Deutschland beim ESC 2020: Wer wird’s denn nun?

Was für ein Wochenende! Überall in Europa sind ESC Entscheidungen gefallen, in fast allen Ländern wissen wir nun, wo die Reise hingeht. Nur in Deutschland ist die angekündigte Info über den ESC-Fahrplan 2020 einmal mehr vertagt worden. Am 10. Februar 2020 soll es was geben, erfahren wir via Twitter vom ARD-ESC-Chef Thomas Schreiber. Aber was? Wer fährt denn nun nach Rotterdam?

Eines dürften die ESC-Verantwortlichen in diesen Tagen gelernt haben: Nicht-Kommunizieren ist eben auch eine Art zu kommunizieren. Weil es offiziell NDR-seitig keine Festlegungen gab (Iris Bents gefühlte 20 Mal zu ESC kompakt: „Wir kommunizieren dann, wenn wir etwas zu kommunizieren gibt.“), treibt das dadurch entstehende Vakuum in der Community und weit darüber hinaus die unterschiedlichsten Blüten.

Wiewohl wir die Wahrscheinlichkeit, dass Königin Helene an den Start geht, mit minimalen 0,017% beziffert haben, war Deutschlands erfolgreichste Interpretin plötzlich „the hottest (ESC) shit in town“ – ein Paradebeispiel für die Eigendynamik, die Spekulationen im www nehmen.

Helene Fischer wird es definitiv nicht sein, die Deutschland am 16. Mai 2020 in Rotterdam vertritt, aber wer könnte es tatsächlich sein? Das verliert sich unverändert in den Nebeln von Norwegen.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber teilte am 1. Februar 2020 seiner (privaten) Entourage via Twitter mit, dass es mehr „news to use“ am 10. Februar 2020 geben wird. Was dann tatsächlich veröffentlicht oder bestätigt wird, lässt er offen.

ARD intern wird kolportiert, dass der Act, der nach dem vorletzten Platz der Schwestern in 2019 in diesem Jahr den ramponierten ESC-Ruf Deutschlands retten soll, einer sein soll, der der Allgemeinheit nicht besonders bekannt sei, aber der ESC-Community vertrauter sein soll. Wow, Raterunde 2 ist eröffnet.

Alle bisher gehandelten prominenten Namen sind damit raus, Helene Fischer genauso wie Xavier Naidoo, Capital Bra oder Jeanette Biedermann, obwohl Letzteres (z.B. dem Autor dieser Zeilen) unheimlich weh tut.

Deutsches Finale 1999 im Bremen: Jeannette Biedermann (1999 streng beaufsichtigt von ihrer damaligen Managerin Kristina Bach)

Der ESC-Community vertraut sind vordringlich Interpreten, die schon einmal in irgendeiner Form mit dem ESC befasst waren, sei es als ehemalige Teilnehmer mit vorzeigbarem Ergebnis (Roman Lob) oder als „nicht beschädigte“ Teilnehmer an einer deutschen VE (Linus Bruhn). Möglich sind auch ESC-affine/hungrige ehemalige ESC/VE-Teilnehmer in befreundeten ESC-Nationen (Nathan Trent) oder auch Acts, die im Vorfeld einer VE als potentielle VE-Acts positive Akzente gesetzt haben (Makeda mit ihrer Band Steal a Taxi).

Die zweite Spekulation, die uns aus dem NDR-Umfeld erreicht, ist die, dass der deutsche Beitrag 2020 von einem männlichen Solisten vorgetragen werden soll – wiewohl auch das mit dem „Nebel von Norwegen“-Fragezeichen zu relativieren ist. Frei nach Ulf Ansorge: Kann man machen, muss man aber nicht. Oder wie Yohanna (übrigens ESC-Favourite von Linus Bruhn) fragt: Is it true?

Das alles vorausgeschickt, bleiben fünf Tickets, die wir auf aktuellem Inside-The-Bubble-Diskussionsstand nicht vom Tisch nehmen. Mitraten macht schließlich auch Freude.

Xavier Darcy

Xavier Darcy Probe Unser Lied für Lissabon ESC Vorentscheidung Deutschland 2018 Eurovision Jonah

Xavier wurde im Michael-Schulte-Jahr 2018 Vize beim deutschen Finale und wer (wie der Autor dieser Zeilen) erlebt hat, wie glücklich er nach seinem gelungenen Auftritt war, weiß, dass er dem ESC unverändert leidenschaftlich verbunden ist. Xavier kennt sich in der ESC-Geschichte gut aus, er schätzt (sogar) ESC-Klassiker der 60er Jahre aus der zweiten Reihe. Und da Simon Kucher für das Künstler-Portfolio in 2020 auch gezielt Acts mit ESC-Credibility aus früheren VEs angesprochen hat (wie u.a. Aly Ryan berichtete), ist seine Name auf dieser zweiten Shortlist weit mehr als „wishful thinking“.

Feuerherz

Feuerherz feat. Sebastian Wurth

Was A1 in Norwegen ist, ist Feuerherz hierzulande. Feuerherz (im Bild 2/4, links Sebastian Wurth, rechts Karsten Walter) sind in Deutschland genau an der Schwelle, an der eine Teilnahme am ESC sich als Sympathie-Rakete für ihren extrem stimmungsaufhellenden Boygroup-Schlagerpop entpuppen könnte. Die vier Jungs sind geradezu mello-idealtypisch und mit der NDR-Unterhaltung bestens vernetzt (waren z.B. mit Florian Silbereisen auf Tour) und Karsten (rechts) weiß aus seiner Boyfriend-Zeit mit Michelle, was für einen Popularitätsschub eine ESC-Teilnahme der Karriere geben kann.

