Ein Jahr danach: Aly Ryan teilt aus; Laurell Barker nimmt S!sters in Schutz und kritisiert deutsche Inszenierung

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Der Eurovision Song Contest 2019 ist nun bereits über ein Jahr her, der deutsche Vorentscheid dazu – „Unser Lied für Israel“ – liegt bald sogar schon eineinhalb Jahre zurück und trotzdem sind noch heute Nachwehen zu spüren. So sind Verlauf, Ergebnis und die Folgen der Show unter anderen auch dafür verantwortlich, dass es aktuell keine deutsche Vorentscheidung mehr gibt. Nun hat die Komponistin des letztjährigen deutschen ESC-Beitrags „Sister“, die kanadische Musikerin Laurell Barker, am Montag zu einem Rundumschlag ausgeholt und dabei nicht nur Aly Ryan getroffen, die im Vorfeld mit einem TikTok-Video provoziert hatte, sondern nebenbei auch noch den NDR und die Verantwortlichen für die deutsche ESC-Inszenierung 2019.

Aber zunächst ein Blick in die Historie: Aly Ryan zeigte sich bereits nach „Unser Lied für Israel“ sehr unglücklich über das Ergebnis und die Siegerinnen S!sters. Im Gegensatz zu den anderen Kandidaten, die sich als gute Verlierer zeigten und das Ergebnis anerkannten, trug Aly ihre Enttäuschung sehr deutlich nach außen und hielt so auch eine mediale Debatte am Laufen. Diese Enttäuschung über das Resultat der deutschen Vorentscheidung 2019 wirkt bei der Sängerin offensichtlich immer noch nach, denn erst im Mai postete sie einen Clip auf TikTok und später auch auf Twitter, in dem sie ihren Auftritt beim Vorentscheid („how to loose bad at Eurovision“) mit dem der S!sters („how to win at Eurovision“) verglich und am Ende zu verstehen gab, dass sie die Angelegenheit noch immer nicht verarbeitet hat („still in therapy“). Die Reaktionen auf den Post waren überwiegend negativ und selbst viele ihrer Fans und Follower riefen Aly dazu auf, die Sache hinter sich zu lassen und vor allem die S!sters nicht persönlich anzugreifen. Aly selbst erklärte später, dass der Beitrag nicht ganz so ernst gemeint war.

Die S!sters Carlotta und Laurita selbst gaben sich – wie auch schon nach dem ESC in Tel Aviv – stilvoll und würdigten diesem Post keine Reaktion. Gestern meldete sich dann jedoch – zwei Monate später – „Sister“-Komponistin Laurell Barker zu Wort und wurde ziemlich deutlich. In ihrer Instagram-Story schrieb die Kanadierin am Montag zunächst einen Text, in dem sie die Motivation hinter dem deutschen ESC-Beitrag 2019 erklärte:

„Ich wollte die Botschaft in die Welt tragen, dass starke Frauen anderen Frauen dabei helfen sollten, stark zu sein. Nur weil der Beitrag nicht so inszeniert wurde, wie er es verdient hätte, weil eine Gruppe von Männern dafür verantwortlich war, die weder zuhören wollte noch eine Ahnung davon hatte, wie man die Botschaft transportiert, heißt das nicht, dass es okay ist, Carlotta, Laura und mein Werk öffentlich zu demütigen. Das ist nicht das, was starke Frauen tun. Und wenn ihr denkt, dass ich über die anderen Künstlerinnen im Wettbewerb spreche, die verloren haben, dann habt ihr Recht. Ihr Schätzchen könnt das besser.“

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Doch Laurell beließ es nicht dabei. Es folgten weitere Folien ihrer Story, in denen sie explizit Aly Ryan ansprach und auch Ausschnitte aus deren TikTok-Video teilte.

