„Germany 12 Points“-Songcheck kompakt (3): „Rockstars“ von Malik Harris

Bild: Anna Maria Boshnakova

Gestern war er noch bei uns im ESC kompakt LIVE und heute ist schon der Songcheck zum Beitrag von Malik Harris dran. Sein „Rockstars“ ist bereits der dritte Titel, den wir wie alle sechs Lieder der deutschen ESC-Vorentscheidung „Germany 12 Points“ genauer unter die Lupe nehmen. Und das schon einmal vorweg: genau wie Felicia Lu und Eros Atomus hat auch Malik seinen Titel selbst geschrieben.

Malik Harris (die Betonung des Vornamens liegt auf der zweiten Silbe) wurde 1997 in Landsberg am Lech geboren. Dort lebt er noch immer, ist aber – wie er uns im Interview verriet – vor einem Jahr von zu Hause ausgezogen. Das Elternhaus ist dabei durchaus prominent: Maliks Vater ist der TV-Moderator Ricky Harris. Aus dessen Schatten hat er sich aber bereits herausmusiziert – und das nicht erst mit der nun anstehenden Teilnahme an der deutschen ESC-Vorentscheidung.

Als Teenager kaufte sich Malik die erste Gitarre und begann Coversongs zu spielen. Seine ersten eigenen Titel hat er dann mit 15 oder 16 Jahren geschrieben. Der Deutsch-Amerikaner konnte schon Hits in den Airplay-Charts landen und hat mit „Anonymous Colonist“ sein erstes Album veröffentlicht. Er hat außerdem schon seine erste Tour hinter sich und ist auch im Vorprogramm von Künstlern wie James Blunt, Alex Clare, Jeremy Loops, Tom Odell und LP aufgetreten. Als erster deutscher Künstler war Malik zur Veröffentlichung seiner Single „When We’ve Arrived“ im Oktober 2020 eine Woche lang auf einem Times Square Billboard in New York City zu sehen.

Der Song

„Rockstars“ wurde vom Interpreten selbst sowie von Marianne Kobylka und Robin Karow geschrieben. In dem Lied geht es um die gute alte Zeit, in der alles viel einfacher war oder zumindest so scheint. Malik möchte uns und sich selbst aber daran erinnern, dass wir diese alte Zeit gar nicht verlassen müssen, wenn wir im Hier und Jetzt den Blick für die kleine schönen Dinge nicht verlieren.

Auch musikalisch geht es mit dem Lied etwas zurück in die gute alte Zeit – zumindest in die von Eminem, denn an dessen ruhigeren Stücke und seinen Rap erinnert „Rockstars“. Mit seiner prägnanten Stimme zieht Malik direkt das Interesse auf sich sich und den Titel. Der gesamte Track ist sehr ruhig instrumentiert, vermittelt dabei aber immer einen klaren Beat. Der Refrain ist sehr gut wiederzukennen und geht schnell ins Ohr.

Am Rap-Teil werden sich sicher die Geister scheiden, wobei er trotz seines treibenden Charakters geradezu perfekt austariert ist zwischen Street Credibility und Radiofreundlichkeit. Den Abschluss des Songs bildet dann erneut der versöhnliche Refrain – zunächst voll instrumentiert und anschließend wieder sehr zurückgenommen und vollständig auf Malik und seine Stimme fokussiert.

Der Check

So habt Ihr gewertet:

Song allgemein: 6,21/12 Punkten
Eignung des Songs für den ESC: 3,18/5 Punkten
Eignung der Künstlerin für den ESC: 3,49/5 Punkten
Gesamtpaket: 3,19/5 Punkten.

Im Hinblick auf das Hitpotenzial landet „Rockstars“ bei Euch auf Platz 1 von 6 und im Hinblick auf die Erfolgsaussichten beim ESC auf Platz 1 von 6.