Einschränkendes Handicap: Feuerherz sind für den 16. Mai 2020 auf der Seestern Parnorama Bühne in Zeulenroda-Triebes (Thüringen) gebucht. Und sie stehen für einen fröhlich-beschwingten Sound, während der größere Teil der Songs, die den Jurys vorgelegt wurden, mutmaßlich eher auf den Erfolg von „You Let Me Walk Alone“ (und „Arcade“?) schielen, also getragener daherkommen, viel Weltschmerz, Ernsthaftigkeit, Abschieds- und Trennungsthemen transportieren.

Benjamin Dolic / Usually Quiet

Benjamin Dolic Usually Quiet

Unsere in diesem Sommer veröffentlichte Serie „Unser Star für die deutsche Vorentscheidung 2020“ beruht bekanntlich auf dem Voting einer ehemaligen Eurovisions-Jury, das heißt, den dort aufgeführten Acts ist in jedem Fall eine gewisse Bekanntheit in der ESC-Bubble zu bescheinigen. Wir haben nochmal nachgeschaut: In die Top 10 hat es nur ein einziger männlicher Solokünstler geschafft: Ex-TVOG-Teilnehmer Benjamin Dolic aka Usually Quiet. Und Cute Benjamin hat ESC-VE-Experience, zwar nicht in Deutschland aber in Slowenien. Und er hat in den sozialen Medien diverse Kontakte zu ESC-affinen Künstlern und Songwritern.

Daniel Schuhmacher

Cologne Workshop Unser Lied für Tel Aviv Daniel erläutert Wolfgang sein Songkonzept

Daniel Schuhmacher (Bild aus dem ESC-Workshop in Köln in 2018) war bereits unser Favorit in Spekulationsrunde 1 (hier ausführlich begründet) und wir glauben weiter an die Chance, dass er für Deutschland antritt, auch, weil er selbst sehr zurückhaltend ist und KEIN (öffentliches) Dementi von ihm persönlich oder seiner Entourage zu vernehmen ist.

Benedikt Köstler

Benedikt Köstler

Länger war es ruhig um Benedikt Köstler, jetzt meldet er sich „with a new hairstyle“ in den sozialen Medienwelt zurück, passend zum Deutschland-Countdown zum ESC 2020. Und bekommt prompt ein prominentes „I like“ von Frazer Mac, Co-Songwriter von Luca Hännis „She Got Me“.

Benedikt Köstler Instagram Comeback

Auffällig ist nicht nur, dass er nach einem halben Jahr Social-Media-Abstanz plötzlich Englisch statt Deutsch mit uns spricht, sondern auch die Köstler-Entourage ist bei Instagram aus ESC-Perspektive bemerkenswert (siehe Foto). Thomas Stengaard gehört genauso dazu wie Laurell Barker und – Attention – Daniel Schuhmacher.

Benedikt Köstler Social Media Network

Sowohl Daniel aus auch Benedikt haben ESC-Workshop-Erfahrung und beide haben öffentlich auch schon Flagge gezeigt für den ESC. Daniel hat sogar seinen fünf liebsten Beiträgen aus 2019 auf YouTube ein eigenes Medley gewidmet:

5 ESC-Klassiker in 5 Minuten! Mehr geht eigentlich nicht. Insofern glauben wir zumindest bis zum 10. Februar 2020 an das, was die Bubble auf Basis der hier ausgebreiteten Indizien spekuliert. Stay tuned. Und wenn Euch weitere Auffälligkeiten begegnen, lasst es uns hier gerne wissen. Laing anybody? Oder tatsächlich doch die Goldkehlchen aus Hamburg?

Laing Office Deko im Büro von Blogger Peter

Deko im Office von Blogger Peter, auch hier im YouTube Live-Chat zu bewundern.

Nacktkalender DHG 2020 Cover

Der DHG-Kalender ist auch ’ne schöne Office-Deko (aber vergriffen, Ausschnitte gibt es alternativ hier).


305 Kommentare

  1. Da die Sendung soweit man das bis jetzt weiss nur 45 Minuten dauern wird, ist eine grössere, gar zweistellige Kandidatenzahl undenkbar. 5 wäre meiner Ansicht nach das Äusserste was in der kurzen Sendezeit realistisch möglich ist. Wahrscheinlich ist, dass jeder Kandidate 3 Minuten Performance hat. Alles andere halte ich für Quark. Eine Abstimmung online ist eine schwierige Sache, da, um Betrug ausszuschliessen zu können die DSGVO breitbeinig im Wege steht, die die automatische Erfassung einer eindeutigen Useridentifizierung (mindestens per Cookie und IP) verbietet bzw erst NACH Zustimmung des Users erlaubt. Es müssten nämlich gemäß der DSGVO auch User zur Abstimmung zugelassen werden, die eine eindeutige Identifizierung eben ablehnen. Die Krux aber ist, dass ohne eindeutige Identifizierung der Manipulation einer Online-Abstimmung Tür und Tor geöffnet ist.

