Presseschau nach dem ESC 2022: Malik Harris top, NDR Flop – Auswahlverfahren soll überarbeitet werden

Selten war sich die etablierte Presse in Deutschland nach einem ESC so einig: „Nur“ zwei Themen dominierten die Nachberichterstattung. Das eine große Thema ist logischerweise der Erfolg vom Kalush Orchestra für die Ukraine und die unmittelbar danach von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram veröffentlichte Aussage, dass der Contest 2023 in der Ukraine stattfinden soll. Das zweite große Thema war kein internationales, sondern drehte sich um die Frage, warum Deutschland wieder den letzten Platz belegt, obwohl es beim ESC mit einem soliden Popsong ins Rennen gegangen ist. Über das erste Thema haben wir schon jede Menge veröffentlicht und werden noch jede Menge veröffentlichen, daher wollen wir die Presseschau in diesem Jahr auf den deutschen Interpreten und den für den ESC verantwortlichen NDR konzentrieren.

Charmanterweise hat die Frage nach dem schlechten Abschneiden von Malik Harris als allererster Douze Points auf ESC kompakt beantwortet und zwar so, dass auch Bubble-ferne Leser nachvollziehen konnten, warum es schon im Vorwege relativ einfach zu prognostizieren war, dass „Rockstars“ am Ende des Finaltableaus landen wird. Douze Points hat auch herausgearbeitet, dass Malik am allerwenigsten für die Enttäuschung verantwortlich ist, auch wenn beim Staging einmal mehr „room for improvement“ gewesen wäre.

Wer das Stück „Letzter Platz beim ESC: War der deutsche Beitrag wirklich so schlecht? Nein, aber…“ noch nicht gelesen hat, dem möchte ich es unbedingt empfehlen! Es ist logischerweise maximal uncool, eine Presseschau auf ESC kompakt mit einer Lese-Empfehlung für ESC kompakt zu beginnen, but „it’s beyond my control“, um mal einen Filmklassiker zu zitieren. Denn ich habe sehr viele Presseveröffentlichungen gescreent und exakt die Argumente für die erneute Punktearmut in Germany, die Douze Points sachlich und doch empathisch anführt, werden in vielen etablierten Medien aufgegriffen, die fast alle im Nachgang das Thema vergleichbar behandelten. Zu Recht ist die Analyse des Letzter-Platz-Wieso-Beitrags eines der meistgelesenen Stücke der Saison, obwohl es erst einen Tag alt ist. (Douze Points hatte es geschrieben, weil er von vielen ESC-unbefangenen Menschen mit Unverständnis über die deutsche Platzierung angesprochen wurde und einmal für alle einen Antwort-Link benötigte.)

Ergänzend dazu setzt sich Felix Bayer in dem Beitrag „Wie Deutschland schon wieder Letzter wurde“ in DER SPIEGEL mit dem Top-Ten-Ranking-Wertungssystem auseinander und macht sich die Auszählungs-Mühe, die von Peter Urban vielfach vorgetragene These „gerechter wäre ein System, in dem jeder von Platz 25 bis Eins Punkte erhält“ einem Reality Check zu unterziehen und kommt zu diesem messerscharfen ernüchternden Ergebnis: Bottom 5 wären wir geblieben. Sehr aufschlussreich und lesenswert.

Vor allem aber war es ja im Vorwege kein Geheimnis, wie beim ESC gewertet wird. Felix daher lakonisch:

„Und doch ist dem ESC-Team beim Norddeutschen Rundfunk ja bekannt, nach welchen Spielregeln der Song Contest veranstaltet wird; man weiß um das Wertungssystem und könnte daraus ja den Schluss ziehen, dass »nett« eben nur fürs Mittelfeld reicht und man für bessere Plätze mehr auffallen müsste.“

Ausgerechnet die BILD dreht das Thema als erster Medienplayer und logischerweise sehr reichweitenstark geschickt weiter. Zum Leidwesen des NDR arbeitet bei BILD TV nämlich ein ausgewiesener Experte UND ESC-Fan (in der Bubble bestens vernetzt) namens Simon Dallmeier – vor allem als Sportmoderator, aber auch als Video- und Social-Media-Editor.

Bereits am Sonntagabend nach dem ESC räumt BILD für den „Wut-Kommentar eines ESC Fans“ die Online-Startseite frei: „Nehmt dem NDR endlich den Eurovision Song Contest weg!“ Simon unterscheidet fein zwischen Malik und dem NDR und setzt damit auch die Agenda für viele Folgeveröffentlichungen von etablierten Medien und sogar von Nachrichten-Agenturen:

„Seit Jahren stümpert uns der NDR auf Eurovision-Ebene zugrunde und niemand tut etwas dagegen. Seit dem Rückzug von Stefan Raab 2012 sorgt der NDR Jahr für Jahr für den absoluten ESC-GAU. Dem NDR gehört der ESC deshalb schon längst entzogen! (…)

Dabei sei klar erwähnt, dass sich diese Kritik in keinster Weise gegen Malik Harris richtet. Ein höchst sympathischer und hochtalentierter Sänger, der sich von diesem Misserfolg hoffentlich nicht entmutigen lässt. Ich hoffe, du liest das, Malik!

Meine Kritik richtet sich ausschließlich gegen den NDR, der das ESC-Zepter endlich an eine andere Landesanstalt abgeben sollte. Denn wirklich JEDER würde es derzeit besser machen. Vielmehr noch: Sender wie ProSieben und RTL sind viel näher dran am Zeitgeist der Gesellschaft. Ich würde mir wünschen, dass eine solche Kooperation wieder zu besseren ESC-Ergebnissen für Deutschland führt.“

Damit sind die Duftmarken gesetzt für das weitere Stimmungsbild – aus der Bubble direkt rein in der etablierten Medien: Malik top, NDR Flop!

Überrascht und ermutigt von der Klick- und Verlinkungspower dieses Wut-Kommentars darf Simon einen Tag später auf BILD.de nochmal nachlegen, wieder auf der Homepage. Anlass für die zweite Wutrede ist diesmal der Originalton von Deutschlands Head Of Delegation Alexandra Wolfslast. Noch am Sonntagmorgen treten Malik und Alex bekanntlich vor die Mikros und Kameras von BILD, RTL, stern und Co. Benny war logischerweise auch am Start und hat das hier für Euch vollständig dokumentiert.

Während Malik sich in seinen Worten (geschickt und glaubwürdig zugleich) auf die Freude über den Sieg der Ukraine und über den Zusammenhalt von Europa konzentriert, verliert sich Alex in einer emotionalen Eloge über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Malik und diese gipfelt am Ende in den fatalen (überflüssigen) Satz: „Da ist die Platzierung völlig egal.“

Wenn es das Wort „Brandbeschleuniger“ noch nicht geben würde, es würde für dieses Äußerung erfunden werden. „Dieses Statement ist ein Witz“ heißt es dann bei BILD und das NDR-Bashing wird durch die ungeschickte Emotionalisierung von Alex auch noch personalisiert:

„Wie bitte? Eine deutsche ESC-Leiterin, der die Platzierung beim größten Musikwettbewerb der Welt egal ist? (…)

Sind wir wirklich so tief gesunken, dass ein regelmäßiges ESC-Debakel billigend in Kauf genommen wird?

Eine massive, strukturelle Veränderung muss her. Sei es durch eine Kooperation mit einem Privatsender wie ProSieben oder RTL – so, wie man es zu einst glorreichen Lena-Zeiten getan hat – oder eben, indem der NDR sein ESC-Zepter endlich an eine andere ARD-Landesanstalt oder das ZDF abgibt.

Denn eines ist klar: Ein ‚Weiter so‘ darf es nicht geben.“

Simon schließt dann sein zweites BILD-Stück – und das ist schon wieder sehr kultig mit einem sehr fraternisierendes Signal an die Bubble – mit dem Bar-Rafaeli-Klassiker „Germany, I am sorry, zero points“.

Bei allem großen Verständnis für die Liebeserklärung von Alex an Malik, den Egal-Schlusssatz hätte sich Alex schenken müssen, wenn sie gerade in die Mikros der mächtigsten Boulevardmedien spricht – nur zwei Stunden, nachdem Deutschland zum wiederholten, wiederholten, wiederholten Male zum ESC-Loser wurde. Man will die letzten und vorletzten Plätze schon gar nicht mehr aneinanderreihen, das kann man in so vielen Veröffentlichungen im Nachgang von Turin nachlesen.

Und wie schon in 2021 fragen wir uns, wieso der NDR nicht etwas Anständiges vorbereitet hatte? Dass es der letzte Platz werden könnte, war schon vor Probenbeginn absehbar. Da kann man doch eine weniger provokante und professionellere Haltung (= „Sprachregelung“) für den Pressroom proben. Ganz schlicht proben, wie es selbst bei einer Alsterdampfer-Schiffstaufe oder so ausprobiert wird, bis es sitzt – und bei einer Schiffstaufe muss man nicht vor einem Millionenpublikum bestehen.

Ein bissel mehr Zerknirschtheit, Ambition und zwei, drei glaubwürdige Sätze, wie es weitergehen könnte, wären sehr sinnvoll gewesen. Es muss doch auch beim NDR-Profis geben, die sowohl mit dem Boulevard als auch mit der Bubble vertraut sind.

Die Reuehaltung wird dann vom NDR zwei Tage später via RND (RedaktionsNetzwerk Deutschland) nachgeschoben. Matthias Schwarzer fragt: „Fehler im System: Sollte der ESC dem NDR entzogen werden?“

„Man kann es nicht leugnen: Die letzten richtig großen ESC-Erfolge Deutschlands stammen allesamt aus einer Zeit, in der der Norddeutsche Rundfunk nicht maßgeblich die Federführung hatte. Eine Ausnahme bildet einzig der Beitrag von Michael Schulte im Jahr 2018. (…)

(Die Erfolge von Lena und Roman Lob) waren kein reiner NDR-Verdienst, sondern eine Zusammenarbeit mit Stefan Raab und dessen damaligem Haussender Pro Sieben. Und: Das Publikum hatte deutlich mehr Mitspracherecht.

