen☺️ Eine schöne Geschichte, dass er nun – Jahre später- selber dort auf der Bühne stehen darf. An den leisen Stellen mit dem Klavier, schliesse ich immer die Augen, während die Melodieführung mir das Gefühl gibt, dass ich mich wieder und wieder im Kreis drehe bis mir schwindelig wird – dann setzt der leichtfüssige, beschwingte Part ein und ich lass mich treiben, geniesse Claudes angenehme Stimme und diesen perfekten Wohlklang, der mich einfach fasziniert und der mich zum Schluss über das „schwindelige“ Klavier wieder zum Ende des Liedes führt, der ja auch wieder der Anfang ist – denn ich drücke schon wieder auf REPEAT – Danke Claude für dieses wunderschöne Stück Musik 🎵 C‘est la vie 😍
Wird ja fast langweilig…Schon wieder sind wir uns einig 😂😉🫶👍🎶
Ja Dennis, wir bewegen uns schon auf sehr ähnlichen musikalischen Pfaden☺️ – aber langweilig wird das doch NIE – eines Tages wird sich ein Song finden, wo wir komplett auseinander liegen – vielleicht in 10 Jahren oder so😂😂😂😘😘😘
🤗😁 Du hast natürlich recht: langweilig wird es auf gar keinen Fall! 🕺🫶
Huch, das mit Conchita am Anfang des Videos ist mir überhaupt nicht aufgefallen! Ist auch arg kurz, gibt aber ein Extrasternchen für Claude.
Ja das stimmt, man hört nur kurz „rise like“ und „the winner“ – aber es ist erkennbar und die Connection zu Claudes erstem ESC als seine Familie in die Niederlande zog.
Also, ich weiß nicht. Das Französisch ist sogar mir zu einfach, und ich hatte Latein in der Schule.
Nach einigen in meinen Ohren schwächeren Beiträgen (Ausnahme S 10) ist die Niederlande seit „Europapa“ wieder voll da. Auch „C’est la vie“ ist ein schöner Ohrwurm, der es in meine Spitzengruppe, wenn auch nicht ganz in meine Top 10 schafft.
Meine größtem niederländischen Lieblinge kommen übrigens aus den Jahren 62, 64, 68, 71, 74 bis 78 (tolle Serie!), 80, 02, 05, 12, 13 und dann eben 24 und 25.
Auf Seite 1 habe ich eine virtuelle Nostalgie-Reise mit einigen Videos von damals zusammengestellt.
Super, vielen Dank, Marko!
Anouk Schemmekes vertrat die Niederlande vor 12 Jahren beim ESC und hatte am Dienstag dieser Woche Geburtstag. Heute hat sie einen neuen Song veröffentlicht und der Titel ist „Set this thing on fire“:
3JS vertrat die Niederlande vor 14 Jahren beim ESC, schied aber im Halbfinale aus. Nun hat das Trio den Song „Dit Is Zo’n Dag“ veröffentlicht:
Ich kann die Begeisterung für den niederländischen Beitrag durchaus verstehen, wenn ich auch davon überzeugt bin, dass es auch viel mit dem gut choreographierten Video zu tun hat. Mich erreicht der Song dann auch. Blende ich das Video aus bleiben folgende positiven Aspekte: die Stimmfarbe von Claude, ein eingängiger Refrain und viel französische Sprache. Ich komme aber nicht umhin auch beim Text zuzuhören und dann finde ich den Song leider doch sehr platt. Wenn Claude wie bei seinen letzten Songs französisch mit niederländisch gemixt hätte, t wäre es wenigstens etwas interessanter gewesen. Die Einfältigkeit des Textes wiegt bei mir schlimmer, da er auch noch sehr ernst gemeint ist. Trotzdem gibt es viel Raum für eine hübsche Inszenierung. Den Song bewerte ich mit 6,7 von 10 Punkten. Claude erreicht damit Platz 7 im ersten Semi und wäre sicher weiter. Im Finale rangiert „C‘esr la vie“ bei mir auf Platz 24 bzw. , bereinigt wird es Platz 23 im Finale. Die Finalqualifikation wird „nur Formsache“ sein und im Finale winkt wahrscheinlich ein Top 5 Ergebnis 👋🫶
Wir wussten ja, dass dieser Tag kommen würde, da müssen wir jetzt durch 😂😉🫶
Ich war anfangs gar kein so großer Fan vom Lied und hatte es relativ schnell abgewiesen. Ich fand diese Kombination von Englisch und Französisch ein wenig lächerlich, weil es sich um einfachstes Schul-Französisch handelt. Dann noch der Kontext, dass es in diesem Jahr viele Lieder mit französischem Text gibt (Frankreich, Luxemburg, Israel, sogar Australien mit einer Zeile), und mir das alles zu gewollt und kalkuliert schien, um die stark vorhandene Frankophilie bei ESC-Zuschauern sich zunutze zu machen.
Mit etwas Abstand gefiel mir das Lied aber immer besser und hat sich bis in meinen Favoritenkreis gesteigert. Das liegt daran, dass ich die Entwicklung innerhalb des Liedes gut finde. Es beginnt und endet als ruhiges Klavierlied mit Chanson-Elementen und in der Mitte steigert es sich zu einem Song mit absolutem Sommerhit-Potenzial, eingängigem Beat und mitreißender Melodie. Wobei mir der Song vielleicht doch etwas zu midtempo ist, als dass man zu ihm tanzen könnte. Er bereitet jedoch sehr gute Laune und es ist schon eine bemerkenswerte Leistung, wie gut der Song den Wandel von den melancholischen Parts zu den lebensfrohen Passagen schafft.
Ich habe jeden Tag einen anderen ESC-Refrain, und „C’est la vie“ hat sich auch schon öfters in mein Ohr gewurmt. „La vie en rose. La vie en noir“ beschreibt es ja ganz gut. Mal gibt es Höhen, mal gibt es Tiefen, und so ist es in diesem Lied auch. Letztlich ist die Botschaft des Liedes sehr erbaulich, inspirierend und optimistisch. Vielleicht etwas kindlich-naiv („la-la-la-la“), so wie der junge Claude, der am Anfang des Musikvideos zu sehen ist. Aber manchmal ist es nicht so verkehrt, die Dinge durch die Augen eines Kindes zu betrachten.
Es ist vielleicht zu sehr Radiodudelei und für die große ESC-Bühne nicht ambitioniert genug, wobei die balladigen Teile den Anspruch des Liedes unterstreichen, doch „ernster“ zu sein und die Zuhörer zu berühren. Ich bin jedenfalls berührt. Und am Ende holt mich das Französisch doch ab, als frankophile Person die oft angefangen hat, französisch zu lernen aber es doch immer aufgegeben hat. Aber das hier verstehe ich, und das ist zumindest für mich persönlich eine super Sache, insofern holt es mich ab.
Ebenfalls ist Claude vielleicht auch der „kompletteste“ Künstler in diesem Jahr. Bei ihm stimmt wirklich das Gesamtpaket. Lied, Text, Aussehen, Gesang, Performance, Charisma. Es ist eigentlich unmöglich, ihn nicht zu mögen. Mit ihm als Kompromiss-Sieger wäre ich wirklich sehr zufrieden.
Meine Platzierung: 8/37
Das ist jetzt der 2. Songcheck den ich von dir lese und ich sage dazu einfach das, was ich schon zu deinem Ukraine Songcheck gesagt habe – also einfach dort nachlesen bitte… 😂😇😉👍🏻👏🏻
Wirkt leider sehr altbacken.Bei französischen Songs bin ich sehr oft kritisch.Ein mittelmäßiger Song.Würde 12 Platz tippen.Je nach Auftritt.
„Cest la vie“: Mein absoluter Lieblingsbeitrag 2025: Unglaublich gut aussehender Sänger mit toller Stimme, wunderbar einschmeichelnder Komposition und viel Charisma…
bis dann der Refrain einsetzt und mit seinem schlagerigen La-La-La den ganzen Song fast zunichte macht. Sooo schade!
