Heute ist es soweit: Unser kompakter ESC-Songcheck startet, in dem wir alljährlich alle Beiträge des aktuellen Jahrgangs noch einmal intensiv unter die Lupe nehmen. Ab sofort erscheint also jeden Tag eine neue Ausgabe und wir stellen nach und nach alle 40 Beiträge für den Eurovision Song Contest 2022 in Turin vor. Los geht es heute mit Albanien.
Traditionell wurde der albanische Beitrag bereits im Dezember im Rahmen des Festivali i Këngës ausgewählt. In diesem gingen ursprünglich 20 Beiträge an den Start, von denen 16 das erste und zweite Halbfinale überstanden und es so ins große Finale schafften. Dort wurde schließlich Ronale Hajati mit ihrem Lied „Sekret“ von einer Jury zur Siegerin gewählt.
Ronela Hajati wurde 1989 geboren und tritt meist nur unter dem Namen Ronela auf. Sie ist Sängerin, Songwriterin und Tänzerin, in Tirana geboren und aufgewachsen und unternahm als Kind in diversen Gesangs- und Tanzwettbewerben ihre ersten künstlerischen Schritte. Auch in den letzten Jahren war Ronela regelmäßig in Casting- und Talentshows im Fernsehen zu sehen. Sie ist für ihre große musikalische und Stil-Bandbreite bekannt.
Der Song
Ronela Hajatis Lied für den Eurovision Song Contest heißt „Sekret“ und wurde von ihr selbst geschrieben. Als Produzenten haben sie Marko Polo und Diztortion unterstützt. Nach dem Festivali i Këngës wurde der Beitrag nochmal einem umfassenden Revamp unterzogen – unter anderem auch, weil die Ursprungsfassung deutlich zu lang für den ESC war. Nun gibt es neben musikalischen Änderungen nicht nur mehr englischsprachige Passagen in dem Lied, sondern auch eine spanische Sequenz.
„Sekret“ ist eine Uptempo-Nummer, die stark auf Ethnoklänge setzt. Außerdem ist der treibende Beat sehr charakteristisch, der den Song auch tanzbar macht. Zwischendurch gibt es immer wieder Instrumentalteile, in denen auf der ESC-Bühne dann das Tanztalent von Ronela und ihren BegleiterInnen gefragt sein wird.
In „Sekret“ geht es laut Ronela darum, dass wir alle unsere kleinen Geheimnisse haben – in diesem speziellen Fall Liebesgeheimnisse. Besungen wird hier eine leidenschaftliche Affäre mit einem Mann, die jedoch immer ein Geheimnis bleibt – bis der Mann sie für eine andere verlässt. In diesem Fall gibt es also kein happy end.
Der Check
Song: 3,5/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 4,5/5 Punkten
Instant Appeal: 4/5 Punkten
Benny: Ehrlich gesagt hat mir der Song vor dem Revamp besser gefallen, da hatte er mehr Power und ich hätte auch gerne weiterhin mehr albanische Anteile gehabt. Trotzdem: Ich glaube, dass das auf der Bühne gut funktionieren wird, nicht zuletzt auch, weil Ronela so viel Power hat. 7 Punkte.
Berenike: Ich mag die Power, die sowohl Ronela als Person als auch der Song selbst ausstrahlen. Und live wird da sicher noch einmal eine Extraportion Feuer hinzukommen. Bei „Sekret“ finde ich auch die Mischung von „ethnisch-orientalischer“ Musik mit modernen Beats gelungen. Es erinnert vom Stil her etwas an „Wild Dances“ und ist trotzdem eindeutig aus dem Jetzt. 8 Punkte.
Douze Points: Zunächst ist positiv anzumerken, dass Albanien endlich mal keine Mid-Tempo-Ballade einer singstarken Frau zum ESC schickt, sondern energie-geladenes Ethno-Pop-Futter. Der Refrain ist durchaus eingängig, die Strophen sind mir aber doch zu aggressiv. Hört (und sieht) eigentlich auch noch jemand anderes Ähnlichkeiten zu Mata Hari? Für die Frisur, die ich so unbedingt auch in Turin sehen will, gibt es zwei Extra-Zähler – und damit 6 Punkte.