Statt zwischen vorgegebenen Acts zu entscheiden, waren Zuschauerinnen und Zuschauer im Frühjahr 2010 von vornherein in die Entscheidung eingebunden. Mit Hilfe von acht Casting­shows wählte das Publikum schließlich Lena Meyer-Landrut und dann ihren Song „Satellite“ zum offiziellen Vertreter des Landes. Das Ergebnis: ein fulminanter Sieg in Oslo. Mit Roman Lob wurde das Erfolgskonzept zwei Jahre später wiederholt.“

Matthias erzählt noch einmal all die schrecklichen historischen Fan-Torturen von Xavier Naidoo über Cascada (Copyright-Diskussion) bis hin zur diesjährigen Radiojury („Das Scheitern des Expertengremien“). Und schließt mit einem NDR-Kommentar (von einer anonym bleibenden „Sprecherin“), dass man das schlechte Ergebnis jetzt doch „sehr ernst“ nimmt und das VE-Konzept einmal mehr überarbeiten will.

Was das alles konkret heißt, verliert sich vorläufig in den Nebeln von Norwegen:

„Wie genau, wird der NDR bekannt geben, wenn es steht. Im Moment ist es hierfür noch zu früh.“

Oops, das ist nahe dran an dem Klassiker: „Wir kommunizieren dann, wenn wir etwas zu kommunizieren haben.“

Das wäre schon ein gute Schlusspointe, aber wir wollen Euch abschließend mit einem Der Postillion Lesetipp erfreuen, die den ESC in eine „Paralleldimension“ verlegen, in der Electric Callboy den ESC gewinnen und dann die Ukraine zum Sieger der Herzen erklären:

„Deutschlands Durststrecke beim ESC ist Geschichte! – zumindest in der Paralleldimension X-B7-1291, die sich von unserer Realität lediglich in dem Detail unterscheidet, dass dort der NDR kein Haufen Feiglinge ist. Mit 648 Punkten holte die Metalcore-Band Electric Callboy souverän den ersten Platz, nachdem sie schon den deutschen Vorentscheid klar für sich entschieden hatte.“

Die ganze Geschichte gibt es hier. Und die Electric Callboy goes ESC Story dürfte auch noch nicht zu Ende erzählt sein…


146 Kommentare

    • Sie war Halt 9 mal schock verliebt. Vielleicht sollte sie mal zum Ohrenarzt gehen. Der holt sie zurück in die Realität.

    • Das wissen wir nicht. Sie ist die, die den Kopf hinhält, aber wir wissen nicht, welchen Einfluss sie im Sender wirklich hat.

  1. Ich glaube es wird genauso laufen wie die letzten Jahre.

    1. Ankündigung einer „gründlichen Analyse“
    2. seehr lange Funkstille während des Sommers
    3. Ende des Jahres erste Details über „großartige Veränderungen“
    4. Vorstellung des Konzepts, welches aber kaum Unterschiede zu dem diesjährigen hat
    5. Vorstellung der Songs, keiner ist konkurrenzfähig
    6. geringste Übel gewinnt
    7. Bottom 5 beim ESC
    8. wieder zurück zu Punkt 1.

    Ich erwarte nix und dennoch wird es der NDR schaffen dass ich enttäuscht bin.

    • Kann dir nur zustimmen. Es wird erstmal viel Getöse gemacht, wie man sich Gedanken über ein neues Konzept gemacht hat, es wird angepriesen als die große Lösung aller Probleme. Es ist wieder lieblos gestaltet und zu null Prozent polarisierend. Es kommt ein mittelmäßiges Lied raus und wir werden letzter.
      Bin zum ersten Mal wirklich für einen Rückzug vom ESC, damit man nicht nächstes Jahr wieder enttäuscht wird. Natürlich freue ich mich auch für andere Staaten, deren Lieder ich mag, aber es ist doch der Stolz für das eigene Land dabei, dass es auch gut abschneidet. Sowas wird Jahr für Jahr vom NDR mit Füßen getreten, weil beim NDR keiner sitzt, der mal neue Ideen durchsetzt, ohne das sich die ei**kraulenden hohen Tiere auf den Schlips getreten fühlen. Es nervt!

      • @Sven

        Ab dem Punkt mit dem Rückzug und dem „Stolz“ aufs Land sein hast du mich verloren. Ich finde ein Rückzug wäre genau das falsche Signal und hätte was von beleidigter Leberwurst.

      • Ach ja, danke für die Likes. So vielen Leuten hat glaube ich noch kein Kommentar von mir gefallen, hätte auch nicht damit gerechnet.

    • Jap. genauso wird es laufen.

      Dabei könnte es so simpel sein. Zb. eine Vorauswahl aus 100 Songs via Online-Abstimmung. Und die besten 20 oder 10 kommen in eine Live-Show.

      Und dann aber unabhängig von irgendwelchen Radio-Vorgaben. Und bitte der Künstlerin oder dem Künstler eine geile Bühnenshow zusammenzimmern.

      Mir ist egal, ob uns Schlager, Electro, Pop oder Rock vertritt. Hauptsache etwas das fetzt und das auffällt.

  2. Na klar, das böse Punktesystem ist für die Schlappe verantwortlich. Und darum muss es unbedingt geändert werden.

  3. Das Televoting ist eine Farce. «You cannot vote for your own country»… Millionen Ukrainer, verteilt auf den ganzen Kontinent, haben sich sicher darangehalten.

    • Millionen Ukrainer sind nicht aus freien Stücken „auf den ganzen Kontinent verteilt“.

    • Ja stimmt, die sind alle freiwillig ins Ausland gekommen, um beim ESC abzustimmen… wie verklatscht muss man sein?!

    • Außerdem: Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, bekommt Deutschland aus keinem Land so viele Punkte wie aus Spanien. Ob das wohl was mit dem „17. Bundesland“ zu tun haben könnte? 😉

  4. Können wirs nicht nochmal so probieren wie 2018? Wir wissen immerhin bis heute nicht, ob Michael Schulte nur ein Zufall war oder das Konzept tatsächlich Potential hat

    • Das Konzept von 2018 hatte ja leider 2019 schon nicht mehr richtig funktioniert. Wären die Sisters nicht reingeschoben worden, hätte Makeda gewonnen. Wie sie abgeschnitten steht in den Sternen. Aber ein interessanter, mutiger Act, wäre sie auch nicht gewesen.
      Von diesen Songwritercamps war ich persönlich kein Freund. Da kam m.M auch zu viel 0815 raus, z.b ivy, Natia, bb Thomas oder Gregor.

      Vlt sollte man so beginnen wie in den Niederlanden. Ab sofort kann sie jeder mit nem Song bewerben. Bewerbungsfrist bis in den späten Herbst rein. Der Aufruf sollte dann auch in den Medien sein. Die grobe Auswahl darf natürlich nicht vom NDR oder den Radioleuten sein. Dafür könnte man, wie in Schweden, wieder ein Panel und ggf. ausländische Jury einsetzen.

      • Man kann nicht einfach auf einen Space Man warten, die gibt es leider nur sehr selten. Das klappt in Ländern, in denen der ESC einen hohen Stellenwert hat, bestes Beispiel ist die Ukraine, wo scheinbar die gesamte Musikszene für den ESC bereit ist. Bei uns bewerben sich eher Künstler wie Malik und Michael, die zwar schon von ihrer Arbeit leben können und auch eigene Musik produzieren, aber eben sehr mainstreamig sind Das muss nichts Falsches sein, bei MIchael hat es geklappt. aber wir wissen auch, dass das Außergewöhnliche beim ESC bessere Chancen hat.
        Daher ist die Auswahl letztlich egal, wichtig ist, dass man Künstler suchen muss, die selbst eben nicht den ESC im Blick haben, aber vielleicht gut passen würden. Früher was das einfacher, da ging alles über die Plattenfirmen und die waren gerne bereit, eigene Künstler vorzuschlagen. Wenn man zehn Jahre zurück denkt, dann war das durchaus ein breites Spektrum, dahin müssen wir wieder zurück.Nur decken die Plattenfirmen heute nur noch einen sehr kleinen Teil des Musikmarktes ab, man muss also selbst in den Nischen suchen.

      • Da du die Niederlande und Radioleuten erwähnst …

        Hier noch einmal der Aufruf: https://www.avrotros.nl/eurovisie-songfestival/nieuws/detail/selectiecommissie-eurovisie-songfestival-op-zoek-naar-inzending-2023/
        Der Frist ist am Ende August gesetzt, weil das ESC-Komitee in den Herbst eine Entscheidung treffen muss, sonst sind der Song und Auftritt nicht rechtzeitig fertig. Qualität braucht Zeit.

        Eine Sache ist in den Niederlanden entschieden anders: das Radioformat ist nicht so streng, weil sonst gemeckert wird, dass immer die gleiche Songs laufen. Musikgeschmack der Hörer ist offenbar viel breiter und den ESC-Song wird immer auf alle Musiksender gespielt. Balladen sogar auch auf den Radio für klassische Musik. Gerade wegen der breite Spanne und Vernetzung innerhalb der Musikszene gibt es Radioleute im ESC-Komitee von Avrotros.

        Off-topic und ganz ehrlich: unterwegs durch Deutschland geht in Bayern das Radio aus. Musikauswahl ist zu eng und das Wort ‚Bayern‘ gibt es gefühlt in jedem zweiten Satz.

      • Ob 2019 wirklich Makeda gewonnen hätte, steht genauso in den Sternen. Da die Punkte, die die Sisters bekommen haben, jemand anderes erhalten hätte und so hätte es auch locker Lilly among Clouds schaffen können und genau deswegen fordere ich eine Wiederholung des 2018 Konzeptes ohne nachträglichen Einschub 😀

  5. Es wird langweilig. Wie viele Jahre will der NDR sein Auswahlverfahren bitte schön noch Jahr für Jahr überdenken und anpassen. Wenn man es seit Jahren der krachenden Niederlagen immer noch nicht verstanden hat, sollte man die Verantwortung abgeben oder sich einen privaten Sender als Partner mit ins Boot nehmen.

    Glaubt hier jemand ernsthaft dran, dass der NDR nächstes Jahr mit einer cleveren Songauswahl eine starke Vorentscheidung auf die Beine stellt?

