Eskimo Callboy heißen jetzt Electric Callboy und performen „Pump It“ am Samstag bei „Schlag den Star“

Was sich lange angekündigt hat, ist nun passiert: Eskimo Callboy, die das deutsche ESC-Finale 2022 durcheinandergewirbelt haben, ohne dabei gewesen zu sein, heißen nun Electric Callboy. Die Kontroversen rund um den Bandnamen verschwinden sanft in den Nebeln von Norwegen, die Abkürzung EC hat gleichzeitig Bestand.

„Are friends electric?“ Ganz offensichtlich! Wir wissen nicht, ob der 79er-Kultsong von Gary Numan und Tubeway Army, der im Mai 1979 für einen ganzen Monat Nummer 1 der UK-Charts war und heute ein Elektro-Klassiker der Musikgeschichte ist, die Band, die bis gestern Eskimo Callboy hieß, inspiriert hat. Aber es wäre eine überzeugende Bezugsquelle, wenn sich die Band aus Castrop-Rauxel, auf diesen Gary-Numan-Klassiker berufen würde.

Electric Callboy stellen allerdings nicht den neuen Bandnamen in den Vordergrund, sondern ordnen dieses Thema in ihrem aktuellen YouTube-Video dem aktuellem Kriegsgeschehen in der Ukraine unter. Ganz konkret engagiert sich derzeit EC-Drummer David Friedrich gemeinsam mit Gustav Schäfer von Tokio Hotel an der polnisch-ukrainische Grenze für Flüchtlinge aus der Ukraine.

Zum „Name Change“ finden Kevin und Nico auf YouTube die folgenden Worte:

„Most of our priorities have changed. All the worries of yesterday seem so tiny. (…) Before we all woke up in a totally different world, we talked to some really interesting people about our bands name. We still have some unreleased footage left, but it doesn’t feel right to push that topic any further. All the new information we got, helped us a lot to better to decide for ourselves, what is the right way to deal with our bands name issue.

The result is very simple. We will change our name. Just because we don’t want to hurt anyone, we don’t want do exclude anyone and we definitely don’t want to promote any century-old stereotypes. (…) To be honest, nothing actually will change, we will remain the same cute guys that you know from the internet, our music will stay the same. In Germany we say: Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix.

From now on, we are called Electric Callboy. We really hope that you like our new name as we do.“

„Unsere Prioritäten haben sich verändert. Bedenken der Vergangenheit wirken so unbedeutend. (…) Bevor wir alle in einer komplett veränderten Welt aufgewacht sind, haben wir mit einer Reihe interessanter Leute über unserem Bandnamen gesprochen. Wir haben dazu eine Reihe unveröffentlichter Aufnahmen, aber es fühlt sich momentan nicht gut an, diese in den Vordergrund zu stellen. Aber dieses Material hat uns sehr geholfen, darüber zu entscheiden, wie wir mit unserem Bandnamen umgehen.

Das Ergebnis ist schnell erzählt. Wir ändern unseren Bandnamen. Denn wir wollen niemanden verletzten, wir wollen niemanden ausschließen und wir wollen keine Jahrhunderte alten Klischees promoten. Und um ganz ehrlich zu sein, ansonsten ändert sich nichts. Wir bleiben die gleichen süßen Jungs, die ihr aus dem Internet kennt, unsere Musik bleibt dieselbe. Von nun an heißen wir Electric Callboy und hoffen, dass Euch unser neuer Name genauso gut gefällt wie er uns gefällt.“

Nico und Kevin erzählen ferner, dass sie dieses Name-Change-Ereignis eigentlich mit einem Paukenschlag-Video zelebrieren wollten, empfinden das aber unpassend vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine. Stattdessen nutzt Electric Callboy die Aufmerksamkeit, um auf die Ukraine Charity ihres Drummers David Friedrich aufmerksam zu machen. Wer Davids Initiative unterstützen möchte, findet mehr Informationen hier seiner Gofundme-Page.

ESC kompakt wird in diesen Tagen noch umfassender über Davids Flüchtlingsprojekt und weitere Ukraine-Unterstützungs-Initiativen aus der ESC Welt berichten.

Nico und Kevin kündigen ferner an, dass es ab Freitag ein Electric Callboy T-Shirt geben wird und dass alle Erlöse aus dem weltweiten Verkauf dieses T-Shirts ebenfalls für Davids Charity gespendet werden.

Und der erste TV-Auftritt von EC nach der Namensänderung ist auch schon vereinbart und zwar – ein Schelm, wer Böses dabei denkt – am kommenden Samstag mit „Pump It“ in der ProSieben-Primetime-Show „Schlag den Star“, in der der atemberaubend gut aussehende Rúrik Gíslason (siehe Fotobeweis) gegen Olympiasieger Fabian Hambüchen antritt. Letzterer hat SDS 2016 schon einmal gewonnen – gegen Bülent Ceylan, womit sich der ESC-Kreis irgendwie schließt, hat dieser doch gemeinsam mit Barbara Schöneberger das deutsche ESC-Finale ’22 eröffnet.

Nach der grandiosen „Wer stiehlt mir die Show?“-ESC-Ausgabe mit Anke Engelke und Conchita Wurst macht ProSieben der ARD damit ein weiteres Mal vor, wo der Entertainment-Hammer hängt. Fans in der Bubble spekulieren bereits darüber, ob wir Electric Callboy auch in der 22er-Ausgabe des „Free ESC“ wiedersehen, wenn es diesen wieder geben sollte.

