Vorentscheidung ja oder nein? Infos zur deutschen ESC-Auswahl erst Ende Januar

Klubbb3 Florian Silbereisen Jan Smit Schlager Champions 2019

Unser letzter Beitrag über die Frage, ob es in diesem Jahr eine deutsche ESC-Vorentscheidung geben wird oder nicht, hat diese Woche einigen Staub aufgewirbelt. Nicht nur hier in den Kommentaren ging es rund, sondern auch in den sozialen Medien. Auch wiwibloggs spekuliert nun, welcher Künstler vom NDR denn intern nominiert werden könnte oder sollte. Spoiler: Unter anderem wurden Benedikt Köstler (bekannt aus „The Voice of Germany“ und Eurovision-Workshop-Teilnehmer der Saison 2018), Nico Santos (Ex-ESC-Jury-Mitglied, Lena-Duett-Partner und – ohne wirklichen Anlass – heiß gehandelter Favorit bei uns in den Kommentaren) und Lotte (ebenfalls Ex-Jury-Mitglied) genannt.

Irgendwer hat dann auch noch festgestellt, dass Barbara Schöneberger, die ja bekanntlich bei der deutschen Auswahl eine Rolle spielen wird, am kommenden Samstag in einer ARD(!!!)-Sendung sein wird und schwupps war auch noch das Gerücht geboren, dass da doch bestimmt irgendwelche Infos zur deutschen Auswahl preisgegeben werden. Nun hat der NDR auf Nachfrage aber sowohl den KollegInnen vom Podcast ESC Greenroom als auch uns mitgeteilt, dass mit genaueren Infos erst Ende Januar zu rechnen ist. Soll heißen: Am Samstag passiert voraussichtlich gar nichts.

Die von Florian Silbereisen (Aufmacherbild mit seinem Klubbb3-Kollegen und ESC-2020-Moderator Jan Smit bei den Schlagerchampions im vergangenen Jahr) moderierte Show „Schlagerchampions 2020“ lohnt sich für ESC-Fans aber trotzdem, denn es wird ganz viel ESC-Bezug geben. Folgende Künstler, die schon mal an einer deutschen Vorentscheidung teilgenommen haben, werden auf der Bühne stehen:

  • Bernhard Brink
  • The Kelly Family
  • Maite Kelly
  • Marianne Rosenberg
  • Roland Kaiser
  • Santiano
  • Thomas Anders
  • voXXclub

Und wer weiß, vielleicht verrät Barbara am Ende ja doch etwas…? Zu sehen ist die Show jedenfalls am Samstag, den 11. Januar um 20:15 Uhr im Ersten.

Wem der Auftritt von Barbara Schöneberger bei den Schlagerchampions am Samstag nicht reicht, der sei nochmal recht herzlich an Babsis anstehende Tour im Herbst diesen Jahres erinnert. Es lohnt sich! Auch dass voXXclub morgen ihr neues Album „Wieder dahoam“ veröffentlichen, sei nochmals erwähnt. ESC all around!


146 Kommentare

  1. Damit dürfte eine Vorentscheidung wohl kaum realisierbar sein. Es sei denn, sie wird im März abgehalten. Für mich schaut es so aus, als hätte man einen verdammt dicken Fisch an der Angel!

  2. Wieso soll das nicht realisierbar sein? Wenn Ende Januar die Kandidaten für die VE feststehen, kann die VE Ende Februar oder Anfang März stattfinden. Ich sehe da kein Problem. Wir wissen noch nicht, ob die ARD sich schon ne Halle angemietet hat oder in irgendeinem Studio die VE abhalten wird. Wir werden sehen, vielleicht überrascht man uns. Es muss ja keine gute Überraschung sein.

    • Weil man vielleicht noch Tickets verkaufen möchte? Und die letzten Jahre hat ein Vorentscheidung nunmal nicht im März stattgefunden. Aber gut, dieses Jahr bzw. diese Vorentscheidsaison ist alles anders als die letzten Jahre.

      • Das heißt was? 2006 – 2008 lief der VE auch im März. Warum sollte man da nicht wieder hingehen? Die Fans, die Tickets wollen, kaufen die sich eh meist innerhalb einer Woche.

  3. Aber es gab auch schon Deutsche Vorentscheidungen die im März stattgefunden haben. Und Tickets zu verkaufen geht heute doch ganz schnell. Im Internet geht alles schnell heutzutage. Ich glaube immer noch an eine Vorentscheidung. Interne Nominierung ist für mich ein No-Go.

    • Bis Ende März müssen glaube ich alle Songs eingereicht sein. Bei Ausnahmen gewährt die EBU auch Aufschub. Sollte tatsächlich nur ein Künstler, mehrere Songs vortragen, dann muss der Act aber ein absoluter Knaller sein. Ich sehe nicht ein, warum man einem unbekannten Künstler solche Privilegien einräumen sollte.

  4. Ich glaube nicht mehr, dass eine VE stattfinden wird. Die 100 köpfige Eurovisionsjury hätte doch einen VE-Termin bekommen, um ihre Punkte zu verteilen. Offensichtlich ist das nicht der Fall. Denn es wäre doch längst ansonsten etwas an die Öffentlichkeit gerutscht. Es kann natürlich auch sein, dass diese Jury nur an der Vorauswahl beteiligt war und bei einem Vorentscheid kein Wahlrecht mehr hat. Aber ich glaube der NDR wird das Schweizer Modell kopieren. Leider ohne die Öffentlichkeit zu informieren.

    • Wenn das wirklich so ist, werde ich jeden Shitstorm unterstützen, der dann auf den betreffenden Kandidaten, wer es auch sein mag, treffen wird. Das man in der kleinen Schweiz auf eine internen Nominierung zurückgreifen muss,lass ich noch gelten, aber nicht in Deutschland mit einer so großartigen und vielfältigen Musikszene, da gibts genug bekannte und unbekannte Acts um damit 2 VEs zu bestücken.