Flo: Stark finde ich vor allem die Struktur von „Sekret“, die eine dynamische Performance ermöglicht. Zudem hat Ronela Hajati bereits im albanischen Festivali i Këngës bewiesen, dass sie Gesang und Performance gut hinbekommt. Mir ist der Song im Gesamtpaket stellenweise etwas überdramatisiert, dennoch hat Albanien in diesem Jahr den wohl seit langem kommerziellsten Beitrag am Start, der gleichzeitig auch ein würdiger Vertreter der nationalen Musikszene ist. 6 Punkte.
Manu: Schade, dass bei der ESC-Version auf den Anfang mit dem Chorgesang verzichtet wurde – damit verzichtet Ronela auf den ersten Aha-Effekt. Dass die neue Version nun auf englisch ist, quittierte sie bei den motzenden Fans mit der Aussage, dass es ihr egal sei, es ist schließlich ihr Lied. Auch wenn ich es ebenfalls schade finde, gebe ich ihr natürlich Recht: Jede*r sollte in der Sprache singen, in der er oder sie sich wohlfühlt. Ich tanze zu „Sekret“ und freue mich, wenn ich es höre, mache es mir aber selten von selbst an. 7 Punkte.
Max: Ich muss zugeben dass ich nicht von Anfang an ein Fan von „Sekret“ war. Mittlerweile höre ich es sehr gerne und mir gefällt auch der Revamp ganz gut. Tanzbar, kraftvoll – ja, sowas mag ich schon sehr gerne, höre ich auch privat. Ich bin mir auch sicher, dass sie eine gute Show in Turin hinlegen und ins Finale einziehen wird. Ronela ist einfach eine Rampensau, wie wir alle im Vorentscheid gesehen haben. Ob es für die Top 10 reicht, bezweifle ich sehr, dafür sind für mich andere Lieder einfach fast schon gesetzt. Wie gesagt, ich feiere das Lied! 8 Punkte.
Peter: Albanien hat immer schon deshalb meine größten Sympathien, weil es regelmäßig eine Art Saisonstart einläutet – und das mit großer Kontinuität. „Sekret“ macht superviel Spaß. Ich fände es noch besser in Landessprache, aber schlechtes Englisch ist auch ok und der Revamp in funky. Abwechselungsreich, mitreißend, der Mix aus Ethno und Funk und Rap-Elementen ist unique und überzeugend. Ronela ist eine grandiose Botschafterin für Female Ethnopop. 12 Punkte.
Rick: Der perfekte Mix aus internationalem Sound und ethnischen Elementen. Ronelas Powervocals geben dem HipHop/Folklore/Pop-Song zusätzliche Power und ich freue mich, endlich Uptempo von Albanien auf der ESC-Bühne zu sehen. Der Revamp zeigt, dass teilweises Übersetzen nicht schadet – Top! 12 Punkte.
Gesamtpunktzahl: 66/96 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Sekret“ auf Platz 12 von 40.
Wie schneidet der albanische Beitrag "Sekret" von Ronela Hajati ab?
- Platz 11-15 (37%, 282 Votes)
- Platz 16-20 (27%, 210 Votes)
- Platz 6-10 (18%, 141 Votes)
- Top 5 (7%, 55 Votes)
- bleibt im Halbfinale hängen (6%, 43 Votes)
- Platz 21-25 (5%, 40 Votes)
Total Voters: 771
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Heute erst gedacht: „Mensch, wann kommen denn die Songchecks“.
Sehr schön, dass es wieder losgeht 🙂
Mit dem albanischen Beitrag kann ich leider wenig anfangen, einen Platz im Mittelfeld des Finales kann ich mir trotzdem gut vorstellen
Eigentlich lommen die Songchecks ja zu früh, weil immer noch zwei Lieder fehlen. Aber es geht ja nicht um den Vergleich mit anderen (ok meistens dann doch) sondern nur um das Lied.
Wenn wir bis Probenbeginn durch sein wollen, haben wir leider nicht mehr viel Spielraum – dieses Jahr geht ja schon Ende April los.
@Benjamin Hertlein
Ist ja kein Problem da Armenien seinen Song morgen vorstellt und Aserbaidschan auch noch diesen Monat, und bis wir mit den Songchecks im zweiten Semi angekommen ist ist schon längst April und daher auch Nadirs Song schon draußen.
