Letzter Platz beim ESC: War der deutsche Beitrag wirklich so schlecht? Nein, aber …

Bild: EBU / CORINNE CUMMING

Nach dem erneuten schlechten Abschneiden Deutschlands beim Eurovision Song Contest 2022 in Turin sind viele Zuschauer/innen verunsichert. Sie fanden den letzten Platz für Malik Harris‘ „Rockstars“ unverdient und mehrere andere Lieder „definitiv viel schlechter“. Eine andere Person, die regelmäßig den ESC schaut, ansonsten aber nicht so sehr mit den Besonderheiten des Wettbewerbs vertraut ist, schrieb mir: „Letztes Jahr war es leider ähnlich. Irgendwie ärgert mich das. Als ob alle die Deutschen hassen…“

War der deutsche Beitrag also wirklich so schlecht? Um es kurz zu machen: Nein, das war er nicht. Aber es gab zu viele Lieder unter den 24 anderen Finalisten, die einfach besser waren. Und die Zuschauer/innen rufen nicht für alle Beiträge an, die sie nicht schlecht finden, sondern nur für ein, zwei oder drei, die ihnen richtig gut gefallen. Gleichzeitig können pro Land und Abstimmungsgruppe nur zehn Lieder Punkte bekommen; die anderen 13 gehen leer aus. Malik Harris war fast immer unter den Letzteren.

Die Gründe für die wenigen Punkte für Malik Harris‘ Lied sind vielfältig. Er selbst trägt daran die geringste Schuld.

Zum einen liegt es am besonderen Status Deutschlands beim ESC. Als sogenanntes Big-5-Land ist Deutschland – wie Frankreich, Großbritannien Italien und Spanien – immer für das Finale des ESC gesetzt. Die anderen 20 Final-Beiträge müssen sich in einem der beiden vorgelagerten Halbfinale qualifizieren. Dort sind in diesem Jahr im ersten Semi sieben und im zweiten Semi acht Songs, zusammen also bereits 15 Beiträge ausgeschieden. Insofern traf Malik am Samstag auf 20 Songs, die bereits gezeigt haben, dass sie besser sind als viele andere.

Malik Harris – Rockstars (ESC 2022)

Außerdem schicken die 40 teilnehmenden Länder nicht irgendwelche Lieder zum ESC. In vielen Ländern gibt es seit Jahren umfangreiche Vorentscheidungen. In Schweden setzte sich Cornelia Jakobs im Melodifestivalen gegen 27 andere Beiträge durch. Die Spanierin Chanel ließ im Benidorm Fest zwölf andere Songs hinter sich, der Este Stefan beim Eesti Laul gleich 39. Diese Beiträge haben in unterschiedlichen nationalen Auswahlverfahren bewiesen, dass sie stark sind.

In Deutschland gab es in diesem Jahr auch wieder eine Vorentscheidung. Dort traten aber zum einen nur sechs Songs an. Zum anderen waren diese aber nicht nach den Anforderungen des ESC ausgewählt worden, sondern von Radiomacher/innen nicht zuletzt nach dem Gesichtspunkt der Radiotauglichkeit. Die Lieder sollten problemlos in die Sendeformate der Stationen passen, damit sie sie spielen könnten, ohne ihre Hörer/innen zu verschrecken. Da kann das Auswahlverfahren in der TV-Show dann noch so gut sein, wie es will: wenn kein passender ESC-Song zur Auswahl steht, kann auch kein passender Song zum ESC geschickt werden. Hier liegt das Hauptproblem.

„Rockstars“ von Malik Harris ist ein Song, der viele Qualitäten hat. Mit viel Unterstützung der Radiosender ist er in Deutschland zum Hit geworden und begeistert mittlerweile auch viele Menschen. Es ist aber kein Song, der beim ersten Hören zündet, sondern er ist eher ein sogenannter „Grower“. Man muss ihn ein paar Mal hören, um ihn zu mögen. Diese Zeit gibt es beim ESC nicht. Es gab für Malik nur einen Auftritt im Finale. Das reichte einfach nicht, um die Menschen von dem Song zu überzeugen.

Andere Beiträge schaffen das aber – das haben zum Beispiel Moldau, Serbien oder auch Großbritannien in diesem Jahr gezeigt. Diese Lieder haben etwas, das der ESC-Experte Thomas Mohr am Sonntag ganz richtig mit „Exzellenz in ihrem Genre“ bezeichnete. Denn es reicht nicht, einen guten Popsong zum ESC zu schicken, er muss exzellent sein. Großbritannien hatte so einen exzellenten Popsong, Moldau einen exzellenten Turbo-Folk-Song und Serbien einen exzellenten Art-Song. 2018 hatte Michael Schulte mit „You Let Me Walk Walk Alone“ übrigens eine exzellente Pop-Ballade im Rennen. Das Ergebnis: der vierte Platz für Deutschland.

Michael Schulte – You Let Me Walk Alone (ESC 2018) 

Exzellent ist „Rockstars“ einfach nicht. Deshalb ist er nicht schlecht, aber eben auch nicht gut genug gewesen, um mehr Punkte in Turin zu holen. Die Aufgabe Deutschlands und des federführenden NDR ist es, für den ESC 2023 einen exzellenten Song in seinem Genre zu finden. Einen, der sofort zündet. Dabei muss er gar nicht alle gleichermaßen begeistern. Es reicht schon, wenn 10% der Zuschauerinnen oder der Jurys den Titel so gut finden, dass sie für ihn abstimmen. Dann klappt es auch wieder mit mehr Punkten für Deutschland.

Wir haben am Sonntag im ESC kompakt LIVE über das Abschneiden von Malik Harris in Turin gesprochen und die Gründe diskutiert. 


357 Kommentare

    • Ich finde es witzig, dass im Artikel noch gefordert wird, den ESC vom NDR an die ZDF abzugeben. Da würde sich doch auch nichts ändern, das ist doch genau so eine öffentlich-rechtliche Behörden-Anstalt…?

    • 1.D kommt ohne Quali ins Finale, das mögen viele Länder nicht, D zählt kräftig dafür, bekommt aber nicht genug zurück, wie so oft in letzter Zeit
      2.der Song ist zu flach, das Thema zündet nicht, es gab bessere
      3. Die Ausschreibung war missverständlich, so kamen bessere Songs/Inhalte nicht in eine weitere Entscheidung, weil sie erstmal nicht so präsentabel waren(das sollte beim Weiterkommen gemacht werden), also klare, eindeutige Ausschreibung!!
      4.die Entscheider beim NDR sollten andere werden, die bisherigen liegen zu oft fsksch
      Usw

  1. Schon gestern waren hier auf ESC Kompakt die meisten User erbost über die erste Reaktion von Frau Wolflast. Es gibt einfach bei den Verantwortlichen keine Einsicht.

      • Nein. Der Song und der Interpret waren gut, es hat anscheinend nur nicht an dem Abend bei den Zuschauern „gezündet“, was ich echt sehr schade finde. Klar, wir können analysieren, warum, weshalb, wieso das nicht besser abgeschnitten hat. Nur, wird es uns in diesem Jahr und auch zukünftig nicht besser machen. Ich habe mir schon länger abgewöhnt der Punkteverteilung ein all zu großes Gewicht zu geben und genieße einfach die verschiedenen Beiträge. Wer wird Erster, wer letzter, ist das Kopf- oder Herzsache für Europa? Malik hätte ich einen Platz in der Mitte der Tabelle gegönnt. Schön, dass er unsere Nation vertreten hat.

  2. Ganz interessant finde ich in diesem Zusammenhang, wenn man die Reaction-Videos der Songchecker über Jendrik vom letzten Jahr und das aktuelle über Malik von diesem Jahr vergleicht. Da waren dieses Jahr ja wirklich schon einige kritische Töne dabei, während der unterirdische Beitrag letztes Jahr noch über den grünen Klee gelobt wurde.

    Ich weiß nicht, ob da in Reihen des NDR tatsächlich gemerkt wurde, dass da dieses Jahr was grundsätzlich falsch läuft oder ob die Mitarbeiter einfach nicht mehr bereit sind Dinge die offensichtlich schlecht gelaufen sind unter den Teppich zu kehren. Auch an andere Stelle war ich dieses Jahr überrascht, dass da in Beiträgen von Eurovision.de durchaus kritische Töne zu hören waren. Das gab es letztes Jahr so noch nicht.

    • Wobei die wirklich kritischen Töne ja von Freshtorge kamen und das ist ja kein NDR-Mitarbeiter.
      Die Mitarbeiter äußern sich höchstens moderat kritisch (Mohr), ansonsten gar nicht.

      Am meisten regte mich da auch wieder Stober auf: „Hatte die schlechteste Inszenierung im VE und hat trotzdem gewonnen.“ Das schien mir dann bis zum ESC die innere NDR-Rechtfertigung zu sein, so nach dem Motto: der Song ist so stark, der punktet auch ohne das wir uns Gedanken um eine Inszenierung und ein Bühnenbild machen.

      • Bezeichnend, dass die schlechsteste Inszenierung anscheinend gut genug für den NDR war- es wurde ja nicht viel geändert. Im Ernst, Du und ich könnten das besoffen besser hinkriegen. Aber wir sind ja nicht Event-Expertin Wolfslast,.

      • Das wirkt beim NDR alles so lieblos hingeschludert, weshalb ich mich auch wirklich damit schwertue zu glauben, dass der ESC dort irgendeinem Verantwortlichen tatsächlich wichtig ist. Und genau deshalb wirkte auch die in Betroffenheit und Kuscheln getränkte Pressemitteilung nicht authentisch auf mich. Das klang wie schablonenhaftes PR-Sprech.

        Ich wüsste gerne mal, was Alina und ihre Clown- und Marketenderentourage so sagen, wenn Mikros und Kamera aus sind.

      • @4porcelli:
        Wir könnten es besoffen natürlich besser. Und ich würde es sogar umsonst machen.

        Allerdings sind wir nicht so klug wie die Alex, denn die hat erkannt, dass es beim ESC gar nicht darum geht zu sagen, welcher Song ist jetzt gut und welcher schlecht. Es geht nur um einen Weg, den man geht und dass man super stolz auf jemanden ist, das ist super wichtig. Es kommt beim ESC also gar nicht mehr auf Musik an. Und ich Trottel dachte ja die ganze Zeit, es sei ein Wettbewerb. Und die Punkte hätten eine Bedeutung. Aber haben sie ja anscheinend nicht.

        Ich könnte übrigens stolzer auf dich nicht sein und auf den Weg, den wir hier zusammen gehen, diese Reise. Ich bin sicher, du wirst eine tolle Karriere machen. In Liebe, deine Alex.

      • Es ist immer super wichtig, dass sich alle immerzu lieb haben. Spannungen könnten ja zu Diskussionen, Erkenntnissen, neuen Ideen und Kreativität führen. Und das kann ja nun wirklich niemand wollen …

      • Kreativität hatten wir beim NDR so noch nie, damit fangen wir jetzt nicht an.
        Und wir haben immerhin 6 Punkte bekommen. Das sind mehr als letztes Jahr. Wir müssen jetzt nicht alles schlecht reden. Da kann man schon stolz drauf sein.

        Nächstes Jahr 9 Punkte!

      • 🤣 Baby steps. Und wenn wir jedes Jahr 3 Punkte drauflegen, gewinnen wir den ESC in ca. 140 Jahren. Ist ja auch ein Plan.

      • Man muss sich eben kleine, aber realistische Ziele setzen. Event-Expertin Alex W. hat das natürlich erkannt. Wer sind wir, sie für ihre Weitsicht zu verurteilen?

      • Wenn ich schon die Herren ESC-Götterexperten Mohr und Stober schon höre, bekomme ich Ohrensausen. Die beiden drehen sich wie die Fahne im Wind. Sie finden sich auch noch ganz toll dabei.

  3. Ich stimme Douze Points inhaltlich natürlich vollkommen zu.
    Das furchtbare ist doch nur, dass man beim Lesen ein Déjà-vu sondergleichen kriegt. Immerhin gibt es jede der Erklärungen ja auch (2018 ausgenommen) jedes Jahr erneut und es ist mittlerweile eher ein jährliches Mantra, als eine neue Information. Und wenn ein Teilnehmer die selben Fehler jedes Jahr erneut begeht, dann muss man sich fragen, ob überhaupt noch eine Beschäftigung mit den eigenen Fehlern erfolgt.
    Entsprechend konnte ich auch eure Niedergeschlagenheit gestern im Live-Stream verstehen. Immerhin sind ja alle Probleme seit Ewigkeiten bekannt – aber die Freude mit der der NDR dieses Jahr wieder in die gleiche matschige Pfütze gesprungen ist, lässt einen schon ratlos zurück.