    • Ja, das dachte ich auch kurz, aber vielleicht müssten ja die Kandidaten in der Show am 27.02. ihre Songs gar nicht mehr performen oder es könnten nur die drei online vorher am bestbewerteten Acts im Finale am 27.02. stehen.

      • man KÖNNTE das so einrichten, dass jeder nur einmal abstimmen kann, allerdings NUR wenn der Abstimmende ganz explizit zustimmt, dass seine persönlichen Daten, die ihn eindeutig identizifieren u.a. zu diesem Zweck erhoben werden dürfen. Es muss aber gemäß dem Datenrecht auch die Möglichkeit eingeräumt werden, dass ein abstimmungswilliger User auch ohne eine derartige Identifikation an einem Voting teilnehmen kann. Das aber bedeutet, dass auch umfangreiche Manipulation ein leichtes Spiel (selbst für relativ unbedarfte Leute) ist. Aussagekräftige Onlineabstimmungen sind daher allgemein nicht mehr möglich, da ein Gesetzesverstoß eine sehr, sehr teure Angelegenheit werden KANN. Ich wäre da sehr vorsichtig. Onlinevotings jeder Art sind daher hinfällig und ohne Aussagekraft. Ein Telefonvoting ist etwas anders gelagert, da hier der Anrufende ja weiss, dass seine Nummer erfasst wird. Eine Teilnahme ohne Rufnummernübermittlung ist aber wohl auch möglich.Von daher ist auch ein Telefonvoting nicht wirklich manipulationssicher.

  2. Der Name Roman Lob ist ja gefallen. Von dem habe ich seit 2012 kaum bzw gar nix mehr gehört. Seit 2012 habe ich weder davon gehört, das er eine neue Platte gemacht hat oder sonstwie im Musikbusiness noch aktiv ist. Macht der überhaupt noch Musik? Und das obwohl er ja eigentlich sehr gut abgeschnitten hat, mit seinem 8. Platz 2012.

    • Außerdem hat er als Sänger in der vorletzten Produktion im Berliner Friedrichstadtpalast mitgewirkt. Das lief zwei Jahre lang sehr erfolgreich. Und er war großartig. Es muss nicht immer der große Charterfolg sein.

    • Ich fänd’s ja so lustig, wenn der NDR in fünf Tagen lediglich die Sendung am 27.02. auf One bekannt geben würde!

      • Oder die Bekanntgabe ! Deutschland wird wie die Türkei nicht mehr am ESC teilnehmen.Wir haben uns entschlossen diesen Weg zu gehen um anderen Nationen die Möglichkeit zu geben auf dem letzten Platz zu landen.Barbara singt für Euch noch mal alle deutschen Beiträge und verabschiedet sich mit ihrer neuen Single Unser Lied für Rotterdam ist im Nebel von Norwegen verschwunden

  3. @escfan05: 5 Tage bis zum nächsten vermuteten Bekanntgabe und 22 Tage bis zum Sendung mit der erwarteten Bekanntgabe. Und 101/102 bis zum ESC-Finale.

    Eine Seite zurück ging es um Deutschrap und Charts. Thomas M: ‚Könnte die unschöne Tatsache, dass junge Leute an solch meist schrecklicher Musik mit oft noch schrecklicheren Texten Gefallen finden nicht auch damit zu tun haben, dass ihr Viertel „Verliererviertel“ genannt wird und dass sie im Alltag diese Haltung auch oft zu spüren kriegen, wenn klar ist, woher sie kommen?‘

    Meine Gedanken dazu:

    Vielleicht.

    Meine Jungs meinen mit ‚Musik aus dem Verliererviertel‘ vor allem die Rapper selbst. Die Todesliste der bereits verstorbenen, amerikanischen Rapper ist erschreckend lange und wo kamen sie her?

    Die Raptexten bewerte ich mit ‚Zielgruppengerecht‘. Da wird alles aufgegriffen, was viele potenten, heterosexuellen Jungs in der Pubertät anspricht und Gruppenzwang schreibt das Rudelverhalten vor, was besungen wird. Vergesse nicht, dass da Plattenfirmen hinter stecken – die Texten sind schon mindestens einmal überprüft und korrigiert worden.

    Das Gefühl auf der Verliererseite zu stehen, wird die Kinder vor allem im Kindergarten und Grundschule eingeprägt. ‚Nein, du kannst nichts‘ oder ‚Nein, das ist zu kompliziert für dich‘. Wobei Jungs zwei Mal so oft etwas verboten wird als Mädchen. So erzieht man zwar fleißige Arbeitsbienchen, aber keine Menschen mit einem gesunden Maß an Selbstbewusstsein, die sich auch mal trauen außerhalb die Linien die Welt zu erkunden oder einen besseren Schulabschluß als die Eltern anzustreben.

    • Marco, danke für diese Präzisierung mit interessanten Gedanken, die viel Sinn machen.

      „Gruppenzwang“ und „Rudelverhalten“, wie viel schöner wär’s doch auf der Welt, wenn es das nur in stark verminderten Dosen geben würde.