Wir hoffen es mal – und wenn nicht, dann packen wir den ganz ans Ende, auch das wäre jetzt kein Drama 🙂
Sehe gerade Aserbaidschan soll am Montag kommen, wahrscheinlich wollten die nur Armenien schlagen, wer letzter ist.
Andererseits ist der Jahrgang ähnlich schlecht wie der 2011 und da kam Aziland auch als letzter mit dem Siegertitel, vielleicht haben die noch mal eine Mio drauf gelegt, damit sich das schwedische Schreiberteam besonders anstrengt, um wieder einen leichten SIeg einzufahren.
Einer der wenigen Beiträge dieses Jahrgangs der mir bereits beim ersten Hören richtig gut gefallen hat. Finale ist auf jeden Fall drin und dann bestimmt auch die beste Platzierung Albaniens der letzten paar Jahre.
Vorab: Ich schreibe heute (und morgen) erst meine Kommentare zu den bereits veröffentlichten Songchecks, da ich die Songs erst seit gestern kenne. Ich freue mich, jetzt endlich auch mitreden zu können!
Nun aber zum Song: Albanien, eines meiner absoluten musikalischen Lieblingsländer beim ESC, sendet auch in diesem Jahr einen stark Beitrag, auch wenn dieser nicht ganz mit den Songs aus 2021 und 2019 mithalten kann. Ich muss zugeben, dass ich nach dem ersten Hören leicht überfordert bin von den vielen Eindrücken in nur 3 Minuten, allerdings gefällt mir das meiste an „Sekret“ schon ziemlich gut. Von mir gibt es 6-7 Punkte, nach dem ersten Hören Platz 17.
Ich bin überrascht, dass Albanien in diesem Jahr international und auch hier in den Kommentaren endlich nicht mehr so sehr unterschätzt wird wie noch vor ein paar Jahren. Dennoch wird ein Finaleinzug Albaniens leider kein Selbstläufer, was nicht zuletzt an der Tatsache liegt, dass Albanien im Balkan liegt (zu dem Thema hatte ich hier vor ca. 2 Monaten einen sehr ausführlichen und ellenlangen Kommentar verfasst, weshalb ich dieses Fass jetzt nicht noch einmal aufmachen möchte).
Der Beitrag sticht positiv zwischen dem ganzen Schrott wie Norwegen, Slowenien und Litauen hervor. Gerne ins Finale!
Den Jahrgang finde ich allgemein sehr schwach. Kann daran liegen, dass nur mit Thomas Stengaard, Darko Dimitrov und Alex Papanconstantinou echte Wiederholungskomponisten am Werk sind, die anderen sind ja alle neu beim ESC.
Den Song und Ronela mag ich nach wie vor sehr gerne, aber vor dem Revamp hat er mir auch besser gefallen.
Schade, dass der Song nicht in albanisch ist, würde er mir noch besser gefallen. Ich tippe mal optimistisch: Platz 11 bis 15 im Finale.🙂
Ich glaube, dass albanien dieses jahr sehr gute chancen hat, das aserbaidschan2011 zu werden. Brave diaspora und ein sound, der im balkan/ südosten sicher gut ankommt+ bonus, die bubble ist auch recht angetan.
Im ausgeglichen mittelmässigen feld würde ich albanien weit vorne sehen.
Immerhin sind die Punkte aus Griechenland, der Schweiz und Italien schon mal sicher.
@Schlippschlapp71
Sehr viel mehr werden es denke ich auch nicht, Albanien hat in den letzten Jahren auch nur aus den 6-7 gleichen Ländern Punkte bekommen, sonst nix.
Auf Peters General-12-Punkte-Wertung könnte ich echt verzichten! Das kann ich einfach nicht ernst nehmen. So macht das kein Spaß.
So ist‘s im Leben. Du musst die Songchecks lesen, ich die Kommentare, man hat‘s nicht leicht.
100 „Likes“ für Bennys Kommentar 😁
Die Blogger hier sind 👑!
