
Das Festivali i Këngës 62 biegt auf die Zielgerade. Heute Abend entscheidet sich in Tirana, wer den Wettbewerb gewinnt – und für ESC-Fans besonders wichtig: Wer vertritt das Land beim Eurovision Song Contest 2024 in Malmö? Denn das müssen nicht dieselben Beiträge sein. Insgesamt sind heute Abend 22 Beiträge am Start. Uns erwartet also ein (weiterer) langer Abend und hoffentlich ein guter Siegertitel.
Mit dem Finale kommt das FiK 2023 zu seinem Ende. Am Dienstagabend hat das erste Halbfinale stattgefunden, am Mittwochabend das zweite. Am gestrigen Donnerstagabend gab es einen Nostalgieabend, bei dem Teilnehmer/innen und Stargäste bekannte FiK-Melodien und solches des ESC präsentierten. An diesem Abend wurde auch die Finalist/innen bekanntgegeben.
Diese Acts sind heute Abend beim Finale des Festivali i Këngës dabei. Laut Wiwibloggs ist das die Startreihenfolge:
- Kastro Zizo – 2073
- Mal Retkoceri – Çmendur
- Erina and the Elementals – Jetën n’skaj
- Melodajn Mancaku – Nuk jemi ne
- Tiri Gjoci – Në ëndërr
- Kleansa Susaj – Pikturë
- Irma Lepuri – Me prit
- Festina Mejzini – Melos
- Eldis Arnjeti – Një kujtim
- Martina Serreqi – Vetëm ty
- Besa Krasniqi – Esenciale
- Sergio Hajdini – Uragan
- Olimpia Smajlaj – Asaj
- Anduel Kovaci – Nan‘
- Michela Paluca – Për veten
- PeterPan Quartet – Edhe nje here
- Besa Kokëdhima – Zemrën n’dorë
- Arsi Bako – Zgjohu
- Elsa Lila – Mars
- Andi Tanko – Herë pas here
- Shpat Deda – S’mund të fitoj pa ty
- Big Basta und Vesa Luma – Mbinatyrale
Alle Live-Auftritte dieser Acts in den beiden Halbfinals könnt Ihr hier anschauen.
Moderiert wird die Show heute Abend wieder von Kledi Kadiu und live aus dem Kongresspalast in Tirana gesendet.
In diesem Jahr treten 31 Acts beim Festivali i Këngës an. Drei Künstler*innen haben sich seit der Verkündung der Teilnehmer*innen zurückgezogen, wurden allerdings ersetzt. Wer es aus den beiden Halbfinals in das Finale schafft, entschied eine elfköpfige Jury. Im heutigen Finale entscheidet dann ebenfalls die Jury darüber, wer das FiK 62 gewinnt. Über den albanischen Act für den ESC 2024 entscheiden dagegen allein die Fernsehzuschauer*innen per Televoting.
Das Finale des Festivali i Këngës 62 startet heute um 21 Uhr und kann hier im Livestream bei RTSH 1 verfolgt werden. Außerdem gibt es wieder einen Livestream auf YouTube. Alternativ kann der Sender RTSH mit der App „Klani IM“ über das Smartphone verfolgt werden – ganz ohne Anmeldung. Wir bloggen das große Finale live und Ihr könnt die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Artikel kommentieren.
Guten Abend aus Hamburg! Es ist der Finalabend und auf Youtube hat soeben (20:35 Uhr) die Vorberichterstattung vom Roten Teppich begonnen. Bis zur eigentlich Show haben wir wohl noch bis 21 Uhr Zeit. Ab dann begleite ich die Show wie gewohnt. Jetzt können sich unsere Ohren schon einmal an den melodisch Klang des Albanischen und die Augen an tolle Outfits gewöhnen.
Pünktlich um 21 Uhr beginnt die Show mit Bilder aus Albanien (der Sponsor). Jetzt sind wir in der Halle. Die Bühne wird langsam erleuchtet und das Orchester spielt. Im Vordergrund suchen die letzten Gäste ihre Plätze. Kledi Kadiu und zwei weitere Moderatorinnen betreten die Bühnen. Die Damen in roten Kleidern, der Herr im Smoking. Es wird die Jury vorgestellt. Der erste Juror fehlt und kommt später ins Bild gerannt. Das Durchschnittsalter der Jury liegt vermutlich jenseits der 60. Es fällt das Wort Eurovision – und schon kommt ein Schnelldurchlauf auch mit den bereits ausgeschiedenen Beiträgen, für die man aber in Sachen Eurovision abstimmen kann. Luan ist auch dabei mit der Nummer 10.
Und dann geht es auch schon mit dem ersten Beitrag los:
1. Kastro Zizo – 2073
Der blondierte junge Mann mit der tiefen Stimme und dem Sprechgesang steht recht statisch auf der Bühne. Nicht nur sein Saum, sondern auch ein Scheitel glitzern wild. Der Gesang ist getragen. Im Refrain – wenn er das denn ist – wird’s etwas melodischer und der Chor trägt im Grunde den Gesangsteil. In der zweiten Strophe wird Kastro auch visuell aggressiver. Was ist das eigentlich für eine Rose auf seiner Brust? Das ist irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn. Einerseits beeindruckend, andererseites komplett aus der Zeit gefallen. Hilfe.
3 von 10 Punkten
Der Moderator bedankt sich beim Chor, der hier Höchstleistungen vollbracht hat.
2. Mal Retkoceri – Çmendur
Ach, Popeye ist auch ins Finale gekommen. Noch ein Mann mit einer tiefen Stimme. Allerdings hat die hier durchaus Cartoon-Charakter. Aber eigentlich ist das egal – die Bizeps ziehen alle Aufmerksamkeit auf sich. Naja, und der Refrain ist Uptempo, da will man nichts sagen. Ich denke, Mal könnte mit dem Auftritt in der Thai-Oase beim Karaoke definitiv reüssieren – auch wenn er gar nicht singt. Habe ich eigentlich schon den Fetzenrock hervorgehoben? Ein weiterer Pluspunkt, der von Lied und Gesang ablenkt.
5 von 10 Punkte
Insgesamt finde ich, dass das albanische Fernsehen dem Publikum zum Auftakt durchaus gewöhnungsbedürftige Kost zumutet. Stützt die Einschaltquote bereits ab?
Höre ich da bei der Ankündigung des nächsten Beitrags mehrfach den Namen Elton Johnny?
3. Erina and the Elementals – Jetën n’skaj
E-Gitarre in Großaufnahme zum Auftakt – willkommen zurück in den 70ern. Die Griff wirken durchaus vertraut, da will man nicht klagen. Allerdings war bei Erina am Anfang das Mikro nicht offen. Bei ihrer Röhre ist das fast egal – die ist echt stark! Sie selbst trägt ein etwas zu kleines, rotes Kunstleder-Oberteil und heftige Stiefel. Insgesamt sind sie zu dritt auf der Bühne. Also, gute Stimme und für einen Rocktitel durchaus mit melodischen Elementen.
Jetzt ist mein Rechner kurz abgestürzt. Oder war ich zu kritisch? Dabei hatte ich extra heute Vormittag schon das Upgrade gemacht. Naja…
Ich gebe mal 6 von 10 Punkten.
4. Melodajn Mancaku – Nuk jemi ne
So Melodaijn ist schon auf der Bühne im Einsatz mit ihrem fluffigen Traum in Taupe. Endlich mal melodischer Midtempo-Pop. Ein bisschen belanglos vielleicht und ein etwas dünnes Stimmchen. Aber ganz wenigstens mal nicht so aggressiv. Nach hinten raus wird’s dann aber doch etwas redundant. Und jetzt merkt man wirklich, dass die Stimme nicht sehr kräftig ist.
5 von 10 Punkten
5. Tiri Gjoci – Në ëndërr
Männer in weißen Mänteln sieht man auch nicht so oft. Dabei sind weiße Wintermäntel in dieser Saison wirklich angesagt (habe ich gehört). Tiri steht am Mirko und bewegt sich nicht groß. Bei der weißen Hose haben sie den Stoff sehr großzügig eingesetzt, so wie die staucht. Ein ganz gefälliger Song, auch wenn Tiris Stimme jetzt nicht besonders auffällig oder stark ist. Passend zur Musik sind zeitweise Blitze zu sehen, die die Dramatik unterstreichen sollen. Was soll ich sagen? Aber der zweiten Strophe wird’s etwas langweilig. Vielleicht ist ja der Text gut, so dass die Albaner da mehr draus ziehen können. Zur Brück verlässt er sein Stativ etwas. Die Musik nimmt Fahrt auf, seine Stimme kann da nicht mithalten.
