Live-Blog Norwegen: 2. Halbfinale Norsk Melodi Grand Prix 2023

Letzte Woche sind wir schon mit ein, zwei kleinen Überraschungen in den Norsk Melodi Grand Prix gestartet. Leider mussten wir uns da auch bereits von der ESC-Grande Kate Gulbrandsen verabschieden. Heute heißt es nun: Neues Spiel, neues Glück für sieben weitere Acts. darunter auch Swing’it (Aufmacherbild). Wir begleiten das zweite Halbfinale aus purer Freude mit einem Live-Blog und freuen uns auf Eure Kommentare.

Hier sind die sieben Beiträge, die heute Abend antreten:

Sandra Lyng – Drøm D Bort
(Text und Musik: Sandra Lyng, Erlend Torheim, Ferdinann West und Kristina Blakli)

Jone – Ekke Inni Meg
(Text und Musik: Morten Franck, Christopher Colin Archer, Christine Ekeberg, Audun Agnar Guldbrandsen und Jonas Nes Steinset)

Swing’it – Prohibition
(Text und Musik: Martin Jarl Velsin, Jonah Charles Hitchens, Vebjørn Mamen und Sam Peter Norris)

Ella A – Waist
(Text und Musik: Raphaela Antônia Souza Silva, Timothy John Adam Gosden, Tristan Henry und Isabell Røren Hannevig)

Alejandro Fuentes – Fuego
(Text und Musik: Alejandro Fuentes, Nermin Harambasic, Chris Young und Mateo Camargo)

Bjørn Olav Edvardsen – Turn Off My Heart
(Text und Musik: Bjørn Olav Edvardsen, Christian Ingebrigtsen und Henrik Thala)

Elsie Bay – Love You In A Dream
(Text und Musik: Elsa Søllesvik, Andreas Stone Johansson und Tom Oehler)

Die sieben Beiträge sind am Montag veröffentlicht worden. Dies sind bisher Eure Favoriten:

Welche max. 3 Beiträge aus dem zweiten Semi des MGP 2023 sind Deine Favoriten?

  • Elsie Bay – Love You In A Dream (29%, 210 Votes)
  • Jone – Ekke Inni Meg (23%, 167 Votes)
  • Sandra Lyng – Drøm D Bort (18%, 131 Votes)
  • Ella A – Waist (11%, 83 Votes)
  • Bjørn Olav Edvardsen – Turn Off My Heart (7%, 53 Votes)
  • Swing’it – Prohibition (7%, 49 Votes)
  • Alejandro Fuentes – Fuego (4%, 31 Votes)

Total Voters: 336

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Der Norsk Melodi Grand Prix wurde für die aktuelle Ausgabe im Vergleich zu den Vorjahren leicht modifiziert. Insgesamt treten 21 Acts in drei Vorrunden an. Kein Beitrag ist für das Finale vorab qualifiziert. Aus jeder Vorrunde kommen drei Lieder ins Finale, das am 4. Februar im Trondheimer Spektrum ausgetragen wird. Während in den Vorrunden nur die Zuschauer/innen die Entscheidung treffen, gibt es beim Finale auch eine internationale Jury. Außerdem ist bei den Auftritten in diesem Jahr Auto-Tune erlaubt.

Bis zur Show heute Abend, die von Arianrhod Engebø und Stian Thorbjørnsen moderiert wird, könnt Ihr Euch die Zeit mit unserer Melodi-Grand-Prix-Playlist auf Spotify vertreiben.

Die heutige Vorrunde wird vom norwegischen Sender NRK ab 19:50 Uhr übertragen. Einen Livestream findet Ihr hierVor, während und nach der Sendung könnt Ihr die Geschehnisse unter diesem Beitrag kommentieren.

God kveld, aus Hamburg-Eimsbüttel. Zur Feier des Tages und weil ich es schaffe, live dabei zu sein, gibt es heute einen Live-Blog vom zweiten Halbfinale der Norweger/innen. Laut der offiziellen Seite von NRK geht es um 19:53 Uhr los. Ich bin dran! Auch auf YouTube ist es (wenig überraschend) aktuell noch ruhig (Danke für den Link, sam).

Aber nun, pünktlich um 19:53 Uhr startet ein Einspiel und Hanne Krogh schickt einen Gruß an die heutigen Teilnehmer/innen. Und weitere ehemalige ESC-Vertreter der Königreichs kommen dazu. Vielleicht wurde das Video auch letzte Woche gezeigt. Da war ich auf einem Geburtstag in Hannover und konnte das nicht sehen. Insofern freue ich mich jetzt umso mehr. Warum schaut sich Elsie Bay das Video eigentlich in Berlin an? Egal, jetzt geht es los und alle Acts stehen auf der Bühne. Nur drei der sieben kommen ins Finale.