Benny: „Rockstars“ fällt schon beim ersten Hören durch den Rap-Part und die – auch dadurch erzeugte – kontinuierliche Steigerung im Laufe des Songs auf. Der Refrain hat zudem Ohrwurm-Potenzial und ich habe gerade am Ende auch immer wieder leichte „You Let Me Walk Alone“-Vibes. Deshalb: Zusammen mit „Anxiety“ der Song, der am besten für den ESC geeignet ist. Jetzt kommt es auf die Performance an: „Rockstars“ darf nicht wie eine zwanzig Jahre verspätete Reminiszenz an Eminem rüberkommen, sondern muss eigenständig und emotional inszeniert werden. 8 Punkte.

Berenike: Der Song hat seltsamerweise eine Art Anti-Schönhör-Effekt auf mich. Am Anfang fand ich ihn ganz okay, je häufiger ich ihn höre, desto fader wirkt er auf mich. Insbesondere den Rap-Teil empfinde ich als sehr lasch. Wenn ich das mit Blanco vergleiche, dessen Rap wie eine Faust in die Magengrube auf mich wirkt…  Dazu wirkt Maliks Stimme unangenehm jammerig auf mich persönlich. Auch wenn ich damit dem allgemeinen Stimmungsbild widerspreche: 3 Punkte.

Douze Points: Willkommen zurück in den Nuller Jahren. Malik fängt uns gleich am Anfang des Liedes mit seiner tollen Stimme ein (auch wenn mir die amerikanische Überbetonung des Wortes „Rockstars“ weniger gefällt). Die Strophen im Sprechgesang (ist es schon gerappt?) sind ein schönes Stilmittel, um für Abwechslung zu sorgen und die Leute zu unterhalten. Allerdings ist das jetzt auch nicht gerade eine Innovation. Insgesamt aber eine runde Nummer, die man sich gern im Radio anhört. 8 Punkte.

Florian: „Rockstars“ ist zwar eine sehr radiotauglich arrangierte Nummer, der gesprochene (Rap-)Part gibt ihr jedoch nochmal einen etwas anderen Touch. Malik hat eine gute Stimme, das steht vermutlich nicht zur Diskussion. Wahrscheinlich hat sein Beitrag unter den sechs auch das größte Hit-Potenzial und wird im Radio auch abseits der beworbenen Rotation für die Vorentscheidungssongs funktionieren und gespielt werden. Für den ESC ist das meiner Meinung nach jedoch zu wenig – den „Wow“-Moment gibt es in den drei Minuten nicht. Zudem weiß ich nicht, ob die Nummer durch die Performance noch besser in Szene gesetzt und damit einen höheren Erinnerungscharakter verliehen bekommen kann. 5 Punkte.

Manu: Malik Harris begeistert mit einer gerade sehr modernen und im Radio oft gespielten Stimmfarbe. Das weckt erstmal Aufmerksamkeit. Der einsetzende Beat ist bestenfalls unkreativ-solide und erinnert mich etwas an den brav-ruhigen Eminem von vor 20 Jahren, da wäre definitiv mehr nötig gewesen. Immerhin besitzt „Rockstars“ aber einen eingängigen Refrain. Knackpunkt des Liedes ist und wird der nach dem ersten Refrain einsetzende und sich in der Intensität steigernde Sprechgesang sein. Wenn Malik es schaffen sollte, darüber Emotionen zu wecken, könnte der ein oder andere vereinzelte Punkt beim ESC möglich sein. Mich persönlich erreicht das Lied momentan aber leider Null komma Null. 3 Punkte

Max: Vorweg: „Rockstars“ ist für mich der Favorit beim diesjährigen deutschen Vorentscheid. Zugegebenermaßen hab ich es beim ersten Anhören noch nicht so sehr gemocht. Ich erwischte mich jedoch dabei, wie ich es immer wieder vor mich hin geträllert habe. Der Refrain ist eben sehr einprägsam und ich bin mir auch sicher, dass ein beliebiger amerikanischer Künstler damit die Charts stürmen würde. Aber vielleicht tut Malik das auch? Wer weiß. Abstriche muss ich bei dem Lied machen, weil ich persönlich nicht häufig ruhige oder nachdenkliche Lieder höre. Aber objektiv betrachtet mag ich es absolut. Von mir gibt es 8 Punkte.

Peter: „Rockstars“ finde ich sehr ok, kann ich mir in Turin vorstellen, wiewohl ich Eros noch ein bissel stärker empfinde. Dieses relativ positive Fazit vorausgeschickt mag ich aber auch folgendes sagen: Im S!sters-Jahr haben wir drei Songs besser gefallen als „Rockstars“, nicht nur das offensichtliche „Wear Your Love“, sondern mindestens zwei weitere, wenn ich ganz ehrlich zu mir (und zu Euch) bin. Wenn die Rap-Parts in „Rockstars“ stärker voneinander abgesetzt werden (Revamp), könnte der Song noch konkurrenzfähiger sein. Malik ist lässig. 7 Punkte.

Rick: Dass die beteiligten Radiosender (teilweise) nur eine Light-Version von „Rockstars“ spielen, ist eigentlich der beste Hinweis, um zu wissen, dass DAS HIER unser Song für Turin sein sollte. Malik hat eine super Stimme, wirkt cool, zugänglich und echt. Der Song selbst ist radiofreundlich, ja, aber gleichzeitig auch interessant und besonders genug für einen modernen Wettbewerb wie den ESC. Der Beat, der Rap-Teil und die Melodie sorgen für eine perfekte Kombi aus Emotionalität und zeitgemäßem Sound. Ich musste direkt an The Kid Laroi und Macklemore denken – Künstler die weltweit gehyped werden. Ob es tatsächlich die beste Wahl aus allen Einsendungen 2022 ist, darf weiterhin bestritten werden. Aber „Rockstars“ ist im feststehenden Vorentscheid-Startfeld mit Abstand der geeignetste und auffälligste Beitrag. Dafür gibt’s von mir 10 Punkte!

Gesamtpunktzahl: 52/96

Gestern gab es bereits einen Talk mit Malik Harris in unserem ESC kompakt LIVE. Schaut gern einmal rein.

Wie gefällt Euch „Rockstars“? Und welche Inszenierungsideen habt Ihr für den Song? Schreibt uns das gerne in die Kommentare.

Bisher erschienene Songchecks:

(1) Felicia Lu – Anxiety
(2) Eros Atomus – alive


41 Kommentare

  1. Malik ist live extrem stark, daher bin ich sehr gespannt auf die Performance. Er betont ja auch immer seine „One-Man-Show“ auf der Bühne und ich bin gespannt wie er das ganze bei Germany 12 Points rüberbringt. Viel Glück Malik!

  2. Das einzig Positive daran: der Song ist exakt drei Minuten lang und der diesjährige Gewinner „Hallo Welt“ müßte erst auf diese Länge gekürzt werden. Bei den Wettanbietern rangiert die Nummer auf dem zweiten Platz und bin mir sicher, daß dieser Song mit seinem lnterpreten zum FFF wird, was auch für den von Frau Kürbiß gilt. „Rockstars“ erinnert mich vom Titel an einen in Deutschland sehr bekannten Energydrinkhersteller und könnte daher als Schleichwerbung für diesen verstanden werden. Besser wäre „We used to be Rockstars“ gewesen, denn so fängt der Refrain an.

      • Ich war davon ausgegangen, daß „Hallo Welt“ hier rezensiert wird und gerade weil die Nummer so schlecht wegkommt, sollte sie Deutschland beim ESC vertreten! Malik und Felicia könnte nämlich das passieren, was Aly Ryan vor drei Jahren widerfuhr: als großer Favorit gehandelt und im Voting abgestürzt, weil der Liveauftritt nicht erfolgreich war.

    • Da muss ich Trakol und Berenike zustimmen. Während mir Rockstars von mal zu mal anstrengender vorkommt, hat sich Anxiety bei mir echt zu nem Ohrwurm entwickelt…
      Ich wär aber auch mit Malik als Vertreter der Nation einverstanden, vor allem weil er so ein cooler Typ ist.

