
Wir kommen zum großen Fan- und Buchmacher-Favoriten der diesjährigen deutschen ESC-Vorentscheidung. Ryk ist bereits ein bekanntes Gesicht in der Bubble, da er schon 2018 versuchte, Deutschland beim ESC in Lissabon zu vertreten. Dieses Jahr soll es nun klappen mit der ESC-Teilnahme und dem gefühlvollen Song „Oh Boy“. Ryk wird am kommenden Freitag, wie die restlichen acht Acts auch, versuchen, bei Das deutsche Finale das Ticket nach Malmö zu lösen.
Ryk heißt mit bürgerlichem Namen Rick Jurthe und begann bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspielen. Das Instrument hat ihn durchgängig begleitet und so brachte er sein musikalisches Talent auch in zahlreichen Bands ein. In Hannover studierte Ryk Populärmusik; der Master führte ihn dann über London bis nach Stockholm. Die größten Musiknationen Europas durfte der Sänger also bereits kennenlernen.
Als studierter Komponist und Musikproduzent war Ryk in der Vergangenheit in zahlreichen großen Projekten eingesetzt, unter anderem beim „Feuerwerk der Turnkunst“, und hatte zudem mehrere Auftritte auf Pop-Festivals. Der Musiker trat schon mit ESC-Siegerin Conchita Wurst auf und pflegt einen guten Kontakt zu ihr. Mehr über seine bisherige Arbeit, seine Vorentscheid-Erfahrung 2018 und die kommende Teilnahme an Das deutsche Finale 2024 hat er auch in unserem ESC kompakt LIVE erzählt. Darin verrät er übrigens auch, wo genau er am häufigsten erkannt wird.
Das Lied
Ryk bleibt seinem Stil treu und präsentiert uns auch dieses Jahr eine emotionale Ballade, die allerdings von einer reicheren Produktion leb, als sein Vorentscheid-Song von 2018, „You and I“. Das Instrumental im Song klingt fast schon cineastisch und die Nummer würde sich auch als Soundtrack gut machen. Ryks Vocals kommen perfekt zur Geltung und machen den Song einzigartig authentisch.
Textlich geht es um eine unerwiderte Liebe des Protagonisten. Er besingt seinen besten Freund, der nicht mehr als Freundschaft empfindet. Die Verarbeitung dieser schmerzhaften Erfahrung wird im Song besungen und soll im Vorentscheid durch Lichteffekte und eine schlichte, aber wirkungsvolle Inszenierung verdeutlicht werden. Ryk hat uns im Interview verraten, eine klare Vision für den Auftritt von „Oh Boy“ zu haben und diese gemeinsam mit Stage Director Marvin Dietmann auf die Bühne zu bringen.
Der Check
ESC-kompakt-Leser:innen
So habt Ihr gewertet:
Song allgemein: 7,45/12 Punkten
Eignung des Songs für den ESC: 3,70/5 Punkten
Eignung des Künstlers für den ESC: 3,56/5 Punkten
Gesamtpaket: 3,65/5 Punkten
Im Hinblick auf das Gesamtpaket liegt „Oh Boy“ bei Euch auf Platz 1 von 8.
Im Hinblick auf die Erfolgsaussichten beim ESC liegt „Oh Boy“ bei Euch auf Platz 1 von 8.
Blogger:innen
Benny: Der beste Song im Wettbewerb. Ryks Gesang berührt mich ebenso wie die Melodie und der schmerzerfüllte Text. Aus meiner Sicht der einzige Beitrag, mit dem Deutschland – inszenierungsabhängig – international Chancen auf eine überdurchschnittliche Platzierung hat. 12 Punkte.
Berenike: Ryk war schon vor fünf Jahren im Vorfeld mein Favorit und ist es in diesem Jahr wieder. Die Live-Inszenierung mit der Ballerina auf dem Klavier hatte mich damals dann leider nicht so richtig überzeugt, da hoffe ich wirklich, dass es in diesem Jahr besser wird. Mit Licht könnte man hier so viel machen. An „Oh Boy“ schätze ich vor allem den Klangteppich, der unheimlich komplex und kreativ ist und so viel lautmalerische emotionale Erzählkraft hat. Dazu noch Ryks Stimme, die es auch schafft Gefühle zu übertragen. Es reicht nicht ganz für 12 Punkte, mit 10 Punkten aber für mich deutlich vor dem Rest des Feldes.