Bleibt die Frage, wie es mit der Petition weitergeht, mit der der NDR bewegt werden sollte, Electric Callboy eine Wildcard für den ESC-Vorentscheid zu gewähren, was bekanntlich gescheitert ist. Diese schreitet inzwischen auf 130.000 Unterschriften zu und wegen der spröde-sparsamen Infopolitik des NDR wird darüber gemutmaßt, dass sich der NDR auch deshalb weigert, Anrufer-/SMS-Zahlen von der Abstimmung beim deutschen Finale zu veröffentlichen, weil diese nicht an diese eindrucksvolle Abstimmungs-Benchmark der EC-Petition heranreichen.

Die Petitions-Initiatoren sind vom neuen Electric-Callboy-Weg jedenfalls begeistert: „Wir finden den neuen Namen super. Der passt irgendwie zu den Songs und behält das schon lange verwendete EC bei. Und das zeigt halt auch, wie sehr ihnen das am Herzen lag, den Namen zu ändern.“ sagt uns ESC- und EC-Fan Daniel, der die Petition gestartet hat.


90 Kommentare

  1. Diese Neuigkeit ist so unnötig wie sonst etwas! Warum.wird diesen Prolltruppe hier immer noch eine Plattform gegeben?

    Viel interessanter ist doch de Nachricht, daß sich Michelle, die 2001 für Deutschland beim ESC mit „Wer Liebe lebt“ antrat, für den Blähboy – Sorry – Playboy entblättert und es bei „Let’s Dance!“ in die dritte Entscheidungsshow geschafft hat. Auch der Free-ESC-Teilnehmer Mike Singer ist weiterhin mit dabei.

    • Also mich und viele andere hier interessiert Electric Callboy momentan weitaus mehr als eine unsympathische Sängerin, die vor 2 Jahrzehnten mal beim ESC war oder ein Mike Singer 🤷‍♀️

    • Ganz schön beleidigend was du von dir gibst. Was mir aufgefallen ist das du dich permanent sehr unpassend und sogar wie man laut Duden sagen darf „asozial“ also nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechend verhältst. Andere beleidigen scheinst du sehr gut zu können.

    • Warum sollte „dieser Prolltruppe“ keine Plattform gegeben werden? Über EC wurde im Vorfeld berichtet, der Hype um die Bewerbung und die Absage war riesig. Teil der Kontroverse war der Name der Band. Dass sich die Band nun umbenannt hat ist definitiv berichtenswert, da wir davon ausgehen können, dass die Band mit demselben Namen dann auch zum ESC gefahren wäre.
      Mal abgesehen davon, warum sollte eine Nachricht über das Leben einer ESC-Teilnehmerin aus dem vorletzten Jahrzehnt und eine Teilnahme an einer Show, die weder mit dem ESC, noch mit einem EBU-zugehörigen Sender zu tun hat, in irgendeiner Weise wichtiger sein als das? Solche Infos findet man in Papierverschwendungen á la Bild, das muss ich nicht auch noch bei einer ESC-zentrierten Newsseite lesen.

    • Jaja, alles, was EC betrifft ist so uninteressant und irrelevant, dass du wirklich jeden einzelnen Kommentar und jeden einzelnen Beitrag über diese Band damit kommentieren musst, wie scheiße du sie findest. So uninteressant können sie dann ja nicht sein.
      Es gibt Leute, die es interessiert, die lesen es sich dann durch. Die, die es nicht interessiert, schauen es sich nicht an und sagen dazu dann halt nichts, ist nicht schwer und tut auch gar nicht weh.

      • Ich glaub wenn man Mattys nach mangelnder Sozialisation stinkenden Beiträge einfach ignoriert, am Besten gar nicht erst liest, löst er sich irgendwann in Luft auf, wie die meisten Trolle… einfach nur ekelhaft

  2. Ist ProSieben Mitglied der EBU? Denen würde ich es zutrauen, einen modernen Vorentscheid mit aussichtsreichen Songs auf die Beine zu stellen. Oder der NDR kooperiert nächstes Jahr wieder mit ProSieben. Alleine bringt der NDR jedenfalls seit Jahren nichts zustande, Ausnahmen (2018) bestätigen die Regel.

    • Kurze Antwort (falls die Frage ernst gemeint war): Nein. Die EBU ist ein Verbund öffentlich-rechtlicher Sender. Pro 7 ist ein Privatsender.

      Davon mal abgesehen hätte Pro 7 in JEDEM Jahr einen besseren VE produziert. 2018 wird vom Gewinnersong überstrahlt, an eine hoch unterhaltsame Show kann ich mich auch nicht erinnern.

      • Nach heutigen Kriterien hat PRO7 in den zwei Jahren Koorperation eigentlich nur radiofreundliche Songs produziert, aber die Kritik am NDR und die Verehrung von Raab ändern sich ja jährlich, gerade so wie man es braucht.
        Die Quoten im zweiten Jahre waren so schlecht, dass Pro7 da wohl im dritten noch weniger Geld reingesteckt hätte und nach dem ersten Flop wäre es aus dem Programm verschwunden, gibt ja auch noch Pro7Max etc.