Der ESC ist für Peter wie eine Katjestüte. Egal was er da rausholt, ihm schmeckt alles😉 aber so ganz unrecht hast du nicht, ich würde mir auch etwas realere Punkte von ihm wünschen😊
Peters 12-Punkte-Wertungen gehören hier ja wohl einfach dazu, finde das total sympathisch und kultig. Und wenn er dann mal nur 10 Punkte vergibt, weiß man auch gleich, wie furchtbar er den Song finden muss. 😀
„Sympathisch und kultig“ 🙂
Ich habe gerade mal die letzten sechs Songchecks vor diesem angeschaut. Da hat Peter auch mal 1 (in Worten: EINEN) Punkt vergeben.
Lasst mir hier bloß die Blogger in Frieden, die machen das großartig! Der eine ist ein bisschen strenger, für den anderen ist das Glas halbvoll, aber im Mittel passt es dann doch immer ganz gut.
Und mir macht genau das Spaß. 12 Punkte für Peter ❤️
Die Nummer ist leider nur sehr durchschnittlich. Mir gefällt auch die Sängerin nicht sonderlich.
Meine Vorhersage: Für das Finale wird es sicher reichen. Dort wird es aber nicht mehr als einen Platz im hinteren Mittellfeld geben.
Ich mochte die Originalversion sehr viel lieber Vor allem den Anfang mit dem tollen Chorintro. Wirklich schade das man einen schon guten Song verschlimmbessern musste …
Trotzdem ist das für mich ein solider Dancesong . Wegen der Neuen Version gibt es 1,5p Abzug bleiben
7/10
Ich bin mal gespannt, wie Albanien den Song auf der Bühne umsetzen wird. Irgendwie gefällt er mir besser als die Songs der letzten Jahre, aber einen großen Erfolg für Albanien sehe ich trotzdem nicht. Er ist zu wenig eingängig. Und die Stimme der Dame muss man mögen.
Wenn der Song über den Bildschirm eine genauso coole Club-Atmosphäre transportiert wie sie alleine durch das Zuhören vermittelt wird, dann könnte der Song solche Länder wie Frankreich oder Belgien – die ich Stand jetzt sicher in der Top 5 sehe – rauskegeln und Albanien landet irgendwo zwischen Platz 2 und 5.
Ich habe langsam genug von diesen „ethno“-Pop Nummern, die dann doch alle gleich klingen, egal woher sie kommen. Im Video ist die Sängerin extrem unsympathisch, vielleicht soll das Stärke ausdrücken, da muss Live noch eifrig dran gearbeitet werden. Auch wenn einige schon wieder von einer Top-Plazierung reden, kann man das aus ähnlichen Beiträgen der letzten Jahre (Mata Hari Platz 20) nicht wirklich schließen.
Ich finde das “Sekret” nur mit einer guten Inszenierung richtig funktioniert. Im Albanischen VE waren etliche Tänzerinnen auf der Bühne, das war beeindruckend. Im rumänischen VE war Ronela ganz allein auf der Bühne. Das war okay weil sich Power und Charisma aber es war nicht mehr der burner wie beim FiK
Empfand ich genauso.
Der Song alleine ist so lala, die Version im rumänischen VE war auch nur mittelmäßig.
Aber erst durch die Unterstützung der Tänzer beim FiK bekam das ganze eine wunderbar kraftvolle Note.
Leider hat der Revamp schon etwas Power rausgenommen.
Und noch etwas einbüßen wird die Show in Turin weil ja nur 5 Tänzerinnen mit dabei sein dürfen.
Könnte trotzdem knapp fürs Finale reichen.
Gut hörbar. Sprachen- und Aussprachechaos beeinträchtigen leider die eigentlich ganz eingängige Nummer. Bin immer noch auf der Suche nach der spanischen? Sequenz im Revamp.😐🤔
Ich habe zwei Wörter gefunden in der Mitte des Chorus
tóca-tócalo bedeutet berühre es
Ahhhh tócalo sagt sie, ich dachte ma‘ calo‘ für más calor=heißer..
tócalo würde aber auch passen, ist ja die gleiche Message hinter beidem, ist nur die Frage an welchem Punkt ist sie gerade 😀
Definitiv meine Nummer 1 neben Schweden und Niederlande
Eine Vergleich mit Mata Hari Müll hat aber wirklich 0 zu tun
Der Song, auch nach dem Revamp ist nett. Der Auftritt im VE war richtig gut und ich glaube das wird er auch in Turin werden. Sicher im Finale und gute Chancen auf die Top 10.
