
Was hat er denn überlebt? Zumindest bezeichnet sich das lyrische Ich im armenischen Beitrag als „Survivor“ – so auch der Titel des Liedes. Mit „Survivor“ präsentiert Armenien beim Eurovision Song Contest 2025 einen kraftvollen Beitrag, der die Themen persönlicher Widerstandskraft und Überwindung von Herausforderungen in den Mittelpunkt stellt. Doch was macht PARG mit seinem Beitrag besonders und hat der Song das Potenzial, beim ESC 2025 zu überzeugen? Schauen wir uns den Überlebenskampf doch mal genauer an…
„Survivor“ wurde im Rahmen des armenischen Vorentscheids „Depi Evratesil“ ausgewählt, der 2025 nach einer dreijährigen Pause wieder als öffentliche Show stattfand. In diesem Wettbewerb traten zwölf Acts gegeneinander an und PARG konnte sich mit seinem Song nicht nur den Sieg im Televoting sichern, sondern auch die nationalen und internationalen Jury überzeugen. Hier reichte es für den 2. Platz.
PARG, bürgerlich Pargev Vardanyan, ist ein armenischer Sänger und Songwriter, der für seine vielseitige Musik bekannt ist. Geboren in Hayravank, Armenien, zog er in seiner Jugend nach Wolgograd, Russland, wo er am Staatlichen Institut für Theater und Kino Theaterkunst und Schauspiel studierte. Während seiner Zeit in Russland gründete er seine erste Band, The Edge Chronicles, mit der er durch mehrere Länder tourte. 2022 kehrte PARG nach Armenien zurück. Bereits 2021 veröffentlichte er seine Debütsingle „Ginin U Grely“. Seitdem coverete PARG unteranderem auch ESC-Hits wie „Snap“ von Rosa Linn und arbeitete mit Ex-ESC-Teilnehmerin Brunette zusammen. Seine Musik kombiniert traditionelle armenische Klänge mit modernen Einflüssen aus Indie-Folk, R&B und Pop.
Das Lied
„Survivor“ ist ein Lied, das Stärke zeigen soll. Der Titel, mit dem PARG Armenien beim ESC 2025 vertreten wird, behandelt die universellen Themen Widerstandskraft und Überwinden von Herausforderungen. Musikalisch vereint der Song Elektro-Rock-Elemente mit Rap-Strophen und einem hymnischen Refrain-
„Survivor“ ist dementsprechend einer der Beiträge mit Genre-Mix in diesem Jahr – und das auf nur auf 2:58 Minuten. Der Beitrag wurde von PARG selbst sowie neun weiteren Songwriter*innen geschrieben, nämlich Alex Wilke, Armen Paul, Benjamin Alasu, Eva Voskanian, Jon Aljidi, Joshua Curran, Martin Mooradian, Peter Boström und Thomas G:son. Darunter sind bekannte Namen wie Thomas G:son und Peter Boström, die auch Erfahrungen damit haben, wie man den ESC gewinnt. Ob das auch bei PARG klappt?
Die Live-Performance von „Survivor“ steht bisher im Zeichen der Selbstinszenierung des Sängers. PARG zeigt sich in den Auftritten als Kämpfer, indem er seine Fäuste in die Luft reckt oder sich selbst auf die Brust schlägt, was die kraftvolle Botschaft des Songs unterstreichen soll. Diese Gesten symbolisieren die Überwindung von Herausforderungen und die Entschlossenheit, sich als Überlebender zu zeigen.
PARG tritt im zweiten Halbfinale am 15. Mai von Startplatz 5 an.
Der Check
Song: 2/5 Punkten
Stimme: 3/5 Punkten
Darbietung: 1/5 Punkten
Instant Appeal: 2/5 Punkten
Benny: „Survivor“ gefällt mir leider gar nicht. Für mich ist das ein zu wilder Mix, der sehr martialisch daher kommt und in meinen Ohren eigentlich nur dröhnt. Auch PARGs Gesangsstil sagt mir nicht zu. Deshalb bei mir in diesem Jahr leider auf dem letzten Platz. 1 Punkt
Berenike: „Survivor“ ist jetzt keine Innovation, geht aber gut nach vorne und ist eine ordentliche Mitgröhl-Rock-Nummer. Wahrscheinlich passt der Song eher ins Stadion als auf die ESC-Bühne. Aber beim ESC ist ja für alles Platz und weil es in diesem Jahr keine anderen lauten Rock-Nummern gibt, wird der Song sicherlich auch Fans finden. Ich werde jetzt zwar nicht zum Hörer greifen, aber schlecht finde ich „Survivor“ auch nicht und durch den Ethno-Teil bekommt der Song noch etwas Würze. 6 Punkte
Douze Points: Von Sekunde Null an fühle ich mich durch „Survivor“ aggressiv adressiert. Das soll kraftvoll und dynamisch klingen, schießt bei mir aber deutlich übers Ziel hinaus. Bei mir bleibt da auch kaum eine Melodie hängen. Das Schönste ist noch die instrumentale Brücke. Schade, denn PARG hat eigentlich Ausstrahlung und könnte auch gut mit dem Publikum spielen. 3 Punkte
Laureen: Hallo? Imagine Dragons? Irgendwer? Die Ähnlichkeit tut PARG ganz gut, denn so kann man sich den Song definitiv ein bisschen schönhören. Trotzdem skippe ich ihn in der Playlist, weil dieser Beitrag mir zu gewollt, zu geplant ist. Ich erkenne die Absicht und bin verstimmt. 3 Punkte
Giulia: Imagine Dragons, aber leider nicht auf dem musikalischen Niveau von Imagine Dragons. Lieder, die im Refrain nur ein Wort wiederholen, sammeln bei mir schon mal ordentlich Minuspunkte. Es ist nicht so, dass ich bei dem Lied viel kritisieren möchte, aber ich freue mich auch nicht, es zu hören, und finde es sogar eher anstrengend. 3 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Chris: 8 Punkte
- Danio: 5 Punkte
- Manu: 2 Punkte
- Max: 3 Punkte
- Peter: 7 Punkte
- Rick: 7 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 48/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Survivor“ auf Platz 32.