  3. Ich mochte den Song gleich beim ersten hören. Der Refrain ist eingängig und den Sprechgesang/Rap Part find ich richtig gut. Nur danach fühle ich mich etwas stehen gelassen mit meiner Emotion. Bei vielen anderen Songs kommt nach einer Bridge meistens eine Steigerung im Refrain, das fehlt mir hier und kommt am Schluss nur ganz kurz. Meine Hoffnung das das durch den Einsatz von Streichern, wie Malik das sagte, besser wird

  4. Fuer mich der beste Beitrag.

    Trotzdem: diese Eminem-Effekt ist in der Tat unueberhoerbar… vielleicht kann man ein bisschen daran arbeiten.

  5. Ehrlich gesagt kann ich nicht ganz nachvollziehen warum ausgerechnet dieser Song am besten sein soll. Mich lässt der Song kalt. Ich finde andere Songs besser. Aber mal sehen, wie er es live rüberbringt.

    • Du musst nicht alles von dir abgängig machen. Nur weil dir der Song nicht gefällt muss der Song nicht schlecht sein. Oder nur weil du EC nicht kanntest waren sie nicht erfolgreich

      • Habe ich das behauptet? Außerdem machen das andere ja auch und viel intensiver als ich. Die gehen auch nur von ihrem persönlichen Geschmack aus und glauben er wäre allgemeingültig. Besonders dann, wenn es um die Chancen der Kandidaten in Turin geht.

  6. Der Song ist kompetente Sensiblerjungestangenware, aber leider bin ich kein Fan von Maliks Singstimme. Trotzdem wünsche ich viel Spaß und viel Erfolg!

    • Bin auch kein Fan von der Stimme. Deswegen wunderte mich Flos Kommentar auch, dass es darüber wohl keine Diskussionen gibt. Ich will auch keine anzetteln und wenn das hier für einige ein toller Sänger ist, dann freu ich mich.
      Ich kann mir von ihm „Rockstars“ gut anhören, ich finde, der Rap-Part hat grad am Ende eine gute Energie. Das kann ich mir alles gut in Turin vorstellen. Einen großen Erfolg seh ich damit in Turin allerdings auch nicht. Dafür isses zu unspannend. Für den deutschen VE reicht es allemal und er wird die Show da auch spielend gewinnen, das ist klar.
      Der Rest eines Oeuves ist nicht meins weil wegen Stimme.

      • Sehe ich genauso: In der Rap-Passage gefällt mir seine Stimme besser, weshalb ich oben ja auch ganz bewusst das Wort „Singstimme“ gewählt habe. Und klar ist Maliks Serviervorschlag meilenweit vor und über all den anderen grässlichen und abgestandenen Machwerken/hässlichen Liedentchen, die sich sonst noch in unserem Vorentscheid tummeln.

  7. Leider so ininteressant wie der Rest, mir unklar, warum der Song so toll sein soll. Sieht immerhin sexy aus, quasi Asi-Luca Hänni Look.

  8. Kann man sich anhören, kann man auch sein lassen. Die Thematik des Songs wird zwar viele ansprechen, ob man das ihm dann abkauft, ich weiß ja nicht und Ich gehöre jetzt auch nicht zu den Fans seiner Stimme.

  9. Aus der Kategorie „geht so“. Maliks Stimme ist sehr interessant, der Song aber für mein Gefühl wettbewerbsuntauglich – der Rap-Part könnte für viele ein Ausschalter sein…

    War für mich übrigens DER Moment dieser schrecklichen Songpräsentation des NDR: Malik moderiert seinen angeblich „krassen“ Rap an – und nachdem das Video dann gelaufen ist, meint Alina nur: „So schlimm war’s doch gar nicht.“ Und das ist in einem Satz die ganze Tragödie des diesjährigen NDR-Schaulaufens.

  10. Der Rappart hat für meine Ohren überhaupt keinen Bezug zum Rest des Liedes. Das passt da doch nicht wirklich rein. Und der Rest des Liedes ist nun auch nichts besonderes. Für mich maximal Platz 3 oder 4 im VE.