    Wir hatten nun 10 Jahre lang den NDR in der alleinigen Verantwortung. Die Jahre vor Raab waren auch katastrophal. In den letzten 10 Jahren gab es nur den 4. Platz 2018. Für mich gibt es überhaupt keinen Grund, dass der NDR es weiter machen sollte. Wer so lieblos, desinteressiert und ohne einen Funken Leidenschaft dran geht und dann noch so beratungsresistent ist, sollte sich sich aus dem System verabschieden.

    • Wahre Worte. Man braucht Leidenschaft, um beim ESC Erfolg zu haben. Der NDR besitzt diese Leidenschaft nicht, also hat er kein Recht, sich darum zu kümmern.

  6. Ich glaube, des hier ist der richtige Artikel um es nochmal zu sagen, was ich schon seit über einem Jahr sage:
    Mir ist lieber entweder eine interne Entscheidung so wie 2020, wo es ja mit Ben Dolic ein vorderer Platz hätte werden können, wenn uns die Corona-Pandemie nicht dazwischen gekommen wäre oder ein richtiger Vorentscheid bestehend aus mehreren Shows, so wie es eben auch in der Zusammenarbeit mit Stefan Rabb bzw. ProSieben war!

    Leider habe ich das Gefühl, dass für einen Vorentscheid, welcher aus mehreren Shows besteht, nicht genügend Geld da ist, sofern man nicht mit einem Privatsender dort zusammen arbeitet! Dies ist vielleicht auch ein wenig unserem „öffenlich-rechtlichen Rundfunk“-System geschuldet, wo ja die Bundesländer das sagen haben und vom Rundfunkbeitrag auch nicht alles bei der ARD landet, sondern eben auch das ZDF sowie Deutschlandradio etwas ab bekommt. Wie dem auch sei, dann muss man halt mit einem Privatsender zusammen arbeiten, hat man ja schon öfter gemacht und nicht nur beim ESC-Vorentscheid mit ProSieben. Die Serie „Babylon Berlin“ wurde zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Sky produziert!

    Hat überhaupt ein Privatsender heutzutage noch Lust bei einem ESC-Vorentscheid mit dem öffentlich-rechtlichen zusammen zu arbeiten? Im Jahre 2010 war noch einiges anders als heute. Die ganzen Streaminganbieter (auch Netflix) waren noch überhaupt nicht etabliert. Da hatte das „normale“ lineare Fernsehen somit auch noch mehr Zuschauer und nicht so eine große Konkurenz wie heute! Auch „YouTube“ bestand noch nicht aus (so vielen) unterhaltenden YouTubern bzw. Influencern, welche ebenfalls dem Fernsehen Konkurenz machen könnten!

    • Der Bundesvision-Song-Contest war ja ganz cool. Ich könnte mir vorstellen, dass das heute auch gut funktionieren würde: vorallem in Kombi mit modernen Plattformen wie TikTok, Youtube etc.

      Ich glaube, wenn man denen die Chance bieten würde das mitzugestalten, hätten die Privaten schon Bock. So viele aufregende Live-Events gibs ja dann doch eher nicht.

  7. Ich bleibe bei meiner Idee:

    Dem NDR die Verantwortung für den ESC zu entziehen und irgendeiner kleinen und finanziell klammen Rundfunkanstalt wie Radio Bremen 4, dem Hessischen oder Mitteldeutschen Rundfunk damit beauftragen ein Konzept für den ESC und den deutschen Vorentscheid zu entwerfen.

    Finanzielle Not macht erfinderisch und fördert die Kreativität sowie den Mut bezugnehmend auf die Künstler- und Songauswahl auch mal ein Risiko einzugehen bzw. gegen den Strom zu schwimmen.

    Wenn man bedenkt, dass ein Jan Böhmermann von Radio Bremen 4 und ein Tim Frühling vom Hessischen Rundfunk kommt oder eine Kim Fisher beim Mitteldeutschen Rundfunk freiberuflich tätig ist, dann sehe ich bei jenen genannten Rundfunkanstalten durchaus reizvolle Persönlichkeiten, die jahrelange Berufserfahrung haben, die zu angesagten Künstler (m/w/d) und Promis (m/w/d) einen guten Draht haben und für die der ESC vielleicht auch ein Herzensanliegen sein könnte..

    • Interessanter Ansatz! Gerade Radio Bremen versteht sich seit jeher darauf, fehlendes Geld durch gewaltige Kreativität zu ersetzen. Früher Loriot, Hape Kerkeling und viele andere, heute WIRKLICH junges Radio (Bremen Next), tolle Beiträge für „Funk“… – warum nicht ESC?

    • Tim Frühling kenne ich sogar persönlich und er wäre eine deutlich bessere Alternative zu den Dilettanten beim NDR. Auch Böhmermann fände ich sehr, sehr interessant. Wie wäre es zudem mit Larissa Rieß ?

      Da hatte selbst Herr Meyer-Beer mehr Rückgrat: Er ist nach dem Gracia-Debakel 2005 zurückgetreten. Warum Wolfslast und Co dermaßen auf ihren Sesseln kleben, ist mir echt ein Rätsel.

      • @Schlippschlapp71:

        Mein Vorschlag an Personen ist nicht als alternativlos zu verstehen. Mir ist jede andere Person recht, die eben nicht aus dem Hause NDR kommt. Diese neue Personen sollten halt ein paar Voraussetzungen mitbringen wie, dass für sie der ESC eine Herzensangelegenheit ist und vielleicht auch noch, dass es sich um Personen handelt, die keinen aalglatten Lebenslauf vorweisen. Also der BWL-, oder Kommunikationswissenschaftsstudent (m/w/d) mit seinem abgeschlossenem Universitätsstudium, dessen Abschlussnote sich im Prädikatsbereich bewegt ist zumindest für mich nicht die Idealbesetzung. Hier müssen jetzt Leute, deren Lebensläufe Ecken und Kanten haben, her.

      • Warum eigentlich jedes Jahr der NDR; ? – vielleicht sollte die Ausrichtung besser rotieren, innerhalb der ‚Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands‘ (ARD: SWR, MDR, HR etc.), da würde sich jede besonders anstrengen, da sie weiß daß sie erst wieder in viell. 10 Jahren dran ist. – (So wie auch die Übertragung des ‚ARD-Nachtkonzerts‘ mit klassischer Musik früher jeden Tag eine andere Rundf.- Anstalt gesendet hat – seltsamerweise hat das dann irgendwann der Bayerische Rundfunk allein übernommen.)

  8. Habe es unter ‚Letzter Platz beim ESC: War der deutsche Beitrag wirklich so schlecht? Nein, aber…‘ ausführlich gemacht, also hier kurz das Fazit: 8 Mal nacheinander solche schlechte Ergebnisse ist einmalig in der Deutschen ESC-Geschichte.

    Bevor 2010 gab es mehr Abwechslung zwischen gute und schlechte Jahren.

    • Ups … mein Fazit ist falsch. Muss ‚8 von 9 Mal nacheinander schlechte Ergebnisse einfahren ist einmalig in die deutsche ESC-Geschichte‘ sein.

  9. Ich habe die von Peter erwähnten Presseartikel gelesen und die jeweiligen Autoren haben es direkt auf den Punkt gebracht. Der NDR hat sträflich versagt und ich frage mich, wie die Verantwortlichen morgens nach dem Aufstehen noch in den Spiegel schauen können! Eigentlich müßte sich deren Spiegelbild angewidert abwenden oder der Spiegel seinen Selbstzerstörungsmechanismus auslösen!

    Wäre der NDR eine Fußballmannschaft und würde in der Bundesliga spielen, wäre der Abstieg so sicher wie das Amen in der Kirche. Bei Mißerfolgen werden Trainer entlassen oder – in sehr seltenen Fällen – alle Spieler eines Teams und deshalb sage ich: Rote Karte für den NDR bevor die ESC-Stimmung bei uns hier in Deutschland in Trümmern liegt.

    Es gibt ein Sprichwort: Neue Besen kehren gut! Nach dem After-ESC-Statement hat sich in meinen Augen Frau Wolfslast als Delegationsleiterin disqualifiziert. Diese Frau hat ganz klar ihren Job verfehlt, vielleicht wäre sie in einer anderen als der Unterhaltungsbranche besser aufgehoben. Für mich ist sie das wörtliche Rote Tuch; ich empfinde für diese Person nur Verachtung und freue mich schon auf den Tag, an dem ich sie nie wieder in Verbindung mit dem ESC und dem deutschen Vorentscheid sehen muß.

    • Was denkt ihr eigentlich, wenn ihr solche Kommentare schreibt? Für „DEN NDR“ ist der ESC ein Ereignis unter vielen. Warum sollten sie dem Hinterherheulen, zumal die Einschaltquoten beim Finale ganz passabel waren.
      Unabhängig davon bin ich auch für einen wirklich frischen Wind … Private Sender werden sich allerdings unter der Betrachtung der Quoten davor hüten einen solchen Vorentscheid wie 2010 und 2012 durchzuziehen. Das war damals schon problematisch.

    • Stimmt schon, aber ich bin mir 99.9% sicher, dass da noch viel mehr weg müssten.
      Am Ende so viele, dass es besser wäre, den NDR komplett abzulösen.

  10. Da ich mir gestern in einem langen Kommentar den Frust vom Hals geschrieben habe, kann ich mich heute kurz fassen: Denn sie wissen nicht, was sie tun …

    • „vom Hals“??? Wo kam das denn her? Wahrscheinlich weil ich den Hals gestrichen voll habe … 🤣
      Ich meinte natürlich „von der Seele“ … 😇

  11. Es wird sich nichts ändern, da können wir uns die Finger noch so wund schreiben. Wer nach all den Fehlgriffen der letzten Jahre und der darauffolgenden Kritik von Fans und Medien, im März 2022 den Vorentscheid präsentiert, den wir vorgesetzt bekamen, hat den ESC nie verstanden und wird ihn auch nie verstehen!
    Das Schöne: Wir werden auch in 50 Jahren bei der Nachlese hier auf ESC kompakt den Artikel „Was muss sich jetzt beim NDR ändern“ lesen können –  geschrieben von Chefredakteur Lenny, dem Enkel von Benny. 😉

  12. Fakt ist dass dem NDR inklusive Fr Wolfslast angekreidet werden muss, auf die Idee gekommen zu sein einer Jury aus Radioredakeuren die Entscheidungshohheit im Grunde zu überlassen. Neben dem NDR sind somit alle anderen beteiligten ARD Sender stark mitverantwortlich am Miserfolg. Ausser dem VE Siegersong hat natürlich keiner der achso radiotauglichen anderen VE Songs nach dem VE noch Plays abbekommen. Alle gestrichen.
    Gut, man kann nun sagen, wer auf die Schnapsidee gekommen ist Radioredakteure anderer ARD Stationen entscheiden zu lassen der is ne Niete und muss weg. An sich aber ist die Idee ja gar nicht rundweg verkehrt. War nur zu eindimensional umgesetzt worden.zielgruppe ‚Familie Mustermann‘ ist eben falsch.

