Es wird eine der denkwürdigsten Vorentscheidungen, die es je für den Eurovision Song Contest gegeben hat: die ukrainische Auswahl Vidbir 2023 am Nachmittag des 17. Dezember. Aufgrund des russischen Angriffskriegs wird die Show live aus einem Bombenschutzbunker in der U-Bahn-Station Majdan Nesaleschnosti im Herzen von Kiew übertragen. Zehn Künstler/innen singen um das Ticket für den ESC in Liverpool, der aufgrund des Sieges von Kalush Orchestra in Turin eigentlich hätte in der Ukraine stattfinden sollen. Gegen 20 Uhr deutscher Zeit kennen wir dann den ersten ESC-Beitrag der Saison 2023. Wir begleiten die Vorentscheidung mit diesem Live-Blog.
Die Symbolik könnte nicht größer sein: Mitten im bereits zehn Monate währenden Krieg richtet die von Russland angegriffene und nicht nur in Bezug auf die Infrastruktur erheblich zerstörte Ukraine einen Musikwettbewerb aus – und das auch noch am Majdan Nesaleschnosti, dem Unabhängigkeitsplatz. Dort fanden 2004 die größten Demonstrationen der Orangen Revolution statt (u.a. wurde Wiktor Juschtschenko, dessen Farbe in der Wahlkampagne orange war, mit einem in Russland hergestellten Präparat vergiftet). Zehn Jahre später wurden dort bei den Demonstrationen gegen den pro-russischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch über 100 Menschen getötet und um die 1.000 verletzt.
Danach besetzte Russland die Krim und erhöhte den Druck auf den Donbass. Nach allen diesen ständigen Attacken und Einmischungen Russlands in die ukrainische Politik befinden sich die Länder nunmehr im offenen Krieg. Und genau an dem so bedeutenden Unabhängigkeitsplatz, genauer gesagt unter ihm in einer U-Bahn-Station, zeigt die Ukraine mit der Vorentscheidung für den ESC, dass sie sich von Russland nicht unterdrücken lässt, sondern ihren eigenen Weg geht.
Für die Moderation kommen bekannte ESC-Persönlichkeiten des Landes zum Einsatz: Timur Miroschnytschenko (ESC-Moderator 2017), Zlata Ohnjewitsch (ESC 2013) und Kateryna Pawlenko (ESC 2020 und 2021). Die Entscheidung über den bzw. die Siegerin fällen das Publikum und eine Jury mit jeweils 50% der Stimmen. Die Jury wurde per Online-Abstimmung ausgewählt und besteht aus der ESC 2016-Gewinnerin Jamala, Antytila–Leadsänger Taras Topolia und der Sängerin Julija Sanina.
Interessierte Künstlerinnen und Künstler konnten sich für die ukrainische Vorentscheidung bewerben. Eine interne Jury wählte zunächst 36 Acts für die Vidbir-Longlist aus. Am 17. November wurden dann die zehn Finalist/innen bekanntgegeben. Zwei Wochen später folgte die Veröffentlichung der Songs sowie die Auslosung der Startreihenfolge:
01: Moisei – I’m Not Alone
02: OY Sound System – Ой, тужу (Oj, tuschu)
03: DEMCHUK – Alive
04: Jerry Heil – When God Shut The Door
05: FIINKA – Довбуш (Dowbusch)
06: KRUTЬ – Колискова (Koliskowa (Schlaflied))
07: Tember Blanche – Я вдома (Ja wdoma (Ich bin zu Hause))
08: Angelina – Stronger
09: 2TONE – Квітка (Kwitka (Blume))
10: TVORCHI – Heart Of Steel
Nach Veröffentlichung der Beiträge haben wir Euch nach Euren Favoriten gefragt und so sieht das Ergebnis aktuell aus (bis zum Beginn der Show könnt Ihr noch an der Umfrage teilnehmen):
Vidbir 2023: Welche bis zu drei Songs sind eure Favoriten?
- Jerry Heil – „When God Shut The Door“ (27%, 186 Votes)
- KRUTЬ – „Колискова“ (16%, 114 Votes)
- FIINKA – „Довбуш“ (10%, 72 Votes)
- Moisei – „I’m Not Alone“ (9%, 62 Votes)
- Angelina – „Stronger“ (8%, 59 Votes)
- OY Sound System – „Ой, тужу“ (8%, 55 Votes)
- TVORCHI – „Heart Of Steel“ (8%, 55 Votes)
- 2TONE – „Квітка“ (5%, 36 Votes)
- DEMCHUK – „Alive“ (5%, 35 Votes)
- Tember Blanche – „Я вдома“ (3%, 21 Votes)
Total Voters: 357
Die Show am Samstagnachmittag wird über YouTube und Eurovision.ua gestreamt. Sie beginnt um 16 Uhr deutscher Zeit und endet um 20 Uhr. Von 18 bis 19 Uhr, also vermutlich in der Abstimmungspause, soll eine Dokumentation über den Sieg von Kalush Orchestra beim ESC 2022 in Turin gezeigt werden. Wir bloggen die Show an dieser Stelle live und Ihr könnt die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren.
Hallo und einen schönen Samstagnachmittag aus Berlin-Schöneberg. Von hier blogge ich heute mit Blogfreund Normi die ukrainische Vorentscheidung. Der Youtube-Link sagt, dass es in 7 Minuten losgeht und bereits 3.110 Personen warten. Ich freue mich auf eine außergewöhnliche Vorentscheidung zusammen mit Euch.
Die Show beginnt mit Erinnerungen an den Kriegsstart am 24. Februar und Statements der Künstler/innen. In emotionalen Bildern wird gezeigt, wie die Ukrainer auch mit Gesang durch die Angst der Angriffe kommen bzw. gekommen sind. Dazu immer wieder Bilder vom ESC. Obwohl ich nichts verstehe, was die Personen sagen, ist das ergreifend.
Die Sendung beginnt hinter der Bühne fast in schwarz-weiß. Ein Mann (ich glaube, der künstlerische Leiter) geht auf die Bühne und setzt sich an ein E-Piano und beginnt zu spielen. Aus dem Dunkeln kommen immer mehr der Teilnehmer/innen dazu und singen ein Lied. Ich verstehe Slava Ukraini. Egal, wer hier heute als Sieger/in vom Platz geht, sie alle sind ein Team und unterstützen das Land. Es ist auch Publikum zu sehen.
Die Bühne ist nicht sehr groß und rund. Im Hintergrund gibt es eine LED-Wand. Dazu kommen diverse Lichteffekte. Wenn man nicht wüsste, dass das in einer U-Bahn-Station stattfindet, würde man nicht draufkommen. Das Publikum ist nicht so groß. Die Reihen fassen jeweils ca. 15-20 Stühle. Es ist also auch recht schmal. Dynamisch geht die Eröffnungsnummer mit großem Jubel zu Ende. Dann betreten die drei Moderator/innen die Bühne: Timur, Zlata und Kateryna.