      • Ach, passiert jeden. Übrigens sind in meinen Kommentaren fast immer Grammatikfehler drin. Hier oben … * schämt sich * wundert sich, dass alles doch verstanden wird *

    • Vor weg, ich bin kein Rapfan. Trotzdem gibt es auch Lieder und Rapgruppen die ich richtig gut finde. Fettes Brot, Seeed, Die Fantastischen Vier, Peter Fox, fand ich allesamt gut. Es gibt nicht nur diese elenden „Gangster-Rap“ a la Bushido oder Sido. Den mag ich auch nicht. Und ich bin kein Teenie mehr. Und trotzdem hat auch Rap oder Gangsta-Rap seine Daseinsberechtigung, weil Menschen daran Freude haben. Es soll ja auch Leute geben, die mögen Schlager oder gar den ESC nicht. Und trotzdem hat das alles eine Daseinsberechtigung.

  4. die grössten deutschen Rap Hits sind mehrheitlich nicht auf der Gangsterrapschiene. Am erfolgreichsten sind ja vorwiegend Songs, die gerade diese Schiene nicht fahren, sonder eher in den Pop / Dance Bereich teilweise sogar im Grunde in den Schlagerbereich gehen. Es gibt natürlich auch einige Raphits, die textlich gelinde gesagt fragwürdig sind und daher nicht TVsendefähig sind. Rap hat sehr viele Facetten und es gäbe auch viele Kombinationsmöglichkeiten. Der ESC ist ja nicht für eine Musik/Stilrichtung gesetzt. Vorgaben darf es da nicht geben. Ich sehe die Nicht-Ansprache des jungen Publikums als sehr ernsthaftes Problem. Rap wird aber eisern gerade von den über 40jährigen ignoriert und verächtlich gemacht anstatt dass sie die Realitäten endlich mal anerkennen. Es ist verhältnismäßig sinnfrei einen ESC mit Songs zu veranstalten, die hinterher keiner hören will. Zumindest versuchen sollte man es näher am Publikum dran sein zu wollen. The Voice vom letzten Jahr ist ja ein Beispiel. Wer von den Finalisten war denn am erfolgreichsten hm, obwohl letztplatziert…?

    • Gegen den ein oder anderen anspruchsvollen Rap-Song habe ich ja nichts, und wenn „Soldi“ Rap sein soll (so haben es im letzten Jahr manche bezeichnet), dann umso besser.

      Man könnte bei Deinen Kommentaren den Eindruck bekommen, dass die Jüngeren nur Rap hören würden. Aber soviel ich weiß, sind Schlager bei Jüngeren beliebter als bei der Generation, die in den 80ern und 90ern groß geworden ist. Mögen junge Leute eigentlich keine Dance-Musik mehr? Und diese ganzen Casting-Shows, werden die etwa von den ganz Jungen verschmäht (das wäre schön, aber das glaube ich nun wirklich nicht)?

      Nun zu den (etwas) Älteren: Die über 40jährigen sind also „keiner“ bzw. gehören nicht zum „Publikum“?
      Es gibt übrigens bestimmt auch zahlreiche über-40-Jährige, die Rap mögen, z.B. viele derjenigen, denen in den 90ern die Fanta 4, Das Bo, Freundeskreis und was es da sonst noch so alles gab, gefallen hat.

      Es gab in der populären Musik immer wieder Moden und Wellen, und ich hoffe, dass es sich um eine solche auch bei der aktuellen Rap-Dominanz handelt (gegen Raptitel in der Hitparade in einem erträglichen Ausmaß hab‘ ich ja gar nichts).

      Deine Frage zum Schluss kann ich leider nicht beantworten, da ich keine Casting-Shows schaue.

      • Reine Rap-Musik mag ich auch nicht. Aber wenn einzelne Rap-Passagen geschickt in einen schönen Song „eingearbeitet“ sind, kann das schon gut klingen, finde ich.
        Aber ansonsten neige ich doch eher zum Schlager, fände ich übrigens auch mal wieder eine gute Idee für Deutschland. Mit englischen Songs sind wir ja oft genug gescheitert, also könnten wir es ruhig mal wieder in der Muttersprache versuchen. Und da eignet sich ein Gute-Laune-Schlager einfach am besten. Diese Singer-Songwrighter-Musik a la Max Giesinger, Johannes Oerding etc. eignen sich, bei allem Respekt, doch eher weniger, da zu textlastig und die Melodie doch ein wenig sperrig daher kommt.

        Ansonsten bin ich auch relativ breit aufgestellt, wenn der Song eine gute, mitreissende Melodie hat, dann gerne, ob auf Deutsch oder Englisch. Ich würde mir halt mal wieder etwas Schwungvolleres wünschen, so wie bei Xavier Darcy, auch wenn, zugegebenermassen, der Auftritt nicht ganz so geglückt war. Nur meine Meinung.