Wie schneidet der armenische Beitrag "Survivor" von PARG ab?
- Bleibt im Halbfinale hängen (66%, 257 Votes)
- Platz 21-26 (17%, 65 Votes)
- Platz 16-20 (9%, 36 Votes)
- Top 5 (3%, 11 Votes)
- Platz 11-15 (3%, 11 Votes)
- Platz 6-10 (2%, 9 Votes)
Total Voters: 389
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale:
- (1) Estland: „Espresso Macchiato“ von Tommy Cash
- (2) Island: „Róa“ von VÆB
- (3) Polen: „GAJA“ von Justyna Steczkowska
- (4) Portugal: „Deslocado“ von NAPA
- (5) Slowenien: „How Much Time Do We Have Left“ von Klemen
- (6) Schweden: „Bara Bada Bastu“ von KAJ
- (7) Ukraine: Bird of Pray“ von Ziferblat
- (8) Albanien: „Zjerm“ von Shkodra Elektronike
- (9) Aserbaidschan: „Run With U“ von Mamagama
- (10) Belgien: „Strobe Lights“ von Red Sebastian
- (11) Kroatien: „Poison Cake“ von Marko Bošnjak
- (12) Zypern: „Shh“ von Theo Evan
- (13) Niederlande: „C’est la vie“ von Claude
- (14) Norwegen: „Lighter“ Kyle Alessandro
- (15) San Marino: „Tutta l’Italia“ von Gabry Ponte
Finale
- (16) Italien: „Volevo essere un duro“ von Lucio Corsi
- (17) Spanien: „ESA DIVA“ von Melody
- (18) Schweiz: „Voyage“ von Zoë Më
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Was ist bloß aus Armenien geworden?! Früher schickten sie tolle Songs zum ESC. Und nun kommt nur noch heiße Luft von denen. Hoffen aufs nächste Jahr.
Nein! Überhaupt gar nicht meins! Ich fremdle sowieso zumeist mit diesen „I am a irgendwas“-Songs, aber das hier ist mir einfach zuviel Gewummer und Gebrüll. Irgendwann isses auch mal gut mit diesem ewigen Voll-auf-die-Zwölf. Einer von meinen Null-Punkte-Kandidaten, von denen ich inständig hoffe, dass sie das Halbfinale nicht überstehen [und da ja Estland und die Niederlande wohl ins Finale aufrücken werden, bleibt mir vielleicht wenigstens das hier am Samstag erspart …]
Immerhin sehen 6 Leute PARG bis jetzt in den TOP 5. 💪💪💪
ich nicht. 🐰
Ich schwimme halt gegen den Strom. 🤓
trotz hiesigen fegeralarms tippe ich mal darauf,daß der herr das semifinale nicht „überleben“ wird.
der herr kann nicht singen und sein songtyp ist zudem ausgelutscht wie nur was und bei sowas lasse ich keine gnade walten.
sein einziger vorteil ist eben der fegerfaktor (da bin ich aber kein experte,weil mich sowas eigentlich nicht tangiert) und der umstand,daß der ähnlich wenn auch softer agierende norweger im anderen semi ist.
vielleicht schafft er es ja trotzdem aber ich hoffe nicht auf kosten von lettland oder gar litauen.
song: 0/5
stimme: 0/5
darbietung: 2/5
instant appeal: 2/5
Szene: Wegen einer Geburtstagsfeier habe ich die ersten 2 Songs und die Hälfe vom vom 3. Song des armenischen Vorentscheid verpasst. So auch PARG, der mein Favorit ist. Bei der Punktevergabe von Jury (national) JUry (international) und Televoting habe ich fast nichts durchgeblickt. Bin aber überrascht das PARG gewonnen hat.