Die Jury wird vorgestellt. Die drei Juror/innen sitzen hinter dem Publikum.
Und schon wird der erste Künstler angekündigt. Moisei sitzt auf einem Sessel im Studio/dem Bunker und gibt Kommentare. Außerdem werden Videos von ihm eingespielt, viele aus dem Krieg bzw. den zerstörten Ortschaften. Er ist ja als Musiker/Geiger an der Front im Internet bekannt geworden.
01: Moisei – I’m Not Alone
Moisei hält seine Geige vor dem Oberkörper. Er träge ein braunes T-Shirt und darüber braune Strickjacken sowie eine schwarze Hose. Er steht recht statisch und singt in das Mikrofon auf dem Stativ. Nach dem ersten Refrain kommt dann schon der erste Geigenteil. Man merkt schon, dass Moisei wenig Bühnenerfahrung hat. Normi meint, dass er wohl nicht gewinnen wird. Das Lied ist durchaus melodisch und die Geige macht es speziell. Aber die gesungenen Passagen sind doch recht schwach.
Wir geben 8 Punkte (maximal 20 Punkte möglich)
Timur sagt: Bravo. Zlata sagt etwas zu Moisei und umarmt ihn. Es folgt noch ein kurzes Interview mit dem Künstler. Er wirkt sehr erleichtert. Moisei verlässt die Bühne und die Juroren werden gleich zu ihrer Meinung befragt. Taras fängt an und doziert ganz schön lange. Er innert mit „Slava Ukraini“.
02: OY Sound System – Ой, тужу (Oj, tuschu)
Wie schon bei der Vorstellung der Acts vor zwei Wochen ist der Mann mit mit silberner Maske zu sehen. Hier ist der Hintergrund bei der Vorstellung verändert: Es sind Schaufensterpuppen mit Plastikfolio dorthin gestellt.
Die Bühne ist sehr rot. Die Sängerin trägt ein schwarzes Kleid mit silberfarbenen Applikationen und sie schaut sehr direkt in die Kamera. Neben dem DJ mit der Maske ist ein weiterer Sänger mit einem Schnauzer im Hintergrund zu sehen. Das Lied hat durchaus moderne Klubsoundvibes und dann wieder traditionellen Gesang, beides durchaus herausfordernd. Alles sehr artsy. Das muss man nicht mögen, Ecken und Kanten hat der Beitrag.
Wir geben 5 Punkte.
Dieses mal führt Kateryna das kurze Gespräch. Von den Juror/innen darf sich Juija Sanina äußern. Auch sie sagt, dass es ein durchaus experimentelles Lied ist.
03: DEMCHUK – Alive
Bei DEMCHUK ist der Hintergrund bei der Vorstellung grün. Es werden Bilder von seiner Teilnahme bei The Voice gezeigt. Auch hier gibt es im Einspieler Bezüge zum aktuelle Krieg und zum Leben seitdem, u.a. mit Blackouts.
Der Sänger ist mit einer leuchtenden Gitarre auf der Bühne und trägt eine pink-schwarze-College-Jacke. Dazu eine hellblaue Karottenjeans mit weißen Sneakers. Im Vergleich zu den vorherigen Beiträgen ist das hier – sicher auch wegen der englischen Sprache – viel eingängiger. Normi sagt aber auch: „Das haben wir aber auch schon achtmal gehört.“ Das Lied ist angenehm ruhig und auch DEMCHUKs Kopfstimme nervt mich nicht, im Gegenteil. Zum zweiten Refrain fliegen von den gelben Lampen auf der Bühne virtuelle Pusteblumen weg. Zum Ende landet noch ein Schmetterling auf seiner Hand.
Wir geben 13 Punkte.
Jamala äußert sich als Jurorin und sagt: fantastischno. Wir glauben, dass sie auch die Harmonien lobt.
Im Hintergrund wird die Bühne umgebaut. Das Rollen auf dem Steinboden hört man dann doch immer sehr deutlich. Aber ansonsten hält die Sendung zumal unter diesen Umständen alle professionellen Standards. Respekt!
Kurze Unterbrechung. Läuft jetzt in der Ukraine wirklich Werbung oder habe ich was verpasst. Jetzt ist das Bild mit wackeliger Kamera wieder da. Zlata wird von einer anderen Frau interviewt. Im Hintergrund sieht man, wie die Bühne gereinigt wird. Die Personen, die das machen, tragen ihre Winterjacken. Es scheint frisch zu sein da unten.
Ich erfahre gerade von Blogger Rick, dass das Rollen im Hintergrund tatsächlich die U-Bahn ist. Wir sind ja in einer U-Bahn-Station. Und offenbar dürfen die Züge nur zwischen den Liedern fahren. Krass.
Jetzt läuft ein Einspieler von den Probenarbeiten. Die Künstler/innen tragen dabei alle dicke Jacken. Eigentlich ein Wunder, dass alle fit sind und heute auftreten können. Es folgen weitere Ausschnitte von TV-Auftritten im Vorfeld, aber auch Einspieler mit den Reaktionen von Youtubern auf die ukrainischen Vorentscheid-Songs.
Nach einer doch recht langen Pause geht es weiter. Es ist bereits eine Stunde rum und wir haben erst drei Lieder geschafft.
04: Jerry Heil – When God Shut The Door
Sie wurde nicht im Studio interviewt. Aber natürlich gibt es auch hier eine ausführliche Vorstellung.
Die Sängerin steht unter einem beleuchteten Stoff-Pavillon. Sie trägt eine buntes Konstrukt aus Wohlfäden und auf dem Kopf einen vermutlichen traditionellen Kranz. Sie hat auch noch Kopfhörer auf. Neben ihr sind vier Hintergrundsängerinnen auf der Bühne.
Das Lied ist auch ein Crossover aus moderner und traditioneller Musik, aber viel gefälliger als OY Sound System. Im hinteren Teil wird es recht repetitiv, fast wie weißer Gesang. Das Hohohoho ist durchaus ikonisch. Auch das Lied hat Ecken und Kanten, nimmt die Zuschauer/innen aber durchaus mit.
Wir geben 13 Punkte.
Kateryna und Timur interviewen Jerry. Aus der Jury hören wir die Meinung von Juija Sanina, die scheint begeistert zu sein. Auch Taras äußert sich.
Entschuldigt, ich hatte gerade ein kleines technisches Problem und habe den Live-Blog kurzzeitig in den Papierkorb gepackt. Ich hoffe, es ist jetzt alles wieder da.
05: FIINKA – Довбуш (Dowbusch)
FIINKA ist sehr farbenfroh und folkloristisch in ihrer Vorstellung. Sie scheint sehr viel Energie zu haben.