  5. Es ist leider Unzutreffend zu behaupten bei jungen bzw sehr jungen Musikkonsumenten hätte ‚Schlagersongs‘ ein hohes Maß an Beliebtheit bzw ein höheres ‚als früher‘. Das ist ganz und gar nicht der Fall und kann auch mit Nichts belegt werden. Fakt ist dass in den Charts schon lange überhaupt gar keine Schlagerhits mehr zu finden sind und wenn dann doch mal dann ‚Atemlos‘, oder ‚Hulapalu‘ und die sind beide ja ururalt…. Würde eher behaupten, dass der Marktanteil von Schlager beim jungen Publikum signifikant zurückgeht bzw zurückgegangen ist, was u.a. daran liegt, dass Rapacts auch zunehmend schlageraffine junge Leute ansprechen können. Bei Schlager herrscht Jugendkrise. Die ‚Alten‘ kaufens aber noch, das übertüncht NOCH. Rap kann aber zunehmend auch bei ‚Älteren‘ Punkten. So langsam wird ja die erste Generation 30 und älter, die vom in deren Jugend aufkommenden HipHop/Rap schon stark geprägt ist. ‚Schlager‘ in Reinform hat daher keine Berechtigung beim ESC eine Rolle spielen zu dürfen, ausser natürlich man will unbedingt ‚altes Publikum‘ ansprechen. Die 40 und 50 jährigen haben jetzt lang genug entschieden. Die sind jetzt mal für paar Jahre raus :-). Zeit für was Neues.
    Junge Leute hören heute praktisch alle (d.h. locker zwei Drittel sogar auf Dauerschleife) Rap und dabei mehrheitlich sogar deutschsprachigen Rap. ‚Dance‘ läuft in der Breite auch nicht mehr so gut, da Rap gerade im Dance Bereich besonders gut aufgestellt ist. Rock? Neue Rocksongs hört keiner mehr. Ist klinisch tot. Pop? Das geht noch. Deutschpop hat aber auch verloren. Schlager liegt bei jungen Leuten wenn man großzügig ist bei 3% Marktanteil Richtung 2% gehend. Ohne die ganzen alten Titel, also was Neuveröffentlichungen 2019 angeht sind es wahrscheinlich sogar unter 1%. Das ist Fakt.

    • Wenn ein ESC nur mit Rap-Songs bestückt wäre, würde ich mich wohl von ihm verabschieden. Der ESC lebt von der Vielfalt. Ist doch völlig egal, welche Generation welches Genre bevorzugt, ich denke,
      in jeder Altersklasse gibt es für jeden Musikstil Anhänger. Da kann man nicht die Generationen in Schubladen stecken. Als ich im jugendlichen Alter war, habe ich z. b. die Toten Hosen geliebt (eine Todsünde für einen ESC-Fan, glaube ich, lol) und auch Juliane Werding. Aber auch die aktuellen Charts. War damals aber auch schon ESC-Fan.
      Denke, dass es bei den jungen Leuten heute auch unterschiedliche Vorlieben gibt. Und das ist doch gut so.

  6. und was Xavier Darcy betrifft. Dessen Song war doch der totale Reinfall. Das Ding wollte wirklich kein Mensch nochmal hören (bis auf ne Handvoll Unentwegte). Es kam danach auch nichts mehr von dem was besser überzeugend gewesen wäre. Ich weiss bis heute nicht, warum der bei einem ESC Vorentscheid war. Das weiß ich allerdings auch bei Sisters nicht und Ann Sophie und wie die anderen armen Seelen alle hiessen. Das waren alles völlige Flops uns vorgesetzt von Plattenfirmen die Resterampeverkauf gemacht haben. Lena hatte da ne ganz andere Qualität. Die ist heute noch absolut top im Geschäft. Wobei man nun auch sagen muss, dass man von denen, die mit Lena damals dabei waren, danach auch nix mehr gehört hat.
    Es geht ja beim ESC auch nicht darum subjektiven Fangeschmack zu erfüllen, sondern darum einen Song zu haben der objektiv breiten internationalen Appeal hat und noch dazu ne Aussage hat ohne dabei zu unkommerziell zu sein. Wobei es einer Aussage nicht unbedingt bedarf, wenn ein Song ansonsten überzeugend genug ist…

  7. @Trevoristos: Für jemand mit einem ziemlich begrenzten Zeithorizont („Atemlos“ ururalt, ha ha ha) trittst Du aber ziemlich bestimmt auf mit Formulierungen wie „Fakt ist“, „hat daher keine Berechtigung“ etc.
    Soweit ich weiß, verkaufen sich Schlageralbums weiterhin bestens, in den Single-Charts waren Schlager inoch nie weit vorne (nicht mal „Atemlos“ kam auf die 1), was nicht heißt, dass sie nicht gehört wurden, genau das Gleiche gilt für Rap, der eine Zeit lang, als es noch allein auf die Verkäufe von physischen Tonträgern ankam, in den Single-Charts kaum stattfand, aber sicher trotzdem gehört wurde.

    „Die 40 und 50 jährigen haben jetzt lang genug entschieden. Die sind jetzt mal für paar Jahre raus :-). Zeit für was Neues.“ Wie niedlich! Sowas nennt man „Arroganz der Anfänger“, die bei vernünftigen Leuten in der Regel mit ein bisschen Lebenserfahrung verschwindet, das wünsche ich auch Dir 🙂

    • Deinen Worten folgend fordere ich jetzt übrigens: „Lasst die über-60-jährigen bestimmen“, nachdem sie für ein „paar Jahre raus“ waren, weil zuletzt ja nur die 40- bis 50-jährigen die Entscheidungen getroffen haben, wenn ich Dich richtig verstehe. Außerdem haben die Senioren auch die größte Grand-Prix-Erfahrung und die besten Zeiten des Song Contests, die tollen 60er- und 70er-Jahre, miterlebt 😉

  8. Interessante Einwürfe allemal.
    ESC und Chartgeschehen sind zugegeben zwei verschiedene Welten. Ich glaube aber auch nicht, dass die Generation(en), für die Fernsehen allgemein und insbesondere Musikfernsehen jegliche Relevanz verloren hat, sich noch für eine Show, wie den ESC begeistern können wird bzw. werden.
    Mein Eindruck (und hier lehne ich mich als fast-50er etwas aus dem Fenster) ist, dass unter 30-jährige heute Musik überall und zu jeder Zeit haben wollen/können und Show-Events eigentlich nur wirklich live, also vor Ort interessant finden. Im Fernsehen gucken sowas mutmaßlich eher Nischen-Freaks oder eben die alten Säcke, die nicht mehr von der Couch hochkommen *hust*.