    Diese Radioredakteure tragen sogar mehr Verantwortung, als die Wolfslast. Die waren zu keinerlei Risiko bereit.

    Die berühmte ‚Arschkarte‘ nun allein der Wolfslast zuzuschieben finde ich zu kurz gedacht.

    Eh klar ist, dass die Wolfslast die Aufgabe nicht mit dem notwendigen Spirit angeht. Das weiss man spätestens seit dem Jendrik Flop (den die Wolfslast ja nun auch mitnichten allein zu verantworten hatte…). Platzierung egal – Hauptsache wir fanden uns alle toll damit käme man in der freien Wirtschaft nicht weit…..Chef: ‚und wie war die Woche?‘ Angestellter:’hatte viele tolle Gespräche mit neuen Kunden‘ – Chef:’und wieviel Abschlüsse?‘ – Angestellter: ‚ja äh keine. es waren echt super Gespräche da sind mir Abschlüsse doch egal‘ – Chef: ‚Ich hatte Sie das letzte Mal schon gewarnt. Morgen ist in meiner Firma für Sie der letzte Tag!‘

  13. „Und die Electric Callboy goes ESC Story dürfte auch noch nicht zu Ende erzählt sein…“

    Hoffe,es bleibt dein persönlicher Wunsch.
    Wie verzweifelt muss man sein.??
    Kopfschütteln.Kopfschütteln.Kopfschütteln.
    Brauche die Band und deren toxische Fanbase nicht !

      • Wahrscheinlich „toxisch“, weil seine Meinung nicht geteilt wurde.
        Heutzutage ist alles „toxisch“, was ein kleines Wehwehchen bei den Gefühlen verursacht…

      • Kleine Randbemerkung: toxische Anteile finden sich heute speziell online in nahezu allen Fangruppen, nicht zuletzt auch hier bei ESC Kompakt (Gruß an die entsprechenden Kommentatoren, deren Ausschluß ich aber ausdrücklich nicht wünsche!).

  14. Es gibt nur zwei Möglichkeiten entweder der NDR kooperiert mit einem Privatsender oder gibt seine ESC-Verantwortung sofort an einen eben solchen komplett ab. Außerdem man Leute mit ESC-Sachverstand als Berater mitreden lassen.
    Am Vorentscheid sollte man festhalten und diesen wirklich groß aufziehen und reformieren.
    Mit bitte neuen Moderatoren!
    Wie könnte so ein Vorentscheid aussehen?

    Ich stelle mir das so vor:
    1. Interessierte und ambitionierte Künstler werden aktiv angesprochen.
    2. Es werden Songs explizit für den ESC geschrieben.
    3. Internationale Komponisten mit ESC-Erfahrung werden den Künstlern zur Seite gestellt.
    4. Genre- und Tempo-Vielfalt hat oberste Priorität: Pop-Ballade, Disco-Dance, Rock, Ethno, Country, Schlager usw.
    5. Damit sich alle ein Bild der Auftritte machen können, werden diese noch vor der Vorentscheidung, wie in Skandinavien, komplett durchchoreografiert und danach nicht mehr großartig verändert.
    6. Falls finanziell möglich sollte der Vorentscheid aus mindestens 3 Runden bestehen.
    7. Die Künstler müssen ihre Beiträge MEHRFACH präsentieren. Das stärkt die Künstler selbst und schafft gleichzeitig Verbindungen zum Publikum, sowie Bekanntheit für die Songs.
    8. Für eine gute Show sollten dann mindestens 10 Kandidaten im Finale antreten.
    9. Den Sieger bestimmen darf das deutsche Fernsehpublikum und eine internationale ESC Fan/Experten. Jury zu je 50 %. Das könnten zum Beispiel ehemalige ESC-Teilnehmer oder Leute aus den Fan-Medien sein.
    10. Erst nach dem Sieg wird der Song den Radiosendern angeboten. Wenn dieser dann schon durch mehrfaches Hören im Fernsehen an Beliebtheit gewonnen hat, werden sich die Radios vielleicht auch nicht mehr so sperren. Und selbst wenn wäre es auch kein Verlust.

    • ESC Fanjury? Nee Danke. Jendrik lässt schön grüssen. Für eine sehr sinnvolle ‚Jury‘ halte ich eine möglichst große Stichprobenjury aus Musikkonsumenten die viel Top 200 Musik konsumieren. Bei denen ist nämlich Rap das mit weitem Abstand beliebteste Genre. Das Genre hat du natürlich ‚vergessen‘ aufzuzählen.

      Sehr gut ist die Idee ausreichend viele verschiedene Songs in Vorrunden zu testen. Pro Runde zb dürfen die 3 mit meisten Telvotes/Stichprobenjuryvotes weiterkommen sowie 2 weitere von einer Fachjury ausgewählten. Drei 10er Vorrunden.
      15 im Finale bei dem 3 mit den meisten Votes und 1 Fachjurytipp das Superfinale bestreiten.

      • So ein bisschen internationaler Input kann doch gar nicht schaden. Der Großteil der deutschen Musikindustrie ist ja recht stark auf einen sehr spezifisch deutschen Geschmack fokussiert, dabei fehlt aber einfach die Klasse und Vielseitigkeit, die man z.B. bei der Beovizija, beim FdC oder letztlich in San Remo zu Sshen und hören bekommt.
        Man kann ja auch, wie 2018-21, deutsche und internationale Songwriter zusammenarbeiten lassen.

  15. Zu dem RND-Artikel von Herrn Schwarzer habe ich mich ja schon andernorts kritisch geäußert. Aber da es hier besser passt:

    „So hellsichtig finde ich auch den verlinkten Artikel jetzt nicht. Eher von den Raab-Jahren ein wenig verklärt.

    Das Publikum im Lena-Jahr von Anfang an in der Entscheidungsfindung dabei? Nein. Irgendwer hat vorher die Sänger/innen für die TV-Show ausgewählt. Und an Songs wurde dem Publikum auch nur eine geringe Anzahl vorgesetzt, 3 pro Super-Finalist, darunter sogar ein gemeinsamer. Was die anderen Teilnehmer gesungen hätten? Blieb dem Publikum verborgen, genauso wie andere Songs, die noch im Rennen gewesen wären. Da waren sie definitiv nicht eingebunden.

    Und das Publikum hat immer den richtigen Riecher? Wenn da jemand ist wie Lena oder Michael Schulte, die alles überstrahlen, natürlich. Aber ansonsten hat das deutsche Publikum in den letzten Jahren auch viel von dem liegen gelassen, was beim ESC erfolgversprechend hätte sein können.

    Man sträubt sich, Fans Entscheidungsspielraum zu lassen? 2018 bis 2021 gab es die 100-köpfige Fan-Jury, die den internationalen Televoter abbilden sollte, und die tatsächlich fast von Anfang an der Entscheidungsfindung beteiligt war. Sehr viel beteiligter als der normale Televoter jemals.

    Fakt ist, man braucht einfach jemanden mit musikalischen/eurovisionären Sachverstand, der die (Grund-)Auswahl trifft. Dann ist es fast schon egal, wen man noch wie mit abstimmen lässt.“

    • Zustimmung: In den VEs 2013 – 2016 und 2019 gab es eigentlich schon Potential, musikalisch gesehen. Wurde leider nicht ausgewählt. Sehr schade.

      Kleine Auswahl, welche Acts ich gerne beim ESC gesehen hätte (rein subjektive Meinung)

      2013 LaBrassBanda, Bltizkids.mvt
      2014 Santiano, MarieMarie
      2015 Alexa Feser, Fahrenheidt, Laing
      2016 Gregorians, Avantasia, auch dem Alex Diehl hätte ich was zugetraut
      2017 okay, war alles nix
      2018 Michael Schulte war wohl die richtige Wahl, so erfolgsmässig, hätte aber auch Ivy Quainoo und Xavier Darcy gerne gesehen
      2019 Lilly Among Clouds

      Ach Gott, ich schreibe mich heute in Rage. Die Leute müssen ja denken: „Die hat wohl kein eigenes Leben“😀

      Gute Nacht.🙂

      • Das Problem 2016 z.B. war, dass sowohl Gregorians als auch Avantasia jeweils schlechtere Songs präsentiert haben, also sie normalerweise veröffentlichen.

        Das passiert leider häufig, wenn ein Song für den ESC statt für den Künstler selbst geschrieben wird.

      • Wenn wir uns zurückdenken in das Jahr 2013-2016, dann war da nicht das Problem mit den Teilnehmern, sondern mit der Auswahl der Zuschauer.
        Der Witz hier in unserer Diskussion ist es ja, dass wir das Ende des Vorentscheids gefordert haben, damit auch was Außergewöhnliches eine Chance hat, aber dann nach Jendrik den NDR als unfähig beschimpften weil er was Außergewöhnliches brachte.
        Ok, dieses Jahr hätte es mit EC wahrscheinlich geklappt, aber eine Künstlerin wie Konstrakta würde es nie im deutschen Vorentscheid schaffen, eben wie Blitzkids,Fahrenheidt etc.

      • @J D

        Zum Thema Avantasia: Der Song war mMn super, allerdings zu lang, er musste ja gekürzt werden. Das geschah an einer äußerst unglücklichen Stelle. Den Höhepunkt. hat man quasi abgeschnitten. Das Staging war leider auch nicht so gelungen. Das war schade. Vor der VE waren sie mein absoluter Favorit.

      • YES! Ich würde es für mich noch eingrenzen.

