Neue Verwirrung um die Jury-Punkte aus Weißrussland

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Foto: Andres Putting

Droht Deutschland beim ESC 2019 ein Downgrade auf den vorletzten Platz? Eine neue Analyse des EBU-Algorithmus, der das Voting der disqualifizierten weißrussischen Jury ersetzt hat, gibt dieser Befürchtung Nahrung.

Wie berichtet ist die Belarus-Jury disqualifiziert wurden, weil einzelne Jurymitglieder ihr Halbfinal-Voting öffentlicht ausgebreitet hatten. An die Stelle des Juryvotings ist „an aggregated result approved by the auditors“ (EBU-Originalton) gerückt. Schon diese abstrakte mysteriöse Formulierung hatte uns stutzig gemacht, erst Recht in Kombination mit dem faktischen Voting, dass die einzige Zwölf des Abends für Israel, zehn Punkte für Estland auch auch acht Punkte für Deutschland vorgesehen hat, keinen einzigen jedoch für Russland.

Wie wiwibloggs nun berichtet, hat ein findiger ESC-Fan namens Bruno (@Euro_Bruno bei Twitter) sich die Mühe gemacht, den mutmaßlichen EBU-Algorithmus rechnerisch nachzuvollziehen. Die EBU hatte für Fälle wie den vorliegenden angekündigt, dass bei Disqualifikation einer Jury ein Querschnitt der Juryvotings der Nachbarländer mit vergleichbaren Background zum Einsatz kommt.

So steht es wörtlich in den EBU Statuten:

„What if a country cannot deliver a valid jury result?
Both juries and televoters award 1 to 8, 10, and 12 points in each country. In order to secure the 50/50 balance between jury and televoting, a national televoting result can’t be used as backup result for the jury. Therefore, if – for whatever reason – a country cannot deliver a valid jury result, a substitute result is calculated by the jury result of a pre-selected group of countries. These groups and their composition have been pre-approved by the EBU permanent services and the Reference Group of the Eurovision Song Contest.“

Im Falle von Weißrussland sind die o.g. Referenzländer Armenien, Aserbaidschan, Georgien und Russland. Wenn man die Juryvotings dieser Länder zusammenfasst und einen Querschnitt ermittelt, ergibt sich gemäß Bruno folgendes Bild:

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Die Bottom-Ten des aggregierten Voting dieser vier Nachbarländer entspricht in umgekehrter Reihenfolge exakt der Rangreihe, die bei Eurovision.tv im Scoreboard als das weißrussische Jury-Ersatzvoting ausgewiesen wird.

Sind hier die ersten zehn und die letzten zehn Plätze versehentlich vertauscht worden?

Hätten das weissrussische Juryvoting gemäß EBU-Regularien so aussehen müssen:

12 Malta

10 Nord Mazedonien

08 Zypern

07 Italien

06 Niederlande

05 Aserbaidschan

04 Schweiz

03 Griechenland

02 Schweden

01 Russland?

Eine Stellungnahme der EBU steht gemäß wiwibloggs noch aus, aber alles andere wäre ein kaum vorstellbarer Zufall.

Sollten die Zahlen korrigiert werden, hätte Nordmazedonien statt Schweden das Juryvoting gewonnen und Israel hätte keine einzigen Punkt von den Jurys bekommen, wäre also beim Juryvoting auf dem letzten Platz gelandet. Es gäbe leichte Veränderungen im Ergebniseinlauf (Nordmazedonien schiebt sich vor Aserbaidschan), aber am Sieg durch die Niederlande hätte sich nichts geändert.

Für Deutschland würde eine Korrektur des Belarus-Algorithmus bedeuten, dass „Sister“ auf dem vorletzten Platz gelandet wäre, hinter Weißrussland oder vor Großbritannien.

Wir bleiben natürlich dran und informieren Euch weiterhin.



66 Kommentare

  1. Kann mir nicht vorstellen dass da noch was korrigiert wird.

    Vielleicht ist der Algorithmus doch noch komplexer und ein anderer.

    Vor allem wäre das ja schon aufgefallen. Das Ergebnis lag ja über 24 h der EBU so vor.

    Kann mir nicht vorstellen, dass das nicht geprüft wurde.

  2. Ist doch vollkommen egal ob jetzt drittletzter oder vorletzter. Das zugegebenermaßen seltsame Ersatz-Jury-Voting aus Weißrussland hat jetzt ja niemanden wirklich weh getan.