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In der abschließenden Story wurde sie dabei mehr als deutlich:

„Um eins klarzustellen, ich will keinen Hass verbreiten. Dies ist eine Einladung dazu, sich zu entschuldigen und Reue zu zeigen. Aly Ryan, mögest du niemals dieselbe Sabotage/Respektlosigkeit erfahren, wie du sie meinen Mädels und meiner Arbeit gezeigt hast.“

Aly Ryan hat bis dato nicht auf Laurell Barkers deutliche Worte geantwortet. Um genau zu sein, hat sie das letzte mal am 15. Juli etwas auf Twitter gepostet. Bei Instagram hat sie aktuell keine Story hochgeladen, ihr neuestes Bild ist fast zwei Monate alt – das postete sie am Tag, bevor sie zu Gast in unserem ESC kompakt LIVE war. Dort sprach sie unter anderem auch über ihrer Erfahrung bei der deutschen Vorentscheidung – übrigens reflektierter und respektvoller, als sie das in ihren Social-Media-Beiträgen schafft.

Abseits der S!sters-Aly-Ryan-Geschichte ist an Laurell Barkers Instagram-Story auch interessant, dass die Komponistin nach wie vor sehr unglücklich über die deutsche Inszenierung beim ESC 2019 zu sein scheint: „weil eine Gruppe von Männern dafür verantwortlich war, die weder zuhören wollte noch eine Ahnung davon hatte, wie man die Botschaft transportiert“. Auch dieses Thema begleitet uns nun schon seit einem Jahr, denn eines der großen Geheimnisse der ESC-Saison 2019 ist und bleibt, warum „Sister“, von dem im Vorfeld nichts erwartet wurde und das mit einer aussagekräftigen und emotionalen Inszenierung vielleicht für einen Überraschungseffekt hätte sorgen können, schließlich mit einem unausgegorenen Konzept auf die Probenbühne von Tel Aviv gebracht wurde, obwohl fast zeitgleich ein viel beachtetes und positiv bewertetes Musikvideo in einer gänzlich anderen Stimmung veröffentlicht wurde und Deutschland im Vorjahr mit „You Let Me Walk Alone“ von Michael Schulte eine ganz herausragende Bühnenshow gelungen war.

Insgesamt kann man allen Beteiligten wohl nur raten, was auch ESC-kompakt-Leserin und escXtra-Bloggerin Aline Aly rät: Let it go, let it go *Die-Eiskönigin-GIF*!


57 Kommentare

  1. Aly Ryan präsentiert sich sehr unsympathisch☹️. Ihr Auftritt bei der VE war wirklich keine Glanzleistung. Im Nachhinein bin ich froh, dass sie die VE nicht gewonnen hat. Carlotta und Laurita hingegen gehen mit einer bewundernswerten Würde mit ihrer Niederlage um, die ihnen bestimmt sehr, sehr weh getan hat, vor allem, als es hiess: „I’m sorry, Germany zero Points“. Fand ich sehr demütigend, ich glaube, ich wäre im Boden versunken.
    Aber ich muss Frau Barker schon recht geben, die Inszenierung war an Banalität kaum zu überbieten. Dass die Profis vom NDR das nicht im Vorfeld gemerkt haben, grenzt, mit Verlaub (ich hoffe, ich werde jetzt nicht gelöscht) an Sabotage☹️. Hart ausgedrückt, sorry. Aber so habe ich es empfunden. Das war mit Sicherheit kein Siegersong, aber man hätte die Botschaft in der Tat besser präsentieren können.

    • Ich glaube Du zielst hier mit dem Wort „Sabotage“ schon in die richtige Richtung. Vielleicht wurde unser Auftritt nicht mutwillig sabotiert, sondern eher aus fachlichen und künstlerischen Mängeln.
      Vielleicht ist das Klima in der ganzen NDR-Hierarchie so zubetoniert, dass jegliches Hervorkommen von künstlerischem frischen Wind und Ideen nicht mehr hindurchkommt. Oder es ist vielleicht einfach die Unfähigkeit einen guten Auftritt zw. den vielen vielen negativen deutschen Auftritten und den vielen vielen Auftritten anderer Nationen zu erkennen.

      Und was Aly Ryan betrifft…

      klar der NDR war sicher nicht schuldlos am ganzen VE, aber mit Ihrem Gezicke und Allüren (Star- ist sie für mich keine mehr!) hat sie den Fokus der „Schuldzuweisung“ vom NDR zielgerichtet auf sich selbst verschoben und ins Aus katapultiert.

