
San Marino setzte 2025 auf den San Marino Song Contest als nationale Vorentscheidung. Die Verantwortlichen haben schon immer gesagt, dass der Vorentscheid in San Marino auch eine zweite Chance für Titel aus dem italienischen Sanremo-Festival bieten sollte. Was aber wohl niemand erwartet hat: Dass ausgerechnet der Soundtrack für das diesjährige Festival di Sanremo beim san-marinesischen Vorentscheid mitmachen und gewinnen sollte.
Im Finale war es soweit: Am 8. März setzte sich im Teatro Nuovo in Dogana der italienische DJ Gabry Ponte mit seinem Titel „Tutta L’Italia“ gegen 15 weitere Acts durch, darunter bekannte Namen wie Marco Carta und Bianca Atzei. Mit seinem Sieg sicherte er sich das Ticket zum Eurovision Song Contest in Basel.
Gabry Ponte, bürgerlich Gabriele Ponte, wurde am 20. April 1973 in Turin geboren. Bekannt wurde er als Mitglied der Italo-Dance-Band Eiffel 65, die 1999 mit dem Kulthit „Blue (Da Ba Dee)“ internationale Erfolge feierte. Nach seinem Ausstieg aus der Band im Jahr 2005 startete er eine erfolgreiche Solokarriere und gründete 2006 sein eigenes Label „Dance and Love“. Gabry hat mit Künstlern wie Tiësto, Dimitri Vegas & Like Mike sowie Steve Aoki zusammengearbeitet und zählt zu den meistgestreamten DJs Italiens.
Das Lied
„Tutta L’Italia“ ist eine Elektro-Tarantella, die traditionelle italienische Klänge mit modernen Dance-Beats kombiniert. Der Song wurde von Gabry Ponte gemeinsam mit Andrea Bonomo und Edwyn Roberts geschrieben. Mit seiner eingängigen Melodie und dem leicht mitsingbaren Refrain feiert das Lied die kulturelle Vielfalt Italiens und lädt zum Tanzen ein. Es ist eigentlich eine Art zweite Hymne für das Nachbarland San Marinos, denn das vergisst man häufig: Das Lied repräsentiert den Zwergstaat und nicht Italien.
Wie oben erwähnt diente „Tutta L’Italia“ als Intro- und Outro-Musik für das diesjährige Sanremo-Festival. So war das Lied bereits ein Hit, als es am Vorentscheid in San Marino teilnahm. Der offizielle Musikclip wurde Mitte März veröffentlicht und zählt bereits mehrere Millionen Aufrufe auf YouTube.
Gabry Ponte tritt im ersten Halbfinale am 13. Mai auf Startplatz 9 an.
Der Check
Song: 4/5 Punkten
Stimme: 2/5 Punkten
Darbietung: 3/5 Punkten
Instant Appeal: 4/5 Punkten
Chris: Extrem catchy – und nicht zuletzt deshalb vom einen San (Remo) zum anderen (Marino) transplantiert worden. Beim Staging muss aber definitiv noch etwas passieren. 8 Punkte
Giulia: Da habe ich sofort Bock, den Song mit einem ganzen Stadion zu grölen. Besonders gut gefällt mir auch der Sound nach dem gesungenen Refrain. Der macht noch dazu Lust zu tanzen und das Leben oder zumindest Italien zu feiern. 7 Punkte
Laureen: Vom Sanremo-Festival ist mir außerhalb der vielen Beiträge ganz klar dieser Jingle in Erinnerung geblieben – kein Wunder, dass San Marino diesen catchy Song direkt eingetütet hat und jetzt nach Basel schickt. In meiner Playlist läuft der Beitrag rauf und runter und macht mir wirklich jedes Mal gute Laune (und Lust auf einen Italienurlaub). Ich muss aber sagen, dass ich mir ein wenig Sorgen um die Live-Performance mache. Auf der großen ESC-Bühne konnten DJs bisher noch nicht so punkten und auch beim San Marino Song Contest war die Performance von Gabry Ponte noch nicht optimal. 1o Punkte