Was für ein bunter Auftakt. FIINKA ist mit zwei Tängerinnen auf der Bühne. Ihre Outfits wirken wie eine Mischung aus ukrainischer Tradition und der indigener Völker Nordamerikas. Der Song ist wirklich dynamisch, wirkt aber oft auch off-tune. Normi meint: „Wenn man es verstehen würde, wäre es vielleicht gut.“ Ich mag das, aber die letzte Minute ist doch etwas anstrengend. Aber natürlich gehört so ein Beitrag in eine osteuropäische Vorentscheidung. Viel Applaus.
Wir geben 8 Punkte.
Jamala spricht von mehreren „absoluten Plus“ des Auftritts.
06: KRUTЬ – Колискова (Koliskowa (Schlaflied))
Die Zitter steht gleich zu Anfang voll im Fokus. Die Bühne ist dunkel. Es sind Ringe auf dem Boden zu sehen. Die Frisur erinnert an die der Albanierin in Baku. Die Sängerin trügt ein schwarzes Outfit einschließlich schwarzer langer Handschuhe mit rotem Hakelüberhang. Im Hintergrund sind drei Sänger/innen zu sehen. Der Gesang ist sehr intensiv. Zum Sprechgesang steht sie auf und übergibt die Zitter an einen Jungen, der ganz in weiß gekleidet ist. Dann färbt sich die Bühne rot und sie tanzt dazu. Es ist alles schon sehr pathetisch, erreicht mich aber.
Wir geben 12 Punkte (ich davon sieben).
Kateryna bittet Taras um seine Meinung. Es fällt ihm offenbar schwer, sich zu äußern. Ich weiß nicht, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist.
07: Tember Blanche – Я вдома (Ja wdoma (Ich bin zu Hause))
Das Duo sitzt für die Vorstellung zum Teil wieder im Studio, auf einem kleinen Sofa.
Schöner Auftakt. Das Pärchen steht sich gegenüber und singt sich an. Die Bühne wirkt etwas unaufgeräumt mit Pflanzen, Lampen, Bildern und Büchern. Sie trägt eine weiße Bluse und eine organe-farbene Hose, er eine senffarbenes Hemd mit brauner Hose. Er spielt außerdem Akkustik-Gitarre. In der zweiten Strophe interagieren die beiden und singen teilweise Rücken an Rücken. Der Gesang wird von ihr getragen. Der Titel „Ja wdoma“ kommt etwas häufig. Das Lied ist nett und wirkt natürlich, könnte aber ggf. etwas intensiver produziert sein. Zum Schluss sitzen sie auf der Bühne und sie greift sich eine Decke.
Wir geben 9 Punkte.
Während ich noch einen kleinen Ohrwurm habe, gibt Jamala ihre Meinung kund. Und dann ist es wieder Zeit für Werbung. In der Zwischenzeit bekommen wir wieder einen vorproduzierten Einspieler präsentiert und ein Interview mit der Jury.
Wir sind zurück und Kateryna und Timor kündigen den nächsten Act an.
08: Angelina – Stronger
Für ihre Interview-Situation versinkt das Studio in einem Blumenmeer. Außerdem steht sie in einem Video vor einem ausgebombten Wohnblock – möglicherweise hat sie dort vor dem Angriff Russlands gelebt. Das Leid ist greifbar.
Auftakt mit sehr melodischen Klavierklängen. Angelina ist von der Seite zu sehen und ein weißes Kleid mit Blumenrockteil, dazu schwarze Stiefel. Sie interagiert mit den Grafiken auf den LED-Schirmen. Das sind quasi angreifende Pflanzen. Der Refrain ist ja etwas dünn, aber auch ungewöhnlich. Im Hintergrund wird dann ein vertrauterer Popbass hörbar, was den Song zugänglicher macht. Aber so richtig reißt er mich nicht vom Hocker.
Da Normi schon während der Werbepause eingeschlafen ist, verdopple ich meine Punkte auf 10 Punkte.
Für die Jury spricht Jamala und es ist ein „Wow“ zu hören.
09: 2TONE – Квітка (Kwitka (Blume))
Auftakt mit einer Akustik-Gitarre. Das Bühnenbild ist schwarz-weiß. Der Sänger trägt einen Hoodie und darüber eine Jacke, seine Hose ist gestreift. Aber der Gesang ist wichtiger: er ist auf ukrainisch und wird zum Refrain druckvoller, einigermaßen rockig. Insgesamt sind fünf Personen auf der Bühne. Die zweite Strophe wird gerappt. Der Auftritt ist immer noch schwarz-weiß, einige Rottöne sind zu sehen. Zum Teil wird fast gegrowlt, aber es ist durchaus ein melodischer Refrain zu erkennen. Gitarrensolo von einem Mann mit Karohemd – und dann ist Schluss.
Wir geben 6 Punkte.
Taras spricht für die Jury und die Band scheint nicht ganz d’accord zu sein.
10: TVORCHI – Heart Of Steel
Mit starken Akkorden geht es in den letzten Beiträgen. Der Sänger trägt einen goldenen Anzug. Er steht vor einer vierteiligen LED-Wand, die unterschiedlich bespielt wird und ihn beleuchtet. Neben ihm ist noch das DJ mit auf der Bühne. Das Englisch ist natürlich perfekt. Nach dem Refrain kommen bei den Akkorden wieder kurze Orgelanleihen. Die Strophen sind durchaus eingängig, aber so richtig catchy ist es nicht. Im letzten Drittel kommen zwei Tänzer mit goldenden Masken mit auf die Bühne. Das ist auch nicht ganz einfach.
Wir geben 7 Punkte.
Während Jurorin Julija Sanina kritisiert, dass es keine eindeutige urkainische Musik gewesen sein (wenn ich das richtig verstanden habe), findet sie es wohl trotzdem gut? Man weiß es nicht.
Normi und ich haben übrigens als höchstes 13 Punkte gegeben, und zwar für DEMCHUK und Jerry Heil. Dahinter folgt mit 12 Punkten KRUTЬ.
Die drei Moderator/innen sind gemeinsam auf der Bühne. Denn jetzt sind alle zehn Beiträge durch. Jetzt dürfte es an die Abstimmung gehen. Und so ist es. Es folgt der erste Schnelldurchlauf. Und auch danach bleiben wir bei unserer Meinung. Gern DEMCHUK, und im Zweifel passt auch Jerry Heil.
Timur bedankt sich für die Moderation bis hierher. Sie geben das Dank zurück. Jetzt kommt offenbar die Doku über Kalush Orchestra und ihren ESC-Sieg. Danach gibt’s dann das Ergebnis der Vorentscheidung. Zunächst aber: Kurze Werbung bzw. Füllprogramm.
Jetzt läuft die Doku, sie scheint komplett auf ukrainisch zu sein. Insofern erspare ich mir und euch weitere Beschreibungen. Vielmehr melden wir uns, wenn die Show weitergeht.
So, es ist 19:22 Uhr und die Show geht weiter. Jetzt spielt der musikalische Leiter wieder auf dem E-Piano. Er hat zwei weitere mit sich auf der Bühne, die eher im Military-Look gekleidet sind.
