TV-Quote: 700.000 Zuschauer verfolgten das erste Semifinale des ESC 2021 auf ONE

Foto: EBU

Das gestrige erste Halbfinale aus der Ahoy-Arena in Rotterdam wurde wie in den Vorjahren auch beim ARD Sender ONE übertragen. Das Online-Magazin DWDL meldet nun, dass rund 700.000 Zuschauer das erste Semifinale auf ONE verfolgten.

Daraus ergibt sich ein Marktanteil von 2,7% beim Gesamtpublikum sowie 4,1% in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen. Diese Zahlen liegen sowohl über dem Senderschnitt als auch über denen des ersten Halbfinals von 2019, wo etwa 400.000 Menschen vor den Bildschirmen saßen. Auch im direkten Vergleich mit dem zweiten Halbfinale 2019, wo Deutschland ebenfalls stimmberechtigt war, lässt sich ein leichter Zuwachs verbuchen: Knapp 680.000 Zuschauer schalteten damals zum zweiten Halbfinale aus Tel Aviv ein.

Vor dem ersten Halbfinale lief bei ONE schon eine Sendung mit ESC-Bezug, nämlich das „Best of Eurovision“, welches ab 20:15 Uhr bei 320.000 Zuschauern einen Marktanteil von 2,1% unter den 14- bis 49-jährigen erreichte.

Auch im Vergleich zum Vorjahr lassen sich damit Zugewinne zu anderen Formaten attestieren. Die deutsche Songpräsentation „Unser Lied für Rotterdam“ erreichte lediglich 240.000 Zuschauer, das Halbfinale im WWW-Wohnzimmer mit Dennis und Benjamin Wolter kam auf 300.000 Zuschauer.

Quotenmäßig ist der Auftakt in die ESC-Woche damit gelungen. Es bleibt abzuwarten, wie das zweite Halbfinale am morgigen Donnerstag auf ONE abschneiden wird. Erwartungsgemäß verzeichnet das Semifinale, indem Deutschland nicht stimmberechtigt ist, geringere Zuschauerzahlen, daher wird vor allem von Interesse sein, ob die 400.000er-Marke des ersten Semifinals aus 2019, wo Deutschland ebenfalls nicht abstimmen konnte, geknackt werden kann. Das Finale 2019 verfolgten 8,1 Millionen Zuschauer in der ARD.

Findet Ihr, dass die Zuschauerzahlen zum ersten Halbfinale zufriedenstellend sind? Glaubt Ihr, dass das Finale am Samstag mehr Menschen als 2019 sehen werden?



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34 Comments
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manu
Editor
5 Jahre zuvor

Ich bin mal gespannt, ob die Zuschauerzahlen morgen tatsächlich großartig runtergehen werden.
Da Deutschland in den letzten Jahren eigentlich immer im zweiten Halbfinale stimmberechtigt war, könnte es auch sein, dass es sich gerade bei Zuschauern außerhalb der Fan-Bubble erst rumsprechen musste, dass die Halbfinale stattfinden und auf ONE ausgestrahlt werden.

Nilsilaus
Nilsilaus
5 Jahre zuvor
Reply to  manu

Mich würde interessieren warum die ARD oft am Semi 2 beteiligt war, statt wie in diesem Jahr beim Semi 1.

floppy1992
Mitglied
5 Jahre zuvor
Reply to  Nilsilaus

Thomas Schreiber sagte mal, 2011 wollte man im zweiten Semi abstimmen, damit das Voting günstig bleibt (statt 50 Cent bei ProSieben) und danach hat man immer um das zweite Semi gebeten, damit die Juroren nur von Donnerstag bis Samstag verfügbar sein müssen. Inzwischen kontaktiere man die Juroren aber früher und stelle sicher, dass sie auch am Dienstag zur Verfügung stehen können (vielleicht gab es aber auch einen Rüffel der EBU, dass das kein valider Grund wäre, sich der Zulosung zu entziehen, wer weiß?)

4porcelli - #Milano2022
4porcelli - #Milano2022
5 Jahre zuvor

Das ist doch im Vergleich eine gute Quote, zumal viele Leute die Sendung wahrscheinlich auf unterschiedlichen Plattformen gestreamt haben werden.

