Zweite Probe ZYPERN: Elena Tsagrinou – El Diablo

Nach dem sportlichen Lauf durch den irischen Wald geht es nun nach Zypern. Es bleibt also energiegeladen. Mal schauen, wie sich Elena da anfügt. Während Lesley ihre anderen Bühnenpersonen ja braucht, um die visuellen Tricks umzusetzen, setzt die Zypriotin ganz auf ihre Tänzerinnen. Die dürften ja eigentlich weniger fehleranfällig sein…

Ich war bisher immer noch nicht in der Halle gewesen und kann mir gar nicht richtig vorstellen, dass die hier gleich nebenan sein soll. Ich habe mich jetzt so an das TV-Bild auf der Großbildleinwand im Pressezentrum gewöhnt. Aber heute Nachmittag schau ich mal rüber und schnuppere ein bisschen Bühnenvorraumluft.

Auch hier haben wir den Auftritt ja schon von der ersten Probe beschrieben. Die Choreographie ist natürlich identisch, die Outfits – soweit ich das sehen konnte – auch. Bei dem Tanzen waren manche kleine Sachen noch nicht perfekt also ganz einheitlich, dadurch wirkte es aber menschlich.

Doch trotz der roten Farbe strahlt die Nummer so etwas wie Kälte aus. Das kann auch an Elena und ihrer Haarfarbe liegen. Komisch ist das aber in jedem Fall.

Die Nummer ist ja eher rhythmische Sportgymnastik als eine Gesangsstunde, aber die Schnitte sind gut und mit dem Hintergrund gibt es schöne Spiegeleffekte. Der Gesang passt für mich so weit. Trotz der ganzen Übungen wirkt die Sängerin nicht außer Atem.

Nach hinten raus werden die drei Minuten dann aber doch auch etwas lang, weil natürlich außer dem Gesang nicht mehr viel passiert. Da ist es dann schon gut, dass sie zum Schluss allein mit dem Rücken zum Publikum weggeht, sich umdreht und dann das letzte „El Diablo“ haucht.

Der Auftritt passt für mich soweit. Böse gesprochen, ist das Popmusik-Allerweltskost. Aber ich finde, das gehört auch zum ESC und dürfte auch beim Publikum zünden, dass nicht Chansons oder super-künstlerische Darbietungen haben will.

Der nächste Durchlauf hat für mich jetzt am besten gepasst. Vielleicht bin ich aber auch einfach weichgekocht. Elena wirkte gelöster, die Bewegungen geschmeidiger und doch auf den Punkt. Die Stimme passt zum Song. Ich mache mir gerade noch Gedanken, bei welchem der Länder der Verkäufer von Kunst-Perlen-Diamanten-Kleidern, den besten Job gemacht hat: bei Albanien, Moldau oder Zypern. Im Moment bin ich bei Zypern. Das kann sich aber mit der Probe von Moldau wieder ändern.

Und noch ein Durchlauf. Jetzt aber der letzte: Und nun brennt im Hintergrund der El-Diablo-Schriftzug. Das geht sogar recht lange und verpufft dadurch nicht so, wie manche Pyro-Rakete bei anderen Acts. Ich würde mal sagen, damit haben sie das Optimum aus diesem Song rausgeholt. Und ich wage zu bezweifeln, dass eine deutsche Künstlerin ihn ähnlich akrobatisch und sexy verführerisch präsentiert hätte wie Elena. Good job.

Wir haben für Euch eine Übersicht über alle Berichten von den ersten Proben im ersten Halbfinale und im zweiten Halbfinale erstellt.


17 Kommentare

  1. Allein schon das Aufmacherfoto… Die Handbewegung, das Kleid und im Hintergrund das tosende Feuer 😀 Das ist so richtig schöner Pop-Uptempo mit Staging. Ich freue mich wahnsinnig auf diese 3 Minuten <3

  2. @ESCFan2009: YES! Schön, dass wir hier Gleichgesinnte sind 😉

    Bin gespannt auf dein Ranking, ob wir da mehr Überschneidungen haben dieses Jahr?

    Hast du bestimmt schon mal gepostet, ich weiß es aber gar nicht gerade..

  3. Ich finde das richtig richtig gut (liegt auch vllt daran das ich relativ jung bin und so eine Musik mich eher anspricht als andere:) ). Wird natürlich ins Finale kommen und dort in den top 10 landen.

  4. Doch, doch, das hat was.. jetzt mit dem Video ergibt das ein rundes Bild zum Auftritt, sie lächelt ja sogar!

    Das ist ESC pur und ich will jedes Jahr einen solchen Beitrag dabei haben, den ich (wenn’s wieder geht) morgens um halb vier mit nem Drink in der Hand „singen“ (gröhlen?) und tanzen kann 😛

    *und wie süß sind denn ihre roten Pausbäckchen? 😀

  5. Ich kann mir nicht helfen, Elena wirkt nicht gerade sehr sympathisch auf mich – wie schon richtig geschrieben, kalt irgendwie.
    Aber ich denke, sie wird ihre Anhänger finden und es könnte knapp fürs Finale reichen.

  6. Nachdem, was zuvor gelaufen ist, werden sich alle nach so einem Beitrag sehnen. Ich mag das Lied nach wie vor nicht, finde es ziemlich gewöhnlich, aber im Zusammenspiel mit der Choreographie und den Farben ist das ein sicherer Finalbeitrag. Dort dann irgendwo zwischen Platz 10 und 20.

  7. Tagesgericht im 12-Sterne-Restaurant „Zum Ehrwürdigen Erasmus“:

    Kinderteller „Limassol“: Vier rote Brühwürstchen mit geschwenkter Teufelssoße und Spiegelei* (das billigste Gericht unserer Themenwochenkarte „Solide Hausmannskost 1 + 4“) € 2,98

    *Zutat: Spiege-lei (nicht Spiegel-ei)

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