    • Denke ich auch, vor allem hat es Weißrussland selbst am meisten wehgetan, was einen gewissen Charme für mich hat.

      Die Beipielrechnung im Artikel ist ja nur eine von zig Varianten, die zu diesem Voting geführt haben könnte. Auch wenn nachvollziehbar, ist mir das zu spekulativ, daraus irgendwelche Forderungen abzuleiten.

  3. Sollte hier der EBU Algorithmus, der das Voting der disqualifizierten weissrussischen Jury ersetzt hat, tatsächlich falsch sein, hoffe ich auf eine Korrektur. Das wäre nur fair! Klar wäre es schade für Deutschland und Aserbaidschan, aber letztlich kein großer Unterschied und das korrekte Ergebnis.

    Mich würde es insofern freuen, als dass ich dann einen Punkt mehr im Tippspiel hätte… 😉

  4. Vielleicht wollte die EBU Israel nicht mit 0 Punkten bei den Juryvotes abstrafen? Am Ergebnis würde sich minimal was ändern und Niederlande hätte trotzdem gewonnen. War ein schöner ESC in Israel von daher, sollen sie das so lassen.

    • Was die EBU will, ist völlig uninteressant. Für die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs ist es notwendig, dass korrekte Ergebnisse vorliegen (erst recht bei den ohnehin umstrittenen Jurys, die wieder den Publikumsfavoriten verhindert haben). Und wenn nach denen Israel 0 Punkte hat, dann ist das zwar bitter für den Gastgeber, aber nun mal die Realität. Da wäre Israel auch nicht der erste Gastgeber, der mit 0 Punkten raus geht.

  5. Am Besten dann auch gleich das Semi-Ergebnis ebenfalls korrigieren. Wie ich gelesen habe, hat dort die schwedische Jurorin Lina Hedlund falsch herum sortiert.

    Ich würde allerdings jetzt alles so lassen, wie es ist. Der Abend ist vorbei und der Rest ist nur noch Statistik für die Fans.

    • Naja.. Das mit der schwedischen Jurorin ist persönlich Doofheit und kam ja scheinbar nicht zu ersten Mail vor. Aber das mit dem Algorithmus wäre ein schwerwiegender Fehler der EBU. Ich sehe da schon einen großen Unterschied.

    • Ja, ich habe unter dem Paenda-Artikel schon meine Dankbarkeit kundgetan, denn ohne Linas Fehler keine Punkte für Österreich aus Schweden und damit der völlig unverdiente letzte Platz für Österreich! Gibt’s doch gar nicht, zumindest die Jurys hätten das künsterische Lied würdigen müssen! Da geh ich voll ab für unsere Nachbarn! 😇😇😇

      • dafür hätte sie es halt auch gut singen müssen….man musste seinen Fernseher dafür leiser drehen, das heißt schon was…

  6. Für die bottom feeders würde sich nicht viel ändern, aber für so ein kleines Land wie Nordmazedonien wäre nochmal ein Platz nach oben schon eine grosse Sache.

    • Und vor allem der Sieg im Juryvoting… Hätte man darauf gewettet, würde man bei 10€ Einsatz je nach Wettanbieter 1.500 bis 3.000€ gewinnen 😉

  7. Ich finde es traurig für die EBU, das so ein grober Fehler unterläuft-vorausgesetzt das stimmt. Mich regt der Sand mit seinem Rungelaber vonwegen alles ist korrekt gelaufen und das bestätige ich für beide Votes. Das ist für mich immer der Tiefpunkt der Shows. Fühlt sich an wie ein Photobomber, der da eigentlich nichts zu suchen hat. Wer weiß, was beim Televoting noch falsch läuft(das ist jetzt Schwarzmalerei). Aber was falsches bestätigen kann ich auch auf meiner Wohnzimmercouch…

    • Allein, dass sie Jahr für Jahr die Blockvotings der Jurys, die als Korrektiv zum Televotung gedacht sind, lächelnd durchwinken und nichts dagegen tun, ist ein Unding. Da würde mich eine zusätzliche Schlampigkeit wie ein fehlerhafter Algorithmus als Ersatz für die disqualifizierte weißrussische Jury auch nicht mehr wundern…

      • Wobei ich finde die Ex-Yu Länder haben sich wirklich mal zusammengerissen dieses Jahr. Serbien z.B hat 0 Punkte von der slowenischen und nordmazedonischen Jury erhalten. Zypern und Griechenland dagegen – same procedure as every year. Freut mich, dass sie ausgebuht wurden.

      • Wenn einer Blockvoting betreibt, dann Skandinavien.
        Man weiss eigentlich vorher, dass Island und Dänemark zum Beispiel 12p an Schweden geben.

      • Den exjugoslawischen Staaten tut man da Unrecht. Die arbeiten da alles in allem sehr vernünftig. Gerade dieses Jahr waren die bei den Nachbarn eher knauserig mit Punkten. Aber denen würde ich es nicht mal vorwerfen. Aufgrund der kulturellen Ähnlichkeit wäre das für mich absolut logisch, dass die gut finden, was die Nachbarn anbieten.

  8. Natürlich wäre es richtig gegebenfalls das Ergebnis zu korrigieren. Das ausgerechnete Voting ist sowieso eine Farce, genauso in San Marino. Meiner Meinung nach hätte man Weißrussland einfach 12 Punkte abziehen und deren Jury Voting komplett streichen sollen. Solche erfundenen Punktzahlen gefährden das Ansehen des Wettbewerbs immens.

  9. Das ist doch bei Guildo Horn auch schon einmal nachträglich korrigiert worden, ist also kein Beinbruch! Seinerzeit wurden die 12 Punkte aus Spanien auch nicht verlesen und anschließend erst gutgeschrieben.
    Mir erscheint die Wertung das jungen Mannes logischer, als die von Digame ermittelten Zahlen!
    Ist zwar doof, aber es sollte schon korrigiert werden, wenn etwas falsch ist!

  10. Wenn die EBU schlau wär und es wär tatsächlich ein Fehler. Sollte sie sagen, dass hat alles seine Richtigkeit. Das senkt nur die Glaubwürdigkeit und den Spaß am Wettbewerb. Solange der Sieger gleich bleibt…

  11. Hab da eben gelesen dass Lina Hedlund aus Schweden die Reihenfolge vertauscht habe, dann wäre Österreich und nicht Irland letzter und die Differenz zwischen Dänemark und Litauen mehr als Punkt, dann hätte ein Powervoting für Jurij auch nix genützt 🙂

    • Auch ein Jurymitglied aus Russland hat sich vermutlich vertan, dann zöge bei Korrektur Litauen sogar punktgleich an Dänemark vorbei.
      Und im ersten HF hat wohl jemand aus Tschechien seine Wertung auf den Kopf gestellt. Mit dem Ergebnis, dass es statt Belarus Polen ins Finale geschafft hätte.

      • Wow. Hab sowohl für Polen als auch für Litauen angerufen und war (vor allem bei Polen, weil ich ihnen im 1. Semi höhere Chancen ausgerechnet hatte als Litauen im 2.) echt enttäuscht dass sie nicht weiter kamen. Gleichzeitig habe ich das Weiterkommen von Belarus und vor allem Dänemark überhaupt nicht verstanden. Wenn man das jetzt so erfährt ist es schon wirklich ärgerlich und nicht fair den anrufenden Leuten, vor allem aber den Künstlern und Ländern gegenüber. Und wer jetzt sagt dass Polen und Litauen dann halt im Finale abgeschmiert wären – Dänemark kam als 10. Ganz knapp weiter und wurde 12. Im großen Finale.

        Es muss dringend ein Weg gefunden werden wie sowas in Zukunft vermieden werden kann. Kann nicht sein dass die Unfähigkeit einzelner Personen solche Auswirkungen hat.

      • Das muss frustrierend sein wegen solcher Fehler nicht ins Finale einzuziehen. Die Künstler und deren Delegationen bereiten sich schließlich Monate auf den ESC vor und ich kann mir vorstellen, dass das viel Zeit, Kraft und Geld kostet.

      • Und das Jurymitglied aus Russland hatte eigentlichÖsterreich auf Platz 5, somit hätte Paenda hier 3 Punkte bekommen und Österreich wäre doch vorletzer. Also doch kein wirklich letzter Platz 🙂

  12. Ich finde es sau unfair! Ich fordere eine sofortige Korrektur!
    Wer davon leidet ist Nordmazedonien und Schweden ist nicht (!) Jury-Sieger. Dazu musste Spanien sich den letzten Platz bei den Jurys gefallen lassen und Israel triumphiert mit 12 Punkten. Wären es nur minimale Abweichungen, dann würde ich okay sagen, aber hier wurden die Punkte KOMPLETT ANDERSHERUM vergeben. Das ist echt ein Schock!

    PS: Damals in 2015 standen wir in der Live-Show auf Platz 26/27 und Österreich auf 27/27. Wegen null Punkten bei beiden musste die Startposition ran und das wurde damals auch korrigiert – zu unserem Nachteil, denn darauf folgend waren wir auf 27/27.

  13. Es sollte auf jeden Fall korrigiert werden. Schließlich würde Nordmazedonien zum Jurysieger. Auch würde Schweden 5. statt Norwegen. Und Nordmazedonien 7 statt 8.

    Deutschland wurde 1998 auch noch nachträglich von 8 auf 7 hichgewertet. Problematisch ist es vielleicht in Bezug auf Wettanbieter.

    • Von dem Umstand Jurysieger zu sein, kann sich Nordmazedonien aber auch nichts kaufen. Es ist so oder so ihr bestes Ergebnis ever.

      Aber mit den Wettanbietern, das ist ein interessanter Einwurf. Top-5-Wetten gibt es, oder? Das wäre mit Schweden/Norwegen dann ungünstig.

      • Stimmt, auch beim Tippspiel gäbe es Veränderungen, wartet lieber mit dem Gesamtergebnis 🙂

      • @porsteinn
        Es gibt sogar eine Jurysieger-Wette…. Wer auch immer auf Mazedonien gewettet hat geht einiges an Geld durch die Lappen und auch (der wohl eutlich größeren Zahl) die die für Schweden Top 5 gewettet haben

      • Norwegen würde bei einer Korrektur 7 Punkte weniger erhalten, dann wäre Schweden auf 5

      • 2 Punkte würde Schweden bekommen, aber Nord Mazedonien würde 10 Punkte bekommen. Demnach würde Nord Mazedonien auf Platz 7 rutschen und wäre der eigentliche Jurysieger. Somit wurde Nord Mazedonien ein großer Moment gestohlen.

  14. Meiner Meinung nach dürfen da dann keine Punte vergeben werden, als irgendeinem Algorithmus zu folgen, der genauso undurchsichtig ist wie die „Televotingpunkte“ von San Marino. Da hat die EBU so ihr Steuerungsinstrument zur Verfügung, um genehme Ergebnisse zu erzeugen. Aber nun es ja auch egal.

  15. Das ist wirklich ein Skandal.
    Wozu sitzt ein Jon Ola Sand vor Ort, der die Ergebnisse prüft und bestätigt?
    Wenn ein Zwischenfall mit der Jury Weißrusslands vorliegt und der „Algorithmus“ zum Einsatz kommt, muss ich doch gerade dort zweimal hinschauen und vor allem selbst prüfen, welche Ergebnisse da raus kommen.
    Denn diesen Fehler (Sortierung aufsteigend statt absteigend) entdeckt man beim kurzen Kontrollieren.
    Ein Glück, dass das am Sieg nichts ändert, ansonsten wäre der Ruf des ESC für Jahre beschädigt.

  16. Ich frage mich warum Sand immer in der Show gefragt wird, ob alles ok mit dem Voting war und er es immer positiv bestätigt. Soll er doch mal sagen, dass etwas schief gelaufen ist.

  17. Es könnte auch durchaus beabsichtigt sein. Hätte Nordmazedonien das Jury-Voting gewonnen, wäre am Ende keinerlei Spannung mehr gewesen – niemand erwartete einen hohen Televote-Score für Tamara Todevska. Es wäre also schon länger offensichtlich gewesen, dass NL gewinnt.

    • Ob Schweden oder Nordmazedonien, macht ja den Kohl nicht fett. Waren ja schon nach Duncans Televotingbekanntgabe nicht mal annhähernd genug Televote-Punkte in der Lostrommel. Die schon verkündeten 4 fetten Televotes lagen alle im Bereich (über) der höchsten Jurywertung.

      • Richtig! Nächstes Jahr werden wir alle Delegationen und Kommentatoren beim Mitzählen beobachten. 😉

        Es gibt 41 Länder und jedes Land vergibt 1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6 + 7 + 8 + 10 + 12 = 58 Jurypunkte. Also darf das Publikum 41 * 58 = 2378 Punkte verteilen.

        Das erste Land war Spanien, Miki bekam 53 Publikumspunkten. Übrig sind also 2325 Punkte für die anderen 25 Länder.

        Und so weiter.

        De Niederlande bekamen 261 Punkte. Übrig waren 179 Punkte für Schweden und Nordmazedonien. Hier stand der Gewinner bereits fest, also war der Stress am Ende (und das in der Länge ziehen der Bekanntgabe der letzten Punkten) vollkommen unnötig.