      • Ich gebe zu, vielleicht war „Sabotage“ auch nicht der richtige Ausdruck. Allerdings verstehe ich die Verantwortlichen oft nicht. Sie müssten doch mittlerweile Erfahrung genug mit dem ESC haben, und machen Jahr für Jahr denselben Fehler mit der Inszenierung. Die einzige Ausnahme war 2018, aber es lag wohl eher an Michael Schulte, der eine klare Vision von seinem Auftritt hatte.
        Sorry, das soll nicht arrogant rüberkommen, den Interpretinnen mache ich überhaupt keinen Vorwurf. Sie haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes gegeben.

      • Liebe Gaby, ich gebe dir auch recht mit dem was du sagst.
        Der NDR hat sehr, sehr erfolgreich mit Stefan Raab und seinem Team einige Jahre zusammengearbeitet. Nach der Beendigung der Zusammenarbeit hätte der NDR von den Erfahrungen super profitieren können. Den eingeschlagenen Weg hätten sie im Grunde nur weitergehen können. Aber was macht der NDR: sie verlassen die Erfolgslinie seit 2013 mit völliger Sturheit und Ignoranz. Ich kann ja auch durchaus verstehen, dass der NDR einen neuen Weg versucht, aber dass hat bisher, außer 2018 mit M.Schulte, nur 1x geklappt. Jetzt haben der NDR ein sogenanntes „verantwortliches ESC-Team“ zusammengestellt. Nun muss es sich hinsichtlich 2021 richtig beweisen.
        Ich kann es nur wiederholen, der NDR muss dafür sorgen, dass der erwählte ESC-Teilnehmer das jeweilige Lied nicht immer nur mit Gitarrenbegleitung öffentlich auftritt, und dass das auf NDR2 auch gespielt wird.
        Von Sabotage würde ich auch nicht sprechen, eher wird der Beitrag vom NDR geschasst.

        Über Aly will ich kein Wort verlieren. Nur eins: Sie sollte ganz tief in sich gehen und sich fragen, ob das alles war sie bisher verursacht hat, richtig war.

  2. Die Ryan, lesg!rlZ UND die Barker in einer Headline – das ist nun wirklich perfektes EK-Clickbait!

    • Ja, Lilly und Suprise fand ich schon wirklich Klasse, schätze wir wären damit auf der richtigen Seite der Punktetafel gelandet.

      • Hätte man über die raue und „spezielle“ Stimme von Lilly von Anfang an hingewiesen, hätte sie gewinnen können. Ich glaube so manche Zuschauer dachten, ihre Stimme ist wackelig und krumm.

      • Ja, eben. Schlechte Verlierer. Zumal es auch alles kalter Kaffee ist. Wir wissen nicht, ob wir 2019 mit einer anderen Inszenierung, die möglicherweise von Frauen gemacht worden wäre, mehr Punkte bekommen hätten. Ich kann auch nicht nachvollziehen, ob Frau Barker mit ihrer Kritik Recht hat.

        Natürlich ist in erster Linie hier Aly Ryan die schlechte Verliererin, aber ich schnalle nicht, wieso Frau Barker darauf eingehen muss. Wenn sie von ihrem Song überzeugt ist, ist doch alles gut.

  3. Da war alles schlecht. Der Song, die Inszenierung. Auch die Künstlerinnen waren noch sehr grün hinter den Ohren. Im Gegensatz zu Lena wirkte es eher unbeholfen. Mit Abstand auf jeden Fall im Gesamtwerk wohl das Schlechteste, was wir mal zum ESC geschickt haben.

  4. Ich erinnere mich mit Grauen an ein Machwerk namens Black Smoke, den Namen der Künstlerin hab ich wohl verdrängt. urgh..

  5. Mal ganz ehrlich,
    die kanadische Musikerin & Songschreiberin LAURELL BARKER hat nun wirklich keine allzu guten Lieder geschrieben und fielen beim ESC bzw. bei den VE’s oft völlig durch. – Mag sein, dass es User gibt, die einige Songs gefallen.

    Eine Bereicherung für den ESC sind ihre Songs, meiner Meinung nach, definitiv nicht.

  6. Nichts mehr von Aly Ryan gehört ? Dem Twitterfoto nach zu schließen, hat sie sich in einen Vulkan gestürzt. Ob mit oder ohne Ring weiß man nicht.

