
Ich wollte mich heute eigentlich mit den VE-Songs in Australien befassen (mache ich dann morgen), aber das aktuelle ESC-„Binnenmarkt“-Geschehen macht es notwendig, hier noch einmal die Kontroversen rund um das deutsche Finale aufzugreifen. Wir sind uns bewusst, dass einigen Leserinnen und Lesern das Thema inzwischen auf den Keks geht, aber vielen anderen eben auch nicht.
Und unser Anspruch ist bekanntlich, jeden Augenaufschlag in der ESC Szene zu dokumentieren. Und wenn sich nach langem Schweigen erstmals ein Mitglied der deutschen Radiojury zu Wort melden, dann können wir das nicht ignorieren. Auslöser der neuerlichen Diskussion sind die Freunde Thomas Mohr und Marcel Stober vom ESC Update, die dem Thema „Fans fordern Eskimo Callboy im ESC-Vorentscheid“ eine „Sondersendung“ ihres ESC-Update-Podcasts (Bestandteil von NDR Blue) eingeräumt haben.

Marcel und Thomas lassen Ilka und Daniel zu Wort kommen, die die Change.org Petition „Bringt Eskimo Callboy zum Eurovision Song Contest!“ ins Leben gerufen haben. Sie geben darüber hinaus der deutschen VE-Auswahl-Jury eine Stimme – in einem Interview mit SWR3-Musikchef Gregor Friedel, der einer von sieben Vertretern der deutschen Radiojury ist, die für die Besetzung des deutschen Vorentscheids „Germany 12 Points“ verantwortlich zeichnet.
Mit Ilka und Daniel hatten auch wir bereits gesprochen. Ihre Petition haben inzwischen 114.000 Menschen unterschrieben. Nachzutragen ist, dass wir feststellen können, dass inzwischen auf Change.org selbst auf das kontinuierliche Wachstum der Petition aufmerksam geworden sind und diese tagesaktuell in eigene redaktionelle Aktivitäten einbindet. So ist beispielsweise die zugehörige BILD Berichterstattung auf der Petitions-Homepage verlinkt worden.
Gregor Friedel ist 54 Jahre alt und seit 2017 Musikchef von SWR3, einem der reichweitenstärksten ARD-Radiovertreter in der VE-Jury. Gregor Friedel ist jetzt wohl auch eine Art Radiojury-Sprecher. Denn auf eine Interviewanfrage von ESC kompakt an Torsten Engel, Programmchef von NDR2, der für die ARD Radios auf der „Germany 12 Points„-Pressekonferenz gesprochen hat, haben wir drei Stunden nach Veröffentlichung von ESC Update die Antwort erhalten, dass nunmehr Gregor Friedel für ein schriftliches Interview ansprechbar ist.

Gregor Friedel hat während seiner Laufbahn in der ARD schon intensive ESC-Erfahrungen machen dürfen, denn er war von 2010 bis 2016 Referent des ehemaligen ARD-Unterhaltungskoordinators Thomas Schreiber, also in der Zeit, in die sowohl der Erfolg von Lena in Oslo fällt (2010) als auch der letzte ESC in Deutschland in Düsseldorf (2011).
Wir können den 50-minütigen Podcast nicht vollständig im Wortlaut dokumentieren und empfehlen unbedingt ihn selbst zu hören, speziell für die eigene Meinungsbildung. Wir bemühen uns aber, die wichtigsten Elemente hier für Euch zuverlässig zu dokumentieren.
Im Gespräch mit Marcel und Thomas berichtet Gregor Friedel zunächst über das Engagement der ARD-Popwellen für die sechs Songs, die die Radiojury ins Finale gewählt hat. Zwar entscheide jeder Sender autonom, aber zumindest bei NDR 2 und SWR 3 habe man sich darauf verständigt, dass jeder Radiopartner „jeden der sechs Songs einmal am Tag“ spielt. Es gebe aber keine Vorgaben und Absprachen. Nach einer Woche sind die Songs auf Platz 91-104 in den Airplay Charts einstiegen. „Das klingt nicht so richtig burnermäßig.“ sagt Thomas Mohr dazu, wird aber von GF im Jedes-Ding-Will-Weile-Haben-Style relativiert.
Gregor Friedel berichtet ferner über das Branchenecho auf das „Germany 12 Points“-Radiojury-Airplay-Konzept: „Das Verfahren kommt bei Labels, Management, Künstleragenturen und deren Künstlern gut an.“ Er ergänzt: „Der ESC wird in Künstlerkreisen nicht überall so wahrgenommen, wie man es sich vielleicht wünschen würde.“ Tja, hier stellt sich die Frage, wenn dem so sein sollte, warum das so ist?
Die wichtigsten Antworten zur Musikauswahl für den deutschen Vorentscheid möchten wir für Euch mit Originalton abbilden.
Thomas Mohr konfrontiert Gregor Friedel mit dem Vorwurf, dass die Musikauswahl für das deutsche Finale nicht vielfältig genug sei.
„Man kann nicht sagen, wir haben Recht und die anderen haben nicht Recht. Ich kann Euch mal erklären, was bei uns so die Beweggründe waren, worüber wir gesprochen haben und was wir versucht haben abzubilden. Wir haben gesagt, wir möchten ganz gerne eine Abwechselung haben, wir möchten es relativ divers haben, wir möchten eine Abwechselung haben zwischen Männern und Frauen, wir möchten Bands haben, wir möchten Deutsch haben, wir möchten Englisch haben. Wir möchten im Idealfall auch Leute dabei haben, die einen Migrationshintergrund haben. Diese ganze Auswahl, die wir getroffen haben, soll im besten Sinne das darstellen und abbilden, was Deutschland ist irgendwie.
Ein anderer Teil war natürlich, und das ist ja auch die Kritik, die von den Eskimo-Callboy-Fans kommt, dass wir auf Radiotauglichkeit geschaut haben. Klar, das ist eine Radiojury.“
Im Verlauf des Gesprächs referiert Gregor Friedel über die große musikalische Vielfalt im deutschen Finale („unterschiedliche Arrangements, unterschiedliche Aufstellungen, was den Gesang betrifft“) und weist den Vorwurf mangelnder Vielfalt zurück.
Die Jury habe auch den spezifischen ESC-Bezug der 26 Künstler, die in Berlin vor der Jury aufgetreten sind, geprüft, zum Bespiel, ob diese in der Lage sein, „die zehn Tage in Turin durchzustehen“.
Thomas gibt eine Frage von Daniel an Gregor Friedel weiter: Wie kam es zur Entscheidung gegen Diversität? und fragt ergänzend: „Geht da nicht mehr?“
„Ich kann die Frage verstehen, wenn man auf Genrediversität geht. Wir machen das dieses Jahr das erste Mal in dieser Form. Es geht ja keiner an den Start und sagt, ich mache alles richtig. Ich glaube, dass wir im Nachgang mit Sicherheit darüber reden können, ob es da noch eine weitere Facette gibt, die wir vielleicht in der Form nicht berücksichtigt haben, wie sich das der eine oder andere gewünscht hätte.
Ich glaube aber, dass es schwierig wird – das ist tatsächlich meine Wahrnehmung – also ich kann ich mal ein Beispiel sagen, mein persönlicher Geschmack, ich höre Bands wie die „Drop Kick Murphys“ und „Agnostic Front„. Das sind Bands, die gehen so in die Richtung dessen, was Daniel vermutlich hört. Das spiele ich aber nicht im Radio, weil ich weiß, dass das für mich eine persönliche Vorliebe ist, aber Musik ist, die in der breiten Masse in dieser Form nicht wahrgenommen wird und nicht geschätzt wird und auch nicht geliebt wird.
Das bedeutet, ich trenne mein Berufsleben stellenweise von meinem Privatleben, was meinen Geschmack betrifft. (…) Und das ist eine Geschichte, die wir selbstverständlich auch gemacht haben bei der Auswahl der Songs.
Alex Wolfslast hat es gesagt bei der Pressekonferenz, die Band (er meint Eskimo Callboy, Anm. ESC kompakt) ist sehr weit gekommen, aber am Ende des Tages stellen sich halt auch weitere Fragen. Die Kollegen von ESC kompakt hatten im Dezember in einem Artikel geschrieben, dass die öffentliche Halbwertzeit des Songs „Pump It Up“ nicht groß genug sei. Die Frage ist ja, kann der Song (gemeint ist dann „We Got The Moves“, den Song, den Eskimo Callboy als weitere Alternative in Berlin vorgestellt hat, Anm. ESC kompakt) wirklich bestehen gegen alle anderen Songs, die an dem Abend laufen. Es ist eine Momentaufnahme, die toll ist, die Spaß macht, weil sie auch anders ist, aber hat es tatsächlich die Qualität, die andere Songs haben, gegen die es angeht irgendwie?
Am Ende des Tages ist es ein Wettbewerb. Die Eckdaten des Wettbewerbs sind klar. 943 Bewerberinnen und Bewerber sagen, das ist ok, und für einen Bewerber soll eine „lex Eskimo Callboy“ gemacht werden. (…)“
Marcel hinterfragt dann das Attribut „radiotauglich“.
„Das kann ich Dir nicht beantworten. Wenn ich das beantworten könnte, säße ich in einer Villa in Los Angeles würde ich Postkarten schreiben und Quincy Jones in seinen Pool gucken natürlich. Wir haben mit bestem Wissen und Gewissen Leute ausgesucht, von denen wir glauben, dass sie das Potential haben. Letztes Jahr hat Måneskin gewonnen, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Jahr wieder ein Rocktitel gewinnt? Ihr wisst, dass es jedes Jahr irgendwie anders ist.“
Thomas Mohr: Warum hat es Eskimo Callboy nicht zum ESC Vorentscheid geschafft?
„Es ist eine Mischung aus wie radiotauglich ist etwas, was für eine Wahrnehmung hast Du auch. Diese Band war – und das sind keine Floskeln – total begeisternd, weil es wahnsinnig sympathische Jungs sind, das muss man mal ganz klar sagen. Aber der Punkt war einfach tatsächlich: kann dieser Song bestehen? Das ist das eine. Das andere ist und das ist ein Thema, das muss man einfach auch ansprechen, weil es auch Rückmeldungen sind, die wir auch bekommen haben. Es gibt nicht nur Leute, die Eskimo Callboy da sehen wollen. (…) Wir haben, als dieser Sturm losging, Zuschriften erhalten von Leuten, die sagen, wir möchten auch nicht, dass eine Band, die Eskimo im Namen hat, die früher zumindest mal irgendwie schwierige Texte gehabt hat und sowas, für ein diverses Deutschland steht. Das ist halt auch Teil der Wahrheit, es gibt eben nicht nur diese eine Seite. (…) Wir leben in einer pluralen diversen Gesellschaft, da muss ich auch einmal die Meinung von jemand anderem akzeptieren.“
Marcel und Thomas ergänzen die vielstrapazierte Wildcard-Frage.
„Wir würden die Leute, die wir ausgesucht haben, düpieren. Das haben auch die Leute von ESC kompakt geschrieben. Ich weiß nicht, ob wir Recht haben. Aber haben wir versucht, das Beste zu machen? Ja, das haben wir. (…) Ich finde es nicht gerecht, und da rede ich wirklich von Gerechtigkeit, dass es eine „lex Eskimo Callboy“ geben soll.
Ich finde auch nicht, dass die Jury einen Fehler gemacht hat. (…) Es gab auch Stimmen in der Jury, von der Radiotauglichkeit aus gesehen, die gesagt haben, ich kann damit (gemeint sind die beiden Eskimo Callboy Songs) überhaupt nichts anfangen. Das ist halt auch Teil der Wahrheit.“
Wie oben empfohlen, der Originalton gibt Euch sicher noch weitere Impulse als diese Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen.
Das vorausgeschickt mag ich vier Impressionen festhalten.
1.) Es ist sicher gut und glaubwürdig, dass wir erstmals einen Radiojury-Originalton bekommen. Dieser kommt allerdings relativ spät, jetzt wo die Aufregung rund um die Wildcard-Diskussion schon abflachte. Dieser „Sturm“ (wie GF das selbst nennt) wird durch das Interview logischerweise wieder angefacht. Das ist die Kehrseite.
2.) Wenn es das Wort „verschwurbelt“ noch nicht geben würde, es würde für Gregor Friedel erfunden.
3.) Zwei Dinge sind mir diesbezüglich aufgefallen.
Zum einen ist die Formulierung, der ausgewählte Interpret müsse „die zehn Tage in Turin durchstehen“ sehr unglücklich. Eine ESC-Finalteilnahme ist kein Gefängnisaufenthalt, es ist ein Festival der Liebe. Wer immer gewählt wird, ist ein Held weit über die Bubble hinaus und bleibt es ein Leben lang. Ich habe dazu hier auch das Wort an die Lucky Six 2022 persönlich gerichtet.
Zum anderen wäre es meine subjektive Empfehlung, in einem sensiblen Environment wie diesem auf distinguierende Selbstauskünfte zu verzichten. Ich habe von den Bands „Drop Kick Murphys“ und „Agnostic Front“ noch nie gehört (die Pseudo-Aggro-Bandnamen kommen mir vor wie ein Auszug aus dem KATAPULT-Magazin), aber ich würde sie nicht als Beweise dafür bemühen, dass sich der eigene Musikgeschmack von der „breiten Masse“ unterscheidet. Dann noch das Heranschmeißen an Daniel… Just sayin´.
4.) In dem Interview wird zweimal ESC kompakt von Gregor Friedel zur Untermauerung seiner Ansichten zitiert. Wir freuen uns natürlich, dass wir von der deutschen ESC-Jury gelesen werden, aber wir möchten festhalten, dass wir hier auf dem Blog sämtliche Positionen und Meinungen vertreten. Wir sind acht Blogger*innen und gucken achtmal verschieden auf auf die ESC-Welt. Wir bemühen uns, jede Perspektive zu Wort kommen zu lassen und dabei leidenschaftlich und fair zu sein. Es sprengt hier den Rahmen, auf die mit ESC kompakt untermauerten Standpunkte und die (von uns) nicht beabsichtigte Fraternisierung einzugehen, aber wir eignen uns nur suboptimal als einseitige Kronzeugen für eine und nur eine ausschließliche Sicht auf die Dinge rund um das schönste Hobby der Welt.

Das Schlusswort hat Thomas Mohr, der im ESC Update zwei Fazits zieht und sein zweiter Punkt fasst instinktsicher zusammen, was vielen derzeit durch den Kopf geht:
„Mein zweiter Punkt ist eine Hoffnung. Rund um diese ganze problematische Wildcard-Diskussion hoffe ich, dass diese 100.000 Unterschriften und das alles nicht nur eine Fangeschichte ist für Eskimo Callboy. Wenn das der Fall wäre und wir in Zukunft jedes Mal auf organisierte Fans treffen, die ausgerechnet ihre Lieblingsmusik durchsetzen wollen, dann haben wir ein Problem. Aber ich glaube in der Tat, dass es diesmal um etwas ganz anderes ging. Eskimo Callboy waren nur ein Symbol für viele Fans, die wirklich frustriert waren – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Es geht um Repräsentation und Partizipation, das sind die Punkte, die auch letztlich für einen öffentlich-rechtlichen Sender entscheidend sind, um auch seine Relevanz in der Gesellschaft zu begründen. Ich interpretiere das als Aufschrei, Teil vom Ganzen sein zu wollen und das finde ich total berechtigt und ich finde auch, dass wir da auf Zwang ein paar gute Schritte gemacht haben.“
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Inhalts- und belangloser PR- und Marketingsprech. In der Vergangenheit habe ich Menschen so was auch schon mal beigebracht. 🤣
Blablabla eben… Es ist anscheinend so schön auf dem Planeten NDR.
Wir Deutschen sind und bleiben das Land der Nörgler und Diskutierer. Mit dem Tamtam jedes Jahr sind wir wieder im freien Fall nach unten in den Wettquoten. Und die Tendenz dieser stimmt immer. So sind wir inzwischen auf Platz 20 angelangt, ohne dass ein Lied feststeht. Vielen Dank für die endlose Diskussion um Eskimo Callboy. Lasst es doch einfach mal gut sein und die 6 Lieder unterstützen und promoten. Nicht alles schlecht machen hilft vielleicht noch. Wobei das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist und kaum mehr zu retten ist. Vielleicht wäre es einfach einmal eine Idee alle Dauermeckerer im nächsten Jahr suchen sich Lieder aus, über die sich bestimmt wieder andere aufregen, weil etwas anderes fehlt. Das ist fast nicht mehr zum Aushalten und verdirbt mir den Spaß am ESC, den ich mindestens seit 40 Jahre verfolge.
Danke, Bert, Danke 🙏🏼
Lass uns einfach auf unsere 6 VE-Kandidaten konzentrieren!!! Sie haben das verdient.
Aber auch ESC kompakt sollte zur Tagesordnung übergehen, bitte.
Nein. Das Problem ist ja nicht nur dieser Vorentscheid. Es ist seit Jahren das selbe Problem. Seit Jahren floppt Deutschland beim ESC wegen dem NDR. Ich hoffe euch ist bewusst, dass der ESC dadurch auch Schaden nehmen wird. Ich wäre nicht überrascht wenn die Zuschauerzahlen weiter zurück gehen. So kann es einfach nicht mehr weiter gehen und ich habe keine Lust zur Tagesordnung zurückzukehren.
Also mit Verlaub: Die schlechte Platzierung in den Wettquoten ist ganz bestimmt keine Konsequenz aus dem Shitstorm und der Diskussion um Eskimo Callboy, sondern liegt schlicht und einfach an der schlechten Songauswahl im Vorentscheid. Es traut offenbar fast keiner auch nur einem der sechs nominierten Songs eine Platzierung weit oben, geschweige denn den Sieg zu.
Doch ist es. Unfassbar was für ein Hass gegen die Kandidaten in den sozialen Medien geschürt worden ist. Das kriegt das Ausland natürlich mit. Diese Leute können keine ESC-Fans sein, wenn man den Kandidaten die für Deutschland antreten wollen. so dermaßen übel mitspielt. Und das nur weil die Lieblingsband nicht nominiert worden ist.
@escfan05
Unsinn, international wusste nicht jeder von der EC Sache und da wurde dann dennoch sehr negativ auf die Lieder reagiert.
Wiwibloggs hat auch ein Verriss-Video rausgebracht, ohne EC nur ein Mal zu erwähnen, da ging es nur um die Songs. Und die Beiden waren sau gelangweilt.
Die Songs sind alle nicht wettbewerbsfähig. Daher hat auch keiner noch Bock sich auf die zu konzentrieren, weil die chancenlos sind über Platz 20 zu kommen. Das macht keinen Spaß.
Wettquoten fallen auch, weil keiner mehr auf Deutschlands Sieg wettet, dafür aber für andere Länder. Dann könnt ihr ganzen Leute, welche die 6 Acts so super finden euch doch mal mehr ins Zeug legen? Wo ist da eure große Euphorie? Seid doch angeblich ne Mehrheit?
Halb gelesen und keine Lust mehr.
Ich will den NDR gar nicht verteidigen, die Auswahl ist nicht gut und schon gar nicht divers, was Migrationshintergründe betrifft. Da ist die transatlantische Unterwürfigkeit und – man muss es wohl so sagen . Deutschfeindlichkeit – wohl nicht mehr zu korrigieren.
Wenn aber alle, die zurückgewiesen werden, so einen Boohai machen würden… Und das ausgerechnet bei einer Band, die sich als „cool“ verkaufen will. Ich stehe also zu meiner Wahrnehmung: Mit dieser Kampagne stimmt was nicht.
Wenn ich mich an Ungarns AWS erinnere, das hatte jedenfalls Herzblut, das war sogar in Landessprache. Selbst die Rockband aus Finnland mit Downsyndrom war origineller. Die 2 Lieder von EC hingegen sind einfach nur banal, als ginge es hier gar nicht um die Musik.
Ich habe EC immer eher als „Spaß-Band“ (wie z.B. Little Big) wahrgenommen. In meinem Freundeskreis sind einige Metal-Fans, die EC auch schon auf Wacken und ein paar anderen Festivals ertragen mussten. Begeistert waren sie nicht, aber die Menge hat getobt, EC kommen bei ihrem Zielpublikum bestens an. Mein Eindruck: Das ist Ballermann/ Après-Ski für Metalcore-Fans.
Ich habe wirklich diesem Podcast entgegen gefiebert, naja hätte man sich auch sparen können, weil viel wirklich Neues oder was Konkretes konnte man letztendlich nicht aus dem Podcast entnehmen. Übrig bleiben die selben Fragen und die Erkenntnis, dass sich der NDR wohl auf absehbare Zeit erst ändern wird, wenn die „Musikexperten, die seit 25 Jahren dort sind“ endlich in Rente gehen. Andererseits ließ sich wohl auch raushören, dass es wohl wirklich am Namen gelegen hat.
Dennoch möchte ich versuchen meine persönliche Einschätzung des Podcasts mal darzulegen:
Zu Ilka und Daniel:
Sympathische Menschen. Jedoch merkt man einfach dass sie den beiden Journalisten quasi zum Fraß vorgeworfen wurden. Teilweise sehr haspelig und nicht sehr eloquent. Wenn ich einen Rat geben darf, würde ich Ilka das öffentliche Sprechen überlassen. Sie wirkte wesentlich besser vorbereitet und sicherer in dem was sie sagte. Bei Daniel kam mir oft der Eindruck, dass er überrumpelt durch die Fragen war und lange brauchte um seine eigenen Worte zu finden.
Zu GF:
Naja, was soll man sagen. Das erwartete Verteidigen, das erwartete Unkonkrete. Das gesamte Interview wirkte eher wie eine Imagekampagne einer Person, die sich mit der Thematik nur unzureichend auseinandergesetzt hat. Allein dass er den Song „Pump it“ ständigt „Pump it up“ nannte, hat mich stark getriggert. Ansonsten kann man das zusammenfassen mit: „Wir haben Recht und alle die dagegen sind, sind blöd“ Zumindest kam das bei mir und anscheinend auch in den sozialen Medien genauso an. Und dazu triefte das Interview quasi vor Arroganz. Fand ich nicht gut und hat unter Garantie nicht zur Beruhigung der Situation beigetragen.
„Es ist eine Momentaufnahme, die toll ist, die Spaß macht, weil sie auch anders ist, (…)“
Und genau das ist ein ESC-Auftritt doch auch. Eine Momentaufnahme an einem Abend. Das ist nun wirklich kein Grund dagegen.
Ja! Exakt das muss ein ESC-Beitrag doch hinkriegen, für drei Minuten lang Spaß machen! (Oder natürlich alternativ sonstwie berühren oder so). Da kriegt man echt die Krise, wenn man sowas hört. 😀
Die NDR-Farce wird langsam richtig unterhaltsam, wenn man sich dieses erstaunliche Rechtfertigungsgerede des Schreiber-Generalsekräters durchliest. Realsatire vom Feinsten angesichts des Schrotts, der bei diesem Auswahlverfahren dann herausgekommen ist. Da noch Argumente zu finden, da muss man sich schon trauen.
Schrott ist es nicht – nur eben belanglos..
Erschreckendes Interview von Herrn Friedel. Eine absolute Selbstbeweihräucherung. Er versteht noch nicht mal im Kern das Problem.
Aussagen zu Diversität & Musikgenres sind an Inkompetenz kaum zu übertreffen. Ich verstehe nicht, warum der NDR bei der ganzen Sache so extrem stur bleibt. Warum werden 6 Juroren gedeckt anstatt auf die berechtigte Kritik von 115.000 ESC Zuschauern mit entsprechenden Nach-Nominierungen zu reagieren?
Das Interview hat auf jeden Fall nochmal ordentlich Öl ins Feuer gegossen.
Auch das transkribierte Interview macht es nicht besser. Man kann Herrn Friedel in seiner herablassenden Art und Weise, wie er sich gegenüber den Fragen positioniert (sowohl gegenüber EC als auch vor allem gegenüber dem ESC allgemein) nur als inkompetent und verachtenswert auffassen. Tut mir wirklich leid, für diese harschen Worte, aber wenn dies das Zugehen aufeinander bedeutet, sehe ich für die Zukunft echt schwarz.
Divers im Sinne von männlich und weiblich? Vielfalt durch die Art des Gesangs? Und dass er sich auch noch eine Textvorlage eures Blogs zu eigen macht, um zu begründen, dass die ESC-Fans dies ebenso sehen… dann sollte er auch die naheliegenden Argumente nennen, die für einen ESC wichtig sind: Internationale Anerkennung, Reichweite und vor allem Individualität und Einzigartigkeit. Und das besitzen seine 6 Favorites leider alle nicht.
Ich bin es so leid, die anstehende Mini-Playback-Show im Fernsehen zu sehen und werde dieses Jahr aussetzen.
Ich gebe dir in allen Punkten recht!
Die Blogger haben die Halbwertszeit eines Eskimo Callboy-Titels in Frage gestellt? Boykott des Blogs, sofort!
Ich konnte mir das Interview wirklich nur ganz schwer anhören. Im Prinzip heißt das übersetzt: „Ja, es ist genauso abgelaufen, wie ihr euch das vorgestellt habt.“ ESC-Tauglichkeit war offensichtlich nur ein sehr untergeordnetes Kriterium.
Übrigens: Wer jetzt darauf herumreitet, dass Eskimo Callboy nach einer Woche wieder aus den Charts raus waren, muss auch zur Kenntnis nehmen, dass heute keiner der anderen Beiträge in die Charts eingestiegen ist.
Dieses Interview mit dem Jurymitglied vom SWR hätte man sich auch sparen können.
Als er gesagt hat, „wir haben Diversität“ habe ich mich fast schon geschämt, denn später sagte er , wir haben ausschließlich “ in unterschiedlichen Arrangements „. Auch hat er nicht verstanden, dass Deutschland ausschließlich Radio – Songs in den letzten Jahren hatte. Ebenfalls wurde der Aspekt, dass es ja auch viele internationale Fans sind, die sich beschweren, völlig außer Acht gelassen. Am peinlichen wurde es dann noch , als damit argumentiert wurde, dass manchen diese Musik einfach nicht gefällt , weil „sie damit nichts anfangen können“. Jaaa , tolles Argument, ist nur bezogen auf den ESC totaler Bullshit, denn man kann ja nicht GEGEN einen Song voten, sondern nur FÜR einen Song .
Ich stelle mir gerade vor, wie cringe es gewesen sein muss, für alle Acts vor einer Jury aufzutreten, die aus Generation Ü50- Biodeutschen-Radiomännern besteht , die dir krampfhaft was über Diversität erzählen .
Streams, internationale Reaktionen sind total egal , aber Hauptsache irgendwelche Radio Sender , die nicht mit in der Kooperation dabei sind, dudeln zweimal am Tag „Soap“. Es ist einfach nur noch zum Schreien mit dem NDR.
„Pop in unterschiedlichen Arrangements „
Wir haben also auf der einen Seite den ESc, einen Musikwettbewerb der in einer der größten europaweiten TV Shows mit Televoting ausgestrahlt wird
und auf der anderen Seite eine Radiojury der ARD Popwellen, die sechs radiotaugliche und eher unauffällige Pop Songs für diesen Wettbewerb aussucht.
Finde den Fehler im System 🤷🏼
So einfach ist das nicht.
Es ist unsinnig zu behaupten Radiopop müsse unauffällig sein, sobald ein Titel bekannt genug ist, wird er auch im Radio gespielt, die deutsche Charts sind eben alles andere als gespickt mit wirklich auffälligen Titeln, zumindest die letzten 10-15 Jahre. Und natürlich gewinnt auch viele mainstream Titel den ESC. Heroes war ja nichts anderes als ein Guetta/Aviii Abklatsch, die man davor als Dauerrotaion auf allen Popwellen gehört hat. Satellit oder Fairytails einfache PopStücke, wie sie jederzeit auf deutschen Popwellen laufen.
Es dürfte eher das Problem der deutsche Musikszene sein, dass eben soviel Mittemäßiges soviel Erfolg hat, Wir haben ja schon öfters durchgespielt, wen wir von den erfolgreichen deutschen Künstern gerne beim ESC sehen würden, viel ist uns (ok Matty fallt da natürlich immer viel ein) da nicht eingefallen, was auch dort erfolgreich sein könnte.
Wenn man so will, dann versucht es der NDR diesemal eben mit Ehrlichkeit, sowas findet der Durchschnittsdeutsche eben gut. Und wenn der Durchschnitt auch gut gemacht ist dann kann man damit auch Erfolg haben siehe Michael Schulte.
Ich weiß, ich bin da hier ein Außenseiter, aber Deutschland hat druch seine Sonderposition eigentlich nur die Chance durch wirkliich etwas Außergewöhnliches auch gut abzuschneiden. (ich bin mir übrigen gar nicht sicher on EC in die Top-10 gekommen wäre) deswegen sollten wir nicht auf Erfolg schauen, sondern das Ausgewöhnliche suchen, auch wenn es noch ein paar Jahre Null Punkte gibt.
@ESC1075 Da muss ich dir teilweise widersprechen, Radiopop muss zwar nicht unbedingt „unauffällig“ sein, obwohl das in der Regel hilft, er darf aber und das absolut zwingend nicht polarisieren und zum abschalten oder Sender wechseln animieren und zwar niemanden. Und diese Bedingung führt halt oft zu Unauffälligkeit.
Radios testen die Stücke die sie spielen an Leuten und wählen die aus die am wenigsten negativ bewertet werden, nicht die die von manchen positiv und von anderen dann auch negativ bewertet werden. Übertragen auf das ESC-Barometer von ESC-Kompakt hieße das lieber ein Stück das von allen als „so lala“ bewertet wird und niemanden begeistert als ein Stück das zwar viele Begeistert aber das auch nur ein paar wenige „ganz furchtbar“ finden.
Die Herren und Damen der Schöpfung hatten kein Problem 08/15 Pop 6 mal für den Vorentscheid zu wählen und schmettern alle Kritik damit ab das diese eine Band Schuld für den Shitstorm sein soll.
Ich möchte Spaß beim ESC gucken haben…den hab ich auch…aber nicht bei diesen langweiligen Acts aus der Gussform.
Nichts gegen die Künstler aber wenn ich mir die Songs anhöre dann denke ich mir: Kenn ich schon. Jup. Hört sich an wie ein Song von vor 2 Jahren. Kenn ich.
Ich glaube das die Jury weiß das dass ein Griff ins Klo war.
Das schließe ich zumindestens aus diesen ganzen billigen Ausreden um das Genrethema.
Tja was soll ich sagen. Von außen betrachtet ist das ja alles ganz nett was er sagt. Aber im mal ehrlich zu sein, er hat eigentlich nichts gesagt. Ob er jetzt Dropkick Murphys (eher dem Rock, aber auch nicht metal, zu zu ordnen) hört oder Heino im Privatleben ist eigentlich völlig egal. Sin Interview war ein kommunikationstechnisches Fest. Ich rede, doch sag ich nix. Sehr schön mit anzusehen.
Anscheinend waren dort aber „hausinterne“ Airplay charts sein Maßstab. Und wie ich auf Twitter schrieb: das ist, als wenn ich meinen selbstgebackenen Kuchen lobe (auch mit zuviel Salz). Dann das „kleingerede“ von EC, unter anderem durch falsch Nennung des Songs. Er muss sich den Namen nicht merken, weil er unwichtig in seinem Kosmos ist.
Dann noch der Hinweis darauf, man dürfe nicht vor „organisierten“ Fans einknicken. Die meißten drüben bei Twitter kennen sich doch garnicht, oder halt erst seit einer Woche.
Aber ihm haben Leute vorher geschrieben, dass sie keine Band mit Eskimo im Namen haben wollen. Ich dachte, wie auch im Video vom 20.02. Auf dem Youtubekanal von eurovision de gesagt wurde von Fr. Wolfslast, muss die Jury vor ausseneinwirkungen geschützt werden. Wurde da beeinflusst und wer wusste, dass er in der Jury sitzt?! Aber problematischer Text (Nico Suave und Team Liebe) geht mal voll klar. Werden die nicht seit Corinna May und ihrem Plagiat auf Tauglichkeit geprüft?? Naja. Schlauer als vorher sind wir immer noch nicht.
Herr Friedel bestätigt die Befürchtung das bei diese Aktion nur mit der Radio/Popwellen Brille vorgegangen wurde. Keine Ahnung zu dem ESC Kosmos und den Gesetzen die dort wirken. Ein fundamentales Problem. Es funktioniert niemals ein Song der allen Ansprüchen gerecht wird. Und wenn die nur nach einem festen Konzept vorgehen und nichtmals Ihr eigenes Feeling für Musik einbringen wird das in 100 Jahren nix. Das Statement von Thomas Mohr am Schluss gefällt mir gut. Denn EC sind nicht das Thema/Problem sondern sie sind ein Synonym für vielfältige Dinge die schief laufen. Und tatsächlich sollte nicht die Fanbase von Interpreten jetzt alleine bestimmen wer zum ESC fährt.
Volle Zustimmung
Naja die Probleme sind doch selbstverschuldet. Das Theater hätte man ganz einfach umgehen können indem man mehr Beiträge zugelassen hätte. 6 Teilnehmer sind einfach zu wenig. Bei 10 wäre sogar eine klassische ESC- Punktevergabe möglich gewesen (1-8, 10 und 12 Punkte) und man hätte viel mehr Fans ansprechen können mit einem breiteren Angebot. Und wenn man beim ESC was nicht braucht dann sind das radiotaugliche=langweilige/unauffällige Beiträge. Hat seit 2013 aus deutscher Sicht nie funktioniert. Plattenfirmen und Radiosender sind der völlig falsche Ansatz. EC ist eigentlich nicht meine Musik, aber man wäre aufgefallen und hätte polarisiert.
Ilka und Daniel fand ich sehr gut dafür, dass sie zum ersten Mal in so ein mediales Haifischbecken geworfen wurden.
Und natürlich gut, dass sie überhaupt zu Wort gekommen sind.
Das Gespräch mit Herrn Friedel hätte man sich besser gespart. Einerseits gut einen Einblick in den Auswahlprozess zu bekommen. Andererseits verhält er sich nicht gerade deeskalierend.
Herablassend, uneinsichtig, stur, schönredend, besserwisserisch und eine Selbstbeweihräucherung vom feinsten.
Er hat nicht verstanden oder möchte nicht verstehen, dass sich eben nicht nur EC-Fans verschaukelt vorkommen.
Platz 80 und abwärts in den Airplaycharts? Wow, ganz toll wenn man bedenkt, dass ihr vorher schon zugesagt habt die Songs zu spielen.
Die Aussage „jetzt lassen wir erstmal den ESC rumgehen und dann schauen wir weiter“ ist doch genau das Kernproblem. Das reicht nicht. Immer dieses nächstes Mal wird alles besser-Gerede funktioniert nicht mehr.
Eines steht fest. Dieser Podcast wird die Kritik weiter befeuern und das absolut zu Recht.
Der Teil mit der Diversität liest sich so, als hätten sie auf alles mögliche geachtet, nur nicht auf die Musik. Und für den ESC ganz wichtige Sachen wie Ausstrahlung und Bühnenpräsenz waren so nebensächlich, dass Herr Friedel es nicht mal nötig hält sie zu erwähnen. Gut, hat im Auswahlprozeß wahrscheinlich auch niemand erwähnt. Ein Interview wie ein Offenbarungseid.
Ich hatte fast den gleichen Eindruck beim lesen.
Also eigentlich der perfekte Juror für Heidis Topfmodels… 😉
Thomas Schreiber war in seiner Arroganz für mich kaum zu ertragen, aber so einen Bullshit haben wir selbst unter seiner Führung nicht erlebt. Es ist ein absolutes Fiasko mit keinem einzigen Gewinner und wenn jetzt jemand sagt es gibt einen Neuanfang 2023, dann sag ich ja …… wie immer.
Vom Regen in die Traufe sozusagen.
Mir kommt gleich das Essen hoch. Es wird immer schlimmer….
Sind wohl alles Männer die Ü 50 sind in der Radio Jury. Dann viel Spaß mit ihrer Auswahl.Stur bleibt Stur typisch deutsche Medienwelt.Bottom 5 reicht dem Sender.damit bin ich raus und werde den Vorentscheid ignorieren.
Hör doch mal auf mit diesem ewigen Altersbashing. Nicht weil ich da auch von betroffen bin, sondern weil es einfach nicht stimmt, Wenn man die durchschnittlichen Musikgeschmack nach dem Alter auflistet, dann ist gerade Rockmusik und auch besonders Heavy Metall eher eine gleichbleibend beliebte Musik, weil es eben keine neue oder gar moderne ist.
Bei Rap und ETM ist das ganz anders, das wird fast nur von Leute unter 40 gehört, weil die damit aufgewachsen sind. (ist dann auch wohl der Grund, warum Rap beim ESC wenig Chancen hat)
Hier ein Beispiel: Hardrock, Heavy Metal höre ich gerne (2021) 14-21 38% 50-60 25%.
Techno, House, Dance 14-21 63% 50-60 15%
Das Problem mit dem Typ von SWR3 ist eher, dass er als Programmchef nicht von der Musik her kommt, wie die Musikredakteure unter sich, sondern scheinbar vom Management, Warum man die das hat entscheiden lassen, ist mir dann auch schleierhaft.
HIer meine QUelle: http://miz.org/downloads/statistik/31/31_Bevorzugte_Musikrichtungen_Altersgruppen.pdf
Letztere Behauptung muss ich zurück nehmen, er war vor seinem Job bei Schreiber bereits stellvertretender Musikchef bei SWR3.
Was mich maßlos ärgert sind 2 Punkte: A- es wurden 6 chancenlose Lieder ausgewählt und B- die 6 Lieder klingen ähnlich (Stichwort Radiolied was niemanden weh tut). Und der Mann vom SWR verkauft das auch noch als Erfolg.
Warum hat man den Künstlern vor der Bewerbung nicht sofort gesagt, schickt uns keinen Schlager und keine Rocklieder, auch keine Balladen und Spaßlieder……das wird alles abgelehnt. Diese Info wäre für die Künstler so fair gewesen.
Der schlechte Witz ist dann auch noch, alle erfolgreichen Lieder der letzten ESC- Jahre wären bei dieser Radiojury durchgefallen. Danke für ein weiteres verschenktes Jahr aus deutscher Sicht.
Ich bin auch Ü50 und distanziere mich hiermit deutlich von diesen Altersgenossen…
10 Tage Turin – bei Wasser und Brot… und ohne Rückfahrkarte… Hart.
Ich verstehe nicht, wieso der NDR das 1.) nicht kommen gesehen hat und 2.) dann auch noch so unsäglich (überrascht) reagiert
Gesichtswahrend für alle Parteien wäre wohl gewesen, wenn man im Zuge der Vorstellung der Kandidaten noch ein Online Voting für 2 „Online-Wildcards“ bekannt gegeben hätte. So hätte die Jury ihre 6 Acts bekommen und auch dem ganzen Drama um EC hätte man vorgebeugt. So hätte Zusatzmodul auch noch ein weiterer Act den Sprung in den Vorentscheid geschafft.
6 Acts reizen das mögliche sicherlich noch nicht aus… in 90 Minuten sollte man auch 8 Acts unterbekommen, aber im Programmplan heißt es ja
„Moderatorin Barbara Schöneberger begrüßt prominente ESC-Fans und bekannte Radiomoderator*innen der ARD-Popwellen im Studio.“
Das lässt leider schon Böses ahnen, wahrscheinlich irgendwelche prominente Pseudo-ESC Fans, die ihren Senf dazugeben
Ich verstehe auch nicht wieso man immer wieder versucht das Rad neu zu erfinden. Meiner Meinung nach gab es bereits gute VE-Ansätze in den letzten Jahren.
Optimal wäre meiner Meinung nach entweder, dass man die Songs für die Liveshow(s) (ich bin immer noch für 2 Halbfinale) von der 100 köpfigen Eurovision-Jury aussuchen lässt (ohne Songwriting-Camp und sonstigen teuren Spielereien), diese aber im eigentlichen Vorentscheid nix mehr zu sagen hat.
Alternativ könnte man statt die Popwellen einfach die anderen Rundfunkanstalten einbinden, jeder sucht 2 Acts aus und dann gibts einen Vorentscheid.
Ich finde Herrn Friedel einfach nur unsympathisch. Der Rest war ja zu erwarten..
Das Faszinierendste an dem Interview mit Herrn Friedel ist ja, dass irgendwer beim NDR geglaubt haben muss, damit die Wogen glätten zu können. 😀
Für mich fasst die oben auch zitierte (sinngemäße) Aussage „Privat hör ich was anderes, aber ich musste als Teil der Jury jetzt ja was wählen, das die Masse anspricht“ so ziemlich das Kernproblem zusammen: Wenn jeder nur das wählt, was eine vorgestellte Masse möglichst okay finden soll, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn am Ende nichts dabei rauskommt, das irgendwen auch wirklich begeistert. Diese vermeintliche „Professionalität“, den eigenen Geschmack auszublenden, ist in dem Fall total kontraproduktiv, wenn man dann Songs hat, die alle Jurymitglieder (und ja wohl auch ein Großteil der Fans) ganz okay finden, aber niemand so richtig großartig. Genau darum gehts doch aber beim ESC, und wenn man verfolgt hat wer die letzten Jahre so erfolgreich war und wer nicht, dann müsste man das doch auch mitgekriegt haben. Ächz! Wirklich sehr frustrierend, das mit anzuhören.
Das Argument, die Songs von EC seien womöglich einfach nicht gut genug gewesen, kann ich nun übrigens echt nicht ernstnehmen. Man kann das Genre natürlich furchtbar finden, aber handwerklich sind die Songs wirklich gut gemacht, haben auch nicht ganz gewöhnliche Songstrukturen (sehr wichtig für den ESC, man bleibt bis zum Ende interessiert, weil die Songs nicht vorhersehbar sind) und sind nun wirklich extreme Ohrwürmer. So sehr, dass sie mir nach einer Woche Dauerohrwurm gerade schon echt auf den Sack gehen. 😀 Aber gut, das wird wohl leider jetzt nix mehr geben.
Ich finde das auch so deprimierend, weil ich eigentlich hoffen müsste, dass der deutsche Beitrag so richtig abschmiert, damit dann auch die richtigen Konsequenzen fürs nächste Jahr gezogen werden. Allerdings fände ich das für Felicia, Malik oder wer auch immer gewählt wird, dann ja auch doof, denen wünsche ich persönlich eigentlich nur das Beste. Seufz…
Die Aussagen von Herrn Friedel sind an Arroganz und Überheblichkeit nicht zu überbieten. Es scheint so, dass der NDR den Radiosendern zuviel Mitspracherecht eingeräumt hat. Auf die Kritik nach mehr Diversität in den Musikrichtungen wird nicht eingegangen. Es geht ja hier nicht um eine Radioweltmeisterschaft in Deutschland, es geht um einen mitreißenden Liveauftritt. Der NDR versagt hier schon seit Jahren und jetzt versucht man gegen jeden Widerstand und viele Fans von EC, die eigenen Kandidaten durchzubringen. Ganz traurig, wie die Verantwortlichen mit der berechtigen Kritik umgehen.
Der ESC-Vorentscheid wird viele Fans verlieren – dabei ist die Lösung so einfach.
Ich finde es richtig vom NDR dem Druck standzuhalten und EC nicht zu nominieren. Da könnte jede laute Fangruppe kommen und rumnölen, nur weil ihre Band nicht nominiert worden ist. Die Band hat sich beworben, war aber ganz einfach nicht gut genug um genommen zu werden. So wie 937 andere Kandidaten auch. Mag ja sein das sie bei Youtube ne Menge Klicks haben, aber das haben Hunde die das Alphabet rückwärts rülpsen können auch, das ist aber trotzdem nicht gut genug um ein Land beim ESC zu vertreten. Gottseidank bleiben uns Eskimo Callboys erspart, ich will sie ganz einfach nach diesem ganzen Theater einfach nicht mehr sehen. Und am besten bleiben sie auch in Zukunft vom ESC fern.
115.000 Leute nennst du also rumnölen? Sorry, aber das sind einfach mehr Leute als S!sters Votes hatten. 115.000 Leute, die sich Veränderung wünschen – und ja, die wahrscheinlich für EC voten würden. Aber hier den falschen Schluss zu ziehen, dass es alles nur eingefleischte EC anstatt ESC Fans seien ist genau das, was GF auch gemacht hat – und das ist schlichtweg falsch.
Wann standen denn bitte das letzte Mal so viele Fans hinter einem Act? Wann haben sich denn das letzte Mal so viele Fans für einen Act eingesetzt? In jüngerer Geschichte wohl nie. Da hieß es dann immer „Puh, jetzt ist Daumen drücken angesagt. Vielleicht wird es nicht ganz so peinlich.“
Diese komplette Ignoranz seitens des NDR überhaupt nicht auf die Fans einzugehen – besonders in einem Jahr wo der eigentliche Vorentscheid komplett vom Zuschauer entschieden wird – ist an Sabotage, Willkür und falschem Stolz echt nicht mehr zu überbieten.
so jetzt haben die beiden initiatoren ja ihren 15 Minuten Ruhm gehabt, jetzt kann man wieder zur Tagesordnung übergehen und endlich den Kandidaten der VE die Aufmerksamkeit geben, die sie ja verdient haben. Hoffentlich hört jetzt endlich das Gejammere der EC-Fans auf. Ist nicht mehr zum aushalten. Sie haben schon genug Schaden angerichtet, was die Chancen des VE-Gewinners angeht.
Immer dieses Geheule, dass angeblich die fehlende innerländische Unterstützung an irgendetwas Schuld ist.Es ist ein Song Contest. Wenn der deutsche Sender das jedes Jahr verkackt, muss das groß kritisiert werden. Gegen die Kandidaten hat ja keiner was. Nur gegen diesen Sender und dessen Auswahl.
Ja klar, Die Auswahl an künstler. Und wo der VE-Sieger erfahren wir erst im Mai. Egal wer gewinnt ich hoffe nur, das der VE-Sieger ein richtig gutes Ergebnis holt. Ich bleibe dabei, mit dieser ganzen unsinnigen Aktion sind die Chancen dazu leider nicht erhöht worden. Das grenzt fast schon an Sabotage.
Das stimmt nicht ganz,. Ich habe etwas gegen die Kandidaten, die beim Vorentscheid antreten und prophezeie ihnen, daß sie beim ESC-Finale einen Platz im hinteren Fünftel belegen werden.
Der Schaden kommt allein vom NDR. Die Songs haben auch ohne EC kaum bis keine Chance in der musikalischen und bunten Vielfalt des Finales.
Ich bin kein EC-Fan, finde die Auswahl aber trotzdem erschreckend schlecht
Und nein ich werde mich auch nicht mit solch einer Auswahl zufrieden geben. Das heißt natürlich nicht, dass man einfach so nur EC nachnominieren sollte. Wieso nicht nochmal ein Online-Voting machen für 2 Wildcards?
Als ESC-Fan sollte man doch erkennen, dass mit den ausgewählten Songs kein Blumentopf zu gewinnen ist… sind eben alles durchschnittliche Radio-Pop-Nummern
Tja, dann beschwere Dich aber dann nicht hinterher, wenn es im Mai wieder nicht geklappt hat und es nur wenige Punkte für Deutschland gab.
Klar, dann ist der Bundeskanzler oder die Außenministerin schuld…. Wer denn sonst ?
Anscheinend sind einige Fans noch immer dem NDR hörig.
Ich bezog mich auf escfan05
Schuld haben natürlich die, die mit ihrem Gehetze die Chancen des VE-Sieger gemindert haben. Denn eigentlich ist das nach der VE die ärmste Sau. Ich kann mir schon vorstellen, wie nach der VE erst recht auf den Kandidaten für Deutschland wieder draufgeprügelt wird. Ich kenne doch meine Pappenheimer. Da muss man schon einen guten Charakter haben um diesen Hass abzuschütteln und dann noch einen guten Auftritt in Turin hinzulegen. Mal sehen wie sich das dann nach der VE entwickelt.
@Isabel: Die meisten und somit die echten ESC-Fans sind von eurer Aktion nur noch genervt. Außerdem bezweifele ich sehr das diese 115.000 Stimmen echt sind. Davon sind viel aus dem Ausland, wobei ich mich frage, ob die nix besseres zu tun haben, als sich in unseren Vorentscheid einzumischen. Warum soll man für EC jetzt eine Extrawurst braten. Die sind nicht besser als die anderen Kandidaten die nicht berücksichtigt worden sind. Außerdem wurde mit dieser Aktion extremen Hass gegen die anderen Kandidaten geschürt. Und das hat jetzt nix damit zu tun, ob man die Songs nun mag oder nicht. Die anderen Kandidaten haben ja gar keine Chance mehr, beim Vorentscheid mit einem Auftritt zu überzeugen, bei soviel Hass und Hetze, der gegen die Kandidaten in den sozialen Medien geschürt worden ist. Fakt ist, es war von anfang klar, das es eine Juryentscheidung geben würde bezüglich der Top 26, und die hat halt entschieden das EC nicht gut genug war. So wie bei den anderen 19 auch, die nicht im Finale sind. Es bleibt zu hoffen, das der Schaden für den VE-Sieger sich in Grenzen hält, den ihr angerichtet habt. Es geht um den Kandidaten der jetzt nach Turin fahren wird, dem habt ihr eine Bärendienst erwiesen. und falls er nicht gut abschneiden sollte, ist es einzig und allein eure Schuld. Der NDR kann ja nix dafür, das man eine Entscheidung nicht akzeptieren kann und die EC-Fans schlechte Verlierer sind.
Warum ist es deren Schuld ? Wenn ganz Europa uns 0 Punkte gibt, ist es die Schuld derer , die Diversität beim Esc Ve fordern !? Rein von der Logik her muss es doch am Song und NDR liegen, die größtenteils wissentlich chancenlose Beiträge zur „Auswahl“ stellen. Meinst du, der NDR weiß nicht nach Black Smoke, Ghost, Perfect Life, Sister, dass die jetzigen Radio-Beiträge fast chancenlos sind ?
Als echte ESC-Fans zählen wahrscheinlich nur die, die auch so heißen, nehm ich mal an? 😉
Nein, schuld hat ausschließlich der NDR, der er nicht schafft, attraktive und wettbewerbsfähige Acts zu nominieren. Aber in diesem Fall scheinen die Betonköpfe äußerst dünnhäutig zu sein, denn sonst hätte sich mal etwas von dieser Seite geändert.
Vorentscheid absagen und EC direkt für Turin nominieren, ganz einfach ! Auf diese Amateurshow habe ich keine Lust.
@ escfan05
Die „Meisten“? Hast du dazu irgendwelche repräsentativen Zahlen? Oder maßt du dir diese Behauptung einfach nur an, damit deine persönliche Meinung mal ein bisschen mehr Gewicht erhält?
Außerdem erinnere ich mich noch sehr gut daran, wie du 2019 in den Kommentaren auf eurovision.de gegen den NDR und die S!sters Sturm gelaufen bist – sogar noch dann, als der NDR die Anruferzahlen veröffentlicht hatte.
Alles, was du nun schreibst, von deinen strapazierten Nerven bis hin zum absurden Vorwurf der Sabotage, ist dadurch einfach nur bigott.
Wieso erwähnt der Radiomann die Reaktion vom ESC kompakt Blog, hat er auch die vielen Reaktionen der internationalen ESC Fan-Medien erwähnt, Blogger, Websites und Fan Videos?
ESC kompakt hätte vielleicht kritischer gegenüber NDR sein müssen. Klar, wegen Akkreditierungen,
späteren Interviews usw. ist man als deutsches Fanmedium lieber angepasst, aber anscheinend hätte man da mehr Kritik üben müssen. Klingt so als ob, ESC kompakt fands auch ok, also haben wir alles richtig gemacht.
Werde mir das Interview morgen anhören.
Aber was mir bei Peter einfach fast jedesmal auffällt ist, dass er Information und eigene Wertung immer etwas vermischt, Klar das darf er ist ja nur ein Blog und kein Presseorgan, aber so ganz wird das so wohl nicht von Außen wahrgenommen, besonders weil Benny da ganz anders ist.
Was ich meine kann man gut dort sehen, wo er immer wieder auf seinen eigenen Kommentar verweist, als wäre das ein Link zu einer unabhängigen Quelle und nicht eben sein Kommentar, dessen Logik ich ja damals auch schon kritisiert habe.
Aber ich will mich nicht auf Peter einschießen, wenn der Rest da keine Probleme hat, dann werde ich das zukünftig veruchen zu igrnorieren.
6 Vollkommen unterschiedliche Songs im Vorentscheid? Also ich würde sagen 6x seichter Radiopop mit unterschiedlichen Akzenten.
Wie viele der deutschen ESC-Entscheidungsträger der letzten Jahre hat sich einen ESC jüngeren Datums mit Begeisterung in voller Länge angesehen? Und wie viele dieser Leute haben ihre Befugnis nur kraft eines bestimmten Amtes oder der Zugehörigkeit zu einer Abteilung inne? Wenn man es intern immer nur allen recht machen will und keine Leute mit Begeisterung dabei sind, sondern nur, weil sie in irgendein Gremium berufen sind, kommt das heraus, was wir in den letzten Jahren nur allzu oft erlebt haben.
Fein, fein, Also fix zurück zur Tagesordnung, deutsches braves Liedchen wählen, ertragen, nicht meckern, lächelnd (vor)letzten Platz mitnehmen, Mund abwischen und weiter wie zuvor? Nein, danke. Mir reicht die Inkompetenz und das ignorante Gehabe von NDR und Co. Ich boykottiere diesen lächerlichen Vorentscheid, bedaure den Gewinner, der bereits verloren hat und gönne mir Eskimo Callboy live. Die sind nämlich demnächst auf Tour – und leider viel zu cool für die deutschen Bürokraten, die den Daumen drauf haben.
Who Cares? Viel Spass beim EC-Konzert. Und ich erspare mir diesen Lärm.
Ganz ehrlich, als ich gehört hab Eskimo Callboy treten beim ESC an hatte ich seit Jahren erstmals wieder wirklich Interesse. Zum einen natürlich weil mir ihre Musik gefällt, aber hauptsächlich weil es mal Abwechslung bedeuten würde. „Radiotauglich“ ist halt letztendlich auch gezwungenermaßen Einheitsbrei, und die ESC Songs die einem länger als nen Tag in Erinnerung bleiben sind selten die radiotauglichen.
Ich gucke mir die Show auch nicht an. Zudem gibt mir auch Frau Schöneberger den Rest.
Ich schaue mir die Show jetzt erst recht an. Auch wenn ich die Schöneberger nicht mag. Aber egal, die Kandidaten haben sich die Aufmerksamkeit verdient. Wer nicht votet, braucht sich dann aber nicht über den Sieger aufregen. Und natürlich drücke ich dem VE-Sieger die Daumen das er das bestmögliche Resultat für Deutschland holt, damit alle Hater und EC-Fans zur Kreuze kriechen müssen und sich dann beim NDR für die Kritik entschuldigen müssen. Ich hoffe dabei, das entweder Anxiety, I Swear To God oder Hallo Welt gewinnt.
Warum hast Du eigentlich immer so viel Freude daran, anderen Schlechtes zu wünschen? 🤔
Ich wünsche niemanden schlechtes, das tun andere.
Falls wir gut abschneiden, muss keiner zu Kreuze kriechen. Keiner kann sagen wie EC im Vergleich abgeschnitten hätte. Außerdem hat dem Vorentscheid dann trotzdem die Vielfalt gefehlt. Wir möchten nicht nur vom ESC selbst gut unterhalten werden (und gut abschneiden), sondern auch vom Vorentscheid.
@escfan05 ich bin seit 43 Jahren ESC Fan, seit 1979! Da warst du wahrscheinlich noch Joghurt pur und du willst mir und auch anderen ESC Fans jegliche Kompetenz absprechen? Ich lach mich Tod!!! Was sich der NDR geleistet hat in diesem Jahr, schlägt dem Fass den Boden aus, Punk!!!
Ich bin auch schon sehr lange dabei, sogar seit 1978.
Wir müssen uberhaupt nichts…. Wie kommst Du darauf ?
Welche Titel sollen es denn in die AirPlay Charts geschafft haben? Finde dazu nix.
Ein Armutszeugnis …insgesamt gesehn .
Der NDR geht mit dem ESC um wie mit einem Talentwettbewerb für junge Künstler, frei nach dem Motto: „Dabeisein ist alles“ und gewinnen ist eh tabu, viel zu teuer und zu aufwändig, hatten wir ja eben erst mit Lena. EC musste verhindert werden, damit das nicht versehentlich passiert. Und eine Wildcard kann es nur geben, wenn Promis dafür werben, nicht aber, wenn 114.000 Menschen dafür sind, viel mehr als die letzten Teilnehmer an einer Vorausscheidung „Sisters“ an Anrufen hatten, bevor sie ins Finale des ESC durften.
Außerdem ist der Vorentscheid ja nicht das Finale, es könnte immer noch ein anderer Act gewinnen und wenn die Jury recht hat, dann passiert das ja sowieso. Wovor also Angst haben? Dass der Vorentscheid interessanter wird als das Finale? Sehr schlimm finde ich, dass der Jury-Friedel sagt, er mag die Auswahl auch nicht, sondern setzt uns allen das vor, von dem er denkt, dass die Songs es allen recht machen. Das hingegen hat sich als totaler Schwachsinn für den Wettbewerb erwiesen, man denke an die härtige Frau aus Österreich, Conchita Wurst, der/die den ESC gewonnen hat. In Kenntnis der österreichischen Seele kann ich mir kaum vorstellen, dass das allen so recht war dort. Aber am Ende zählt nur der Gewinn und dann können plötzlich alle damit gut leben.
Ich finde es skandalös, 114.000 Zuschauer, Zuhörer und Fans des ESC als musikalische Laien oder fanatische Fans darzustellen, wo wir uns alle nur wünschen, aus vollem Herzen und mit ein bisschen Hoffnung auf eine gute Platzierung am Finalabend mitzufiebern. Demokratie geht anders, Herr Friedel!
Sorry.ich muss sher lachen.
Wenn ich manches hier lese.
Sorry.ich muss sehr lachen.
Wenn ich manches hier lese.
Boah ist der Typ respektlos. Nicht nur, dass er in seiner Arroganz nicht einsehen kann, dass er und seine Radiotruppe Mist gebaut hat. Jetzt sagt er auch noch, dass die 6 Künstler nicht wegen ihres Talents oder Songs im VE sind, sondern um irgendwelche „Diversitäts“-Quoten zu erfüllen. „Hallo Welt“ ist der Quoten-Deutsche-Song, Malik Harris ist der Quoten-PoC, Felicia und Emiliy sind die Quoten-Frauen. WTF.
Das ist auch wieder so typisch alter weißer Mann (sorry, dass ich das Fass aufmachen muss). Für ihn ist „Mann und Frau“ das Höchste an Diversität, sodass er es noch extra erwähnen muss und sich ganz stolz dabei fühlt. Zum Kotzen.
Guckt er eigentlich ESC? Weiß er, was Diversität bedeutet?
Dann unterstellt er, dass die Zuschauer EC ganz schnell wieder vergessen würden, weil ESC-Kompakt das so sagt. Ähm, also wir reden Stand 18.02.2022 immer noch über die Band und 0 über die Künstler. Fällt dem das nicht auf?
Auch die Aussage „Also Maneskin haben ja mit Rock gewonnen, das gewinnt nächstes Jahr bestimmt nicht nochmal“. Denkt er wirklich, dass Deutschland um den Sieg mitspielt? So ganz allgemein unabhängig von den Songs? Wir wären froh erstmal aus den Bottom 5 rauszukommen und nicht jedes Jahr mit „Im sorry 0 points“ abgespeist zu werden und der faselt was von gewinnen. Auch wieder die Idee dahinter, dass alle anderen, die nicht gewinnen, automatisch Versager sind. Es tut so weh, das zu lesen.
Und denkt er nun wirklich, dass die 6 Künstler irgendwelche Chancen auf den Sieg haben? Zur Info: Deutschland stürzt in den Wetten ab, die internationalen Reaktionen sind durch die Bank weg negativ. Wie verblendet kann man sein?
Ganz davon abgesehen, dass die letzen ESC-Gewinner überhaupt keine Radio-Hits waren. Wahrscheinlich war das sogar der Grund für den Sieg, denn Radio ist kacke. Niemand interessiert sich für Radio.
Aber immerhin werden nun die 6 Songs zu Radio-Hits, oder? ODER? Nein, natürlich nicht. Die Aussage „Wir werden alle einmal am Tag spielen“ war wohl auch eine Lüge. Ist ja keine Verpflichtung, sondern nur ein netter Vorsatz. Geil. Und trotzdem denken sie weiterhin, die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben, obwohl sie nicht einmal ihre radiotaugliche Auswahl im Radio spielen.
Und zum Schluss noch die Aussage „wir machen das zum ersten Mal, kann ja keiner erwarten, dass wir alles perfekt machen“. DOCH! Dafür bist DU in der Jury und die 100 ESC-Fans nicht mehr, welche es bei ihrem ersten Mal 2018 übrigens sehr wohl hingekriegt haben. Das ist einfach eine Frage der Kompetenz, die er offenbar nicht hat.
Dieses Interview zu lesen, hat richtig weh getan,
Die sind zwar langweilig, aber wartet mal ab, wenn die Zuschauer aus Europa erfahren, dass die Lieder bei uns einmal am Tag im Radio gespielt wurden (vielleicht). Dann finden sie unseren Beitrag bestimmt plötzlich richtig gut 🙂
100 Prozent Zustimmung. Ich musste an ein paar Stellen pausieren weil mir dermaßen der Puls ging.
Die Lösung der nationalen und vor allem internationalen Kritik wird auf dem Silbertablett serviert, aber man bleibt stur weil man ja so sehr von seinem Konzept überzeugt ist. Schließlich haben ja alle Juroren 25+ Jahre Erfahrung.
Das mag schon sein, aber offensichtlich überhaupt kein Gespür für den ESC.
Puh, das war ganz starker Tobak…
Ich höre durchaus Radio, aber bestimmt nicht wegen aktueller ESC-Musik.
Ich konnte das Interview auch nur ganz schwer ertragen… echt ein Schlag ins Gesicht für alle ESC-Fans.
Was dem ganzen die Krone aufsetzt ist, dass die ARD-Radios Malik Harris‘ Song nicht mal im Original spielen, sondern nur in zensierter Version ohne Rap-Part… (hat er gestern im ESC-kompakt LIVE erwähnt). Puh.
Ich finde ja das der Herr Friedel Rückrat bewiesen hat und dem Druck standgehalten hat. Das macht den Mann sympathisch. Hoffentlich bleibt da so. Da könnte ja jeder kommen und rumweinen.
Danke Herr Mohr, genau so sehe ich das auch. Nur leider hat der NDR und auch die Fanclubs das nicht begriffen, das es letztlich nicht um die EC geht. Und außerdem, wir brauchen keinen Song mir langer Lebensdauer, sondern einen Song für den ESC. Was kann man daran nicht verstehen?
Hier kollidieren so viele verschiedene Aspekte miteinander….
Ursächliches Problem ist der NDR mit der Unfähigkeit zu begreifen was einen ESC-Song ausmacht. Dazu kommt die Sturheit Alles, was irgendwie anders ist, konsequent auszusortieren. Mit dem diesjährigen Auswahlprozess hätten es auch z.B. Texas Lightning oder ein Roger Cicero niemals in den Vorentscheid geschafft.
EC hat auf der anderen Seite den Entscheidungsprozess im Vorfeld manipuliert, indem sie frühzeitig ihre Teilnahme bekannt gemacht haben. Damit wurde die Basis für das Szenario bei Nichtnominierung gelegt. Und das ist auch genau so eingetreten.
Grundsätzlich geht es aber gar nicht um EC, sondern einfach nur um den Wunsch der ESC Fanbase eine Auswahl von Songs zu bekommen, aus der ein Beitrag gewählt werden kann, hinter dem man sich versammeln kann. Auch hier als Beispiel Texas Lightning und Roger Cicero, die abseits jeden persönlichen Geschmacks, als respektabler Beitrag stehen. Der entsendete Beitrag stellt nun mal auch so was wie die Nationalmannschaft für den ESC dar.
Und damit sind wir wieder beim NDR, aber eigentlich bei der gesamten ARD, denn die Arbeitsgemeinschaft der Sender ist gar nicht bereit dem ESC überhaupt Platz einzuräumen, sondern schiebt den ESC immer weiter aus dem Blickfeld der breiten Öffentlichkeit und versteckt ihn immer tiefer in den Sparten- und Regionalsendern. Alle Fördermittel werden entzogen und man wundert sich hinterher auch noch, das das Resultat immer schlechter wird.
Unter diesen Bedingungen ist die diesjährige Auswahl absolut nicht verwunderlich. Bedauerlich ist es nur für die Teilnehmer, die sich Anfeindungen aussetzen müssen und damit genau das Gegenteil von dem erhalten, was sie verdienen:
Anerkennung und Respekt sich einem Wettbewerb zu stellen, der mit diesen Voraussetzungen zu kämpfen hat.
Wer auch immer den Vorentscheid gewinnt, muss sich schon jetzt auf Häme und schlimmeres vorbereiten, da ein Abschneiden im hinteren Feld ja leider wieder einmal zu erwarten ist.
EC haben bestimmt gehofft, mit der öffentlichen Verkündung schon im Vorfeld einen kleinen Hype auszulösen, was ja auch geklappt hat. Aber „Manipulation“ seh ich da jetzt nicht drin, die Bekanntgabe war ja erlaubt und warum sollten sie es umgekehrt geheim halten wollen? Finde das im Übrigen auch gut, dass man ein bisschen mitkriegt, wen der NDR so ablehnt (bei Drangsal hab ichs auch schon nicht verstanden, wobei da der Song ja nicht bekannt war).
Ich schäme mich das ich es jetzt schreibe, aber ich will Herrn Schreiber zurück!
Was mich maßlos ärgert sind 2 Punkte: A- es wurden 6 chancenlose Lieder ausgewählt und B- die 6 Lieder klingen ähnlich (Stichwort Radiolied was niemanden weh tut). Und der Mann vom SWR verkauft das auch noch als Erfolg.
Warum hat man den Künstlern vor der Bewerbung nicht sofort gesagt, schickt uns keinen Schlager und keine Rocklieder, auch keine Balladen und Spaßlieder……das wird alles abgelehnt. Diese Info wäre für die Künstler so fair gewesen.
Der schlechte Witz ist dann auch noch, alle erfolgreichen Lieder der letzten ESC- Jahre wären bei dieser Radiojury durchgefallen. Danke für ein weiteres verschenktes Jahr aus deutscher Sicht.
Nachdem Ilka und Daniel auf Twitter schon die nächste Aktion angekündigt haben für das WE, wird sich auch in den nächsten Tagen die Diskussion rund um das Thema Petition drehen. Immer schön mit Bezug zum ESC Kompakt Blog.Traurig wie auch dieser Blog hier instrumentalisiert wird um weiter Stimmungsmache zu betreiben und Emotionen zu schüren.
Hat doch Herr Friedel während seiner Selbstbeweihräucherung auch gemacht…
Wohl wahr.
Das Kasperletheather mit der Petition mag man sich gar nicht mehr mit ansehen.
Ein Teil der Bubble lässt sich aber ganz schon von den beiden vorführern.
Krass, hier in HH haben um 0:01 diverse Bars und so wieder aufgemacht, weil ab 0:00 Uhr die Sperrstunde aufgehoben wurde. Trotz Sturm machen eine ganze Reihe von Late Nite Hangouts wieder auf. Stumpf ist Trumpf.
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Während ich das erste After-Midnight-Getränk seit vielen Monaten zu mir nehme, lese ich Eure Kommentare und bin ganz geflasht davon, dass Ihr – anders als z.B. bei Twitter (wo es Grenzüberschreitungen gibt) – hier zwar emotional und aufgewühlt aber in der Sache reflektiert diskutiert.
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Es ist sehr gut, dass es auf ESC kompakt trotz der maximal aufgebrachten Stimmung „zivilisiert“ zugeht.
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Als ich den Beitrag heute Nachmittag schrieb, war ich mir noch nicht sicher, ob sich Herr Friedel mit seinem ESC Update Auftritt einen Gefallen getan hat, aber das hat er nicht, wenn ich Eure Kommentare lese.
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Mich persönlich – das mag ich sagen, während draußen der Sturm tobt – hat ratlos gemacht, dass er bei Eskimo Callboy weder den Songtitel noch das Genre zutreffend benannt hat. Er hat doch (mit) darüber entschieden, dass keiner der beiden EC-Bewerbungs-Hits gut genug ist für das deutsche Finale?
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Das gesagt, mag ich ergänzen, dass Benny schon am vergangenen Sonntag den richtigen Sound getroffen hat: Keinem ist damit geholfen, jetzt noch eine Wildcard aus dem Hut zu zaubern, auch EC nicht und den sechs Finalisten sowieso nicht.
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Es passiert gerade oft sehr viel cooles und schönes in Europa bei der Auswahl des ESC Jahrgangs 22. Es ist schade, dass das alles vor dem Hintergrund der hiesigen Kontroversen in den Hintergrund gedrängt wird. Auch darüber sollten die Verantwortlichen in der ARD meiner ganz persönlichen Meinung nach nachdenklich werden.
Redet der Herr Friedel über Musik oder eine OlympiaTeilnahme? Wenn man so verkopft an die Sache rangeht, dann kann man keinen Act finden, der die Herzen der Zuschauer berührt.
Wird wieder eine Rockband gewinnen?
Nein, es wird wieder jemand gewinnen, der die Herzen berührt und die Menschen bewegt. So sehr bewegt, das sie dafür anrufen. No icht mehr und nicht weniger.
Tatsächlich nichts neues in der Bunten Republik …
Also ja, die haben EC abgelehnt, weil sie sowas nicht im Radio spielen und das schließlich abgesprochen war. Die restlichen Argumente wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit erst jetzt zusammengeklaubt um die eigene Borniertheit zu kaschieren.
Und ja, das Projekt Vorentscheid lief wieder generalstabsmäßig nach Schema diversität ab: „verschiedene Geschlechter, verschiedene Thematiken, auch mal Deutsch, auch mal Rap, Ruhig mal ein Duo und ne Band“. Ob die Songs dann auch wirklich überdurchschnittlich gefallen? Nunja, man kann halt nicht alles haben und hey, wir fangen ja gerade erst an (und genau das macht am meisten Sorgen!).