    Ich kann nur hoffen, dass Alex Wolfslast (ich hoffe, den Namen richtig im Kopf zu haben) ihre Fehler erkennt und intern auch anerkennt. Es mag sein, dass ein Thomas Schreiber in seinen Jahren auch alle Fehler diesen Jahres begangen hat. Bei ihm war aber zumindest noch eine Veränderungsbereitschaft zu erkennen, aus diesen Fehlern zu lernen (wenn auch teilweise spät und nicht nachhaltig genug).
    Sollte seine Nachfolgerin nach dieser ESC-Saison für sich wirklich noch das Gefühl haben, dass „doch nicht alles schlecht war“ (o.Ä.), dann sollte der NDR sie von Ihrem Leiden erlösen und jemanden mit besserer Problemwahrnehmung einsetzen.
    Und ja, ich fordere nicht, den NDR als Sender zu ersetzen. Einerseits weil ich keinem anderen ÖR-Sender in Deutschland etwas besseres zutraue als der NDR macht und andererseits weil es beim NDR mittlerweile ja zumindest einige ESC-Kompetenz gibt, die man anzapfen könnte – wenn man nur wollte (Blick Richtung „Online-Villa“ von eurovision.de).

    Und um doch noch ein positives Fazit zu finden: Ich sehe gerade kein realistisches Szenario, es im kommenden Jahr noch schlechter zu machen als in dieser Saison. Es gibt so viel Verbesserungspotenzial, dass im Grunde jede Änderung etwas Gutes ist.

  4. Ich habe es schon gestern geschrieben und bin auch heute immer noch der Meinung, dass der Song und der Künstler für diesen Wettbewerb nicht geeignet waren. In meinen Augen ist der Song und die Performence schlecht und das Publikum und die Juries haben mit 6 Punkten genau diese Aussage getroffen. Warum versucht man uns immer noch etwas zu verkaufen, dass es einfach nicht wert ist? Ohne ESC wäre mir dieser Künstler und der Song nie aufgefallen und sp wird er wieder in seiner Versenkung verschwinden, in der er vor dem ESC war, jetzt noch mit dem Stempel „Letzter beim ESC“ in seiner Biografie. Nur weil die öffenlich rechtlichen Radiosender ihn gespielt haben vor dem ESC heißt es nicht, dass sie es weiterhin nach der Niederlage tun werden. Alexandra Wolfslast steht ganz vorne in der Reihe die versuchen den Mist den sie verbrochen haben zu rechtfertigen und stehen nicht zu ihrer Arbeit. Die Leute beim NDR sollten endlich zur Verantwortung gezogen werden für ihr Versagen!

    • So schlecht scheint er nicht gewesen zu sein, wenn man sich die mal die Itunes-Charts anderer Länder ansieht.

      • Ja, ein schönes Lied zum Streamen/Downloaden und Nebenherhören (und der Erfolg sei Malik gegönnt). Aber nichts, um auf der großen Bühne nachhaltig aufzufallen.

  5. Die NDR-Haltung „Wir kommunizieren etwas, wenn es etwas zu kommunizieren gibt… und korrigieren die Meldung einige Stunden später, weil die falsch ist (Stichwort Felicia Lu als Jurorin) spiegelt Inkompetenz wieder und zeigt die in letzter Zeit gut gepflegte Distanz zur Zielgruppe.
    Wer so ein Verständnis von seiner Aufgabenbewältigung hat, hat seine Arbeitsplatzdaseinsberechtigung schon lange verloren und wartet nur noch auf den Ruhestand.
    Und nach diesem Ergebnis zu verkünden, stolz zu sein, ist wohl auch eine Form der Realitätsverweigerung, die uns beim NDR immer wieder begegnet.
    Es darf kein weiter so geben.

  6. Schon dieses ungebügelte Schlabber-T-Shirt farblich irgendwo zwischen verschrumpelter Aubergine und ausgekotztem Spinat… Der NDR hat immer noch keinen Deut verstanden, worum es beim ESC eigentlich geht.

    • War aber super authentisch. Das trägt man eben wenn man im Keller von Tante Gertruds Hobbyturm musiziert …

      • Nunja, nun müsste man mal raussuchen, wer mit einem grauen Shirt schon erfolgreich war. Roman Lob hatte ein weißes Unterhemd und ein schwarzes offenes Hemd. Wenn man die beiden mischt ist es grau. Cesár Sampson hatte ein dunkegraues aber mit etwas Glitzer. Michael hatte ein langarm in schwarz.Wem fällt noch was ein?

      • Die 3, die Du erwähnst, hatten aber vollkommen andere Inszenierungen. Roman hatte seine Band dabei, Cesár hatte seine großen Gesten und Michael hatte die sentimentalen LED-Visualisierungen der zentralen Botschaft seines Textes. Wer achtet bei alldem noch auf das T-Shirt? 🙂

  7. Ich möchte noch eines klarstellen, falls jemand, der Malik persönlich kennt, hier mitliest. Ich find Malik inzwischen wirklich sympathisch und „Rockstars“ einen soliden Radiosong, der mich nicht veranlassen würde, den Sender zu wechseln. Vielleicht werde ich in den kommenden Jahren sogar ab und zu mal nachschauen, was er in der Zwischenzeit so getrieben hat. Das hat bei mir nicht einmal Michael Schulte geschafft. Wenn ich ausschließlich die Lieder bedenke, die Deutschland in den letzten Jahren zum ESC geschickt hat, ist mir „Rockstars“ (7/12) sogar das liebste seit „Is It Right“.

    Aber Malik und der ESC, das war einfach ein großes Missverständnis. Das hat niemandem gutgetan. Und das ist die Schuld des NDR. Da hilft auch kein Kuscheln und Herzen im Nachgang.

    • Mir gefällt „Rockstars“ viel besser als „You let me walk alone“. Michael ist sicher auch ein netter Kerl, aber diese doch etwas jaulige Stimme sagt mir gar nicht zu. Passte natürlich zum Song, war ja nun auch ein trauriges Thema. Und genau das hat er aber perfekt den Leuten verkauft, obwohl er ja auch nur in Jeans und Pulli auf der Bühne stand. Egal, was man davon halten mag, dass man ein doch so intimes Thema nach außen trägt, man hat Michael alles abgenommen.
      Maliks etwas kratzige Stimme mag ich sogar sehr gerne, aber „Rockstars“ ist halt kein Song für die große Bühne.

  8. ESC neu Denken!
    Leider geht nach meiner Ansicht bei all der (verständlichen) Empörung ein wichtiger Aspekt in dem klugen Beitrag von Douze Points verloren:
    Das in *wirklich* vielen Ländern der ESC-Kandidat alljährlich im Rahmen eines eigenen, oft recht großen Lieder-Festivals gewählt wird. Man ist gar nicht soooo sehr auf den ESC fixiert, sondern freut sich im besten Fall erst einmal über die vielfältigen spannenden Künstler und Ihre Beiträge aus dem eigenen Land – von denen dann – nach Televoting – einer zum ESC geschickt wird, der im besten Fall auch „excelent“ ist.

    Für mich klingt das nach einer Win-Win Situation Die TV-Sender bekommen gute Quoten, die Deutsche Song-Kultur bekommt eine Bühne, um neue Songs zu präsentieren, und wir Überlassen die Auswahl nicht irgendwelchen unfähigen Fernseh-Heinis, Lobbyisten und Label-Bossen. Alle freuen sich – und Finanziell wäre das sicherlich auch nicht ruinös.
    –> Hatten wir schon mal (zumindest in zarten Ansätzen). Damals waren die Quoten gut – und mir hat es damals Gefallen
    Jetzt den ESC einem neuen Sender zu geben, ist ja für sich genommen noch kein neues Konzept.

    • Das Problem ist aber, dass man heutzutage nicht einfach so einen Wettbewerb aus der Taufe hebt, der dann direkt eine große Bedeutung hat. So lange der Sieger für den ESC qualifiziert ist, wird es immer als simpler ESC-Vorentscheid wahrgenommen.
      Einen Stellenwert wie den des San Remo-Festivals kannst du nicht planen, der ergibt sich im Laufe der Zeit von alleine.

      Und wenn man sich anschaut, wie überschaubar die Quoten für die deutschen Vorentscheide sind, will ich nicht wissen, wie klein das Publikumszahl in einem Semifinale wäre.

      Wann waren denn die „zarten Ansäte“ zu solch einem Musikfestival? Meinst du die Casting-Shows der Raab-Ära (wo fast nur Coverversionen gesungen wurden) oder die „Jugend forscht“-Wettbewerbe, aus denen z.B. Elaiza hervorgegangen sind? Das erste war für mich nämlich ein sehr herkömmliches TV-Format (wenn auch professionell umgesetzt), der zweite ein Fehler der Geschichte.
      Falls du etwas älteres meinst, was ich noch nicht miterleben konnte, freue ich mich auf Infos!

      • Aber die Silbereisen-Shows funktionieren ziemlich gut, oder?
        (keine ironische Frage)

      • @italojeck:
        Rein quotentechnisch funktionieren die Silbereisen-Shows, ja. Qualitativ kann ich dazu nichts sagen, weil ich davon noch nicht viel gesehen habe. Aber ich gehe davon aus, dass dies qualitativ über jedem Vorentscheid des NDR in der Historie liegt.

        Es ist (zumindest für mich als TV-Zuschauer) aber ein Unterschied, ob man eine Musikshow aus der Taufe hebt oder einen Wettbewerb. Wenn irgendwo eine Show läuft mit mir bekannten Künstlern, die ich ohnehin mag, schalte ich schnell ein. Neue Wettbewerbe etablieren ist ungleich schwerer, weil es mittlerweile dermaßen viele Castingshows und sonstige TV-Competitions gibt. Ein paar dieser Dinge ist davon auch erfolgreich, der Großteil aber eher nicht.
        Und wie gesagt: Wenn ein Wettbewerb am Ende eine ESC-Teilnahme verspricht, wird es ohnehin „nur“ als ESC-VE wahrgenommen. Und etablierte Künstler dafür zu gewinnen ist halt auch nicht immer so einfach gewesen (auch wenn viele sich der Konkurrenz schon gestellt haben).

      • Danke! Alles ziemlich nachvollziehbar…

        Deswegen wuerde ich – zumindest am Anfang – eine „gute Mischung“ machen.
        Was weiss ich…. um die 10-15 Wettbewerb-Teilnehmer und 4-5 grosse Kuenstler, die einfach ihre neuen (oder alten) Songs vorstellen…oder so was in der Art….
        Und ich wuerde nicht den ESC-Bezug direkt im Titel der Show zitieren (oder nur als Zusatz)

      • Moin 🙂
        … ein wenig mehr passende bzw. ausbaufähige Showkonzepte gab es dann schon: Allem Voran natürlich der Bundesländer – Wettstreit von Raab. Oder (mit Abstrichen) die Vorentscheide, zu denen recht namenhafte bzw „gestandene“ Künstler wie BrassBanda, Scooter, Santiago, etc angetreten sind. Bezüglich des „Excelenz“-Gedankens zähle ich dazu auch den Vorentscheid, welcher letztlich Lena und ihren (ebenfalls via Televoting ausgewählten Song) erfolgreich ins Rennen geschickt hat. Zwar war Letzteres in dem Sinne kein Festival, zeigt aber wie eine brauchbare Auswahl funktionieren könnte.

        Sehr traurig finde ich – auch hier im Forum! – dass die überwiegende Mehrheit der Beiträge das bisherigen völlig aus der Zeit gefallenen Konzept eines von Oben durch einen Fernseh-Sender diktierten Vorentscheid festhält.
        Ich verstehe auch nicht, dass man es OK findet, das irgendein unerfahrener und oft völlig unbekannter Nachwuchskünstler oder „Casting-König“ ins Rennen geschickt wird, nur weil eine hysterische Fan-Gemeinschaft, eine Petition unterschreibt. So etwas sind doch bestenfalls Notlösung angesichts eines völlig vergeigten Vorauswahl-Verfahrens.

