Dänemarks Beitrag für den ESC 2021: „Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme

„Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme ist Dänemarks Beitrag für den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam. Dies entschieden die Zuschauer heute Abend im Finale des Dansk Melodi Grand Prix 2021. Fyr & Flamme setzten sich dabei im Superfinale mit 37% aller Stimmen gegen die Konkurrenz Chief 1 & Thomas Buttenschøn (Platz 3 mit 29%) und Jean Michel (Platz 2 mit 34%) durch.

Fyr & Flamme sind Laurits Emanuel (rechts im Aufmacherbild zu sehen) und Jesper Groth (links neben Laurits Emanuel zu sehen), die seit vergangenem Jahr gemeinsam Musik machen. Ihr erster Titel „Menneskeforbruger“ konnte auf Spotify bisher über 2,3 Millionen Streams verzeichnen, auch die danach veröffentlichte Single „Kamæleon“ war ein Erfolg. Auch bei diesen beiden Songs haben die Musiker Retro-Elemente der 70er-Jahre neu aufgearbeitet und verschaffen ihnen damit einen neuen Anstrich. Genau das zeigen sie auch mit ihrem ESC-Beitrag „Øve os på hinanden“.

Geschrieben wurde „Øve os på hinanden“ von Laurits Emanuel, produziert wurde der Song von Laurits Emanuel und Rune Borup. Der Song „Øve os på hinanden“ ist eine fröhliche Retronummer, die Diskoelemente mit einer eingängigen Komposition verbindet. Im Refrain singen Laurits und Rune im Duett, in den Strophen steht vor allem Jesper Groth im Vordergrund. Der Song soll dabei zum Mittanzen animieren und gute Laune verbreiten.

Dänemark hat in den letzten Jahren eine durchwachsene ESC-Bilanz vorzuweisen. Während Leonora und Rasmussen beide die linke Hälfte des Tableaus im Finale erreichten, verfehlte das Land 2015 und 2016 glatt die Finalqualifikation. Im letzten Jahr sollte das Duo Ben & Tan mit ihrem fröhlichen Song „YES“ in Rotterdam antreten. Beim ESC kompakt Index landete der Beitrag auf Platz 19 von 41.

ESC-Barometer

Für unser ESC-Barometer brauchen wir Deine spontane Meinung zu diesem Beitrag. Bitte stimme nur einmal ab, damit wir ein einigermaßen objektives Bild erhalten. Die Befragung ist für drei Tage offen. Danach kann nur noch das Ergebnis angesehen werden.

ESC-Barometer: Wie gefällt Dir der dänische Beitrag „Øve os på hinanden“ von Fyr & Flamme?

  • ist ganz furchtbar (26%, 181 Votes)
  • ist so lala (22%, 153 Votes)
  • gefällt mir weniger (22%, 150 Votes)
  • gefällt mir gut (20%, 136 Votes)
  • ist ganz ausgezeichnet (11%, 77 Votes)

Total Voters: 697

Loading ... Loading ...

89 Kommentare

  1. Haha, ich find’s ziemlich super. Darf man vielleicht nicht ganz so ernst nehmen.
    Ich sehe, der Jahrgang wird recht vielfältig, das ist doch gut.

  2. Von den in Landessprache gehaltenen Songs gefielen mir „Hvileløse hjerter“ und „Står lige her“ besser, aber das ist auch nicht übel. Unglaublich herzig in seinem ungenierten Retrogewand; ein bisschen Mittachziger hier, ein bisschen Siebziger-Disco da. Die dänische Sprache (Willkommen im 21. Jh.) tut da ihr Übriges. Zugegeben, der Gesang zieht den Song wahnsinnig herunter, drum sehe ich ein Halbfinalaus voraus, aber was soll’s. Viel Glück!

  3. Ich mag’s, erinnert mich sehr positiv an die dänischen Erfolge aus den 70ern und 80ern. An der Performance müssen sie dringend noch arbeiten, aber ich glaube, dass es genug Leute gibt, die sich darauf einlassen (sonst hätte es ja wohl kaum den VE gewonnen).

  4. Freut mich auch das es in Landessprache ist.
    Wenn ich den Schmodder auch noch verstehen würde wäre die Grenze zur Folter endgültig überschritten

  5. Ich finde es auch gut das der Song in Dänisch ist. Aber das ist es auch schon. Feuer und Flamme? Eher beides Glühwürmchen, musikalisch gesehen. Mein Gott, wenn dieser Song das beste war, wie schlecht waren erst die anderen, das der Mist gewonnen hat?