5 von 10 Punkten
Alles noch ziemlich mittelfeldig. In jedem Fall jetzt erstmal Reklame. Die Pause war ganz schön lang. Endlich geht’s weiter. Wir haben noch 17 Songs vor uns… Das Publikum scheint auch eingeschlafen zu sein. Der Moderator (also nicht der im Smoking, sondern ein anderer) feuert es jetzt erstmal an, dass sie wieder aufwachen. Der Typ macht einen Stand-Up-Part. Habe ich da was mit technischen Problemen gehört?
6. Kleansa Susaj – Pikturë
Frau in schwarzem, halbtransparenten Kleid. Angsteinflößende, super-lange, schwarze Fingernägel. Sie singt ganz schön tief, zum Refrain wird es heller und schon fast schön. Die zweite Strophe wird wieder finsterer und die langen Noten sind etwas anstrengend. Aus dem Refrain könnte man aber was machen. Die Brücke ist ok, hätte so auch vor 20 Jahren geklungen haben können. Ich fühle mich trotzdem erreicht.
7 von 10 Punkten
7. Irma Lepuri – Me prit
Also, nach einer Frau im schwarzen Kleid kommt gleich die nächste Frau im schwarzen Kleid. Wer soll die denn auseinanderhalten? Wobei Irmas Fingernägel sind nicht schwarz lackiert. Ein weiterer Midtempo-Song, etwas dröge, aber sehr harmonisch. Und Irmas Stimme passt auch sehr gut dazu. Also wirklich, sehr schön. Da kann man auch mal bei einer Kamerafahrt 20 in einer Reihe sitzende Männer zeigen. Also ja, das ist nichts weltbewegendes, aber es tut nicht weh. Das E-Gitarren-Solo hätte aber nicht sein müssen. Aber will man mit so einem Song auf die nächste Kuschelrock-CD muss das wohl sein.
8 von 10 Punkten
8. Festina Mejzini – Melos
Wir starten mal mit einer dunklen Bühne, die dann in sehr warmes Licht getaucht wird. Festina trägt auch was Fluffiges, die Beine sind aber weitgehend freigelegt. Natürlich steht auch sie statisch am Mikro. Ach nein, sie räumt es nach einer Minute weg. Der ist ist definitiv komplexer als der davor. Und was für ein dramatisch-kraftvoller Refrain! ist sicher nicht jedermanns Sache. Ihr Bolero auch nicht, aber kann man machen. Sie hat eine tolle Ausstrahlung. Aber das ganze andere Drumherum ist nicht meins.
5 von 10 Punkten
Sie lässt sich feiern und bekommt viele Bravo-Rufe.
9. Eldis Arnjeti – Një kujtim
Klavierauftakt. Kann man machen. Oh eine Barritonstimme … von einem möglicherweise tragisch veranlagten Künstler, der gerade im dramatischen Refrain doch etwas gepresst singt. Für sein Outfit musste ein Spiegel geopfert werden, der nun sein Revers und die Schulter schmückt. Transparentes Oberteil unter einem Sakko? No further proof needed. Eldis fühlt seinen Song. Und auch hier auch Gitarrensolo. Der Schreigesang ist dann aber doch etwas gewöhnungsbedürftig. Ich surfe natürlich auf seiner Welle und gebe
7 von 10 Punkten
Auch er lässt sich viel Zeit und vom Publikum feiern. Die Moderatorin holt ihn sogar noch einmal zurück auf die Bühne.
10. Martina Serreqi – Vetëm ty
Ein weiteres ruhiges Klaviersolo zum Auftakt – und eine Frau in einem schwarzen Kleid. Mit schwarzen Nägeln. Auch dieser Titel ist ruhig und harmonisch. Die Stimme scheint einiges tragen zu können. Das bestätigt sich im Refrain. Wenn der Song etwas dramatischer wäre, könnte das die klassische albanische Schreiballade einer richtig guten Sängerin sein. So plätschert der Song etwas dahin. Die Brücke hier wird von den Blechbläsern bestritten. Irgendwo zwischen Filmmusik und Nachtklub. Schade, vertane Chance.
6 von 10 Punkten
Das Wort Austria wird mehrfach wiederholt. Aber jetzt kommt erstmal wieder Werbung. Auch die war wieder ziemlich lang. Anderthalb Stunden sind rum und wir haben noch nicht ganz die Hälfte der Songs durch. Grund genug, die Jury noch einmal vorzustellen. Die Moderatorin mit der Wetlook-Frisur hat die Pause genutzt, in ein schwarzes Kleid zu schlüpfen. Why not?!
11. Besa Krasniqi – Esenciale
Ok, eine weitere Frau in einem schwarzen Kleid. Dieses allerdings kurz und dazu sind tatsächlich elektronische Klänge zu hören. Ich flippe aus. Dafür ist der Gesang bzw. die Melodie – man weiß nicht wirklich, was das Problem ist – eher gewöhnungsbedürfig, um nicht zu sagen schwach. Der Refrain ist zwar klar zu erkennen, aber er ist nichts, auf das man sich freuen würde. Och nee. Die Sängerin erinnert mich ein bisschen an Shannen Doherty. Trotz des modernen Touches gebe ich nur
4 von 10 Punkten
12. Sergio Hajdini – Uragan
Na, das ist doch erstmal ein Hingucker. Sergio hat noch den halben Wald am Hals und am Arm… und auf den nackten Füßen. Dazu ein interessantes Outfit und Wetlook-Frisur mit mittellangem Haar. Die Strophe ist melodisch treibend und die Stimme passt ganz gut dazu. Er hat auch Ausstrahlung. Aber dann … Autsch: Kopfstimme im Refrain. Man versteht es nicht. Sound-Matsche. Die Musik läuft dazu eigentlich ganz ok weiter. Aber sonst klingt es etwas daneben. Schade, denn eine Erscheinung ist er.
6 von 10 Punkten
13. Olimpia Smajlaj – Asaj
Sie sagt erst einmal so etwas – im YouTube-Chat schreibt jemand, sie hätte „Du bist nicht allein“ gesagt und sich damit an Mädchen gerichtet. Dann legt das Klavier los. Olimpia trägt natürlich Schwarz, allerdings ist das Kleid bodenlang und obenrum werden ein paar Einblick gewährt. Eine weitere schöne Frau mit Ausstrahlung, auch wenn die Lippen vielleicht etwas zu sehr aufgespritzt sind. Dramatische Ballade, gut gesungen. Keine Innovation, aber ok. Dem Refrain fehlt das besondere, da kann sie sich noch so sehr abmühen.
6,5 von 10 Punkten
Oh, nein, der Stand-Up-Mensch ist wieder da. Der ist noch nerviger als die Pausenmusik, wenn im albanischen Fernsehen Werbung läuft.
14. Anduel Kovaci – Nan‘
Verrückt: Ein Klavier-Solo zum Auftakt. Harter Mann mit weicher Stimme. Oh, da passt alles ins Klischee. Höre ich da etwa auch ein paar traditionelle Töne? Jawohl! Now we start talking! Etwas unmotiviert sprüht zwischendrin mal die Pyro. Aber das passt. Herrlich dramatischer Refrain. Gut, das Gitarrensolo macht’s dann etwas zu nichte und es geht auch zu dynamisch weiter für eine richtig schöne Balkan-Ballade. Aber dass die Stimme klassisch ausgebildet ist, hört man sofort. Also, wenn man das noch etwas aufpoliert, würde das auch im Jahr 2024 noch beim ESC gehen.
8,5 von 10 Punkten
Dass mir so was mal gefallen würde. Offenbar bin ich nicht der einzige. Viel Applaus und Jubel. Er wird auch nochmal von der Moderatorin auf die Bühne geholt. Wird das heute der Überraschungssieger?
15. Michela Paluca – Për veten
Die Bühne kann auch grün! Und die Sängerin trägt mal nicht schwarz, viel mehr erinnert das Kleid etwas an das von Blanca Paloma in Liverpool. Naja, besser gut geklaut als schlecht neuerfunden. Oh, was ist das denn für ein Wechsel? Von Drama im Auftakt zu einem treibenden Beat. Die Struktur des Liedes ist aber etwas eigenwillig. Und mit der Ausstrahlung bzw. der Bühnenarbeit läuft’s nicht so gut. Tolle Stimme, ohne Frage. Aber ohne passendes Lied ist das auch nur nichts.
