Larger than life: Unsere 4. Staffel ESC kompakt LIVE (Leaving Liverpool 5)

Keine Saison wurde bislang so von unseren ESC kompakt LIVE Shows geprägt wie die „Staffel 4“. (Das Copyright auf diese Staffel-Bezeichnung liegt übrigens bei Benny.)

Zwar gab es auch in früheren Saisons legendäre Shows, hervorheben möchte ich einmal mehr den Talk mit Marius Bear im letzten Jahr, aber in ihrer Dichte und Unterschiedlichkeit gab es noch nie so viele Highlights wie in diesem Jahr. Das vorausgeschickt darf und möchte ich aber gleichzeitig gestehen: Höchstwahrscheinlich nie, nie, nie wird unser ESC kompakt LIVE vom 4. März 2021 zu toppen sein, das Warten auf die Videopremiere des (inzwischen) legendären „Sugar“-Clips von Natalia Gordienko.

Vier Highlights aus Staffel 4 möchte ich retrospektiv hervorheben und dies auch begründen:

1. Das allererste Gespräch mit Chris Harms von Lord Of The Lost

Lord Of The Lost waren inzwischen einige Mal bei ESC kompakt LIVE zu Gast, unser ESC kompakt LIVE nach der Achterbahnfahrt in Liverpool mit Chris, Gerrit, Klaas und Pi ist sogar das meistgesehene ESC kompakt LIVE ever. Aber der allererste Talk mit Chris Harms war etwas ganz besonderes, denn es begegneten sich zwei Welten. Viele LOTL-Hardcore-Fans haben uns erst durch dieses Interview entdeckt und uns sehr herzlich in ihre Metal-World aufgenommen. Und umgekehrt war es genauso, wir konnten mit diesem Interview vielen ESC-Fans Lord Of The Lost näherbringen. In diesem LIVE hat die Chemie nach 60 Sekunden sofort gestimmt, ich finde das kommt gut rüber.

2. Crossover-LIVE mit zwei Acts gleichzeitig: From Fall To Spring UND Jona XX

Die Saarland-Rocker From Fall To Spring und Jona XX aus Berlin könnten unterschiedlicher nicht sein, aber in diesem neuen Duo-Format hätte die Atmo nicht besser sein können. Wir haben dieses Duo-Format in Staffel 4 erstmals ausprobiert. Veranlasst hatte uns dazu, dass die Abstimmung über die sechs TikTok-Bewerbungen nur eine Woche möglich war und da wir möglichst alle Acts asap vorstellen wollten, sind wir auf dieses Doppelformat gekommen. Dass dies so gut klappen würde, hätten wir uns nicht träumen lassen, der gegenseitige Respekt, die wechselseitige Anerkennung, die Offenheit der Künstler war bei aller musikalischen Unterschiedlichkeit einfach überwältigend. Und From Fall To Spring haben hier auch den besten Live-Auftritt in der ESC-kompakt-LIVE-Geschichte hingelegt.

3. René Miller

Dieses Gespräch gehört nicht zu den meistgeklickten auf unserem YouTube-Channel, aber ich möchte es gerade deswegen noch einmal hervorheben, es ist nämlich nicht nur eine der schönsten künstlerischen Begegnungen sondern auch eine der reichweitenbezogen unterschätztesten. Vor seiner ESC-Finalnominierung kannte ich René Miller kaum, aber nach diesem Gespräch hatte ich das Gefühl, als wäre es ein uralter Freund auf einem Klassentreffen, den man 25 Jahre nicht gesehen hat und wo nach zwei Minuten alles wieder so vertraut ist wie auf dem Schulhof. Die Offenheit, Spontanität, Reflektiertheit und der Humor von René in diesem Talk waren entwaffnend und überzeugend. Wenn ich ehrlich bin, sehe ich mir die meisten LIVE-Sessions, die wir machen, nicht mehr an (finde mich selbst meistens eher cringe), aber dieser Talk mit René ist da eine Ausnahme.

4. Frida Gold

In 2022 haben wir Euch ESC kompakt LIVE Interviews mit allen Vorentscheid-Teilnehmern bieten können und dieses Ziel auch in 2023 zu verwirklichen, war unser Anspruch aber bis ganz zum Schluss sehr wackelig. Erst ganz am Ende unserer ULFL-LIVE-Serie klappte auch das YouTube-Date mit Alina und Andi. Der ESC-kompakt-Gig war überhaupt nur einer von drei Promo-Anlässen, den die beiden gemacht haben – und selbst als wir live auf YouTube gingen, war noch nicht 100% sicher, ob es klappt. Aber es klappte – und wie großartig wurden wir für das bange Warten belohnt. Wenn es das Wort „Intensität“ noch nicht geben würde, es müsste für diesen Austausch erfunden werden. Das ist nicht nur eines meiner Saison-Highlights, das ist ein Höhepunkt meiner ESC-kompakt-Zeit.