Die Ursprungsversion fand ich großartig, vor allem live beim FiK wirkte das richtig toll. Durch den Revamp hat der Song etwas verloren, ich gehe aber davon aus, dass Ronela beim ESC genauso mitreißend auftritt wie beim FiK und dann auch sicher ins Finale kommt.
Ich war mehrmals in Albanien und das Land hat bei mir eh einen Stein im Brett 🙂 Ausgerechnet „Sekret“ ist zwar nicht so mein Ding, ich freue mich aber, wenn es eine gute Platzierung wird.
Also mir gefällt der Song irgendwie nicht wirklich. (Vielleicht ändert sich das mit dem Liveauftritt ja noch). Trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es fürs Finale reichen wird. Ich hab mal auf Platz 16-20 getippt.
@Benny: dein Kommentar zu Nilsilaus find ich klasse 😊
Peter ist einfach ein positiver Mensch. Bei ihm ist das Glas halt fast immer halb voll und er steht den Künstlern und ihren Liedern grundsätzlich wohlwollend gegenüber. Und im Songcheck zeigt sich das halt darin, dass er grundsätzlich eher 12 Punkte verteilt. Umso interessanter ist es zu sehen wo er mal von seinen 12 Punkten abweicht. Das sagt dann nämlich einiges über diese Lieder aus.
Es mag einigen zu undifferenziert erscheinen, ich finde es aber wesentlich besser, als wenn Leute immer nur ganz niedrig werten.
Allerdings erwarte ich von ihm nach dem ESC eine differenziertere Bewertung. Aber bis dahin hab ich kein Problem mit seinen 12 Punkten und werde genau darauf achten, wo er mal anders wertet.
Übrigens wann gibt es mal wieder einen ESC kompakt live?
In diesem mauen Jahrgang ist das auf jeden Fall eines der besseren Werke…
Ich bin für jedes Lied dankbar, dass ein bisschen Stimmung in die Veranstaltung bringt. (Finde langsame Balladen meisten eher öde.)
Außerdem finde ich super, dass sie so eine tiefe Stimme hat.
Es geht los mit den Shkipetaren…
Mein Tipp: Im Finale Platz 11-15, Tendenz eindeutig zu der niedrigeren Zahl. Vor etwa fünfzehn Jahren hätte man damit eventuell noch etwas reißen können.
Deutlich schwächer als die letzten drei Beiträge aus dem Land (2020 nicht mitgezählt). Ich fand es schon vor dem Revamp ziemlich nervig und klingt praktisch wie zwei Songs in einem und dann noch so Wörter wie „avion“ (Spanisch für Flugzeug). Die englische Aussprache ist zudem ziemlich mies trotz der überambitionierten Protagonistin, klassischer ESC-Trash eben.
Ich werte mit 4,5 von 12 Punkten.
Off Topic
Das ist der Song, den Good Job Nicky bei ERT für den ESC eingereicht hat:
Good Job Nicky „Heaven is sin“
https://youtu.be/F4Ki3Ieg40o
Für mich ist der Song eine Wucht, intim, verletzlich und dennoch richtig stark!
Sufjan Stevens Vibes.. und damit out of the box im eurovisiven Mischmasch.
mE eine verpasste Chance, aber vllt kommt er in Zukunft wieder.
Hier die Quelle auf griechisch leider nur:
https://eurovisionfun.com/2022/03/%ce%b5%ce%bb%ce%bb%ce%ac%ce%b4%ce%b1-%ce%b1%ce%ba%ce%bf%cf%8d%cf%83%cf%84%ce%b5-%cf%84%ce%bf-heaven-is-sin-%cf%84%ce%bf-%cf%84%cf%81%ce%b1%ce%b3%ce%bf%cf%8d%ce%b4%ce%b9-%cf%84%ce%bf%cf%85-go/
Endlich geht es hier los. 🙂
Mit dem Song bin ich immer noch nicht warm geworden und verstehe auch einige sehr euphorische Kommentare hier und in anderen Foren nicht.