      • @ESC1975:
        Ich sehe in Pro7 auch keine ernsthafte Alternative. Stefan Raab hat da mehrmals tollen frischen Wind reingebracht, aber man hat seinen Shows auch immer angemerkt, wenn er ohne Herzblut mit am Werke war (s. BuViSoCo). An den wirklich guten Shows der letzten Jahre waren doch immer Joko und Klaas beteiligt (J&K vs. Pro7, WSMDS?), von Raab kommen nur lauwarm aufgewärmte Show-Formate (TV Total, Schlag den Star, Wok-WM) oder Flops (seine Erfinder-Show).
        Wenn ein Raab noch einen positiven Einfluss haben könnte, dann höchstens wegen seiner Kontakte in die Musikbranche (damit doch nochmal halbwegs bekannte Künstler gefunden werden können).

        Ich sehe den Benchmark an guter Unterhaltung aber ohnehin nicht unbedingt im deutschen (Privat-)fernsehen. An den skandinavischen (gerne auch einigen anderen) ESC-VE sollte sich der NDR orientieren. Die schaffen es doch auch lustige Beiträge zu konzipieren, gute Stimmung zu schaffen und sehenswerte Shows zu produzieren. Und das auf einem Niveau weit über dem NDR oder Pro7.

  3. Nach der Free-ESC-Programmierung 2020 nun ein weiteres „F You, NDR!“ von ProSieben. Gefällt. Dann können wir Samstag vielleicht erahnen, wie ein Auftritt im Vorentscheid ausgesehen hätte.

    • … und in Grönland ist noch eine Eisscholle weggeschmolzen.

      Wirklich „wichtiges“ kann ein ESC-Blog in einer von Unterdrückung, Krieg und Klimawandel gezeichneten Welt nur äusserst bedingt beitragen.

      Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, wie sich die BBC im augenscheinlichen Zweikampf zwischen Sam Space Man Ryder und London Grammar entschieden hat (beides Acts, die G12P durchaus aufgewertet hätten).

      • Dank des Hinweises im Artikel auf die Pro Sieben-Sendung, weiß ich ja wo ich nicht einzuschalten brauche. Daher danke, ansonsten ist diese Gruppe nun wirklich keine Nachricht mehr wert.

      • Hast recht – ich glaube, im Wesentlichen hängt das Gerücht am bloßen Umstand, dass London Grammar jüngst von TaP Music betreut werden.

  4. Naja, demnächst wohl auch im Fernsehgarten, dann macht wohl auch das ZDF „der ARD damit ein weiteres Mal vor, wo der Entertainment-Hammer hängt.“ Peter geht es noch etwas größer, bei dem Thema bist du völlig aus der Spur.
    Vielleicht gibt es aber auch danach ein Video im Netz oder macht Raab immer noch seine eigene Video-Schiene, damit hat er ja auch die ganzen schönen Vorrunden-Songs bei der Lenawahl irgendwie ins Nirvana geschossen.
    Ok bin nicht mehr die Zielgruppe der Sendung, wohl auch weil ich die Werbeballung nicht ertrage, Schön wäre es wenn die live spielen würden, dann hätte man einen Eindruck, ob das überhaupt beim ESC gepasst hätte.

    • Live Videos gibt es mehrere von der Band. Jetzt nicht von Pump it , aber anderer. Dort kann man hören ( Wacken ) wie sie live klingen.

      • … meinte er, nachdem er zuvor allein hier zehnmal denselben Hasskommentar schrieb.

        Möge die Band dir von ihrem KiKA-Auftritt ein neues Schnuffeltuch mitbringen.

  5. Ist der Free ESC für zukünftige Jahre nicht abgesagt worden wegen schlechter Quoten?

    So oder so, ich finde es super, dass ihr drüber berichtet. Es handelt sich eben immer noch um einen gescheiterten Bewerber beim Vorentscheid, darüber hinaus noch mit großem medialen Rummel drum rum, und vor allem haben sehr viele Menschen genau dieses Wort im Bandnamen als Angriffspunkt genutzt. Niemand muss die Band gut finden, aber die Relevanz für diese Saison des ESC kann man ihr nicht absprechen.
    Außerdem ist jede Aktion für die Ukraine derzeit erstmal erwähnenswert, so auch die vom Drummer, also danke dafür! Ich werde mal bei seinem Gofundme vorbei schauen.

    • Natürlich ist es zu begrüßen, wenn Künstler Aktionen für die Ukraine starten. Davon kann es nicht genug geben. Trotzdem werde ich mir die Sendung von Pro Sieben nicht anschauen.

      • @escfan05 Da spricht ja auch absolut nichts gegen (bzw. für, wie man es nimmt), mir geht es lediglich darum, die Relevanz dieses Artikels zu verteidigen.

  6. Hatte das YT-Video schon gestern gesehen, aber freue mich deshalb um so mehr, dass ihr es noch aufgreift.
    Egal, wie man nun dazu steht: EC hat sich für den ESC beworben und hatte einen stärken Impact auf die Vorentscheidung als die unterlegenen VE-Kandidaten.

    Davon mal abgesehen freue ich mich auch über weitere Berichte über die anderen VE-Bewerber (Ikke Hüftgolg, Planschemalöör usw), wenn es irgendwie relevant ist.

    Und dass die neuen Nachrichten um EC herum (Namenswechsel, prominenter TV-Auftritt und eine richtig starke Hilfsaktion für die Ukraine) sehr berichtenswert sind, sollte wohl unstrittig sein.

    Ich habe mich ja vor 2 Wochen über die Hardcore-EC-Fans geärgert, die keine Diskussion über die VE-Kandidaten mitmachen wollten. Genauso unsinnig ist es aber für die EC-Gegner unter einen Artikel zur Band zu gehen, nur um bekanntzugeben, dass es einen nicht interessiert. In beiden Fällen ist es nur gedankenloses Trollen.