Das Wort „Resultatuj“ fiel bereits. Wir sind gespannt. Vorher kommt aber noch ein Einspielter vom JESC. Im Moment moderiert übrigens nur Timur. Jetzt singt aber erstmal Zlata vom JESC. Dann wird Jamala angekündigt; es folgt ein Einspieler. Sie singt das Lied „Sinu“. Danach spricht Jamala auch auf Englisch und bedankt sich, dass wir dabei sind, wie sie zeigen, dass sie in der U-Bahn-Station Musik präsentieren. Sehr bewegend.
Ein weiterer Schnelldurchlauf. Dann wird der Countdown zurückgerechnet. Währenddessen kommt Verka Serduchka bereits mit ihrer Band auf die Bühne. Sie hat ihr Mütterchen dabei. Und sie machen direkt wieder Stimmung. Das zeigt jetzt die ganze Absurdität der Situation: Party-Musik bei der Vorentscheidung im Luftschutzbunker. Dieses Jahr 2022 macht mich kaputt. Riesiger Applaus.
Wieder ein Einspieler von den Proben. Also wieder Werbung für die Ukraine? Und eine weitere Schaltung „Backstage“, wobei es eher „Before the stage“ ist. Denn man sieht Timur und die Künstler/innen auf der Bühne, wie sie im Halbkreis stehen.
Wir sind zurück bei Timur auf der Bühne. Jetzt müssen die Ergebnisse kommen. Es werden noch einmal alle Künstler/innen genannt und gezeigt. Kalush Orchestra schicken einen Video-Gruß an die Kandidaten.
Und dann das Ergebnis von der Jury:
Moisie einen Punkt.
Zwei Punkte für Tember Blanche.
Die Punktvergabe wird auf die drei Juror/innen verteilt. Es wird nochmal erklärt, wonach die geurteilt haben.
Gleich folgend die Publikumsergebnisse. Aber erstmal fährt wieder eine U-Bahn vorbei. Es erscheint ein Man mit Anzug gibt den Umschlag mit dem Ergebnis an Timur.
Ein Punkt des Publikums an Angelina. Zwei an OY Sound System. Drei an Tember Blanche. Vier an DEMCHUK. Fünf an 2TONE. Sechs Moisei. Respekt. Sieben an FIINKA. Acht Punkte an Krutch.
TVORCHI gewinnt. Sie geben eine Dankesansprache. Der eine Sänger auch auf Englisch. Zum Schluss singen alle noch einmal gemeinsam ein ukrainisches Lied, das mit Slava Ukraini endet. Die Sieger treten nicht noch einmal auf.
Das ist am Ende also sehr knapp gewesen. Mit nur einem Punkt vor KRUTЬ und zwei Punkte vor Jerry Heil gewinnt also das Duo. Wir gratulieren und wünschen viel Erfolg in Liverpool.
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Krutb🌹
support 🌹
mittlerweile bin ich der meinung,daß ihr diesjähriger song den wirklich guten von 2021 sogar noch toppt.
wird sicher wunderschön & magisch trotz der widrigen umstände.
1. KRUTb
2. FIINKA
3. OYSoundSystem (hängt ganz stark von der Performance ab)
4. Moisei
5. 2TONE
6. Jerry Heil
7. DEMCHUK
8. Angelina
9. Tember Blanche
10. TVORCHI
Durchaus passabler Beginn der VE-Saison.
Es geht los – on the way to Liverpool 2023….
@Douze Points
nix für ungut aber den politisch ideologischen teil deines textes von oben hättest du dir auch im dienste der musik sparen können – momentan bekommt man an allen ecken (siehe auch den seltsamen fall bismarck im außenministerium) geschichtsrevision serviert – beispiel:2014 bezogen auf die ukraine fängt jetzt immer im februar 2014 an,obwohl,da war doch was davor…
kurzum – ursache und wirkung – das ist nicht von konfuzius aber universell anwendbar.🙂
Nein, den politischen Teil hat sich Douze Points zum Glück nicht gespart. Solange russische Narrative und Fake News des Kreml auf offene Ohren stoßen, ist jede aufrechte Haltung gegen diesen Angriffskrieg und gegen diese Kriegsverbrechen absolut notwendig und richtig.
also ich lebe in deutschland und nutze natürlich deutsche (leit)medien im TV und internet und diese ballern mir seit ca. märz rund um die uhr,24 stunden am tag die ukrainische propaganda um die ohren,assistiert vom teils desinformierenden britischen geheimdienst.
russische propaganda gibt es natürlich auch reichlich aber nicht in den deutschen leitmedien – diese wird stattdessen dort erwähnt und natürlich angeprangert aber wirklichen zugriff auf diese haben nur geübte internetuser.
sei dir aber gewiss,daß im krieg,gleich welcher art die wahrheit immer zuerst stirbt.
angriffskrieg?
wieso heißt dieser krieg so und all die anderen vorher nicht?
ok,blitzkrieg gab es noch aber das ist eine andere baustelle.
kriegsverbrechen?
ich würde mir in deiner stelle auch mal gedanken darüber machen,was die ukrainer eigentlich mit ukrainern in öffentlichen berufen = ärzten,krankenschwestern,feuerwehr,(normalen) polizisten,lehrern,kindergärtnerinnen,bürgermeistern ect. = landsleuten! in den zurückeroberten gebieten so anstellen…
lasse ist im russland/ukraine konflikt neutral und läßt sich von tumber einseitiger medienpropaganda,egal von wem nicht hinter die fichte führen.
momentan ist es außerdem ziemlich kalt für einen durchschnittsdezember – das wird den gasspeicher wohl richtig fleddern – was ist eigentlich mit dem nächsten winter (23/24) und dem im frühjahr dan ziemlich leeren gasspeicher ohne northstream gas?
ein wunder wird geschehen?
egal?
aber lassen wir das – ich trenne (schon immer) politik und musik auch wenn es zunehmend schwerer fällt.
p.s. Douze Points steht es natürlich frei meine einlassungen mit tiefgang zu entfernen – ich bin da nicht böse drum aber ab und an muß auch mal tacheles geredet werden.
Einlassungen mit Tiefgang????
Ich lese nur dummes Geschwätz.
Danke Douze Point für deinen in jedem Wort richtigen Beitrag.
Diese sogenannte „Neutralität“, basierend auf nichts als faktenfreiem weinerlichen Geraunze, kann allein schon angesichts des völkerrechtswidrigen Versuchs, die Zivilbevölkerung auszuhungern und erfrieren zu lassen, getrost als Beihilfe zum Völkermord bezeichnet werden.
In diesem von Russland begonnenen Krieg bin ich auch nicht neutral, ich wünsche mir nichts sehnlicher, als das Russland endlich mit den Angriffen aufhört, sowohl auf Bevölkerung als auch auf Infrastruktur. Als ob es nicht schlimm genug wäre, in ständiger Angst vor Bombenangriffen leben zu müssen, nun auch noch kein Strom im Winter, das ist einfach nur grausam.