Max: Keine Frage, das ist ein cooler Song der Spaß macht. Gabry Ponte ist eine Legende und alleine die Story, dass der Sanremo-Soundtrack zum ESC fährt, für ein anderes Land, lässt mich manchmal denken, dass wir in einer Simulation leben. Der komplette Fan bin ich nicht, dafür ist mir das zu viel Party-Gröhl-Hymne. Aber gebt mir ein paar Drinks und vermutlich bin ich der erste, der hierzu im Euroclub eskaliert. 7 Punkte
Peter: Italienisch ist einfach eine wunderschöne Sprache, klingt emotional und smart. Und ich finde es maximal charmant, dass San Marino seinen Song quasi im Rahmen eines Sanremo-Outsourcing gefunden hat. Hier passiert drei Minuten Aufregendes und der sofort ins Ohr gehende Refrain tut sein Übriges. Und die Tomatensuppe im Video sieht megalecker aus. 10 Punkte
Rick: Anfangs fand ich es nicht ganz optimal, dass ein Song über Italien für San Marino antritt, aber es passt ja rein kulturell und sprachlich trotzdem total. Mir gefällt der Hymnen-Charakter des Songs, das Instrumental alleine ist schon total mitreißend und ich freu mich, endlich mal wieder einen DJ beim ESC zu sehen. Jetzt muss nur noch die Inszenierung gut sein und dann wird San Marino hoffentlich ins Finale kommen. 10 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Benny: 8 Punkte
- Berenike: 12 Punkte
- Danio: 8 Punkte
- Douze Points: 8 Punkte
- Manu: 6 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 94/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Tutta L’Italia“ auf Platz 7.
Wie schneidet der Beitrag von San Marino "Tutta L'Italia" von Gabry Ponte
- Platz 11-15 (24%, 146 Votes)
- Platz 16- 20 (24%, 146 Votes)
- Platz 6-10 (14%, 88 Votes)
- bleibt im Halbfinale hängen (14%, 88 Votes)
- Top 5 (13%, 83 Votes)
- Platz 21-26 (11%, 68 Votes)
Total Voters: 619
Bisher erschienene Songchecks
Erstes Halbfinale
- (1) Estland: „Espresso Macchiato“ von Tommy Cash
- (2) Island: „Róa“ von VÆB
- (3) Polen: „GAJA“ von Justyna Steczkowska
- (4) Portugal: „Deslocado“ von NAPA
- (5) Slowenien: „How Much Time Do We Have Left“ von Klemen
- (6) Schweden: „Bara Bada Bastu“ von KAJ
- (7) Ukraine: Bird of Pray“ von Ziferblat
- (8) Albanien: „Zjerm“ von Shkodra Elektronike
- (9) Aserbaidschan: „Run With U“ von Mamagama
- (10) Belgien: „Strobe Lights“ von Red Sebastian
- (11) Kroatien: „Poison Cake“ von Marko Bošnjak
- (12) Zypern: „Shh“ von Theo Evan
- (13) Niederlande: „C’est la vie“ von Claude
- (14) Norwegen: „Lighter“ Kyle Alessandro
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Als nächstes könnte es heute bei den Songchecks mit der oberen Hälfte des zweiten Halbfinals weitergehen. Bleibt man beim Alphabet müßte Armenien dran sein.
Parg..