    Langfristig keine sonderlich guten Aussichten …

  9. es geht in meinen Comments ausschliesslich um Songs bzw. Singles und deren Performances. Mir ist bekannt, dass Schlager im CD Bereich leidlich läuft. Die Verkaufszahlen gehen aber zurück..Streaming wird in diesem Jahr über 2 Drittel des Marktes ausmachen. Dort spielt Schlager nur noch ein Schattendasein im ganz niedrigen einstelligen Bereich. Welcher Schlagersong, der im Jahr 2019 neuveröffentlicht wurde war denn ein ‚Hit‘ (d.h. hat mehrere Wochen lang die Top 200 erreicht?). Fast das gesamte Streamingaufkommen im Bereich Schlager betrifft Oldies (sogenannte Katalog Songs). Neue Songs (d.h. 18 Monate und jünger sind weitgehend bedeutungslos).
    Es gibt keinen Zweifel, dass selbst noch Mitte der 10er Jahre neue Schlagersongs besser performten, als heute. Und wollen wir nicht vergessen, dass der Löwenanteil der Schlageralbum Verkäufe auf eine Handvoll seit Jahrzehnten im Geschäft befindlicher Acts konzentriert ist, von denen niemand aber auch wirklich niemand das geringste Interesse hätte sich einer möglichen ESC Blamage auszusetzen.

    Der ESC ist im übrigen ein Live Event, der an sich für junge Leute wie gemacht ist. Die Zuschauerränge werden aber ziemlich mehrheitlich von der Fanszene in Beschlag genommen, die, so finde ich, bisschen in die Jahre gekommen ist. Alles viel zu teuer geworden! Es muss eine Verjüngung her. In allen ESC Bereichen. Junge Leute schalten im übrigen sogar noch den Fernseher ein, wenn sie meinen etwas Interessantes zu sehen zu bekommen. Ausserdem werden ja alle ESC Teilnehmersongs und Performances intensiv über Youtube vertrieben. Hier sind die Nachfragewerte nicht mehr so, wie sie Anfang der 10er Jahre waren.
    Dabei ist es so, dass in den Vorjahren der ESC Vorentscheid beim jungen Publikum gar nicht so schlecht performte, sondern sogar, soweit man das überblicken kann (es wird ja nur 14-49 als Maßsstab ermittelt) über dem Senderschnitt lag und daher eine Streichung aus dem ARD Programm unbegründbar ist. Wie das bei den unter 30jährigen war lässt sich schwer sagen.

  10. natürlich ist es so, dass junge Leute nicht NUR Rap hören. Es ist aber einfach nicht einzusehen, dass die ganz klare absolute Mehrheit so vollkommen und eisern ignoriert wird. Ob nun ‚alle‘ ESC Songs aus dem Dunstkreis ‚Rap HipHop‘ sein sollen? Wäre zumindest für 1 bis 2 Jahre Dauer bedenkenswert. ‚Ihr‘ seid dann zwar ‚weg‘, es kämen dann aber neue, andere, wahrscheinlich deutlich jüngere Fans hinzu (womöglich). Müsste man mal testen. Wird nur nicht passieren. ‚Ihr‘ werdet doch wohl alles dran setzen sowas zu verhindern, gell…:-)

    • Das Problem mit Rap beim ESC ist natürlich, dass die Songs meist, auch wenn das für manche seltsam erscheinen mag, da ja alles „Krach“ ist, sehr textlastig sind. Ich glaube bei keinem Genre gibt es so klare und große Szenen in den jeweiligen Ländern wie bei Rap – von daher in Reinkultur schwierig einzusetzen. Rapbrücken, vor allem wenn sie oder der Hauptteil des Songs auf Englisch sind, klappen hingegen besser (und sind für die meisten vermutlich auch leichter zu genießen).

    • Rap als Gesangstechnik (Singsagen mit einem Takt darunter) ist im Grunde Uralt. Der Takt hilft einem sich den Text zu merken, wurde oft verwendet um Nachrichten zu verbreiten.

      Vor fast 40 Jahren gab es ‚Grandmaster Flash & the Furious Five‘ mit ‚The Message‘ https://www.youtube.com/watch?v=PobrSpMwKk4 und etwa zu gleicher Zeit ‚The Sugar Hill Gang‘ mit ‚Rapper’s Delight‘ https://www.youtube.com/watch?v=rKTUAESacQM
      Diese Zwei Lieder werden oft als Wegbereiter für den Rap von heute gesehen.