        Ich persönlich denke, dass ein entsprechendes Sendeformat (Festival) welches den Zuschauern die hierzulande durchaus lebendige und vielfältige Musikszene präsentiert durchaus auf Interesse stößt – sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Musikern

      • @Tom: Bei den Vorentscheiden Mitte der 2010er bin ich bei dir. Da war das Kandidatenfeld teilweise richtig gut. Alleine Laing oder Santiano sind mir sehr positiv hängen geblieben und hätten definitiv etwas reißen können. Leider wurden diese Acts – und auch andere gute Alternativen – stets vom Publikum verhindert.
        Ich hätte da zwar kein Ansatzpunkt für eine Art Lieder-Festival“ o.Ä. gesehen, aber die Definition ist ja auch egal.

        Genau diese VE-Jahre haben mir aber auch gezeigt, was gerade dem VE 2022 gefehlt hat: Etablierte Acts mit klaren Vorstellungen bzgl. Produktion und Inszenierung. Dass eine Band wie Santiano einfach mehr Expertise in dem Bereich hat als ein Malik oder eine Levina ist ja niemandes Schuld. Da der NDR es aber auch nicht hinbekommt, den Künstlern zu einer besseren Performance zu verhelfen, wäre es besser fertige Pakete zu haben als junge Künstler mit eingeschränktem Erfahrungshorizont.

        Das wäre ein Grund, der für mich für einen klassischen VE und gegen eine mehrstufige Casting-Sendung sprechen würde. Am Ende war USFO gut, um eine tolle, junge Künstlerin zu finden. Aber gewonnen hat sie auch, weil Stefan Raab für sie einen brauchbaren Song gefunden hat und eine passende Inszenierung geschneidert wurde. Und diese Qualität hat der NDR alleine nicht.

        Weitere Gründe meinerseits gegen eine mehrstufige Sendung: Es schreckt etablierte Künstler ab (die ja auch noch andere Termine haben wie Touren, Promotermine oder Privatleben) und die Vorrunden einer solchen Sendung würde definitiv auf einem Kleinsender versenkt werden (also One oder im NDR). Ein mehrstufiges Konzept trägt sich im TV-Business nicht für einen großen Sender – auch deshalb ist Pro7 ja nach 2012 wieder ausgestiegen.

        Bin aber über jedes neue Konzept gespannt. Schlechter als die Planungen und die Kommunikation zu 2022 kann es ja nicht mehr werden.

      • @Frank:
        Ja – gerade Laing (mit den Ergometern auf der Bühne) fand ich damals ziemlich gut – gab aber in anderen Vorentscheiden – mit etablierten Künstlern – sehr gute Beiträge.
        Tragisch fand ich z.B. den Vorentscheid mit 2014 Elaiza. Die drei Mädels haben im Vorentscheid eine guten Eindruck gemacht, aber bei der „übergestülpten“ Show für das Finale hat man richtig gemerkt, dass sie sich nicht wohlgefühlt haben – Stichwort Authentizität.

        Nochmal: Mir geht es NICHT ums „Gewinnen“ beim ESC – Siehe etwa das Abschneiden der tollen Beiträge von Finnland oder Norwegen. Es geht mir um den Spass bei der Sache(!)
        Das der Zuschauer Spass hat an vielfältigen Nummern – wie etwas Raabs Bundesvision Song Contest, und dass man sich dann mit einer *ausschließlich duch Televotiong* gewählten Nummer gut vertreten fühlt.
        Wenn dann die Zuschauer mehrheitlich nur eine „mittelgute“ Nummer wählen, dann ist das eben so. Aber sie wurde eben nicht durch irgendwelche Experten oder in irgendwelchen Hinterzimmern (wie zuletzt…) zusammengekungelt.
        Einen sehr hellsichtigen Beitrag zum Thema finden man auch beim RND:
        https://www.rnd.de/medien/esc-2022-sollte-man-dem-ndr-den-song-contest-entziehen-JUGQZZSRWBC2XLCK2UTUT7I324.html

      • @Tom:
        Finde deine Einstellung zum „Spaß haben“ super. Wenn das klappt, werden auch schlechtere Platzierungen (z.B. Texas Lightning oder Elaiza) in Deutschland nicht als schlimm wahrgenommen. Für mich würde das persönlich auch komplett funktionieren.

        Persönlich kann ich mit jedem Konzept der Songauswahl leben, wenn nur zumindest etwas halbwegs Gutes dabei herauskommt. Aktuell wäre ich ja schon froh, wenn es Alternativen zu 08/15-Radiosongs gäbe (weshalb ich auch die Entscheidung für Jendrick immer noch ansatzweise verstehen kann).

        Long story short: Meine Wunschvorstellung wäre wieder ein Vorentscheid wie z.B. 2014: abwechslungsreiche Musikauswahl und Künstler, die bereits erste Schritte gegangen.
        Das Votingverfahren und der Modus waren damals murks (3 Voting-Runden, Künstler durften erst in der 2. Runde ihren 2. Song singen, „Superfinale“ zwischen 2 Künstlern, Newcomer aus der Clubkonzert), aber die Bandbreite war aus meiner Sicht klasse.

        Wenn man das hinbekäme, wäre ich für alles zu haben.
        Einen Vorauswahlprozess in mehreren Shows fände ich im Übrigen auch eine tolle Sache. Ich halte es nur unrealistisch, dafür Künstler zu bekommen, die mehr als potenzielle DSDS-Kandidaten wären.

    • „und wir Überlassen die Auswahl nicht irgendwelchen unfähigen Fernseh-Heinis, Lobbyisten und Label-Bossen“

      Denkst du. Aber irgendwer wird immer hinter den Kulissen die Vorauswahl für eine Vorentscheidsendung treffen (müssen). Und die kann mal gut sein (die Jahre mit Scooter, Schulte, Lilly among clouds, Laing, Santiano, Blitzkids etc), mal schlecht (die beiden Songs im Levina-Jahr) und mal am Thema vorbei (dieses Jahr).

      Wobei es natürlich hilft, wenn ein Vorentscheid so breit aufgestellt wird wie möglich.

    • So hellsichtig finde ich auch den verlinkten Artikel jetzt nicht. Eher von den Raab-Jahren ein wenig verklärt.

      Das Publikum im Lena-Jahr von Anfang an in der Entscheidungsfindung dabei? Nein. Irgendwer hat vorher die Sänger/innen für die TV-Show ausgewählt. Und an Songs wurde dem Publikum auch nur eine geringe Anzahl vorgesetzt, 3 pro Super-Finalist, darunter sogar ein gemeinsamer. Was die anderen Teilnehmer gesungen hätten? Blieb dem Publikum verborgen, genauso wie andere Songs, die noch im Rennen gewesen wären. Da waren sie definitiv nicht eingebunden.

      Und das Publikum hat immer den richtigen Riecher? Wenn da jemand ist wie Lena oder Michael Schulte, die alles überstrahlen, natürlich. Aber ansonsten hat das deutsche Publikum in den letzten Jahren auch viel von dem liegen gelassen, was beim ESC erfolgversprechend hätte sein können.

      Man sträubt sich, Fans Entscheidungsspielraum zu lassen? 2018 bis 2021 gab es die 100-köpfige Fan-Jury, die den internationalen Televoter abbilden sollte, und die tatsächlich fast von Anfang an der Entscheidungsfindung beteiligt war. Sehr viel beteiligter als der normale Televoter jemals.

      Fakt ist, man braucht einfach jemanden mit musikalischen/eurovisionären Sachverstand, der die (Grund-)Auswahl trifft. Dann ist es fast schon egal, wen man noch wie mit abstimmen lässt.

  9. Danke für die schöne Analyse. Mir fehlt der Punkt, dass gute ESC Songs immer eine Emotion bei vielen Leuten hervorrufen. Freude, Nachdenklichkeit, Melancholie, Party/Spaß. Das haben die meisten deutschen Beiträge nicht, weil es solide Popsongs sind, die aber in keine Emotionsrichtung ausschlagen.

  10. Mit 8 Freunden begrüßten wir recht lange noch den Sonntagmorgen.
    Keiner, wirklich keiner von uns fand den Song so schlecht wie Matty hier immer so gerne kundtut.
    Auch die Wortwahl war eine andere…
    Das es jetzt nicht DER Song ist ,wussten wir alle – sahen Malik aber so zwischen 16 – 23, einfach weil unser Musikgeschmack unterschiedlich ist und wir auch andere Songs schlechter fanden. Es wurden auch (viele) kleine Dinge an Malik’s Auftritt bemängelt und 2 Freunde hatte Angst das Malik noch alle Musikinstrumente auf seiner Bühne benutzt …
    Bei uns fiel aber nie der Satz “Europa liebt Deutschland nicht” sondern eher das der Song etwas unaufgeregt und einfach dahin plätschert für so ein riesigen Event.
    Vergleichbar. Die B Seite der Hit Single Platte mit einem Song der immer schnell nachgeschoben wurde und der vielleicht wichtiger, authentischer für den Künstler war.
    Schlussendlich waren wir uns aber alle einig, das der Big 5 Bonus uns ( Germany) etwas lustlos und uninspiriert walten und schalten lässt wie es vielleicht 2- 3 Personen gerade gefällt. Die wirklichen Fans /Leute die ihr Herzblut der Musik und dem ESC verschrieben haben außen vor sind.
    Es fielen bei uns keine Sätze wie , Geld entziehen , nicht mehr mitmachen und und und ( halt das übliche) ABER, eigentlich der Wunsch, das auch Deutschland, sollte es so weitergehen wie bisher sich einem Semi stellen sollten. Einfach um die Qualität / das Format der Suche bestmöglich zu gestalten und auch trotzdem Geldgeber bleiben.

    Zur Zeit ist der NDR Vorausscheidung so wie bei uns früher das Weihnachtsessen.
    Meine Oma hat es sich nicht nehmen lassen jedes Jahr die Gans zumachen. Sie konnte nicht kochen und das arme Tier schmeckte fürchterlich. Es hat (leider) Jahre gedauert bis mein Vater rebellierte und meine Mutter schlussendlich uns ab da tolle Gerichte kochte.
    Meine Oma schmollte 2 Weihnachten lang mit ihrer Tochter aber das legte sich im dritten Jahr nach probieren der unterschiedlichen Köstlichkeiten die meine Mutter auftischte.

    Noch ist der Vorausscheid zäh …..

  11. Sorry, wenn die Frage schon gestellt wurde, aber wird es von euch eine Presseschau zum deutschen Abschneiden geben? Ich erlaube mir, mal ein paar Artikel zu verlinken, die einfach großartig sind, aber natürlich nicht im geringsten an ESC kompakt herankommen 😉

    https://www.msn.com/de-de/unterhaltung/tv/wie-deutschland-beim-esc-erfolgreich-sein-k%C3%B6nnte/ar-AAXkAz1

    https://www.youtube.com/watch?v=HAR4zFUr6kk&lc=z23weny5jy2pifvcfacdp432evs0yyh1cmecjiurc3xw03c010c

    https://www.der-postillon.com/2022/05/12-points-to-germany.html#more

  12. Wer erklärt was ein gutes Lied und was ein schlechtes Lied ist?

    Wenn ich sage:
    Das ukrainische Lied ist gut und das deutsche Lied ist schlecht.
    ODER
    Das deutsche Lied ist gut und das ukrainische Lied ist schlecht.

    Wer erhebt sich eine solche Erklärung vorzunehmen?

    Ich kann persönlich damit besser leben, wenn jemand sagt: Das ukrainische Lied mag ich, das deutsche nicht so sehr.

    Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.

  13. Ich finde gut, was Thomas Mohr sagt nur, die kleben ja auch alle an ihrem Job und brauchen deshalb auch endlich Erfolg zur Daseinsberechtigung. Ich traue dem NDR abet trotz allem keine echte Erneuerung zu. Vielleicht wird man mal wieder einen Glücksausreißer wie Schulte hinbekommen, aber wo sind so Erneuerungen wie sie Portugal und nun auch Spanien mit ihren Vorentscheiden hinbekommen haben? Sowas wird der NDR niemals auf die Beine stellen…

  14. Es geht nicht um ‚gut‘ oder ’schlecht‘ sondern darum in möglichst vielen Ländern ausreichend viele Leute zu finden die für einen Song voten bzw televoten. Dafür muss man sogar nichtmal wahnsinnig gut singen können man muss nur einen Song haben der für viele eben ansprechend ist und zu ‚Aktivität‘ führt. Sei es ein Streaming des Songs wiederholt zu veranlassen oder sei es zu Votes vorzunehmen oder zb auch positive Kommentare zu verfassen usw. Äußerst hilfreich für einen ESC Erfolg erweist sich ein heimischer Charterfolg der nennenswert ist (Top 10 mehrfach). Wer sowas aufweisen kann wird auf jeden Fall nicht Letzter. Drei Sektoren muss ein ESC Beitrag gut füllen:
    A – Sektor Juries
    Die achten auf interessante Lyris und Komposition sowie auf die Live Gesangsqualitäten und sind meist 25 bis 60 Jahre alt
    B – Sektor TV Zuschauer
    Die achten durchaus auch auf die Gesangsqualitäten aber auch erheblich auf die Darstellung eines Songs auf der Bühne sowie die Darstellungsfähigkeiten der Protagonisten sind ansonsten aber ’schwer zu durchschauen‘ (abgesehen vom Nachbarschaftsvoting)
    C – Sektor Kommerz
    Ist unterteilt in aktiven und passiven Konsum. Problem dabei ist dass aktiver Konsum mehrheitlich von einem relativ kleinen und sehr jungen Teil der Bevölkerung vorgenommen wird der aber bestimmt was in den Charts oben steht.
    Passiver Konsum wird bestimmt von einigen wenigen Radioredakteuren, die so 30 bis 50 sind.

    Allen Recht machen kann man es selten bis nie. Man muss sich entscheiden

    • „Allen Recht machen kann man es selten bis nie. Man muss sich entscheiden.“

      Geht aber schon. Salvador Sobral hat von den Jurys 382 Punkte und von den Televotern 376 Punkte bekommen. Deshalb ist er für mich auch der größte Sieger im derzeit praktizierten Punktevergabesystem.

      Und obendrauf war „Amar pelos dois“ auch Nummer 1 in Portugal, ebenso die beiden Alben, die Salvador nach seiner krankheitsbedingten Pause herausgebracht hat.

      • Naja. Es gibt natürlich immer auch Ausnahmen. Bzw man muss ja nicht auf das Chartpferd setzen bzw setzen wollen. Sobral hatte ja in Portugal VOR dem Finale keinen Charterfolg. Bestimmte Songs haben ja beim ESC grossen Erfolg ohne vorher im Heimatland sonderlich nachgefragt gewesen zu sein und auch ohne nach dem Finale sonderlich erfolgreich zu sein. Leider nur extrem schwer zu sagen was für Songs das sein könnten. Da tippt man doch auch mal Fachmann sehr sehr oft daneben…

      • Das stimmt, aber seine ältere Schwester Luísa, die ja auch seinen ESC-Beitrag geschrieben hat, hatte sich in der portugiesischen Musikszene schon einen Namen gemacht und eine Handvoll kommerziell erfolgreiche Lieder veröffentlicht.

    • Ich bin immer noch von Konstrakta fasziniert und von ihrem Abschneiden. Das Publikum darf man nicht unterschätzen. In diesem Fall waren die Juries die Oberflächlichen, die die perfekte Tanznummer mit perfekten Frauenkörpern ganz oben sahen und Serbien kaum würdigten, vielleicht weil hier gerade der Geist der perfekten Körper (gesunden) in Frage gestellt wurde?

      Mir kommt das wie Lichtjahre vor, bis in Deutschland so ein Act zum ESC geschickt werden könnte.

  15. Die verschiedenen Analysen und Erklärungen mögen ja berechtigt sein, sofern sie sachlich sind. Das erklärt aber immer noch nicht weshalb andere sterbenslangweilige Liedchen wie aus Armenien oder Island, die auch keine vom Hocker reißende Inszenierung hatten und schon wieder vergessen sind bevor der Schlusston erklingt, vor allem bei den Juries besser abschneiden. Außer einem guten Gesamtpaket aus Song, Interpret und Inszenierung muss noch vieles andere zusammen passen um erfolgreich zu sein.

    • Armenien war bei mir ganz weit vorne, Island auch sehr gern gesehen. „Rockstars“ wäre dagegen meine Pinkelpause gewesen, wär’s nicht der deutsche Beitrag. Ich sehe da deutliche qualitative Unterschiede.

  16. Glaube langsam wird es schwer Künstler zu finden die sich bewerben. Soweit ich weiß waren dieses Jahr schon weniger Bewerber als letztes Jahr. Ein erneut letzter Platz zieht keine mehr an. Glaube selbst Electric Callboy würden sich das nicht noch einmal antun.

    • Denke mal, EC würden nach ihren diesjährigen Erfahrungen mit dem NDR zumindest recht lange abwägen. Zumal sie nun nach all den Vorschusslorbeeren eigentlich nur noch verlieren könnten.

      • Welche Vorschusslorbeeren ? Eine von zum Teil einfach neugierigen Usern generierte hohe Streamingzahl und eine verpuffte Petitionn kannst Du wohl nicht meinen.
        Hast Du nicht gesehen , dass eine Ballermann-Band , die wohlmöglich mit ihren besoffenen Fans mit „Deutschland“-Fahnen grolend durch die ESC-Woche gelaufen wäre, nicht die passende Alternative für die kulturbeflissene und Diversität fördernde NDR-Redaktion gewesen wäre.
        Abgesehen davon, dass man den anderen benannten Kandidaten in den Rücken gefallen wäre und für noch mehr Unfrieden gesorgt hätte.
        Man kann sich eine erneute Ablehnung in Zukunft nur wünschen.

      • @Festivalknüller:
        Ich gönne dir deine negative Meinung zur Musik von EC von ganzem Herzen. Wie langweilig wäre Musik, wenn es nur einen Geschmack gäbe. Und dein Argument gegen eine nachträgliche Wildcard teile ich ja auch, weil dies den anderen Künstlern gegenüber unfair gewesen wäre.
        Aber: Ein Begriff wie „Ballermann-Band“ passt nicht (die Band spielt mittlerweile ausverkaufte Konzerte quer durch Europa und die USA – wann haben „Mallorca-Acts“ das schonmal geschafft?) und alle Fans als dumme Proleten darzustellen ist auch eine gehässige Art der Diffamierung.

        Und das schreibe ich als jemand, der nicht vor hat irgendwelche Konzerte der Band zu besuchen oder Alben der Band zu hören (wie auch bei den meisten ESC-Künstlern nicht). Ich kann aber schon anerkennen, wenn ein Act für gute Ergebnisse beim ESC sorgen würde, selbst wenn ich mit der Musik außerhalb des ESC nichts anfangen könnte (siehe Konstrakta).

  17. Excellente Song? Das Gesamtpaket sollte sich abheben. Künstler, Lied, Auftritt. Alles zusammen soll jemanden berühren.

    Alle sind gegen uns? Uns kann man beliebig mit den Einwohnern eines beliebigen Landes ersetzen, das am Ende nicht die Top erreicht. Mehr Ausrede als Erklärung.

    ESC-Song? Die Vorgaben sind bekannt. Man kann es sich auch zu schwer machen, wo die Vorgaben doch recht einfach sind.

    Punktesystem? Ranking ist bekannt, daher könnte man auch 26 bis 1 Punkten vergeben. Niemand geht leer aus und … am Ende ist das Ergebnis so oder so wie bei 12-10-8 bis 1.

    Internes oder offenes Auswahlverfahren? Wo man es intern macht und Erfolg hat, gibt es jemanden, der sehr gut vernetzt ist innerhalb der Musikszene. Festival als Vorentscheidung hat noch einen Vorteil: das Publikum entscheidet mit und das Publikum hat immer Recht. Immer.

    Zu Turin-2022: Es gab eine Pause zwischen Ukraine und Deutschland wegen Bühne-Umbau. Wir sind uns ziemlich sicher, dass viele Zuschauer es wie wir gemacht haben (5 Minuten Pause) und deswegen den Deutschen Beitrag nicht oder nur teilweise gesehen haben.

      • Würde ja dafür sprechen, dass man nicht zuviel auf die Bühne stellt, um nicht nach einer Pause platziert zu werden.

      • Ein paar Pausen sind ja sowieso gesetzt, da machen manche Länder Werbepausen.

  18. Heute wurden hier einige sehr interessante Ideen in den Raum geworfen. Wir Fans machen uns Gedanken wie es besser laufen könnte 😀. Sollte es wieder eine VE geben (was ich absolut befürworte), dann ist es sehr wichtig Lieder zu nominieren, die sehr gut sind (was immer das auch bedeutet). Und schon das ist eine Mammutaufgabe.

  19. Was mich beim NDR einfach so unfassbar traurig und wütend macht, ist die Nichtkommunikation und das fehlende Management der ‚Heads‘. Über die fehlende Fachlichkeit über das Aufgabengebiet von Frau Wolfslast wollen wir mal nichts sagen, weil es da nichts zu sagen gibt. Sie gehört abgesetzt und zwar so schnell wie möglich!

    Es fing schon bei der Bekanntgabe der Acts an: Es wäre die Aufgabe des ‚Heads‘ gewesen, sofort zu intervenieren und zumindest ein Zeichen des Verständnisses zu bekunden. Die Kritik kam von allen Seiten und mit so einer Wucht, da hätte den Verantwortlichen sofort klar sein müssen, dass sie da was komplett vor die Wand gefahren haben. Aber Einsicht und Reflektionsvermögen? Fehlanzeige!

    Statt Deeskalation wurde auf Eskalation gesetzt. Herr Friedel wurde als Brandbeschleuniger 2 Wochen nach Bekanntgabe in einen Podcast gesteckt, in dem es noch nicht einmal zu einem aktiven Austausch zwischen Petitionsbefürwortern und ihm gekommen ist. Das war schon eine Farce für sich!

    Auch während der ganzen ESC-Zeit kein einziges Wort, kein Interview oder ein sonstiges Update von Frau W. uns gegenüber. So agiert keine Führungsperson. Selbst Herr Schreiber hätte zumindest versucht, den Kontakt zu halten.

    Und schlussendlich ein nicht wettbewerbswürdiges Staging und ein an Zynismus nicht zu überbietendes Pressestatement. Sie gesteht sich damit doch selbst ihre Unfähigkeit ein. Das wurde auch durch Thomas Mohr im Nachgespräch ja deutlich.

    Ich kann wirklich nur hoffen, dass die Prozesse von Grund auf an neu ausgerichtet werden. Welches Konzept man fährt, ist dabei im Prinzip egal, sofern wirkliches ESC-Know-How vorhanden ist.

    • „Auch während der ganzen ESC-Zeit kein einziges Wort, kein Interview oder ein sonstiges Update von Frau W. uns gegenüber“

      Vielleicht seit ihr doch nicts so wichtig,wie ihr denkt.

      • Mir geht es dabei doch nicht um Wichtigkeit. 😉

        Im Prinzip wären ja alle zufrieden gewesen, wenn es einen angemessenen Vorentscheid, der uns im Vorhinein versprochen wurde, gegeben hätte.

        Es ist dieses Mauern, sich nicht in die Karten gucken lassen wollen und die Lernresistenz, die einfach dazu führt, dass immer mehr die Lust am ESC verloren geht.

        Wer für das Event interessiert ist, würde nicht mit so einer Belanglosigkeit daran gehen. Gerade der Öffentlich rechtliche Sender sollte da zumindest ein Mindestmaß an Qualitätsanspruch haben. Wenn es im nächsten Jahr ebenfalls so zugeht, dann weiß ich nicht, wie selbst Barbara Schöneberger ihr aufgesetztes Lächeln noch behalten soll. 😉

      • Ich habe im Übrigen eine lange, freundliche aber auch leider weitestgehend uneinsichtige und inhaltsleere Antwortmail von Alexandra Wolfslast erhalten. Zumindest muss ich sie also in Schutz nehmen.

      • „Es ist dieses Mauern, sich nicht in die Karten gucken lassen wollen“

        ……….wäre ja tolerierbar,wenn das Endergebnis stimmen

        ——–

        „Im Prinzip wären ja alle zufrieden gewesen, wenn es einen angemessenen Vorentscheid, der uns im Vorhinein versprochen wurde, gegeben hätte.“

        Stimme ich dir zu.
        Aber unter angemessenen Vorentscheid versteht ja jeder was anderes.
        Da wirste nie alle unter einen Hut bekommen.
        Aber ne gewisse Qualität sollte schon da sein.
        Und nicht einen Rocksong auftreten lassen,nur damit das Genre vertreten ist.

        ——–

        „Wer für das Event interessiert ist, würde nicht mit so einer Belanglosigkeit daran gehen.“

        Super Vorlage.
        Da möchte ich doch mal glatt auf die aktuelle ESC-Greenroom Folge hinweisen.

        https://www.escgreenroom.de/14543

        Der Sofareporter spricht mir ab 18:50 min sehr aus dem Herzen.
        Ein Besuch beim ESC-Greenroom löhnt sich immer

        _____

        Wenn es im nächsten Jahr ebenfalls so zugeht, dann weiß ich nicht, wie selbst Barbara Schöneberger ihr aufgesetztes Lächeln noch behalten soll

        Bitte keine Barbara mehr i………………………BItte Bitte Bitte

  20. Vielleicht läuft es ja 2023 doch besser für uns! Und wenn nicht gibt es ja wieder sehr beliebte Ausreden, warum es doch nicht geklappt hat.

