Australiens Beitrag für den ESC 2023: „Promise“ von Voyager

Bild: Instagram @voyagerau

Ohne Vorentscheid und dennoch mit viel Zuspruch sind sie es geworden: Voyager! Die fünfköpfige Band wird Australien kommenden Mai in Liverpool mit „Promise“ beim ESC 2023 vertreten. Gerade eben hat das Musikvideo zum Song Premiere gefeiert. Bereits im vergangenen Jahr war die Band im australischen Vorentscheid mit dabei und schaffte es, das Televoting für sich zu entscheiden.

Als der zuständige Sender SBS vor Monaten verkündet hat, dass man dieses Jahr überraschend auf einen öffentlichen Vorentscheid verzichten wird, ging es direkt mit den Gerüchten los. Wie wir berichteten, gab es gleich mehrere Acts aus Australien, die sich sogar öffentlich für eine ESC-Teilnahme (wenn auch unverbindlich) interessierten. Doch weder Jaguar Jonze noch Sheppard oder 2016-Vertreterin Dami Im haben das Ticket nach Liverpool bekommen. Stattdessen sehen wir Voyager im zweiten Halbfinale am 11. Mai auf der ESC-Bühne.

Im ESC-Beitrag der Band, „Promise“, geht es darum, sich aufeinander verlassen zu können. Die Nummer ist rein musikalisch definitiv im Rock bzw. Progressive Metal-Genre zuhause. Voyager sind dafür bekannt, ihren Songs einen gewissen nostalgischen Hauch zu verleihen. Zudem sind Electro-Sythesizer-Elemente in der Nummer zu hören, die an den aktuell auch in der Mainstream-Musik sehr beliebten 80er-Jahre-Sound erinnern.

Voyager existieren bereits seit 1999. Die aktuellen Bandmitglieder sind Schlagzeuger Mark Boeijen, die Gitarristen Scott Kay und Alex Canion, die einzige Frau der Band, Simone Dow und Sänger Daniel Estrin, der übrigens im niedersächsischen Buchholz in der Nordheide aufwuchs. Insofern dürften bei uns die ULFL-Teilnehmer LOTL aufhorchen. Metal mit norddeutschen Roots? Da war doch was.

In den vergangegen Monaten spielten Voyager in ihrer Heimat unzählige Konzerte und konnten mit ihrer Vorentscheid-Teilnahme 2022 auch viele internationale Fans für sich begeistern. Vermutlich hat ihr dortiger Sieg im Televoting SBS bei der Auswahl positiv beeinflusst.

Im Hinblick auf das bisherige Teilnehmerfeld im zweiten ESC-2023-Halbfinale könnte die Wahl des Senders SBS, Voyager zu schicken, clever sein. Bislang ist mit Joker Out zwar eine PunkRock-Band dabei und auch Rumäniens Beitrag von Theodor Andrei besteht aus Rockelementen, jedoch ist „Promise“ eine völlig andere Variation der Stilrichtung. Zudem halten bereits jetzt viele Fans die Nummer für einen Song, der im Televoting gut ankommen kann.

In den letzten Tagen gab es mehrere Teilnahme-Hinweise von Künstler:innen, die bereits in Verbindung mit dem ESC in Australien standen. So veröffentlichten beispielsweise Electric Fields einen Instagram-Post mit einem Teaser für ihren neuen Song. Das Timing hätte auch hier perfekt zu einer ESC-Teilnahme-Verkündung gepasst. Das Duo nahm am ersten australischen ESC-Vorentscheid 2019 teil und schaffte es mit „2000 and Whatever“ auf den zweiten Platz. Auch über Dami Im und zuletzt Chris Sebastian, Bruder vom ersten australischen ESC-Vertreter Guy Sebastian, wurde in den letzten Tag viel gemunkelt. Am Ende entschied sich SBS aber für Voyager.