        2013 LaBrassBanda
        2014 MarieMarie
        2015 Laing
        2016 Gregorians, Alex Diehl
        2017 okay, war alles nix
        2018 Michael Schulte oder Xavier Darcy
        2019 Lilly Among Clouds !

      • 2013 LaBrassBanda war das Problem, dass die zweite Hälfte des Songs ohne Gesang war, fand ich deshalb nicht passend.
        2014 Elaiza war keine schlechte Wahl. Leider hat man da aber das Staging komplett versemmlt. Trotzdem war es noch Platz 18, da wären wir heute ja schon glücklich drüber.
        2015 Ok, mit Kümmert war doof gelaufen. Der Fehler war dann Ann Sophie zu nominieren. Laing wäre ein toller Act gewesen, die es aber leider nicht ins Zweier-Finale geschafft haben, weil sie nur einen guten Song im Gepäck hatten.
        Ab 2016 ging es dann bergab. Erst die Naidoo-Geschichte, dann nichts erfolgsversprechendes im Vorentscheid. Seitdem eh fast nur noch No Names im Vorentscheid.

      • @J D
        Ich denke, weder „Masters of Chant“ noch „Mystery of a Blood Red Rose“ (das ja ursprünglich als Kollaboration mit Meat Loaf geplant war) wurden für den ESC geschrieben. Dafür war das in dem Jahr alles viel zu knapp. „Masters of Chant“ ist auch bereits am 05. November 2015 erschienen, als noch nichtmal Xavier Naidoo angekündigt war. Gescheitert sind beide Songs eher an der jeweils schwachen Live-Performance und der Jamie-Lee-Fanbase.

    • Man muss sich nur überlegen, was Raab getan hätte, wenn sich das Mädchen aus Hannover nicht beworben hätte. Schaut man die Auswahl an, dann war da wohl niemand dabei, der/die sowas wie Lena beim ESC hätte erreichen können. So gesehen, war es vor allem das Verdienst von seiner Crew, Lena als Star sofort erkannt zu haben.
      Ein Gutes hatte aber diese sich endlos hinziehende Auswahl-Show. Obwohl schon beim ersten Mal klar war wer gewinnt, ist Lena dadurch immer populärer geworden, was dann eben auch im Ausland bemerkt wurde.
      Hier hätte man heute noch viel mehr Möglichkeiten, Internet oder One, man hätte auch die letzten 20 in der diesjährigen Auswahl nehmen können, und daraus eine kleine Auswahl-Show zu machen.
      Ein Problem könnte da wieder sein, dass das wieder nur Newcomer wären, denn etablierte Künstler werden sich dazu kaum bewegen lassen. Vielleicht sollte man einfach die Idee fallen lassen, dass sich etwas mit etablierten Künstler ändern würde.

      • Electric Callboy sind in ihrer Nische etabliert. Letztendlich kommt es nicht auf die Bekanntheit an (na gut, von 12 bulgarischen Lucy-Punkten im No-Angels-Jahr mal abgesehen 😀 ), sondern um das Gesamtpaket.

  16. Oh Mann, ich dachte, die Frau Wolfslast wäre Medienprofi. Erst letztes Jahr läßt sie Jendrik sich um Kopf und Kragen reden, und dieses Jahr läßt sie verlauten, dass ihr der letzte Platz EGAL ist. Nichts für ungut, es ist ja schön, dass sie Malik den Rücken stärken will. Aber man muss ihn nicht in die Pfanne hauen, um zu erkennen, dass der eingeschlagene Weg falsch war. Und dies auch zu kommunizieren.
    Ganz ehrlich: Die Frau plumpst echt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Unglaublich.🙁

    • Die ist doch kein Medienprofi. Glaub die hat vllt ‚irgendwas mit Medien‘ studiert aber nicht oft gut aufgepasst. Dann Karriere beim NDR. Glaube dort geht Karriere nicht nach Profitum sondern nach Strippenziehertum.

      Ich muss aber wiederholen, dass nicht Fr Wolfslast ‚Rockstars‘ ausgewählt hat. Soweit man das weiss zumindest.

      Ihre Wortwahl war sicher auch kein Zufall. Das hat die sich ganz genau vorher überlegt was sie sagt.

      • Dann hat sie aber nicht gut überlegt. Jeder normal klar denkende Mensch muss sich doch im Klaren darüber sein, wie solch ein Satz in der Öffentlichkeit ankommt. Dafür braucht man kein Medienprofi zu sein.
        Wenn sie sich das vorher überlegt hat und nicht aus dem Bauch heraus geredet hat – umso schlimmer.

  17. Diesjährigen FreeESC nach den 1.9. ansetzen und zum VE für den ESC 2023 machen

    und/oder

    Radio Bremen, das in der ARD-Senderfamilie häufiger Sonderprojekte übernimmt, eine EIGENE GUT AUSGESTATTETE REDAKTION geben, die federführend senderanstalts- und TV/Radio/Internet-übergreifend arbeiten kann (wenn im Rundfunkföderalismus Konstrukte wie die Degeto möglich sind, sollte das auch für Sonderausgaben wie den ESC möglich sein).

  18. Was mich nervt ist, dass wir jetzt bestimmt wieder bis zum nächsten Jahr warten müssen bis erste Informationen kommen. Ich würde mir auch mehr Transparenz wünschen. Das war damals beim Herrn Schreiber anders. Er hatte noch mit den Fans kommuniziert und ich erinnere mich, dass er sogar hier auf dem Blog kommuniziert hatte.

    Es macht einfach keinen Spaß mehr. Eine Dekade der Flops. Es wird viel zu viel analyisiert. Es kommt einfach nur auf die Songauswahl an. Da ist auch das Verfahren egal. Ich würde mir einen Vorentscheid wünschen. Mir kann auch keiner erzählen, dass wir nicht genug Geld haben. Es wird langsam wirklich lächerlich. Wir leben in Deutschland. Nur in Deutschland hört man „Das geht nicht“. Selbst kleinere Länder schaffen es etwas auf die Beine zu stellen. Es muss ja nicht gleich Melodifestivalen sein. Das Bernidom Festivel war auch eher klein (12 Lieder), in einer kleinen Arena. Doch die Show war super und fast alle Lieder waren toll. Ergebnis: Platz 3 mit Chanel. Nächstes Jahr möchte Spanien das Bernidom Festivel noch größer machen. Auch die Quoten waren super. Hier in Deutschland ändert man jedes Jahr das Verfahren anstatt einfach mal dabei zu bleiben. Es gibt hier für nichts eine Leidenschaft. Unser Song für… war der richtige Weg. Man hätte einfach dabei bleiben sollen und nur die Songauswahl ändern müssen. Die Show an sich war nicht das Problem. Man macht es komplizierter als es ist anstatt sich einfach auf das wesentliche zu konzentrieren.

    Ich erwarte vom NDR nichts mehr.

  19. Bevor wir uns Gedanken machen, wie ein möglicher VE aussehen könnte und welcher Sender es übertragen sollte…oder doch lieber intern auswählen? Das sind alles interessante Planspiele. Aber bedenkt, die beste VE- Show bringt nichts, wenn die Lieder schwach sind.
    Also am Wichtigsten ist zuerst, man muss an wettbewerbsfähige Songs kommen. Nehmen wir an ein VE besteht aus 10 Songs- der Idealfall wäre nun, dass wir sagen „egal welcher Act gewinnt, wir sind sehr gut in London vertreten“.

    Wie kommt man aber nun an wettbewerbsfähige Lieder und wer wählt diese vorab aus? Soll man gezielt Künstler bzw Komponisten ansprechen, damit diese Lieder einreichen? Soll man auch internationale „Mehrfachtäter“ einladen, für uns Lieder zu schreiben? Oder reicht ein öffentlicher Aufruf (geschaltet in der ARD, bei den Dritten und auf Radiosendern), um Songs einzureichen? Praktisch wirklich jeder kann Songs einschicken. Gleichzeitig könnte man etablierte Künstler animieren , wenigstens Songs einzureichen. Ich denke je mehr Lieder man bekommt, desto höher die Chance, dass sich darunter einige interessante Lieder befinden. Hat man solche hochwertigen Lieder gefunden, kann man diese in einen Vorentscheid vorstellen.

  20. Im Grunde ist es völlig egal, welcher Sender den Vorendscheid veranstaltet. Also kann es auch beim NDR bleiben. Wichtig ist, Leute mit Leidenschaft und Spaß und Freude am ESC sollten dafür verantwortlich sein. Frau Wolflast müsste ein kleines Team finden, die diese Eigenschaften erfüllen. Dieses Team kann dann walten und schalten will es will und Frau Wolflast hält dem Team den Rücken frei und darf gerne nach Außen Informationen weitergeben.

    • Oh Mann … das klingt in der Theorie so gut, dass es mich gerade unendlich traurig macht, es wohl nie in der praktischen Ausführung zu sehen … 😭

  21. Eigentlich ist es doch logisch, wenn ich einen billigen Vorentscheid veranstalte, dann bekomme ich wahrscheinlich auch einen billigen ESC-Beitrag. Da muss eine große Samstag-Abend Show im Hauptprogramm her, damit die Teilnahme an der Show für die Künstler schon einen Wert an sich hat.

    Dann weg mit den ganzen Klischees und ewiggleichen Gesichtern. Also kein Gerede über Käseigel und bloß nicht nochmal Barbara Schöneberger. Gerne jedes Jahr den Moderator wechseln, der dann wie bei Wer stiehlt mir die Show der Show seinen eigenen Stempel aufdrückt.

    Es müssen mindestens zwei Halbfinals her. So bringt man den Vorentscheid ins Gespräch und hält die Aufmerksamkeit hoch.

    Keine Intervalacts, die man eh ständig im Fernsehen sieht. Dann lieber Publikumslieblinge aus dem Vorjahr. Für nächstes Jahr also vielleicht Konstrakta und Zdob si Zdub.

    Den Vorentscheid früh austragen, spätestens Mitte Februar, damit anschließend mit dem Sieger genügend Zeit für einen evtl. Revamp und die Ausarbeitung der Inszenierung bleibt. Es muss klar sein, dass nach dem Vorentscheid die Arbeit erst richtig los geht.