      • „Shitstorm“, oh Mann. Wenn ich das schon wieder lese. Das heisst, es sollen wieder die Künstler zur Schnecke gemacht werden, die am wenigsten dafür können, Deiner Meinung nach? Finde ich nicht okay, sorry. Mit dieser Einstellung findet sich erst recht kein namhafter Künstler, der für Deutschland antreten will. Und das kann ich sehr gut verstehen.

      • Siehste @Jörgi – und genau DESWEGEN machen sämtliche namhaften Acts in Deutschland einen riesigen Bogen um den ESC !! Abgesehen davon sind etablierte Acts auch keine Garantie für einen guten und gelungenen ESC-Beitrag (ich verweise mal auf DJ Bobo – das Beispiel ist ja besonders krass und eindeutig).

      • So sehr ich mit Dir übereinstimme, was die Präferenz von Vorentscheidungen angeht: Wie kann man nur eine Teilnahme propagieren an so etwas Widerlichem wie einen Shitstorm? Und dann nicht mal gegen eine große Institution, sondern gegen einen einzelnen Künstler? Nichts gegen sachliche Kritik, aber bitte keine emotionale Massenhysterie!

    • Ein nationaler Vorentscheid kann immer noch stattfinden. Wenn der NDR erst in der letzten Januarwoche mit Informationen herausrückt, dann wäre als Termin sowohl der 27. als auch der 28. Februar möglich, denn dann ist die Karnevalszeit vorbei (Aschermittwoch ist am 26. Februar). Spätestmögliche Termine wären der 5. und 6. März, da am 7. März das Melodifestivalenfinale stattfindet. Der 29. Februar als Termin ist auch hinfällig, da beim Melodifestivalen die Ehrenrunde (Andra Chancen) auf dem Programm steht.

      • Die Logik find ich etwas absurd. Wieso soll denn bitte ein deutscher Vorentscheid unmöglich sein nur weil parallel die Sendung in Schweden läuft? 🤨

  5. Ich werfe mal den Namen Udo Lindenberg in die Manege (Rio Reiser würdei zwar heute 70, ist aber leider schon tot:-( )

    • Von mir aus auch Udo, obwohl ich ihn da fehl am Platz sehe. Hauptsache es machen mal wieder namhafte Künstler mit um dem deutschen Beitrag wieder mehr Power und Glamour zu geben. Xavier Naidoo ging damals mutig diesen Schritt, leider waren ihm seine politischen Äusserungen im Weg die zurecht kritisiert wurden. Und wenn es einen Vorentscheid gibt wünsche ich mir von den Votern mehr Mut für ausgefallenere Beiträge zu stimmen und den Beteiligten mehr Mut für eine überzeugende Bühnenshow vor allem in Rotterdam wo es am wichtigsten ist denn ich glaube das das waren die Hauptgründe warum Deutschland so oft soweit hinten gelandet ist.

  6. Ich müsst euch alle gar nicht aufregen. Nach mir bestätigten Quellen hat der NDR nen richtig dicken Fisch an der Angel. Also nicht so nen fetten Fisch wie die S!isters letztes Jahr… aber auch nicht schlecht…

  7. Egal wer oder was da jetzt geschieht, es wird einen Shitstorm geben und der NDR hat zum wiederholten Male das Vertrauen der ESC-Fans mißbraucht oder zumindest enttäuscht. Warum auch zum 10-jährigen Lena-Jubiläum nicht mal wieder es mit einer Direktnominierung probieren und sich dann wundern. Lindenberg, würg. Fischer, gräuslig. Die Spannung steigt. Hach, wie herrlich😉.

  8. Ich bezweifele sehr stark, dass das Lied aus einer internen Nominierung gut sein wird.

    Wenn wir 2017 solche Bullshit-Lieder vorgesetzt bekommen haben, dann fehlen mir die Worte bei den Verantwortlichen, die das gewählt haben. Perfect Life nach zwei letzten Plätzen? Geht’s noch?

    Über 2009 möchte ich nach dem letzten Platz 2008 nichts sagen.

    Und wenn diese ganzen Juroren 2019 tatsächlich Sisters als Nachnominierung gewählt haben, will ich nicht wissen, wie sich die anderen nachträglich eingefügten Lieder angehört haben. Sogar ein möglicher achter Act wurde ja weggelassen.

    Ann-Sophies Nullnummer 2015 des schwarzen Rauchs war ja auch eine NDR-Wahl. Ohne Worte!

    Kurz gesagt: Der NDR hat kein Gespür für gute Lieder. Hatten sie noch nie! Entweder muss der Künstler seinen Song selbst (mit-)schreiben oder mitbringen oder die Juroren sollten die Lieder von Anfang an mitsortieren und nicht das beste Lied von einer NDR-Wahl auswählen, weil sie so nur die Wahl zwischen Pest und Cholera haben.

  9. Was habt ihr alle nur mit euren dicken Fischen? Gibt mir eher muffige, geweste Assoziationen. Dabei sollte doch auch der letzte Honk kapiert haben, dass aktuell wirklich erfolgreiche Künstler für den ESC nicht die Traute haben d.h. hier wäre höchstens mit einem dicken Oldschool-Fisch zu rechnen, jüngstenfalls der Kategorie NoAngels.
    Nee nee. Einen wirklich tollen Fang gibt’s höchstens in Form eines richtig guten Songs, aber ob der NDR in der Hinsicht liefern kann, glaubt nach 2017 und naja .. 2019 auch keiner mehr so recht.
    Also am besten den Ball flach halten und die prächtigen Vorentscheide in Litauen und Norwegen geniessen.