  7. Danke für die Infos!
    Das wäre eine sehr positive, coole Story geworden. Deutscher ESC-Teilnehmer macht sich Gedanken um Rassismus und entscheidet sich den Namen zu ändern. Wäre ein tolles Bild gewesen, aber naja, ist nicht. Trotzdem beweisen die Jungs, auch durch ihr Engagement, dass sie einfach sympathische Typen sind, auch wenn man wie ich mit ihrer Musik nur bedingt etwas anfangen kann.

  8. Ehrlich gesagt, bin ich erstaunt – und es macht mich auch sauer, diese negativen und unsinnigen Kommentaren zu sehen.

    Erstaunt, da Electric Callboy (die in diesem Jahr unweigerlich mit dem ESC in Deutschland verbunden sind und damit thematisch auf ESC kompakt gehören) gerade zeigen, wie man mit einem Problem am besten umgeht: Erkennen und annehmen, recherchieren und sich informieren und dann eine geeignete Lösung finden. Ganz egal, ob man mit der Band (musikalisch?) etwas anfangen kann, aber der Umstand, wie die Band hier mit der Namensänderung umgegangen ist und welche Worte bei der Kommunikation dazu gefunden wurden, verdient gerade in diesen Zeiten großen Respekt.

    Sauer, da solche Kommentare immer wieder die Arbeit von uns Bloggern zunichte macht. Ja, es macht Spaß Euch mit Informationen rund um unser Lieblingsthema zu versorgen, sonst würden wir sicher nicht einen Großteil unserer Freizeit dafür opfern. Aber es macht auch Arbeit einen Artikel bestmöglich zu recherchieren und zu verfassen. Wir bringen ja nicht nur Artikel über Themen, die uns selbst interessieren, sondern versuchen breit über den ESC zu berichten. (Wobei ich mich an dieser Stelle ausklammern sollte, da ich seit einiger Zeit viel weniger Zeit aufbringen kann, als meine lieben Bloggerkollegen).

    • Jeden Morgen erwacht in Deutschland ein ESC-Fan. Er weiß, daß er heftiger kritisieren muß als der kritischste ESC-Fan, wenn er in Erinnerung bleiben will.

      Konrad Adenauer

    • Guter Einwurf: Vielen Dank auch an Peter, der nicht nur das Youtube-Video zusammengefasst, sondern auch noch fleißig Zusatzinfos mit herein gepackt hat (Pro7, Reaktion der Petitionsverfasser).
      Auch mir, der das Video schon kannte, hat der Beitrag einen richtigen Mehrwert gegeben.

    • Lieber Manu und KollegInnen, laßt Euch durch diese negativen Kommentare nicht beirren, ihr macht das super.
      Wem manche Artikel nicht interessieren, braucht sie ja nicht zu lesen, geht ganz einfach.

      P. S. Freue mich, wieder mehr von Dir zu lesen, wenn’s Deine Zeit wieder erlaubt.🙂

    • Wenn wir gerade so schön auf die Lobes-Gerade einbiegen, möchte ich noch gern die völlig Clickbait-freie Schlagzeile hervorheben – heutzutage auch keine Selbstverständlichkeit mehr.

    • @ Peter
      Electric Callboy haben eine tolle Euphorie im Dezember bei den ESC – Fans in Deutschland und sogar international entfacht, ich freue mich daher nach wie vor über jeden Artikel auf ESC-kompakt über sie!

      Und lasst euch bloß nicht von den Kommentar – Meckerköppen in eurer Freude am bloggen herunterziehen 😛

      Nehmt das als Ansporn, because:

      I can feel it day and night,
      your blogging your delight!
      You are the power of my life
      You must blog it better!!!

    • Die sind mit überhaupt nix verbunden. Die sind, wie 937 andere Acts auch, nicht für die VE berücksichtigt worden, weil sie offensichtlich nicht gut genug waren. Aber das wollten ja ihre laute Fangruppe nicht akzeptieren und haben dann, wie hier schon vollkommen richtig gesagt wurde, die Fanwelt und den NDR terrorisiert.

      • Ob du das willst oder nicht, wenn man sich in 10 Jahren an das ESC Jahr 2022 erinnert wird in Bezug auf Deutschland Electric Callboy immer eine Rolle spielen ob positiv oder negativ. An die wird man sich immer erinnern als vertane Chance, ob man sie gut findet oder nicht. Auch dir sind sie nicht egal, du schreibst fleißig Kommentare wenn auch negative😉

      • Die Nicht-Berücksichtigung gibt allerdings nicht zwangsläufig einen Rückschluss auf die „Güte“ eines Acts sei es Electric Callboy, Planschemalöör oder sonstwer. Natürlich wurden hoffentlich auch „Gurken“ aussortiert, aber hauptsächlich sind es die vom NDR angelegten Kriterien, die nicht erfüllt wurden und die maßgeblich auf eine Radioverwertung auf eng definierten Popwellen abzielten.

    • Es sind doch immer die gleichen paar Leute, die meinen sich durch solche endlos wiederholten destruktiven Kommentare profilieren zu müssen. Bitte lasst euch von denen bloß nicht den Spaß am Bloggen verderben. Ich finde, ihr macht hier echt einen ganz hervorragenden Job!