Bei mir deshalb gerade mal so knapp in den Top 10.
Da wird der Song sicher auch in Basel landen, vielleicht sogar in den Top 5. Mit ihm als Kompromisssieger könnte ich auch ganz gut leben: lieber un, deux, trois als yksi, kaksi, kolme!
P.S.: Warum versteht denn hier niemand, das der Text so kindlich sein muss? Es geht doch genau darum, was seine Mutter ihm als Kind vorgesungen hat!
…ja lasse hat ihn sich reingezogen und liest zuerst „absoluter lieblingsbeitrag“ um dann zu lesen,daß er letztendlich nur so auf platz 9 bis 10 geführt wird. 😮
nun ja,ich gehe da anders dran aber das soll jetzt nicht das thema sein…mich interessiert das aussehen von acts nicht die bohne aber das bedeutet auch,daß ich diesen aspekt öfter mal stark unterschätze.
ganz oben auf dieser kommentarseite schreibt jemand etwas von KI-einfluß und dieses unterschwellige gefühl beschleicht mich hier auch,weil das alles viel zu glatt klingt.
ich vergleiche den song intern auch mit island und norwegen,wo ich ein ähnliches vorgehen glaube erkennen zu können + heißer feger faktor.
nun ja,wir werden dann sehen,ob dieser bubbledarling in basel wirklich verfängt.
sorry für delay aber da lief gerade @centauri asbach-uralt mit harry lesche.😎
Ach, der gute Lesch!
Das gute Aussehen hab ich zwar wohlwollend erwähnt, spielt aber übrigens in meiner Wertung der Songs trotzdem keine Rolle (mein echter Platz 1 ist ja Albanien und Kole empfinde ich jetzt nicht gerade als Feger)!
Uh, und deinen Vergleich mit Island und Norwegen finde ich doch ein bisschen gemein, denn bei den beiden empfinde ich es genauso, bei Claude aber so gar nicht, denn da berührt mich etwas sehr wohlig an dem Ganzen.
Und bei Island und Norwegen fegt sich bei mir übrigens gar nix, da bleibt der Ofen aus! Ich stehe so gar nicht auf diese Föten.
Aber, wie erwähnt: konstruktiver Dissens, jau, immer wieder gern!
ich werde jetzt auch mal so langsam mit meiner matraze kontakt aufnehmen aber noch ein wort zu harald lesch.
er hatte damals (00er jahre) noch eine andere kleine sendung bei @centauri oder alpha bayern oder wie der sender jetzt heißt und zwar lief er da mit einem pfarrer/priester gemütlich durch einen klostergarten und führte mit ihm offene hochphilosophische gespräche.
das war ultranische aber gerade deswegen hochinteressant und regte auch zum eigenen nachdenken an.
🙂
Ja, ich erinnere mich. Sie sind auch mal in einer Straßenbahn diskutiernd in der Sendung durch Nürnberg getuckelt.
Knutsch schön deine Matratze, du andere kompakte Nachteule.
Schön, dass Du es unterstrichen hast! C’est la vie weckt bei mir diesen Doris-Day-Que-Sera-Effekt.
Hehehe… mir ist ja un-deux-trois auch lieber als yksi-kaksi-kolme. 😉
Ich verstehe, werter Herr unodosquatro („Das war russisch!“).
(oh, ich lese dich immer männlich, weiß aber gar nicht, ob das stimmt?)
Fürs Protokoll: Ich habe schon recht weit oben darauf hingewiesen, dass er sich an die Zeilen erinnert, die seine Mutter ihm vorgesungen hat, als er ein kleiner Junge war – um ihm (meine Interpretation) die Angst vor den ganzen Sorgen und Nöten um ihn herum zu nehmen. Deswegen bleibt der Text natürlich in seiner Konstruktion sehr simpel, das räume ich ein. Aber weil es nun mal eine Kindheitserinnerung ist, stört es mich halt nicht sonderlich 🤷🏻♂️ Mir ist die Musik, der Sound, Gesang und Stimmfarbe viel, viel wichtiger in diesem Fall 🇱🇺🇫🇷🇪🇺
Ou est la Suisse ?