  10. Deutschland hatte seit Ewigkeiten und ich würde sogar behaupten noch nie einen „dicken Fisch“ am Start. Das ist auch gar nicht nötig. Weder Lena, noch Lob, noch Schulte waren „dicke Fische“ bei ihrer jeweiligen ESC-Teilnahme. Es kommt einfach nur auf den Song an und wie authentisch dieser vorgetragen wird. Was wir aber wirklich nicht mehr brauchen sind NDR-ESC-Songs aus der Konserve… das geht wirklich immer daneben. Zu Recht.

    • Nur mal so gefragt – könnte Sarah Connor mit ihrem „Vincent“ noch am ESC teilnehmen? Bin mir nicht ganz sicher wegen des VÖ-Termins. Der Song ist hierzulande zwar schon etwas „abgelutscht“, aber in ESC-County kennt man den ja noch nicht (so).

      • Nein, bitte, bitte nicht! Ich finde es ganz schlimm, wenn Titel, die schon Hits waren, für den ESC nominiert werden. Wie war das früher doch schon, als alle Beiträge bis zur Vorentscheidung unter Verschluss gehalten wurden und nur bei einer Radio-Vorauswahl zu hören waren!

      • „Vincent“ wurde doch schon letztes Jahr beim Warmup auf der Reeperbahn live gespielt …

  11. Wenn für 2020 tatsächlich nicht zuerst der Künstler wie bei Schulte oder Ryan mit anschließendem SongWritingCamp gewählt wurde, dann wurde ja ganz offen erneut die gescheiterte Sister-Methode mit vorgeschriebenem Song angewandt.

    Folglich stelle ich mir dieses Szenario vor (alle Zahlen sind geschätzt):

    Es wurden 1000 Lieder eingereicht, wovon der NDR (!) nur 20 oder so durchgelassen hat, wobei diese bestimmt wie immer schlecht sind. Dazu hat der NDR wieder irgendwelche unbekannten Backgroundsänger/innen diese singen lassen mit unterschiedlichen Versionen. Die Jurorengruppen müssen jetzt aus diesen jetzt 6 auswählen, die bei einer Show auftreten oder sie wählen nur 1 aus, der dann direkt gesetzt ist. FAIL!

    Eigentlich keine so schlechte Idee, aber die Vorsortierung macht alles kaputt, wenn der NDR es nicht gebacken kriegt, aus den 1000 Einsendungen die wirklich besten auszusuchen. Unter den Liedern ist bestimmt wieder Horror-Ware aka „Sister“, „Black Smoke“, „Perfect Life“ oder „Miss Kiss Kiss Bang“ dabei – egal wer das singt.

  12. Hust, noch nie einen dicken Fisch?

    Katja Epstein, Michelle, Stefan Raab, Alex Christensen, Münchner Freiheit sind schon ziemlich dicke Fischschen

    Vor allem Cascada ist ein richtig dickes, fettes Fischchen mit Dillsoße.

    Michael Schulte ist ebenfalls ein dickes Fischen, wenn man sich die Spotifyzuhörer anschaut. Und das vor dem ESC.

    Fische – Yeah!

  13. Dieses VE-System mit 1/3 Europanel, 1/3 internationale Jury, 1/3 Televoting war schon nicht verkehrt. Nur jedes System ist halt nur so gut wie die vorgetragenen Songs. Was 2019 noch dazu kam, das der NDR mit seiner direkt Wahl für die S!sters sich die VE eigentlich hätte komplett sparen können. Diese ganze „VE“ war so aufgebaut, das den Zuschauern (zumal sicher im Durchschnitt eher über 50) „S!sters“ direkt aufgenötigt wurde… ich denke Nordkorea könnte keine bessere Inszenierung bieten.

    Problem… der ör-Rundfunk in Deutschland ist am Arsch… nicht erst seit dem unsäglichen Oma-Umweltsau-Lied des WDR.

    Da wird man ESC-mässig nichts mehr Gutes erwarten können.

    Der ör-Rundfunk in Deutschland ist ein riesiger Staatsapparat. Ohne qualitative Kompetenz. Ohne journalistische und erst recht ohne musikalische.

    Man braucht ihn eigentlich gar nicht mehr.

    • Einspruch – Euer Ehren: Sisters waren am entscheidenden VE-Abend schlicht und einfach der am besten dargebotene Beitrag – super gesungen und ein nicht allzu sperriger Song. Ich geb Dir aber Recht – der Gewinn des Sister-Beitrags in dem schwachen bzw sperrigen restlichen Angebot hat sich förmlich aufgedrängt :-).

      • Stimmt schon. Die Qualität war nicht sonderlich dolle… insgesamt. Aber S!sters waren weder super gesungen noch ein „nicht allzu sperriger Beitrag“… ich glaube Deutschland hatte noch nie einen sperrigeren Beitrag gehabt.

        Auf jeden Fall muss es besser werden. Und ein Erfolg beim ESC sollte nicht mehr von Zufallstreffern wie Lena, Lob oder Schulte abhängen… und ansonsten gibt es nur Letzte und Vorletzte NDR-Platzierungen beim NDR.

        Das stimmt doch was nicht.

    • MeckieNRW: Auch für dich die Bitte das Gas herunter zu nehmen. Das Oma-Umwelt-Sau-Lied ist Satire und war Anlass für einige rechts-extreme Leute WDR-Bashing zu versuchen. Am Sonsten: Freu dich, dass es diesen öffentlichrechtlichen Rundfunk gibt oder willst du jeden Tag überall Loblieder auf den Präsidenten hören? Dann wärst du gut aufgehoben in alle Ländern mit angeblich starke Männer in dieser Rolle. Türkei, Russland, Brasilien, Polen, Ungarn, usw. Hier ist ESC das oberste Thema, nicht Meinungen aus dem digitalen Mittelalter.