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
5 Jahre zuvor

Ganz ehrlich diese tolle Show hat es nicht verdient auf einem Sender versteckt zu werden den kaum einer regelmäßig anschaltet. Der NDR ist federführend da sollte man doch wenigstens verpflichtet sein dad Stimmberechtigte Halbfinale zu übertragen. Das zeigt doch nur wie wenig Interesse der NDR am ESC hat

roxy
roxy
5 Jahre zuvor

Man sieht das auch daran, dass man im zehnmal kleineren Österreich mehr als 300.000 Zuseher im ersten Programm erreicht hat. Am Donnerstag, wenn Österreich dabei sein wird, wird die Quote sicherlich deutlich höher sein.

Gaby
Gaby
5 Jahre zuvor

Da stimme ich Dir zu, Thilo.

Frank B.
Frank B.
5 Jahre zuvor

Dafür dass Deutschland noch nie so semifinal-begeistert war und One ein wirklich unbedeutender Sender mit ganz blassem Profil ist, finde ich die Quote für ein 1. Halbfinale richtig gut.

Es widerspricht auch ein wenig der früheren Schreiber-Linie (bis 2018 gleube ich), dass man besser am 2. Semi teilnimmt, damit sich die Begeisterung weiter aufbauen kann. Es scheint auch anders zu gehen und vielleicht gewinnt man dadurch ja auch ein paar zusätzliche Zuschauer für das Semi ohne Jendrick.

Patrick Schneider
Patrick Schneider
5 Jahre zuvor
Reply to  Frank B.

Dazu meine Frage: hat die sogenannte „Schreiber-Linie“ (tolles Wort btw) nicht seit jeher allem widersprochen, was beim ESC gilt?

Winter
Winter
5 Jahre zuvor

Die Frage ist ja, ob in den vergangenen Jahren die Quote im ersten Semi schlechter war, weil wir nicht abstimmen konnten oder weil die Leute noch nicht den ESC auf dem Zettel hatten. Ich denke viele verpassen den Auftakt, weil es noch kein großes Medienthema am Dienstag ist. Ich hoffe, dass die Zahl gehalten werden kann am Donnerstag. 700.000 ist für One ein gutes Ergebnis.

Ich hoffe nur, dass man irgendwann den Mut hat es im Hauptprogramm zu zeigen. Und wenn es dann auch nur 1,5 Millionen Zuschauer sind. Aber hey, es ist ein völkerverbindenes Ereignis.

sam
sam
5 Jahre zuvor

Ich finde das ist eine ordentliche Quote. Und ich könnte mir schon vorstellen das die Quote des Finales 2019 noch überboten wird da Corona ist und viele nicht raus können und sich teilweise langweilen.

escfan05
escfan05
5 Jahre zuvor

Das Halbfinale, in dem Deutschland voten darf, gehört ins Hauptprogramm. Die Termine stehen schon seit fast einem Jahr fest, da könnte man doch für diesen einen Abend das doch planen.

Armen
Armen
5 Jahre zuvor

immer noch eine Schande, dass die Semis nicht auf ARD gezeigt werden – da gehören die hin. Kann denn überhaupt jeder in D ONE empfangen??? 400.000 finde ich verhältnismäßig wenig, wenn man bedenkt wie viel theoretisch möglich wären. Dennoch freu ich mich natürlich über die kleine Steigerung zu 2019 – aber es ist mehr drin. Wenn der NDR mit mehr Leidenschaft und Commitment an die Sache ran gehen würden, würden sowohl Platzierungen als auch Zuschauerzahlen hoch gehen

Nilsilaus
Nilsilaus
5 Jahre zuvor
Reply to  Armen

Ich finde auch, dass die beiden Semis genauso ins ARD-Programm gehört wie das große Finale. Stattdessen werden oberflächliche, inhaltslose Talkshows mit immer den gleichen (Talk)Gästen gezeigt, die eh im Grunde nichts mehr zu sagen haben.
Zumal der NDR/ARD auch ordentlich Gebühren an der EBU und folglich den ESC abdrücken muss…Gebühren, die wir eh zahlen müssen.

Patrick Schneider
Patrick Schneider
5 Jahre zuvor
Reply to  Nilsilaus

In Deutschland lag die Einschaltquote bei 2,7 %, in Norwegen bei 70 %. That says it all.

Jott_Kah
Jott_Kah
5 Jahre zuvor

Verdammich, ich habe vergessen, den Fernseher anzumachen, sonst wäre die Quote ein minimales Stück höher^^
Die Zahlen kriegen wir noch gesteigert, auch wenn Deutschland im zweiten Semi nicht abstimmen darf.

