Malta setzt 2022 wieder auf den Malta Eurovision Song Contest als Vorentscheidung

Welcher Act folgt auf Destiny (Aufmacherfoto) und vertritt Malta beim Eurovision Song Contest 2022 in Turin? Das will die von einem Favoritensturz (die hoch gehandelte Destiny landete am Ende auf Platz 7, vom Publikum gab es sogar nur 47 Punkte) und einem ESC-Wettquotenskandal gebeutelte Mittelmeerinsel in einer eigenständigen, öffentlichen Vorentscheidung klären lassen. Über entsprechende Pläne hatten wir bereits im Juni berichtet.

Jetzt haben die zuständige Rundfunkanstalt PBS und der Fernsehsender TVM weitere Details zum geplanten Auswahlprozess veröffentlicht. Demnach soll das bereits in früheren Jahren verwendete Format Malta Eurovision Song Contest (MESC) reaktiviert werden. Die Vorentscheidung wird aus einem Halbfinale mit 22 Songs bestehen, von denen dann nur sechs Lieder aussortiert werden, so dass wir im großen Finale noch 16 Beiträge zu hören bekommen.

Seit etwas über einer Woche läuft bereits die Bewerbungsphase und das noch bis zum 15. Dezember. KünstlerInnen können so viele Beiträge einreichen, wie sie wollen, am Ende dürfen sie jedoch nur mit einem einzigen in den Shows antreten. Alle SängerInnen müssen die maltesische Staatsbürgerschaft haben, für die KomponistInnen gilt das aber nicht. Explizit nicht an der Vorentscheidung teilnehmen darf Destiny („The performer who represented Malta in 2021 may not participate as a performer in the Contest“).

Malta kehrt damit nach nur zwei Versuchen, die Siegerin von X Factor Malta zum ESC zu schicken, wieder zum bereits zwischen 2011 und 2018 verwendeten Format Malta Eurovision Song Contest zurück. Und das, obwohl die Bilanz gar nicht so schlecht war: Michela landete 2019 mit „Chameleon“ auf dem 14. Platz in Tel Aviv, Destiny erreichte in diesem Jahr mit „Je Me Casse“ den 7. Platz.

Freut Ihr Euch über die Rückkehr des Malta Eurovision Song Contest? Und welche ehemaligen Vorentscheidungsteilnehmer würdet Ihr gerne erneut im Wettbewerb sehen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.


29 Kommentare

  1. Die maltesischen VEs hatten oft viel gruseliges. Wenn man die Teilnehmer besser auswählt, könnte es aber was werden – auf jeden Fall besser als die wie das Aufmacherbild zeigt schlechte Dragshow dieses Jahr.

  2. Manche der Produzententeams werden ihre besten Songs nicht in eine öffentliche Vorentscheidung schicken. Ob der Song schlussendlich so gut sein wird, wie die letzten beiden Jahre? Ich weiß nicht…

  3. Also ich bin ja immer Pro Vorentscheid, aber ich hab das Gefühl, je kleiner das Land, desto mehr „Cringe“ bekommt man.

    • Ja, du hast irgendwie recht. Aber die Musikszene eines kleinen Staates oder Kleinstaates ist naturgemäß eingeschränkt. Da ist die Folge zwangsläufig „der Griff nach außen“ logisch. Aber wenn das Land bzw. Ländle es trotzdem aus eigener Kraft den Schritt wagt, zolle ich Respekt.

    • Achtung, unnützes Wissen: „Cringe“ soll das Jugendwort 2021 sein. So neu, dass mein Computer das Wort nicht erkennt. Er will immer „Bringe“ schreiben.😆

  4. Stichwort „X-Factor“:
    Malta benutzt „X-Factor“ zwar nicht mehr als Vorentscheid zum ESC, aber Israel! Dort startet am Samstag nämlich die neue Staffel von „X-Factor“.

  5. Hab mir den maltesischen Vorentscheid 2012 angeguckt, das ging so unfassbar lang und man wurde permanent mit Werbung zugekleistert.
    Klanglich war die maltesische Sprache das tollste an dem Abend, musikalisch eher nicht so der Knüller 😀

    Generell zündet Malta bei mir nicht so, „Chameleon“ ist aber heute noch auf meiner Playlist 🙂

    Ich würde mir mal einen ESC auf Malta wünschen

  6. Oh, wir werden wieder 37 Interpretinnen des Spiteri-Clans auf der Bühne bewundern können, die meisten mit einer Konfektionsgröße von 58 im Alter von 17 und alle mit einem Song aus der Feder von Philipp Vella und Gerard James „Andy“ Borg.

    Ich freue mich schon !

  7. Da Malta ja (so wie auch Portugal) Staatsbürgerschaften gegen ein gewisses Entgelt verkauft würde es mich auch nicht wundern, wenn wir irgendwann einmal in näherer Zukunft dort Sänger antreffen werden, die Russischer, Amerikanischer usw. Herkunft sind ….nur gut betucht sollten sie schon sein.

  8. Viele hier werden sich wahrscheinlich nicht erinnern, weil sie ganz einfach zu jung sind, aber 2007 hatte Malta ein feines kleines VE-Finale mit nur 6 Liedern, von denen sich 4 noch immer in meiner Playlist tummeln. Leider hat man sich damals für Olivia Lewis mit ‚Vertigo‘ entschieden.

  9. Der beste Song , der jemals in einer maltesischen VE war , ist Corazon Mimi mit Broken Glass geschrieben vom wunderbaren Jonas Gladnikoff

    Das höre ich noch heute gerne. Ein toller Auftritt

    • Meinst Du „Fallen Glass“ aus dem Jahrgang 2016?
      Für mich wäre Corazon mit einem Lied in maltesischer Sprache ein Traum. Ich habe vor einigen Wochen 2 ihrer maltesischen Lieder hier verlinkt.

  10. Super! Wer hat noch den Slogan „Trust us for life“ von MSV Mapfre im Kopf? In den YouTube-Vorauswahlen <2019 haben sich immer wieder die ein oder andere Trash-Perle gefunden. Es wird spannend.

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