Douze Points: Arthouse-Musik mit männlicher Kopfstimme – danke, aber nein Danke. Ryk spielt das Thema hier aber ganz interessant und der Einsatz der Soundeffekte hätte nicht besser zum Pimpen von armenischen Songs genutzt worden sein können. Ist es ein neues „Arcarde“ (wo ich den Hype ja bis heute nicht verstehe)? Vermutlich nicht. Auch hier käme man nicht um eine gute Inszenierung rum. Gerade mit dem Stimmen-Echo könnte man da aber was erzeugen. 6 Punkte.
Flo: „Oh Boy“ ist eine schwierige Nummer. Und das nicht, weil sie nicht grandios von Ryk gesungen würde oder musikalisch uninteressant wäre. Sondern weil man sich darauf einlassen muss, Ryk die drei Minuten zu folgen. Kein Song, den man so nebenbei laufen lassen kann, ohne sich weiter damit zu befassen. Darin liegt ein gewisses Risiko, aber Risiko erhöht ja im Zweifel auch das Potenzial, erfolgreich zu sein. Das wäre Deutschland beim ESC endlich mal wieder zu wünschen. Ryk hat hier womöglich einen Rohdiamant vorgelegt, der jetzt noch die Strahlkraft braucht, dass er einen „Wow-Moment“ kreiert, der den Abend über verfängt. 10 Punkte.
Manu: Ryk ist zurück und gibt uns ein noch wirkungsvolleres Upgrade zu seinem 2018er Beitrag „You & I“. Hier scheint jeder Ton genauestens überlegt und platziert zu sein, keine Strophe und kein Refrain gleicht dem anderen. „Oh Boy“ ist musikalische Kunst und kreiert eine besondere Atmosphäre, die mindestens die Jurys nicht unbeachtet lassen können. Meiner Meinung ist „Oh Boy“ die beste Wahl, um in Malmö nicht um den letzten Platz bangen zu müssen. Von mir gibt es dafür wohl überlegte 12 Punkte.
Max: Sicherlich der ESC-tauglichste Song, was man auch in den internationalen Rankings zu spüren bekommt. „Oh Boy“ ist atmosphärisch, theatralisch und hat vieles, was man auf der ESC-Bühne bei so einem Song braucht. Allerdings ist der Beitrag, fürchte ich, nicht so zugänglich wie andere erfolgreiche Balladen beim Wettbewerb zuvor. Die beste Wahl ist er sicherlich dennoch. 7 Punkte.
Peter: Das ist sicher der persönlichste und textlich tiefste und anspruchsvollste Song im Wettbewerb und die Offenheit von Ryk ist entwaffnend. Und „Oh Boy“ erzählt nicht nur eine starke Geschichte, sondern hat auch den dramaturgischen Aufbau und die stimmliche Authentizität, die ein gut funktionierender und kraftvoll eigenständiger ESC-Titel braucht. Deshalb ist dies jenseits meiner persönlichen Affinitäten objektiv sicher der chancenreichste Song im deutschen Finale. Allein mir liegt ganz individuell das Ergriffenheits-Segment nicht so sehr. 8 Punkte (weil der Text so stark herausragt).
Rick: Es ist schwer zu erklären, warum mich dieser Song so begeistert. Eigentlich bin ich echt nicht anfällig für Balladen, aber „Oh Boy“ hat es mir angetan. Vermutlich weil die Komposition wirklich wiedererkennbar ist. Obwohl die Nummer so ruhig ist, ist sie einprägsam und sehr hochwertig produziert. Ryk bringt zudem echte Emotionen in diesen Song, die das Ganze zu genau dem ESC-Beitrag machen, den Deutschland brauchen könnte. Kein Schnickschnack, sondern reine Authentizität. Mein Namensvetter bekommt von mir 12 Punkte.
Gesamtpunktzahl: 77/96
Wie gefällt Euch „Oh Boy“? Welche Performance erwartet Ihr von Ryk beim ESC-Vorentscheid? Schreibt uns gerne Eure Meinung in die Kommentare!
Bisher erschienene Songchecks:
- (1) „Tears Like Rain“ von Bodine Monet
- (2) „Katze“ von GALANT
- (3) „Always On The Run“ von Isaak
- (4) „Undream You“ von Leona
- (5) „Naiv“ von Marie Reim
- (6) „Forever Strong“ von Max Mutzke
- (7): „Love On a Budget“ von NinetyNine
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Wenn jemand hier fordert, den Song weniger homosexuell zu machen, hätte ich ein paar Vorschläge. Der Titel lautet nun „Oh gender-non-disclosed person“, was, wie ich finde, ziemlich catchy ist.
„Oh gender-non-disclosed person, I need your love“, damit würden wir dann auch den Preis für die besten Lyrics des Jahrgangs erhalten!