    Ich habe einen Ausreden- Katalog erstellt:

    *Europa hasst die Deutschen- da können wir schicken was wir wollen, wir landen immer hinten.

    *Als Big 5 Land haben wir von vornherein schon einen Nachteil und landen hinten

    *Osteuropa schiebt sich eh immer gegenseitig die Punkte zu, da haben wir 0 Chancen.

    *Wir müssen hinter einen Favoriten starten, da gehen wir eh unter.

    *Wir müssen zwischen 2 Favoriten starten, da gehen wir unter.

    *Schweden startet vor uns, da haben wir keine Chance.

    *Vor uns ist eine Werbepause, da gehen alle aufs Klo und ganz Europa hat unser Lied nicht gehört.

    *Mit dieser niedrigen Startnummer sind wir chancenlos.

    *Unser Lied ist klasse, aber die Performance ist schlecht.

    *Unser Kandidat war nicht bei Eurovision in Concert. Das ist ein grober Nachteil.

    So, es dürfte nun wirklich für jeden eine Ausrede dabeisein.

    • Wurde nicht mal die Politik von Frau Merkel als Grund für keine Punkte verwendet. Aber das ist ja nicht nicht mehr möglich als Ausrede.

    • Ich hab auch noch welche:

      „Dieses Punktesystem, da kriegst du halt nix wenn du 11. wirst.“

      „Das deutsche Publikum ist schuld, es hat diesen Kandidaten ausgewählt.“

      • Eure Vorschläge sind top! 😀.

        Eine Ausrede habe ich noch.

        *Ja wenn in unserer Postkarte die amerikanische Flagge gezeigt wird (Cascada 2013), ist doch klar das wir abschmieren.

      • „Europa hat unseren Beitrag einfach nicht verstanden“ (hieß es, glaube ich, bei Jamie-Lee und den S!sters)

  21. Es gibt leider in der Deutschen TV Unterhaltungsbranche keinen kreativen ESC verrückten Charakter wie Raab mehr.Aber einer seiner Ideen kann doch der NDR wieder aufnehmen: Den BVSC Bundesvision Song Contest.Jedes Bundesland schickt 1 Act ins Rennen,der evtl.vorher bei einem Vorwettbewerb in den Regionalen Sendern ermittelt wird.Und Es darf bezüglich der Musikgenres keine Verbote geben.Aber Es sollten in den Regionalen VA mindestens 50% der Songs in Deutscher Sprache sein. Würd euch so eine Idee gefallen???

    • Finde die Idee super, vor allem, wenn man sich mal bei regionalen Bands umschaut. Da findet man sicher so manche Perle.
      Aber ich fürchte, dass dann wieder die Radiosender ins Boot geholt würden, weil die Verantwortlichen beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen irgendwie die Begeisterung für gute Musikshows abhanden gekommen ist. War mal anders. Und wenn man Radioleute ran läßt, sind genauso weit wie wir jetzt stehen. Die wählen Songs nach anderen Kriterien aus. Sie interessieren sich scheinbar NULL für den ESC. Es wird nach „Radiotauglichkeit“ ausgewählt, so als wäre das die einzig wahre Musik. Der ESC wird im Rundfunk sowieso belächelt, wenn wir ehrlich sind. Man schaut offenbar immer noch auf diese großartige Show herab. Dabei wird sie mit jedem Jahr professioneller. Scheint an Ihnen total vorbeigegangen zu sein. Diese RadiomacherInnen wissen natürlich ganz genau, was die Leute hören wollen, und vor allem was „gute Musik“ ist. (Also bitte kein Schlager, bitte nicht zu progressiv, bitte kein Indipendend, nichts Experimentelles – kurz nichts was die Durchschnittsradiohörer verschrecken könnte (Achtung, das war Ironie).
      Sorry, aber ich bin immer noch fassungslos und maßlos enttäuscht darüber, wie man ausgerechnet das Medium ins Boot holt, das garantiert Songs auswählt die beim ESC eben NICHT funktionieren.☹️

  22. Wie vor dem ESC gesagt ich finde das alljährliche Zappeln der öffentlich-rechtlichen Versagerschar ausgesprochen unterhaltsam und Frau W. `s Selbstinszenierung als Mutti gut aussehender junger Männer bietet einen weiteren amüsanten Aspekt.

    Bitte weiter so ! Ich will meinen Spass ! Für die guten Beiträge sorgen ja schon die anderen Nationen.

  23. Off-Topic:

    Habe mir eben mal die Top-Kommentare unter dem Artikel der Daily Mail angeschaut … sehr ernüchternd. Das britische Publikum hat anscheinend immer noch nichts begriffen. Dass Sam Ryder Zweiter wurde, wird von vielen mit Boris Johnsons Ukraine-Politik in Verbindung gesetzt. Ebenso seien sie letzten Plätze für Frankreich und Deutschland als politisches Zeichen zu sehen.

    Könnte nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

      • Keine Angst, tue ich nicht. War nur die naive Hoffnung, nach dem 2. Platz für Sam Ryder einen Wandel hin zu einer sachlichen Wahrnehmung des ESC zu erleben. Boy, was I wrong …

        Ich könnte jetzt natürlich auch beim Guardian schauen. Aber ehrlich gesagt traue ich es mich nun nicht mehr.

        Sieht so aus, als müsste TaP Music noch so einige Kaninchen aus dem Hut zaubern.

    • Wäre doch mal eine statistische Untersuchung wert, ob die Güte der Politik mit dem Erfolg beim ESC korreliert. Dann brauchen wir demnächst keine Meinungsforschungsinstitute mehr, sondern nur noch den ESC. 😉

  24. Die Verantwortlichen des NDR haben sich bezüglich ESC seit 2015 verloren, was auch immer beim Sender passiert ist. Warum sie sich selbst eine Art Schweigegelübte auferlegt haben, wissen sie vielleicht nicht (mehr).
    Ich appelliere an den öffentlich-rechtlichen Sender, deren Mitarbeiter von den Gebührenzahlern in Lohn und Brot stehen, lassen Sie sich helfen.

    • Übrigens der hier so viel kritisierte und viel gescholtene Matty hatte immer zu 100% recht, wie sich jetzt ja im nachhinein bewiesen hat.

      • Ja das stimmt Matty hatte mal wieder recht das muss man ihm zugestehen und ich hoffe nicht das er das das uns jetzt bei jeder Gelegenheit aufs Brot schmiert.
        Was ich vielmehr bei ihm kritisiert hab ist wie er das immer gesagt hat. Der Ton macht die Musik und er schreibt nicht einmal das es nur seine Meinung ist sondern preist sie viel mehr als die Wahrheit an und spart nicht mit Beleidigungen. Und das regt eben viele hier auf

      • Du bist wirklich lustig Thomas2000. Es geht nicht darum ob Matty recht hatte oder nicht.
        Es geht um seine Ausdrucksweise, seinen Schreibstil, seine grenzwertigen Beleidigungen Künstlern gegenüber die er nicht mag – was hier kritisiert wird.
        Gefolgt dann von den Beleidigungen an Schreiberlinge die ihn höflich an seine Umgangssprache erinnern
        Eigentlich könnte man mit ihn über seine gute Voraussage diskutierten oder sogar den ein oder anderen Link folgen die er ständig postet. Will man das unter diesen Voraussetzungen ?
        Malik, mit der braunen Vergangenheit seiner Heimatstadt gleichzustellen war schon der Oberhammer.
        Aber unter seinem persönlich Credo “ Ich bin hier schon so lange am schreiben ,ich darf das!”
        wird er leider auch in Zukunft hier oft weiter unsachlich verletzend schreiben.
        Da schaut mir das Kompakt Team doch oft gnädig hinweg und merkt nicht wir doch ein paar Leute hier nur noch mitlesen. …
        Meinungsfreiheit Ja aber wie Thilo und sogar der Bobby schrieb : “ der Ton macht die (ESC) Musik …..

      • @Thomas2000

        Dass Matty Recht behalten hatte, ist aber keine Rechtfertigung für seine Beleidigungen.

  25. Thomas Herrmanns hat in der Countdown-Sendung einen interessanten Satz gesagt und zwar in Bezug auf Sam Ryder: wenn die BBC sich Mühe gibt, kommt so ein guter Song raus (auch wenn ich diese Meinung bzgl gutem Song nicht teile, Europa hat er scheinbar gefallen).
    Heißt aber doch im Umkehrschluss auch: Wenn der NDR sich Mühe geben würde……

    • Ich sehe vom Niveau her aber keinen Unterschied zwischen Sam Ryder und Malik Harris, tut mir leid.
      Ich würde Herrn Herrmanss auch nicht unbdingt als ausgesprochenen Musikexperten bezeichnen.

      • Es geht ja auch nicht um mehr oder weniger Niveau, Qualität oder Güte. Sondern darum, was auf einer ESC-Bühne funktioniert und was leider nur abseits davon.

  26. Ganz ehrlich wenn ich mir anhöre wie man sich die Hände wäscht, eine Schwedin die alles kann, aber nicht singen, eine Spanierin die für Hinternwackeln den 3. Platz belegte, dann frage ich mich, achten die Juroren und auch das Publikum überhaupt noch auf den Songtext, oder sollte man den ESC vielleicht umbenennen in EDC (Eurovision Dance Contest), oder bedeutet ESC in Wirklichkeit Eurovision Show Contest, dann sollte Deutschland vielleicht beim nächsten Mal die Gewinner von Let’s Dance hinschicken, die während des Tanzes noch ein wenig singen.
    Vielleicht sollte man über einen Austritt vom ESC nachdenken, wenigstens war es ein gerechter Sieg für die Ukraine.
    im Großen und Ganzen fand ich die Songqualität wesentlich besser, als noch vor 20 Jahren, jedoch nervt die Kungelei unter den Ländern extrem,
    Ich höre jedenfalls weiter gerne im Radio Rockstars, als irgendwelche Wachmittelwerbung aus Serbien.

    • Ich würde zuerst diese Wettquoten auf den ESC abschaffen,In Deutschland sind wetten verboten auf Unterhaltungsshows.Mir sind die oft suspekt und stimmen jedes Jahr fast mit dem Endergebnis überein.

      • Versuch mal in UK Wetten zu verbieten. Völlig utopisch. Es ist ja auch nicht die EBU oder sonst wer am ESC Beteiligter, der die Wetten anbietet. Es sind die Buchmacher, die damit gutes Geld verdienen.

      • Die Wettquoten sind so eine Sache… da wetten die Leute halt wer gewinnen wird, je mehr auf ein Land gewettet wird, desto höher werden die Siegchancen dargestellt. Am Ende sind also die Leute, die wetten, für die Quoten „verantwortlich“.

        Man kann aber nicht leugnen, dass die Quoten die Menschen beeinflussen können. Wenn man sieht, dass Kalush Orchestra mit 60% Quote auf Platz 1 steht, dann nimmt man das Lied automatisch und instinktiv als sehr gut wahr und wird vielleicht sogar dazu animiert, dafür anzurufen… und bei Deutschland gab es vielleicht paar Leute, die nicht angerufen haben, weil sie wegen den Quoten dachten „wird eh keinen Erfolg haben, warum Geld verschwenden?“. Sind jetzt natürlich alles Vermutungen meinerseits, aber so unwahrscheinlich finde ich die Gedanken nicht.

      • @Trust: Würde mich auch interessieren, wie ein ESC heutzutage ohne Wettquoten ablaufen würde – es würde auf jeden Fall mehr Spannung zurückbringen. Mein bester Kumpel schafft es die komplett zu ignorieren – dafür habe ich aber einfach zu viel Neugier.

        Am Ende werden die Wettquoten aber ja nur von Wettern und harten ESC-Fans wahrgenommen, daher finde ich das vernachlässigbar. Viel schlimmer fand ich am Wochenende, dass in jeder Nachrichtensendung vor dem vom „haushohen Favoriten“ und von einem „Zeichen der Solidarität für die Ukraine“ gesprochen wurde. Das war aus meiner Sicht eine viel größere Beeinflussung, da bestimmt einige Leute sich als „unsolidarisch“ gesehen hätten, wenn sie gar nicht oder für ein anderes Land angerufen hätten.
        Gerade die ARD-Sender hätten sich aus meiner Sicht da etwas zurückhalten dürfen.