Smells Like Team Spirit

Die ESC-kompakt-LIVE-Folge mit Frida Gold ist für mich auch in anderer Hinsicht ein kleiner Meilenstein. Aufgrund des großen Improvisationsbedarf zeigt das Format nämlich auch, wie prima es (inzwischen) zwischen Benny und mir speziell bei den Celebrity-Interviews klappt. Das Format lebt meines Erachtens auch von unserer Unterschiedlichkeit und dem heterogenen, aber immer vertrauensvollen Miteinander der Blogger.

Diese Umarmung möchte ich unbedingt auch für unsere Co-Blogger ausdehnen. Was wäre ESC kompakt ohne die scharfzüngigen Analysen von Douze Points oder die Rants von Rick? Nichts! Genau so wenig wäre das Format so erfolgreich ohne den trockenen Humor von Max, die „straight to the point“-Song/Performance-Reactions von Berenike oder die defensiven, aber stets pointierten Statements von Flo. Und Manu ist immer mit wichtigen Informationen und Recherchen in den Kommentaren zur Stelle. ESC kompakt zeigt uns als Team und als Individuen gleichermaßen: Smells Like Team Spirit.

Diesen Dank möchte ich an alle unsere Zuschauerinnen und Zuschauer ausdehnen, die so zahlreich kommentieren. Das ist mittlerweile so lebhaft, dass wir gar nicht alles ansprechen können, aber gerade der unmittelbare Austausch ist „the spice of LIVE“! Danke mag ich auch sagen für all den Support, den wir auf so unterschiedliche Art und Weise erfahren. Ich habe sehr persönliche „Zuschauerpost“ bekommen, die mir bis heute viel bedeutet. Und jedes Mal, wenn jemand von Euch einen „Supersticker“ zieht, zucke ich zusammen. DANKE! Genauso wie wir auch Katjes danken, dass sie uns jetzt offiziell unterstützen. Das gibt uns so viel mehr Möglichkeiten, für Euch das Angebot von ESC kompakt noch vielfältiger zu gestalten! Und wir mögen gerne naschen, insofern gehört Katjes zu unseren ESC kompakt LIVEs irgendwie immer dazu.

„Stell doch mal mehr kritische Fragen!“

Abschließend möchte ich noch auf diesen Satz eingehen, der zuweilen in den Kommentaren auftaucht. Darauf gibt es zwei Antworten. Erstens: Wir sind ein ESC-Blog von Fans für Fans, d.h. wir feiern den ESC und das Glas ist für uns immer erstmal halbvoll (mindestens). Wenn wir Interviews machen, wollen wir aus Respekt vor den Künstlern, die sich dem Wettbewerb stellen, erstmal eine konstruktive Atmo schaffen, wo sich die Kreativen genauso wie die Zuschauerinnen und Zuschauer wohlfühlen. Aber wenn Ihr unsere LIVE-Shows intensiv verfolgt, werdet Ihr feststellen, dass wir kritische Fragen keinesfalls auslassen, wir schaffen nur eine Grundlage, wo solche nicht als Affront wahrgenommen werden, sondern dann, wenn es passt, sehr offen beantwortet werden, was nicht der Fall wäre, wenn wir investigativ-aggressiv fragen würden.

Im übrigen gab es noch kein einziges LIVE mit Redeverboten. Bislang hat uns keine Künstlerin und kein Künstler dazu im Vorwege „Anweisungen“ gegeben und wir schließen das auch prinzipiell aus, das ist ein weiterer Erfolgsbaustein von ESC kompakt LIVE.

Zuweilen kommen wir allerdings ins Quatschen. Was dazu führt, dass wir nicht immer alle Fragen stellen können, die wir stellen wollten und auch durchaus berechtigte Hinweise Euerseits bekommen, dass wir die eine Stunde, die wir meistens mit den Acts vereinbaren, „vergeuden“, z.B. mit Anekdoten.