ESC-Barometer

Für unser ESC-Barometer brauchen wir Deine spontane Meinung zu diesem Beitrag. Bitte stimme nur einmal ab, damit wir ein einigermaßen objektives Bild erhalten. Die Befragung ist für drei Tage offen. Danach kann nur noch das Ergebnis angesehen werden.

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Wie gefällt Dir „Promise“ von Voyager? Wird Australien mit dem Beitrag ins ESC-Finale 2023 einziehen oder hättest Du dir einen anderen Act gewünscht? Stimm gerne in unserer Umfrage ab und schreib uns Deine Meinung in die Kommentare.


114 Kommentare

  1. Das war nun keine Überraschung. Im Gegenteil: Jeder andere Act hätte mich überrascht…
    Die Wahl ist gut und Australien wird damit ziemlich sicher ins Finale einziehen. Ich kann es nicht erklären, aber für einen Platz ganz oben fehlt mir etwas am Song.

  2. Kann mit „Dreamer“ nicht mithalten, aber trotzdem sehr cool, dass SBS sich für sie entschieden haben. Normalerweise sollte Australien damit mindestens ein Mittelfeldplatz sicher sein. Normalerweise …

    Sollte Deutschland tatsächlich Lord of the Lost schicken, würden die und Voyager sich zweifelsohne Punkte wegnehmen. Wo Licht ist, ist immer auch Schatten. 😕

      • Stimmt natürlich, aber trotzdem balgen sie sich irgendwo um dieselbe Zielgruppe. Zumal beide Songs ja auch eher mit angezogener Handbremse – sprich: poppig – unterwegs sind.

        Wenn dann noch die deutlich brachialere Nummer von Käärijä dazu käme, würd’s richtig interessant, mit mindestens einem, vielleicht aber sogar gleich drei Verlierern.
        Merkwürdiges Jahr.

      • Gott bewahre! 😆

        Tatsächlich muss ich aber sagen, dass Patty Gurdy für mich dadurch wieder reizvoller geworden ist.

      • Patty hat ihrem Segment „klassischer ESC-Pop“ allerdings auch schon die Norwegerin als Konkurrenz. Und wenn aus der Schweiz tatsächlich die Handorgel kommt… 😉

        Etwas wirklich total uniques werden wir so oder so nicht haben. Deshalb locker bleiben und einfach für den Favoriten abstimmen. 🙂

  3. Ich sehe Voyager eher auf einer Schiene mit den Rockern aus Bulgarien vom Vorjahr. Ob das für das Finale reicht? Ich habe da so meine Zweifel.

  4. Gefällt mir insgesamt dann doch ganz gut. Ist jetzt auch wieder kein top 5 oder Sieger-Material, aber ins Mittelfeld könnte es im Finale auf jeden Fall gehen. Qualifizieren wird es sich denke ich ziemlich sicher, sofern sie die Performance nicht vermassel.
    So langsam wird der Jahrgang dann doch. Australien und Frankreich beides ganz gut, am Wochenende möglicherweise mit Finnland und Polen erste Songs, die wirklich den ESC gewinnen könnten.

  5. Tja, für mein Empfinden kann sich der Song nicht einmal zwischen Pop und Rock so richtig entscheiden. Progressive Metal? Sicher nicht Metal, vielleicht Progressive irgendwas anderes, das ich nicht so richtig definieren kann. Lässt mich etwas ratlos zurück, motiviert aber nicht zu einem zweiten Hörversuch.

  6. Bitte korrigieren:
    Der Schlagzeuger heisst Ashley Doodkorte und nicht Mark Boeijen, da ist das Deutsche Wikipedia doch paar Jahre hinterher (ziemlich genau 12 Jahre).

  7. Diese rockige Nummer mit Pop Anleihen ist ganz ordentlich. Jedoch kann das live noch schief gehen. Ich meine mich zu erinnern das die gesanglichen Qualitäten des Sängers nicht so toll sind. Ob es für das Finale reicht? Dazu fehlen noch zu viele Songs. Es könnte durchaus knapp werden.