Das ändert nichts daran, dass Douze Points Darstellung oben doch ein wenig vereinfachend ist. Kein Wort davon, dass der „pro-russische“ Präsident Wiktor Janukowitsch zuvor auch mal von der ukrainischen Bevölkerung gewählt worden war. Dass bei den Demonstrationen gegen diesen Präsidenten auch Rechtsextreme von „Swoboda“ und dem „Rechten Sektor“ mitmischten und dass Gewalt nicht exklusiv von einer Seite ausging, ist nicht nur russische Propaganda.
Auch dass die Loslösung der Separatistengebiete im Osten erst einmal hauptsächlich von ukrainischen Staatsbürgern ausging und dass vor allem die Besetzung der Krim nicht völlig gegen den Willen eines nicht unerheblichen Teils der Bevölkerung dort vor sich ging, hätte man zumindest mal erwähnen können. Aber halt, die waren ja alle „russlandfreundlich“, was sie natürlich von vornherein disqualifiziert. Deswegen waren die Überlegungen der neuen ukrainischen Machthaber 2014 (noch vor den Separatismusaktivitäten und der Krimbesetzung), russisch als Amtssprache abzuschaffen, ja auch völlig in Ordnung (Ironie aus). Damit keine Missverständnisse entstehen: Die Besetzung der Krim und die Loslösung der Separatistengebiete hätten trotzdem nicht passieren dürfen.
Kein Zweifel, es werden unheimlich viele Falschmeldungen von Russland aus verbreitet, übelste Propaganda. Aber nicht alles, was den aktuell vorherrschenden klaren Gut-Böse-Zuweisungen nicht so eindeutig entspricht, ist ein „russisches Narrativ“ oder „Fake-News des Kreml“. Und es ist vollkommen legitim, sich bei der Reflektion über bestimmte Konflike in BEIDE Seiten hineinzuversetzen (was ja nicht heißt, dass man neutral ist), auch wenn das in diesem Fall schon lange als „Putin-Versteherei“ diffamiert wird.
Dieser in scheinbar abwägende Worte gekleideter Rechtfertigungsversuch ist in etwa so redlich wie der Versuch, Hitlers Einmarsch in Polen mit den Vertragsbedingungen von Versailles zu erklären.
Alki Bernd, kannst Du eigentlich lesen? Wo habe ich versucht, irgendetwas zu „rechtfertigen“? Es lief hier bereits eine Diskussion um Douze Points Darstellung der Ereignisse, und mein Beitrag war, dass diese etwas zu vereinfachend geraten war.
Das zeigt einmal mehr, dass von jeglichem Zweifel befreite Kämpfer für das Gute und gegen das Böse es oft selbst mit demokratischen Werten nicht so genau nehmen, indem sie Abweichlern von der einzig akzeptablen Linie unterstellen, dass sie nur „scheinbar“ abwägen, oder indem sie diese assoziativ in die Nähe von Leuten rücken, die Hitlers Einmarsch in Polen als folgerichtig „erklären“.
@Lasse Du hast unten geschrieben:
sei dir aber gewiss,daß im krieg,gleich welcher art die wahrheit immer zuerst stirbt.
Da gebe ich dir absolut recht. Auch ich bin in dem Konflikt neutral, weil man medientechnisch natürlich nur pro-ukrainische „Fakten“ erhält. Ich möchte hier aber sagen, dass ich generell gegen JEDEN Krieg bin (meine Mutti ist Kriegskind, die weiß, was es heißt, im Krieg groß zu werden). Die ukrainische Bevölkerung macht jetzt Schlimmes durch, aber wer spricht über die ganzen ukrainischen Männer (mittlerweile müssen ü40-jährige in den Krieg), die in den Krieg müssen? Wer weiß schon, was mit ukrainischen Männern passiert, die sich verweigern oder dessertieren? Davon wird in den Medien nichts berichtet. Daher auch bei mir: ich möchte kein Urteil geben. Und die Gründe, dass Russland den Krieg begonnen hat, liegen viel tiefer. Nato ist in dieser Hinsicht auch mit Schuld, weil sie in den letzten Jahren Russland immer mehr eingeengt haben.
Mir tut in erster Linie BEIDE Bevölkerungen leid: sowohl die ukrainische als auch die russische. Niemnad sollte so etwas durchmachen müssen.
@mauve
Das Verhalten der NATO rechtfertigt aber kein Stück den Angriff und die damit verbundenen Verbrechen.
@“mauve“ – leider wieder russische Propaganda, ab in den Schützengraben mit den anderen beiden mit Dir. Die Ukraine hat – im Gegensatz zu Russland, dass die Mobiksohne Klamotten in irgendwelche Gruben schmeisst – eine Freiwilligenarmee, da wird niemand eingezogen. Schlecht recherchiert, setzen, sechs.
@4porcelli
Ich kenne mauve von ESC Younited und mag sie wirklich gerne weil sie echt einen total nette Person ist. Von daher muss ich sie hier etwas in Schutz nehmen, auch wenn ich ihren Post nicht so ganz zustimmen kann.
Sorry @porcelli.
@ESC1994 – die Argumentation von mauve ist aber völlig fehlerhaft. „Das Verhalten der NATO“ ist irrelevant – vielleicht sollte sich der/die/das mauve mal fragen, wie sich die Leute in Polen, Litauen, Lettland und Estland seit Jahrzehnten fühlen. Hier ist die klarste Entscheidung seit 1939.
Was ist jetzt mit meinen Keksen?
@4porcelli
Die bekommst du vielleicht später wenn was übrig bleibt.😅
Vielleicht? Bedeutet das, ich soll artig sein ;-)?
@4porcelli: „Ab in den Schützengraben mit den beiden anderen mit dir“ – da hilft’s auch nicht, dass man sich gerade eben noch gegen Krieg ausgesprochen hat.
Abweichungen von der eigenen Meinung sind „russische Propaganda“, basta.
Kroatien.
Das war mir klar, dass gleich hier geschossen wird. Ich habe hier auch nicht gesagt, dass ich den Angriffskrieg rechtfertige. Ich BIN strikt dagegen. Ich habe über die URSACHEN gesprochen, dass die Nato nicht ganz unschuldig ist. Das ist wohl klar, dass ich mit der Ukraine mitleide, aber ebenso mit den russischen Soldaten, die nicht in den Krieg wollen, aber müssen. Genauso mit den Soldaten der Ukraine, die es ebenso wenig wollen. Hier wird einem aber auch alles im Mund umgedreht. Tatsache ist aber auch, dass die Wahrheit tatsächlich im Krieg mitstirbt. Man ist nicht dabei, man weiß nicht, was von ukrainischer Seite ebenfalls angerichtet wird. So. Zu Politik äußere ich mich nicht mehr.
@“mauve“ – Inwieweit hat die NATO denn Schuld? Weil sie Russland nicht bis zur Oder-Neisse-Linie lässt?