Dazu mag ich nur sagen: Wir können sicher noch vieles besser machen, aber wir bleiben eine Initiative „von Fans für Fans“ und haben ehrlicherweise keinen Sandra-Maischberger-Anspruch. Vielleicht machen wir sogar mal ein ESC-kompakt-Anekdoten-Special, wie einige von Euch anregen oder wir veranstalten irgendwann den zuletzt mit Lord Of The Lost hier vereinbarten ESC-kompakt-LIVE-Marathon (irgendwas zwischen 12h und 24h nonstop). Pi hat ja schon zugesagt.

Übrigens wird es auch in der Off-Season weitere ESC kompakt LIVEs geben, z.B. die Auslosung der Patensongs für den Second Chance Contest am kommenden Mittwochabend. Und ein sehr erfolgreicher deutscher Teilnehmer hat uns auch schon für ein LIVE in der nächsten Zeit zugesagt. Stay tuned.

Bisher in der Serie „Leaving Liverpool“ erschienen:


22 Kommentare

  1. Großartig Peter. Danke für den Artikel. Wenn es ESC Live nicht gäbe müsste man das unbedingt erfinden. Ist das doch neben den ganzen interessanten Begegnungen mit den Gästen auch die beste Möglichkeit euch Blogger etwas kennen zu lernen. Danke dafür!
    Einen Tipp hab ich noch für dich Peter. Also du hast ja immer so viel zu erzählen und bist auch jemand der alleine ne Stunde oder zwei voll bekommt. Wäre es da nicht eine Möglichkeit wenn du einen eigenen ESC Kompakt Podcast machst. ESK Kompakt – der Podcast – Peters Anekdoten oder so ähnlich. Fänd ich toll, ich würde den abonnieren.

  2. Danke lieber Peter und an das gesamte ESC Kompakt Team.
    Ihr macht weltklasse Arbeit, bringt mich jedes Mal zum Lachen und ich freue mich schon sehr auf die Off Season LIVE und natürlich insbesonders auf die neue Saison

  3. Das mit dem „Stellt doch mal kritischere Fragen“ bezog sich bestimmt darauf, wenn ihr Interviews mit Frau Wolflast macht, bzw. mit anderen Verantwortlichen mit dem NDR. Hier kommt teilweise gute und kritische Artikel zu der Arbeit der NDR-Verantwortlichen. Aber als ihr das Interview mit Frau Wolflast hattet, gabs keinerlei kritische Fragen. Kritische Fragen zu stellen, bedeutet nicht gleich, das man respektlos gegenüber Frau Wolflast wäre. Sondern sie auch mal mit Kritik von den ESC-Fans zu konfrontieren. Ich habe das „interview“ damals miterlebt. Da war von kritischer Distanz keinerlei Spur. Und es gebe zum Thema „ESC und NDR/ARD“ bestimmt genügend Dinge die man kritisch hinterfragen könnte.

  4. Von Fans für Fans – und das merke ich in jeder Minute Hören und Sehen und jeder Zeile Lesen.
    Ich fühle mich nicht nur umfassend zu meinem Hobby informiert, sondern auch noch bestens unterhalten, was brauche ich mehr – mein Glas ist hier immer ganz voll. 😉

    Danke Peter, Benny, Berenike, DouzePoints, Rick, Max, Flo und Manu dafür.

    • Genau so isses einszweidrei!
      Danke an das gesamte ESC kompakt Team, die Youtube Live Serie hat sich wirklich toll entwickelt

  5. Danke für all die tollen Lives diese/letzte Saison! Da würden echt viele schöne Erinnerungen produziert. Allen voran tatsächlich die Gespräche mit Chris/Lord of the Lost. Allein wie gut die Chemie zwischen euch stimmte, hat das sehenswert gemacht. Bei Bennys Liverpool-Interview mit den Jungs und dem Post-ESC-Live mit denen war es, wie ein Wiedersehen unter Freunden.
    Die Killer-Performance von From Fall to Spring werde ich mir mit Sicherheit auch noch häufiger ansehen. Auch das Live mit Ikke & Betül war hochinteressant. Und nicht zu vergessen natürlich die Streams nach den Proben, die in TikTok-Zeiten noch mal umso nötiger waren. Danke, danke, danke!

  6. Die ESCK Live Chats sind für mich immer ein Highlight 🤩Vielen lieben Dank an euch alle dafür.Da fühlt man sich immer,als säße man mittendrin. Und wenn es zwischen den vielen Informationen, interessanten News, Gesprächen mit den ESC Künstlern, auch mal Anekdoten und“ ausuferndes Gequatsche“ gibt,finde ich das einfach nur menschlich….weiter so🙂

  7. Ich kann mich da den anderen Kommentaren nur anschließen. Jedes ESC Kompakt Live ist ein Highlight, auf das ich mich total freue. Vielen Dank an Euch alle dafür!