      Mahmood mit Soldi passt in diesem Stil, weil der Text persönlich und gesellschaftskritisch ist. Zugleich hat er gut abgeschnitten, weil er die meiste Zeilen eher singt als sagt, seinen Text ausreichend Wiederholung hat und es mehr als nur einen Basistakt darunter gibt. Sein Lied wurde aufgewertet, umgebaut, enthält auch eine typische italienische Klangfarbe.

      Dennoch sehe ich null Chancen für reinen-Rap auf einem ESC. Weil die Texten nur im Landessprache funktionieren. Deutsch oder Russisch, man hat Erfolg innerhalb des eigenen Sprachraum, aber nicht außerhalb, weil keiner wirklich versteht was da abgeht.

      Rapbrücken funktionieren ebenfalls nicht. Solche Liedchen sind weder Fisch noch Fleisch.

      In Rahmen eines Musikfestivals in Deutschland selbst, hat Rap seinen Platz.

      ‚Es ist aber einfach nicht einzusehen, dass die ganz klare absolute Mehrheit so vollkommen und eisern ignoriert wird.‘ => Welche Mehrheit? Ich sehe die Klassenkameraden meines Sohnes seit Jahren und keiner, wirklich keiner mag Rap.

  11. Ich frage mich immer, warum der Vorwurf an die ARD kommt, sie hätte den Vorentscheid nicht an die jungen Zuschauer gerichtet. Im letzten Jahr gab es doch nur Acts, die sich an ein junges Publikum gerichtet haben. Kein Act war wohl älter als 40. Eher war zu viel junges, talentfreies Gemüse bei der VE im letzten Jahr. Die einzige die wirklich individuell und wirklich talentiert war, war Lilly Among Clouds. Alles andere konnte man vergessen.

  12. @Trevoristos

    Verhindert wird die Raprevolution des ESC weniger durch die ollen Fans sondern vornehmlich durch die Funktionäre der EBU. All die Entscheidungsträger, die vor 25 Jahren jung genug waren, die Demokratisierung des ESC einzuleiten, dürften inzwischen zu alt sein (ich vermutlich auch), um Rapmusik musikkulturell ernst zunehmen, anstatt es weiterhin als Auswuchs soziologischer Brennpunkte einzuordnen.

    Genauso wird es aber auch das übliche Glaubwürdigkeitsproblem geben, das Leute wie Capital Bra, Dendemann oder Gzuz von einer Teilnahme abhalten dürfte.

  13. bin mir ziemlich sicher, dass ein echter Rapsong in einem Multi-Genre Vorentscheid vorher gemobbt wird und dann versucht wird den ‚wegzuvoten‘. Da hinge es dann davon ab wieviele junge Leute mobilisierbar wären. Für iwelchen Schrott sind die nämlich nicht mobilisierbar. Das müsste dann schon was Überzeugendes sein. Es gibt derart viele Rapacts, da ist der Rückgriff auf landesweit bekannte Namen im Grunde nicht nötig. Es bräuchte aber guter Produktionsteams. Wird ja beileibe nicht jeder Rapsong ein Erfolg. Man könnte aber zb Patenschaften zwischen ‚unbekannt‘ und ‚bekannt‘ machen. Man könnte sogar ausländische Rapacts als Paten hinzuziehen. Halt so richtig europäisch, das wär cool. Sehe aber nicht, dass die deutsche Rapszene mit den Leuten die beim NDR bezüglich ESC das Sagen haben zusammenarbeiten wollten würden.

  14. Benedikt Köstler wird es. Ihm folgen auch ein Autor von Wiwibloggs. Der war sicher (wie alle Leute von Wiwibloggs) auch schon im Panel dabei. Wiwibloggs-Autoren waren auch schon früher im ESC Panel dabei, nicht nur in Deutschland. Also wird der Song sicher auch eine Bombe und wir gewinnen, keine Sorge.

  15. Zu den Followern auf Instagram (und den Kommentaren hier dazu bezüglich „der ist es auf jeden Fall“):
    Hat noch keiner darüber nachgedacht, dass diese Kontakte auch im (durchaus denkbaren) Songwritercamp letztes Jahr geknüpft worden sind?
    Ich geh somit einfach davon aus, dass Daniel Schuhmacher und Benedikt Köstler auf jeden Fall in irgendeiner Form von Auswahl beteiligt waren, sei es in einer Top 20, oder wie auch immer das Verfahren komplett abgelaufen ist. Denkbar ist auch, dass man einfach Künstler zu fertigen Songs gecastet hat und diese dann mit den jeweiligen Songwritern zusammengearbeitet haben, sei es für neue Writing Sessions, Überarbeitungen von Demos, sonstige Aufnahmen etc. Diese „Demos“ wurden dann der Jury und dem Panel vorgelegt.
    Man kann also anhand der Songwriter höchsten ableiten, wer vermutlich im gesamten Prozess in irgendeiner Form beteiligt war. Klar könnte der tatsächliche Kandidat/Songwriter mit dabei sein.