  7. Lili war wenigstens eine Künstlerin, die etwas eigenes hatte.Leider hat das ja selbst weder die tolle „Expertenjury“ noch die Eurovisionsjury erkannt. Bei den Zuschauern schnitt sie besser ab.

  8. Ach ja, Ali Ryan, bei welchen Ländern, die nicht bei drei auf den Bäumen sind, hat sie sich denn für 2021 beworben? Ich brauche die nicht wieder. Schon gar nicht für Deutschland. Lieber NDR erinnert euch doch mal an Lilly Among Clouds und such die mal aus. Aber anscheinend hat die etwas, was viele andere junge Künstler nicht haben, sie denkt selbst.

  9. Warum hat Laurell Barker im Wiwibloggs-Interview in Tel-Aviv oder beim Live at the Wiwi Jam 2019 in Tel Aviv nicht dazu den Mund aufgemacht? Jetzt sind wieder irgendwelche Männer schuld an der Inszenierung, soll sie doch konkret Namen nennen oder weiß einer hier, welche Männer sie genau meint. Dabei hätte sie doch schon vorher etwas dazu sagen können und nicht über ein Jahr später. Glaube, Aly Ryan hat das nur ironisch witzig gemeint.

  10. Thomas Schreiber wird doch jedes Jahr sabotiert. Man lässt ihn monatelang mit einem Wahl- und Zahlenkonzept hausieren gehen, um ihm dann zum Schluß einen Beitrag aus der Seite in die Parade zu schießen. Und der gewinnt dann auch noch… ganz zufällig. Ganz zu schweigen von dem Theater um Naidoo. Bei der Meyer-Landrut-Kampagne durfte Naidoo immerhin als Lena-Beschwörer herhalten.
    Vor 12 Jahren habe ich schon über Kanäle eines sehr bekannten Stars erfahren, dass die sog. Gremien in der Rundfunkanstalt nach ihrem Belieben jeden Beitrag zerstören können. Daher machen Profis auch nicht mit.
    Und dass Frauen ohne besondere Herkunft aber dafür mit Talenten in Deutschland nur verheizt werden, sollte sich auch langsam herumgesprochen haben.

  11. Um ehrlich zu sein: Mir gefiel „Sister“. Anfangs noch nicht so sehr, aber im Laufe des VE immer mehr. Allerdings hat man beim NDR in der Tat vieles falsch gemacht: Die Nominierung „durch die Hintertür“ war eine sehr unglückliche Kommunikation, der Name „S!sters“ mit Ausrufezeichen gefiel auch nicht jedem und auch die Performence in Tel Aviv war, nun ja, ein Provisorium. Kein Wunder, dass man davon kaum mehr etwas hört, sowohl vom Lied als auch von Carlotta und Laurita. Aber immerhin: Bei einem Benefiz-Konzert in Münster wurde dieses Lied noch gesungen, es gibt also noch welche, die an die Botschaft glauben: https://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/4199030-Benefizkonzert-fuer-die-freie-Theater-Szene-15.000-Euro-eingenommen-Muensters-Kultur-zeigt-Flagge

    Aber auch um die anderen Teilnehmer:innen des VE 2019 ist es ein wenig schade, nicht einmal Lilly among Clouds hat es seitdem in die Charts geschafft. Dafür jedoch ist „Our City“ von Linus Bruhn im Soundtrack von „Vier zauberhafte Schwestern“ zu hören. Ja, ein Kinderfilm, aber so ist zumindest dieser TItel noch nicht vollends in Vergessenheit geraten.

    Und Aly Ryan? Der kann ich nun auch nicht helfen. Außer, es war ironisch gemeint…

  12. Ich kann nur für mich sprechen und man kann von den S!sters halten was man will …….aber der NDR hat sie bei dem Staging in Tel Aviv für mich einfach nur im Stich gelassen – das kann man gerne mit Portugal 2019 beim JESC vergleichen …..einfach lieblos da auf die Bühne gestellt und ihrem Schicksal überlassen. So kam mir das vor. Das Video (im Boxring) kam auch viel zu spät.

