Ukraine: Teilnehmer und weitere Details zu „Vidbir 2020“ bekanntgegeben

Teilnehmer Ukraine VE 2019
Quelle: UA:PBC

Eine Vorentscheidung, die immer für Überraschungen und Kontroversen zu haben ist: Am Montag wurden die Teilnehmer des diesjährigen Vidbir vom ukrainischen TV-Sender UA:PBC veröffentlicht. 16 Acts werden um das begehrte Ticket nach Rotterdam kämpfen. In zwei Halbfinalen, am 8. und 15. Februar, werden jeweils acht Teilnehmer antreten. Von diesen schaffen es jeweils drei der Acts ins Finale am 22. Februar, in dem dann insgesamt sechs Interpreten antreten werden.

Teilnehmer: Wenige bekannte Gesichter und viel X Factor

Teilnehmer Ukraine VE 2020
Quelle: Instagram @eurovision.ua

Anders als in anderen Vorentscheidungen in Europa sind beim diesjährigen Vidbir nur wenige Wiederholungstäter dabei. So ist etwa der Solokünstler Khayat wieder am Start, der im vergangenen Jahr den Finaleinzug verpasste. Ansonsten sind in der Ukraine – außerhalb des ESC-Kontexts – bekannte Namen dabei. Allen voran wurden einige Teilnehmer dank der Casting-Show X Factor berühmt, etwa Elina Ivashenko, GIO oder Aleksander Poryadisnskyi.

Das hier sind alle teilnehmenden Acts:

  • Assol
  • CLOUDLESS
  • David Axelrod
  • Elina Ivashchenko
  • FO SHO
  • GARNA
  • GIO
  • Go-A
  • Jerry Heil
  • Katya Chilly
  • KHAYAT
  • KRUTЬ
  • MOONZOO feat. F.M.F. Sure
  • Oleksandr Poriadynskyi
  • [О]
  • TVORCHI

2020 ohne Jamala

Eine Neuerung in diesem Jahr ist der Besetzungswechsel in der dreiköpfigen nationalen Jury. ESC-Siegerin Jamala wird anders als in den Vorjahren nicht mit von der Partie sein. Sie wird jedoch von einem anderen bekannten Gesicht ersetzt: Niemand Geringeres als Tina Karol, die beim ESC 2006 in Athen den siebten Platz für die Ukraine belegte, wird nun den Platz neben Andrij Danylko, besser bekannt als Verka Serduchka, einnehmen. Außerdem wurde der Musik-Produzent Jewhen Filatow durch den DJ und Radio-Moderator Vitalii Drozdov ersetzt.

Tina Karol hat zwar anders als Jamala den ESC nicht gewonnen, sie hat sich jedoch in den vergangenen Jahren einen Namen als Jury-Mitglied gemacht, etwa bei der ukrainischen Version von „The Voice“. Zudem ist sie eine beliebte Moderatorin im ukrainischen Fernsehen. Ob Jamala wegen der „Crimea, is Ukraine?!?“-Kontroverse abgelöst wurde, ist unklar. Im Vorjahr hatte sie vor laufender Kamera die Sängerin und spätere Siegerin MARUV, eine mögliche Pressekonferenz beim ESC in Tel Aviv vorgespielt. Dabei sollte Maruv die Frage beantworten, ob die Krim für sie zur Ukraine gehöre.

Regeländerung soll erneuten Eklat vermeiden

Um in diesem Jahr alle Weichen für eine Drama-freie Vorentscheidung zu legen, nahmen die Organisatoren ein paar Regeländerungen vor. So soll ein Rückzug wie im vergangenen Jahr vermieden werden. Die Teilnehmer des Vidbir 2020 müssen nachweisen können, dass sie seit dem Jahr 2014 weder auf der Krim noch in Russland aufgetreten sind. Zudem verpflichten sie sich dazu, während des Vorentscheids und bis zum ESC 2020 in Rotterdam, nicht in diesen Gebieten aufzutreten. Zudem will das ukrainische Fernsehen den ESC-Teilnehmer finanziell unterstützen – auch diese Frage hatte unter anderem im Jahr 2019 bei MARUV zum Rücktritt geführt.


8 Kommentare

  1. Hätte gedacht, dass dieses Jahr Tayanna wieder mitmachen würde. Immer noch schade, dass sie 2017 mit I love you nicht gewonnen hat.

  2. na ob das was wird?
    kenne die acts bis auf den erwähnten khayat nicht – das man schon wieder rigide,dazu rückwirkende auftrittsauflagen macht,zeigt doch,daß die da nicht viel dazu gelernt haben.
    die ukraine hat aber andererseits eine sehr innovative musikszene – bin daher durchaus auf die songs gespannt.

    bis dahin ein bißchen (neo)nostalgie.

  3. der moonzoo song ist raus – etwas zäh am anfang aber dann groovt es doch ganz ordentlich – vidbir 2020 wird ein massaker.

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