Ich finde das ist einfach ein ziemlich wirrer Klangteppich ohne wirkliche Struktur, warum sie größenteils auf Englisch singt verstehe ich nicht da ihre Aussprache wirklich nicht gut ist, und allgemein trifft ihre Stimme nicht wirklich meinen Geschmack.
Wird denke ich zwar ins Finale kommen, dort aber irgendwo zwischen 16-20 landen.
So zurück nach Shquiperia.
Ich fand die Originalfassung etwas besser, aber der Song hat Power und für den ESC sehr geeignet, vor allem dieses Jahr ist das eine erfrischende Abwechslung. Ist eine 7,5/10 bei mir und Platz 18 und damit der letzte Song des Jahrgangs, den ich ganz gut finde. Danach fällt mein Ranking ziemlich ab.
Das Video ist natürlich (unfreiwillig?) camp af, aber ich hab mich schon dabei erwischt, zu überlegen wie ich die Gardinenstange in meine Verkleidung integriere am 14.5. 😛
Ps. ma‘ calo‘ für más calor? Andalusischer als die Andalusier? Witzig… aber vllt irre ich mich ja und es ist was anderes aus einer anderen Sprache.
Morgen dann wohl Bulgarien. Ich denke mal, da dürfte sich die überwältigende Mehrheit hier wohl einig sein.
Ich nicht !
Lieber Douze Points, zu deiner Frage…
Das hatte ich hier im Blog am 29. Dezember geschrieben, bei deiner Vorstellung des Liedes:
der Song hat sehr viel von Mata Hari. Orientalisch-balkanische Klange mit den traditionellen Blasinstrumenten, usw.
(ich finde Mata Hari aber besser)
Nur die Frau-Typologie ist ganz anders….
Ans Bloggerteam:
Auf die Gefahr hin, der Klugscheißer des Tages zu werden… Platz 26 ist bei 25 Finalbeiträgen dieses Jahr keine gute Sache. So gesehen wird also einer 26ter und bleibt trotzdem im Halbfinale hängen.
Deshalb würde ich vorschlagen bei den zukünftigen Umfragen eher „Platz 21-25“ als Alternative vorzuschlagen.
Für Ronela kann man das so lassen – die wird ohnehin unter die Top 15 kommen! 🙂
Vollkommen richtig, mein Copy&Paste-Fehler – Danke für den Hinweis!
Bei mir ist der Song nach dem Revamp etwas zurück gefallen.
Es ist jetzt einfach zuviel (teilweise schlechtes) englisch drin und das nimmt dem Song seine ursprüngliche Authentizität.
Dennoch gefällt mir die Struktur des Songs und die Mixtur aus Electronic und orientalischen Einflüssen.
Neben der Sprache verliert der Song auch gegenüber dem Original deutlich an Power. Das alte Intro mit dem tollen Chor war vorher schon fast der stimmungsvolle Höhepunkt, vor allem gepaart mit dem sich dann aufbauenden orientalisch-elektronischen Part. Insgesamt kommt Ronela mit 5,5/10 noch auf Platz 24 und würde sich trotzdem im schwachen 1. Semi klar fürs Finale qualifizieren.
Wenn die Songs von Armenien und Aserbaidschan raus sind, werde ich allerdings ohnehin alles nochmal neu bewerten……
ach ja, und mein Tipp für den tatsächlichen Ausgang: Platz 11-15
Ich finde das erste Semifinale nicht schwach, ganz im Gegenteil. Im zweiten ist sehr viel mehr „Einheitsbrei“ vertreten.
Mannomann, mir ist der Song nach wie vor ein bisschen zu viel, kann mir aber leider vorstellen, dass er … gewinnt …
.
Und wegducken
In diesem Jahr wird es in Finnland wieder die ESC-Songcheckshow Viisukupla – Eurovisionsbubblan geben, in der alle 40 ESC-Wettbewerbsbeiträge genau unter die Lupe genommen werden:
https://eurovoix.com/2022/03/18/finland-viisukupla-returns-for-2022/
Moderiert wird sie von Katri Norrlin und Märta Westerlund und Publikum soll es ebenfalls dabei geben.