Du weißt aber schon, dass die Oder-Neiße-Linie mal voll im Einflussbereich des Warschauer Pakts lag? Und dass Gorbatschow der deutschen Einheit (und der damit verbundenen Entlassung der DDR aus dem Warschauer Pakt) nur zustimmte, weil ihm versichert wurde, dass die NATO nicht weiter nach Osten vorrückt (also über die von Dir erwähnte Oder-Neiße-Linie hinaus)?
Ist es auch wieder „Ja, aber-Propaganda“, wenn ich vermute, dass der äußerst bedauerliche russische Entfremdungsprozess vom Westen nicht unbedingt dadurch gebremst wurde, dass es dann auf einmal hieß: „Ätsch, es wurde nichts schriftlich in Vertragsform festgehalten, und außerdem, wenn die alle reinwollen, wie können wir da was dagegen haben – ihr dürft aber selbstverständlich nicht rein!“
Und nein, all das rechtfertigt keinesfalls das brutale abscheuliche aktuelle Vorgehen Russlands und auch nicht viele hässliche Entwicklungen im Lauf des letzten Jahrzehnts (oder noch länger) dort. Aber vielleicht wäre Russland bei einer stärkeren Berücksichtigung seiner Sicherheitsinteressen damals nicht zu diesem Horrorstaat geworden, der es gerade leider ist (oder vielleicht trotzdem, ich weiß es nicht).
Kruts wird leider Gewinnen.Ich finde den Song Billig und Schlecht.Blanca Paloma wird leider in Madrid auch Gewinnen.Aleka wird in Tallinn Gewinnen und Gala in Brüssel Gewinnen.Aleka und Gala werden Blanca und Kruts in die Schranken weisen.Es wird in Liverpool Epic.Team Aleka/Gala wird das Epic Duell Duell Gewinnen.
Und wie lauten die Lottozahlen nächste Woche ? Da wär ich ja für eine Deiner fundierten Prognosen dankbar
Wie bitte? Das orakel ist wieder da?
Team Aleka/Gala bekommen noch Unterstützung.Von Ulrike (esc 2020), Marco Margroni (esc 2013), Loreen und dem Finnischen Dance Song. Blanca und Kruts können einpacken.
Ich freu mich schon, auch wenn die Umstände echt zum heulen sind in dem Sie den Vorentscheid durchführen müssen. Jerry Heil wird es wohl werden, sie trifft mit ihrem Song ja den Nerv der Zeit am besten.
ich wünsche allen Zuschauern einen schönen musikalischen Nachmittag!
Aleka und Gala haben zusammen mehr Likes Aleka und Gala Fegt Blanca und Kruts vom Platz.
Aleka und Gala Finale Finale !!! Aleka und Gala Finale Finale !!! Aleka und Gala Finale Finale Finale !!!
Endlich
Die guten alten Zeiten sind zurück
Rainer 1 ich werde euch mit meinen Vorausagungen und Prognosen wieder für Unterhaltung sorgen.
Ich freue mich auf ein Neuen Jahrgang.
Nach erstem Durchhören gefallen mir 01 und 08 recht gut. Aber mal abwarten, wie es live rüberkommt. Ich freu mich drauf und hoffe, es geht vorrangig um Musik.
Juchu, heute startet die Saison wirklich!
Starker Vorentscheid. Ich mag alle Lieder außer das von Krutb.
Meine Favoriten sind die letzten beiden Songs
Mein Ranking:
1. Jerry Heil „WHEN GOD SHUT THE DOOR“: Geile Beats, Geiler Rap. Cooler Ethnogesang auf ukrainisch. Ich mag das Lied sehr.
2. FIINKA „Dowbusch“: Geile Ethnobeats, geiler Rap. Die Bridge ist auch cool. Ich mag das Lied sehr.
3. Mosei „I’m Not Alone“: Ich mag die Beats und die Geigenklänge. Das Lied gefällt mir.
4. KRUTb „Koliskowa“: Der Song ist sehr ruhig. Mir gefallen die Klänge der Bandura und die Beats dazu. Der Gesang ist wunderschön und sanft.
5. Oy Sound System „Oj, tuschu“: Mir gefällt das „klagen“ der Sängerin. Die Elektrobeats gefallen mir auch. Es hat was vom Ethno, was mir gefällt.
6. TVORCHI „Heart of Steel“: Der Anfang gefällt mir. Die Beats sind cool. Ich finde den Song so mittelmäßig.
7. Tember Blanche „Ja wdmoa“: Tember Blanche erinnert mich an Musikduos, in dem die Frau singt und der Mann musiziert. Der Song ist angenehm ruhig. Und lädt zum entspannen ein oder und ruhig etwas im Haushalt zu erledigen. Vor allem das Ende gefällt mir.
8. 2TONE „Kwitka“: Der Song ruhig. Mir gefällt die Harmonie zwischen den beiden und der Rap. Er ist für etwas langweilig.
9. Angelina „Stronger“: Der Song klingt so, als sei er in Schweden oder so geschrieben geworden zu sein. Der Song überzeugt mich nicht richtig.
10. DEMCHUK: „Alive“: Ich mag ruhige Songs. Aber den Song finde ich etwas langweilig.
In der Tat, „Stronger“ wurde von Anders Vrethow (gemeinsam mit der Sängerin selbst) verfaßt. Hätte ich beim ersten Hören auch so verortet.
In der Tat wird das eine der außergewöhnlichsten Vorentscheidungen, die es je für den ESC gegeben hat. Die Umstände sind wirklich zum Weinen. Da werden Erinnerungen an die bosnische Vorentscheidung 1993 wach…
Die Vidbir-Sektion hat mir diesmal nicht so gut gefallen wie sonst. Dennoch bin ich der Meinung, dass entweder Jerry Heil oder Krutb gewinnen sollten. Ich bin mehr für Jerry, aber ich denke, dass auch Krutb durchaus eine eigene Atmosphäre auf der Bühne schaffen kann. Ich denke, ohne in die Glaskugel zu schauen, dass es eine von beiden wird.;)
Es ist so ungewohnt, dass die ESC-Saison mal nicht in Albanien beginnt. 😀
FIINKA und KRUTЬ sind auf Basis der Studioversionen meine Favoriten. Mit Jerry Heil kann ich noch nicht so viel anfangen, aber vielleicht ändert sich das, wenn ich später den Live-Auftritt sehe.
Uff, hier geht es ja mal wieder hoch her; die Wärter haben das Irrenhaus wohl verlassen. Das Orakel ist leider jetzt schon so aggro wie sonst im März. Die bekannten Russendisco-Fans verzerren die Wahrheit gerade sehr verzweifelt. Von @Lasse Braun erwartet man das ja, er ist offensichtlich keine Koriphäe und lässt auch immer wieder homophobe Sprüche ab. Er ist einfach dumm. Bei @Thomas M Punkt, da hat Bernd völlig recht, leider die bekannten Propaganda-Techniken mit „ja aber“. Ich wünschte wirklich, dass man auf dem Blog eine Sonderzone für die Irren einrichten könnte, damit der Rest nicht genervt wird. Gerne an der Front im Donbas.