  8. Es freut mich sehr das die Auswahl von SBS auf Voyager gefallen ist.
    Wie immer bringen sie ihren eigenen und dich so vertrauen Rockstil mit tollen 80er Jahre-Elementen. Ich würde mir ja wünschen wenn Alex Canion noch mehr Gesangsanteile hätte.
    Am Ende sind es mir für eine richtig hohe Benotung dann doch ein paar Oho‘s zuviel, wenn auch das Gitarrensolo und das Finale versöhnen. Nach Vesna stimme ich zum zweiten Mal mit „ist ganz ausgezeichnet“. 8 von 10 Punkte gibst und damit Platz zwei hinter Vesna und vor Joker Out!

  9. Ich hab so im Kopf, dass zumindest der Sänger ziemlich über die Acts im letzten Jahr abgelästert hat, kann aber grad keinen Beweis mehr dafür finden. Falls ich mir das nicht nur einbilde, find ich das ziemlich arm und habe deshalb schon kein Interesse an der Band oder am Lied. Weiß da jemand noch was oder unterstelle ich der Band grade Dinge, die nicht stimmen?

      • Ganz falsch nicht, es gibt ein Video, in dem der Sänger auf die 2022 Beiträge reagiert. Das darf er natürlich, ist seine persönliche Meinung, und beim skippen habe ich tatsächlich nichts über die Acts an sich gehört, nur welche Lieder er mag und welche nicht. Ob man das unbedingt auf dem offiziellen Bandchannel machen muss, weiß ich nicht. Bin kein Fan davon. Aber abgelästert war dann tatsächlich das falsche Wort, das hatte ich falsch im Kopf.

  10. Bin von „Promise“ angenehm überrascht. Gefällt mir sehr. Fast höre ich in der Ferne ein wenig Anklänge an INXS – vielleicht auch nur wegen Australien. Bisher die beste Rocknummer und bitte keine Vergleiche mit dem unsäglichen Geleier aus Slowenien.

  11. Ich mag den 80er Synthi Sound richtig gern. Mir hätte es als Kontrast zur Mitte des Songs noch ein bisschen kerniger sein können. Wenn der Sänger live abliefern kann , wird das bestimmt ein guter Mittelfeldplatz.

  12. Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Einerseits freut es mich das Voyager dabei sind. Aber Dreamer fand ich meilenweit besser. Dreamer hatte mehr Bums. Dieser Nummer ist mir ein bisschen zu weichgespült.

  13. solider rocksong aber kommt für mich nicht an das werk von 2022 heran.
    die actüberraschung ist australien jedenfalls sehr gut gelungen.
    derzeit solides mittelfeld = um die 6 punkte.

  14. Mein Ranking nach 18 Songs mit Australien:
    1. Spanien
    2. Norwegen
    3. Australien
    4. Belgien
    5. Slowenien
    6. Malta
    7 Italien
    8. Irland
    9. Estland
    10. Frankreich
    11. Lettland
    12. Rumänien
    13. Litauen
    14. Albanien
    15. Ukraine
    16. Tschechien
    17. Dänemark
    18. Kroatien (Kotz)

  15. Schade, da hat Australien und haben Voyager echt eine große Chance verpasst. Nach knapp zwei Minuten wollte ich schon aufgeben, aber dann passiert zum Glück nochmal etwas. Für mich eine bestenfalls mittelmäßige Rockballade, die am Ende noch mit einer kurzen Metal-Einlage und einem Gitarrensolo garniert wird. Das Gute: Das Wort „Promise“ kommt so oft vor, dass ich mir jetzt endlich merken kann, dass der Song nicht „Dreamer“ heißt.

  16. Ich finde die Strophen mit dem Synthi klasse, den Refrain so na ja, insgesamt also noch OK. Ich hoffe, der Sänger fährt sich live etwas weniger durch die Haare als im Video, aber wir haben ja alle so unsere Gewohnheiten 🙂

  17. Der Song gefällt mir ganz gut, auch wenn er nicht genau weiß, was er sein möchte: Rock, Elektro, Dance. Irgendwie will er Alle bedienen, aber ganz nett. Landet im Finale im Mittelfeld.