Ich muss gestehen, dass ich den Song mit jeden Hören als neviger empfinde, glaube aber, dass er live besser für mich funktionieren wird, weil er einfach hörbar für die Bühne geschrieben wurde. Dann müsste Ronela allerdings noch das Ruslana-Wannabe-Staging über Bord werfen und sich was Eigenständigeres überlegen. Das (schlecht ausgesprochene) Englisch ist bei diesem Song aus meiner Sicht aber wirklich ein kapitaler Fehler; es tut für den Song einfach nichts.
In der der Bubble scheinen mir die Erfolgsaussichten des Songs ein wenig überschätzt. Die Kombination aus Ethno-Dance, selbstbewusster Diva und dem gewissen Freak-Faktor erinnern mich frappierend an San Marino im letzten Jahr. Ich tippe auf ein Ergebnis etwa auf dem Niveau der letzten beiden Jahre, wobei die Juries an dem Song wohl weniger interessiert sein dürften als an „Kthehu tokes“ und „Karma“.
ich könnte mir Albanien gut als Opener des ersten Halbfinals vorstellen.
Da stimme ich Dir mal zu.
Ich finde sowohl den Song als auch das Video nervig; eine Ansammlung von ESC-Clichés.Wird sicher ins Finale kommen, da dann eher hinten, kommt stark auf die Show an. Den Typen aus dem Video gerne mit auf die Bühne bringen.
Liebe diesen Beitrag. Mein Platz 8.
Dürfte es wohl sicher ins Finale schaffen.
BTW
Warum finden die meisten das zweite Semi stark?
Ich finde das erste Semi stärker.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Albanien das Finale erreicht, dort aber eher im hinteren Mittelfeld landen wird. Viel wird davon abhängen, ob die Künstlerin stimmlich in der Lage ist, den Eindruck vom Video auf die Bühne zu bringen und ob eine allzu üppige Inszenierung (Kostüme, Ballett, Pyro etc.) nicht den Betrachter erschlägt. Alles ist möglich…
„Sekret“ hat einige Teile, die echt gut sind und ins Ohr gehen. Leider werden die vollkommen sinnbefreit aneinander gereiht, eine Struktur kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Man hat ja beim FiK schon gesehen, dass die Performance im Mittelpunkt steht, das muss dann aber auch richtig gut klappen, und da bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Finale sollte (auch mit Blick auf die letzten Jahre) drin sein, da aber mangels Jurypunkten und schlechten Big-5-Beiträgen eher die zwei vorne.
Die Dame hat Power, der Song ist gefühlt jedes Jahr, von unterschiedlichen Ländern,beim ESC dabei. Ich mag es aber das ist für mich totaler Euro Trash. Kommt ins Finale dort aber wie fast immer für Albanien ein Platz zwischen 15 und 20…
Albanien schickt ja gerne amazonenhafte Acts zum ESC, und 2022 ist keine Ausnahme. Leider ist mir das Lied etwas zu dick aufgetragen, aber ich denke, dass Albanien ein respektables Ergebnis einfahren wird. Viel Glück!
Ich bin hier ganz bei Douze Points. Den Refrain find ich super, aber der ganze Rest ist mir zu aggressiv und ohne jede Struktur. Schade, ich kann mich eigentlich für die albanischen Beiträge fast immer begeistern, aber Ronela ist einfach nicht mein Fall – dass sich das bis Mai noch ändert, glaube ich eigentlich nicht. Da hör ich stattdessen doch lieber den Alban mit seinem Theje – bin ich besser aufgehoben😉 auch wenn er das live leider nicht so gut hinbekommen hat.
Beim Song denke ich immer, jetzt verändert er sich in „Wild Dances“, vor dem Revamp hat mir der Song auch besser gefallen. Ich kann mir den Song insgesamt gut auf der linken Seite der Tabelle vorstellen, so Platz 9 bis 12.
Die Jurys trauen sich nicht, gegen sie zu stimmen, sie gilt schließlich im eigenen Land als Bärchenvertilgerin. (auch der Lehrkörper des letzten Jahres würde sich nicht trauen, ihr ein schlechtes Zeugnis auszustellen).
Ooooooh ag9! <3 Da Du den Lehrkörper des letzten Jahres erwähnst: Tagt der auch dieses Jahr wieder, oder ist der nach Zeugniskonferenz verreist?
Ich hab mir Deine letztjährigen Sottisen in einem Dokument gespeichert und zwischendrin gern mal reingelesen – nach wie vor ausgesprochen amüsant. Nochmal danke dafür, und sehr sehr SEHR gern dieses Jahr wieder!
Oh, der Lehrkörper ist eigentlich inzwischen im Ruhestand und nach Diktat verreist, mischt sich aber vielleicht doch das eine oder andere Mal ein…
Albanien – 6/12 Punkten
Armenien ist übrigens draußen. Ähnelt Kroatien, ist nur belangloser. Vielleicht wäre Frau Manoukian die bessere Wahl gewesen…
Ich mag zwar solch typische ESC-Songs normalerweise nicht so gern, aber diesen höre ich ganz gerne, weil es in diesem Jahr so viele langweilige Lieder gibt. Ins Finale wird Albanien sicher kommen, der Rest ist schwer einzuschätzen, aber Top 10 kann ich mir eher nicht vorstellen.
Hat gute Chancen ins Finale zu kommen, für mich nach dem Revamp zu kalkuliert und steril, aber Albanien als (internationaler) Bubbleliebling ist schon ein seltenes Phänomen.
Ich muss gestehen, dass mich das Video ziemlich traumatisiert hat : Kaum schaut man einem dieser in der Tat leckeren albanischen Bartträger zu lange in die Auge, schon befindet man sich also in einer mittelalterlichen Burg und wird von einer Menge eigenartiger Gestalten befummelt, die entweder Mutterkorn im Roggenbrot hatten oder von einem tollwütigen albanischen Wiesel gebissen wurden. Wer das als die Erfüllung sämtlicher erotischer Wunschträume empfindet, dem sei gesagt, dass sich der mittelalterliche Mensch mangels Erfindung der Dr.Best-Technologie nie die Zähne putzte und dass die Kleidung auch nicht aus der sanft fallenden H&M-Kinderkreuzzug-Kollektion bestand , sondern kratziges verwanztes, seit 3 Jahren ununterbrochen getragenes Sackleinen, weil der benachbarte fette Pfaffe im Schielen auf den Zehnt mal wieder neue Todsünden erfunden hat, um den Adel sich endlos geißeln zu lassen. Und wenn man am Ende der “Liebesspiele” die wohl tatsächlich mit viel “Sekret” aus unbehandelbaren mittelalterlichen Hautgeschwüren verbunden waren, seine Haare auf die selbstgesägte Zimmerpflanzen-Rankhilfe aufdrehen soll (was bei Ronela ja noch funktioniert, aber bei mir endlose Schmerzen erzeugen würde), um sich dann in einer ökologisch korrekten Hexenverbrennung vom burgeigenen Fäkalienhaufen stürzen müssen, ja dann wird mir aber ganz anders !
Das Lied selbst ist unterhaltsam und wird wohl wie für Albanien üblich den 16. – 20. Platz im Finale machen. Ich bin für solche ESC-Trash-Beiträge auch dankbar, denn ich möchte auch nicht den ganzen ESC-Abend schluchzen. 2005 wäre das einer der Mitfavoriten gewesen und bis auf das näselnde flotte Dudelsacksolo ist nichts neu und interessant.
Dennoch o.k. für den Bewerb 4/8
Mir gefällt der Song ausgesprochen gut.
Ich glaube das Albanien im Mittelfeld landet. Im Finale
Wenn schon Albanien nicht die Liederauswahl eröffnen durfte, dann doch wenigstens hier die Songchecks. Und die Albaner bleiben sich treu: sie entsenden eine Frau, dessen Gesang die Grenze von 120 Dezibel nicht unterschreitet. Offensichtlich scheint die Affäre ein Spanier zu sein, was der albanischen Sittenpolizei nicht gefällt, wie man im Musikvideo sehen kann.
Aber zum Glück hat man nicht alles anglisiert, sodass nicht alles verwässert wurde. Wie immer ist der albanische Beitrag schwere Kost, aber das Finale wird auch dank der Punkte aus Italien und Griechenland erreicht und wenn Albanien nicht zum dritten Mal hintereinander auf Position zwei gesetzt wird, dann ist eine anständige Platzierung möglich.