Zur Musik – ich bin Team KRUTb, das ist genau die hypnotische Nummer, die ich mag. Jerry Heil, von der ich eh kein Fan bin, vermischt hier verschiedene Stile in der Art, wie es ukrainische KünstlerInnen öfter tun, aber es fliesst alles nichtund wirkt auf mich bemüht. Freue mich af die Show.
4Porcelli ich finde jeder darf hier seine Meinung sagen und es ist auch okay sich zu kritisieren. Aber ich denke du solltest aufpassen keinen persönlich zu beleidigen. Das haben die Blogger mehrmals deutlich gemacht. Sie können aber auch nicht ständig dauernd mitlesen und löschen. Und wenn man Mattys zuletzt gelöschte Kommentare vergleicht mit diesem muss der auch gelöscht werden wie auch der von damals auf dem Timo immer wieder hinweist. Es kann doch so schwer nicht sein zu kritisieren ohne persönlich beleidigend zu werden, okay die Hemmschwelle ist sehr niedrig das macht das schwerer
Leute, die hier menschenverachtende Propaganda verbreiten, verdienen es mMn aber, dass man stark dagegenhält, Thilo. Wenn wir immer nett und höflich bleiben, überrollen die uns sonst irgendwann. Deshalb sieht die Menschheitsgeschichte auch so traurig aus, wie sie aussieht. Die Guten haben immer Skrupel und zögern, und während sie die moralischen Argumente noch abwägen, haben die Bösen sie schon totgeschlagen. Dafür gibt es in der Geschichte zahllose Beispiele. 🙁
@Thilo, ich mag Dich wirklich, aber „alle sind immer toll“ ist in manchen Fällen wie hier meiner Ansicht nach nicht die rihtige Haltung.
Ich hab doch nirgends gesagt das wir uns alle toll finden sollen. Wo Kritik angebracht ist soll selbstverständlich kritisiert werden. Aber bitte werft doch nicht gleich mit Beleidigungen um euch
@togravus ceterum ceterum
ich erwarte dann aber,daß leute mit deinem beruflichen background argumentativ dagegen halten,stattdessen kommt der platte immer gleiche propagandavorwurf.
das ist enttäuschend.
ich staune immer wieder,wie wenig einige (hier) bereit sind in dieser sache mal ein wenig mehr in die tiefe zu gehen.
dann sind wir wieder bei „ursache und wirkung“.
aus meiner sicht muß man sich erst mal von jedweder propaganda befreien,um einen krieg oder sonstigen vorgang zu beurteilen – wenn aber jedweder versuch von der ukrainischen propaganda abzuweichen,unisono als russenpropaganda abgetan wird dann kommt die gesellschaft nicht weiter.
das läuft so hier aber auch in den kommentarspalten von faz.net,zeit.de,spiegel.de und der twitter aktivisten blase immer gleich ab.
lasse liest nur noch,weil dortiges posten reine lebenszeitverschwendung ist.
allgemeiner tip:
einfach mal nach „3.golfkrieg“ googeln – da kann man was lernen,insbesondere über doppelstandards und das sogenannte völkerrecht.
@togravus ceterum ceterum: Ich bin überhaupt nicht lasses Meinung, wenn er in Zweifel zieht, dass es sich um einen russischen Angriffskrieg handelt. Dass aber Beleidigungen hierfür (und für andere in diesem Thread geschriebenen Äußerungen) damit gerechtfertigt werden, dass dem Bösen der Weltgeschichte Einhalt geboten werden muss, weil sonst alles totgeschlagen wird, ist leider deutlich unter Deinem sonst sehr hohen Niveau.
@Thomas M. (mit Punkt)
einfach mal richtig lesen – ich störe mich nur am begriff „angriffskrieg“ weil das so vorher nie formuliert wurde,ein gutes beispiel ist hier der dritte golfkrieg.
ist halt ein unterschied,wer jemanden angreift.
krieg ist krieg,das muß man nicht ideologisch ausschmücken.
@lasse: Ok, ich sehe Deinen Punkt. Dann wäre aber nach dem „Angriffskrieg?“ als Leseerleichterung ein Einschub hilfreich gewesen, der zeigt, dass Du diesen tatsächlich als einen Angriffskrieg siehst.. Und ein Krieg „wie all die anderen“ würde ich so auch nicht stehen lassen, in diesem Krieg ist der Angreifer doch etwas eindeutiger als in manch anderen. Aber Du hast recht, den dritten Golfkrieg hätte man ruhig auch „Angriffskrieg“ nennen können, selbst wenn der demokratisch gewählte Wolodimir Selenskij nichts mit dem Diktator Saddam Hussein gemeinsam hat..
P.S. Diese Dopplung von Punkten hat übrigens keine tiefere Bedeutung, sondern ist einfach ein Tippfehler (der Punkt ist in diesem Schreibfenster aber auch wirklich kaum sichtbar). Das passiert mir manchmal, aber zweimal im selben Kommentar – so wie hier – hatte ich das glaube ich noch nie.
@Thilo mit Bobby:
Die Tasache, dass der kriminelle Kommentar von 4 Poircelli – ich sei rechtsradikal und der Tino Chrupalla von ESC kompakt – nicht gelöscht wurde, liegt daran, dass ich unverzüglich nach der Entdeckung das ESC kompakt Blogger-Team angewiesen habe jenen Kommentar nicht zu löschen. Für weitere juristische Schritte, also einer Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Köln oder Staatsanwaltschaft Itzehoe brauche ich den kriminellen Kommentar.
Das kriminelle Verhalten von 4 Pocelli soll ohne Löschungen für die Staatsanwaltschaft erhalten bleiben.
ich störe mich nur am begriff „angriffskrieg“ weil das so vorher nie formuliert wurde,ein gutes beispiel ist hier der dritte golfkrieg
soooo ganz eindeutig war das aber nicht, in Europa nicht und vor allem in Deutschland nicht (damals wohnte ich noch in Koelle).
Wenn ich das so lese, hat man den Eindruck, dass es damals die deutsche Regierung und alle deutsche Medien ganz ueberzeugt vom Krieg waren. Das war aber nicht so (und fuer mich persoenlich sowieso nicht, da ich mehrmals gegen diesen Krieg demonstriert habe).
Auch Dir kann ich vollumfänglich zustimmen, 4porcelli.
@4porcelli: Ich habe lediglich Douze Points Darstellung durch ein paar Fakten ergänzt. Aber jeder, der es wagt, vereinfachte Darstellungen zugunsten des Guten ein wenig zu ergänzen, ist selbstverständlich ein Propagandist des Bösen. Und der Versuch, mit Fakten sachlich zu argumentieren natürlich viel perfider anstatt plump Fake News zu verbreiten.
Eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr einmischen … aber ich wollte dennoch einiges klarstellen, weil hier so viel gepostet wird.