  22. Ich habe mal einen entwas abseitigen Vorschlag: Man könnte allen, die sich für den VE interessieren, die TOP 5-Beitäge der ESC-Jahrgänge 2017 bis 2022 zeigen. Dann wüsste wenigstens jede/r, worauf er oder sie sich einlässt … Der ESC ist momentan eine Löwengrube. 😍

  23. Cascada möchte ich – abgesehen vom total vergeigten Staging – keinen Vorwurf machen. Hier fehlt in der Aufzählung der VE-Teilnehmer (von denen ich nahezu alle erfolgreich verdrängt hatte) vor allem der Hinweis auf LaBrassBanda und die Tatsache, dass das vom NDR erdachte System (leider aber auch die Programmierung im Ersten) einen tatsächlich einzigartigen Act verhindert haben.

    Dass eine international so erfolgreiche Band wie Cascada trotz eines okayen Songs im Voting derart abschmieren würde, hätte im Vorfeld allerdings auch keiner gedacht.

    • Fast jedes System hätte LaBrassBanda verhindert, außer vielleicht reines Online-Voting bzw. interne Nominierung. Die Televoter haben Cascada vorne gesehen.

  24. Peter, good job. ESC Kompakt: Es dürfte vor allem Euer Verdienst sein, dass die Kritik nun auch in den etablierten Medien thematisiert wird.

    Und die Kritik ist zu Recht groß. Im vergangenen Jahr sagte Frau Wolfslast, dass sie Jendrik gern dessen alkoholisiertes Interview erspart hätte, nur um ein Jahr später selbst und mutmaßlich nüchtern ähnlich in die Scheiße zu treten. Dann noch der Intendant mit seinem legendären „Hauptsache nicht gewinnen“. Er übersieht, dass die gebührenzahlende Kundschaft womöglich etwas fürs Geld erwartet.

    Kann ein verantwortliches Team einen größeren Meineid ablegen?

  25. Mein Vorschlag fürs die nächste Vorentscheidung: Die Radiojury bleibt genauso wie sie ist und kriegt alle Songvorschläge vorgelegt. In den Vorentscheid kommen dann ausschließlich Songs, die keines der Jurymitglieder unter gar keinen Umständen im eigenen Radioprogramm spielen würde. Dann hätte die Radiojury ihre Expertise endlich mal gewinnbringend im Sinne ESC-Deutschlands eingesetzt.

    Aber ernsthaft, was der NDR jetzt aus meiner Sicht tun müsste, wäre sich in allen Ecken der deutschen Musikszene umzugucken, die mit dem Radio-Mainstream möglichst wenig zu tun haben. Seien es Leute, die sich in der Vergangenheit schon vergeblich beworben haben wie Drangsal oder natürlich Electric Callboy, oder halt generell alles was irgendwie ungewöhnlich ist. Ob dann auch richtig gute Songs dabei rauskommen, ist natürlich nochmal ne andere Frage, aber zumindest wärs mit Sicherheit ein interessanterer Vorentscheid als üblich und man hätte mal was versucht. Und bitte nicht dann doch noch den einen Ed-Sheeran-Klon mit reinnehmen, der dann vom Publikum gewählt wird, das seh ich dann nämlich schon kommen. 😀

    Da es ja im Artikel angesprochen wurde, muss ich auch noch kurz meinen Ärger über Peter Urbans ständige Kritik am Punktesystem während des ESC-Finales loswerden. Dieses System sorgt doch ganz offensichtlich dafür, dass man sich als Teilnehmerland so richtig anstrengen muss, in die Top 10 zu kommen. Wäre die Strategie „Ich sende eine sichere Nummer, die keiner richtig mies findet und komme damit dann in der Summe auch relativ weit nach oben“ möglich, würde das viel mehr mittelmäßige Songs und damit einen langweiligeren ESC zur Folge haben. Die Lösung des Problems ist, sich anzustrengen, in die Top 10 zu kommen, und nicht sich über die Unfairness des Systems zu beschweren, das halt nur diejenigen Songs benachteiligt, wegen denen die wenigsten diese Show gucken würden. Fand das davon abgesehen auch irgendwie ein bisschen unangenehm, dass Peter Urban so offensichtlich von Anfang an auf seine spätere Erklärung für Maliks schlechtes Abschneiden hingearbeitet hat…

  26. Mir ist heute morgen ein Gedanke gekommen. Wenn der NDR weiter machen will hilft nur noch beten. Und von beten kam ich auf Jesus. JESUS das ist die Lösung. Der NDR soll dieses Jahr Alexander Klaws ,der zu Ostern den Jesus spielte bei RTL,intern nominieren und in einer VE einen Song für ihn suchen und für 2024 ein vernünftiges Konzept entwickeln.
    Warum Alexander Klaws:

    Er hat das Siegergen, hat alles gewonnen wo er teilnahm (DSDS, Let’s Dance, TMS)

    Er hat Hauptrollen in Musicals gespielt

    Er hat eine ebenso gute Stimme wie Sam Ryder und kann mindestens so gut tanzen wie Chanel.

    Er hat Charisma

    Er kann sowohl deutsch und englisch singen

    Er hat Top 10 Hits vorzuweisen

    Er ist Skandalfrei

    Das einzige was ich mir jetzt nicht sicher bin ist ob er Songs schreiben kann aber das muss er vllt auch nicht unbedingt. Deshalb sollten Songs für ihn gesucht werden und in einer VE dargebracht werden.

    Also für mich erstmal die beste Möglichkeit nicht letzter zu werden.

    • Zitat Tilo:
      „Und von beten kam ich auf Jesus. JESUS das ist die Lösung.“
      made my day 😀

      Lasst uns alle für den NDR beten als das er erleuchtet werde!

    • Das wäre eine Möglichkeit. Obwohl ich kein Freund einer internen Nominierung bin. Jedenfalls hat Alexander Klaws sich vor kurzem positiv zum ESC geäußert und kann sich eine Teilnahme durchaus vorstellen.

    • Hier habe ich auch Bedenken, aber was eindeutig für Klaws spricht ist seine völlig unvoreingenommen positive Mitarbeit am „euphorischen Weltuntergang“ bei Dein Song 2018. Tatsächlich war ich einige Zeit der Ansicht, dass Dein Song sogar einen guten ESC-Beitrag zustande bringen könnte, aber auch diese Hoffnung hat der NDR ja inzwischen erfolgreich torpediert …

  27. Eins ist aber sicher: schon als die 6 VE-Teilnehmer vorgestellt wurden, war (fast) allen klar, wie es ausgehen würde…..
    Also, so schwer sollte auch nicht sein….
    Aber dann denke ich an Jendrik und an die viele Fans (????) Die für ihn abgestimmt haben, und ich verstehe die Welt (des ESC) nicht mehr…

    • Nur wissen wir nicht, ob es denn unter den Bewerbern etwas ESC-Kompatibleres gegeben hat. Vielleicht könnten die Teilnehmer an den internen Jurys mal erzählen (langsam sollte die Verschwiegenheitspflicht nicht mehr so ernst genommen werden), was sie von den damaligen Bewerbern gehalten haben.
      Es muss ja schon einen Grund gegeben haben, warum Jendrik mit so großer Mehrheit ausgesucht wurde. Ich vermute mal, dass war ansonsten alles der übliche Radio-Mainstream und Jendrik was wenigstens was Außergewöhnliches.

      • Wenn ich mich noch richtig erinnere, war es ja so, das jeder Künstler selber für seine Perfomance verantwortlich war. Jendrik und seine Crew sind Musicaldarsteller. Das da andere Acts, die vielleicht nur bisschen hin und her gelaufen sind, nicht so auffallen ist ja klar. Hier hatte das Konzept also von Grundauf ein benachteilungsproblem gehabt.

  28. Natürlich haben alle Artikel recht. Und natürlich muss der NDR (mal wieder) das Auswahlverfahren anpassen.
    Ich bin gespannt, ob es denn irgendwelche Konsequenzen gibt.
    Der NDR hatte sich aber auch das Ziel gesteckt, diesmal einen ESC Song zu finden, der zum Radiohit wird (wurde ja oft genug erwähnt) – und zumindest in diesem Bereich habne sie ihr Ziel ja erreicht. Aber das sollte halt nicht das primäre Ziel eines ESC Beitrags sein…

  29. Die ganzen Diskussionen über den NDR auf dem Blog haben etwas von verzweifelten Eltern, die versuchen ihren Sprössling auf dem Gymnasium zu halten obwohl dieser besser auf die Realschule passen würde

      • Ich glaube nicht. dass sich der NDR das Drama freiwillig antut. Vermutlich will es einfach kein anderer machen, weil der weiß, dass nur mit viel Arbeit = Geld und viel Geduld was zu ändern ist. Natürlich könnte man das ganze Auswahlverfahren einer Agentur überlassen nur wenn es dann nicht besser wird, dann bekommt trotzdem der NDR die Haue ab.

  30. Auf einen erneuten Vorentscheid habe ich überhaupt keine Lust, weil das doch sowieso wieder der selbe provinzielle Mist wird wie dieses Jahr. Barbara Schöneberger moderiert nach irgend einer peinlichen „Ach, sind wir wieder Letzter geworden“ Anfangsnummer die Chose lustlos-routiniert runter, das Studio hat wieder wie seit 2017 diesen komischen Retro-Chic, es gibt überwiegend ungeeignete Songs mit okayen, aber nicht zu Ende gedachten Staging-Ideen, die von Ladislaus Kiraly inkompetent abgefilmt werden und am Ende gewinnt bei der zu erwartenden Wiedereinführung von 100% Televoting irgendwas Nettes und nicht zu Aufregendes, was bei ESC dann in den Bottom 3 landet.

    Mein aktueller Wunsch:
    Interne Auswahl, an irgendwen anders (idealerweise an ein Plattenlabel (gerne independent, von den Mayors käme nur Warner in Frage, Universal und Sony bitte nicht!)) ausgelagert.

  31. Alle Fakten liegen doch aufm Tisch, jeder auch noch so verpeilte Schreibtischhengst hat nun Richtlinien wie er was ändern könnte, man muss nur in die großen Zeitungen schauen !!!!!! Jedes Jahr der gleiche Mist.

    Ich bin kein Fliesenleger, in meiner Selbstüberschätzung würde ich es aber mal probieren ob ich mein Bad selbst fliesen kann. Wenn es nicht klappt hole ich mir nen Profi, aber ich probiere es nicht sein 2014 nur weil 2018 mal eine Fliese gehalten hat.

    Weißt du, jedes Jahr hab ich Hoffnung, jedes Jahr weiß ich wenn die Lieder veröffentlicht werden es wird wieder nichts. Jedes Jahr sind wir doch schon im Januar&Februar enttäuscht und reden uns ein es wird doch noch was mit Platz 20.20 Platz ?????? Wie weit hat uns der NDR gebracht??? 🤮

    Im nächsten Jahr bekommen wir ein NEUES Konzept und dann wird von Digame ausgerechnet welche Schlüpferfarbe die größten Siegchancen hat oder weil es 2022 geklappt hat sehen wir dann Cindy aus Marzahn im Strassbody Hände waschend……

    Ohne dieses ESC Kompakt Team hätte ich mir schon lange ein anderes Hobby zugelegt. Die Infos aus anderen Ländern und Beiträgen machen es einfacher die Unfähigkeit im eigenen Land zu ertragen. Als der PrinzBlog vom Netz ging war ich am überlegen ob ein ESC ,für mich, ohne eine vernünftige, ziemlich neutrale Berichterstattung Sinn macht und dann Rise like a Phoenix ESC Kompakt. Danke für die Energie und Liebe zum ESC, bitte macht lange weiter so. Tolles Team

  32. Der NDR sollte bei der Auswahl der VE-Songs die beiden Fanclubs an Bord nehmen.
    Mal ehrlich: Die Leute in den Vereinen beschäftigen sich das ganze Jahr mit dem Thema ESC. Die haben auch eine gewisse Ahnung, was beim ESC laufen kann und was nicht.
    Jedenfalls wäre das eine bessere Lösung als die soegannten Radioexperten oder die PR-Leute der Plattenfirmen.

    • Die Leute, die 2020 Cicciolina verhindert haben zu beauftragen, wäre nun wirklich den Bock zum Gärtner machen!

      • Es sollen ja nicht einige wenige diese Lieder aussuchen, sondern eine größere Gruppe von Leuten. Nimm z.B. 10 oder 15 Leute aus den Vereinen, die sich durch die eingesendeten Lieder hört und daraus eine Auswahl trifft. Das dürfte erfolgsversprechender sein als die Auswahl einer kleinen Gruppe von Radiomoderatoren, die sich mit dem ESC überhaupt nicht auskennt.

      • Es sollen Fachleute ran, die wirklich auch die Nischen des deutschen Musikmarkes kennen und nicht organisierte Fans, die letztelich vor allem das wollen, was sie in der Vergangenheit gut fanden.

      • @ ESC1975

        Es nutzt aber nicht, nur auf den deutschen Musikmarkt zu schauen. Sicher: Es ist gut, wenn der ausgewählte Act auch in Deutschland erfolgreich in den Charts ist. Aber er muß auch im Ausland ankommen, sonst landen wir wieder hinten. Vieles, was in Deutschland erfolgreich ist, ist für den Wettbewerb ESC einfach nicht tauglich.
        Und was nun den Einbezug der Fans bei der Liedauswahl in der VE angeht: Da hat sich doch in den letzten 20 jahren viel getan in den Vereinen. Dort sind nicht mehr nur die ewig gestrigen ESC-Nostalgiker. Es gibt auch viele neue junge Mitglieder, die auch einen ganz anderen Geschmack haben. Man braucht doch nur in die Votings der Clubs zu schauen. Dort liegen ja auch viele Beiträge vorne, die am Ende auch beim ESC vorne landen.
        Fakt ist doch: Die in den Vereinen tätigen Leute beschäftigen sich das ganze Jahr mit den ESC. Die liegen weitaus näher dran an dem was beim ESC funktioniert als z.B. irgendwelche Radiomoderatoren oder Muskjournalisten.

      • Steffen, es nutzt nichts, wenn man weiß was man für den ESC braucht, wenn man den deutschen Markt nicht kennt und das dann auch dort findet.

    • Sind in diesen Fan-Clubs denn auch Leute unter 50 und vllt nicht nur weiße Herren? Sonst würde sich diese Gruppe ja nich wirklich vom NDR-Team unterscheiden.

      Mir kommen diese Vereine etwas verstaubt vor..

  33. Da im alljährlichen Was-muss-sich-ändern?-Diskurs nun schon öfters Formate wie TV Noir, Inas Nacht oder zuletzt Neo Royale angeführt wurden, kann ich nur anmerken, dass ich zu gerne in einer Welt leben würde, in der Die Nerven mit Europa für Deutschland zum ESC gefahren wären (Gruß an denjenigen, der mir diese Wunschvorstellung in den Kopf pflanzte):

    • Aber machen wir uns nichts vor – wären Acts wie dieser oder Kummer, Schnipo Schranke, Die Heiterkeit, Messer, Ilgen-Nur usw überhaupt am ESC interessiert (was durchaus zu bezweifeln ist), hätten diese wenn überhaupt nur eine Chance, wenn sie intern gewählt würden. Dass sowas wie Konstrakta hierzulande niemals den Vorentscheid gewinnen würde, hat man doch schon am Beispiel Laing gesehen.

      Aber für einen wagemutigen Act bräuchte es auch wagemutige Personen, die von wagemutigen Verantwortlichen in diese Position gebracht werden. Derart unwahrscheinlich, dass man nur Gary Lineker paraphrasieren kann:
      ESC is a simple Show: 25 Countries chase the trophy for 120 minutes and at the end, the Germans finnish bottom 3

  34. Wir hatten ja schon ein ESC Panel aus 100 Leuten, es ist aber nutzlos wenn die Vorgaben des NDR keine andere Auswahl zulassen als Durchschhnitt. Dieses Panel braucht absolute Entscheidungsgewalt, unabhängig vom NDR, um nach spanischen Vorbild 12 Lieder zu suchen, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht oder Musikgenre. Dann 2 Halbfinals mit je 6, dann ein Finale mit den jeweiligen 3 Erstplazierten. Außerdem muss jedes der 12 Lieder perfekt gestaged sein, dem Team des Liedes mind. 50.000 Euro in die Hände gedrückt fürs Staging (wenn Litauen das Geld über hat !!!!!!) Der NDR soll zahlen und Marketing verwantworten reicht

    • Der komplette Prozess 2020/21 war komplett unabhängig vom NDR, eben als Reakion auf die S!sters-Nummer. Federführend war eine Tochter-Firma von digame.

      • Du nimmst ja schon Einfluss auf die Entscheidung mit der Zusammensetzung des ESC Panels.

      • Die Auswahl des Panels wurde aber auch nicht vom NDR durchgeführt, sondern von Simon Kucher & Partner. Wer nun genau die Kriterien, nach denen die Mitglieder ausgesucht wurden, festgelegt hat, weiß man nicht, aber auch so wäre der NDR-Einfluss auf das Endergebnis marginal. Es wurde ja auch auf eine Verteilung über ganz Deutschland und einigermaßene Ausgewogenheit bzgl. Alter und Geschlecht geachtet (schon in Richtung demoskopische Jury) und dass die Leute, die den ESC-Beitrag aussuchen, sich schon ein wenig mit dem ESC auskennen sollten, liegt doch auch ohne NDR auf der Hand.
        Und bevor nun wieder alle „Die haben aber Jendrik ausgewählt!!!“ (kam ja weiter oben schon) rufen: Wenn dem Vernehmen nach Jendrik der einzige war, der sich im Vorfeld Gedanken über die Präsentation gemacht hat und der Rest nur drei Minuten „authentisch“ auf der Stelle stand, hätte ich ihn wahrscheinlich auch gewählt, selbst wenn der Song allein mich auch nicht in Euphorie versetzt hat.
        Aber dazu braucht man sich jetzt auch keine Gedanken mehr zu machen. Beim NDR wollte man offensichtlich einen konsequenten Schlussstrich unter die Ära Schreiber ziehen und da gehörte das Verfahren natürlich auch dazu.

  35. Ein guter Zeitpunkt, noch mal für meinen feuchten Traum von Vorentscheid zu werben …

    Wir haben insgesamt 30 Künstler, die sich aus drei Pools à 10 Acts zusammensetzen:

    Pool 1 – Die Erfolgreichen
    Der NDR lässt von der GfK/Mediacontrol die erfolgreichsten Künstler Deutschlands ranken und spricht diese gezielt an. Ob man nun die erfolgreichsten deutschen Künstler aller Zeiten im oder nur die eines gewissen Zeitraums zugrunde legt, ist egal, und sollte sich besser in den „Nebeln von Norwegen“ verlieren. Am besten ein Mischmasch, damit von James Last (so er denn noch lebte) bis Capital Bra alles denkbar ist. Hauptsache, man findet 10 etablierte, namhafte Acts, die automatisch für ein hohes Interesse sorgen. Die Diversität kommt dann vermutlich von ganz allein.

    Pool 2 – Die Kritikerlieblinge
    Der NDR bezahlt den Redaktionen aller großen Musikzeitschriften von Metalhammer über Musikexpress bis hin zu Juice ein kleines Taschengeld, damit ihre Redakteure mal einen Tag gemeinsam konferieren. Man möge sich auf eine Liste der 50 oder 60 „besten“ deutschen Acts einigen.

    Pool 3 – Die alten Bekannten
    Per E-Mail-Massenversand werden sämtliche noch lebenden ehemaligen deutschen Vertreter und Vorentscheidskandidaten aufgerufen, sich zu bewerben. Da hier natürlich mehr als 10 Einreichungen bei rum kommen werden, könnte man zur Vorauswahl das alte Eurovisions-Panel wieder reaktivieren – oder der NDR selektiert halt selbst, nur dann bitte nicht durch die Flitzpiepen der 22er Radiojury. Wichtig: Fiele ein Künstler theoretisch auch in Pool 1 (z. B. Scooter oder Thomas Anders), würde er trotzdem in Pool 3 sortiert. Einfach, um den unbedarften Zuschauer außerhalb der Bubble mit noch renommierteren Künstlern zum Einschalten zu bewegen.