  9. Danke für den informativen Artikel, Peter!
    Nils und ich hatten einen Teil davon ja gestern schon hier geschrieben. War aber ein bischen untergegangen und so ist es natürlich prominenter und auch alles schon zusammengefasst.
    Und natürlich gehört EC zum diesjährigen ESC untrennbar dazu und ist deshalb auch relevant. Wer´s nicht mag, muss es ja nicht lesen …. wobei ich glaube, die meisten Hater, haben den Artikel auch gar nicht gelesen. Bei denen wurde der Hate-Reflex alleine schon durch EC in der Überschrift ausgelöst ….

  10. Dann drücke ich mal die Daumen, dass der Name von den Fans auch angenommen wird, marketingtechnisch und bei Konzerten gut funktioniert. Finde ich gut und mutig, dass sie den Namen geändert haben.

    • Marketingtechnisch haben EC doch alles richtig gemacht. Erst PR-Wirksam allen mitgeteilt das man sich für den Vorentscheid bewerben will, sie wurden von der Jury nicht berücksichtigt. Und dann kam noch der Shitstorm hinzu. Ey, das lassen sich bestimmt wieder ein paar Karten noch mehr verkaufen. Immerhin hat ihn das einen Auftritt bei Schlag den Star eingebracht. Ich wag zu behaupten: Zum ESC wollten die nie wirklich, es ging ihnen einzig und allein um die PR. Und sonst gar nix.

      • Und du meinst, obwohl sie nie zum ESC wollten, haben die dann trotzdem das ganze Brimborium in Berlin auf sich genommen? Langsam werden deine Theorien immer absurder.

      • Das „marketingtechnisch“ bezog sich auf die Änderung des Namens, weil es immer mit Aufwand und auch Risiken verbunden ist, z.B. Suchmaschinen-Algorithmus, Presse muss sich erstmal auf den neuen Namen einstellen, Merchandising umgestellt werden, wie sieht das mit dem Namen im Rahmen eines Festivals aus und auch die Wirkung auf Fans ist nicht zu unterschätzen, viele können mit einer Veränderung nicht umgehen etc.

        Was du schreibst, soweit würde ich nicht gehen. Ich glaube nicht, dass sie bewusst und beabsichtigt, das marketingstrategisch ao geplant haben, wie du schreibst. Natürlich hat das Verkünden ihrer Bewerbung einen positiven Nebeneffekt und vielleicht auch der Shitstorm, aber ich glaube von einer Teilnahme am ESC hätten sie weitaus mehr profitiert. Und dann wäre nicht nur eine Einladung zu „Schlag den Star“ drin.

      • Und was PR angeht, da denke ich mir, dass EC da ganz andere Möglichkeiten hat, als nur über die Bekanntgabe der Bewerbung. Nee, die brennen dafür und wollten echt dahin.

        Was ich mir wohl vorstellen kann ist, dass andere Musiker, die gesehen haben, dass eine Bewerbung durchaus auch einen Marketingeffekt mit sich zieht, fürs kommende Jahr es strategisch versuchen könnten – dies aber wahrscheinlich durch eine Verschwiegenheitsklausel künftig unterbunden wird.

  11. Dann schreibe ich hier mir meinen Kommentar noch einmal, dass mich der Name an einen Film erinnert, in dem ein Stromkasten kaputt geht und dann ein (elektrischer) Callboy ihn reparieren soll.
    Habe ich natürlich nie selbst gesehen, sondern kenne nur die Parodie von Coldmirror 🙂
    https://www.youtube.com/watch?v=mD-wCOMQ0BU

    Ansonsten denke ich nicht, dass EC beim FreeESC mitmacht. Wenn man sich die Musik von den letzten Jahren anhört, ist der FreeESC sehr ………… radiotauglich 🙂
    Schlag den Star werde ich mir aber geben und wahrscheinlich wird der Auftritt mehr Hype auslösen als der VE.

  12. Also der Vergleich der Petitionszahlen mit möglichen VE-Votingzahlen ist wohl etwas unfair. Man kann doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Eine durch Social Media aufgestachelte Internetmeute, die die VE und ihre Regeln missachtet und im Volksmob-Style nur seinen Kandidaten durchdrücken möchte, ist ja wohl was anderes als ein gesetztes Freitagabend-Publikum der ARD.🤭

    • Genau mein Reden. Und auch Blogartikel kann man kritisieren. Das ist nicht verboten. Ich finde dieser Rockband wurde schon genug Aufmerksamkeit zu teil, sie sind gescheitert bei der VE. Sie waren nicht gut genug. Auch wenn es schwer fällt, müsste man das als EC-Fan endlich auch mal akzeptieren.

      • „Sie waren nicht gut genug“ sie waren eher nicht passend genug fürs Radio trifft es eher

  13. „Wir haben mit dem Hype um Eskimo Callboy nichts zu tun“ So hieß es noch vor wenigen Wochen. Und jetzt wird hier fröhlich weitergemacht. Könnt ihr natürlich machen, ist ja euer Blog… Über jede von Helene Fischers Eskapaden wurden wir ja auch unterrichtet.

    Anders als hier aber von anderen Usern suggeriert wird, gehört diese Band nicht ‚zum ESC 2022 dazu‘, denn sonst würden auch alle anderen mehr als 900 Künstler dazugehören, deren Beiträge es aus verschiedenen Gründen nicht in die Vorentscheidung geschafft haben und die nicht aus durchsichtigen PR-Gründen ihre Teilnahme vorher lang und breit angekündigt haben und dann den Fanmob losschickten, um Fanwelt und NDR zu terrorisieren.