Ich kann hier beide Seiten verstehen: Die hier nicht nur auf das schwarz-weiß-Schema stehen (@Lasse und @Thomas M. (mit Punkt)), versuchen sachlich zu argumentieren. was hier aber von anderen kommt, sind Beleidigungen. Ich sehe Putin als Hauptverantwortlichen des Krieges (ohne wenn und aber), aber man sollte eine Kriegssituation von beiden Seiten beleuchten. Tut man das und sucht nach Ursachen, wird man leider gleich als „Putinversteher“ und „prorussisch“ abgestempelt. Aber so ist unsere Gesellschaft leider.
Was westliche Medien angeht, bin ich grundsätzlich kritisch. Da wird auch Vieles NICHT berichtet, Vieles ausgelassen. Ich bin kein Befürworter des schwarz-weiß-Schemas, es gibt immer Grauzonen.
Ich denke, wir sind uns alle wenigstens darin einig, dass der Krieg so schnell wie möglich aufhören soll.
oha,der kleine pinguin auf seiner eisscholle fordert mich zum duell – bist du dem denn überhaupt gewachsen? 🤠
immerhin spielen wir nachher dann gemeinsam im team krutb.🤡
„russland/ukraine konflikt“ … „Neutralität“
Ganz ehrlich, ich könnte 🤮, wenn ich so was lese. Russland hat die Ukraine überfallen und ist deshalb verantwortlich für alles, was geschehen ist, seit der erste Panzer über die Grenze gerollt ist. Punkt. Schon meine Oma wusste, dass die Deutschen für ihre Vertreibung aus Ostpreußen verantwortlich waren, nicht die Polen oder die Russen. So einfach ist die Wahrheit, wenn man einen aufrechten Charakter besitzt.
Und ich bitte alle Putin-Trolls, die sich hier unterm verschlissenen Mäntelchen von Objektivität und/oder Humanität tummeln, von Antworten auf diesen Kommentar abzusehen. Solch kreuzgefährlichen Unsinn (oder schlimmer …) mag ich in meinem Leben nicht haben.
Toggie, ich stimme Dir vollen Herzens zu !
Nicht mal im ESC-Forum ist man vor solchen Einträgen sicher…..
🤗
Und jetzt zu Vidbir: Bei mir kommen heue Nachmittag Freunde zum Adventskaffee. Werde mich dann heute Abend mit den Ereignissen des Tages beschäftigen. Viel Glück, Ukraine!
Mir gefallen alle Songs, bis auf den Song von OY Sound System. Eine hohe Qualität beim VE, wie ich finde. Glückwunsch an die Ukraine.
Auch wenn die Friedens- und Ostpolitik von Willy Brandt von 1969 – 1974 zu 100 % für mich die größte historische Leistung des Nachkriegsdeutschlands war und ist wünsche ich mir von uns allen trotzdem die Erkenntnis, dass von unserer jetzigen Bundesregierung eine Waffenlieferung an die Ukraine so schnell wie möglich und technisch auf dem neuesten Stand erfolgen muss.
Die USA, Frankreich, die baltischen Länder u.s.w. würden dies auf jeden Fall unterstützen. Diesbezüglich die Ukraine alleine zu lassen und sich dabei einbilden man würde ihr mit irgendwelchen Alibimaßnahmen wie etwa Ringtausche helfen ist falsch, scheinheilig und eines Friedensaktivisten und Pazifisten NICHT WÜRDIG.
Ich freue mich gleich total auf Vidbir. Der erste VE der Saison 2023. Ich habe die Songs nur kurz angehört und bin auf die Liveperformances gespannt. Allen Künstler*innen wünsche ich gutes Gelingen und viel Erfolg. Allen Beteiligten auch im Hintergrund wünsche ich eine tolle Show ohne Zwischenfälle
Hallo. Ich kann es kaum erwarten, wenn es losgeht. Vorallem auf die Auftritte.
Hallöchen, jetzt gehts los!!!!
Wenn ich noch einmal Krutb lese… Da bluten meine Augen 😫
Für diesen Weichheitsbuchstaben gibt es kein lateinisches Equivalent, allerhöchstens ‚. Also entweder Krut‘ oder copy/paste vom Beitrag oben.
YouTube läuft
So, Kaffeemaschine ist an, es kann losgehen….
Hallo zusammen. Geht bei euch der Stream auf YouTube? Bei mir tut sich nichts
Ähm, auf Play hast du gedrückt? Bei mir geht’s.
Alles gut hab die Seite neu gestartet
Bei mir läuft es sehr gut….
Hallo zusammen, freue mich auf die erste Vorentscheidung in dieser Saison
Ich habe schon beim Intro Gänsehaut
Trink nicht so viel !
Wieso? Ist doch bloß Vidbir !
Was für ein Opening. Bravo
Das Opening war Hammer!
Moisei zeigt sich als Soldat.
Bei Moisei denke ich an Aksel und an Markus Bear; die Musik überdeckt etwas seine recht dünne Stimme.
5 Punkte
Guter Vergleich Uli
01: Moisei – I’m Not Alone
5/10
nicht schlecht aber auch nicht gut – solide halt.
Die Folkanklänge ganz schön bei Moisei, sonst zu mainstreamig
„I’m Not Alone“ ist nicht schlecht, vor allem die Violinen-Parts gefallen mir gut. Ist allerdings nicht wirklich sauber gesungen und sticht auch nicht so heraus, dass es um den Sieg mitspielen könnte.
Moissi ist nice, aber auch nicht sonderlich aufregend in seinem Bratenrock
Mir fällt es schwer angesichts der bedrückenden Kriegsbilder was schlechtes über Moisei zu schreiben aber musikalisch war das leider nur Durchschnitt. Gut gespielt aber leider nur mäßig gesungen.
Die Jury-Kommentare sind wie immer bei Vidbir seeehr umfangreich…
Ja, fand ich auch eben arg lang.
Sehr emotionaler Beginn
toll dass alle Teilnehmer zusammen gesungen haben.
Moisei war glaube ich sehr aufgeregt, man merkte es an der Stimme, trotzdem ein gelungener Auftakt, schön, das Zwischenspiel mit der Geige.
02: OY Sound System – Ой, тужу (Oj, tuschu)
das muß die kunst sein – schöne farbwahl aber der song na ja.
5/10
OY klingt interessant, ist aber gar nicht mein Geschmack. Eine Melodie o.ä. erkenne ich nicht.
3/10
OY Sound System schon interessant, aber fürn ESC glaub ich eher nicht so geeignet
OY Sound System ist ja wirklich sehr atmosphärisch und mir gefallen die Elektro-Parts, aber irgendwie kommt das Ganze nicht aus dem Quark und wirkt auf mich unvollendet. Trotzdem ein spannender Beitrag.
Sorry wenn ich das so sage aber Oy Soundsystem ist mir ein zu dramatisches Geschrei. Da geht der interessante Sound total unter