    Ablauf:
    Es gibt zwei Runden: 10 recht günstige „Shöwchen“ und ein großes Finale. Für die erste Runde räumt man zwei Wochen lang werktags jeden Abend eine Viertelstunde vor der Tagesschau frei (so ähnlich, wie man es 2011 und 2022 ja bereits für eine Woche getan hat). Dort treten pro Abend drei Künstler, je einer pro Pool, gegeneinander an. Also z. B. Heino vs. Drangsal vs. Levina (oder Scooter?). Der Gewinner des Televotings zieht ins Finale ein, die Ergebnisverkündung erfolgt nach der Tagesschau per Bauchbinde. Um aber auch die Jugendlichen zu erreichen, werden diese Shows auch live auf YouTube gestreamt. Das Finale mit den zehn Siegern der Trielle ist dann ein klassisches Vorentscheidsfinale um 20:15.

    Die Teilnehmer werden verpflichtet, bis zum Tag ihres Vorrunden-Auftritts Stillschweigen zu bewahren. Einzig die BLÖD-Zeitung kennt neben dem NDR alle Teilnehmer, und kann so dann exklusiv die Teilnehmer des Folgetages verkünden. So ist für ein konstantes mediales Grundrauschen gesorgt – und populäre Acts haben ein geringeres Zeitfenster, um ihre Fans zu mobilisieren und entsprechend nicht mehr so einen großen Vorteil.

    Sobald sich das Format bewährt hat (nicht vergessen: Ziel ist kurzfristig vor allem nationales Interesse, nicht zwingend Erfolg beim ESC), kann man für die Folgejahre überlegen, auch wieder Amateure und Newcomer einzubinden.

    • Ich bin einer der ganz wenigen Fans, die diesen verträumten Beitrag sehr gerne mögen. Würde bei einer Abstimmung hier auf ESCK natürlich bereits in der ersten Runde krachend scheitern.

      Und war das nicht auch der Act, bei dem Aktivisten die Bühne gestürmt haben, weil sie dachten, dass es der Beitrag des franquistischen Spanien sei?

      Wie dem auch sei: Vielen Dank und ruhe in Frieden! 😢

      • Ich mag den Beitrag eigentlich nicht.

        Der Grund für die Vernichtung des ESC-Videos von Kopenhagen war, dass die Aktivisten die Bühne NACKT gestürmt haben. Hier wollte die EBU den Charakter der Familiensendung schützen. Das war auch der Grund, warum man die Videos von 1956 geschreddert hat, um zu vertuschen, dass nach dem eigentlichen Sieg Freddy`s das Seniorenpublikum im Kurhaus von Lugano begann, aus Protest Stühle auf die Bühne zu werfen. 😉

      • 🤣
        Sag ich ja: In der ganzen weiten Welt bin ich der einzige, der BEL64 mag … 🙁

    • Naja, da war die Kritik von Moor aber deutlicher und besser.
      Die Kritik des NDR1-Moderator zusammengefasst: „Um es auf den Punkt zu bringen: Der deutsche Vorentscheid sollte für 2023 mutiger sein“.

      • Grundsätzlich jedenfalls bemerkenswert, diese „Nestbeschmutzer“. Nach all den Flops der vergangenen Jahre scheint es beim NDR inzwischen ja auch intern gewaltig zu rumoren. Im Idealfall führt das dazu, dass es nächstes Jahr tatsächlich kein „weiter so“ mehr gibt.

    • „Darum sollte es also gehen: Wir müssen Künstler und Künstlerinnen finden, die uns in ihren Bann ziehen. Wir müssen Songs finden, die auffallen, die das gewisse Etwas haben.“. Wahnsinn. Was für eine Erkenntnis! Wer hätte das gedacht. Aber ja, immerhin scheint etwas zu passieren.

  36. Warum sollte der Auswahlprozess nicht schon im Oktober stattfinden und zwar als eine Art Festival ( im freien als live Musik ) was man auch besuchen kann ? Gerne dann mit live Übertragung im Fernsehen und im Internet. Das große Finale daraus kann ja dann wetterbedingt später in einer Halle stattfinden.

    Auch sollten kleine Bands die ihre Videos im Internet veröffentlichen direkt angesprochen werden sich zu bewerben.

  37. Um wieder einmal Fußball zu bemühen: sofort nach einer Niederlage mussen sich Spieler und Trainer der Presse stellen. Auch am Tag danach. Aber das NDR Team ging wie immer auf Tauchstation und wir werden die nächsten Monate nichts mehr hören.

  38. Lieber NDR: Hausaufgabe bis zum nächsten ESC. Wenn Ihr es nicht schafft, den deutschen Beitrag ESC-tauglich zu machen, dann nutzt doch bitte Eure Macht als BIG5-Land bei der EBU und beschliesst, dass der ESC radiotauglich wird .

    Der Ansatz der Einbindung der Radiostationen macht es für Künstler (wieder) durchaus interessant, sich hier zu bewerben. Ohne dem hätte Malik hier sicher mit „Rockstars“ keinen Top 10-streaminghit gelandet. Insofern hat es sich für ihn auch trotz des letzten Platzes gelohnt und er wird seinen Weg machen.
    Leider bringt aber eine wenig mutige, oder wie Thomas Mohr sagen würde, wenig excellente radiotaugliche Nummer keinen Erfolg beim TV-Wettbewerb ESC. Entsprechend excellente Acts, gerne auch aus einer Nische, müssen aber erst einmal gefunden werden. Kann sein, dass sich diese von sich aus melden, sie könnten aber auch „gefunden“ werden. Hier könnte der NDR kompetente Mitarbeiter auf Konzerte schicken oder auch gerne ESC-affine unabhängigen Musikjournalisten (schönen Gruss an die Bleistiftrockerin) einbinden.
    In diesem Zusammenhang finde ich die Idee charmant, dass man solche Acts dann konkret anspricht und ihnen eine ESC-Teilnahme schmackhaft macht. Mit einem Dutzend solcher Acts lässt sich dann auch gerne ein öffentlicher Vorentscheid veranstalten. Sollten sich die Radioanstalten dann bereit erklären, dass dann auch im Radio zu promoten, wäre das aus meiner Sicht der goldene Weg.

  39. Was wir für 2023 bräuchten wäre ein Act, wo „ganz“ Deutschland mitfiebern würde. So wie dies der Fall bei Guildo Horn, Stefan Raab, Max Mutzke, TL und Lena der Fall war. Im Nachhinein gesehen ist es fast ein Wunder, in welcher Häufigkeit wir von 1998 bis 2011 Teilnehmer hatten, die für große Hits sorgten. Wir liegen aktuell am Boden und so ein Glücksfall würde uns 2023 schlagfertig zurück ins Spiel bringen.

    • Wollte ich auch gerade hier bekannt geben! Finde ich prima, dass Deutschland weiterhin am JuniorESC teilnimmt und nicht so wie Wales nach zwei hinteren Plätzen gleich das Handtuch wirft!

  40. Bei aller berechtigter Kritik an der Belanglosigkeit des Beitrags und der fehlenden Diversität bei der Vorauswahl wird mir schon etwas mulmig wenn sich jetzt alle auf dieses „mutig“ stürzen. Qualität sollte schon noch im Vordergrund stehen. Jetzt sehe ich Deutschland schon wieder intern so einen Miss Kiss Kiss Bang Song nominieren…

  41. Ich *mag* den ESC 🙂

    Leute – es geht beim ESC doch vor allem darum *gemeinsam Spass zu haben*

    Was Deutschland treibt, ist mir komplett Wumpe.
    Welchen Song Deutschland schickt, ist mir komplett Wumpe.
    Welchen Platz Deutschland macht ist mir komplett Wumpe.

    Mal ehrlich: Wenn jemand von EUCH oder das Deutsche öffentliche Fernsehen ein aufrichtiges Interesse an einem funktionierenden Vorentscheid hätten – warum nicht mal bei den erfolgreichen Nachbarländern schauen?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Melodifestivalen_2022

    Ist alles keine Raketentechnik, und lässt sich auch in Deutschland ohne Probleme „aus dem Stand“ realisieren – siehe etwa den etwas hemdsärmeligen Bundesvision Song-Contest von Raab.

    • Bei den öffentlich-rechtlichen ist für so einem großen Vorentscheid wie beim Mello wohl wahrscheinlich kein Geld da!

      Habe ich weiter oben bereits in einem Kommentar erklärt woran das liegen könnte, denn im Gegensatz zu den „öffentlich-rechtlichen“ (oder wie man das auch immer in den anderen Ländern nennt) Sendern vieler anderer EBU-Länder hat Deutschland nicht EINE Senderundfunkanstalt, sondern mehrere (NDR, BR, SWR etc.), da bei uns ja die Bundesländer dafür verantwortlich sind. Dazu kommt dann auch noch das ZDF sowie Deutschlandradio!

      Deswegen wäre es wohl wirklich keine schlechte Idee bei einem größeren Vorentscheid doch wieder mit einem Privatsender zusammenzuarbeiten! Eigentlich ist ein Vorentscheids-Konzept wie „Unser Star für Oslo“ der für mich perfekte Vorentscheid, da hier sowohl Künstler, als auch Song ausgewählt werden!

  42. Unabhängig von der Auswahl des deutschen Beitrags: Das Rahmenprogramm um den ESC spricht doch Bände, wie der NDR zum ESC steht. Jedes Jahr Schöneberger, die die Sendung lieblos wegmoderiert und bevorzugt sich selbst zum Thema macht und eine ironische Distanz zum ESC zeigt. Käseigel als Studiodeko. Thomas Hermanns als Experte (nichts gegen ihn, aber er vertritt ein Bild vom ESC das die Veranstaltung als bunten, schrulligen CSD sieht), Peter Urban, der seine beste Zeit hinter sich hat. Deutsche Popstars auf der Bühne, die ihren neuen Song promoten wollen und ansonsten eher gelangweilt sind. ESC ist für den NDR kein ernsthafter Wettbewerb. Eher eine lustige, gut gelaunte Schau der Kuriositäten. Wenn immer gesagt wird, dass Terry Wogan den ESC in der BBC zerstört habe, dann macht es der NDR leider auf die deutsche Art. Und ehrlich gesagt ist das sogar noch schlimmer. Der ESC in Deutschland braucht ein neues, zeitgemäßes Image. In anderen Ländern ist das längst passiert, zuletzt sogar in UK. Es wird Zeit …

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