      • Marko… das WDR-Umweltsau-Lied war keine Satire, sondern es wurden (und das ist das eigentlich Verwerfliche) Kinder dafür missbraucht um politische Propaganda zu betreiben. Ansonsten brauche ich keine Zurechtweisung von Dir 🙂

        Und nein… es haben sich sicherlich nicht nur „Rechtsextreme“ darüber geärgert.

      • Nein. Schaue mal die Sendung Zapp. Das Lied hatte seine Premiere auf WDR5 in einer Satire Sendung und wer es nicht als solches erkennt, fehlt der Sinn für Humor.

      • Aha: Wenn ich auf Facebook jemanden als Umwelt oder Nazisau beleidige dann riskiere ich das zumindest der Beitrag gelöscht wird oder ich riskiere ne Anzeige wegen Beleidigung. Machen aber das Journalisten vom WDR, tarnen dann diese Hetze als Satire, dann ist es also in Ordnúng. Und alle die, die das kritisieren sind alle rechts? Aha, wieder was dazugelernt.

      • @meckienrw: Ich möchte keineswegs behaupten, dass alle, die sich über den Text aufgeregt hätten, Rechtsextreme wären, dennoch verstehe ich die Aufregung nicht ganz. Ist es etwa besser, Kinder singen zu lassen, dass ihre Oma im Hühnerstall Motorrad fährt? Tierquälerin ist doch wirklich nicht besser als „Umweltsau“.

      • @Escfan05: wer jemanden online beleidigt, greift jemanden persönlich an. Satire dreht den Blickwinkel ohne persönlich zu werden. Wer sich darüber aufregt? In diesem Fall niemanden bis es einen gezielten, koordinierten Aktion gab. Dank mail- und ip-Adressen ist klar wer dahinter steckte – Extremrechte Typen. Also ein neuer Versuch einen öffentlichrechtlichen Rundfunk einzuschränken, keine Meinungsvielfalt zu gestatten.
        Das Schlimme dran: so bald man diese Kritiker fragt, warum man das macht, gibt es keine Erklärung des eigenes Verhalten, sondern sofort neue Drohungen.

  14. Der (nach wie vor unverständliche) Aly-Ryan-Hype ist gottlob nicht aufgegangen trotz dem pushen durch das ESC-Panel.

  15. Ich bin Sternzeichen Löwe ich darf brüllen😂
    @ Meckienrw ja ich stimme dir zu es muss nicht unbedingt ein dicker Fisch sein aber ein solcher hat viel mehr Bühnenerfahrung siehe Chonchita Wurst. Das kann aber auch in die Hose gehen siehe DJ Bobo. Letztendlich braucht es das richtige Gesamtpaket und das ist meine ich auch eine große Glücksache. Was ich beim NDR so schmerzlich vermisse ist der Erfolgshunger wie seinerseits Stefan Raab ihn hatte

  16. Um den Fuss vom Gas zu nehmen… wobei ich überhaupt noch gar nicht Gas gegeben habe.

    Ich hoffe, das dem NDR was Gutes einfällt und uns eine neuerliche Blamage wie 2019, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2009, 2008 usw. erspart bleibt.

  17. Auf wenn das hier vielleicht aufstösst, aber JEDE schlechte Deutsche Platzierung beim ESC hat ihre Ursachen gehabt. Es waren niemals die anderen Länder Schuld, die uns „übergangen“ haben, sondern es waren durchweg schlechte Songs. Und ich kenne keinen Sender, wie der NDR, der uns fast durchweg letzte Platzierungen eingebracht hat. Man muss sich das mal vorstellen… 2015 0 Punkte… Letzter…. 2016 Letzter… 2017 Vorletzter… 2019 wieder Vorletzter… innerhalb von 5 Jahren 4 mal auf dem letzten oder vorletzten Platz… das man hier diesem Sender noch die Stange hoch halten kann. Das hat schon was mit Selbstverletzendem Verhalten zu tun.

    • Fairerweise sollte man einfach auch berücksichtigen, dass sich alle Big-Five-Länder, die nicht Italien heißen, seit Einführung dieser Regelung deutlich schwerer als früher tun.

      Mein eigentlicher Punkt ist jedoch folgender: Mich nervt diese Auffassung, dass Erfolg bei ESC planbar sei, ebenso wie die Haltung, dass Titel, die beim ESC vorne landen, gute, und solche, die hinten landen, schlechte Lieder seien. Am meisten nervt mich aber diese deutsche Überheblichkeit, die davon ausgeht, dass Deutschland, wenn alles „normal“ läuft bzw. keine „selbstverletzendes Verhalten“ stattfindet, nicht hinten landen darf.

  18. Und einen muss ich noch dranhängen. Dann höre ich auch auf weiter in irgendwelchen Wunden rein zu trampeln.

    Welcher der Deutschen Beiträge der letzen 30 Jahre war wirklich gut? Da fällt mir wirklich nur Lena mit Satellite ein oder Schulte mit „You let me walk alone“.

    Sonst nicht wirklich viel.

    Eigentlich sollte Deutschland als das mit Abstand größte Land der EU jedes Jahr TOP-Beiträge liefern. Und das können wir auch.

    Aber sicherlich nicht mit dem NDR.

    • Wie willst du denn jetzt „gut“ definieren bzw woran willst du das denn fest machen? Nur an der Platzierung auf dem Scoreboard? Letztlich ist und bleibt das ohnehin im Auge des Betrachters bzw Hörers, also subjektiv.

      Das Problem bei deutschen Vorentscheiden war oftmals, dass nicht zwingend der beste Beitrag (und ich meine das immer auf die Veranstaltung „ESC“ bezogen) auserwählt wurde. Aber es gab aber auch ne Menge toller Beiträge; Du hast einen Blick auf die letzten 30 Jahre vorgegeben – da waren zB. 1990, 1994, 1999 (leider disqualifiziert, Nachrücker zumindest ok), 2001, 2003,2004,2006,2007,2010-2014 und auch 2016.

      DAS Problem der D-Beiträge im Allgemeinen war fast immer die Inszenierung bzw das miese Staging, da war oftmals ganz viel Luft nach oben…und das kann man vor allem dem NDR anlasten . Hat mich auch sehr oft sehr geärgert – man gab sich bis zur Findung des Beitrags durchaus viel Mühe und zeigte Engagement – und dann lies man die Künstler mehr oder weniger sich selbst. Besonders übel in Erinnerung der Fauxpas 2014 als man Elaiza noch während der Probewoche ein komplett verändertes Staging in aller letzter Minute hinklatschte.

  19. Ich mag „Satellite“ ja auch, fand aber „Taken By A Stranger“ viel besser und „You Let Me Walk Alone“ bleibt für mich durchschnittlicher Weichspül-Wohlfühl-Pop.

    The best of the rest (1990-2019):
    Sister
    Ghost
    No No Never
    Wer Liebe lebt
    Reise nach Jerusalem
    Planet of Blue
    und der oberklopfer: Wir geben ’ne Party!!!

    Jahrgangsfavoriten waren das für mich alle nicht, aber die Behauptung, dass das alles Mist sein soll und nur die ganz zufällig beiden besten Platzierungen der letzten 20 Jahre was taugen, zeugt für mich eher von generell mäßiger Eurovisions-Begeisterung.

    • Wow, da haben wir aber viele Übereinstimmungen! Nur „No, no, never“, „Ghost“ (die ich beide auch ok finde) und „Satellite“ (noch erträglich) würde ich vielleicht durch „I can’t live without music“, „Let’s get happy“ und „Glorious“ ersetzten (womit ich wahrscheinlich bei manchen hier endgültig unten durch bin 😉 )

      • Ich verzeih’s Dir mal, weil Du es bist.
        Von den deutschen ESC-Beiträgen der letzten 20 Jahre, sind nur ‚Frauen regiern die Welt‘, ‚Taken By a Stranger‘, ‚Standing Still‘ und … Überraschung … ‚Wer Liebe lebt‘ in meiner Playlist. ‚No No Never‘ und ‚Satellite‘ sind in Ordnung. Der Rest war nichts für mich.:(

      • Tausch einfach das Wort „ersetzen“ durch „ergänzen“ – dann ist alles gut :-).
        Nee, wie ich vorhin schon schrieb – ob wir viele oder nicht soviele gute Beiträge beim ESC hatten ist und bleibt halt auch Geschmacksache. Im Schnitt der letzten 10 Jahre ist es für D-Beiträge beim ESC nicht ganz so dolle gelaufen – das heisst aber noch lange nicht, dass D lauter schlechte Beiträge geschickt hat. Selbst „Black smoke“ hatte was – war auch ganz gut performt, bis auf das zu lange „Arsch in die Kamera halten“ am Anfang ;-)….und der Song ansich war bzw ist ja nun weiss Gott nicht schlecht.

    • Frédéric, vor lauter Euphorie über Deine tolle Titelauswahl habe ich völlig vergessen, meine Zustimmung zu diesem bemerkenswerten Satz von Dir zum Ausdruck zu bringen: „…aber die Behauptung, dass das alles Mist sein soll und nur die ganz zufällig beiden besten Platzierungen der letzten 20 Jahre was taugen, zeugt für mich eher von generell mäßiger Eurovisions-Begeisterung.“

      Togravus ceterum und Christian Harbich, danke für Eure netten Worte zu meinem „Geständnis“.

  20. Ich habe auch das Gefühl, dass alles auf eine interne Nominierung rauslaufen wird. Diese Entscheidung könnte ich aus wirtschaftlicher Sicht vom NDR sogar gut verstehen. In den letzten Jahren war der Vorentscheid kein besonders starker Zuschauermagnet. Bedeutet, keine gute Einschaltquote, keine Kohle für den Sender. Wäre das Interesse z.B. in Schweden ähnlich gering, würde es dort wahrscheinlich auch kein Mehrteiliges Melo geben.
    Ich finde den „abgespeckten“ Auswahlprozess der Schweiz gut und könnte mir diesen auch in Deutschland vorstellen. Einen Wunsch hätte ich dennoch, wenn interne Nominierung, dann bitte trotzdem so transparent wie möglich! Und bitte dieses mal eine vernünftige interne Auswahl, also nicht wie 2009!
    Und einen großen Vorteil hätte das ganze…die Stimmen des Durschnitt-ARD-Zuschauers wären dieses mal nicht ausschlaggebend 😉
    In diesem Sinne, warten wir’s ab. Bald sind wir schlauer und hoffentlich nicht enttäuscht.

  21. Am 18. Januar werden die Wettbewerbsbeiträge für den isländischen Vorentscheid Söngvakeppnin veröffentlicht und damit der Nachfolger von Hatari gesucht.