Oh, wie schön: in Norwegen gibt’s wieder Schalten in alle Ecken des Landes, wo Familie, Freunde und Fans der Acts zusammen die Show schauen. Auf jeden Fall gibt es in Norwegen keinen Schneemangel. Und Jone ist scheinbar Schwede, deshalb ist bei ihm das Vorstellungsvideo untertitelt.

Jone – Ekke Inni Meg
(Text und Musik: Morten Franck, Christopher Colin Archer, Christine Ekeberg, Audun Agnar Guldbrandsen und Jonas Nes Steinset)

Jone trägt einen schwarzen Onesie mit roten Elementen. Er steht allein auf der Bühne, beim Refrain kommen aber Tänzerinnen dazu, die grüne Lichter in der Hand haben. Das Lied geht gut nach vorn, muss sich musikalisch aber sicher nicht den Vorwurf gefallen lassen, intellektuell übermäßig anspruchsvoll zu sein. Die richtige Musik für GenZ-Parties nach diversen Shots. Der Gesang ist ok, aber richtig schmeichelnd ist die Stimme auch nicht. Oh, ein richtig langer Ton. Und immer wieder eine Video-Überblendung mit einer Frau im Techno-90er-Style.

6 von 10 Punkten

Der Künstler wird kurz interviewt, dann geht es weiter mit dem nächsten Beitrag. Parallel singt in Litauen Aistė – toll, aber eher dramatisch als popschlagrig.

Sandra Lyng – Drøm D Bort
(Text und Musik: Sandra Lyng, Erlend Torheim, Ferdinann West und Kristina Blakli)

Das sind sie: Die Nebel Norwegens. Sandra trägt ein Leinen-Cap und singt sehr intensiv, gerade die Nananas im Refrain. Verrückt: das Möbel, auf dem sie sitzt beugt sich nach vorn, so dass sie abspringen kann. Dann ist sie ohne Cape – eine nordische Kämpfergötting. Das ist schön gesungen. Kurz vor der Brücke erscheinen Riesen in schwarzen Anzügen und mit weißen Masken. Zum Schluss weht der Wind die Nebel weg und das Farbschema wird orange. Ein hoher Ton und Schluss. So richtig gecatcht hat es mich aber nicht. Tortzdem

7 von 10 Punkten

Alejandro Fuentes – Fuego
(Text und Musik: Alejandro Fuentes, Nermin Harambasic, Chris Young und Mateo Camargo)

Alejandro zeigt Brust unter seinem Sakko. Und sofort sind sie da – die Latino-Rhythmen. Wir befinden uns in einer kleinen chilenischen Musikbar. Vermeintliche Live-Musiker/innen stehen hinter Alejandro. Er singt wirklich gut. Der Anzug ist schwarz mit intensiven Gold-Applikationen. Während der Auftakt des Refrains zum Hinhören anregt, verliert er sich danach etwas (also beim „Fuego“). Dafür eine schöne Brücke mit richtigem Fuego und Tanzübungen. Da ich schon in Benidorm-Stimmung bin

8 von 10 Punkten

Swing’it – Prohibition
(Text und Musik: Martin Jarl Velsin, Jonah Charles Hitchens, Vebjørn Mamen und Sam Peter Norris)

In einem Schwarz-Weiß-Fernseher wird die Band angekündigt und schon setzt das Saxophone ein. Das singt gewaltig, ist durchaus beschwingt und gar nicht aus der Zeit gefallen. Dabei ist die Szene sehr plüschig gestaltet und die Künstler (es sind nur Männer auf der Bühne) tragen Outfits von vor hundert Jahren. Jetzt wird auch noch synchron gesteppt. Das fällt auf jeden Fall auf. Ob das beim ESC funktionieren würde. Swing’it könnten es uns beweisen. Es ist auf jeden Fall nicht so schäbig wie der britische Beitrag 2015.

9 von 10 Punkten (2,5 davon für Outfit und Auftritt)

Elsie Bay – Love You In A Dream
(Text und Musik: Elsa Søllesvik, Andreas Stone Johansson und Tom Oehler)

Dunkle Bühne, man sieht nur sie im Gegenlicht, kaum mit Farben. Ihre blonden Haar sind zurückgebunden und sie dunkle Perlen in den Haaren. Zum Pre-Chorus erhebt sie sich. Nach einem dramatischen Auftakt kommt der sehr melodische Refrain (höre ich da einen Drei-Viertel-Takt?). Dabei sieht man im Hintergrund ein Paar tanzen. Oh, da liegt ein großer Kronleuchter auf der Bühne. Es passiert immer was und ist sehr unterhaltsam, aber ich finde, dass vergleichsweise viele Sprünge im Lied sind, auch wenn alles zueinander passt. Zum Schluss kommt Wind und wirbelt die Laken auf und der Kronleuchter hängt. Wow… irgendwie.