Folgt mir für noch mehr Tipps zum Songs schreiben!
„person“ ist ein deutlich ethnozentrischer Begriff, der in eindeutiger Weise kollektivistische Kulturen diskriminiert. Es sollte besser von „human beings“ gesprochen werden, oder besser, um Tiere nicht auch auszuschließen, von „breathtaking beings“.
Zudem ist „love“ ein Begriff aus dem 18. Jahrhundert und schließt damit Steinzeitmenschen aus. Wir sollten das auf die bürgerliche Klasse bezogene Phänomen daher auf seine biologischen Grundlagen für alle Schichten öffnen , etwa:
„durch Serotonin gesteuerte Aktivität des limbischen Systems bei gleichzeitiger Ausschaltung des präfrontalen Cortex“
Außerdem ist „Oh“ zu westlich-empfindsam und sollte durch „Uuh…aah“ ersetzt werden.
Es ergibt sich also unser Lied für Malmö:
„Uuh…aah gender-non-disclosed breathtaking being, I need your serotonin-controlled activity of the limbic system with simultaneous elimination of the prefrontal cortex“
😂😂😂😂😂 Glaubt ihr, Jens wäre damit einverstanden? 😂😂😂😂😂
Wir erfüllen nur seine Forderungen.
Solange da keine Sternchen auftauchen, sollte es für Jens i. O. sein.
Ich würd sagen, beim nächsten Vorentscheid sind wir locker dabei!
Yes !
Wohlwollende 2/10.
Glaubt ernsthaft jemand, damit auf der linken Seite zu landen?
Dafür muss dieser „Rohdiamant“ aber noch STARK geschliffen werden. Und überhaupt: Haben nicht die Ergebnisse aus LUX, FIN, ITA etc. gezeigt, dass der Trend weg von der Ballade führt?
Man kann sich aber auch einiges einreden und denken, dass Ryk als Star des Abends mit der besten Ballade (Slimane mit europaweit verteilten Fans says hi) abräumen wird.
Samstagfrüh könnten wir ja schon im Falle eines Sieges in der VE sehen, wie international der Trend geht…. Bis dahin… ❤️
Also ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit Ryk auf der linken Seite landen würden. Top10 Jury reicht dafür.
Das heisst nicht, dass ich davon ausgehe, dass er am Freitag gewinnt. Ohne die Performance gesehen zu haben, gehe ich immer noch von Platz 3 aus.
Du kannst gerne glauben, was du willst, liebe Marie! ❤️ Wir hoffen einfach, dass Ryk gewinnt – falls nicht, kann der ESC schon mal Bottom 5 für Deutschland sichern! ❤️
Das „falls nicht“ kann man getrost streichen, ich sehe ehrlich gesagt keinen Beitrag mit Potenzial für mehr als Platz 24🥰
Wieso tummelst du dich dann überhaupt noch auf diesen Seiten, wenn dir kein einziger Beitrag gefällt? Also manche Menschen verstehe ich wirklich nicht. Anstatt seinen Lieblingssong zu supporten, haben sie eher Spaß daran, andere niederzumachen. So wird auch dein Charakter sein.
Man kann sich sehr wohl auf „diesen Seiten tummeln“, wenn einem kein Beitrag der deutschen VE gefällt (was für mich übrigens nicht gilt), schließlich gibt es ja auch noch viele andere Länder mit interessanten Vorentscheiden, und es ist ja wirklich nichts Neues hier, dass manchen bei einem deutschen Vorentscheid kein Beitrag gefällt, der NDR wird hier doch ständig kritisiert.
Ich verstehe diesen Rückschluss auf den Charakter nicht, nur weil sich jemand erdreistet, den Song „Oh boy“ zu kritisieren, zugegeben in nicht besonders freundlichen Worten, aber auch nicht unfreundlicher als das, was ich im Schnitt hier immer wieder über meinen Lieblingssong der deutschen VE 2019 zu lesen bekomme.
Ich hatte ursprünglich vor, für Marie Reim, Leona und Ryk anzurufen, aber bei Ryk werde ich es jetzt wohl doch lassen, weil mich dieses penentrante „Es darf ja niemand anderes außer Ryk gewinnen“ von nicht wenigen Usern hier nervt und ein wenig an die unfreundliche Stimmung von 2019 erinnert, als das freche ARD-Publikum es tatsächlich wagte, zusammen mit den internationalen Juries etwas anderes als die von den ultimativen ESC-Experten hier zu den Favoriten gekürten beiden Songs zu wählen.
Ok, ich habe seit meinem Kommentar von vorhin ein bisschen weitergelesen (auch in anderen Threads), und muss meinen Eindruck ein wenig revidieren: So ganz minoritär ist die „Oh boy“-Kritiker-Gruppe dann doch nicht, und vielleicht hat sich bei Dir nach Lesen mancher eher unfreundlicher Kommentare aus dieser Gruppe einiges angestaut und es musste hier raus (so wie bei mir bei meinem Vorkommentar auch).
Vielleicht kriegt Ryk doch zwei oder drei Anrufe von mir 🙂
Je mehr Länder den Trend von der Ballade weg gehen, um so besser steht es für die verbleibenden.
Diese hat es immer gegeben und wird es immer geben.
Allerdings vergisst Du auch ein wenig, dass in Finnland „Paksana“ sich im Televote wacker geschlagen hat und in Luxemburg die Ballade das Televote, wenn auch knapp gewonnen hat.
Wenn Dir der Song von Ryk nicht gefällt….fein…Geschmäcker sind halt verschieden (gut 😊).
„Glaubt ernsthaft jemand, damit auf der linken Seite zu landen?“
Ja.
Träumen kann man viel. Freitag klingelt der Wecker.
Dass LUX, FIN, ITA etc. keine Balladen ausgewählt haben, spricht meiner Meinung nach erst recht für eine Ballade, in dem Fall für „Oh Boy“. Mehr noch: Von mir aus können alle anderen Uptemposongs schicken, umso eher wird Ryks Song herausstechen. Und zwar positiv. 🙂
Zum Vergleich:
https://esc-kompakt.de/esc-songcheck-kompakt-2023-32-deutschland-blood-glitter-von-lord-of-the-lost/
Naja. Ich warte erstmal bis zum Finalergebnis. Und falls Ryk da gewinnt, dann warte ich auf das Urteil bei ESC Insight. Deren Einschätzung war gerade bei deutschen Beiträgen immer ziemlich gut.
Einer von vier Beiträgen,mit denen ich in Malmö leben könnte.
Und ich kann nachvollziehen,was manche Fans in ihn sehen.
Welche Hoffnungen sie mit ihn verknüpfen.
Trotz alledem sehe ich ihn momentan nicht als Favoriten.
Und ich denke nicht,das er das Ticket nach Malmö lösen wird.
Die allergrössten Chancen sehe ich für Ryk noch bei den Jurys.
Hier wird er sich ein großes Punktepolster aufbauen müssen.
Ob er das schafft ??? Leona und Max werden hier sicher auch gut punkten können.
Isaak und Bodine durchaus auch.Wenn er hier schon mäßig abschneidet,dann ist es
meines Erachtens schon vorbei.
Spätestens das Televoting wird dann wohl der Sargnagel seiner ESC-Hoffnungen.
Kann mir nicht vorstellen,das der Beitrag beim normalen Publikum viel Anklang
finden wird.
ESCK-Leser Powervoting hin oder her.So groß ist die Bubble nun auch nicht.
Zumal ich ihn nicht für den charismatischsten Künster halte. Das wurde 2018
schon deutlich. Und ich denke nicht,das man sich das antrainieren kann.
Der Auftritt wird es wohl auch nicht rausreißen.Man munkelt ja,das sich das
Staging dem noch nicht veröffentlichten Videolhneln soll.
Was mich nicht hoffnungsvoller macht.Zumindest nach den Ausschnitten,
die man bisher gesehen hat.
Wünsche ihn persönlich alles Gute für den Vorentscheid.
Und wenn er unser Act wird,das hoffe ich auf ein gutes Ergebnis im Mai.
Nur ich glaube momentan nicht daran.Und gehe davon aus,das die
Ryk-Blase am Freitag platzen wird.
In dem Punkt charismatisch gebe ich Dir absolut recht – diese Rubrik hat m.M.n. Bodine für sich gepachtet – der könnte ich den ganzen lieben langen Tag verträumt zuhören, wenn die mit ihrem kanadisch/holländischem Släng in Deutsch einen um den Finger wickelt ….da bekomme ich wieder diese Lena 2010 Vibes – zuckersüß niedlich, frisch und frech. Ein Weib zum Pferde stehlen.
Okay okay – ich höre schon auf ^^.
Mach weiter……bitte bitte.
Es kann nur er werden.
Ich finde Ryks Song großartig, mochte auch seinen Beitrag von 2018 sehr. Hoffentlich gewinnt er am Freitag 🍀
Der Song ist super wenn einer dann müsste der ins Finale.
Sorry, finde diesen Song völlig farblos und langweilig. Nicht mein Lied..
Langweilig