  22. Wenn es keine Verkündigung bei Silbereisen gibt… wie fänden die ESC-Fans und das Team von ESC-kompakt (und Herr Schreiber, falls er hier überhaupt noch mitlesen sollte) folgende Idee: Es muss ja eigentlich kein live-Vorentscheid sein? Die ARD könnte die am besten von den Juries bewerteten Songs/Acts nominieren und an einem Tag im Februar/März dann 20:15 Uhr zeigen. Dann könnte man Ausschnitte aus dem Leben der Acts zeigen, wie die Songs entstanden sind, Filmmaterial wie Interviews zur Entstehung der Songs oder ESC-Connection der Teilnehmer, zusätzlich könnte man Aufnahmen von Barbara Schöneberger zeigen, die z. B. auch was über den ESC in Rotterdam erzählt, ihre üblichen Witzchen/Sketche macht und man könnte auch wieder zeigen, was die anderen Länder zum ESC schicken. Dann präsentiert man die ähnlich vorproduzierten Videos (vielleicht auch Musikvideos wie es sie damals bei Lena und Roman Lob gab) oder vorher aufgenommene Auftritte der Acts mit ihrem Lied für Rotterdam. Die Telefonnummern werden eingeblendet und die TV-Zuschauer wählen dann ihr Lieblings-Lied aus. Anrufe/SMS/App-Voting, alles zusammen vielleicht? Da die Juries schon vorher ihre Punkte abgeben könnten (vielleicht über so ein Formular wie hier im Blog bei dem Niederlande-ESC-Liedergame oder online irgendwie vorher) müssen die auch nicht live irgendwo eingeladen werden und erscheinen. Spart Kosten für Hotel und Übernachtung! Außerdem müssen die nicht extra eingeflogen werden und so. Evtl. notariell könnte man es ja beglaubigen lassen oder aber die internationale Juries schickt dem NDR per Internet kurze Votingvideos per Skype oder so, falls man den TV-Zuschauern auch die Punkteverkündigung der Juries zeigen will. Das ESC-Panel kann ja per Internet wählen. Zuschauer wählen dann und am Ende schaut man im ESC-Voting-Punkte-Stil nach, wer der Favorit der Zuschauer ist. Ergänzend kann man da ja noch (falls kein 100 Prozent Zuschauervoting gewünscht ist) die Stimmen der Internationalen Juries und des ESC-Panels dazurechnen und am Ende verkündet Barbara Schöneberger oder Jon Ola Sand, wer gewonnen hat. Diese Verkündung könnte ja auch im Anschluss kurz live sein (so wie bei The Voice Senior, 1. Staffel im vorletzten Jahr) oder man spart sich dies und könnte die Verkündung auch später (vielleicht 1 Woche später oder am nächsten Tag kurz vor der Tagesschau um 20 Uhr – wurde Lenas Musikvideo nicht auch vor der Tagesschau uraufgeführt???) zeigen. Dieses Modell lässt sich sicher auch kurzfristig planen und könnte im Februar oder eben im März stattfinden? Im Notfall könnte man den Vorentscheid in zwei Teilen zeigen oder eben auch nur in einer einzigen Show am Donnerstag/Freitag. Auch könnte man Teile davon auf ONE zeigen oder beim NDR. So würde wenigstens eine interne Nominierung umgangen werden, wogegen sich viele Fans ja oft stellen. Zuschauer hätten auch Mitspracherecht und lernen die Teilnehmer etwas kennen, sollten sie unbekannt sein. Das spart sicher auch viel Geld, obwohl man da eben kein Geld durch Kartenverkäufe für einen Vorentscheid im Fernsehen einnimmt, obwohl ich nicht weiß, ob der NDR darauf überhaupt angewiesen wäre. Insgesamt hätte man da sicher eine Vorentscheidung von 20:15 Uhr bis höchstens 22:15 Uhr, also 2 Stunden – vielleicht auch etwas weniger – zusammen. Wie käme so ein „ESC-Vorentscheid“ bei den ESC-Fans hier an? Würde mich nur so mal interessieren, weil ja in letzter Zeit viel spekuliert wurde, ob es überhaupt noch einen Vorentscheid geben wird… Bitte nicht gemein sein, war nur so eine schnelle Idee von mir, weil hier gesagt wurde, dass Zeit für den Kartenverkauf eines Vorentscheids fehlt usw. Entschuldigung für den langen Post hier! Gerne nehme ich auch Verbesserungsvorschläge oder Kritik an! Ich habe ja keine Ahnung von Fernsehen, Medien usw.

    • Für ein Big5-Land natürlich erbärmlich, aber nach meinem Dafürhalten immer noch besser als gar nix i.e. interne Nominierung [man muss da auch einfach mal an den 2nd Chance Contest und Leute wie Niklas denken …].
      Man könnte auch noch einen Schritt weiter gehen und sich am tschechichen Modell orientieren (da wartet man nun seit Jahren darauf, dass die mal einen richtigen Vorentscheid auf die Beine gestellt kriegen und kommt ihnen praktischerweise einfach entgegen;). Also Songs online stellen, Juryvotings einholen und das Publikum zeitgleich abstimmen lassen. Das minimiert nicht nur die Kosten sondern verjüngt auch noch das abstimmende Publikum – Win-Win!

  23. Ich bleibe dabei, sollte es eine interne Nominierung geben, kann sich der NDR sehr sicher sein, das es einen Shitstorm geben wird. Besonders dann, wenn der intern nominierte Act kein Star ist, sondern irgend so ein unbekannter Pimpf. Und das die VE keine guten Einschaltquoten hatten, liegt an der ARD selbst, es wird überhaupt keine Werbung für die Sendung gemacht, man könnte da viel mehr machen. Wenn noch dazu vollkommen uninteressante Acts kommen, dann muss man sich nicht wundern wenn keiner das schauen will.

  24. Also wenn ich sowas sehe. Können die nicht selbst herausfinden, das morgen nix verkündet wird bezüglich ESC? Nur abschreiben kann jeder. Der NDR hat doch ESC-kompakt doch längst mitgeteilt, das erst Ende Januar was verkünden wird, was ja nicht heißt das es gerne auch früher sein kann.