ItaloJeck
ItaloJeck
5 Jahre zuvor

In Italien (RAI 4, auch so ein kleiner Sender mit vielen Serien usw.): 533.000 Zuschauer (+ 110.000 im Vergleich zu 2019)

Andi
5 Jahre zuvor

Jedes Jahr die gleiche Debatte, dass die Semis im Hauptprogramm übertragen werden sollen.
Das wird nicht passieren. Denn die Quoten steigen nicht zwangsläufig, nur weil mehr Menschen auf die Sendung aufmerksam werden. Die Peaks würden steigen, aber das nützt ja nix, wenn die Zuschauer nicht auch entsprechend lange dranbleiben. Und dazu wird dem „normalen“ Zuschauer einfach zu wenig geboten. Kein deutscher Act, keine Punktevergabe, keine Bekanntgabe eines Gewinners. Und genau das ist das, was den Zuschauer interessiert, der sich nicht als Fan bezeichnen würde, sondern als Gelegenheitszuschauer, als generellen Musikfan. Die schalten am Finalabend ein.
Man kann es gut oder scheiße finden, aber es ist nunmal Fakt, dass auch die ARD auf Quoten schielt – zumal im Vergleich mit erfolgreichen Serien wie „In aller Freundschaft“ am Dienstagabend und den prestigeträchtigen „tagesthemen“. Da holt man sich keine Show rein ohne Not, die es auf einen Bruchteil der Zuschauer bringt.

Im NDR könnte man es zweifelsohne senden – aber Süddeutsche z.B. müssten das Programm wohl erstmal genauso suchen wie ONE. Mir als Norddeutschem geht es auch so, dass ich schlicht nicht wüsste, wo der BR oder SWR liegen, weil ich da nie hinschalte. Man darf also getrost davon ausgehen, dass die 700.000 Zuschauer von ONE auch im NDR gemessen worde wären. Zumindest so ungefähr. Große Verschiebungen, vor allem nach oben, würde ich da nicht erwarten.

roxy
roxy
5 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Das würde aber für Österreich auch gelten. Trotzdem haben relativ gemessen viel mehr Leute zugesehen als in Deutschland.

Andi
5 Jahre zuvor
Reply to  roxy

Nein, mit Verlaub, das gilt für Österreich so nicht. Anderes Land, andere Sender, weniger Quotenabfall, wenn man statt des üblichen Programms ein ESC-Semi sendet.

roxy
roxy
5 Jahre zuvor
Reply to  roxy

Das war in Österreich kein Quotenabfall. Wenn man im Vollprogramm sendet, sind die Quoten klarerweise viel höher als in einem Spartenkanal.

Andi
5 Jahre zuvor
Reply to  roxy

@roxy:
Na, wenn es überhaupt keinen Quotenabfall zum sonstigen ORF-Programm am Dienstag abend gab, weiß ich nicht, worüber wir reden? 🙂

Patrick Schneider
Patrick Schneider
5 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Immerhin gab es gestern in den von dir genannten Tagesthemen einen Beitrag zu Manizha. War zwar eigentlich der gleiche wie bei Brisant, nur bereits (noch während das Semi lief!) mit dem Live-Auftritt zwischen rein geschnitten.

Branko
Branko
5 Jahre zuvor

2019 wurden die Semifinal-Shows auf ARD/Das Erste spät nachts wiederholt. Wahrscheinlich war die Quote sehr schlecht, daher gab es dies dieses Jahr nicht. 🙁

Philipp19965
Philipp19965
5 Jahre zuvor

Ich gucke immer lieber über den Stream auf Youtube und ohne Kommentator.
Ich brauche niemanden, da ich sowieo alle Infos über euch und den Eurovision YT Kanal kenne 🙂

trevoristos
Mitglied
trevoristos
5 Jahre zuvor

Man darf natürlich nicht die aktuelle Sondersituation ausblenden. Bei glaub ich mehr als drei Vierteln der deutschen Bevölkerung gilt Ausgangssperre. Das hat natürlich Effekt auch auf die TV Zuseherzahlen. Weniger auf die Quoten. Die Quoten des stimmberechtigen Finales 2019 werden im Artikel nicht aufgeführt. Die FEHLEN als Info. 20.000 Zuschauer sinds also mehr. Die Quote dürfte auf Grund der Umstände um ca 10% niedriger sein, als 2019. Ob es wirklich ein erhöhtes bzw wenigstens gleichbleibendes Interesse an ESC Halbfinals in Deutschland gibt wird sich morgen erweisen.