  18. Gehört für mich beim bisher feststehenden Teilnehmerfeld in die bessere Hälfte. Konnte mich mit etwas gutem Willen zu einem „Gefällt mir gut“ durchringen. Der Beitrag ist aber kein Grund, warum er und andere Länder, die sich für den sehr breiten Rocksong-Bereich entscheiden, sich die Punkte gegenseitig „wegnehmen“ sollten. Zumal dieser hier eher mehrmals gehört werden müsste, um sich festzuhaken, was bei einem Wettbewerb, bei dem viele die Lieder zum ersten Mal hören, eher ungünstig ist.

  19. Ich finde nach erstem Hören den australischen Beitrag als Tonaufnahme nicht tragfähig genug für meinen Geschmack. Die Grund-Struktur des Songs, erst Ballade, dann ziemlich rockig dann bissl ins Rock-Psychedelische nicht überzeugend (so wie der eigentlich fast genauso aufgebaute Beitrag Frankreichs).
    Lyrics: „versprich mir, es wird alles gut“ wird schon recht oft wiederholt. Nervt.

    Musikvideo: lame^3. Da geht einer übers Wasser. OOh Gzuz^^. Ansonsten war da aber der Herr Sparhansel Regisseur.

    Für Deutschland wäre es ‚unglücklich‘ würde Australien ins Finale kommen und mit The Lord Of The Lost ziemlich direkt um einen relativ klar umgrenzten Stimmenpool konkurrieren.

    Schwer zu sagen, ob es Australien schafft. Müsste auf jeden Fall fehlerfrei vorgetragen werden. Bin unschlüssig, ob es für die Down Unders reichen wird. Kommt meine ich erheblich drauf an, ob in ihrem Halbfinal ähnlich gelagerte Songs auflaufen werden. Falls nicht, sähe es deutlich besser aus für Voyager.

    Ach und lange, lange Haare ‚bis zum Poppes‘ und Bart/Bärtchen bei Männern – ich kanns echt nicht mehr sehen, lasst Euch doch endlich mal wat Neues einfallen. ^^

  20. Ein Lichtblick am bisher so düsteren ESC-Himmel. Neben Norwegen ist dies bisher der einzige Song der es in meine Playlist geschafft hat. Mir gefällt er richtig gut und sowas habe ich von Australien nicht erwartet. Das müsste das erste mal sein, dass eine Band für Australien startet. Hatte ja insgeheim Parkway Drive erhofft. Nun ja. Hauptsache Metal und was mit ordentlich Wumms.

  21. Thank you ! Endlich mal ein vernünftiger Beitrag aus Down Under. Charismatischer Leadsänger und sphärisch-rockige Klänge. Das nenne ich mal mutig !

    Steigt bei mir in die Spitzengruppe ein. Flasht mich absolut, 10 von 12 Punkten !

  22. Zu den Rock-Vergleichen: Das Duell im LotL gewinnt (leider) Voyager. Die Hamburger könnten eventuell als „Lordi-Abklatsch“ wahrgenommen werden und Slowenien geht in eine andere Richtung.

    Ab un zu gehen Wüpsche in Erfüllung und ich habe auf Voyager als nächsten ESC-Act gehofft.

  23. Aktueller Stand 23.2.

    1. Spanien 11.5/12
    2. Australien 10/12
    3. Slowenien 9,5/12
    4. Frankreich 9/12
    5. Malta 8,5/12
    6. Irland 8/12
    Albanien 8/12
    8. Litauen 7,5/12
    9. Tschechien 7/12
    10. Norwegen 6,5/12
    11. Italien 6/12
    Ukraine 6/12
    13. Lettland 5/12
    14. Estland 4/12
    15. Kroatien 3/12
    16. Dänemark 2,5/12
    17. Rumänien 1/12
    18. Belgien 0/12

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