      • @Marko: Ich hatte mir tatsächlich schon ein solches Excel-Script für 2018 erstellt, der einzige Grund es nicht eingesetzt zu haben war, dass ich zwischenzeitlich abgelenkt wurde.

        Wie schon @porsteinn schrieb, musste das gar nicht so genau sein – Daumenmethode reicht: Jury-Top3 (für jeden Zuschauer im Bild) 230-240 Punkte. Und schon 4 Acts bekamen mehr Punkte im Televoting (=40-45% aller Televotingpunkte). Ich wusste jedenfalls nach Duncans Vote, dass er gewonnen hat, hatte ich im Live-Blog auch subtil angedeutet.

        Das ist übrigens der kleine Nachteil, wenn nach Reihenfolge der Juryvotings vorgegangen wird. Kämen die hohen Televotes ganz zum Schluss, wären ja noch mehr Votes in der Lostrommel.

  18. @ Marko
    Da muss man gar nicht so detailliert nachrechnen. Als die Niederlande ihre Punkte bekommen hatten, war deren Sieg doch schon klar. Immerhin waren sie bereits das fünfte Land, das von den Zuschauern über 200 Punkte bekommen hat (Norwegen sogar knapp 300). Danach gab es wirklich nicht mehr viel zu holen.

    • Vielleicht könnten wir richtig punkten, wenn wir selbstironisch auftreten und nächstes Jahr ein Dancelied „Germany, Zero Points“ schicken … nur eine Idee. Im Zweifel ist man damit eben auch wieder letzter, aber Spaß und Humor bewiesen.

      • So kam es zu Dustin The Turkey – Irelande Douze Points. Die Freude darüber hielt sich in Grenzen.

      • Deshalb ja „Zero Points“ nicht „Douze Points“

        Aber ja, nicht das Beste vielleicht :–)

      • Ich bin ja auch ein Freund von Ironie & manchmal auch Zyniker. Aber mir wäre das auch zu billig – vor allem, weil der Ersteller da nicht viel Mühe reingesteckt hat.

  19. Wenn die Pannen stimmen, wäre das ein riesiger Skandal. Schon allein für die Final-Pannen müsste Herr Sand eigentlich sofort von seinen Aufgaben entbunden werden. Aber wenn da auch im Halbfinale Pannen passiert sind, die dazu geführt haben, dass sich 2 Länder nicht qualifiziert haben, die sich eigentlich qualifiziert hätten (Polen und Litauen), dann wäre das ein Skandal unglaublichen Ausmaßes, der nicht nur personelle Konsequenzen, sondern auch konzeptionelle Konsequenzen zur Folge haben müsste, inklusive einer Entschädigung für Polen und Litauen.

    • Entschädigungen? Mit welcher Begründung? Kleiner hatten sie es nicht? Müssen Wahlen annuliert werden, weil Stimmzettel falsch ausgefüllt werden? Nein. Du kannst auch nicht ausschliessen, dass irgendwo andere Platzierungsfehler bei Juroren passiert sind (oder Televoter sich vertippt haben). Klar sollten die Zahlen korrigiert werden … WENN da ein EBU-Fehler passiert ist! Schon, um keinen Diskussionsstoff für zweifelhafte Fälle in der Zukunft zu bieten. Aber gibt’s da bisher einen Anlass für – ausser dieser Spekulation?

    • Wenn die Juroren ihre Rangliste falsch angeben ist das kein Fehler der EBU sondern des betreffenden Jurors, Im Nachhinein könnte man ja immer sagen: „Meine Bewertung war aber anders“.. Errechnete Wertungen wie die Jurywertung von Weißrussland oder Fehler der EBU bei der Wertungsbekanntgabe müssen aber korrigiert werden.

    • Man muss aber auch nicht gleich aus jeder Panne ein Politikum machen. Ich frage mich nur, warum man nicht die Wertung von Weissrussland einfach weggelassen hat, anstatt irgendein Algorithmus heranzuziehen.

      • Um das Verhältnis Jury/Televoting zu bewahren, sonst stünden 2320 Jurystimmen 2378 Televotingstimmen gegenüber (bei disqualifizierten Televotings umgekehrt ebenso). Perfide Köpfe könnten auch auf die Idee kommen, ein Voting zum Zwecke der Disqualifikation absichtlich zu sabotieren.

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