Ich mag den Song. Auch den Revamp. In meinem Ranking ist Armenien auf PLatz 10/37. Ich habe auf Platz 21-26 getippt.
Übrigens. Immer wenn ich im Bus WLAN habe, würde ich am liebsten laut mitsingen, auch bei „Survivor“. Allerdings tue ich es auf Rücksicht der Fahrgäste und des Busfahrers nicht.
Das Lied ist mir persönlich einfach zu lärmig, zu unübersichtlich und das schlicht ohne Grund. Die fragwürdigen Lyrics und das ikonische „Aliva“ machen das auch nur geringfügig besser. Der beste Teil des Songs ist auf jeden Fall die ethnische Bridge, in der sehr leise ein traditionelles Instrument lockt, das sehr gerne im Großteil des Songs hätte präsent sein können. Generell merkt man aber, dass das Lied von 10 verschiedenen Songwritern zusammengebastelt wurde, da wurden wohl einfach ein paar zu viele Ideen in einen Topf geworfen.
Insgesamt funktioniert der Beitrag wohl gut im Stadion und als Mitgröhl-Song und Parg kann den Song auch wirklich rüberbringen und zum Leben erwecken, aber auf dem Bildschirm erreicht das mich persönlich nicht. Wird für Armenien dieses Jahr wohl eher schwer mit dem Finale, ich würde ehrlich gesagt auch andere Acts vor dem „Survivor“ bevorzugen, aber mal sehen wofür die Voter sich dann entscheiden…
Ja, die Drecksprinzessin sieht schweinegeil aus! Das wars dann aber auch schon für mich: Das Stadiongegröle nervt mich und seine Stimme find ich auch sehr mäßig. Einzig der Bridge mit der Duduk kann ich was abgewinnen.
In meiner Kiste mit den 20 Songs auf Platz 30 geht das Richtung Bodensatz.
Ich glaub eher nicht an ein Finale, falls doch, wird es wohl nicht so besonders weit kommen; beim Stadiongegröle hat sehr wahrscheinlich Gabry die Nase vorn.
San Marino gefällt mir deutlich besser, hat zumindest Melodie.
Der armenische Vorentscheid gehörte bei seiner Rückkehr nicht zu meinen Favoriten. Dennoch wären auch bessere Beiträge als dieser sehr martialisch dargebotene Überlebenskampf 🤔 aber auch schlechtere. Mir ist das Ganze zu gewollt, vor allem der Gesang wirkt sehr gepresst und bewusst auf Britisches Englisch gedrillt, was zuletzt Aiko mit wenig Erfolg versuchte. Hier und da klingt die Stimme dann auch einfach nicht gut. Auf der Habenseite: eine toller Mitgröhl-Teil der in jedem Fußballstadion toll klingen würde, ins Ohr geht und mir auch gut gefällt. Das reicht dann für 5 von 10 möglichen Punkten, aber nur für Platz 15 in zweiten Semi. Insgesamt liegt PARG bei mir auf Platz 34. Aufgrund der vielen lauten Beiträge dieses Jahr gehe ich von einem Halbfinalaus aus.
Team Rheinland ist wieder voll auf Spur. Ich sage, was Gerd sagt, vielleicht sogar mit einem Pünktchen weniger…
👍🏻😁🫶🏻
@Malge, 4porcelli und Franny: Ich bin gar nicht Dennis! Ich habe mir nur sein Handy ausgeliehen! Also nur falls ihr ihn mal irgendwo treffen solltet…
🤭😇😉
Hallo Manuel Neuer. 😜
Hier ein neuer Song von Parg:
https://youtu.be/TFhb31roJk0?si=CHZK1jYtVyCy7CEW
🤩🤩🤩🤩🤩
ESC-Niemandsland, was bei mir heuer allerdings schon fast als positives Statement verstanden werden darf. Und Parg entspricht zwar nicht wirklich meinem Beuteschema, aber weil mich mehrere andere Beiträge dieses Jahrgangs rein optisch geradezu abtörnen, gibt es noch eine lobende Erwähnung dafür, daß dies im Falle von Armenien immerhin nicht so ist.
Persönliche Wertung: 3/10
Meine Top Three aus Armenien 🇦🇲:
🥇 „Anytime you need“ / Hayko
Mein Silber-Platz von Helsinki 2007, hinter Tschechien, vor Slowenien.
🥈 „Face the shadow“ / Genealogy
Mein Silber-Platz von Wien 2015, hinter Spanien, vor Schweden.
🥉 „Qami“ / Sewak Chanaghjan
In meinen Top Ten von Lissabon 2018.
Mein Horror Song des Jahrgangs. Unerträgliche Maskulinität (gibt’s das Wort eigentlich?), unsympathischer Tüppes, kaltes, martialisches Lied. Alles ist das pure Grauen. Ich wünsche ihm nur das schlechteste: Letzter Platz in seinem Semi. Keine Punkte.
Ich stimme Dir selten zu, diesmal durchaus.