    • Klasse. ich bin mir ziemlich sicher, das die Band diese Shitstorm auch losgetreten haben, auch wenn sie es öffentlich nie zugeben würden.

    • Ja, theoretisch gehören die anderen ebenfalls dazu. Praktisch kennen wir die meisten jedoch nicht. Und ob man will oder nicht, die Petition ist jetzt Teil der deutschen Vorentscheid-Historie.

    • Schön gewettert. Nur ist es eben so, dass EC nicht nur ein Act von 900, sondern auch einer von nicht mal 30 waren und mit ihrem Beitrag auch allgemein gut ankamen. Hätte sich noch einer von den anderen Teilnehmern getraut, seinen Song als Bewerbungsbeitrag zu veröffentlichen und damit soviel Aufmerksamkeit erzeugt, gäbe es hier ganz sicher auch Artikel dazu (so wie es hier schon diverse Artikel über Daniel Schumacher und Küblböck gab, die ebenfalls nie eine Vorentscheidsbühne betreten haben).

      Planschemalöör haben ihren Beitrag immerhin veröffentlicht und auch ein-zwei Artikel bekommen, nur steht eben auch fest, dass ihr Song weit weniger Aufmerksamkeit generieren konnte (was ich durchaus bedauere). Das kann man ungeachtet der eigenen Vorlieben auch einfach mal anerkennen. All jene, die Pump It einfach nicht mochten, tun hier immer so, als ob sich eine „durch Social Media aufgestachelte Internetmeute“ so leicht initiieren ließe, aber von sowas kann nicht nur Felicia Lu nur träumen.

      • „Nur ist es eben so, dass EC nicht nur ein Act von 900, sondern auch einer von nicht mal 30 waren“

        Dann könte man als EC-FAN den NDR doch eigentlich dafür loben, dass er EC den Vorzug vor 870 (oder eigentlich sogar über 900) anderen Einreichungen gegeben hat, oder verstehe ich da was falsch?

      • @Thomas

        Hm. Das würde der Wolfslast’schen „Sie-sind-weeeiit-gekommen“-Beschwichtigung entsprechen. Nur hat da ja niemand was von. Die EC-Verächter sind irritiert, dass es überhaupt dazu kommen konnte und die Befürworter entgeistert, dass die Jury allen Ernstes der Ansicht war, dass die sechs Acts alle besser geeignet sind (vor allem live …).

        Drei mögliche Erklärungen:
        – die Jury hat sich in erster Linie darauf konzentriert, was realistische Chancen hat, im Radio gespielt zu werden
        – die Jury war durchaus am ESC orientiert, hielt EC aber für zu albern und/oder nicht ausreichend PC
        – die Jury hat das Potential der Band deutlich unterschätzt (selbst, wer beide Songs nicht mag, kann das gerade im Vergleich zum VE-Lineup kaum bestreiten)

        Tatsächlich befürchte ich, dass alle drei Erklärungen zutreffen. Deshalb hoffe ich wirklich sehr, dass das nächste Mal andere Leute über sowas entscheiden. Wobei ich es grundsätzlich gut finde, weniger Leute entscheiden zu lassen, da mit zunehmender Jurygröße hauptsächlich die Chancen für Konsensmusik steigen.

      • @Frédéric: Ich vermute, dass der zweite Grund schon eine große Rolle gespielt haben dürfte. Ich bin ziemlich sicher, dass bei einer Auswahl von EC unter die letzten sechs dann von anderer Seite starke Proteste v.a. wegen des Namens gekommen wären. Der NDR könnte dabei vielleicht an die Proteste nach der Xavier-Naidoo-Nominierung erinnert gewesen sein (wobei der Name „Eskimo Callboy“ im Vergleich zu manchen Äußerungen von Naidoo m.E. völlig harmlos ist).

  14. .[Fast ein Offtopic….. Entschuldigung… ich schaffe einfach nicht, darüber hinwegzukommen….

    8. März in Spanien…. 😭😭😭

    • Spanien hatte einige tolle Lieder zur Auswahl, aber dann haben sie diese Doggy Style-Nummer für den ESC ausgewählt. Es ist zum 😭

      • Spaniens Lied Slomo kommt aber international sehr gut an. Gilt sogar als Favorit für den Sieg. Ich glaube das sie das mit den anderen Songs gewesen wären. Am Ende zählt immer nur das Endergebnis.

      • Ja! Es gibt auch andere Videos mit Demos, wo das Lied gespielt und gesungen wird!

    • Danke italojeck, ich bin auch immer noch sehr frustriert, dass wir diesen genialen Song, dieses Highlight der ESC-Geschichte (oder eher der ESC-VE-Geschichte, schnüff) nicht in Turin zu sehen bekommen werden!

  15. Schaun wir mal, wie die nächste Single und das nächste Album von EC laufen wird. Erst dann wird man sehen, ob sich das alles für EC gelohnt hat. Vorher nicht. Immerhin sind EC einer der wenigen deutschen Acts, die auch im Ausland bissl was reissen können. Das können ja nun die wenigsten deutschen Acts aufweisen. Wünsche viel Erfolg mit dem neuen Namen. Hauptsache gute Lieder, Name is wurscht…

  16. Dennoch muß man im weiteren Sinne EC danken. Ohne ihre öffentliche Bekanntgabe der Bewerbung den darauffolgenden Hype , die nicht Zulassung zum VE und der Petition danach würde sich der NDR bis heute nicht auf die geringste Diskussion über den VE einlassen.
    Danke dafür.