🇨🇭
Lieber Dennis,
sorry, ich hätte schreiben sollen „so gut wie niemand“, du und Marko+++ sind da explizit ausgenommen (hab ich noch jemanden vergessen?).
Alles cool! 😁 Wollte dich da nur unterstützen und darauf hinweisen, dass ich das ähnlich auch geäußert hatte 😉👍🏻
Und vor allem in welchen Umstände. Die Familie hat Kongo verlassen, weil es da nicht mehr sicher war. Heutzutage Albträume, worüber er mit seiner Geschwister redet. Claude hat als kleiner Junge mehr gesehen als gut für ihn war. Musik ist auch sein Medizin.
Ich musste erst nachschauen ob ich dies schreiben darf, aber diese Teile sind in einer Spezialausgabe von Eva (Talkshow) zumindest angedeutet worden, daher öffentlich gemacht.
Leider ist Menschlichkeit nicht mehr so selbstverständlich, Schlimm, daß man sich dafür noch rechtfertigen muß.
Auch gerade deswegen wünsche ich Claude alles Gute !
P.P.S.: Vom Charisma, der Stimme und dem guten Aussehen her ist Claude für mich der Slimane 2025!
Louanes „Maman“ hingegen finde ich im Vergleich zu „Cest la vie“ etwas uninspiriert; letzteres zeitlos, ersteres etwas altbacken (geht ja offenbar vielen genau andersherum).
Von mir auch ein kleiner Nachtrag: Ich möchte betonen, dass es bei mir ausdrücklich der Song ist, den ich mag, vielleicht ist es ja sogar das in den Kommentaren kritisierte „Schlagerhafte“, was mir gefällt. Und nein, es liegt NICHT am Video, nicht am optischen Eindruck des Sängers (der ist mir zwar sympathisch, aber nicht mein Typ), wie hier öfters mal als Erklärung für den Zuspruch gemutmaßt wurde, und auch nicht an der Stimme oder Stimmfärbung, die ich bei seinem ersten großen Hit „Ladada“ (im Unterschied zum viel besseren „C’est la vie“) eher sogar ein bisschen anstrengend fand.
Ich bin auch eher Team „Achselzucken“, denn es ist einer der Songs, mit denen ich in diesem Jahr am wenigsten anfangen kann. Es sei denn, Claude reißt es live mit seinem Charisma raus. Ansonsten klingt das Lied pour moi nur wie ein Bottom-5-Beitrag Frankreichs aus den Nullerjahren. 🙂
Gefällt mir richtig gut! Klasse der Song!
👍🏻👏🏻🤝🏻🇱🇺🇪🇺🇫🇷🍀
Der für den ESC und JESC zuständige Sender AVROTROS gab bekannt, daß ab dem 19. Mai 2025 Wettbewerbsbeiträge für den ESC 2026 eingereicht werden dürfen:
https://www.instagram.com/p/DITiPfSNSP2/
Da sollte der SWR sofort nachziehen!
Claude und Remember Monday mit „C’est la vie“:
https://www.instagram.com/p/DIT3y_8N4Sq/
Heute hat Duncan Laurence, der vor sechs Jahren für die Niederlande den ESC mit „Arcade“ gewann, hat heute Geburtstag und wird 31 Jahre jung! Gefeliciteerd met je verjaardag, lieve Duncan!
Nach dem letzten Jahr gönne ich den Niederländern natürlich eine richtig gute Platzierung. Der Song ist halt nicht so meins. Klingt mir zu sehr nach normalen Radio Pop, trotz der Sprachwahl. Wird aber seine Fans finden und gut abschneiden.
Finale und Top 10 sicher.
Stien ten Hollander trat vor drei Jahren für die Niederlande beim ESC an und hat nun zusammen mit Froukje den Song „Hart in Brand“ veröffentlicht:
Douwe Bob vertrat die Niederlande vor neun Jahren beim ESC und erreichte das Finale. Sein neuer Song heißt „Funny“: