
Ich wollte mich heute eigentlich mit den VE-Songs in Australien befassen (mache ich dann morgen), aber das aktuelle ESC-„Binnenmarkt“-Geschehen macht es notwendig, hier noch einmal die Kontroversen rund um das deutsche Finale aufzugreifen. Wir sind uns bewusst, dass einigen Leserinnen und Lesern das Thema inzwischen auf den Keks geht, aber vielen anderen eben auch nicht.
Und unser Anspruch ist bekanntlich, jeden Augenaufschlag in der ESC Szene zu dokumentieren. Und wenn sich nach langem Schweigen erstmals ein Mitglied der deutschen Radiojury zu Wort melden, dann können wir das nicht ignorieren. Auslöser der neuerlichen Diskussion sind die Freunde Thomas Mohr und Marcel Stober vom ESC Update, die dem Thema „Fans fordern Eskimo Callboy im ESC-Vorentscheid“ eine „Sondersendung“ ihres ESC-Update-Podcasts (Bestandteil von NDR Blue) eingeräumt haben.

Marcel und Thomas lassen Ilka und Daniel zu Wort kommen, die die Change.org Petition „Bringt Eskimo Callboy zum Eurovision Song Contest!“ ins Leben gerufen haben. Sie geben darüber hinaus der deutschen VE-Auswahl-Jury eine Stimme – in einem Interview mit SWR3-Musikchef Gregor Friedel, der einer von sieben Vertretern der deutschen Radiojury ist, die für die Besetzung des deutschen Vorentscheids „Germany 12 Points“ verantwortlich zeichnet.
Mit Ilka und Daniel hatten auch wir bereits gesprochen. Ihre Petition haben inzwischen 114.000 Menschen unterschrieben. Nachzutragen ist, dass wir feststellen können, dass inzwischen auf Change.org selbst auf das kontinuierliche Wachstum der Petition aufmerksam geworden sind und diese tagesaktuell in eigene redaktionelle Aktivitäten einbindet. So ist beispielsweise die zugehörige BILD Berichterstattung auf der Petitions-Homepage verlinkt worden.
Gregor Friedel ist 54 Jahre alt und seit 2017 Musikchef von SWR3, einem der reichweitenstärksten ARD-Radiovertreter in der VE-Jury. Gregor Friedel ist jetzt wohl auch eine Art Radiojury-Sprecher. Denn auf eine Interviewanfrage von ESC kompakt an Torsten Engel, Programmchef von NDR2, der für die ARD Radios auf der „Germany 12 Points„-Pressekonferenz gesprochen hat, haben wir drei Stunden nach Veröffentlichung von ESC Update die Antwort erhalten, dass nunmehr Gregor Friedel für ein schriftliches Interview ansprechbar ist.

Gregor Friedel hat während seiner Laufbahn in der ARD schon intensive ESC-Erfahrungen machen dürfen, denn er war von 2010 bis 2016 Referent des ehemaligen ARD-Unterhaltungskoordinators Thomas Schreiber, also in der Zeit, in die sowohl der Erfolg von Lena in Oslo fällt (2010) als auch der letzte ESC in Deutschland in Düsseldorf (2011).
Wir können den 50-minütigen Podcast nicht vollständig im Wortlaut dokumentieren und empfehlen unbedingt ihn selbst zu hören, speziell für die eigene Meinungsbildung. Wir bemühen uns aber, die wichtigsten Elemente hier für Euch zuverlässig zu dokumentieren.
Im Gespräch mit Marcel und Thomas berichtet Gregor Friedel zunächst über das Engagement der ARD-Popwellen für die sechs Songs, die die Radiojury ins Finale gewählt hat. Zwar entscheide jeder Sender autonom, aber zumindest bei NDR 2 und SWR 3 habe man sich darauf verständigt, dass jeder Radiopartner „jeden der sechs Songs einmal am Tag“ spielt. Es gebe aber keine Vorgaben und Absprachen. Nach einer Woche sind die Songs auf Platz 91-104 in den Airplay Charts einstiegen. „Das klingt nicht so richtig burnermäßig.“ sagt Thomas Mohr dazu, wird aber von GF im Jedes-Ding-Will-Weile-Haben-Style relativiert.
Gregor Friedel berichtet ferner über das Branchenecho auf das „Germany 12 Points“-Radiojury-Airplay-Konzept: „Das Verfahren kommt bei Labels, Management, Künstleragenturen und deren Künstlern gut an.“ Er ergänzt: „Der ESC wird in Künstlerkreisen nicht überall so wahrgenommen, wie man es sich vielleicht wünschen würde.“ Tja, hier stellt sich die Frage, wenn dem so sein sollte, warum das so ist?
Die wichtigsten Antworten zur Musikauswahl für den deutschen Vorentscheid möchten wir für Euch mit Originalton abbilden.
Thomas Mohr konfrontiert Gregor Friedel mit dem Vorwurf, dass die Musikauswahl für das deutsche Finale nicht vielfältig genug sei.
„Man kann nicht sagen, wir haben Recht und die anderen haben nicht Recht. Ich kann Euch mal erklären, was bei uns so die Beweggründe waren, worüber wir gesprochen haben und was wir versucht haben abzubilden. Wir haben gesagt, wir möchten ganz gerne eine Abwechselung haben, wir möchten es relativ divers haben, wir möchten eine Abwechselung haben zwischen Männern und Frauen, wir möchten Bands haben, wir möchten Deutsch haben, wir möchten Englisch haben. Wir möchten im Idealfall auch Leute dabei haben, die einen Migrationshintergrund haben. Diese ganze Auswahl, die wir getroffen haben, soll im besten Sinne das darstellen und abbilden, was Deutschland ist irgendwie.
Ein anderer Teil war natürlich, und das ist ja auch die Kritik, die von den Eskimo-Callboy-Fans kommt, dass wir auf Radiotauglichkeit geschaut haben. Klar, das ist eine Radiojury.“
Im Verlauf des Gesprächs referiert Gregor Friedel über die große musikalische Vielfalt im deutschen Finale („unterschiedliche Arrangements, unterschiedliche Aufstellungen, was den Gesang betrifft“) und weist den Vorwurf mangelnder Vielfalt zurück.
Die Jury habe auch den spezifischen ESC-Bezug der 26 Künstler, die in Berlin vor der Jury aufgetreten sind, geprüft, zum Bespiel, ob diese in der Lage sein, „die zehn Tage in Turin durchzustehen“.
Thomas gibt eine Frage von Daniel an Gregor Friedel weiter: Wie kam es zur Entscheidung gegen Diversität? und fragt ergänzend: „Geht da nicht mehr?“
„Ich kann die Frage verstehen, wenn man auf Genrediversität geht. Wir machen das dieses Jahr das erste Mal in dieser Form. Es geht ja keiner an den Start und sagt, ich mache alles richtig. Ich glaube, dass wir im Nachgang mit Sicherheit darüber reden können, ob es da noch eine weitere Facette gibt, die wir vielleicht in der Form nicht berücksichtigt haben, wie sich das der eine oder andere gewünscht hätte.
Ich glaube aber, dass es schwierig wird – das ist tatsächlich meine Wahrnehmung – also ich kann ich mal ein Beispiel sagen, mein persönlicher Geschmack, ich höre Bands wie die „Drop Kick Murphys“ und „Agnostic Front„. Das sind Bands, die gehen so in die Richtung dessen, was Daniel vermutlich hört. Das spiele ich aber nicht im Radio, weil ich weiß, dass das für mich eine persönliche Vorliebe ist, aber Musik ist, die in der breiten Masse in dieser Form nicht wahrgenommen wird und nicht geschätzt wird und auch nicht geliebt wird.
Das bedeutet, ich trenne mein Berufsleben stellenweise von meinem Privatleben, was meinen Geschmack betrifft. (…) Und das ist eine Geschichte, die wir selbstverständlich auch gemacht haben bei der Auswahl der Songs.
Alex Wolfslast hat es gesagt bei der Pressekonferenz, die Band (er meint Eskimo Callboy, Anm. ESC kompakt) ist sehr weit gekommen, aber am Ende des Tages stellen sich halt auch weitere Fragen. Die Kollegen von ESC kompakt hatten im Dezember in einem Artikel geschrieben, dass die öffentliche Halbwertzeit des Songs „Pump It Up“ nicht groß genug sei. Die Frage ist ja, kann der Song (gemeint ist dann „We Got The Moves“, den Song, den Eskimo Callboy als weitere Alternative in Berlin vorgestellt hat, Anm. ESC kompakt) wirklich bestehen gegen alle anderen Songs, die an dem Abend laufen. Es ist eine Momentaufnahme, die toll ist, die Spaß macht, weil sie auch anders ist, aber hat es tatsächlich die Qualität, die andere Songs haben, gegen die es angeht irgendwie?
Am Ende des Tages ist es ein Wettbewerb. Die Eckdaten des Wettbewerbs sind klar. 943 Bewerberinnen und Bewerber sagen, das ist ok, und für einen Bewerber soll eine „lex Eskimo Callboy“ gemacht werden. (…)“
Marcel hinterfragt dann das Attribut „radiotauglich“.
„Das kann ich Dir nicht beantworten. Wenn ich das beantworten könnte, säße ich in einer Villa in Los Angeles würde ich Postkarten schreiben und Quincy Jones in seinen Pool gucken natürlich. Wir haben mit bestem Wissen und Gewissen Leute ausgesucht, von denen wir glauben, dass sie das Potential haben. Letztes Jahr hat Måneskin gewonnen, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Jahr wieder ein Rocktitel gewinnt? Ihr wisst, dass es jedes Jahr irgendwie anders ist.“
Thomas Mohr: Warum hat es Eskimo Callboy nicht zum ESC Vorentscheid geschafft?
„Es ist eine Mischung aus wie radiotauglich ist etwas, was für eine Wahrnehmung hast Du auch. Diese Band war – und das sind keine Floskeln – total begeisternd, weil es wahnsinnig sympathische Jungs sind, das muss man mal ganz klar sagen. Aber der Punkt war einfach tatsächlich: kann dieser Song bestehen? Das ist das eine. Das andere ist und das ist ein Thema, das muss man einfach auch ansprechen, weil es auch Rückmeldungen sind, die wir auch bekommen haben. Es gibt nicht nur Leute, die Eskimo Callboy da sehen wollen. (…) Wir haben, als dieser Sturm losging, Zuschriften erhalten von Leuten, die sagen, wir möchten auch nicht, dass eine Band, die Eskimo im Namen hat, die früher zumindest mal irgendwie schwierige Texte gehabt hat und sowas, für ein diverses Deutschland steht. Das ist halt auch Teil der Wahrheit, es gibt eben nicht nur diese eine Seite. (…) Wir leben in einer pluralen diversen Gesellschaft, da muss ich auch einmal die Meinung von jemand anderem akzeptieren.“
Marcel und Thomas ergänzen die vielstrapazierte Wildcard-Frage.
„Wir würden die Leute, die wir ausgesucht haben, düpieren. Das haben auch die Leute von ESC kompakt geschrieben. Ich weiß nicht, ob wir Recht haben. Aber haben wir versucht, das Beste zu machen? Ja, das haben wir. (…) Ich finde es nicht gerecht, und da rede ich wirklich von Gerechtigkeit, dass es eine „lex Eskimo Callboy“ geben soll.
Ich finde auch nicht, dass die Jury einen Fehler gemacht hat. (…) Es gab auch Stimmen in der Jury, von der Radiotauglichkeit aus gesehen, die gesagt haben, ich kann damit (gemeint sind die beiden Eskimo Callboy Songs) überhaupt nichts anfangen. Das ist halt auch Teil der Wahrheit.“
Wie oben empfohlen, der Originalton gibt Euch sicher noch weitere Impulse als diese Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen.
Das vorausgeschickt mag ich vier Impressionen festhalten.
1.) Es ist sicher gut und glaubwürdig, dass wir erstmals einen Radiojury-Originalton bekommen. Dieser kommt allerdings relativ spät, jetzt wo die Aufregung rund um die Wildcard-Diskussion schon abflachte. Dieser „Sturm“ (wie GF das selbst nennt) wird durch das Interview logischerweise wieder angefacht. Das ist die Kehrseite.
2.) Wenn es das Wort „verschwurbelt“ noch nicht geben würde, es würde für Gregor Friedel erfunden.
3.) Zwei Dinge sind mir diesbezüglich aufgefallen.
Zum einen ist die Formulierung, der ausgewählte Interpret müsse „die zehn Tage in Turin durchstehen“ sehr unglücklich. Eine ESC-Finalteilnahme ist kein Gefängnisaufenthalt, es ist ein Festival der Liebe. Wer immer gewählt wird, ist ein Held weit über die Bubble hinaus und bleibt es ein Leben lang. Ich habe dazu hier auch das Wort an die Lucky Six 2022 persönlich gerichtet.
Zum anderen wäre es meine subjektive Empfehlung, in einem sensiblen Environment wie diesem auf distinguierende Selbstauskünfte zu verzichten. Ich habe von den Bands „Drop Kick Murphys“ und „Agnostic Front“ noch nie gehört (die Pseudo-Aggro-Bandnamen kommen mir vor wie ein Auszug aus dem KATAPULT-Magazin), aber ich würde sie nicht als Beweise dafür bemühen, dass sich der eigene Musikgeschmack von der „breiten Masse“ unterscheidet. Dann noch das Heranschmeißen an Daniel… Just sayin´.
4.) In dem Interview wird zweimal ESC kompakt von Gregor Friedel zur Untermauerung seiner Ansichten zitiert. Wir freuen uns natürlich, dass wir von der deutschen ESC-Jury gelesen werden, aber wir möchten festhalten, dass wir hier auf dem Blog sämtliche Positionen und Meinungen vertreten. Wir sind acht Blogger*innen und gucken achtmal verschieden auf auf die ESC-Welt. Wir bemühen uns, jede Perspektive zu Wort kommen zu lassen und dabei leidenschaftlich und fair zu sein. Es sprengt hier den Rahmen, auf die mit ESC kompakt untermauerten Standpunkte und die (von uns) nicht beabsichtigte Fraternisierung einzugehen, aber wir eignen uns nur suboptimal als einseitige Kronzeugen für eine und nur eine ausschließliche Sicht auf die Dinge rund um das schönste Hobby der Welt.

Das Schlusswort hat Thomas Mohr, der im ESC Update zwei Fazits zieht und sein zweiter Punkt fasst instinktsicher zusammen, was vielen derzeit durch den Kopf geht:
„Mein zweiter Punkt ist eine Hoffnung. Rund um diese ganze problematische Wildcard-Diskussion hoffe ich, dass diese 100.000 Unterschriften und das alles nicht nur eine Fangeschichte ist für Eskimo Callboy. Wenn das der Fall wäre und wir in Zukunft jedes Mal auf organisierte Fans treffen, die ausgerechnet ihre Lieblingsmusik durchsetzen wollen, dann haben wir ein Problem. Aber ich glaube in der Tat, dass es diesmal um etwas ganz anderes ging. Eskimo Callboy waren nur ein Symbol für viele Fans, die wirklich frustriert waren – aus ganz unterschiedlichen Gründen. Es geht um Repräsentation und Partizipation, das sind die Punkte, die auch letztlich für einen öffentlich-rechtlichen Sender entscheidend sind, um auch seine Relevanz in der Gesellschaft zu begründen. Ich interpretiere das als Aufschrei, Teil vom Ganzen sein zu wollen und das finde ich total berechtigt und ich finde auch, dass wir da auf Zwang ein paar gute Schritte gemacht haben.“
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Gerne sag‘ ich es nicht.
Der Vorentscheid gehört weiterhin konsequent boykottiert. Der NDR ist weiterhin totally lost in translation, vom ESC verstehen die Verantwortlichen genauso viel wie ein Eisbär vom Stepptanz. Arroganz macht so unsexy.
Und der Sturm wütet weiter und weiter…
Der Boykott muß aber schon bei der Onlineabstimmung und nicht erst beim Vorentschied losgetreten werden!
Es muss gar nix, Schon gar nicht ein Boykott. Das geht gegen die Kandidaten, und die können für die Situation schon mal gar nix.
Ich bin dabei und ich mußte nicht lange überlegen !
Ich glaube nicht, dass sich auch nur 1 der 6 Acts gegen eine Wildcard für EC aussprechen würde. Teilweise haben sie sich ja sogar schon dafür ausgesprochen. Egal welcher der 6 Acts gewinnt, er wird sich nur als Nr 2 fühlen. Wenn sich aber 1 durchsetzen sollte auch „gegen“ EC, dann ist er auch der richtige Sieger. Das schnallt der NDR aber nicht und spricht von Gerechtigkeit gegenüber der 6 Acts, ohne diese nach deren Meinung zu fragen. Peinlich.
Irgendwie fällt mir zu dem Thema nichts mehr ein, weil ich jegliche Hoffnung verloren habe, dass der NDR irgendwelche Schlüsse daraus zieht. Langsam hoffe ich wirklich, dass die Künstler, die ich echt sympathisch finde, den Vorentscheid NICHT gewinnen, damit sie den Hate bis nach dem ESC nicht ertragen müssen, weil sie das schlichtweg nicht verdient haben. Man hat mittlerweile das Gefühl, der Sieg wäre eher eine Bestrafung für den Künstler, und das darf echt nicht sein. 🙁
Das ist dann wahrscheinlich diese ominöse „ob sie die Woche in Turin durchstehen“ (und alle Wochen davor und danach)…
„damit sie den Hate bis nach dem ESC nicht ertragen müssen“
Das sagt doch eigentlich schon alles. Aber nicht so sehr über den NDR, dessen Konzept erst mal nicht schlecht ist: Wieder eine VE, Künstler mit selbst geschriebenen Songs, auch wenn es ruhig mehr als 6 Titel sein dürfen hätten, und teilweise vielleicht auch interessantere, aber über Geschmack lässt sich streiten.
Nein, es sagt vieles über so genannte Fans, für die man sich echt schämen muss.
Ich würde diese unsägliche ec-geschichte jetzt ad acta legen und mich auf die tatsächlich qualifizierten sechs konzentrieren. Ich glaube es ist dazu jetzt alles gesagt und über den auswahlmodus kann man dann nach dem esc diskutieren. Ich finds mühsam und unfair ,dass der ganze focus so stark auf ec ist.
Es gibt übrigens noch andere ausgeschiedene die viele sicher auch gerne im final gesehen hätten.
Leider interessieren mich die sechs Teilnehmer nicht die Bohne, tut mir leid….
Auch nicht als Hintergrundmusik beim Kaffee trinken?
Nein! Das Exempel muss jetzt statuiert werden. Du hast doch den Friedel gehört – „jetzt warten wir mal den 14. Mai ab und schauen dann weiter.“
Das ist doch genau das Problem. Alles schönreden und dann weitermachen wie bisher.
Es tut mir leid für die größtenteils sympathischen Acts (außer Hallo Welt), aber der NDR tut ihnen mit dieser Selbstbeweihräucherung keinen Gefallen.
„Es gibt übrigens noch andere ausgeschiedene die viele sicher auch gerne im final gesehen hätten.“
Ja dann mal her mit denen! Ausser Planschemalöör fällt mir nämlich keiner ein, der sich da irgendwie konkret zu bekannt hätte und so sehr ich es Planschemalöör auch gönnen würde, kriegen die bei weitem nicht so einen öffentlichen Zuspruch. Das mag sicher auch an der größeren Fanbase von EC liegen, aber ganz alleine darauf kann man diese >100.000 Unterschriften nicht zurückführen.
Hier im Blogg habe ich übrigens den Eindruck, dass der Fokus viel mehr auf dem NDR, seinem Auswahlmodus und der öffentlichen Reaktion darauf liegt. Über EC an sich wird eher wenig berichtet und es scheint auch, dass von denen diesbezüglich nicht viel verlautbart wird …
Wie ihr doch alle einlenkt und nach ein paar Tagen einfach so sagt das man sich jetzt auf die Künstler konzentrieren soll die jetzt am Start sind!
Ich werde das nicht machen da die Aussagen im Interview der reinste Hohn wat und ich mich als ESC verarscht fühle!
Der NDR wird in den kommenden Jahren seine festeingefahrene Schiene weiter fahren und wir werden wie jedes Jahr meckern und jammern.Der NDR hätte sich keine Zacke aus der Krone gebrochen noch 4 Acts unterschiedlichen Musikrichtungen nach zu nominieren.
Ich glaube aber kaum das nach dem ganzen Spektakel irgend ein Künstler sich das jetzt noch geben würde da die nichtnominierung EC nicht nur in Deutschland die Runde gemacht hat sondern auch Durch andere Internet esc Seiten zb Wiwiblogs!es wird sich wie ein roter Faden durch den ganzen esc ziehen!Unser Act kann nur verlieren und tun mir aufrichtig leid.
Ich bin kein EC Fan mag das Lied aber.
Ich werde nicht einlenken – dazu bin ich viel zu sehr NDR-Kritiker und der Grund dafür hat sich leider massiv wegen dieser „Aktion“ bestätigt.
Was ich sehr lustig finde: In dem Interview bei ESC Update nennt einer der Petitionsführer die Diversität und nennt Musikrichtungen wie Metal, Schlager und Rap. Das wir aber 2 Mal Rap dabei haben hat er wohl vergessen.
Rap-Ansätze haben wir dabei. Wobei der von Malik noch nicht mal in allen Radios gespielt wird.
Also der „Rap“ den wir hier im Vorentscheid haben ist ja wohl der weichgespülteste, massentauglichste Rap den ich jemals gehört habe. Ich höre durchaus öfters Rap/Hip-Hop und fühlte mich auf den Arm genommen als mir der Sprech-Part in Malik’s Song als „harter Rap“ angepriesen wurde.
Der Fehler ist da gemacht worden als man Diversität in Geschlecht Hautfund Sprache VOR geeigneter guter Musik gestellt hat. Darüber gestellt die radiotauglichkeit. Das ust falsch nur um wieder knapp Europa der Oberlehrer und Klugscheißer zu sein wie ach so gerecht und divers wur unsere Bevölkerung abbilden… Bull Shit!… Priorität MUSS die Musik Genre haben und da ist es mit scheißegal ob ich zehn Kandidaten habe die deutsch oder englisch singen oder schwarz oder weiß sind. Vermutlich sind viele gute Songs durchs Raster gefallen weil sie nicht ins diverse schema gefallen sind… hätten def NDR nicht auf 6 Songs gepocht wären die Chancen größer gewesen…
Der NDR hat si h in Geiselhaft der Radiostationen begeben…nur die spielen uns entscheiden… sie spielen nix aber auch gar nix… ein mal pro tag, päh…
Blogger könnt ihr mal prüfen was wie und wann wie oft gespielt wurde?
Dabei klappt Diversität in anderen Ländern spielend….
ESC watch auf Twitter prüft: Bayern 3 spielt gar nix SWR 3 spielt jeden tag 3 der 6 Titel die anderen regelmäßig. Aber auch toll ist der Chart, der die Timeslots über die Radionutzung legt: Die Titel werden meistens am Abend gespielt, wo keiner Radio hört
Heute abend gewinnen Subwoolfer in Norwegen und setzt einen deutlichen Farbtupfer in Sachen Diversität..
Sandra Hesch – Type hat einen Song jetzt veröffentlicht der unter 3 Minuten lang ist. Das ist Rap und nicht das was wir vorgesetzt bekommen haben. Werfe jetzt einfach mal in den Raum, das könnte eine Song der 944 gewesen sein. Aber alles ohne Garantie! 😁
Noch was: „hallo welt“ der Song die ersten Sekunden dachte ich „richtig gut der Song“ und dann ging der Rap los.
Wenn der Song wie die ersten paar Sekunden weiter gegangen wäre als Ballade (Text anders versteht sich ) mit viel Gefühl, dann wäre es durchaus ein Favorit gewesen.
Beim Vorentscheid wird von „Hallo Welt“ nicht die Studioversion gespielt, da sie nämlich eine halbe Minute zu lang ist, sondern die ESC-konforme Version und denke, daß er damit gewinnt.
Wenn man sich die Stimmen anhört, dann kann das Live in geänderter Version auch funktionieren.
Erstaunlich, dass diejenigen, die in den letzten Jahren unerlässlich den moralischen Zeigefinger hier erhoben haben, nun hier diejenigen sind, mit den meisten (geistigen) Ausfällen 👍
Eigentlich können die Leute von ESC kompakt doch sehr zufrieden sein. Die fragten schon wenige Tage nach der ESC Bewerbung von Eskimo Callboy, ob der NDR es überhaupt schaffen könne, an denen „vorbeizukommen“ – wie an einer ansteckenden Krankheit. Heute wissen wir: Kleinigkeit für den NDR und seine „Expertenjury“. Wenn die was können, dann Ignoranz. Aber nach universellen Gesetzen kommt das zurück, was man aussendet. Die Ignoranz der NDR Song Selection dürfte vielen Menschen nicht schwer fallen. 🔥💪🏻
Das Hauptproblem:
Man meint immer: Das ist gut für den ESC.
Egal wie und was. Man könnte das auch für EC denken. Viele meinen auch, EC wären fernsehtauglicher gewesen. Und sie haben auch wahrscheinlich recht. Oder behaupten: EC hätte besser abgeschnitten als die radiotaugliche 6. Und sie mögen auch recht haben.
Das Problem bleibt aber:
wer weiss, was gut für den ESC ist oder nicht?
Gregor Friedel ist ganz sicher: 2022 gewinnt kein Rocksong.
Ach, schön, wenn Sie das wissen… OK: Und wie steht es mit Geldanlagen? Haben Sie auch ein Tipp für mich?
2021 hat man ständig prophezeit, Maneskin könnten kein Sanremo und erst recht keinen ESC gewinnen. Oooookkk……
Wie wäre es mit:
Ich mag den Song (das Lied)?
Ich höre ihn in Dauerschleife?
Ich zahle (Spotify, iTunes, Amazon…) um das Lied zu hören?
Wie wäre es damit?
Ob Felicia Lu in Turin mit dem Song Anxiety auf die oberen Plätze kommt, stelle ich wirklich in Frage.
Der Text handelt von Ängsten, ob die Länder international das wissen möchten, was Deutschland derzeit beschäftigt? Relativ schwierig zu beantworten. Ich hätte mir gewünscht ein Song mit guter Laune, eine Tanznummer, Hoffnung und Frieden, evtl. noch im Hintergrund mit einem Chor.
Italien und andere Länder machen es uns ja vor. Am 4. März wird der ESC Vorentscheid in allen Dritten Programmen und auch auf ONE ausgestrahlt.
Meiner Meinung nach ist es ein Fehler, älteren Menschen die Wahl zu überlassen, so wie man es getan hat und dann auch noch Radiomenschen, die anscheinend den ESC gar nicht verstehen und verstehen wollen. Sonst hätten sie diese Auswahl nicht getroffen. Sie sind meiner Meinung nach dazu da, Musik gut zu finden, wo man gut Auto fahren kann und keinen Unfall produziert. Ich darf das sagen, ich bin selbst 50+.Und ich bin kein EC Fan, würde aber eine Nachnominierung unterstützen, da es einfach mal was anderes ist und ich mir gut vorstellen kann, dass sie live super rüberkommen.
Leidtragende sind jetzt die jungen KünstlerInnen, die in bester Absicht abliefern wollen und jetzt das abbekommen, was die Verantwortlichen angerichtet haben. Ich finde das schlimm, wie mit den Beteiligten umgegangen wird und die Schuld „auf die da Draußen“ geschoben wird.
Null Selbstreflektion. Und es wird sich auch nichts ändern, solange der NDR in der Verantwortung ist.
Bin ganz deiner Meinung
Nun ersucht der NDR wieder mal seine Vorauswahl und seine Vorstellung von Diversität schön zu reden….. 😅
Genau so könnte man behaupten, dass Diversität bei groß und kleingewachasenen Sängern / Sängerinnen gegeben sei…..
Das Ergebnis der Vorauswahl ist leider ein musikalischer Einheitsbrei, da der NDR als Messlatte seiner Entscheidung die Radiotauglichkeit der Songs gesetzt hat. Damit liegt er jedoch daneben, denn viele erfolgreiche Songs sind eben nicht nur radiotauglich, wie die letztjährigen Songs von Italien und Frankreich gezeigt haben. Im öffentlichen-rechtlichen Radio habe ich sie jedenfalls nicht gehört……
Eindrücke und Essenzen aus den zwischenzeitlichen Statements und O-Tönen der Fachjury zum Vorentscheid im Zusammenhang mit ECnot4ESC, wie sie bei mir ankommen:
– es sollen unbedingt unbekannte Künstler sein, weil Popularität und Fanbase mitzubringen – wäre ja unfair den anderen Künstlern gegenüber. Deshalb bitte keine bekannten oder beliebten Künstler mehr! Erfolg ist nicht geil!
(Selektion, aber nicht nach Erfolgskriterien!)
– was noch niemand kennt wird durch die verabredete Radiopower so oft gespielt bis es allen gefällt – da hat die Jury einfach mehr musikalische Ahnung, dass es so kommen wird … we know what you like, and we will make you see
(Manipulation)
– Reaktionen & Petitionen für bestimmte Künstler, die die Jury nicht ausgewählt haben, sind per se entweder unbedeutend oder krawallig und dürfen ausgeschlossen werden
(Bevormundung)
Das wäre dann wieder einer der letzten Plätze für Deutschland. Wirklich traurig, aber wir wollen ja auch nicht in die (vielleicht)top 10 wie es scheint.
Deutschland macht keine Experimente und akzeptiert es wie jedes Jahr. Kontinuität ist uns wichtig, nicht war!? 🙂
Ich ,für meinen Teil, bin enttäuscht. So wie man es hier raus lesen kann. Ist aber auch egal was 114 000 Menschen sagen die werden unter gebuttert und sollen sich dann zufrieden gegeben.
EINFACH NUR TRAURIG!!
Der ESC ist ein Wettbewerb und eine Unterhaltungssendung. Der Act, der das Publikum am besten unterhält, gewinnt.
Eskimo Callboy haben in den Augen vieler Fans, die von den schlechten Platzierungen der letzten Jahre enttäuscht sind, das Potenzial genau diesen Anspruch zu erfüllen.
Möglicherweise trifft das auch auf andere, nicht nominierte Bewerber zu. Diese sind aber nun mal nicht in diesem Maße ins Blickfeld gerückt, warum auch immer.
Es geht also nicht darum, unbedingt EC ins Rennen zu schicken sondern um den Wunsch, mal wieder echte Chance auf die Top Ten zu haben.
Die Auswahlkriterien des NDR wie z.B. Radiotauglichkeit und Diversität (in meinen Augen sieht ECHTE Diversität anders aus), sind da nicht zielführend.
Ein Olympiakader oder eine Nationalmannschaft werden ja auch nicht nach Sympathie, Diversität (die in anderen Zusammenhängen aber auf jeden Fall wichtig ist!) oder als „Chance für Newcomer“ zusammengestellt. Da wird der Fokus auf Sieg gelegt.
Wahrscheinlich möchte die ARD einfach keinen ESC im eigenen Land finanzieren müssen.
Der ESC ist ein Wettbewerb und eine Unterhaltungssendung. Der Act, der das Publikum am besten unterhält, gewinnt.
Eskimo Callboy haben in den Augen vieler Fans, die von den schlechten Platzierungen der letzten Jahre enttäuscht sind, das Potenzial genau diesen Anspruch zu erfüllen.
Möglicherweise trifft das auch auf andere, nicht nominierte Bewerber zu. Diese sind aber nun mal nicht in diesem Maße ins Blickfeld gerückt, warum auch immer.
Es geht also nicht darum, unbedingt EC ins Rennen zu schicken sondern um den Wunsch, mal wieder echte Chance auf die Top Ten zu haben.
Die Auswahlkriterien des NDR wie z.B. Radiotauglichkeit und Diversität (in meinen Augen sieht ECHTE Diversität anders aus), sind da nicht zielführend.
Ein Olympiakader oder eine Nationalmannschaft werden ja auch nicht nach Sympathie, Diversität (die in anderen Zusammenhängen aber auf jeden Fall wichtig ist!) oder als „Chance für Newcomer“ zusammengestellt. Da wird der Fokus auf Sieg gelegt.
Wahrscheinlich möchte die ARD einfach keinen ESC im eigenen Land finanzieren müssen.
Das Argument, dass man EC nun nicht als einzigem Act eine Wildcard ausstellen können, während alle anderen abgelehnten Acts in die Röhre schauen, kann ich ja noch nachvollziehen. Allerdings gab es auch zu dem Thema schon etliche konstruktive Lösungsvorschläge.
Das Kriterium der Radiotauglichkeit nicht ansatzweise infrage zu stellen, stimmt mich allerdings auch für die Zukunft pessimistisch. Das als Dealbreaker zu nehmen, war ja von vornherein der größte Schwachsinn, dafür muss man ja nur auf die ESC-Ergebnisse der letzten Jahre und insbesondere die Top Ten von 2021 gucken. Michael Schulte ist da ja nicht mehr als eine Ausnahme von der Regel – ihm stehen ja nicht umsonst X „radiotaugliche“ letzte und vorletzte Plätze gegenüber.
Außerdem hätten sich EC und viele, viele andere Künstler die unnütze Bewerbung wohl von vornherein gespart, wenn der NDR seinen Wunsch nach Radiotauglichkeit direkt klar kommuniziert hätte. Viele der Diskussionen der letzten Tage wären so dann nie geführt worden.
Ich würde dem NDR nun zwar nicht mehr das Bemühen absprechen, aber das Ergebnis wird nicht besser: Er kapiert den ESC leider bis heute nicht. Dass der Friebel die sechs Titel dann noch mal als „vielfältig“ bezeichnete, lässt für die Zukunft auch nicht auf Besserung hoffen.
Man kann dem NDR zum Schutz seiner selbst und der Künstler nur raten, die Anruferzahlen dieses Jahr nicht zu veröffentlichen (auch wenn sie mich sehr interessieren würden). Denn da EC ja schon mehr Unterschriften haben, als die S!sters Anrufer hatten, kann es sehr gut passieren, dass auch der diesjährige VE-Gewinner an der Messlatte der Petition scheitert. Das würde natürlich während der Postcard auch von jedem Kommentatoren aufgespießt, zudem ginge der Backlash dann im März wieder von neuem los. Und dann würden die Sechs und allen voran natürlich der Gewinner nur noch mal als Verlierer gebrandmarkt – ohne etwas dafür zu können.
Ich denke, die arrogante Bevormundung durch den NDR wird das gesamte deutsche ESC-Jahr überschatten – selbst für den äußerst unwahrscheinlichen Fall eines guten Ergebnisses. Und im nächsten Jahr macht man dann, wie immer, wieder irgendwelche anderen Fehler. Es wird wirklich Zeit, dass einer der anderen Sender übernimmt.
(Die Dropkick Murphys sind übrigens sehr gut und nun wirklich nicht aggressiv)
Äußerst problematisch finde ich die Aussage, einige Jurymitglieder hätten mit Eskimo Callboy nichts anfangen können.
Ich dachte immer eine unabhängige Jury sollte nicht nach persönlichen Gesichtspunkten entscheiden.
Zudem lassen seine Aussagen darauf schließen, dass so gut wie gar nicht auf Bühnenpräsenz, Wiedererkennungswert und überhaupt ESC-Tauglichkeit geachtet wurde. Das ist fatal.
Irgendein Genie beim NDR muss wirklich geglaubt haben, dass dieser Podcast deeskalierend wirkt…
Das man nicht auf Bühnen Show guckt hat man ja damals mit Jamie-Lee gesehen. Nicht nur hat man ihr das langweiligste Kostüm ihrer gesammten kurzen Kariere vorgesetzt. Man hat auch ansonsten keine Show geliefert.
Jamie war nicht einmal so schlecht. Aber wenn man ihr einen mittelmäßigen Song gibt, ein schlechtes Kostüm und Null show? Was soll der Act dann erreichen.
Das beste war aber letztes Jahr. Jendrik hatte keine Chance mit den Song. Das wusste selbst NDR aber man hat ihn auf die Schlachtbank geschickt nur um das man sagen kann: „Sieht ihr ausgefallen klappt nicht.“
Ich bin mit inzwischen sicher das Jendrik nur aus pampigkeit geschickt wurde!
Bei Jamie-Lee hat nix zusammengepasst. Mit dem Aufzug, den sie da anhatte, hätte man so was wie „Rockefeller Street“ von Getter Jaani erwartet, aber dann kommt ein recht düsterer Midtemposong, für den sie viel zu jung wirkte.
Noch eine Ergänzung: Ich komme wirklich nicht drüber hinweg, wie unfassbar banane Friedels Aussage über eine größere Genrevielfalt im kommenden Jahr ist. „Ich glaube, dass es schwierig wird …“?
BITTE WAS?!
Genau das ist doch der große Punkt, der die Wut vieler überhaupt erst entfacht hat! Dass EC einen sehr erfolgversprechenden Titel parat hatten und man um ihre Bewerbung wusste, war ja eigentlich nur eine zufällige Begleiterscheinung.
Thomas Mohr hat vollkommen recht, wenn er die Petition für EC nun nur als Vehikel der allgemeinen Fankritik und dem allgemeinen Wunsch nach mehr Diversität versteht. Da werden auch viele unterzeichnet haben, die mit der Band gar nichts anfangen können.
Und nun kündigt der Friedel indirekt an, dass ihm die 115.000 Unterschriften offenbar doch egal sind und man infolge des Auswahlverfahrens wohl auch nächstes Jahr einzig und allein mit Radiopop rechnen kann???
Zum Herrn Friedel, der offenbar nicht viel von der Kritik verstanden hat, ist eigentlich alles gesagt worden. Es ist schade, dass der NDR es nicht schafft, zu sagen: Ja sorry, wir haben da den völlig falschen Fokus gesetzt und ein zu kleines Spektrum zur Wahl gestellt. Stattdessen wird relativiert und verteidigt.
Man liest hier ab und an das Argument, dass die Kritiker*innen und Wildcard-Fordernden jetzt mal ruhig sein sollten. EC habe nunmal ein (zwei) Lied(er) eingereicht, die nicht „gut genug“ für die Vorentscheidung seien und das müsse man akzeptieren.
Nein, das muss man nicht. Und das stimmt – meiner Meinung nach – halt auch einfach nicht: Die EC-Songs sind allemal besser für den ESC geeignet als die Ausgewählten – das ist ja gerade Teil des Skandals. Nicht die Songs sind schlecht, die Auswahlkriterien waren es. Wenn ich die Gedichtinterpretation meiner Schüler*innen mit einem Bewertungshorizont einer Sachtextanalyse bewerten würde, dürften sich meine Schüler*innen auch zurecht über die völlig falschen Bewertungskritierien und die daraus resultierende schlechte Benotung beschweren.
Ich gehe jede Wette ein (und ich wette eigentlich nie), dass EC sowohl mit „Pump it!“ als auch mit „We got the moves“ eine deutlich(!) höhere Platzierung in Turin erhalten hätten, als auch nur irgendeiner unserer tatsächlichen Beiträge es tun wird. Völlig egal, ob die Musik für manche nerviges Geschrei ist: EC haben eine Fanbase, die Songs machen vielen Leuten Spaß und sie fallen extrem auf. Was allein das Musikvideo von „We got the moves“ für Memepotential und Gimmicks (z.B. charakteristische Dancemoves) für den ESC mitbringt!
Dabei spielt es auch keine Rolle, dass das Konzept des Vorjahresgewinners beim ESC im Jahr darauf nicht nochmal funktioniert. Den Vergleich zum Vorjahresgewinner gehe ich sowieso nicht mit: Måneskin machen Glam Rock, EC ist eine Metalcore-Band, da klingt nichts gleich.
Außerdem geht es letztendlich ja um den grundsätzlichen Kritikpunkt, dass der NDR schon wieder einen Vorentscheid versemmelt und trotz jahrelanger Erfahrung so komplett falsche Auswahlkritieren und ungeeignete Juroren eingesetzt hat. EC und ihr Fehlen sind ein Symbol für das zu kleine musikalische Spektrum, das in der Vorauswahl geboten wird. Sicherlich würden viele sich auch für andere Bewerber*innen einsetzen, wenn diese bekannt wären.
Zusammengefasst: Ich finde, es ist völlig legitim, dass die Kritiker*innen weiterhin Druck machen und sich mit solchen Statements nicht abspeisen lassen. Dem NDR muss klar werden, dass sie nächstes Jahr endlich kompetente Leute ranlassen müssen. Wenn die Kritik jetzt abebbt, vergessen sie das womöglich…
Wer die Kritik nicht mehr lesen möchte, dem empfehle ich, vielleicht nicht mehr die entsprechenden Blogartikel anzuklicken und dort in den Kommentaren zu erwähnen, dass man die Kritik nicht mehr lesen möchte 😉 Ihr könnt das natürlich trotzdem weiterhin tun, nur solltet ihr dann auch akzeptieren, dass sich die Kritiker*innen auch zukünftig über den NDR und die Songauswahl beschweren werden. 🤷♂️
Danke Jastus! Du sprichst mir wieder mal aus der Seele!
Gerade deine letzten beiden Absätze sprechen mich stark an. Aber auch mit deinen anderen Ausführungen triffst du es genau auf den Punkt.
Ergänzend hierzu fallen mir 2-3 Personen auf, die ständig und alles hier zu jedem Beitrag konträr beantworten und anderen ihre Meinung absprechen oder zum Teil unter der Gürtellinie bewerten, sich aber selbst gerne angegriffen fühlen. Ich lese mittlerweile schon ungern die Kommentare, da ständig die Negativkommentare dieser Personen da sind und sich zu jedem Kommentar in gleicher Weise gebetsmühlenartig abgearbeitet wird. Auch wenn die Verfasser des ursprünglichen Kommentars dies verbitten, wird einfach beim nächsten Kommentar einer anderen Person das gleiche gemacht.
Nur weil man sich hier erst seit kurzem einbringt, heißt das nicht das ESC Kompakt Fans, die hier schon länger aktiv sind, das Recht und die alleinige Deutungshoheit gepachtet haben als diejenigen, die sich erst seit kurzem hier einbringen. Anscheinend herrscht bei diesen Personen die Meinung, dass wenn man nur permanent und grundsätzlich ständig gegen die Ansichten von einer großen Mehrheit ist, man dadurch seine Meinung zementieren kann. Getreu dem Motto: Laute Stimmen hört man besser…
Zudem schaue ich den ESC bereits seit Ende der 1970er Jahre, traue mir also somit eine gewisse Kompetenz zu. Ich würde eh behaupten, dass ein Großteil der ESC Fans nicht organisiert sind und trotzdem eine fundierte Meinung haben, was sich ja gerade jetzt in der Petition äußert.
Mittlerweile haben mehr als 115.000 Menschen die Petition unterstützt.
…und ja, ich bin definitiv dafür, dass der Druck auf den NDR weiterhin erhalten bleiben muss. Gerade nach den desaströsen Vorstellungen der Verantwortlichen. Weiterhin ist nichts in Stein gemeiselt und EC sollten unbedingt beim Deutschen Vorentscheid dabei sein!
Wenn Ihr mit Herrn Friedel ein Interview bekommt, dann könntet ihr ihn mal fragen, ob er dann auch in Turin vor Ort da ist und sich dann bei einem Bottom5-Ergebnis dann vor die Künstler stellen wird oder ob er dann erst wieder nächstes Jahr beim nächsten deutschen Vorentscheid in Erscheinung treten wird.
Tut mir leid, aber für mich ist die Rechtfertigung vom SWR-Dude einfach nur ne Beschönigung dafür um Klipp und Klar zu sagen: „Es ging uns mal wieder nur ums Geld. Meine Karriere und die Kohle die wir mit Pop-ESC-Acts scheffen können sind mir um einiges wichtiger, als eine Genre-Diversität abzuliefern.“
Ich habe keine Ahnung, wie die mit erfolglosen ESC-Acts Kohle scheffeln wollen.
LOL bis auf ganz wenige Ausnahmen besteht diese Seite aus Kommentaren, die vor ein paar Wochen noch nie auf EK waren. Es ist so manisch, ich nehme an die Poster sind alle auf Crystal.
Ist doch schön wenn viele auf diesen Blog aufmerksam werden und sich daran beteiligen. Wachstum ist doch nichts schlechtes für einen Blog. Irgendwann fängt doch jeder mal an und einige bleiben bestimmt auch.
Äh… ja und?
Gelten nur Meinungen und Stimmen von Leuten, die seit Jahren auf ESC-Kompakt unterwegs und aktiv sind? Sind Neulinge nicht erwünscht? Besteht die ESC-Bubble nur aus den 200 Stamm-Usern dieser Seite? Einige sind nur durch die aktuelle Diskussion auf diesen Blog aufmerksam geworden, waren aber vielleicht trotzdem schon seit Jahren ESC-Fans. So wurden einige der NDR-Statements ja auch zuerst hier veröffentlicht, wodurch in den sozialen Medien vielfach hier her verlinkt wurde.
Andere sind vielleicht schon länger stille Leser und fühlen sich nun erstmalig dazu animiert, hier mitzuschreiben, weil die Situation so frustrierend für sie ist.
Führst du Buch über jeden, der hier kommentiert? In welche Kategorie falle ich? Ich bin seit Jahren auf dem ESC-Kompaktblog, aber halt meistens nur in der Saison zwischen Ende Januar und Ende Mai auch in den Kommentaren aktiv. Ich beschäftige mich gerne mit dem Thema, weil ich die Debatte spannend finde und ebenfalls frustriert über die fortwährend schlechten Entscheidungen des NDR bin. Bin ich jetzt auch ein manischer Hardcore-EC-Fanboy (obwohl ich die Band vorher gar nicht kannte) oder gelte ich als Ausnahme?
Abschließend fänd ich es schön, wenn man hier weniger beleidigende Kommentare schreiben würde. Hier muss sich niemand anhören müssen, er stände unter Drogeneinfluss, nur weil er oder sie leidenschaftlich für ein Hobby und seine/ihe Meinung zu aktuellen Entwicklungen innerhalb dieses Hobbys einsteht.
Ich hab keine Ahnung, ob Du Hardcore EC-Fan bist – und Dich habe ich auch vorher schon gelesen (Du bist cute BTW). Aber es ist einfach nervig, wenn einige Leute hier ständig alles mit EC vollspammen. Der Drops ist gelutscht. Und ja, ich finde die „Auswahl“ dieses Jahr leider auch mal wieder unterirdisch
@ 4porcelli
Dabei bräuchte dieser Blog eigentlich viel mehr Beiträge von dir. Die sind nämlich immer wahnsinnig konstruktiv und tragen sehr viel zum Thema bei. Auch hier wieder.
Er ist mit Toggie mein liebster User hier.
Bei mir ist es tatsächlich Jastus. Konnte bislang noch jedem seiner Kommentare zu einhundert Prozent zu stimmen.
Von 4porcelli lese ich neben mal mehr, mal weniger gelungenen Witzchen eigentlich nur Unterstellungen und Herablassendes.
Ich finde es interessant, dass ältere Menschen nicht wählen sollten. Ab wann ist der Mensch eigentlich alt?
Vielleicht sollten 2023 nur die Jungen bis 35 den ESC Song auswählen, dann ist allerdings auch nicht garantiert, ob Deutschland gewinnt.
Es sind aber fast alle ausnahmslos älter, die in der Jury sitzen, hätte ich es eben schön gefunden, dass auch dort mehr Diversität geherrscht hätte und wieso alle aus dem Radiobereich kommen, erschließt sich mir auch nicht. Nochmal, ich bin selbst über 50 und wenn mir das schon auffällt..
Zum Auswahlverfahren:
Nehmen wir doch mal die Stefan Raab Zeit, das waren gute Musikbeiträge. sogar die von Ralph Siegl, zu seiner Zeit. So Dschinghis Khan, Nicole, diese Zeit. Dann irgendwann hat es halt nicht mehr gepasst.
Dieses „radiotaugliche“ ist eben in Zeiten von Streaming, youtube eben auch nicht mehr wirklich wichtig. Wieso unbedingt jemand Unbekanntes genommen werden soll für einen Auftritt, erschließt sich mir auch nicht. Diese junge Menschen rennen dann mit einem „ich bin letzter geworden“-label ihr ganzes Leben herum. Das ist nicht schön und muß erst mal verarbeitet werden. Und der NDR? der marketingt fröhlich „alle sind Gewinner“, auch die, die den letzten oder vorletzten Platz gemacht haben. Ich finde das schlimm. Ich finde das schlimm, dass so mit jungen Kreativen umgegangen wird. Echt. das macht mich wütend.
Aber der NDR hält sich ja an ein eigens geschaffene Regelwerk und dann kommt am Ende eben diese Auswahl heraus. Auf die Idee, dass die Parameter für das Regelwerk vielleicht nicht stimmen könnten, kommen sie nicht (Radiotauglichkeit, wenig Bekanntheit, keine Fanbase usw.).
Die für den ESC Verantwortlichen kommen rüber wie ein selbstgefälliger und vermutlich überalteter Beamtenladen, der wenig Ahnung vom derzeitigen ESC hat, der sich ja auch weiterentwickelt. Ich habe diese Ahnung auch nicht. Mich stört diese überhebliche Arroganz, seitens der Entscheider.
Es ist doch egal ob es neue Leute sind,die hier ihren Kommentar abgeben und ihre Enttäuschung über das Auswahlverfahren abgeben und wie schwach sie die ausgewählten Titel finden.Dafür ist doch die Seite da um seine Meinung kund zu tun!
Ihr die seit Jahren hier schreibt seit doch auch nicht mit der Auswahl der Künstler und ihrer Musik zufrieden.Ihr knickt jetzt ein und meint das man sich auf die jeweiligen sechs Acts konzentrieren sollte.
Es wird sich so nie was ändern aber beschwert und jammert nicht wenn nächstes Jahr wieder so etwas wie dieses Jahr dabei rum kommt.
Toll, dann werden die Älteren sogar schon von den ÖR vergrault…
Im Endeffekt wollen wir doch einen sehr guten Song mit entsprechenden passender Show dazu (Ballade und schlager brauchen andere Show als partycore). Hoffe die Jury macht ihr verbleiben von der Platzierung des dt. Teilnehmers abhängig. Dann werden sie relativ sicher zurücktreten müssen.
Dieses Jahr werden wir leider nicht mehr retten können ohne das sich irgend jemand stark beleidigt fühlt. Wir sollten diese Energie jetzt nutzen um das beste Auswahlverfahren für nächstes Jahr zu diskutieren und festzulegen.
Sage das nicht um den ndr zu verteidigen, sondern um die Energie zu nutzen damit alle Seiten dann damit einverstanden sind und dahinter stehen.
Redet von Rassismus wegen „Eskimo“ aber stellt jemanden in der Vorentscheid auch aufgrund seiner Herkunft / Hautfarbe, um Diversität zu zeigen. Das find ich Rassistisch. Ebenso wird gesagt, dass der Song von Eskimo Callboy nicht bestehen könne. Ihr wollt mir doch nicht erzählen, dass auch nur ein Song aus dem Vorentschied beim ESC bestehen wird? Da würden alle unter gehen. Mit „Pump it“ oder anderen Songs aus anderen Genres hätte man definitiv mehr Chancen gehabt beim ESC zu bestehen. Dies zeigt doch schon die Vergangenheit.
@ 4porcelli
Wie’s scheint, musst du dich wohl über noch einen Nils ärgern.
Ich befürchte auch: Für dieses Jahr ist das gelaufen.
Keiner der ausgewählten Songs hat das Zeug auch nur unter die Top 20 zu kommen.
Wenn es denn dem Gewinner des VE dann gelingt z.B. durch gutes Staging oder eine gute Performance sagen wir Platz 21 oder 22 zu erreichen, dann werden der NDR und die Jury sicher sagen: Unser Weg ist richtig, wir machen Fortschritte und werden genau so weitermachen und damit den Stillstand und die Erfolglosigkeit auf Jahre festzurren.
Dann würde ich mich fragen, wer denn dieses schlechte Drehbuch geschrieben hat….
Kopf … Tischplatte …
Um wirklich etwas für die Zukunft zu bewegen hilft nur Druck, viel Druck, noch mehr Druck seitens der Öffentlichkeit, als es ihn nun schon gibt. Warum will der NDR wohl, dass die anderen Bewerber anonym bleiben? Angeblich um die KünstlerInnen zu schützen!? In Wirklichkeit geht es nur darum, selbst von Kritik verschont zu bleiben. Wenn EC Ihre Bewerbung nicht öffentlich gemacht hätten, wäre auch dieses Jahr wieder alles mehr oder weniger im Sande verlaufen bis auf einige kritische Bemerkungen aus der ESC Bubble.
Insofern müsste man einen Aufruf starten, dass sich möglichst viele der restlichen 935 oder so BewerberInnen melden und ihre eingereichten Song präsentieren. Dann erst würde das ganze Drama offenbar: Denn es würden sich sicher 10 oder 20 – vielleicht sogar noch mehr – super Titel finden, die uns begeistern. Und dann wäre das Thema schon ein ganz anderes, ein grundsätzlicheres, nämlich die Frage: Ihr habt nicht nur EC, sondern sooooooooo viele mitreißende Songs raus gekegelt? Ja, genau das wollten sie auch, denn das ist inzwischen tagein tagaus ihre Hauptaufgabe als Redakteure der ARD Popwellen. Das ganze offenbart eine Bankrotterklärung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Sachen Kulturauftrag. Denn wenn man ein bisschen hinter die Kulissen der Hörfunkwellen schaut, dann weiß man, dass es dort genau darum geht, nur noch das zu spielen, was NICHT auffällt, NICHT aneckt, NICHT originell ist, NICHT kreativ ist, NICHT innovativ ist, das einzige Ziel ist die DURCHHÖRBARKEIT. Der Hörer soll ja nicht irritiert und aufmerksam werden, Musik verkommt zur reinen belanglosen Berieselungskulisse.
Würde man nun die oben beschriebene Aktion starten und plötzliche viele bewegende Songs aus dem Bewerbungsverfahren auftauchen, dann wären nicht nur 120 000 sondern 300 000 oder 400 000 Fans auf den Barrikaden….
Und die ganze kreative Armseligkeit dieser Radiojury würde noch viel offener zutage treten. Man muss einfach aus der Defensive rauskommen und die Initiative ergreifen. Momentan lässt sich alles auf den Einzelfall EC schieben, aber bei 944 Bewerbungen sind garantiert noch viel mehr „Highlights“ auch anderer Musikgenres dabei. Kann man nicht mit vereinten Kräften der Fanclubs und – Netzwerken so eine Aktion starten?
„Diese ganze Auswahl, die wir getroffen haben, soll im besten Sinne das darstellen und abbilden, was Deutschland ist irgendwie.“
Langweilig? Konservativ? Hauptsache man macht es immer allen Leuten recht. Migrationshintergrund, radiotauglichkeit, immer schön brav, mir kommt es gleich hoch….
Die Idee mit dem Aufruf finde ich sehr gut, was spricht eigentlich dagegen? Eigentlich dürften die insgesamt 944 Bewerber für den diesjährigen ESC Vorentscheid ja nicht vertraglich gemaßregelt worden sein; so nach dem Motto, es ist verboten, die Bewerbung öffentlich bekanntzugeben. Denn schließlich gab es vereinzelte Künstler, wie beispielsweise Eskimo Callboy, die ihre Bewerbung für den Vorentscheid öffentlich bekanntgegeben haben, bevor der NDR überhaupt die 6 Acts für den Vorentscheidung offiziell verkündet hat. Somit denke ich nicht, dass es Konsequenzen für die insgesamt 944 Bewerber hätte, wenn diese sich jetzt noch öffentlich dazu äußern und sagen, dass auch sie sich für die Teilnahme am Vorentscheid beworben haben. Mich würden eure Meinungen hierzu interessieren, da ich den o.g. Vorschlag wie gesagt sehr gut finde und aktuell nicht erkennen kann, was dagegen sprechen sollte. Schließlich wäre dies doch noch eine Chance, die Anzahl der verärgerten ESC-Zuschauer (ich schreibe mal bewusst nicht „Fans“, weil dies ggf. zu hitzigen Diskussionen führt) noch einmal nach oben zu schrauben und der ganzen Sache noch mehr Nachdruck zu verleihen, damit auch der letzte Verantwortliche seitens ESC Deutschland bzw. NDR es versteht, dass es sich hierbei nicht nur um eine wütende Meute von frustrieren Eskimo Callboy Hörern handelt, sondern schlicht und ergreifend um eine sehr große Anzahl von Menschen, die seit Jahren massiv enttäuscht über den gesamten Auswahlprozess unserer Künstler für den ESC sind.
Stimme dir absolut zu. So lange die für den ESC Verantwortlichen diktatorisch bestimmen und die Hintergründe ihres Tuns unter den Teppich kehren können, die ahnungslose Öffentlichkeit keine Transparenz bekommt, murksen die weiter wie es ihnen beliebt. Deutschland ist im gesamten ESC Gefüge inzwischen nur noch als Geldgeber interessant. Mir wäre lieber, es würde gar kein deutscher Teilnehmer geschickt als jemand us dieser sehr speziellen Auswahl der los-Kategorie: harmlos, leidenschaftslos und chancenlos. Jeder dieser weitgehend unbekannten Teilnehmer wird nach der punktlosen Teilnahme im Finale sofort vergessen und lautlos wieder in der Versenkung verschwinden, die üblichen Phrasen werden losgelassen – und das war’s dann. Bis zum nächsten Jahr, in dem sich der gleiche Spuk wiederholt. Puh!
Ach, Peter, in so vielem Recht, insb. bei deinem Punkt 4! Danke! Bei Punkt 2 gehst du mir aber etwas zu weit und bei Punkt 3 wäre ein kurzzeitiges Herunterkommen von der „Festival der Liebe“-Wolke auch mal gut. Man muss doch zugeben, dass der ESC für Künstler*innen AUCH schlichtweg Arbeit und Repräsentionsverantwortung und – druck bedeutet. Gerade mit Erfahrung in der Kultur- und Medienindustrie muss man das doch auch sehen.
Wieso man gerade EC die Tage in Turin nicht zutrauen könnte, kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Ich glaube eher, der NDR hätte Angst vor Frechheiten und Fehltritten, mit denen sie dann auch noch umgehen müssten (die aber sogar auch PR-Effekte haben könnten.)
Natürlich verteidigt sich Herr Friedel und versucht dabei mit Argumentsstrohhalmen jeder Seite zu kommen (ESC kompakt als Autoritäts- und Sprachrohrelement der Fans, Skeptikerstimmen zu EC-Namen usw.). Und natürlich wirkt das bisweilen auch schwimmend und arrogant. Aber, Herrgott, wenn man in solchen Jobs Verantwortung hat und die ganze Zeit von tausenden Geschmacksführer*innen beballert wird, zeigt man offenbar dann leider auch irgendwann solche Züge. Er stand immerhin Rede und Antwort, und ich bin ESC Update für diese Sonderfolge und der hier noch halbwegs zivilisierten Diskussion sehr dankbar.
PS: Allen „Den dt. VE gucke ich jetzt aber nicht“-Aussagen glaube hier aber nicht. Unserer Vorstufe zum Festival der Liebe kōnnt ihr doch nicht wirklich widerstehen… 😉
Also ich werde den VE nicht schauen.
Warum? Ich mag keinen der sechs Songs (der musikalische Funfaktor wäre also nicht gegeben), Es ist mir deshalb auch egal wer den Vorentscheid gewinnt und Frau Schönberger möchte ich genausowenig ertragen müssen, wie irgendwelche Cervelat-Promis die um ihr neuestes „Was-auch-immer“ zu promoten plötzlich zum ESC Fan mutieren.
Und ganz besonders: Herr Gerling und Frau Head of the Department *ironnic* kann ich nun wirklich nicht mehr ertragen. Da spiele ich lieber ne Runde Civ …..
Es ist auch Dein verdammtes Recht….
Ich werde es nicht gucken, genausowenig wie heute Malta. Für mich sind ausschließlich Vorentscheidungen mit interessanten Liedern relevant.
Großes Kompliment an Daniel und Ilka für ihr Handling des Interviews! Meine Wortwahl wäre definitiv nicht „radiotauglich“ gewesen.
Kennst Du schon Karolina Lizer – „Czysta woda“ aus dem polnischen VE? Das ist bislang meine klare Nummer 1 aller VE-Beiträge 2022. ❤❤❤💃💃💃
Hat aber leider keine Chance zu gewinnen.
Ich mag das auch sehr, Toggie.
Zum letzten Mal habe ich die VE 2016 gesehen und immerhin 2018 den Sieg von Schulte wohlwollend zur Kenntnis genommen. Ansonsten haben mich diese Valiumshows mit Schöneberger und den Pseudofans nicht interessiert. Es lohnt sich für mich nicht mehr.
„gähn“
Valium wäre gut für Schöneberger, die oft mit weit aufgerissenen Augen rumkreischt.
Ah, „Pseudofans“ – gut, dass es Leute gibt, die wissen, was echte Fans sind…
Ich meine damit mediengeile C-Promis, die vorgeben, riesige Fans zu sein und die außer „Waterloo“ und den deutschen Siegern keinen einzigen ESC-Beitrag kennen. Sorry, brauche ich nicht
Josh Suki hat es genauso beschrieben…
Einfach nur komplett realitätsfremde Aussagen, aber nichts anderes erwartet. Er spielt nicht Dropkick Murphies o. ä., da die breite Masse dies nicht hören will. Eventuell mal darüber nachgedacht, warum das so sein könnte? Ich stelle mal die steile These auf, dass die hier angesprochene breite Masse eben wegen der unfassbar schlechten Auswahl an Einheitsbrei-Songs, die tagtäglich im Radio und in den deutschen Charts laufen, solche Musik einfach nicht kennt und niemals lieben lernen konnte. Jegliche musikalische Diversität fehlt. Jeder Mensch mit etwas Ahnung von Musik hört überhaupt keinen Radio mehr sondern nutzt Streaming oder ähnliches. Die Entscheidung, ECB nicht zum Vorentscheid zu lassen ist in jeglicher Hinsicht absoluter Blödsinn.
Da ist schon was dran.
Ich habe vor kurzem einer Freundin, die sonst nur Pop-Radio hört, einen Song von Ad Infinitum vorgespielt. Sie war total überrascht und begeistert und konnte sich sichtlich kaum vorstellen, dass es Musik jenseits von Mark Forster und Max Giesinger gibt.
Ein paar Tage später hat sie sich dann die CD gekauft (Streaming war dann doch zu wild für sie). Ihre erste CD seit vielen Jahren, weil „im Radio spielen die ja so was nicht“.
Finde ich echt klasse, dass esc-kompakt sich von der Fraternisierung distanziert!
Nächstes Jahr nominiert der NDR dann irgendwelche weichgewaschenen HipHopper und Rocker um die Kritik aufzunehmen „Schaut mal, hier, wir haben auf euch gehört“ XD
Die sind so lost in ihrer Welt, aua aua aua…
Und je länger der NDR so weiter macht, desto weniger ernsthafte Künstler haben Lust, diesen Zirkus vom NDR mitzumachen und sich die Karriere verbrennen zu lassen.
Das Interview mit Gregor Friedel macht sehr deutlich, worum es tatsächlich geht, und zwar um die Angst der „Radiojury“ vor einem öffentlichen Aufschrei, sollte EC tatsächlich als deutscher Vertreter nach Turin fahren. Im Vordergrund steht dabei der Bandname, von dem man offenbar befürchtet, er könne als politisch nicht korrekt kritisiert werden (der Begriff „Eskimo“ wird von einigen Stämmen abgelehnt, da es sich um eine Fremdbezeichunung europäischer Kolonialisten handelt; wahrscheinlich spielt auch eine Rolle dass früher behauptet wurde, dass es sich um einen abwertenden Begriff handelte, der „Rohfleischesser“ bedeute; dies gilt allerdings heute wohl als widerlegt). Das Argument, der Song sei nicht radiotauglich ist offensichtlich nur vorgeschoben. Ich bin weder ein EC Fan noch finde ich den Song wirklich absolut klasse. Aber er ist doch außergewöhnlich und einfach so viel besser, als das, was uns im Vorentscheid vorgesetzt wird.
Die ganze Diskussion über EC und die Petition wäre nicht mehr als ein Sturm im Wasserglas, wenn denn die sechs ausgewählten Songs herausragend wären. Ich bin seit jeher ein Fan des ESC und habe mich gefreut, als ich hörte, dass es wieder einen Vorentscheid geben sollte. Als ich dann die sechs Titel hörte war ich a) unglaublich enttäuscht über die Songs und b) entsetzt darüber, dass eine „Radiojury“ derart belanglose Songs ausgewählt hat und für „radiotauglich“ hält. So zu tun, als sei es nur eine Frage der Zeit, bis die Qualität der Songs vom Publikum erkannt werde, ist schon allerhand. Es sind einfach sehr schwache Songs – man muss ich ja nur einmal über den sehr kleinen deutschen Tellerrand blicken und sich die internationale Reaktion auf diese Lieder anhören.
Ich bin ein liberal eingestellter Mensch und Respekt für alle Menschen ist mir wichtig. Es darf nicht das Ziel sein, zwanghaft eine möglichst diverse Künstler auf die Bühne zu bringen und dabei die musikalische Qualität in den Hintergrund treten zu lassen – stattdessen sollte es das Ziel sein, Künstler auszuwählen, die Begeisterung beim Publikum hervorrufen – das Gegenteil ist der leider bei der diesjährigen Deutschen Vorentscheidung der Fall. Und das sollte man als aufrichtiger Fan des ESC heftig kritisieren!
Andere Länder machen es übrigens vor (mal das großartige San Remo außer Acht gelassen): sowohl die spanische Vorentscheidung als auch die französische bietet wirklich herausragende, außergewöhnliche Songs (Tanxugeiras, Calle de la lloreria, Alvan & Ahez und SOA! – auch wenn diese wie in Spanien nicht unbedingt gewinnen)..
Diversität wäre schon wichtig.
Nur eben Diversität in Genre und Stil und nicht in für Musik völlig irrelevanten Kategorien.
Oder man schickt halt sechs nahezu gleiche Popsongs ins Rennen. Aber immerhin vorgetragen von äußerlich sehr diversen Personen. Kann man sich direkt mal selbst auf die Schulter klopfen…
SWR 3 ahaa ausgerechnet DER? Was zeichnet die SWR3 Playlist denn aus? Etwa Unterstützung für deutsche Newcomer? Lol. Haha. Tür lich nicht. Ich beobachte schon sehr lange die SWR3 Playlist. In den wöchentlich 100 Songs mit grösster Hörerreichweite sind meistens ziemlich genau 45 oft nur 40 selten 50 Titel deren Veröffentlichungstermin weniger als 12 Monate zurück liegt. Bewertet man die Top 200 liegt die Hörer-Reichweite ‚aktueller Titel‘ bei nur 35%. Zwei Drittel alte Kamellen. Anteil deutscher Newcomer ist im übrigen verschwindend gering. Deutschrap wird quasi boykottiert. Ich erzähle auch gerne eine Episode von früher. Was hatten die sich beim SWR3 geziert ‚Alors On Danse‘ zu spielen. Nur weils bei BigFM auf very heavy lief.
Wow… Bin echt geschockt über dieses Interview. Ein kompletter Totalausfall. Bin kein Eskimo Callboy Fan, aber die Antworten hier sind einfach nur gruselig und ärgern mich auch. Solche Leute dürfen beim Thema ESC keine Verantwortung tragen und ich kann nur hoffen dass der kreative Prozess den es braucht aus den Krallen dieser politisch korrekten Sesselpupser, Spiesser und Abteilungsleiter der Radiosender/des NDR erlöst wird. Es liest sich wirklich so als ob da jemand komplett den Bezug zur Realität verloren hat, für einen lokalen Radiosender reicht das vielleicht… Alleine dass überhaupt erwähnt wird man hätte Zuschriften bekommen wegen des Eskimo im Namen, lässt tief blicken.
Ich möchte den Fazit am Ende auch widersprechen. Es geht nicht in erster Linie um Partizipation und Repräsentanz sondern vor allem auch darum dort an der „Macht“ der Entscheidung Leute zu haben mit Geschmack, Wissen und Mut für den ESC. Man kann nicht erwarten dass einem jedes Jahr alles gefällt aber man kann alles einigermaßen authentisch und ambitioniert durchziehen und nicht darauf ankommen lassen dass da ein Künstler ist der das zufällig selber perfekt macht. Was ja leider auch selten der Fall war.
Vor allem, wie sich jetzt auch die Kandidaten:innen fühlen müssen: Jetzt wissen der „Quoten-Ausländer Malik“ oder die „Ami-Emily“ wenigstens, dass sie nicht besten Songs hatten, aber die Radiotauglichsten und das Diversitäts-Raster des NDR voll getroffen haben.
Ich käme mir da schon ziemlich veräppelt vor und würde mir die Teilnahme am Contest nochmal überlegen.
Dem NDR sei gesagt, dass wir alles versucht haben, um ihn vor der großen Blamage zu warnen. Wenn ein Projektleiter während seines Projektes merkt, dass die Ziele nicht erreicht werden können, sollte man unbedingt gegensteuern und nicht den Karren sehenden Auges gegen den Berg fahren…
Nur hat der Projektleiter nicht gemerkt, dass die Ziele nicht erreichbar sind. Er glaubt noch immer nahezu perfekte Arbeit abgeliefert zu haben und die mahnenden Worte tut er als ungerechtfertigtes Mobbing von enttäuschten Anhängern des nach dem Vorstellungsgespräch, aufgrund fehlender Diversität, nicht genommenen Vorarbeiters ab.
In dem interview hat Hr. Friedel erwähnt, das die Jury selbst Künstler zu einer Bewerbung gebracht haben.
Davon sollen einige auch in den Top 30 gewesen sein.
Wie viele von den 6 sind von der Jury zu einer Bewerbung gebracht worden?
Von Fair kann da keine rede mehr sein.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang natürlich auch die Frage, wie stark die Verflechtungen zwischen Labels, Künstlern und einzelnen Mitgliedern der Jury denn sind?
In dem Vorabvideo zur PK von Alina Stiegler sagte Frau Wolfslast die Mitglieder der Jury dürften nicht gezeigt oder namentlich erwähnt werden um so eine Einflussnahme durch Labels und Agenturen vorzubeugen. Wenn aber einzelne Mitglieder der Jury Künstler zur Bewerbung aufgefordert oder gar beraten haben, dann ist diese Einflussnahme, bei einer so engen Verknüpfung, sowieso gegeben.
Da ist es dann auch nicht mehr weit anzunehmen Jurymitglieder könnten persönlich von gewissen Entscheidungen profitiert haben. Transparent, unabhängig und fair war die Juryentscheidung somit sicherlich nicht.
Ich kann das Thema ja auch nicht mehr hören. Aber jetzt stillschweigend das hinnehmen, ist auch der falsche Weg. Sonst geht’s die nächsten Jahre mit dem altbewährten NDR-Prinzip weiter:
1. Teilnehmer schmiert beim ESC ab
2. „Wir können uns das nicht erklären, _____ hat sein bestes gegeben, wir können uns da nichts vorwerfen“
3. Konzept des Vorentscheides wird „komplett neu“ aufgerollt
4. Es werden wieder 5-6 mittelmäßige Acts vorgestellt
5. Act wird vom NDR in den Himmel gelobt
6. Repeat
Und auch wenn ich eine Nachnominierung von EC inzwischen für ausgeschlossen halte (dafür ist der NDR zu stur), sollten wir trotzdem laut bleiben. Und ja, gerne auch den Vorentscheid boykottieren. Der NDR lernt ja nicht draus – nicht mal, wenn über 110.000 Fans ihnen ihre Unfähigkeit per Petition attestieren und um den Latz knallen.
Es hat mit Fairness nichts zutun, wenn die (wahrscheinlich) tatsächliche Nr.1 gar nicht antreten darf. Das ist so als hätten wir bei Olympia 6 mittelmäßige 100m-Sprinter und Usain Bolt darf nicht antreten, weil das ja den anderen Sportlern gegenüber unfair wäre. Excuse me, wtf?
Alte, weiße, gutbezahlte Männer entscheiden, was divers ist … Warum hat man nicht lieber gleich eine diverse Jury ausgesucht? – Die ganze Diskussion zeigt mir, dass sich das System Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in weiten Teilen überholt hat. Wofür brauch man heute noch solche Musik-Funktionäre? Sind Musikabspielstationen, in denen vorsortierte, sogenannte radiotaugliche Songs runtergedüdelt werden, in Zeiten von anderen Kanälen und Streaming Diensten überhaupt noch notwendig?
Machen wir es doch einfach, ab dem nächsten Jahr kann jeder eine Petition einreichen, dass SEINE Band zum Vorentscheid des ESC soll. Das macht dann ein paar Dutzend Petitionen und die fünf mit den meisten Stimmen machen den Vorentscheid aus. Thema erledigt. Okay, wir müssten noch das Gros der Bands aussortieren, die mit dem ESC wahrscheinlich nichts zu tun haben wollen (also die wirklich großen Acts), aber dann läuft es doch. Fair und basisdemokratisch.
Ich gehe davon aus, dass im nächsten Jahr die Teilnehmer zur Verschwiegenheit verpflichtet werden, damit eben keine Petition gestartet werden kann.
Wäre dann auch nur ein weiter Punkt auf der Liste, warum sich bekannte Künstler kaum noch bewerben wollen. Der ESC hat schon ziemlich lange einen sehr schlechten Ruf…
Wenn Herr Friedel doch so viel Erfahrung im Bezug auf den ESC hat, finde ich den ellenlangen Monolog, wie toll er und die Jury diese unglaubliche Herausforderung gemeistert hat noch unverschämter. Ich rate dringend zu einem Rhetorik Seminar!
Obwohl, in wie Weit die Aussage, dass Deutschland sich (als Geldgeber) zurück ziehen würde, wenn nicht wieder ein Erfolg verbucht werden würde mit Lenas Sieg, neben Herrn Raab zutun hatte, weiß man auch nicht. Man munkelt nur!
Fakt ist: Eskimo Callboy braucht den ESC nicht, die Jungs gehen definitiv ihren Weg. Ich glaube sogar, die Fans hatten sich eine Bewerbung gewünscht… Aber der ESC hätte Bands oder mind. eine Band WIE Eskimo Callboy (Songs die herausstechen und eben nicht Mainstream sind) gebraucht!
Ich glaube nicht, dass sie mit dem Titel gewonnen hätten, die Konkurrenz dieses Jahr ist unglaublich stark. Top 5 vllt. Was natürlich für unsere 6 Newcomer (so will ich es mal nennen) nicht zu schaffen ist. Sie haben trotzdem ihr ganzes Herzblut da rein gesetzt, sind leider noch nicht Reif genug. Das Potential ist da und ich hoffe sie reifen an dieser Erfahrung und waschen daran. Das wünsche ich ihnen von Herzen.
Noch ein dickes Dankeschön an Ilka und Daniel! Ihr habt mich gut vertreten, obwohl ich eben kein Fan der Band war. Meine Oma hätte gesagt: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ 😉
Danke für euren Einsatz!