  6. um Himmels Willen. 80er Jahre revival. Aber geradezu unglaublich ist, dass dieses Lied auch noch Nummer 1 in Dänemark ist. Deren Taktik ist aber schon raffiniert. Veröffentlichten schon 2020 Videos die aussehen, als wären sie in den 80er Jahren gedreht und Songs die sich nach 80er Jahre Aufnahmen anhören. Das kommt in DK aus iwelchen Gründen jetzt plötzlich Bombe an (damals 2020 aber Flops…). 3 Songs nun in den dänischen Top 10. Scheint mir sowas wie Corona Fallout zu sein.
    Muss man sehen, ob auch ausserhalb Dänemarks die Gehirne von Corona-Lockdowns so zermartert sind, dass die sich dies antun wollen. Die Rache der Fünzigjährigen, oder so. haha

    • Die sind zum Glück im 2. Halbfinale. Die bekomemn also die deutschen Punkte erst im Finale…
      und natürlich bekommen sie dafür sogar Televotingpunkte aus Deutschland…

      • Wäre ich mir noch nicht so sicher. Vielleicht liegt der Erfolg ja an den Songtexten? Aber für melancholisch rückwärtsgewandte 50er Generationsangehörige, die ja überall unwahrscheinlich rumnerven, könnte das vllt schon was sein. Kann aber auch ein auf Dänemark lokal begrenztes Phänomen bleiben. Sich aber die dollen 80er zurückwünschen hat leider aber auch im Grunde was Antieuropäisches. In den 80ern stand die Mauer noch und die Osteuropäer waren in irren Diktaturen verdammt zu leben, LGBT war damals beim ESC unerwünscht. Ich sehe sowas Rückwärtsgewandtes daher kritisch. Der Beigeschmack, den das hat, der ist sehr sehr sauer. Ich unterstütze das nicht kann aber verstehen, dass es Leute gibt für die sowas einen gewissen Reiz hat.

      • Sicher bin ich mir da nicht, aber diese Art von Schlager ist halt in Deutschland durchaus noch (Oder wieder?) populär. Btw. 80-er: Kennst Du Sovietwave? Trendet gerade ziemlich im erweiterten Bekanntenkreis.

    • Danke für die Info und die Zuschreibung zur Gruppe rückwärtsgewandter 50jähriger, die sich den Eisernen Vorhang zurückwünscht (weil ich mich von der originellen, professionell dilettantischen Darbietung der Dänen bestens unterhalten fühle). 😉

      • Man kann den Popularitätslisten nicht ablesen, dass 80er Jahre Musik und erst recht nicht nachgemachte 80er Jahre Style Musik populär wäre bzw in der Popularität bei jungen Leuten zunimmt. Faktisch nicht nachweisbar. Es ist klar, dass bei Leuten, die in den 80er Jahren Teenager und Twens waren 80er Musik natürlich als Rückerinnerung an die Jugendzeit gerne gestreamt wird. Dänemark mit diesem Duo und dessen 3 Songs ist aktuell ein Sonderfall. Frage ist nun, ob Dänemark noch zu den Ländern gehört, die Trendsetter sind? ‚Früher‘ waren die in DK immer was zb Mode und Möbel betrifft etwas vor uns (1 bis 2 Jahre). Dänemark hat aber eine sagen wir mal populistisch-rückwartsgewandte Wende hinter sich, bzw ist noch mitten drin. Gut, es gibt schon zu beobachten, dass in der Mode so ne Art 80er Sachen hochgeschwemmt werden. Anstatt Skinny jetzt wieder Baggy usw. Ballonseide und so Quark. Piloten-Nasenfahrräder am besten in ‚Gold‘ sind ja schon seit 2 bis 3 Jahren ‚in‘.80er bei uns war aber anders als in DK. Erst Abba und NDW (gab es in DK nicht) und glaub 10 Wochen Gottlieb Wendehals, dann kam ein Einbruch mit gewisser Leere, die zb von Modern Talking gefüllt wurde. Ende 80er (87 bis 89) oft Rick Astley und Pet Shop Boys auf 1. Nur an 9 von 156 Wochen gab es eine deutsche Musikproduktion auf der Single Nummer 1. 3 Jahre zuvor 30 von 156. 81 bis 83 47 von 156. Sovietwave sagt mir schon was, ist aber doch sagen wir mal eine Fata Morgana hier im Westen…

      • Ob die Jugend jetzt diesen dänischen Kram hört, weiss ich nicht. Ich fürchte aber, dass der normale ESC-Finalzuschauer in Deutschland dafür abstimmen wird.
        Dass aber gerade 80-er Musik (*HUST*Dua Lipa,, The Weeknd*HUST*) gerade voll im Trend sind, habe ich auch bemerkt. Die 80-er sind schon ein bisschen mehr als NDW und SAW. Wenn z.B. ein Beitrag Freestyle mit samt Breakdance anbieten würde, hätte er meine 20 Anrufe sicher ;).
        Und klar. Sovietware ist auch nichts anderes als ne Art Italo Disco. Nur etwas spaciger.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.