  13. Tut mir leid, aber wenn 2 von deinen 3 Songs jeweils Letzter und Vorletzter werden und nur im Finale standen, weil sie zu den Big 5 gehörten, sollte man vielleicht vom Selbstlob und sexistischen Schuldzuweisungen absehen. „Sister“ war schon vor dem Vorentscheid schlecht, wo der Auftritt übrigens recht solide war. Klar, die Performance beim ESC war unterirdisch, allerdings war das der Song ebenfalls. Da gab es gar nichts mehr, was die Performance noch hätte runterziehen können.

  14. Interessant wäre es, zu erfahren, wie Laurell Barker dieses Lied in Tel Aviv inszeniert hätte …

    Was mir vom Vorentscheid 2019 noch in Erinnerung geblieben – mir hatten die Gesangsleistungen, die in den Vorstellungsfilmchen zu hören waren, durchwegs besser gefallen, als die jeweils folgenden Auftritte. Sprich – die Vorfilmchen hatten Hoffnungen geweckt, welche von den Auftritten nicht erfüllt wurden …

  15. Man kann „Sister“ für jämmerlichen Kitsch halten (ich mag es), aber wenn man noch über ein Jahr später zum Xten Mal auf jenem Vorentscheid rumreitet, ist das nach meinem Empfinden der Inbegriff an Jämmerlichkeit.

    Still in Therapy ist zumindest amüsant, aber Ryan hätte zur Abwechslung mal darauf hinweisen können, dass ihre Bewerbersongs für San Marino selbstredend alle viel besser als „Freaky“ waren. 😉

  16. Laurell Barker muß man zugute halten, daß sie letztes Jahr mit dem Titel „She got me“, der von Luca Hänni gesungen wurde, beim ESC in Tel Aviv-Jaffa mit dem vierten Platz belohnt wurde. Ich muß ihr auch Recht geben, die Inszenierung des deutschen Beitrages war am Thema vorbei oder – als Schulnote ausgedrückt – „Ungenügend“!

    Zu Frau Ryan ist bereits alles gesagt Ich will diese Frau nie mehr mit Namen hier im Blog erwähnt haben und ihre Musik gehört auf den Müll.

    • Deinen ersten Aschnitt kann ich voll und ganz zustimmen.
      Der zweite Abschnitt kommt nicht gut rüber. Ich will zu sagen ist schlechtes Benehmen.
      Hier hat jeder das Recht so oft
      Ally Ryan (oder Måns Zelmerlöw) zu schreiben wie er will. Einzig Benny und seine Kollegen können einschreiten wenn nötig. Und ihre Musik kannst du gerne entsorgen aber von anderen das zu verlangen ist überheblich

  17. Das ist doch alles der beste Beweis, dass es „Sister“ nicht wirklich gibt. Und wie soll man etwas inszenieren, dessen Inhalt im Grunde verlogen ist.

  18. Ich finds eigentlich nur dämlich, dass Leute von sonstwoher Lieder schreiben für andere aus anderen Ländern die dann wieder für sonstwen singen. Kann man sich das Ding auch sparen..

  19. Mal wieder eine Glanzleistung des NDR, uns nach über einem Jahr noch mit seinen Beiträgen zu beschäftigen. Das nenne ich mal Nachhaltigkeit.
    Die Schwestern sollen sich ruhig weiter fetzen. Ich hol mir schon mal Popcorn.

  20. Stellt euch mal vor:
    Das Thema Sisterhood wird plötzlich in, die Frauenbewegungen setzen sich überall durch und Frauen fangen an, durch Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung die Weltherrschaft an sich zu reißen! Und dann wird das Lied „Sister“ der Track zu dieser Revolution und alle singen das überall und es läuft überall im Radio und die Frauen beschallen 24/7 uns mir diesem Foltersong als Rache dafür, weil wir Männer sie ach so fies unterdrückt haben. Dann vereint sich das Duo wieder und diese Laurella Bäcker zeigt überall ihren Selbststolz („Ich hatte ja Recht“) und es erscheint ein Album von den Ausrufezeichen-G!rls mit 10 Tracks, deren Titel alle gleich lauten: Sister, Sister, Sister, Sister, Sister, Sister, Sister, Sister, Sister und Sister. Mannheim wird außerdem in Frauheim unbenannt. Es werden von den S!sters Denkmäler errichtet.