        Und ach ja: Wetten im UK zu verbieten ist wie Tempolimit 100 auf deutschen Autobahnen. Könnten Politiker theoretisch mal fordern. Dann brauchen Sie sich zur nächsten Wahl aber nicht mehr aufstellen lassen. 🙂

    • Wenn du dich auch nur ansatzweise für die Texte interessieren würdest, wüsstest du dass Serbien einen der besten, wenn nicht den besten Text des Jahres hatte.
      Da du aber stattdessen von „Waschmittelwerbung“ sprichst, wundert es mich auch null, dass du danach populistisch Austrittsforderungen aufstellst.
      Jeder halbwegs reife Mensch würde, wenn ihn ein schlechtes Ergebnis stört, die Fehler identifizieren, um sie beim nächsten Mal zu vermeiden. Solltest du dazu nicht willens sein, tu dir und uns einen Gefallen und sei bitte woanders butthurt.

      • Der Song ist trotzdem kein guter Song, sorry aber den würde ich mir nie im Radio anhören. Dann senden Sie doch einmal den Songtext, der serbischen Sängerin, so sie denn überhaupt eine Sängerin ist. Für mich hört sich der Song eher, wie der einer Corona Laugnerin an.
        Und wieso sollte der deutsche Betrag ein Fehler sein?
        Wenn man keine Kritik mehr äußern darf, seinen eigenen Geschmack haben darf, dann kann man gleich die DDR wieder herstellen.
        Vielleicht mal ein wenig Demokratieverständnis lernen würde Ihnen auch guttun.

    • Für Hinternwackeln? Die Frau hatte eine aufwendige Choreographie und sang dabei auch noch live. Das ist eine Leistung, das schafft nicht jeder. Text ist nicht alles. Ich höre mir auch nicht immer Lieder an weil mir der Text gefällt. Oft verstehe ich den Text auch überhaupt nicht. Wenn juckts. Das ist das Problem. Deutschland muss den Stock aus dem A ziehen und sich einfach mal locker machen. Man analyisiert hier wieder viel zu viel, sucht nach irgendwelchen Gesamtpaketen. Dieses Jahr suchte man nach einem Radiosong, nächstes Jahr dann etwas mit tiefgründigen Text. Warum immer so kompliziert und steif? Einfach mal nach unterhaltsamer, gute Musik suchen und fertig. Wie jedes andere Land.

  27. Letztes Jahr haben Frankreich und Italien gerockt, dieses Jahr Großbritannien und Spanien. In den letzten 2 Veranstaltungen haben 4 der 5 Big-5-Länder große Erfolge gefeiert. Nur Deutschland nicht.

    Nächstes Jahr ist DIE Gelegenheit zu zeigen, ob auch Deutschland aus seinen Fehlern lernen kann – oder halt nicht. Der ESC ist für den Öffentlichen Rundfunk im Vergleich zu eigenen Shows und Tatort-Folgen recht günstig in „Produktion“ und rentabel was die Quoten angeht (mit minimalem Aufwand das Maximale an Gewinn). Kann daher verstehen dass ARD keine Pause einlegen will (wobei die Pause Italien z.B. sehr gut getan hat…).

    Nur dann sollte man das alles auch ernster nehmen und das ganze Land + seine Einwohner nicht zur Lachnummer vor ganz Europa machen. Bisschen mehr Ego und Stolz bitte… oder mal tatsächlich eine Pause einlegen und sich sammeln. Wäre das SOOO schlimm?

    • Ich finde, was ohne Wenn und Aber wirklich schlecht war, war das Staging. Bitte nicht noch einmal diesen Bühnen Verantwortlichen engagieren.

      • Noch schlechter fand ich eig. nur noch die Stages von Sophie-Ann und Lavina oder wie sie heißen. Die Delegation kann ja mal bei Sacha Jean Beaptiste anklopfen. Ich finde ihre Choreographien und Stagings 1A. Zyperns „Fuego“ wurde z.B. erst nach der Performance so sehr geyhped, davor hatte sie niemand kommen sehen. Sie war auch für die Auftritte von Luca Hänni (She Got Me), Nina Sublatti (Warrior), Gjon’s Tears (Tout l’universe) und Destiny (Je Me Casse) uvm zuständig. Sind alles Auftritte, die ich mir oft und gerne anschaue.

        Der Choreograph von Malik hat wohl auch Conchita Wursts Auftritt gestaltet, der eig. auch ziemlich gut war.. Die Frage ist aber, wie viel Sagen hatte der Mann und wie viel Sagen hatten Malik/Wolfslast? Wenn seine Ideen ständig ignoriert wurden und er sich nicht kreativ ausleben konnte, dann würde ich jetzt wenig Schuld bei ihm sehen…

      • Finde ich absolut nicht.
        Haben wir eher noch die sechs Punkte zu verdanken.
        Meine Meinung.

      • Marvin dietmann hat leider auch die Stagings von Deutschland 2017 und Kroatien 2021 verbrochen. Aber auch Sascha Babtiste hat Albanien 2021 und Georgien 2021 verschändelt, von daher haben anscheinend auch Stage Directors ihre Misserfolge beim ESC. Der Grieche Fokis hatte dieses Jahr Griechenland beflügelt, aber leider auch Griechenland 2017 und Azerbaijan 2018 zerstört. Warum aber trotzdem immer fast nur die gleichen engagiert werden? Keine Ahnung!

  28. Übrigens kommt Maliks internationale Streamingzahl Erfolg auch von seinem kleinen TikTok Challenge Erfolg. Das hat er wirklich clever eingefädelt. Die Idee soll er angeblich vom Papa gehabt haben. Warum der NDR beim ESC auf die Kameraschnitte auf seinen heulenden Vater verzichtet hat, ist auch seltsam. Damit hätte er vielleicht noch ein paar Punkte mehr im Televote holen können. Aber die wichtigste Frage zuerst: Wurde auf der damaligen Pressekonferenz für den ESC Vorentscheid 2022 nicht gesagt, dass das Konzept für den Vorentscheid 2023 das gleiche sein wird? Irgendwie glaube ich mich da zu erinnern, bin mir aber nicht ganz sicher. Ansonsten habe ich selbst im Internet auf Bild.de gelesen, wie das Statement von Frau Alexandra W. bewertet wird. Muss denen leider zustimmen. Ob sich Alexandra W. auf Fanclubtreffen blicken lässt, so wie es Thomas Schreiber und C. Pellander getan haben? Gibt es dazu schon Neuigkeiten? Aber jetzt heißt es für mich wirklich, Urlaub genießen! Gruß an alle hier, ich werde euch alle schon so ein bisschen vermissen! Werde auf euer aller Wohl einen leckeren Cocktail schlürfen und an euch denken! Eure Kommentare haben mir oft sehr viel Spaß gemacht. Also, man liest sich also sicher auch wieder in der nächsten ESC-Saison.

    • Das ist übrigens das offizielle Ranking:

      1. Zuschauer/ 2. Jury

      Albanien 20ter/ 17
      Armenien 13ter /13
      Australien 22ter /11
      Österreich 9ter / 11
      Azerbijan – / –
      Belgien 20ter / 21
      Bulgarien 21ter / 16
      Kroatien 17ter /12
      Zypern 15ter / 15
      Tschechien 17ter / 16
      Dänemark 20ter / 23
      Estland 9ter / 19
      Finnland 20er / 24
      Frankreich 20er / 21
      Georgien – / –
      Griechenland 19er / 21
      Iceland 19er / 22
      Irland 15er / 19
      Israel 21er / 14
      Italien 18er / 17
      Lettland 19er / 14
      Litauen 14er / 16
      Malta 19er / 24
      Moldawien 16er / 19
      Montenegro – / –
      Niederlande 18er / 16
      Nord Mazedonien 20er / 13
      Norwegen 18er / 21
      Poland – / –
      Portugal 14er / 21
      Rumänien – / –
      San Marino – / –
      Serbien 21ter / 17
      Slowenien 15ter / 19
      Spanien 16ter / 14
      Schweden 17ter / 17
      Schweiz 9ter / 22
      Ukraine 12ter / 18
      UK 15ter / 23

      (Quelle Twitter/eurovision)

  29. Wehe, jemand spricht dem NDR eine musikalische Affinität ab. Immerhin vergeigt und verorgelt man es regelmäßig und geht mit Pauken und Trompeten unter. Und jetzt noch den Pfeifen die Flötentöne beizubringen versuchen, ich glaub, mein Schwein pfeift…

  30. Man muss sich das ja mal auf der Zunge zergehen lassen. Der NDR (nicht Malik) hat tatsächlich einen formvollendeten Rundum-Fail hingelegt – und zwar bis ins letzte Detail: Aus dem angenehm neutralen, sachlichen „Unser Song für XY“ wurde ohne Not wieder „Germany 12 Points“ gemacht, um dann erneut nicht mal im Gesamtergebnis 12 Punkte einzufahren.

  31. Lasst uns Ella Endlich mit einem Hammer Song für 2023 zum Eurovision Song Contest schicken. Ella Endlich hat eine Hammer stimme, das hat sie bei the masked singers bewiesen. Ella kann sehr gut singen, auch sehr emotionale Songs oder auch Song wie without you oder auch one moment in time. Mit Ella Endlich werden wir auf keinen Fall letzter und kommen in die top 3. Der NDR soll es mit Ella Endlich versuchen und ihr einen Hammer Song geben. Ella kann performen und dann passt auch das Setting beim ESC. Mit Ella Endlich und einen Hammer Song rechnet Europa nicht und Ella wird bei den Jury’s und den televotern wie eine Bombe einschlagen.

  32. Lasst uns doch Ella Endlich zum Eurovision Song Contest 2023 schicken. Ella Endlich hat eine mega Hammer Stimme. Das Sie gut singen kann, hat sie bei the masked singers mit without you und one moment in time nur Mal 2 Beispiele zu nennen. Ella war das Zebra bei the masked singers. Der NDR sollte für Ella einen Wunderschönen Hammer Song organisieren. Das Ella sehr emotional und gefühlvoll singen kann hat sie bewiesen. Ich sage euch Europa wird nicht damit rechnen das wie Ella Endlich mit einem Hammer Song schicken. Ella wird einschlagen wie eine Bombe, das Ergebnis der schwedin Cornelia Jacobs schafft Ella mit großer Sicherheit. Die Jury’s werden Ella Endlich lieben und auch beim televoting wird Ella sehr gut ankommen und Punkten. Natürlich steht und fällt alles mit dem Song.

      • liegt da nicht noch irgendwo einer in der schublade … vom schreiber noch?! oder haben wir den auch schon verbraten?? 🙂

    • Sie müsste sich aber dafür verpflichten ihre unendlich dummen und schmierigen Texte in einer Sprache darzubieten, die man in Europa nicht versteht, z.B. Suaheli

      • Nun, die Ausschüttung von Adrenalin schlägt halt manchmal auch auf die Stimmbänder.. insbesondere bei Hammer-Stimmen

      • Damit sollen wir in die Top 3 kommen? Wovon? ZDF Fernsehgarten? Hatte schon ganz vergessen, dass die mal beim deutschen Vorentscheid war. Jetzt weiß ich auch wieder, warum.

    • Au ja. Die wird einschlagen wie eine Bombe. Und dann behaupten wieder alle, wir hätten uns vom Vorjahr inspirieren lassen, weil sie aussieht wie Cornelia Jakobs. Ironie off.

  33. Spotify(Germany)-ESC-Momentaufnahme (d.h. gestern) – Sehr interessant: Malik ist ganz oben, Stefania direkt hiner ihm – d.h., die Leute wollten das Lied nochmal hoeren. Mitleid? Pure Lust an der Musik (existiert so war…mmmm….)? Egal:

    8. Rockstars by Malik Harris 320,241

    9. Stefania (Kalush Orchestra) by KALUSH 298,720

    …..
    33 Give That Wolf A Banana by Subwoolfer 135,620

    50 SUPERMODEL by Måneskin 121,955
    53 SPACE MAN by Sam Ryder 117,471
    57 SloMo by Chanel 113,435
    66 Brividi by Mahmood, BLANCO 103,114
    68 Hold Me Closer by Cornelia Jakobs 98,124
    69 De Diepte by S10 97,786

  34. Man muss aber auch sagen, wir hatten schon so viele interessante VE-Songs, z. B. „Zeig mir deine Muskeln“, ähnelt etwas: „In corpore sano“! Leider haben die es alle nicht geschafft.

