Schweiz beim ESC 2020: Das ist die internationale Fachjury

Ruth Lorenzo Pascual Fachjury Schweiz 2020 ESC Eurovision

Die Schweiz wird ihren Act für den Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam erst im März bekanntgeben. Gestern wurden trotzdem schon die Namen der internationalen Juroren gelüftet. Außerdem gab der Schweizer Fernsehsender SRF Einblicke in den Auswahlprozess.

In einem Video berichten Mitglieder der Fach-Jury und des Zuschauer-Panels auch nochmal davon, dass in einem ersten Schritt besonders viel Wert auf den Song statt auf den Interpreten gelegt wurde. So sollten gegebenenfalls auch starke Lieder weiterkommen, die dann später im Prozess einem anderen Künstler zugeteilt werden konnten. Dieses so genannte „Pairing“, das anscheinend in diesem Jahr auch in Deutschland eine größere Rolle spielt, haben wir hier schon genauer beschrieben. Ansonsten gibt das Video nicht so viel Neues her, den Schweizer Auswahlprozess haben wir hier schon ausführlich dargestellt.

Neben dem 100-köpfigen Zuschauer-Panel entscheidet in diesem Jahr auch wieder eine 21-köpfige (internationale) Fachjury bestehend aus ehemaligen ESC-Juroren und Musikschaffenden mit über den Schweizer Beitrag für Rotterdam. Diese Jury besteht aus folgenden Personen:

  • Argyro Christodoulides (Zypern)
  • Maria Marcus (Schweden)
  • Florent Luyckx (Niederlande)
  • Pete Watson (Großbritannien)
  • Jennifer O’Brien (Irland)
  • Leonid Shyrin (Weißrussland)
  • Sasha Saedi (Österreich)
  • Alexey Gross (Weißrussland)
  • Adrienn Zsédenyi (Ungarn)
  • Anders Øhrstrøm (Dänemark)
  • Deivydas Zvonkus (Litauen)
  • Tinkara Kovac (Slowenien, ESC 2014)
  • Grzegorz Urban (Polen)
  • Ovidiu Jacobsen (Rumänien/Norwegen, ESC 2010 & 2014)
  • Helga Möller (Island, ESC 1986)
  • Gore Melian (Armenien)
  • Rafailas Karpis (Litauen)
  • Ruth Lorenzo Pascual (Aufmacherfoto, Spanien, ESC 2014)
  • Gordon Groothedde (Niederlande)
  • Einar Bardarson (Island)
  • Henrik Johnsson (Schweden)

Damit stimmt die internationale Jury in der Schweiz auf sage und schreibe neun Positionen mit der internationalen Jury für die vergangene deutsche Vorentscheidung „Unser Lied für Israel“ überein, fünf weitere Juroren waren 2018 bei „Unser Lied für Lissabon“ im Einsatz. Auf Bruno Berberes aus Frankreich, der im Februar noch voll und ganz von „Sister“ überzeugt war, Carlotta und Laurita international dann allerdings auf Platz 16 setzte, verzichten die Eidgenossen aber.

Zum Hintergrund muss man wissen, dass das Schweizer Fernsehen im Jahr nach dem 4. Platz für Michael Schulte das deutsche Vorentscheidungssystem adaptiert und für sein internes Auswahlverfahren modifiziert hat. Dazu arbeitet es zum Beispiel – ebenso wie der deutsche Sender NDR – mit der Firma digame mobile zusammen. Im Gegenzug hat Deutschland (anscheinend) nach dem 4. Platz für Luca Hänni nun Elemente des Schweizer Auswahlprozesses übernommen.

Kann die Schweiz mit diesen System zum zweiten Mal in Folge unter die Top 5 kommen oder den Erfolg von „She Got Me“ sogar noch überbieten? Lassen wir uns überraschen!


8 Kommentare

  1. Ahhh, Ruth Lorenzo ^^ Sie hatte für mich den mit Abstand besten spanischen Beitrag der 2010er-Jahre. Ihr traue ich stets zu, einen guten Vertreter zu finden. Und sie gab ja auch ihre 12 an Linus ^^ „Issa true queen“ ❤❤

    • Ich kann diese Frau leider gar nicht ab…. Der Regensong war doch nun wirklich nix Besonderes, ziemlich repetetiv. Dabei hat die spanische Musikszene sehr viel zu bieten, ich kenne sie nämlich ein wenig. Nun gut, zumindest 2020 besteht Hoffnung. Vamos a ver..

      Immer die gleichen „Experten“ bei den Jurys…. Anscheinend reicht schon „ESC-Bezug“ als Privileg.

  2. Ich freue mich auf den schweizerischen Beitrag. Die Erwartungen sollten aber auch nicht zu hoch geschraubt werden. Sie werden jetzt nicht jedes Jahr eine Top-Platzierung erreichen können.

  3. Sollte man zu den 120 Juroren sicherheitshalber nicht auch die Spotify und Youtube Musiktrends analysieren und die damit gefundenen hippsten beats in das Pairing von Künstlern und Songs mit einbeziehenen?
    Nur um sicherzugehen dass nicht doch was kreatives eigenständiges am Ende durchschlüpft…

  4. Eines Tages werden auch die internationalen Juries, die sich zumeist aus demselben Teich der verfügbaren Personen bedienen, an ihre Grenzen kommen. Und dieser Tag ist nah.
    Also klare Antwort: Nein, die Schweiz hatte Glück, hatte ein Momentum und wird sich in 2020 schwer tun, den vierten Platz zu wiederholen.

    Alles Kaffeesatzleserei, warten wir also erst einmal das Lied ab. Ähnlichkeiten zu den Entwicklungen in Deutschland der Jahre 2018 und 2019 sind durchaus denkbar und erwartbar.

    • Glück? Glaub ich nicht. Im gegenteil. Seit reto peritz HoD ist, gehts mit der schweiz sichtbar vorwärts und ich würde wetten, dass wir innerhalb der nächsten drei jahre gewinnen.

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