Für das Finale ist auf Grund der Sondersituation eine Zuschauerzahl annähernd wie 2016 zu erwarten (9,38 Mio bzw 36,7% Marktanteil). Hauptaugenmerk ist auf den Marktanteil zu richten. Weniger als 33% würde ich als Miserfolg werten. Ich prognostiziere eine 8 vor dem Komma bei der Zuschauerzahl. Gibt ja keinen Fussball als Konkurrenz, eine schwache Nummer als deutschen Beitrag aber viele Kreise und Städte mit Ausgangssperre usw. Wäre mehr als eine Überraschung, wenn es nur ne 7 vor dem Komma werden würde. 9, oder gar mehr als 10 halte ich für unrealistisch. ausser es passiert noch was Quotentreibendes, was man nie ausschliessen kann.

Andi
5 Jahre zuvor
Reply to  trevoristos

Damit hier und gerade beim wichtigen Thema Corona nur Fakten verbreitet werden, muss ich das korrigieren:
in Deutschland gelten „nur“ noch in 154 Regionen Ausgangssperren aktuell. Das sind 213 weniger als noch vor etwa 2-3 Wochen.
In 248 Regionen gilt keine Ausgangssperre.

Das heißt natürlich nicht, dass das ein Fator für die Quote sein kann.

Matty
5 Jahre zuvor

Jetzt wurde bekannt, warum sich der Auftritt von Irland bzw. Lesley Roy mit ihrem Titel „Maps“ verschob, und zwar fiel eine Kamera herunter und mußte erst wieder an ihren entsprechenden Platz montiert werden:

https://escxtra.com/2021/05/19/ireland-camera-breaking-delay/

Hoffen wir, daß das heute und am Finalabend am Samstag nicht passiert.

Branko
Branko
5 Jahre zuvor

Wie hoch muss die Einschaltquote denn genau sein, um Erfolg oder Misserfolg zu sein? Wie wird das berechnet, wenn z. B. 10 Leute zusammen den ESC schauen? Welche Quote wäre den für den NDR/die ARD ein Misserfolg am Samstag? In den 1990er Jahren war die Quote doch auch ok, oder?

floppy1992
Mitglied
5 Jahre zuvor
Reply to  Branko

In den 90ern war die Quote deutlich schlechter als heute; und das trotz weniger etabliertem Privatfernsehen und fehlendem Internet.
1990 waren es immerhin noch 7,02 Millionen Zuschauer, und zwischen 1991 und 1997 schwankte sie dann zwischen 4,73 Millionen (1992) und 3,23 Millionen (1997), 1998 im Horn-Hype 12,6 Millionen, ein Jahr später dann ein Rückfall auf 4,79 Millionen und seit 2000 lagen sie nicht mehr unter 7,01 Millionen (2005).

Quelle: https://www.svz.de/incoming/einschaltquoten-fuer-den-eurovision-song-contest-seit-1980-id4388556.html

floppy1992
Mitglied
5 Jahre zuvor
Reply to  floppy1992

Kleine Korrektur:
Unter 6,38 Millionen lagen die Zuschauerzahlen seit 2000 nicht mehr, habe mich verguckt, sorry 🙂
Ist aber auch ein klarer Ausreißer nach unten gewesen, der trotzdem noch deutlich über dem Niveau der 90er liegt.
Hier noch die restlichen Zahlen bis heute:
https://www.eurovision.de/news/Fernsehen-ESC-Quoten-im-Vergleich-ueber-die-Jahre,zuschauer224.html

Branko
Branko
5 Jahre zuvor
Reply to  floppy1992

Danke für die Infos! 🙂

LW
LW
5 Jahre zuvor

Auf die Frage, warum die ARD das Semifinale 1 und Semifinale 2 nicht ab 21.00 Uhr überträgt habe ich heute folgende Antwort bekommen:
ONE gehört zur ARD Familie und ist in ganz Deutschland zu empfangen. Im Ersten konzentrieren wir uns auf das Finale, zumal Deutschland dort als Teilnehmer-Land gesetzt ist.
Der Auftritt von Duncan Laurence fällt aus. Grund: Corona positiv.