8,5 von 10 Punkten

Also, das Halbfinale hat schon ein ziemlich gutes Niveau. Look and learn, NDR! Aber jetzt wird erst einmal getwerkt.

Chefredakteur Benny hat mittlerweile recherchiert, dass Elsie tatsächlich in Berlin wohnt. Daher vorhin der Fernsehturm im Einspieler.

Ella A – Waist
(Text und Musik: Raphaela Antônia Souza Silva, Timothy John Adam Gosden, Tristan Henry und Isabell Røren Hannevig)

Clubsound, gut abgemischt. Ella zieht zügig ihren Leoparden-Mantel aus. Und trägt ein SEHR aufreizendes Outfit. Meine Herren, da würde ja selbst Chanel noch erröten. Jawohl. Sie hat Tänzerinnen und Tänzer im selben Outfit dabei. Nice. Sie verausgabt sich aber nicht so sehr bim Tanzen, vielleicht ist der Gesang auch deshalb ganz gut. Der Pre-Chorus könnte noch mehr rumsen. Aber hey, das ist eine kleine Studiobühne. Das ist sehr 2023, aber auch sehr amerikanisch. Auch die Kameraführung könnte optimiert werden.

9,5 von 10 Punkten

Da müssen doch mehr als drei Leute weiter! Wenn das deutsche Finale nur in die Nähe von diesem Halbfinale käme… Ich würde jetzt nicht sagen, dass wir eine/n ESC-Sieger/in bisher gesehen hätten, aber sicher ein, zwei Top-Ten-Anwärter für Liverpool.

Bjørn Olav Edvardsen – Turn Off My Heart
(Text und Musik: Bjørn Olav Edvardsen, Christian Ingebrigtsen und Henrik Thala)

Viel, viele Perlen und Diamanten auf dem weißen Outfit. Bjørn sitzt ein bisschen wie Forest Gump auf einer weißen Bank und singt sehr schön, er trägt keine Schuhe. Im Hintergrund geht der Mond auf. Zum Refrain ist die Bank doppelt so groß und er hat eine Cellistin neben sich. Beim nächsten Refrain haben wir einen weiteren Bankteil und eine weitere Streicherin. Bjørn hat eine sehr gut geschulte Tenor-Stimme, die auch als Kopfstimme nicht kippt. Das Lied ist ruhig und melodisch, aber keine Neuerfindung. Und zum Ende schneit’s auch noch.

8 von 10 Punkten

Jetzt kann abgestimmt werden. Das war eine sehr kurzweilige Stunde mit sieben (sehr) guten Beiträgen. Eine Konfettikanone wird abgefeuert und es folgt der Schnelldurchlauf.

Ich tippe mal, dass Ella A und Swing’it sicher weiter sind. Elsie finde ich schwächer als im letzten Jahr, könnte knapp werden. Kommt ein bisschen auf das jugendliche Partypublikum an, ob sie was mit Jone anfangen konnten.

Es folgt ein lustiger Einspieler, bei dem Touristen und Menschen auf der Straßen in diversen europäischen Ländern ihre Meinung zu den Lieder sagen können, wobei nicht klar ist, welchen Song sie gerade bewerten. Schöner Schlusskommentar aus London: „Gut, dass das nur im norwegischen Fernsehen läuft.“ Swing’it können im Green Room zeigen, dass sie ihre Instrumente auch live spielen können.

Der Rückblick auf die 60er und 70er Jahre ist herrlich selbstironisch. Und natürlich taucht Jahn Teigen mehrmals auf. Er war immerhin der erste, der mit einem besonderen Outfit beim Norsk MGP auf der Bühne stand – als Skelett. Weiterer Schnelldurchlauf.

Das Voting ist beendet. Schalte in die norwegische Pampa: Es ist dunkel und kalt, aber die Leute haben offensichtlich Spaß. Und dann wird das Ergebnis angekündigt. Alle Acts werden einzeln aufgerufen.

Im Finale sind:

Swing’it – Prohibition

Jone – Ekke Inni Meg

Elsie Bay – Love You In A Dream

Damit endet dann auch schon das zweite Halbfinale. Es war spannend. Und das Weiterkommen von Jone kann man sicher diskutieren. Aber so das nun einmal beim Norsk Melodi Grand Prix.