5,5 von 10 Punkten
16. PeterPan Quartet – Edhe nje here
Mental gehe ich gerade zurück zur deutschen Vorentscheidung 1982 und Paola. Hier steht nun aber ein Gitarrist auf der Bühne. Wieso hat der denn Ex-kommunistische-Orden am Gitarrenband? Ziemlicher Stakkato, fast schon Marschcharakter. Beim Refrain dreht’s jetzt in den Rock’n’Roll. Nur siehst man das am Musik nicht, denn der steht wie eine Eins auf seiner Position. Ich tippe mal, dass das Lied einen guten Text hat. Denn sonst ist da nicht viel zu finden. Außer, dass das Zuhören nicht wehtut. Immerhin.
5 von 10 Punkten
17. Besa Kokëdhima – Zemrën n’dorë
Viel Applaus schon vorab. What a queen! Und was für gemachte Lippen (und sonstige Körperteile). Powerfrau in goldglänzenden, engen Kleid. Langes wallendes Haar und extrem kräftige Stimme. Da spürt man Talent, Bühnenerfahrung und Aura. Das Lied ist erstaunlich modern und hat sogar teils gerappte Teile, dann wieder Klavierparts. Ein ziemliches Hin und Her. Und dann wieder der kraftvolle und gute Gesang. Aber ich finde den roten Faden nicht.
7 von 10 Punkten
18. Arsi Bako – Zgjohu
Ein ungewöhnlicher Auftakt aus Streichern und einer Stimme aus dem Off. Dannn wird’s laut und rockig. Arsi transportiert das auch visuell. Powerfrau gegen das Gewöhnliche. Auch sie ist mit einer wirklich starken Stimme gesegnet. Dieses Lied ist zwar in sich schlüssiger als das von Besa davor. Aber so richtig holt es mich nicht ab. Schon sehr dynamisch und generell intensiv instrumentiert. Aber die Melodie versteckt sich zu sehr.
6 von 10 Punkten
Schon erstaunlich lange keine Werbung mehr gehabt. Wäre schön, wenn’s so bliebe. Aber nein, Werbebreak. Anschließend geht es ohne Moderation direkt mit einem Act weiter, der nicht im Rennen startet (glaube ich). Ich lese in den Kommentaren im Youtube-Chat, dass das der Siegerbeitrag vom ersten FiK im Kosovo ist. Danach folgt wieder der Einspieler mit allen Beiträgen des Festivals, für die mal für den ESC stimmen kann.
19. Elsa Lila – Mars
Großer Applaus schon bei der Ankündigung. Elsa steht in einem weißen outfit auf der dunklen Bühne. Hier hat auch der Dirigent eine visuelle Aussage mit seiner Sonnenbrille und seiner Frisur. Gesanglich großes Drama. Die Sängerin singt sehr sauber, es erinnert ein bisschen an einen französischen Chanson. Die Sängerin muss sich nicht viel bewegen. Auch wenn man nichts versteht, bleibt man dran. Erstaunlich. Das Lied hat natürlich nichts vom Jahr 2023, aber darauf kommt’s ja nicht immer an. Wenn man so will: die albanische Schrei-Ballade, aber in einer eigenen Liga.
8,5 von 10 Punkten
Viel Applaus und Bravo-Rufe. Sie sagt auch etwas zum Publikum. Sie lässt sich feiern wie die Siegerin.
20. Andi Tanko – Herë pas here
Rockiger Auftakt mit Lichtblitzen und E-Gitarren. Endlich mal ein guter Kontrast. Naja, die Stimme muss man nicht mögen, ist aber das, was man in Rockkneipen regelmäßig geboten bekommt. Und Andi transportiert das auch glaubwürdig und durchaus positiv. Er spielt auch mit der Kamera. Erstaunlich professionell für so einen Musikstil (ohne hier Vorurteile pflegen zu wollen). Natürlich großes Gitarrensolo von einem langhaarigen Musiker mit langem schwarzen Ledermantel. So viel Klischee muss sein.