    • Also mit den Songtexten bin ich nicht einverstanden. Das Album würde ehr so aussehen.
      1. Sister
      2. Sister
      3. Sister
      4. Sister (Instrumental)
      5. Sister (Akustik)
      6. Sister (Live)
      7. Sister (Eurovision Version)
      8. Sister feat. Jenniffer Kae
      9. Sister feat. Aly Ryan
      10. Sister feat. Bro’Sis

  21. Tja, ich mag ja einige Songs von Laurell und es ist natürlich völlig okay, dass sie als Kanadierin für den ESC schreibt. An „Satellite“ hat US-Amerikanerin Julie Frost mitgeschrieben und es hat uns jetzt nicht geschadet…

    Sie hat einen durchaus validen Punkt: Staging! Das ist eine Schwachstelle in Deutschland (abgesehen von 2018 mit Michael). Und ja, SONGcontest, geschenkt. Aber von links und rechts über die Bühne laufen und sich in der Mitte treffen, nein, Entschuldigung, nicht bei dem Song. Es ist nunmal vorrangig ein Abend im TV, da muss visuell unterstützend gearbeitet werden. Da hatte Laurell im Video ein cooles Konzept. Ob das vorrangig ein „Gender-Problem“ ist, sei mal dahingestellt, aber es ist ein Problem.

    Und zur Causa Aly Ryan ist alles gesagt 🤷🏻‍♂️

  22. Wenn Ihr erst kürzlich erschienenes Album nicht so ein 30 minütiges NIX geworden wäre (das kurz anklicken bei Amazon reicht völlig aus um dies festzustellen), sie in der Position einer „Chartbreakerin“ nun wäre würde ich ja irgendwie verstehen das diese kindischen Reaktionen ihrerseits sie zu solchen Aktionen (Schadenfreude) hinreißen ließe.
    So aber ist es nur traurig das Sie anscheinend den Vorausscheid als (letzten?) Strohhalm ihrer Kariere in Betracht zog und als dieser knickte, sie eine sehr, sehr schlechte Verliererin ist.
    Vermutlich möchte sie gerne von ihrer Musik „leben“ was aber gerade in Amerika mit solcher Leistung recht schwierig ist. Da muss Daddy (oder Mäzen) noch ordentlich Geld zubuttern.
    Vielleicht sollten aber diese Personen einmal nachdenken und ihr Jemanden zur Seite stellen der sich mit Anstand, Verhaltensregeln, Öffentlichkeitsarbeit und (leider auch) mit Musik auskennt.

  23. Das Thema ist sowas von durch – krass, dass sich die Damen (und erstaunlich viele Kommentatoren ebenso) noch immer damit beschäftigen. Aber das ist ehrlich gesagt deren Problem und ist mir letztlich egal. Was mir nicht so egal ist …

    loose = lose, locker; auch: lösen, lockern
    lose = verlieren

    Arrrggghhh! Pet peeve alert!

  24. Ich denke Aly Ryan möchte noch zum ESC?? Dann sollte sie sich mal geschmeidiger zeigen und nicht olle Kamellen aufwärmen. Die Delegationen anderer Länder, bei denen sie sich angeblich auch beworben hat, müssen denken, mit dieser Frau kann man nicht zusammenarbeiten. Bei jedem kleinen Rückschlag wäscht sie dann schmutzige Wäsche? So eine Künstlerin würde ich als Senderverantwortlicher nicht engagieren.

    Fakt ist, ihr Auftritt beim deutschen Vorentscheid war unterirdisch, vom Song her und letztlich auch ihr Gesang. Die S!sters haben einen mäßigen Song solide abgeliefert – beim deutschen Vorentscheid und beim ESC in Tel Aviv. Ich bin kein Freund des deutschen Beitrags 2019, aber wie Carlotta und Laurita diese Niederlage weggesteckt haben – das sind Profis !!