Vielen Dank an alle, die heute mit dabei waren und mitkommentiert haben. Jetzt geht es definitiv noch weiter mit Litauen. Viel Spaß dabei!


111 Kommentare

  1. Ich finde das die zweite Runde in Norwegen die Schwächste ist. Außer den Songs von Elsie Bay und vielleicht noch Sandra Lyng, sind nicht besonders viele hochkarätige Beiträge dabei. Dafür sind mit Tiril, Atle Pettersen und Eline Thorp in der nächsten Woche wieder starke Auftritte zu erwarten.

  2. Da kann man mal wieder sehen, wie unterschiedlich die Musikgeschmäcker so sind. Die Mehrheit findet Elsie Bay – Love You In A Dream total klasse – ich hingegen empfinde das Lied als belanglose, langweilige und auf Billie Eilish getrimmte Pop-Ballade.
    Jone – „Ekko Inni Meg“ finde ich dagegen wesentlich geiler. Das hat Druck, geht nach vorne und ist catchy.

    • du weißt aber,daß der song von jone in größeren teilen nur eine dreiste kopie ist?
      das dies in norwegen scheinbar niemanden juckt,ist schon irritierend.
      wenn das so durchgeht,sind in den kommenden jahren jedwede plagiatdiskussionen überflüssig.
      rein als song betrachtet finde ich den am zweitbesten von den sieben – sandra liegt bei mir vorn.
      es wäre aber wohl besser,wenn der song heute maximal vierter wird. 🤠

      • Ist es nicht.
        Dann ist jede Melodie irgendeine dreiste Kopie.

        Und hör bitte endlich auf das in allen möglichen Foren zu schreiben, wenn du nicht willst, dass man die Wettbewerbsmanipulation vorwirft.

  3. Es ist ein starkes Halbfinale. Dennoch wünsche ich mir vor allem Elsie Bay und Jone ins Finale. Meine dritte Stimme ging an Swnig‘it, aber grundsätzlich könnte ich auch mit den anderen leben, so lange Elsie und Jone dabei sind.

  4. Ich möchte hier nur mitteilen, dass ich meinen Frieden mit der schröklichen Ulrikke (wie mit Keino) gemacht habe. „Honestly“ ist zwar ein schlonziger Esc-Breitwandkappes, wie so eine Schachtel Nougat-Pralinen von Lauenstein, dessen Folgen für den Cholesterinspiegel und für das allgemeine Wohlbefinden 30 Minuten später klar ist – dennoch stürzt man sich ja mit Wolllust auf die Schachtel

    Aber Jone (und auch Sandra) wären potentielle ESC-Gewinner, wenn der Auftritt heute stimmt. .

  5. Bin mir nicht sicher, ob ich das Semi schaue. Eigentlich mag ich nur Sandrah, der Rest ist so lala. Werde mich heute eher auf Litauen konzentrieren. 🙂

  6. DJ Bobo gefällt die Bühnenshow sicherlich. Ich fand‘s nah dran an unterirdisch. Tanzschule meets Schultheater. Und dann die Frau, die zwar als Sängerin die ganze Arbeit machen muss, aber nicht auf die Bühne darf. Ganz schlimm, finde ich.

  7. 2. Sandra Lyng – Drøm D Bort
    schönes lied aber live etwas wackelig oder nicht?
    oda hatte das letztes jahr besser im griff – 6,5/10

  8. Das Lied mochte ich vorher schon. Der Auftritt hat mich fasziniert. Die slender men waren komisch, aber fallen auf. Zumindest stand sie nicht starr herum. Finale gönn ich ihr, wird aber schwer.

  9. Stimmlich war das viel besser als bei Jone , sehr tolle Nummer von Sandra würde ich ein Platz im Finale gönnen 🙂

  10. 3. Alejandro Fuentes – Fuego der xte spananiensong aus skandinavien – überflüssig wie ein kropf 0/10.

  11. Hat diese Art von Latino-Song jemals außerhalb von Spanien funktioniert?
    Medina oder wie die heißen waren ja eher Ballermann.

  12. Erst haben sie mich ja an meine alten Kameraden aus Stavanger
    erinnert.🤧
    Aber jetzt muss ich sagen oh nee ! Da kommen sie im geringsten nicht ran

  13. 5. Elsie Bay – Love You In A Dream
    nix besonderes eigentlich – verstehe den modernen hype nicht wirklich aber bin wohl zu alt – solide gesungen – 2,5/10

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