6,5 von 10 Punkten
21. Shpat Deda – S’mund të fitoj pa ty
Ein Auftakt wie bei „Wonderwall“. Shpat kneift die Augen ganz schön zusammen, dabei würde man die gern mal sehen. Er trägt ein schwarzes Hemd und hat eine Akustikgitarre umgehängt. Tja, und der Song? Das ist nicht ganz so einfach zu sagen. Irgendwas zwischen Singer-Songwriter und Bühnenballade. Auf jeden Fall grimassiert er viel. Ich kann da nicht so viel draus erkennen.
6 von 10 Punkten
22. Big Basta und Vesa Luma – Mbinatyrale
Interessantes Bläser-Intro mit treibender Trommel. Und dann wir mit Klavierbegleitung gerappt. Der Sänger trägt einen schwarzen Doppelreiher-Anzug und Turnschuhe. Er fühlt den Beat. Zum Refrain kommt Vesa mit auf die Bühne, da wird’s dann auch etwas melodischer, auch wenn die grundsätzliche Melodie erhalten bleibt. Insgesamt wecket der Song die Leute noch einmal auf. So gesehen nicht schlecht.
7 von 10 Punkten
So, das waren dann tatsächlich alle 22 Songs des Finales. Drei Stunden sind darüber ins Land gegangen. Zeit für Werbung. Natürlich… Und weiter geht’s. Ein neuer Mann im Smoking ist da. Visuell durchaus für den ESC geeignet. Macht der jetzt auch so Stand-Up?? Nein, er holt einen anderen Man mit Wuschelfrisur auf die Bühne. Die beiden haben offenbar mal zusammen geschauspielert. Und eine scheint Türke zu sein? Ich bin unsicher.
Und jetzt holt er Aurela Gace auf die Bühne. Ich werde nicht mehr. Jawohl, I feel the passion! Und jetzt darf sie auch etwas singen. Auf jeden Fall ist es nicht ihr ESC-Beitrag. Der Song scheint aber so bekannt zu sein, dass das Publikum zum Ende hin laut mitsingt. Nach einem weiteren Plausch folgt noch ein Track von Aurela. Der ist zwar dynamischer, aber auch nicht der ESC-Titel.
Es folgt ein Einspieler mit einer Pianistin an einem großen Flügel. Im Hintergrund wird weiter von den Moderator/innen auf der Bühne gesprochen. Die drei Moderator/innen scheinen etwas verwirrt zu sein. Da wird einfach nochmal der Televoting-Schnelldurchlauf eingespielt. Das erinnert ein bisschen an „Das deutsche Finale“ beim abgesagten ESC 2020, also der Schnelldurchlauf auch 20 Mal kam.
Jetzt steht die eine Pianistin aus der Jury auf der Bühne. Gibt’s gleich ein Ergebnis? PeterPan Quartet hat irgendwas gewonnen. Den ganzen Bums? Oder einen Nachwuchspreis. Man weiß das immer nicht. Die Pyro dreht durch und die Band kommt auf die Bühne. Also, offenbar sind sie nicht die Sieger.
Ein anderer Juror kommt auf die Bühne, der, der am Anfang bei der Vorstellung noch auf der Toilette war (oder aus einem anderen Grund zu spät kam). Er hat einen Umschlag dabei und darin steht: Martina Serreqi. Sie hat auch etwas gewonnen. Glückwunsch! Aber auch sie ist nicht die FiK-Siegerin, sondern der Kritiker-Award.
Jetzt kommt wohl der Gewinner! Ein weiterer Umschlag. Shpat Deda hat gewonnen. Oder doch nicht? Der dritte Platz? Also wirklich, kann man das nicht besser kommunizieren?
Dann kommt jetzt wohl Platz 2: Tiri Gjoci. Er hält auch eine Trophäe in Silber in der Hand. Dann jetzt aber … der Gewinner?
Der Sieger ist Mal Retkoceri. Popeye hat gewonnen? Wie geht das denn? Der Gesang war wirklich schlimm. Naja, interessant. Das Publikum ist auch irritiert. Ist das ein Prank? Offenbar nicht. Und er ruft noch „Let’s fucking go.“
Dann müsste jetzt der Eurovision-Sieger kommen. Dieses Festival bringt mich um den Verstand. Ja, es wird auch die Trophäe gezeigt: Besa Kokëdhima darf mit ihrem Titel „Zemrën n’dorë“ zum ESC.