  11. Auch bei mir ist Anxiety mittlerweile knapp vorbeigezogen.
    Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann warum hier unterschiedliche Versionen gespielt werden. Für welche Version stimme ich online denn ab? Da ist doch alles wieder ganz großer Mumpitz!
    Da schaffen es die Sender nicht mal für 2 Wochen die normale Rapversion zu spielen weil sonst was schlimmes passiert?? Unmöglich. Jedes Mal denke ich nächstes Jahr wird es besser aber nein.

  12. Es ist zwar hart zu sagen, aber Malik hat Glück, dass die Ukraine mal wieder Mist baut, denn zwei engergiegeladene Rap-Einlangen wären dann schon auffällig und so hätte er vielleicht ein Alleinstellungsmerkmal.
    Für mich immer noch der Song, den man am leichstesten auf der Bühne so umsetzen könnte, dass er auffällt.

  13. Ich mag den Song auch. 12 Points. Mir fiel gerade eine Frage ein. Wie komt der Malik auf den Titel Rockstars? Hat das einen besonderen Hintergrundf für ihn?

  14. Ein echt sympathischer junger Mann mit einem sympathischen Song. Gute Botschaft, eingängige Melodie, Höhepunkt im Mittel. Danach verliert der Song dann an Kraft und wird durch die Wiederholung des Refrains leider langweilig. Ich glaube nicht, das Malik in der Lage ist, das Gefühl des Songs auf diese große Bühne zu bringen, dafur fehlt es an Erfahrung, Routine und Gelassenheit. Das ist bei so einem melancholischen, einfachen Song aber immenz wichtig. Aus der NDR Auswahl das kleinste Übel. Wenn ich mir das Debakel anschauen und voten würde, dann für ihn.

  15. Wenn es nach den Kommentaren hier geht, hätte Roman Lob damals auch auf dem letzten Platz landen müssen? Oder? Und Lena erst, mit diesem beknackten Satelliten und ihrer unausgebildeten Stimme LOL …

  16. Ich mag die Musik von Malik, aber Rockstars ist gerade nicht so mein Fall. Schon dieses Geschnuschel auf *stars* bei Rockstars….Ich würde den Rap-Part nicht gerade mit Eminem vergleichen, aber ich finde Malik hat optisch eine verblüffende Ähnlichkeit mit Luca Hänni. 🙈 Er wird seinen Weg machen ob mit oder ohne ESC, davon bin ich überzeugt.

  17. Also Rockstars und auch Malik steigen in meiner LIste. Malik natürlich nicht zuletzt wegen seines sehr sympathischen Auftretens, was man gestern Abend im Live Chat auch erleben konnte.
    Der Song gefiel mir erst nicht sonderlich, vielleicht weil ich solche Rap-Einlagen nicht so mag. Mittlerweile erkenne ich aber die Dramaturgie, die in dem Song steckt. Ich hoffe, er kann sie richtig gut auf der Bühne rüberbringen, dann könnte es was werden.

  18. Malik hat viel Ausstrahlung und eine gute Stimme. Er ist der interessanteste Künstler von den sechs, aber der Song ist doch recht langweilig und der Rap-Part hat einfach viel zu viel Pathos, das klingt total uncool für mich.

  19. Ähnlich wie bei Rusty und anders als bei Berenike und einigen anderen hier ist „Rockstars“, was ich am Anfang langweilig fand, in meiner Gunst gestiegen. Der Song hat doch eine ganz angenehme Melodie. Sollte „alive“, mein klarer Lieblingssong, nicht gewinnen, wäre ich mit „Rockstars“ auch zufrieden.