      • Denke mal, er meint das Gespräch von Gerling und Wolfslast mit den Petitions-Initiatoren. Ich fürchte aber auch instinktiv, dass das nicht viel mehr als ein Feigenblatt des NDR war.

    • Wo siehst du, das sich der NDR auf eine Diskussion einlässt? Und warum sollte der NDR sich überhaupt auf eine Diskussion einlassen? Ich glaube kaum das einer EC oder ihren Fans zu Dank verpflichtet ist. Sie haben ja eh nur in ihrem eigenen Sinn gehandelt. Ich fürchte eher, wegen dem Ärger, den sie durch die EC-Fans hatten, wird der NDR die VE fürs nächste Jahr wieder canceln.

  17. Können Eskimo, Electro oder was auch immer Callboys bitte mal zu den Goldkehlchen in die Kiste gesteckt werden? Thema ist durch, auch wenn die immer selbe Handvoll Fans (oder Bandmitglieder, keine Ahnung) jeden Post zu diesem Thema emsig kommentieren (auch das ein Muster analog zu den Goldkehlchen, wobei da immerhin nicht 4-5 Absätze gepostet wurden). Super, dass sich die Jungs für (die) Ukraine angagieren!

    • Kann man natürlich genausogut andersrum formulieren:
      Das Thema ist nicht durch, nur weil die immer selbe Handvoll Hater (oder ARD-Mitarbeiter, keine Ahnung) jeden Post zu diesem Thema emsig kommentieren. 😉

  18. Ich wünsche mir noch viele weitere Blogposts zu EC! Zum einen, weil mich die ESC-Diskussion im Zusammenhang mit der Band interessiert und EC durch ihre Bewerbung und nicht-Zulassung zum ESC eine wichtige Debatte zum Auswahlprozess des NDR angestoßen haben (was wohl sehr lange niemand mehr geschafft hat).
    Zum anderen, um Leute wie escfan05 und Matty, die meinen, sie allein hätten darüber zu entscheiden, welche Nachrichten für die Fans relevant sind und welche nicht, richtig schön zur Weißglut zu bringen 😁
    Die beiden müssten eigentlich schon allein aufgrund der Anzahl an positiven Kommentaren und Befürwortern dieser Meldung merken, dass sie im Unrecht sind.

    Außerdem fände ich es super, wenn ihr Blogger*innen in Erfahrung bringen könntet, ob die Band sich im nächsten Jahr wieder bewerben möchte. Das ist natürlich Zukunftsmusik, wir wissen ja nichtmal, ob es wieder einen VE geben wird. Aber die Nachfrage kann ja auch irgendwann später noch im Rahmen eines weiteren, sehr relevanten Blogposts auf ESC-Kompakt erfolgen. 😉 😏
    Sofern sie sich dann nicht mit einem Schrottlied bewerben, kann der NDR es sich nämlich sicher kein zweites Mal erlauben, die Band abzulehnen. Und nun, wo der Name nicht mehr rassistisch ist, spricht eigentlich gar nichts mehr gegen eine (erfolgreiche) Teilnahme im nächsten Jahr!

    • Warum sollten sie sich 2023 wieder bewerben? Nur um dann wieder abgelehnt zu werden? Ich glaube nicht dran und ehrlich gesagt ich hoffe sie tun es nicht. Was ich aber dem NDR ins Stammbuch schreibe, das die Verantwortlichen, bei der Auswahl der Acts mehr Sorgfalt walten lassen müssen und nicht nur gelten darf, gut ist nur, was im Radio gespielt wird. Das einzige Kriterium muss sein, kann so ein Lied erfolgreich beim ESC abschneiden? Außerdem müssen den Acts dann auch mehr Zeit für die Proben gewährt werden. Ich kann nicht verstehen, warum gesagt wurde, es wäre alles ziemlich kurzfristig gewesen. Man hatte über ein Jahr Zeit die VE auf die Beine zu stellen. Warum hat man den Acts nicht mehr Zeit für die Proben gewährt? Und ja, auch wenn ich gegen eine weitere Teilnahme von Electric Callboys bin, heißt das nicht, das ich gegen mehr Diversität beim Vorentscheid bin. Electric Callboys sind nicht die einzige Rockband in Deutschland. Und was ist eigentlich gegen eine Teilnahme von älteren Künstlern zu sagen? Ich bin nach wie vor der Meinung, das ein Vorentscheid die musikalische Vielfalt unseres Land abbilden sollte. Und dazu gehören alle erfolgreichen Musikstile dazu. Ja, und Schlager. Auch wenn ich kein Schlagerfan bin, man muss sich dafür nicht schämen.

  19. „Außerdem fände ich es super, wenn ihr Blogger*innen in Erfahrung bringen könntet, ob die Band sich im nächsten Jahr wieder bewerben möchte. “

    Der ESC-Gott bewahre uns bitte davor.