Ah, die genug gemachte Ikone im goldglänzenden Space-Outfit. Ich höre keinen Applaus. Verrückt. Aber sie scheint dankbar und hält eine kurze Ansprache.
Singen darf jetzt aber nochmal der Sieger der Jury: Mal Retkoceri. Ob das ein Hit wird in Albanien? Man weiß es nicht.
Wir bereiten hier gleich den Abstimmungsartikel vor und sind dann auf Eure Meinungen zum ESC-Beitrag von Besa Kokëdhima gespannt.
Mit Jubelschreien des Siegers Mal Retkoceri endet das FiK 62. Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit und wünschen eine ruhige Nacht.
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Elsa Lila – Mars – 😍😍😍 Mehr muss ich dazu nicht sagen. Gänsehaut.
Großartig!
Elsa singt 1a, aber mir ist das zu theatralisch.
Der Dirigent ist doch auch immer mal bei Sanremo gewesen, oder?
Ah ja, unter anderem von Måneskin 😁
Ist wohl Italiener.
Das war reine Theatralik und der Song auch schon oft gehört.
Ich kann mir Elsa Lila beim ESC auch vorstellen.
Elsa lässt sich schon am liebsten gerne selbst feiern, habe ich das Gefühl. 😉 Ihr Song hat schöne Momente, die hat eine grandiose Stimme, aber ab der zweiten Minute plätschert der Song doch einfach nur noch dahin und es kommt viel zu wenig Abwechslung rein. Ich tippe mal, dass sie wieder das Festival gewinnt….aber das Televoting für den ESC? Ich hoffe es nicht, denn ich glaube, dass sie zum internationalen Wettbewerb mit einem stärkeren Song sollte.
Danke elsa lila! Das ist wirklich hohe kunst❤❤
Habe nebenher etwas gearbeitet und deshalb nicht kommentiert. Wenn man das ablenkende Fernsehbild nicht hat, merkt man viel stärker, dass einige Lieder sehr schön und abwechslungsreich instrumentiert sind. Ich bin noch immer Team Elsa, Irma, Tiri und Peter Pan.
Tiri mag ich auch !
Andi Tanko mit „Immer wieder“: das totale Kontrastprogramm zur theatralischen Elsa.
Andi rockt ganz gut, wäre bei mir so im oberen Mittelfeld.
Ich kann mir nicht anders helfen, aber jedes Mal, wenn ich Elsa Lila höre, muss ich an Herbert Gönemeyer denken. Aber trotzdem gefällt mir ihr Lied wie im letzten Jahr ganz gut.
Mit so Schrammelrock kann man mich wirklich immer bekommen, ich bin da wohl recht anspruchslos. 😀 Nicht der stärkste seines Genres, aber Spaß bereitet es mir dennoch. I like!
Bei Andi Tanko klingen einige Stellen für mich wie die Melodie von Old McDonalds hat ’ne Farm.
Andi Tanko – Herë pas here – Ich stehe ja voll auf gut gemachte Rockmusik – gute Nummer, aber irgendwas fehlt, kann gar nicht beschreiben, was…
Michaela Paluca war heute Top . Sie soll zum ESC . Viel besser als im Semi , Der Song ist einfach toll
An 2 Stelle kommt bei mir Elsa Lila . Ansonsten kann ich mir keinen von den Anderen vorstellen . außer noch 2 , die ausgeschieden sind . Luan und die mit der Brille.
Ach, den guten Shpat hatte ich ja ganz vergessen. Sein Lied höre ich auch gerne. 🙂
Shpat Deda – S’mund të fitoj pa ty – Habe ja eine Schwäche für gitarrespielende Männer. Der Song sollte mir eigentlich gefallen, tut er aber leider nicht wirklich. Die Melodie finde ich dann doch etwas zu langweilig.😉
Shpat mit der Liebesballade „Ich kann nicht ohne dich leben“. Gesanglich gut, allerdings schleppt sich das Lied durch die Zeit.
Shpat‘s Song war leider für mich der Langweiligste dieses Jahr, sorry
Und jetzt leider ein ganz schwacher Abschluss des Liedangebots.
In der Tat, Toggie…..
Zum Schluß wird auch noch gerappt. Sorry, irgendwie klingt das in diesem Fall ziemlich halbgar.