  35. Bitte lasst bei einer VE 2023 die Dudelfunk Sender aus dem Spiel.Die haben bisher sogar Maneskin so gut es geht ignoriert.Es gibt aber auch noch gute ROCK Sender in D zB.Radio BOB in Hessen,genau diese Rock Sender sollten jetzt miteinbezogen werden.Aber am besten,und ich glaub,das fänden die meisten,wäre ein neues Bundesvision Festival,wo jedes Bundesland, mit Hilfe der jeweiligen Rock Sendern des Landes, einen Act ins Rennen schickt. DAS darf aber gern auch jemand etabliertes sein

    • Ich bin mal komplett wagemutig und verteidige die Mitglieder der Radiojury (ausgenommen Frau Wolfslast, die da ja glaube ich auch beteiligt war): Sie haben nur das gemacht, was die ESC-Delegation verlangt hat. Also Lieder heraussuchen, die potenziell in die Radio-Dauerberieselung hereinpassen ohne negativ aufzufallen. Und diesen Auftrag hat die Jury hervorragend ausgeführt.

      Ich traue den Sendern zu, dass dort tatsächlich Redakteure mit richtig großer Expertise und tollen Kontakten in die Musikszene sitzen. Aber wenn von Ihnen verlangt wird, dass Sie radiokompatibles Zeug aussuchen sollen, dann darf man sich nicht beschweren, wenn Sie auch nur das machen.

      Von mir aus sollen die Sender wieder eine Jury bilden. Nur diesmal mit dem Auftrag: Bitte sucht fesselnde, abwechslungsreiche Songs aus unterschiedlichen Genres von interessanten Künstlern heraus. Und zwar unabhängig davon, ob dein Sender das ins Programm nehmen würde!
      Dann können die Leute auch etwas liefern, was beim ESC funktioniert.

      • Ich bezweifle mal, dass die Alex Wolfslast Radio-Tauglichkeit verlangt hat. Vielmehr war es wohl umgekehrt: Die Radiosender waren nur unter der Bedingung dabei, dass die Songs am Ende auch radiokompatibel sind. Hat doch der Typ bei der Präsentations-PK gesagt (Gedächtnisprotokoll): „Wenn wir (die Radio-Sender) dabei sein sollen, dann wollen wir gleichberechtigte Partner sein (sprich: zu UNSEREN Regeln)“.

  36. Erste Reaktion des NDR zum Vorentscheid 2023:
    „Das Auswahlverfahren für den ESC 2023 wird anders aussehen als für den diesjährigen ESC. Wie genau, wird der NDR bekannt geben, wenn es steht.“

    Quelle:
    https://www.rnd.de/medien/esc-2022-sollte-man-dem-ndr-den-song-contest-entziehen-JUGQZZSRWBC2XLCK2UTUT7I324.html

    Gute Zusammenfassung des Wesentlichen:
    https://www.dwdl.de/nachrichten/87924/ndr_will_vorentscheid_fuer_den_esc_erneut_ueberarbeiten/

    • „Wie genau, wird der NDR bekannt geben, wenn es steht.“

      Oh mein Gott, die wollen schon wieder was hinter verschlossenen Türen aushecken. Bei der ESC-Kompetenz des NDR-Personals schwant mir Schlimmes …

      • Wie heißt es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt? Allerdings habe ich das letztes Jahr auch gesagt…😉

      • @Gaby

        Die Hoffnung liegt bei mir an Maschinen angeschlossen auf der Intensivstation. 🙁

      • Na, na, ein bißchen Optimismus.😉

        Ach ich weiss auch nicht, auf der anderen Seite schäme ich mich ein bißchen, dass ich mir Gedanken um solch vergleichsweise „Kleinigkeiten“ mache, wo doch so viel schlimme Sachen passieren auf der Welt.
        Aber andererseits, es ist echt eine willkommenen Abwechslung, weil, sonst würde ich durchdrehen…

      • Das kann ich verstehen, aber andererseits ist ja auch niemandem geholfen, wenn wir den ganzen Tag traurig in der Ecke sitzen.

      • @Alki Bernd

        Aber bisher hat kein anderer Sender „hier“ geschrieen. Scheint irgendwie niemand richtig Bock auf den ESC zu haben, leider. Sonst hätte sich ja schon mal ein anderer Sender angeboten (z. B. das ZDF, die sind ja auch in der EBU, soviel ich weiss).

      • @ESC1994

        Oje, das tut mir leid. Da klingt mein Spruch natürlich blöd in dem Zusammenhang. Tut mir leid. Hoffentlich geht es bald bergauf. Alles Liebe und Gute.

    • Na, hoffentlich werden die Radiosender nicht mehr so viel zu bestimmen haben. Meine Befürchtung war ja, dass die Einbindung derselben eine langfristige Strategie war (oder noch ist), um auch bekannteren und/oder „ernsthafteren“ Künstlern eine Vorentscheidsteilnahme schmackhaft zu machen. („Komm, mach mit, und dein Song wird garantiert im Radio gespielt!“) So etwas würde sich natürlich erst in einigen Jahren auszahlen – wenn überhaupt – und bis dahin hätten wir immer so ein Radiogedudel als unseren ESC-Beitrag.

  37. Zumindest musikalisch war es, auch wenn es jetzt komisch klingt, ein Schritt in die richtige Richtung. Wenigstens hat Malik Harris keinen peinlichen Auftritt hingelegt wie Jendrik im letzten Jahr und es bevorzugt über Gott und die Welt zu singen, anstatt eine Moralpredigt zu halten.

    Ich finde, wir sollten mal mehr aus uns herauskommen. Ich persönlich fühle mich und uns alle besonders von Chanel und ihren Tänzern geradezu dazu herausgefordert. Aber das Problem liegt in unserer Kultur. Anders als die Spanier sind wir keine Ästheten, wir sind gerne mittelmäßig, auch wenn wir insgeheim Italiener, Türken, usw. um ihre Eitelkeit beneiden. Vielleicht müssen wir auch mal eitler werden. Aber dazu fehlt uns Mentalität der Südeuropäer, der Balkanvölker und ähnlich gestrickter Menschen, großen Wert auf das Äußere zu legen, was beim EuroVISION Song Contest heutzutage nicht unwichtig ist.

    • Muss ja kein rein deutscher Act sein. Iveta Mukuchyan oder Cinta Laura Kiehl haben bestimmt die nötige Attitude (Iveta hat es auf der ESC-Bühne sogar schon bewiesen) ohne deutsche Mentalität, aber mit deutscher Verbindung.

    • @Jan
      Zu deinem 1. Absatz: Gut, dass die Meinungen auseinander gehen können. Für mich war der Schritt von Jendrick zu Malik kein Schritt nach vorne sondern eher zurück (in Richtung S!sters). Radiotauglichkeit stand über „Spaß beim Hören“ – das war man bei Jendrick definitiv anders angegangen (auch wenn das Gesamtpaket dann doch unterdurchschnittlich war).

      Und zum Rest sage ich nur so viel: Wenn Finnen und Norweger auf der ESC-Bühne eine Party veranstalten können, sollen wir nicht unsere Unterkühltheit vorschieben.

    • Absolut korrekt, Deutschland hat ein Ästhetik-Problem. All die Frauen mit „praktischen“ Frisuren und die Jungs – tja, Schluffis wie Malik.

      • Maliks Frisur war bis auf die Färbung OK, sein Stubble war exzellent. Die Klamotten… seufz. „Aber Hauptsache, er fühlt sich wohl.“

      • Also as expected I’m out of moderation again.

      • I just mailed M. Also look at the cute pic I posted.

      • Also … die Jungs unauffällig, die Mädels wie Tigerinnen?

        Ist mir zu viel Klischee. Klar, Deutschland hat viele Einwohner mit Übergewicht, dennoch sehe ich in der Öffentlichkeit ausreichend attraktive Menschen mit Potenzial.

        Nebenbei: viele ESC-Teilnehmer haben an ihre Kondition gearbeiteit als Vorbereitung, sind aufgehübscht worden und würde man auf der Straße nicht so schnell erkennen.

      • Deutschland hat tatsächlich ausreichend attraktive Menschen, dank Migration. Ohne wäre ich glaube ich zölibatär.

      • Aber auch eine „praktische“ Kurzhaarfrisur kann gut aussehen. Alles eine Frage des Typs😉

      • Deutschland hat viele Einwohner mit Übergewicht

        Und Holland kommt mit so einer magersuechtigen… das ist unfair… 🙂

  38. Das Big-Five- Argument wurde durch Frankreich 2021, Italien 2021 und 2022, Spanien 2022, UK 2022 und auch Deutschland 2018 sowas von widerlegt, dass es mich wundert, wie gebetsmühlenartig es wiederholt wird. Die Sache ist viel einfacher: beim ESC punktet man mit Liedern, über die gesprochen wird: weil sie kontroversiell, innovativ, gut inszeniert oder authentisch sind. Ein Anfang 20-jähriger, der mit einem
    durchschnittlichen Liedchen unspektakulär von Instrument zu Instrument geht, als würde er in einem Musikhaus mal ausprobieren wollen, welches er vielleicht lernen könnte und über die „gute alte Zeit“ (welche soll das in seinem Alter bitte sein??) singt, ist nichts davon. Daher ist das auch nix geworden. Das hat nichts mit Deutschland oder seinem Status als Big Five zu tun.

    • Natürlich kann man als BIG 5 erfolgreich sein, bedarf aber eine enorme Anstrengung, da im Finale nur die Besten der Besten auftreten. Italien lasse ich jetzt mal außen vor, deren Beiträge sind schon durch das San Remo Festival bekannt und beliebt.
      Ich bleibe dabei: Ich bin grundsätzlich gegen diesen Sonderstatus, wäre vielleicht auch mal ein Anreiz für den NDR, sich mehr Mühe bei der Auswahl der Acts zu geben. Wird natürlich nicht passieren, so realistisch bin ich schon. Wenn ein oder zwei BIG-5-Läner im Semi ausscheiden würden, müsste man ja befürchten, dass es gleich ein paar Million Zuschauer weniger im Finale gibt.
      Aber ich fände es auch fairer, wenn (mit Ausnahme des Gastgebers) sich jedes Land einem Halbfinale stellen müsste.

      • Sonderstatus wird sich nicht ändern. Allerdings wäre es besser für die Finale wenn alle direkt Platzierten schon in Halbfinale auftreten, damit alle Songs zumindest zwei Mal performed sind. Voll dabei sein wäre auch ein Grund die Halbfinalen ins Hauptprogramm zu nehmen statt auf einem Spartenkanal.

      • Da muss ich dir dann doch mal widersprechen, Gaby. Der NDR würde nicht aus dem Nichts plötzlich gute Arbeit leisten, nur weil die Big-5-Regel gekippt wird. Und nun überleg dir mal, wie es um das öffentliche Interesse am ESC in Deutschland dann nach ein paar Nichtqualifikationen und ESC-Übertragungen allein auf ONE bestellt wäre …

        Finde die Big-5-Regel ja auch unfair und aus der Zeit gefallen. Aber aktuell müssen wir heilfroh sein, dass es sie gibt.

      • Da kann Deutschland ja gleich aufhören. Es kann doch nicht sein das man der zahlmeister des ESC ist und dann noch durch das Halbfinale muss. Da kann Deutschland ja gleich einpacken. Grundvorraussetzung für die Teilnahme Deutschlands beim ESC ist die automatische Finalqualifikation.

      • @escfan05

        ich finde ganz einfach, es macht auch keinen großen Unterschied mehr, ob man durch ein Halbfinale muss oder Jahr für Jahr hinten landet. Denke, man ist beim NDR rat, plan- und lustlos, so kommt es mir zumindest vor. Habe die Hoffnung, dass man doch etwas motivierter ist, wenn man sich einem Halbfinale stellen muss. Und ich bleibe dabei, dass es irgendwie Wettbewerbsverzerrung ist, wenn es Länder gibt, die direkt fürs Finale qualifiziert sind. Mich würde wirklich mal interessieren, ob Deutschland wirklich so viel einzahlt. Ich glaube ja nach wie vor, dass es einzig und allein um Zuschauerzahlen geht. Lasse mich da natürlich gern eines Besseren belehren. Aber selbst, wenn das so ist: Sie werden doch vom Wettbewerb nicht ausgeschlossen, deshalb verstehen ich jetzt die Aufregung nicht so ganz.
        Übrigens treten meist in den Semis auch noch schwächere Acts auf, mit denen man sich messen muss, ist vielleicht dann doch etwas einfacher, sich durchzusetzen. Wenn man sich Mühe gibt.