  16. Es ist ja schön, was ihr so alles für denkbar haltet. Ich halte auch für denkbar, dass ein Alpaka demnächst Thüringen regiert oder meine Omma im Hühnerstall Motorrad fährt, die alte Umweltsau. Ich halte es auch für denkbar, dass am 10. Februar wieder nix kommt, weil Thomas Schreiber verschläft und das erst am 11. Februar merkt. Und ich halte es für denkbar, dass am 11. Februar bereits die Welt untergegangen ist und wir nie erfahren werden, dass Margot Eskens für uns angetreten wäre. Mit dem Titel „A little piece on a satellite“ feat. Kool Savas.
    Und so isses natürlich auch denkbar, dass wir am 10. Februar drölf Songs im Internet bewerten können. Oder dass sich ein paar Songwriter in Daniel Köstler und Benedikt Schuhmacher schockverliebt haben oder dass Benjamin, Douze Points und Peter für Deutschland als Trio antreten mit einem Song auf schwedisch, komponiert von Thomas G:son. Ist doch alles denkbar. ABER REALISTISCH ISSES NICHT. (Bis auf das mit Margot Eskens. Ist klar, Leute.)
    Darum geb ich euch jetzt zwei Sachen mit auf den Weg:
    1. Die Zeiger der Uhr drehen sich nur vorwärts und nie zurück.
    2. Am 10. Februar sagt uns der NDR nur, dass es eine Show auf One gibt, die von – und das kommt vollkommen überraschend – Frau Fleischberger moderiert wird, was in Griechenland wieder zu einem spontanen Shitstorm im griechischen Internet führt.
    3. Am 27. Februar läuft zeitversetzt die Show auf One, in der ein völlig verunsicherter Abiturient aus Hannover ein Liebeslied auf der Gitarre zupft. Zeitversetzt deshalb, weil die Show vorher im Darknet aka eurovision.de gestreamt und von Jan F. live gejubelpersert wird. Die Show dauert deshalb 45 Minuten, weil Frau Fleischberger erstmal 30 Minuten wirres Zeug redet, dann in einem 20 Sekunden-Clip alle deutschen Highlights beim ESC seit 1847 gezeigt werden und dann halt Patrick aus Hannover seinen Stimmungskiller-Song singt. Barbara wünscht ihm anschließend viel Glück, Jan F. kommentiert „KEINE AHNUNG, WARUM WIR WIEDER VERLOREN HABEN“, was zu seiner Kündigung führt, weil er nicht geschnallt hat, dass wir mit dem Musikplunder von Philipp aus Hannover (keine Ahnung, hab schon wieder vergessen, wie der picklige Gitarrenotto heißt) erst im Mai verlieren.

    Huch. Das waren mehr als 2 Dinge. Peace, ich bin raus.

    • Ich stimme mit dir vollkommen überein. Garniert wird die Sendung noch mit den dämlichen Altfrauenwitzen von Frau Quasselberger.

  17. Jetzt mal im Ernst:
    – dass es eine Show auf One gibt, die von Frau Dingensberger moderiert wird, wäre mit höchster Wahrscheinlichkeit auch schon am 31. Januar verkündbar gewesen
    – dass es noch nicht verkündet wurde, liegt – so vermute ich – daran, dass es mehr als peinlich gewesen wäre, dies und sonst nichts mitzuteilen
    – deshalb gehe ich fest davon aus, dass kommende Woche, also ca. am Montag zumindest grob der Ablauf der Sendung oder ggf. der Weg dahin #Tschechienmodell erläutert wird

    – eine bloße Ankündigung von ULFR wäre fürwahr der Tropfen, der den Sturm aufs Landesfunkhaus in Gang setzten könnte und sollte (die Doodle-Liste für die Organisation von Teer und Federn ist schon in Arbeit – Fackeln und Mistgabeln bitte selbst beschaffen)

    • Okay, um wieder ernst zu werden:
      ich glaube, es gab deshalb nix am 31. Januar, weil noch keine Verträge final unterschrieben wurden. Man hatte vielleicht gehofft, dass das bis Ende Januar hinhaut. Nun aber wohl erst im Februar und hat sich mit dem Kandidaten auf einen Termin geeinigt. Ich glaube wirklich, dass uns auch am 10. der Künstler mitgeteilt wird. Lied und Video gibts dann in der Show. Denn wie du schon richtig sagst: nur die Bestätigung der ONE-Sendung hätte man auch schon früher haben können. Dafür brauchts auch keinen Schreiber-Countdown.

      • Die Verträge sind schon längst unterschrieben. Ein guter Song braucht mehr Produktionszeit.

        Die Verzögerung kann auch durch eine einfache Grippe entstanden sein, oder das Video konnte wetterbedingt nicht gedreht worden so wie man es vor Augen hatte oder die Montage dauert halt länger.

        Oder NDR-Buchhaltung hatte vergessen die Rechnungen dieses Mal rechtzeitig zu zahlen. ^^

  18. Mal Tipps von mir (unsortiert) für den Blick über den Tellerrand 😉 :
    Ela, Disarstar, Emma6, Ambre Vallet, LOT, Berge, Einsneunzig, Jeremias, Toni Mogens, Ambre Vallet,

    Clara Louise, Raum27, Balbina, Soeckers, Celina, Mascha, Ronja Künkler, Kanton, Laura, Das Moped,

    Jadia, GINI, Nilsen, Klaus Kaufsnicht, FASO, Chris Avedon, XAVI, KLEA, Nathalie Tineo, Benaja, Luzifer, Haszcara und so weiter usf.

    Das sind alles mindestens interessante Acts, meiner Meinung nach!

  19. ah hehe jetzt das Beste: Kollabo aus Sweetboyblondey mit passendem female Co-Lead das hätte ‚major potential – aus dem Nichts an die Spitze‘.

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