Big Basta und Vesa Luma – Mbinatyrale – Oh nee, das ist nichts für mich…
Zum Abschluss ziemlich schwache Songs mit Shpat und Vesa Luma. Von Letzterer bin ich ziemlich enttäuscht, immerhin ist sie recht bekannt in Albanien, da habe ich deutlich mehr erwartet.
Ein Duett als Abschluß mit dem Song „Übernatürlich“. Der wohl kürzeste Song des Abends, der noch gute Laune dazu macht. Ein guter Abschluß.
Und es folgt Werbeblock Vier
So, nachdem wir heute alle Finalisten gehört haben, bin ich nach wie vor Team Luan! Hab da nur leider nicht so große Hoffnungen.
Ansonsten sind meine Favoriten das Peter Pan Quartett, Eldis und Olimpia.
Diese Werbepausenüberbrückungsmusik spielen sie bestimmt auch in der Hölle … Und danach springt dann der Alleinunterhalter aus der Torte …
Ich hoffe nicht, daß Elsa am Ende zum ESC fährt. Ein Song über einen Schokoriegel braucht keiner.
Vor allem nach den heutigen auftritten klare siegerin für mich: elsa lila. Ich glaub die könnte beim esc richtig was reissen.
Zusammenfassend meine Top Five des heutigen Abends:
1. Anduel
2. Eldis
3. Tiri
4. Olimpia
5. Arsi
Alles in allem ein wirklich gutes Angebot, mit ein paar Ausreissern nach unten: Diesen Mal Retkoceri find‘ ich ganz schlimm, und den Sergio bräuchte ich auch nicht wirklich. Habe Luan schmerzlich im Finale vermisst.
Meine TOP 3
1. Elsa
2. Eldis
3. Anduel
Danach folgt kann Festina
Für mich persönlich ist Eldis der absolute Favorit, wird vermutlich anders kommen.
Ansonsten Anduel oder noch Arsi
OK, ich muß mich ja entscheiden….. Also dann Team Eldis.
Da spricht doch gerade jemand Türkisch, oder nicht ?
Exakt
Zustimmung vor allem bei Mal Retkoceri….
Aurela Gaçe: 12 Jahre ist ihre ESC-Teilnahme bereits her
Das war ganz gruselig damals….
1. Besa
2. Martina
3. Elsa
für mich.
Gibt noch 3-4 weitere, die auch noch gut sind.
Bitte nicht Luan.
Warum sind die alle so leuchtend geschminkt? Das sieht aus, als hätte man die Armen mit Butter eingerieben … Bei Aurela ist es jetzt das Dekolleté.
Versteht jemand, worüber sie sich da unterhalten? Will jetzt das Ergebnis wissen, bin müde…
Ich auch 😴
’s wetter und so^^
Die Jury tagt noch.
was bedeutet in diesem Fall eigentlich 10 Punkte? Ist das ein relativer Wert oder ein absoluter d.h. 10 gleich bester Song nur des laufenden Bewerbs, oder 10 gleich ‚mein absolutes Lieblingslied‘ aller früheren und laufenden Bewerbe und überhaupt?^^.
Aurela macht uns die Anna Vissi …
Lasse, falls Du hier bist: Was ein fantastischer Dartsabend war das bitte? Da bin ich fast schon traurig, dass ich es nur halb nebenhergeschaut habe aufgrund des Festivals. War das geil, ganz besonders Flo Hempel! 😀
Aurela mit überdimensionierten Ohrringen, aber Singen kann sie!
Ihren verenglischten ESC-Beitrag mochte ich nicht, aber das heute ist passabel.
Ach wär das schön wenn Anduel oder Eldis das Televoting abräumt😌 – wenn man den Applaus als Gradmesser nimmt, hätten beide recht gute Chancen. Elsa gewinnt sicher das Juryvoting, ich glaube da gibt es keinen Zweifel.
Aurela darf gerne nochmal beim Festivali antreten.
Eine gute Sängerin, muss ich sagen.
Puh, Albanisch ist auch nicht gerade meine Stärke. Gehört aber zu den Sprache, die ich sofort am Schriftbild erkenne. „Danke“ heißt „Faleminderit“.
Und auch daran, daß der Buchstabe „ë“ in gefühlt jedem Wort vorkommt.
Tolles Bläserarrangement in Aurelas zweitem Lied.
Kommt jetzt das Ergebnis?😊