  25. Man,man,man hier gehts ja ab. Der NDR zerstört ja gradezu die Fans, hintergeht sie und überhaupt…
    Leute, kommt mal runter, es geht um einen Song und einen Teilnehmer beim ESC, nicht mehr und nicht weniger. Es wird weder die Demokratie und auch nicht das Volkswohl in Frage gestellt 🙄
    Vielleicht macht es die Babs, die Schöneberger, gleich selbst, so what🤷‍♂️
    Schlimmer als letzter oder vorvorletzter kann es ja nicht werden.
    Entspannt euch, schaut die professionellen VE‘s und gut ist.
    Diese Hysterie ist ein bisschen anstrengend.

  26. Alleine der Gedanke, dass der deutsche Vertreter bei einer „Florian-Silbereisen-Show“ präsentiert werden sollte… sagt doch schon alles… also wie wir alle unsere Ansprüche absolut auf den Nullpunkt heruntergeschraubt haben.

      • Aber Feddersen war immer die moralische Instanz bei Eurovision.de 😎 ,hätte uns Fans beruhigt und gesagt, wie gut dieser Weg des NDR ist, indem man nichts zur Auswahl sagt. Denn schließlich wird ein Winnersong vorbereitet. Wie 2019, 2018, 2017,2016,………

      • Ich denke der NDR ist mittlerweile selber so sehr von seinen Beiträgen wie „S!sters“ und „Levina“ usw. überzeugt, das es da keine moralische Instanz mehr braucht… *lach*

  27. Ich sage es ja nur zu gerne ….und vermutlich bekomme ich damit auch fragende Blicke zugeworfen, aber ich glaube, dass es die Claudia Emmanuela Santoso (Gewinnerin von The Voice of Germany 2019) unsere Vertreterin werden wird.

    Sie ist bereits in Indonesien ein Star und 29 Millionen views kommen zu 90 % von den völlig überdrehten indonesischen Fans. Wenn die nun auch noch Deutschland beim ESC vertritt, was wird dann da unter dem offiziellen Video abgehen.

    Ein solcher Hype kann auch in Europa / Australien für Ansteckung sorgen …….und vielleicht hat der NDR ja nur darauf gewartet, dass die Dezember Tour von The Voice endlich zuende ist, damit die mit dieser Sängerin arbeiten können an dem passenden Lied.

    Ist nur so ein Idee – vielleicht auch nur zu weit hergeholt. Wir erfahren Ende Januar die Wahrheit.

    • Also einer Castingshow-Gewinnerin, die in den Charts völlig gegen die Wand gelaufen ist, zu einem großen Auftritt verhelfen??

      Um es mit dem slowenischen Beitrag 2018 zu sagen: Hvala ne!!

    • Könntest Du so herabsetzende Begriffe wie „gescheitert“ einfach mal weglassen? Wenn jemand mal irgendwo nicht ganz vorne gelandet ist, hat er dann für immer alle Möglichkeiten verspielt und muss sein Leben lang mit herunterhängenden Kopf herumlaufen? Ich kann Casting-Shows auch nicht leiden, was ich daran so hasse ist jedoch diese neolilberal-darwinistische „der Schwächste fällt raus“-Ideologie und das beim Zuschauer erzeugte Vergnügen, Leute beim „Scheitern“ zu beobachten.

      Ganz abgesehen davon bin ich auch gegen eine interne Nominierung, aber da mir von der deutschsprachigen Musik, die sich aktuell in den Charts tummelt, nur sehr, sehr wenig gefällt, wäre mir ein bisher nicht sehr bekannter Künstler (bzw. „irgend so ein unbekannter Pimpf“ in Deinen Worten) viel lieber.

  28. ….Erst einmal abwarten und Tee trinken….alles was zählt ist ein guter Song samt gutem Act….allerdings ist zu befürchten, dass man uns mal wieder so einen nichtssagenden, sterilen und am Reißbrett entworfenen Mist um die Ohren haut…..da könnte ich fast drauf wetten…..

  29. Wie groß ist denn die Chance das heute abend in der Silbereisenshow was verkündet wird und der NDR uns alle überrascht, entsetzt, erschreckt, wie ihr es auch immer ausdrücken wollt.

  30. @Thomas M.: Kannste gerne machen, nur ich schreibe auch so wie es mir passt. Und obs dir gefällt oder nicht interessiert mich nicht. Und wenn ne Künstlerin mit diesem riesigem Schub, den der Sieg bei The Voice of Germany mit sich bringt, keinen Song in den Top 10 kriegt, die kann man sehr wohl als gescheitert bezeichnen. Ob du das magst oder nicht, ist zweitrangig. Und ich mag es nicht, das der Vorentscheid oder der ESC zur eine Resterampe von The Voice wird. Das hat mir schon letztes Jahr bei der VE nicht gefallen.

    • Stell Dir vor, Ich fände es auch ärgerlich, wenn die Teilnahme an „The Voice“ quasi zur Voraussetzung für eine Teilnahme am ESC werden sollte, aber das darzulegen sollte doch auch ohne herabwürdigende Ausdrücke möglich sein. A propos „Scheitern“: Ich wüsste nicht, warum begeisterte, engagierte KünstlerInnen, die bereit wären, diesen ganzen ESC-Stress auf sich zu nehmen, allein auf Grund eines vergangenen Misserfolgs oder einer noch nicht vorhandenen Top-Ten-Platzierung von vornherein von einer Teilnahme an einer Vorentscheidung (die ich mir, wie schon gesagt, ja auch wünsche) ausgeschlossen werden sollten.

      Bis vor kurzem hätte ich es übrigens als Auszeichnung verstanden, keinen Song in den deutschen Top 10 gehabt zu haben, wenn man bedenkt, was es da in den letzten zwei, drei Jahren so zu hören gab. Allerdings sind mit den Singles von Tones and I und Regard gerade doch zwei schöne Dance-Titel mit dabei, was mich bewogen hat, die anderen Titel da vorne mal etwas unvoreingenommener als bisher anzuhören, und siehe da, es sind tatsächlich nicht alle völlig unerträglich!

  31. Will man das Volk für den ESC begeistern, braucht es einen Vorentscheid. Guildo Horn 1998, Max 2004, TL 2006 und Lena 2010/2011 haben die Deutschen nach ihrem Sieg beim Vorentscheid begeistert und für großes ESC- Fieber bei den Deutschen gesorgt. Die Lieder waren große Hits und die Einschaltquoten beim Finale sehr erfolgreich. Sowas ist auch heutzutage noch möglich. So ein Vorentscheid kann also eine geeignete Plattform sein. Mit einer internen Nominierung kann so etwas nur gelingen, wenn man einen Star nach Rotterdam schickt. Zb Helene Fischer. Ansonsten waren die letzten 4 internen Entscheidungen 1993, 1994, 1995 und 2009 außer 1994 nicht sehr erfolgreich. Was alle 4 Beiträge eint…es waren keine Hits und die Einschaltquoten waren nicht gut.

    • @Andy: Das gleiche sehe ich auch so. Dafür braucht es aber Leute die mit Leidenschaft bei der Sache sind. Und da ist keiner beim NDR. Guck mal nach Norwegen, die fangen heute schon mit ihrem Vorentscheid an und wir in Deutschland wissen stand heute immer noch nicht, ob ein Vorentscheid kommt oder ne interne Nominierung. In dem kleinen Land Norwegen schafft man einen mehrteiligen Vorentscheid, die große ARD schafft noch nicht mal ein Vorentscheid mit 10 Liedern. Gerade in Deutschland gibt es abseits von Casting-Show eine derartige vielfältige Musiklandschaft. In Deutschland könnte man so ein Vorentscheid mit vielen verschiedenen Stilen in mehreren Vorrunden auch auf die Beine stellen, wenn man will. Nur beim NDR macht man gerade das absolut notwendigste. Wundert sich aber dann warum keine guten Ergebnisse dabei rumkommen. Dabei machts Italien doch vor. Seit die wieder mit dabei sind, gabs fast immer Top Ergebnisse. Nicht weil es Italien ist, sondern weil sie San Remo haben. Auch Stefan Raab hat dem NDR gezeigt wie man erfolgreich beim ESC ist. Aber nee. Das ist ja zuviel. Es ist einfach nur traurig, wie man beim NDR mit sowas umgeht. Einfach kein Ehrgeiz.

      @J.Leazy: Das mit dem rechten Troll verbitte ich mir.

    • Ich sehe es vollkommen ein, dass es schön ist, wenn man neue Menschen für den ESC begeistern kann und natürlich sollten die Einschaltquoten nicht ins Bodenlose sinken. Aber ich kann’s mir nicht verkneifen, hier anzumerken, dass ich in fast allen von Dir genannten Volksbegeisterungsjahren den ganzen Hype als Horror empfunden habe. Auf einmal sprangen überall „ESC-Experten“ aus dem Boden, die bisher die Nase über diese schöne Veranstaltung gerümpft hatten und die in ihren „Expertengesprächen“ die Chancen von „unserem Guildo“ oder „unserem Stefan“ ausloteten, Anderes interessierte sie in der Regel nicht. Und in den Jahren ohne Hype waren viele von ihnen wieder verschwunden, worüber ich ehrlich gesagt nicht besonders traurig war (sorry, wenn das jetzt ein bisschen arg arrogant klingt und vielleicht auch ist).

      • Ich war mit „fast allen Volksbegeisterungsjahren“ ein bisschen zu hart, „einige“ wäre treffender gewesen, zumal Du 2000 ja gar nicht genannt hattest.

    • Zumindest 2010 war es nicht mein Eindruck, dass ganz Deutschland von März bis Mai im kollektiven Lena-Rausch war. „Satellite“ war natürlich ein großer Hit (wie auch alle anderen Songs aus dem USFO-Finale), aber sowohl unter den Fans alsauch in der Presse und (wie immer) im Feuilleton gab es durchaus wahrnehmbare Kritik hinsichtlich Lenas Professionalität, belanglosem Song, „wir werden doch sowieso wieder Letzter“ usw. Nach dem Sieg wollte davon aber natürlich keiner mehr was wissen. Ich glaube, aus der Retrospektive verklärt man da ein bisschen.

  32. @Thomas M. : Lieber ein Hype, als wenn null Interesse da ist. Wie soll man bei einer internen Nominierung einen Hype auslösen? Das geht nur bei einem national absolut bekannt Act. Aber wer soll das sein? Die wollen ja alle nicht und haben Schiss in de Büxx. Also geht nur eine VE mit eher unbekannten Acts.

    • Ich denke, wir können uns sicher darauf einigen, dass eine VE mit möglichst verschiedenen interessanten Künstlern, unter denen auch Nicht-Casting-Show-Teilnehmer zu finden sind, das Beste wäre. Deine Präferenz dürfte dabei wohl eher bei etablierten, populären Künstlern liegen, während ich auch gegen lauter eher unbekannte Interpreten nichts einzuwenden hätte.

      • Ich weiß auch das eine VE mit lauter bekannten Künstlern in Deutschland ne Illusion bleibt. Da der musikalische Horizont von Thomas Schreiber aber noch nicht mal bis zum Ende seines Büros reicht, kommen halt die VEs raus, die wir bisher erlebt haben.

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