  20. Liebe Leute,

    ich kann aus Machbarkeitsgründen nicht auf jeden Kommentar einzeln eingehen, mag aber drei Dinge ganz grundsätzlich antworten:
    .
    1.) Electric Callboy haben ihre ESC Bewerbung nicht als PR-Stunt bertrieben oder so. Ganz im Gegenteil! Die Anregung dazu kam von vielen Fans und sie haben das ernstgenommen und haben sich da richtig reingehängt. Electric Callboy interagieren mit ihren Fans auf Augenhöhe, was super ist, was immer man von ihrer Musik hält. Sie sind bei der Pre-Selection-Show in Berlin beispielsweise mit zwei Songoptionen angetreten und haben auch schon über ein Inszenierungskonzept nachgedacht. Die Bewerbung war echt und glaubwürdig und – wie ich persönlich finde – auch sympathisch. Ob sie es noch mal wollen, weiß ich nicht.
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    2.) Ich mag die Kommentarvielfalt auf ESC kompakt (Vielfalt ist immer gut! Hallo NDR!) und kann damit leben, wenn ich auch persönlich einmal kräftig eingeschenkt bekomme, solange das einigermaßen zivilisiert abgeht. Ich kann es ja auch nicht ändern, wer sich exponiert, muss auch einstecken können. Es ist dennoch schön zu lesen, wie Ihr uns Blogger unterstützt, wenn wir zuweilen verbal verprügelt werden. Aber das ist schon ok, wir mögen lebhafte Diskussionen. Was nicht schön ist: Wenn zur Abgrenzung einer subjektiven Meinung der Respekt gegenüber einzelnen Künstlern verlorengeht. Man muß nicht alles mögen, aber Kritik an der kreativen Arbeit von Künstlern lässt sich auch verträglich formulieren. Was können die Finalisten von „Germany 12 Points“ daran ändern, dass die Radiojury Electric Callboy beim deutschen Finale nicht dabei haben wollte?! Absolutely nothing.
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    3.) In der Tat finde ich, dass die deutsche Radiojury große Fehler gemacht hat und auch Grenzen überschritten hat, aber das mache ich nicht daran fest, dass sie sich gegen Eskimo aka Electric Callboy entschieden haben. Ein anderes Beispiel hat mich mehr erschüttert: Von „Rockstars“ gibt es auf Wunsch der Popwellen eine „Weichspüler“-Version ohne den Rap-Part, um für den Song das versprochene Airplay zu gewährleisten. Das finde ich persönlich ehrabschneidend. Was würde Ed Sheeran sagen, wenn die Popwellen fragen: „Deinen Song spielen wir nur, wenn Du die zweite Strophe weglässt.“ Oder wenn ein Galerist seinem Maler oder Bildhauer sagt: „Bitte mache Deine Kunst ohne rot, rot mögen unsere Kunden nicht.“ Es ist eine Grenzüberschreitung, Malik zu bitten, eine „Rockstars“ Version ohne den Rap abzuliefern.
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    Kunst ist Kunst und sie darf, sie muss sogar polarisieren und sie ist unantastbar und dass diese künstlerische Freiheit die Radio-Regionalfürsten im sehr fortgeschrittenen Alter bei der Zusammenstellungen ihrer Playlists diesen fundamentalen Aspekt ausblenden, ist schwer verdaulich. Ich darf das sagen, glaube ich, ich bin genauso alt, aber ich käme NIEMALS auf die Idee, einem Künstler abzuverlangen, irgendwelche subjektiven Mainstream-Konzessionen zu machen, weil dann das Risiko reduziert wird, dass irgendwelche Autofahrer den Sender wechseln. Wir nehmen viele Dinge und uns selbst oft viel zu ernst (mich ausdrücklich einbezogen), aber künstlerische Produkte und kreative Musiker einer nicht greifbaren „Radiotauglichkeit“ zu unterwerfen, ist deprimierend und es ist widerspricht letztendlich auch dem redaktionellen öffentlich-rechtlichen Anspruch und es ist sogar undemokratisch, wenn man es zuende denkt. Unsäglich, (nicht) geschätzte Radiojury.

    • 1 Peter, woher hast du deine Weisheiten? War das Inszinierungskonzept das gleiche wie gestern bei Raab, schreckliche Kleidung und eine Hantel? Ich denke, nur einige ganz wenige hier haben wirklich negativ auf EC reagiert, daher war es nie eine Frage, dass die sympathisch sind.
      2. Das ist gut, auch wenn ich das Gefühl habe, dass du nicht ehrlich warst, wenn du immer wieder betont hast, du bist neutral und willst nur den Hype wiedergeben und nicht produzieren.
      3. auch hier hast du scheinbar mehr Infos als ich. Die Radioleute haben bis heute nicht gesagt, warum sie EC nicht ausgewählt haben. Daher ist es unredlich ihnen einen Grund zu unterstellen oder gar das Überschreiten von Grenzen, die du dann nicht auch gar nicht nennst. Vielleicht war es ja auch der Auftritt in Berlin, der nicht gefallen hat. (kann ich nach dem Auftritt gestern in Pro7 nachvollziehen).
      Übrigens ist das Schneiden von Titeln im Privatradio durchaus üblich, glücklicherweise nicht beim ÖR.

  21. Selbst wenn man davon ausgehen würde, das der Auftritt beim ESC oder bei der VE ganz anders ausgesehen hätte, war der Auftritt schon sehr schwach. Laut, klar, aber nicht besonders beeindruckend. Davon weiß ich nicht, ob die Band beim ESC viel besser abgeschnitten hätte, als die letzten Jahre.

  22. Gott sei Dank ist uns das erspart geblieben. Mein Eindruck Kling wie eine Schülerband, die auf der Schulfeier mal ordentlich Dampf ablässt. Und die Stimme des Sängers ist auch nicht so toll.

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