        P. S. Manche Länder scheiden auch ein paar Jahre hintereinander im Semi aus, und machen begeistert beim nächsten Mal wieder mit (Dänemark ist dies jetzt schon das 2. Mal in Folge passiert) Sie ziehen sich doch auch nicht in die Schmollecke zurück.

      • Es gibt auf YouTube ein vier Jahre altes Walulis-Video, in dem gesagt wird, dass Italien wohl nur für 2,8 % des ESC-Budgets aufkommt. Für Deutschland wissen wir, dass die Kosten unter denen eines „Tatorts“ liegen.

        Die Behauptung, dass wir der „Zahlmeister“ wären, hat anscheinend keinerlei Grundlage.

  39. Es ist doch so einfach: einfach einen authentischen starken Song einreichen. Dann klappt das mit einem guten Ergebnis. Man braucht überhaupt nicht am Reglement herumdrehen. Macht man das bekommen unsere Liedchen trotzdem keine Punkte.

  40. Deutschland hat in den letzten Jahren doch nur so viele schlechte Platzierugen erreicht, weil es nicht zum ESC passt. Der ESC ist schon lange kein Musikwettbewerb mehr. Es geht um Show, um Sympathie, es ist ein Meinungsbarometer und ein Fest für LGBT. Trotzdem nimmt Deutschland Jahr für Jahr teil, ohne weder eine große Show zu inszenieren, noch sympatisch aufzutreten, noch hat Deutschland in den letzten Jahren gute Politik betrieben, noch sind viele Sänger interessiert daran, an einer Schwulen-EM teilzunehmen.

    Dazu kommt noch, dass der ESC-Musikgeschmack wenig mit dem internationalen Musikgeschmack zu tun hat, so dass Popstars und Durchschnittsmusiker unpassend sind und sich deswegen auch fernhalten.
    Siegel und Raab machen auch lange nicht mehr mit. Jedenfalls nicht für Deutschland.

    Wem nützt es, bei ESC zu gewinnnen? Kaum einem. Die restlichen Plätze sind noch weniger wert.

    Der NDR macht aber mit, weil man zahlt ja und dann muss man dabei sein. Interesse an guten Plätzen ist wohl nicht vorhanden. Wenn es alle 5 – 6 Jahre einmal für die TOP-10 reicht, dann ist es wohl in Ordnung.

    Der NDR ist seit 1996 für den Vorentscheid zuständig. Zieht man 2010 – 2012 ab, als der NDR mit PRO 7 zusammengearbeitet hat, so war der letzte Erfolg Deutschlands 2018 und davor 2004..
    Seit 1996 hat es der NDR nur sechs Mal geschafft, die TOP-10 zu erreichen.

    Bei 27 Teilnahmen ergibt sich folgendes für die TOP 10:

    6 von 24 Mal = 25,0 % nur NDR
    9 von 27 Mal = 33,3 % mit Pro 7

    Die Plätze 20 – 27 wurden in diesen 27 Teilnahmen aber 11 Mal erreicht, ein zwölftes Mal 1996 qualifizierte Deutschland sich nicht einmal.

    12 von 24 Mal = 50,0 % nur NDR
    12 von 27 Mal = 44,4 % mit Pro 7

    Fazit: Der NDR gehört endlich ausgewechselt.

    • Wirft ein Blick in die Vergangenheit.

      Alle fehlende Jahre hier unten waren für Deutschland zumindest zufriedenstellend (Top 10). Aber da alle auf den NDR schielen (schießen), betone ich hier mal die gesamte schlechteste Ergebnisse seit 1956.

      Cannes 1961 – Lale Andersen – Einmal Sehen Wir Uns Wieder – 3 Punkte, 13. (16 Länder)

      Kopenhagen 1964 – Nora Nova – Man Gewöhnt Sich So Schnell An Das Schöne – 13. (16 Länder)

      Neapel 1965 – Ulla Wiesner – Paradies, Wo Bist Du? – 15. (18 Länder)

      Brighton 1974 – Cindy und Bert – Die Sommermelodie – 3 Punkte, 14. (17 Länder)

      Stockholm 1975 – Joy Fleming – Ein Lied Kann Eine Brücke Sein – 15 Punkte, 17. (19 Länder)
      Erstes Jahr mit 1 bis 8, 10, 12 Jurypunkte.

      Den Haag, 1976 – Les Humphries Singers – Sing, Sang, Song – 12 Punkte, 15. (18 Länder)

      Luxemburg 1984 – Mary Roos – Aufrecht Geh’n – 34 Punkte, 13. (19 Länder)

      Dublin 1988 – Maxi and Chris Garden – Lied Für Einen Freund – 48 Punkte, 14. (21 Länder)

      Lausanne 1989 – Nino de Angelo – Flieger – 46 Punkte, 14. (22 Länder)
      (Hey, Dieter Bohlen wird hier erwähnt.)

      Rome 1991 – Atlantis 2000 – Dieser Traum Darf Niemals Sterben – 10 Punkte, 18. (22 Länder)

      Malmö 1992 – Wind – Träume Sind Für Alle Da – 27 Punkte, 16. (23 Länder)

      Millstreet 1993 – Münchener Freiheit – Viel Zu Weit – 18 Punkte, 18. (25 Länder)
      Erstes Jahr mit Vorentscheidung, danach: die (durchschnittlich) schlechtesten 5 Länder durften im Folgejahr nicht teilnehmen.

      Dublin 1995 – Stone and Stone – Verliebt In Dich – 1 Punkt, 23. (23 Länder) => 1996 war Deutschland nicht dabei.

      Dublin 1997 – Bianca Shomburg – Zeit – 22 Punkte, 18. (25 Länder)
      Ach … noch gerade so geschafft und in 1998 hat Guildo euch lieb gehabt.

      Tallinn 2002 – Corinna May – I Can’t Live Without Music – 17 Punkte, 21. (24 Länder)
      Noch einmal die Hörde genommen – 2003 durfte D teilnehmen, dank Guildo, Sürpriz, Raab und Michelle in den Jahren zuvor.

      Ab 2004 gibt es eine Halbfinale und direkt gesetzte Länder.

      Kyiv 2005 – Gracia – Run & Hide – 4 Punkte, 24. (Finale 24 Länder, 36 Länder insgesamt)

      Helsinki 2007 – Roger Cicero – Frauen Regieren Die Welt – 49 Punkte, 19. (Finale 24 Länder, 42 Länder insgesamt)

      Belgrad 2008 – No Angels No Angels – Disappear – 14 Punkte, 23. (43 Länder, 25 im Finale)
      Erstes Jahr mit zwei Halbfinalen

      Moskau 2009 – Alex Swings Oscar Sings! – Miss Kiss Kiss Bang – 35 Punkte, 20. (42 Länder, 25 im Finale)

      Malmö 2013 – Cascada – Glorious – 18 Punkte, 21. (39 Länder insgesamt)

      Kopenhagen 2014 – Elaiza – Is it right – 39 Punkte, 18. (37 Länder dabei)

      Wien 2015 – Ann Sophie – Black Smoke – 27. (40 Länder. Finale: Big5 + Österreich + Australien)

      Stockholm 2016 – Jamie-Lee – Ghost – 11 Punkte, 26. (42 Länder)

      Kyiv 2017 – Levina – Perfect Life – 6 Punkte, 25. (42 Länder; 26 im Finale)

      Tel Aviv 2019 – S!sters S!sters – Sister – 24 Punkte, 25. (41 Länder, 26 im Finale)

      2020 … ach, nicht darüber reden.

      Rotterdam 2021 – Jendrik – I Don’t Feel Hate – 3 Punkte, 25. (39 Länder, 26 im Finale)

      Turin 2022 – Malik Harris – Rockstars – 6 Punkte, 25. (40 Länder, 25 im Finale)

      Fazit: 8 Mal nacheinander schlechte Ergebnisse einfahren ist einmalig in die deutsche ESC-Geschichte.

      (Quelle: https://eurovision.tv/)

      • Danke für die Aufstellung, Marko. Autsch, das tut weh.
        Wobei ich 1975, 1984 und 1989 irgendwie ungerecht fand. Auch 1964 war doch ganz hübsch, war damals noch nicht auf der Welt. Und 1976 – schade, dass Tony Marshall disqualifiziert wurde. „Der Star“ war so wunderschön😍 Eigentlich der einzige Song von ihm, den ich ertragen kann. Finde, diese Songs hätten eine bessere Platzierung verdient gehabt.😕
        Aber gerade die schlechten Platzierungen in den 1990ern und auch In der jüngeren Vergangenheit hatten mMn schon ihre Berechtigung. Kleine Ausnahme war für mich noch 2006 (Texas Lightning war klasse) und 2007, Roger Cicero war grandios, aber Europa war noch nicht bereit für Swing beim ESC. Ja, und 2014 war ein schönes Lied, aber der Auftritt wurde leider total versammelt.

      • Ups … mein Fazit ist falsch. Muss ‚8 von 9 Mal nacheinander schlechte Ergebnisse einfahren ist einmalig in die deutsche ESC-Geschichte‘ sein.

        Die Aufstellung habe ich gemacht, weil ich mich fragte wie es in andere Zeiten aussah und ob die Kritik an der NDR berechtigt ist.

    • Man kann es noch einfacher machen: Ohne Beteiligung Raabs ist der NDR seit 1996 insgesamt nur dreimal in die Top 10 gekommen. 1999 (Ralph Siegels letzter guter Song), 2001 und 2018 (Michael Schulte, zwar mit Songwriting-Camp im Rücken, aber dafür mit DIY-Staging).

    • @Marcel: Ich weiß nicht, wer die Petition erstellt hat und was inhaltlich genau drin steht. Aber wenn die Band im kommenden Frühjahr eine große Europatour mit richtig großen Hallen plant, sollte man erstmal fragen, ob die Band denn überhaupt will.
      Die Petition klingt deshalb von der Überschrift her nach großem Quatsch.

      • „EC soll mit Pump It beim ESC 2023 antreten“
        spricht für sehr viel Ahnung vom ESC und seinen Regularien

      • Dann frag die Band doch ob sie will und Lust hast. Wenn es doch deiner Meinung nach so einfach ist.

      • Mir geht es nicht darum die Band von irgendetwas zu überzeugen.
        Ich fände es sogar toll, wenn Sie sich trotz dem Hickhack von 2022 nochmal einer Jury des NDR stellen würde. Aber das muss von der Band kommen und nicht durch eine unsinnige Petition!

        Warum ich die Petition sinnlos finde?
        Die Band zu bitten, Teile der größten Tour der Bandgeschichte abzusagen, um für einen möglichen Vorentscheid und später ESC greifbar zu sein, der versteht nicht, was da für die Band dranhängen dürfte.
        Und wenn gleichzeitig noch gefordert wird, dass ein vor dem 01.09.2022 veröffentlichter Track für den ESC 2023 nominiert wird, der offenbart grundsätzliche Verständnis- bzw. Wissens-Lücken.

    • Mit „Pump it“ dürfen sie gemäß EBU-Regularien nicht antreten, und damit kann man diese Petition direkt wieder stoppen. Damit erweist man niemandem einen Dienst, im Gegenteil.

  41. Wenn man mal mit der Absicht den ESC zu gewinnen an die Sache rangeht dann gibt es genau ein einziges Land in Europa, bei dem egal ist ob der deutsche Beitrag gut ankommt, und das ist Deutschland — wir können uns selbst keine Punkte vergeben. Daher ist es auch völlig irrelevant ob ein Song gut ins Programm der ARD-Popwellen passt.

    Von all den Liedern die in der deutschen Endauswahl standen wär wohl auch kein anderes besser als Platz 20 geworden — nicht weil die schlecht sind aber einfach weil eben der „öffentlich-rechtliche deutsche Popradiogeschmack“ recht wenig damit zu tun hat was im Rest von Europa gut ankommt und vom Start weg unterhält.

    Ich würde wetten Electric Callboy hätten mit dem absolut nicht Popwellen-tauglichen Pump it für Deutschland wohl recht sicher eine Top-10, eventuell sogar eine Top-5-Platzierung geholt — wenn der NDR sie nicht von vornherein erst gar nicht zugelassen hätte 😉

    Bitte, lieber NDR, seid 2023 einmal mutig und lasst mehr Genrevielfalt beim Vorentscheid zu. Ob ein Song Popwellentauglich ist ist wie schon erwähnt völlig irrelevant, entscheidender ist dass er Europa packt!

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