  20. Malik ist der Sohn von Ricky Harris, der vor sechs Jahren am RTL-Dschungelcamp teilnahm und auf Sat.1 seine eigene Talkshow hatte, die jedoch nur kurzlebig war. Dennoch ist das kein Argument, weshalb sein Sohn den Vorentscheid gewinnen und damit für Deutschland beim ESC antreten darf. Meine Wertung für seinen Song sieht so aus:

    Song allgemein: 0 von 12 Punkten
    Eignung des Songs für den ESC: 0 von 12 Punkten
    Eignung der Künstlerin für den ESC: 3 von 12 Punkten
    Gesamtpaket: 1 von 12 Punkten

    Die Alternative dazu wäre Nico Santos mit seinem aktuellen Titel „Would I lie to you“:

    https://www.youtube.com/watch?v=T6X3JcGwH9E

    Song allgemein: 8 von 12 Punkten
    Eignung des Songs für den ESC: 8 von 12 Punkten
    Eignung der Künstlerin für den ESC: 12 von 12 Punkten
    Gesamtpaket: 10 von 12 Punkten

  21. Moin nach der Sturmnacht in Hamburg! Ich weiß gar nicht, warum der Song nur so mittelgut ankommt. Ich finde die Singstimme interessant, den Rap-Part mit der Steigerung gut gelungen und ich kann Rockstars spontan summen, auch wenn ich den Song nicht unmittelbar vorher gehört habe. Rockstars mit Malik ist einer der drei Songs, die meinen Segen für Turin hätten. Es kommt jetzt wirklich auf die Umsetzung und die Livequalität an. Der NDR spielt übrigens weiterhin die Songs der VE und garniert sie mit einer Anmoderation zum ESC. Allerdings habe ich schon mehrfach in der Anmoderation gehört, dass die Vorentscheidung im Ersten kommen soll….

  22. Moinsen, ich hoffe, Ihr seid alle gut durch den Sturm gekommen!

    Ich hab ja hier noch gar nicht rezensiert! Das geht aba nich!

    Ich hab bei diesem Song ganz entschieden Daz-Sampson-Vibes. Vermutlich bin ich da kein Maßstab, aber diese bis zum Erbrechen ausgelutschte und leider dennoch immer noch funktionierende 4-Chord-Folge aus Tonika, Dominante, Tonikaparallele und Subdominante kann ich echt nicht mehr hören und vor allem dann nicht, wenn sie mir dermaßen penetrant um die Ohren gehauen wird. Aber wie gesagt, das ist vermutlich mein persönliches Problem.

    Die Optik weiß zu gefallen, auch die Stimmfarbe ist gut. Ich denke, man kann aus dem Gesamtpaket schon durchaus was machen. Dennoch, der Song ist zusammen mit Felicia Lus Beitrag trotzdem nur der Einäugige unter den Blinden. Wenn wir was schicken, dann eins von den beiden.

  23. „Rockstars“ mag ich leider nicht so gerne.
    Generell bin ich für Rap selten empfänglich, auch wenn mich der emotionale Druck des Rapparts gegen Ende durchaus ein wenig mitreißt. Ansonsten klingt das Lied leider viel zu seicht und ist halt … ein Radiolied. Der Refrain langweilt mich bereits beim dritten Durchlauf.
    Malik ist sympathisch und kann singen, aber das täuscht leider trotzdem nicht über den schwachen Song hinweg.

    Für den ESC halte ich das Lied mittlerweile für deutlich weniger geeignet als „Anxiety“ von Felicia Lu. Möglicherweise könnte durch eine Inszenierung und den Einsatz imposanter Streicher (das hatte er ja im Stream kurz mal angeteasert) noch etwas rausgeholt werden, aber das Lied wird es meiner Meinung nach so oder so nicht in die erste Hälfte der Tabelle schaffen. Ein letzter Platz würde mich nicht überraschen.

    1/12 (wenn überhaupt)

  24. Für mich komplett unverständlich, das gerade dieser Song so relativ gut ankommt. Ich finde ihn absolut grausam und auf einer Ebene mit hallo welt und soap. Sollte Deutschland diesen song nach turin schicken, rechne ich mit 0 Punkten weil der Song nichts hat was eine Stimmabgabe rechtfertigt. Sollte ich das Pech haben den Song im Radio zu hören, würde ich sofort umschalten

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