    Ach ja, und dann ist da noch der NDR … 😉

    • Ein Song, der doch einige Fans um sich scharen konnte, kann so unterirdisch gar nicht sein. Irgendetwas wurde beim Songwriting richtig gemacht. 😉

  25. Wow, dass darüber heute noch diskutiert wird. Ich fange mal anders rum an. Oben wurde erwähnt, dass der Sisters-Beitrag nicht mutwillig sabotiert worden sein soll, sondern einfach nur deswegen, weil man kaum frischen Wind zugelassen habe.

    Günther Jauch sagte in einem Interview, er habe sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zunehmend umzingelt gefühlt von Gremien voller Gremlins, Irrlichtern, Profilneurotikern und Wichtigtuern. Ich denke, das ist genau das Problem, was nicht nur die Kommentatoren, sondern auch Frau Barker ausdrücken wollten.

    https://www.welt.de/kultur/medien/article188750957/Guenther-Jauch-ueber-die-ARD-Warum-seine-Talkshow-im-Ersten-scheiterte.html

    Was Themen wie Feminismus angeht, äußere ich mich nicht, weil ich es ohnehin immer falsch mache.

    Allerdings muss auch ich sagen, dass ich damals ein großer Fan von Aly Ryan war (vor dem VE). Ihre künstliche Selbstdarstellung u. a. auf Twitter macht sie für mich menschlich äußerst unsympathisch, ohne jetzt mal von ihrer fachlichen Kenntnis zu sprechen. Dass sie jetzt nach über einem Jahr immer noch nachtritt, finde ich irritierend, gelinde gesagt.

    Wenn die Rundfunkanstalten, bei denen sie sich noch beworben hat, ihre Tweets gelesen haben, kann ich zum Teil verstehen, wenn sie sich für Lesley Roy oder Senhit entscheiden.

    • Hallo Chris, danke für den Link, ich habe mir den Artikel mal durchgelesen. Zum Teil hat Herr Jauch, den ich sehr schätze, nicht Unrecht mit seiner Kritik. Gerade dieser Verwaltungsapparat ist oft ein Hindernis für kreative Ideen.
      Allerdings sind mir die Öffentlich-Rechtlichen noch deutlich lieber als die privaten Sender. Dieses Oberflächliche, Reisserische, nur auf die Quote fixierte ist für mich kaum zu ertragen. Früher habe ich so gerne „Wer Wird Millionär“ geschaut, aber auch die Sendung hat deutlich nachgelassen, meiner Meinung nach. Schade.

      • WWM ist das einzige, was ich mir auf RTL noch gerne anschaue (früher neben Cobra 11, aber Erdogan Atalay hat einfach zu viele Partner verschleißt). Die Nachrichten finde ich thematisch ehrlich gesagt das allerletzte. Dass die recht guten Moderatoren sich das überhaupt antun…

  26. Danke für das Schlaglicht auf diesen wohlweislich nicht sichtbaren Vor- und Umgang hinter den Kulissen, Miss Barker. Etwaige Ressentiments? Drauf geschissen, gut so!
    Genau so kennt man Marshall Schreiber und seine glorreichen 7 (Castingleichen plastern ihren Weg…). Bis Oberkante Unterlippe von sich selbst besoffen nach dem rührseligen Zufallstreffer von MS, glaubte man sicherlich endlich das leidige Kapitel Inszenierung verstanden, mit dem neuen Überfliegerkonzept die eierlegende Wollmilchsau gefunden und überhaupt fortan sämtliche ESC-Weisheit mit güldenen Löffeln gefressen zu haben.
    Doch statt bei der Umsetzung des Songs das zu tun, was einem schon der gesunde Menschenverstand sagen sollte, nämlich den Urheber mit ins Boot zu holen, weil er den engsten Bezug zum Werk hat (erst recht, wenn er sogar schon Ideen mitbringt…), da frickeln und stümpern die Granden und ‚Experten‘ lieber selbst mit rum und entscheiden wie immer nach eigenem Gusto, Gutdünken und wahrscheinlich auch auf Zuruf, wo all die Jahre davor doch hinlänglich demonstriert haben, dass spätestens damit das Schicksal als besiegelt anzusehen ist. Die Szenerie der Ausgrenzung kann man sich lebhaft vorstellen und sowieso ist niemand tauber als derjenige, der nicht zuhören WILL.
    Aber hinterher sich achselzuckend das Ergebnis der eigenen Borniertheit nicht erklären können…

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