  8. Ich glaube, die Idee, regelmäßig live zu gehen, war eine der besten, die ihr je hattet. Die Reihe hat sich richtig weiterentwickelt, vergleicht man Staffel 1 mit Staffel 4, merkt man vor allem die gestiegene Professionalität bzw. Routine für einen Livestream. Ich bin eigentlich immer dabei, wenn es zeitlich passt und wenn nicht, wird der Stream nachgeholt. Die wichtigste Zutat dieses köstlichen Rezeptes ist aber die Menschlichkeit. Wenn ihr mal vom Thema abkommt, Anekdoten erzählt (meinetwegen gerne noch mehr davon), dann denke ich immer, dass ich mittendrin in einem Gespräch von Freunden bin, anstatt nur dabei.
    Ein Anekdotenspecial wäre genial, aber ein 24h (oder 12h) Live wäre glaube ich nicht mehr zu toppen. Wenn ihr das organisiert bekommt, dann wäre ich jede Sekunde dabei. Es könnte sich dann ja jede Stunde eine Person oder auch zwei aus dem ESC-Kosmos im Live einfinden und zwischen den Gästen könnt ihr ja über Gott und die Welt plaudern.

  9. ESC Kompakt Live hat viel zur Atmosphäre der Saison beigetragen. Vielen Dank dafür.
    Ich fände es ja noch immer schön, wenn jemand vom NDR die Courage hätte, sich jetzt nochmal der Herausforderung EKL zu stellen.

    • Oder zumindest, sobald erste Pläne für den kommenden VE angedeutet werden können. Würde mich wirklich interessieren, was beim NDR gerade los ist und ob man in der ARD auch nach dem erneuten letzten Platz (was ich hoffe) weiterhin am 2023er Weg festhält.

  10. Auch ein ganz tolles Highlight für mich! Auch wenn ich nicht immer Zeit hab, live dabei zu sein, ist es auch im Nachgang toll, euch zu sehen, eure Dynamik untereinander und die mit den zahlreichen Gästen. Danke dafür!

    Ich würde mich auch über ein „Peter erzählt mal Anekdoten, die nicht mal mit dem ESC zu tun haben müssen“-Special freuen, aber nur wenn Benny verspricht, ihn nicht abzuwürgen 😉

  11. Vielen Dank an euch alle, liebe Blogger. Ihr habt den Spannungsbogen und die Vorfreude auf den Event wunderbar aufgebaut mit den Live Talks und ich hoffe, dass ihr dies weiterhin so aktiv weiter treiben könnt und wollt.

    Wir bekommen dank euch einen viel tieferen Einblick in die verschiedenen Acts und können uns auch indirekt mit ihnen austauschen (falls der Chat beachtet wird ;-))

    DANKE DANKE DANKE und auf einige weitere Offseason Lives u.a mit Peters Anekdoten-Episode.

  12. Schön zusammengefasst Peter! Besonders das Frida Gold Interview und der Auftritt von From Fall to Spring werden mir in Erinnerung bleiben. Bei LOTL war das erste auch besonders, aber das letzte mit den 1.000 Views ist doch noch einen Tick cooler gewesen (1.000 Views!).

    Vielen Dank an das gesamte Team für ihre unfassbar gute, engagierte und liebevolle Arbeit. Dieses Mal bleibe ich auch aktive Nebensaison Leserin/Zuschauerin und bin gespannt was uns noch erwartet 😊💕.

  13. Ich finde schon, dass das „ESC kompakt“-Team kritische Fragen stellt, auch an Alexandra Wolfslast! Gutes Beispiel hier ist das Interivew mit Alex Wolfslast und Stefan Leidner nach dem diesjährigen deutschen Vorentscheid, wo Peter die Zusammenarbeit mit den Popwellen beim Online-Voting sowie die damalige Nichtveröffentlichung der detaillierten Abstimmungsergebnisse kritisch hinterfragte. Mittlerweile wurden ja auch, wahrscheinlich „dank“ dem Streit zwischen Peter Urban und Ikke Hüftgold bzw. Matthias Distel die detaillierten Abstimmungsergebnisse veröffentlicht, aber dies war ja damals noch nicht abzusehen.
    https://www.youtube.com/live/hKYWHsBsjoA?feature=share&t=3197

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