Palmsonntag
Fred De Palma mit Sexy Rave (seit Freitag draußen)
Kann man sich schon anhören, ist auch ein Ohrwurm aber reißt mich nicht vom Hocker
Ein guter Partysong der aber das übliche „DJ-Act“-Problem beim ESC mitbringt. Der Song hat jetzt weder eine hochtreibende Komposition noch einen tiefgründigen Text, aber das hat „Bara bada bastu“ zum Beispiel auch nicht. Der Refrain ist eingängig, regt zum mitsingen an und hat anders als z.B. „C‘est lalalala vie“ etwas mehr Textvarianz und wirkt für mich weniger redundant. Das Gabry Pontes Partyschlager aber dennoch hinter dem niederländischen Beitrag liegt (der natürlich kein Partyschlager ist, aber trotzdem ein wenig auf mich so wirkt) hat den Hintergrund, dass der Gesang beim SMSC sehr dünn und schief war und mir dieser Auftritt überhaupt nicht gefallen hat. Das ergibt dann insgesamt 6,4 von 10 Punkten und damit Platz neun im ersten Semifinale, das damit nun komplett ist. Im Gesamtranking liegt „Tutta l‘Italia“ auf Platz 27 und im Finale auf Rang 24. Ich hoffe auch sehr auf eine Finalqualifikation und halte sie für möglich, wenn auch nicht sicher (wenn z.B. der Auftritt nicht wesentlich besser läuft). Im Finale wird Gabry Ponte im Mittelfeld landen, durchaus mit Potential das bislang beste Ergebnis für San Marino zu holen. 👍
Songcheck #15
„Tutta L’Italia“, „Tutta L’Italia“, „Tutta L’Italia“,… von Gabry Ponte für – San Marino! 🇸🇲
Ein wie ich finde sehr guter Beitrag aus dem kleinsten Teilnehmerland. Ich mag auch hier das Instrumental und bekomme ein positives Gemüt ohne zu verstehen, was dort eigentlich gesungen wird. Auch, dass hier Italien besungen wird stört mich nicht. Könnte so auch bei TV-Übertragungen des Giro laufen. Ein Glücksfall für San Marino, dass es in Italien für den Sanremo-Jingle besser lief als für einige Teilnehmer/innen bei diesem Festival 🙂
Da ich nur die Studioversion bewerte, gebe ich 10 von 12 Punkten und meinen persönlichen Platz 4.
Wie der Song beim ESC abschneidet, wird stark von der Inszenierung abhängen. Wenn es einfach eine Kopie des Quali-Auftritt wird, sehe ich einen NQ als nicht unwahrscheinlich. Wenn Arbeit reingesteckt wird, hat das Potenzial Serhat als bisher bestplatziertesten Künstler zu übertreffen. Ich tippe positiv auf 16-20.
ich bin mal verhalten optimistisch und habe für platz 11-15 gevotet.
wenn auf der bühne aber nur dieses „ich bin ein bekannter DJ und bin der star“ gedöns bei rumkommt,wird das eher nichts mit dem finale.
wäre dann aber ein schönes finale mit estland und san marino + bella italia und dann mal gucken,welcher der drei die beste ernte einfahren kann.
mamagama gehören aber auch zwingend in das finale und die höher vorgewetteten norwegen,polen,belgien und insbesondere zypern m.e. nicht unbedingt.
song: 3/5
stimme: 1/5
darbietung: 0-4/5 (kommt wirklich drauf an,wie der song auf die bühne kommt.)
instant appeal: 0-3/5 (wirkt m.e. in wechselwirkung mit der darbietung = kommt drauf an.)
https://eurovoix.com/2025/04/14/%f0%9f%87%b8%f0%9f%87%b2-an-interview-with-gabry-ponte-as-long-as-your-deliver-good-music-who-cares/
Zwo-Fünf werden die Marinesen
Vom ESC-Aus-Fluch genesen
Das macht echt was her,
Gefällt mir schon sehr-
So gut sind noch nie sie gewesen!
San Marino:
Top:
2008
2013
2025
Flop:
2012
2015
2017
2018
2020
2023
DJ haben es schwer beim ESC.Kann mir nicht vorstellen das dieser Beitrag in das Finale kommt.Falls doch eher in den Bottom 5.
Es gibt einen neuen Song von Gabry Ponte. Zusammen mit den Village People hat er deren Song „Go West“ (wurde von The Pet Shop Boys gecovert) in ein neues Gewand gesteckt. Der Titel ist „Frequency (Go West)“: