Songcheck Eurovision Song Contest 2026 (24) – Tschechien: „Crossroads“ von Daniel Žižka

Daniel Žižka – Foto: Eurovision.com

In der Millionenstadt Wien wird Daniel Žižka sicherlich einige Kreuzungen (engl. Crossroads) überqueren müssen. Im Mai wird der Prager dann nämlich sein Heimatland Tschechien beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten. Der Sänger wurde in einem internen Auswahlverfahren vom zuständigen Sender Česká Televize (ČT ) gesucht und gefunden.

ČT startete im September 2025 einen offenen Bewerbungsaufruf, auf den 260 Einsendungen eingereicht wurden. Acht Kandidaten landeten auf der Shortlist. Die Auditions fanden intern und ohne Publikum in den ČT-Studios statt, gefolgt von der Entscheidung einer internationalen Expert*innen-Jurys aus Musikprofis und einer demografischen Jurys aus drei Ländern mit über 900 Befragten. Im März hieß es dann: Daniel Žižka wird Tschechien mit dem Song „Crossroads“ beim Eurovision Song Contest 2026 vertreten.

Daniel Žižka wurde 2003 in Prag geboren und zählt wohl zu den aufstrebenden Talenten der tschechischen Unterhaltungsbranche. Bereits im Kindesalter begann er, sich intensiv mit Musik zu beschäftigen. Eigene Songs schrieb Daniel schon mit zehn Jahren, mit fünfzehn nahm er erstmals einen Titel professionell auf. Er studierte Musical am renommierten Jaroslav-Ježek-Konservatorium in Prag und konzentriert sich heute auf Popgesang und Songwriting. Zu Beginn seiner Karriere trat er unter dem Künstlernamen Daniell auf und veröffentlichte mehrere Singles wie „AIM“, „Go On“ und „Wrong“. Später entschied er sich, wieder unter seinem echten Namen aufzutreten.

Getreu der Musicalausbildung ist Daniel Žižka neben der Musik auch als Schauspieler tätig. Er wirkte unter anderem in der Serie Taneční sowie im Film Případ se štěnicí mit.

Das Lied

„Crossroads“, co-geschrieben von Daniel Žižka und Viliam Béreš, thematisiert Lebensentscheidungen, innere Konflikte und die Suche nach Identität. Die „Crossroads“, also Kreuzungen, stehen dabei für die existenzielle Suche nach Orientierung in einer verwirrenden Welt: „Mother, I’ll get lost without a map / There’s too many ways / Inside this vicious spider web.“

Es handelt sich um eine emotionale Pop-Ballade mit „epischer“ Steigerung während des Beitrags. Insgesamt kann man den Beitrag als ruhigen, „dunklen“ Indie-Pop beschreiben mit zunächst minimalistischem Aufbau sowie späteren Tempiwechseln, atmosphärischen Sounds und mehr Instrumentierung.

Daniel Žižkatritt tritt mit „Crossroads“ für Tschechien im zweiten ESC-Halbfinale am 14. Mai auf Startplatz 5 an.

Der Check

Song: 3/5 Punkten
Stimme: 5/5 Punkten
Darbietung: 3/5 Punkten
Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Ein sehr schöner und fesselnder Song, der mich sofort reinzieht. Da bekomme ich ganz viele Duncan-Laurence-Vibes. Mit einer guten Performance kann das weit kommen. Allein: Für das Extra-Quäntchen Wahrhaftigkeit dürfte Daniel gerne auf einen Teil der Stimmakrobatik verzichten. 8 Punkte

Berenike: Ich mag die sphärische Stimmung in den Strophen sehr. Leider verliert mich der Song im „Refrain“ und im „Finale“ dann aber vollkommen. Das sind für mich dann nur unzählige unangenehm langezogen gesungene Vokale. Gesungen mit einer für meine Ohren sehr unschönen Stimmfarbe. Echt schade, der Track hätte Potenzial gehabt sehr weit oben bei mir zu landen. So dann aber nur 4 Punkte.

Giulia: Das Lied erinnert vom Stil her an „Oh Boy“ und „Arcade“, was grundsätzlich positiv ist. Es ist ein qualitativ gutes Lied. Ich mag auch die düstere Stimmung. Allerdings ist deutlich zu unspektakulär, dass der Refrain lediglich aus dem Wort „Crossroads“ besteht. Das Ende ist mir auch ein zu konstruiertes, aber wenig inspiriertes Haschen nach Jury-Punkten. 5 Punkte

Laureen: Doch ja, da wurde schön etwas zusammenkomponiert. Insgesamt ist mir das aber zu gewollt – da hat man sich in Tschechien sehr den Kopf zerbrochen und studiert, was bei JJ gut funktioniert hat (ruhiger Start, dann Steigerung). Die Stimme ist fantastisch, aber der Beitrag könnte mehr „Personality“ haben. 5 Punkte

Max: Hier kommt man nicht über das Wort „atmosphärisch“ herum, ich gebe es zu. Aber es passt einfach, der Song zieht den Zuhörenden, oder eben mich, komplett in den Bann. Dann verleiht das überraschend dynamische Outro noch das gewisse Etwas. Wieder in sehr interessanter Beitrag aus Tschechien, dieses Mal müsste das Finale drin sein. 8 Punkte

Punktzahlen der anderen Blogger*innen:

  • Bennet: 3 Punkte
  • Douze Points: 5 Punkte
  • Manu: 5 Punkte
  • Marcel: 2 Punkte
  • Peter: 8 Punkte
  • Rick: 8 Punkte

Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 61/132 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Crossroads“ auf Platz 12.

Wie schneidet der tschechische Beitrag „Crossroads" von Daniel Žižka ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erstes Halbfinale

Zweites Halbfinale

Bereits gesetzt für das Finale



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204 Comments
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Anni
Anni
1 Tag zuvor

Der Typ hat eine lyrisch ausdrucksstarke Stimme, diese Smartphone Aufnahme hat mich doch angesrochen. Gefällt mir auf jeden Fall besser als Finnland.

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Tag zuvor
Reply to  Anni

Gefällt mir auf jeden Fall besser als Finnland.

Blasphemie! 😉

Anni
Anni
1 Tag zuvor
Reply to  elkracho

Ich hatte noch nie Massengeschmack, damit muss ich leben 😉

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Tag zuvor
Reply to  Anni

Ich mag den Song (FIN) ja auch nicht besonders.

Anni
Anni
1 Tag zuvor
Reply to  elkracho

Dann sind wir uns ja einig. Immer wieder ein schönes Gefühl 😉

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Tag zuvor
Reply to  elkracho

Ich find FIN ganz ok, kann aber den Hype auch nicht wirklich nachvollziehen. Ich glaube es sticht mit der Geige und den charismatischen Interpreten einfach in diesem sehr schwachen Jahrgang raus?

Andi
Andi
1 Tag zuvor

Finnland zieht bei den Umfragen davon. Das hat schon Loreen- Niveau.

Alex John
Alex John
1 Tag zuvor
Reply to  Andi

Zu Recht🎻

Andi
Andi
1 Tag zuvor
Reply to  Alex John

Ich finde Finnland hat längst wieder den Sieg verdient. Deren Beiträge haben in letzter Zeit den ESC sehr bereichert. Und dieses Jahr sind die Finnen wieder stark.
Darf jetzt Linda ihre Violine live spielen?

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Tag zuvor

Die Geige ist das einzige auffällige.
Nimm Linda die Geige weg, und der Song fällt ihn sich zusammen.
Statt Pete kannst du auch eine Pappfigur hinstellen,
das würde eh keiner merken.

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor
Reply to  elkracho

.

Last edited 1 Tag zuvor by Malge1985
marcelK
marcelK
1 Tag zuvor
Reply to  elkracho

Auch ohne Geige ein super Song! Die Geige ist einfach das den Song noch besser macht

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Tag zuvor
Reply to  elkracho

Da stimme ich gerne zu !

Geri
Geri
1 Tag zuvor

Charisma? Wo soll das sein.

Matty
Matty
1 Tag zuvor
Reply to  Geri

Nix zum Essen und Trinken!

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Tag zuvor
Reply to  Geri

Sicher nicht bei Cosmo (wobei ich den Song nicht so schlecht finde wie viele hier).

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Ich hätte lieber nen Cosmo zum Trinken ehrlich gesagt. 😅

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

😝😝 👍

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Ist neben Mojito mein Lieblingscocktail. 😋

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Meiner auch. Mojito ist auch lecker aber natürlich ne Kalorienbombe.

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Welcher Cocktail ist das denn nicht?? Richtig reinhauen tut wohl Pina Colada. 😅

Werde aber erst im Juni wieder nen Mojito trinken wenn ich auf Gran Canaria bin. Allein sich einen Drink machen lohnt sich finde ich nicht und meine Mutter mag Minze nur im Tee oder auch After Eight.

Last edited 1 Tag zuvor by ESC1994
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Die Kombi aus Rum und Rohrzucker ist schon ziemlich heftig.

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Caipirinha haut auch rein mit dem ganzen braunen Rohrzucker.

Gibt es denn auch Cocktails/Drinks die dir überhaupt nicht schmecken?? Also die du einmal probiert hast und für „bäh“ befunden hast??

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Alles mit Whiskey eigentlich, ob Manhattan oder Cola-Whiskey

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Also Whiskey Sour ist noch ganz lecker, aber pur kann ich das auch nicht trinken. Und ja, Manhattan war mir zu herb und sprittig. Glaube ich mag allgemein keine Drinks die nur aus Alkohol bestehen, da muss immer mindestens eien nichtalkoholische Komponente drinnen sein wie z.B. ein Saft oder ein Softdrink.

Matty
Matty
1 Tag zuvor

Cosmopolitan ist sowohl ein Cocktail als auch eine Zeitschrift.

Geri
Geri
1 Tag zuvor

Da hast du vollkommen recht.
Aber um es krass auszudrücken die wirken auf mich wie zerissene Potschn.

Mareike Kaa
Mareike Kaa
1 Tag zuvor
Reply to  Anni

Den finnischen Beitrag finde ich super gruselig, aber ich bin dieses Jahr eh raus.

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Tag zuvor

👩🏻‍🦰Dennis! Heute musst du einen eigenen Songcheck machen!
🧑🏻‍🦱Oh Gott! Warum?! Was ist mit Gerd???
👩🏻‍🦰Nix. Beruhig dich! Aber heute wirst du ihm nicht ganz beipflichten können.
🧑🏻‍🦱Ach soooooo. Ist Tschechien dran?
👩🏻‍🦰Bingo.
🧑🏻‍🦱Stimmt, da sind Gerd und ich nicht ganz so einig wie üblicherweise…

Aaaaalso. Die erste Minute finde ich sehr gut. Cooler Sound, schöne Stimmfarbe, guter Typ. Das erste Störgefühl setzt aber mit dem Refrain ein – und löst sich leider nicht mehr auf. Denn die von vielen schon angesprochene Stimmakrobatik verstärkt sich im Laufe des Songs sogar und wirkt auf mich letztlich prätentiös-an den lautesten Stellen fühle ich mich sogar fast angebrüllt. Wobei ich schon glaube, dass Daniel das gut singen wird. Und wie gesagt: Ich mag den Sound der Nummer. Leider findet der Sound in meinen Ohren aber nicht zu einer stimmigen Komposition zusammen (wie dies z.B. Ryk mit „Oh boy“ für mich viel viel besser gelungen ist).
Mit dem Sound, einer guten Bühne und dem smarten, stimmgewaltigen Daniel wird das eine gute ESC Nummer sein in Wien – find ich gut. Aber hier wäre jedenfalls in Sachen Stimmakrobatik weniger mehr gewesen.

Gerd Geomax
Gerd Geomax
1 Tag zuvor

Das hatte ich mir schon gedacht und das ist auch fein. Ich muss Dir aber im Punkt Kompositionsvergleich mit „Oh Boy“ sogar sehr widersprechen 🙃. Der Song gefiel mir zwar auch, aber gerade bei „Oh Boy“ hatte ich das Gefühl dass sich der Song in der Bridge zum letzten Refrain verlor und dann nicht mehr richtig auf den Punkt kommt (was meiner Meinung nach auch einer der Gründe war, warum er von den Jurys einigermaßen verschmäht wurde). Optimal gelöst ist dies freilich auch bei „Crossroads“ nicht, daher schrammt auch der gute Daniel knapp am „Wow“ und der 10 vorbei, dazu dann später mehr. Stimmakrobatik ist allerdings immer Geschmacksache, in der Liveversion von Eurovision in Concert macht er seine Sache sehr gut und schreit mMn da auch nicht. Und dann ist mir das in jedem Fall lieber, als jemand, der selbst bei nicht so schwierigen Kompositionen die Töne nicht trifft und zum Kaschieren Altstars auf die Bühne zerrt (ykwim 😉).

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Tag zuvor
Reply to  Gerd Geomax

In Bezug auf die Stimmen hast du völlig recht – ich finde „Superstar“ trotz der stimmlichen Problemchen von Senhit cool 😇 U.a. deswegen bezeichne ich San Marino 26 ja auch als ein Guilty Pleasure 😉 Bei Daniel ist es fast umgekehrt: Obwohl er sicherlich top singt, geht mir die Nummer auf Dauer ein klitzekleines bisschen auf die Nerven, weil er soooo viel mit der Stimme macht. Naja, das kann ja jeder gewichten wie er/sie mag. Und sooooo weit auseinander liegen wir bei Crossroads ja auch wieder nicht… 🫶🏻

Gerd Geomax
Gerd Geomax
1 Tag zuvor

🫶🤩

Christian W
Christian W
1 Tag zuvor

Das wäre so gerne „Arcade“ und versandet dann leider doch irgendwo…

Matty
Matty
1 Tag zuvor
Reply to  Christian W

Da ist überhaupt nichts von „Arcade“! Das sind zwei völlig verschiedene Songs und daher hinkt der Vergleich gewaltig!

GEF
GEF
1 Tag zuvor
Reply to  Matty

Ja, ich verstehe den Vergleich auch überhaupt nicht. Die beiden Songs haben praktisch nichts gemeinsam. Manche Leute denken vielleicht: eher ruhiger Song, kein Rock, kein Schlager, kein EDM: hmm das ist es also wie Song XY.

SvenEsc
SvenEsc
1 Tag zuvor

Toller Song und bin mir sicher das der Beitrag im Finale dabei sein wird 🙂

💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑
💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑
1 Tag zuvor

Solider Song aus Tschechien, wobei der Hungerlook und mein mangelndes Vertrauen in tschechische Stagings vorerst mehr verhindern.

Prognose:
Platz 11 bis 15 im Grand Final.

Persönliche Wertung:
5 Songcheckpunkte von mir – und klar unter meinen Qualifikanten des zweiten Semis, was aber wahrscheinlich nicht für meine Top Ten insgesamt reicht.

🇫🇮 7 🇬🇪 10 🇬🇷 2 🇭🇷 7 🇲🇩 2
🇵🇹 6 🇸🇪 0 🇧🇪 4 🇪🇪 5 🇮🇱 10
🇱🇹 4 🇲🇪 3 🇵🇱 10 🇸🇲 6 🇷🇸 8
🇩🇪 5 🇮🇹 4
🇦🇲 2 🇦🇿 3 🇧🇬 2 🇱🇺 4 🇷🇴 1
🇨🇭 3 🇨🇿 5

Meine drei ESC-Lieblingsbeiträge aus Tschechien werden bleiben:
🥉 „My turn“ – Martina Barta / Kyiv 2017
🥈 „My sister’s crown“ – Vesna / Liverpool 2023
🥇 „Malá dáma“ – Kabát / Helsinki 2007

Alki Bernd
Alki Bernd
1 Tag zuvor

Dieser grandiose Beitrag rettet für mich den ganzen ESC 2026

Timo1986
Timo1986
1 Tag zuvor

Daniel Žižka mit seinem Song „Crossroads“ könnte dem over gehypten Finnland sehr gefährlich werden.

Jetzt nicht in der Hinsicht, dass Daniel Žižka den ESC-Sieg für Tschechien holt. Jedoch dahingehend gefährlich, dass Daniel Žižka Finnland im ESC-Finale derart viele Punkte wegschnappt, dass er es locker in die Top 5 geschafft hat und Finnland sich außerhalb der Top 5 wiederfindet.

Sollte das tatsächlich passieren, dann könnte Daniel Žižka bei den ESC-Fans (m/w/d) so etwas wie den Stellenwert eines Loïc Nottet bekommen.

Last edited 1 Tag zuvor by Timo1986
Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor

Es könnte sein, dass ich zu Daniel Ziska’s Crossroads in der S-Bahn kurz eingenickt bin. 🫣😅 Könnte aber auch zu Emmy oder Vaeb passiert sein. Bei Bangaranga bin ich wieder munter geworden. 😜

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Tag zuvor
Reply to  Malge1985

👩🏻‍🦰Ja, von Albträumen wache ich auch immer auf…

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor

Eben. 😂

Micha Knust
Micha Knust
1 Tag zuvor

Mein tschechisches Highlight kam 2015 leider nicht ins Finale, für mich absolut unverständlich: Hope never dies!

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Tag zuvor
Reply to  Micha Knust

👩🏻‍🦰Dann hoff du mal weiter…
🧑🏻‍🦱Regine!
👩🏻‍🦰Was denn?! Marta&Vaclav werden auch in Wien nicht im Finale sein, da kann Micha hoffen bis er blau wird.
🧑🏻‍🦱Oh man, so hieß doch ihr Song 2015!
👩🏻‍🦰Ups…

awbln
awbln
1 Tag zuvor
Reply to  Micha Knust

Ja das ist auch mein Favorit von Czechia 👍🏻

ALMA.gique
ALMA.gique
1 Tag zuvor

„Crossroads“ von Daniel Žižka würde ich in meine Top3 dieses Jahr einordnen. Ich brauchte auch ein wenig um mich komplett reinzuhören und kann deshalb auch die hier im Chat geäußerte Kritik verstehen. Aber das schöne ist, dass der Song mich mittlerweile sehr beeindruckt und ich irgendwie fasziniert bin von der Stimme von Daniel und der Art, wie er singt. Da ist es für mich völlig ok, dass es anderen nicht so geht. Ich freue mich, dass ich den Song für mich entdeckt habe und er mich emotional erreicht (weil das beim diesjährigen Line-Up beim ESC nicht so viele Lieder schaffen).

Als großer Gjon’s Tears und „Tout L’Univers“ Fan ist das vielleicht insgesamt auch kein Wunder, dass der Song für mich funktioniert. Ähnlich wie bei Gjon’s mag ich auch Daniels zurückgenommene Art sehr gern und empfinde sie als eine schöne Ergänzung im Ensemble der diesjährigen Teilnehmer.

Ich drücke die Daumen, dass „Crossroads“ es ins Finale schafft und dort dann einen guten Platz für Tschechien holt. Denn Tschechien hat es sich auf alle Fälle mal wieder verdient, mal wieder etwas weiter vorn mitzuspielen.

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor

Einleitung
Ich versuche diesmal die Songchecks in einer ironischen Geschichte zu verpacken.
Wer das SCC Game kennt, wird vielleicht wissen, dass ich letzten Jahr dort eine Stadt namens Second Chance City ins Leben gerufen habe, wo Teilnehmer des ESC, SCC und Songpaten gemeinsam wohnen. Die Stadt und ihre Bewohner werden in der Songchecks-Geschichte eine große Rolle spielen. Meine Bewertung kommt dann in einem Extra Post.

Die diesjährigen Vorbereitungen für das SCC Game in der Second Chance City laufen so langsam auf Hochtouren, Von jeder Bewerbergruppe für das SCC Game bewirbt noch jemand für den kleinen Bruder des SCC Game dem ESC.

Das diesjährige SCC Festival steht kurz vor dem Start. 35 Ländergruppen werden ihre Schützlinge zur ESC/Second Chance City schicken, die Teilnehmer dürfen dann auch in der Stadt wohnen. Pro Ländergruppe darf übrigens ein Teilnehmer bei einer Veranstaltung namens ESC mitmachen. Dazu macht jedes Land einen Vorentscheid und der Sieger darf aber nicht am SCC Game teilnehmen, was die meisten Teilnehmer aber nicht wissen. Zahlreiche Bewohner der Stadt empfangen alle Teilnehmer des ESC/SCC am Marktplatz. Die Teilnehmer des ESC dürfen übrigens nach ihrer Rückkehr vom ESC im Nobelviertel „ESC“ der Second Chance City wohnen.

Tschechien

Heute kommt der ESC Vertreter aus Tschechien ohne SCC Anhang. Die Bimmelbahn „Delle“ fährt auf Wunsch von Daniel Zizka vom Bahnhof erst mal sämtliche Kreuzungen der Stadt ab, bevor sie zum Marktplatz fahren. Er wird nach der ESC Rückkehr im Straßen- und Schienenbau tätig sein. Außerdem arbeitet er noch als Genetiker.

Anwärter für das SCC Game: keine

ESC Vertreter: Daniel Zizka – Crossroads

Geschichte vom Vortag:

https://esc-kompakt.de/songcheck-eurovision-song-contest-2026-23-schweiz-alice-von-veronica-fusaro/comment-page-2/#comment-774886

Yoshi
Yoshi
1 Tag zuvor

Für mich ist das leider nichts und ich kann mir nicht vorwerfen lassen, es nicht probiert zu haben. Ich hab’s locker vier Mal versucht, dann aber aufgegeben. Der Song fängt eigentlich stabil an, verliert sich aber irgendwann in hohen Gesangseinlagen und weiß einfach nicht so recht, wohin er will. Platz 33, könnte höchstens noch Serbien abräumen, aber mehr dann auch nicht. Ohne Jury wäre mein Tipp Semi-Aus, aber man wird es sicherlich ins Finale prügeln. Einen Sieganwärter seh ich hier null (gut, den hab ich in Portugal 2017 auch nicht gesehen, aber seitdem waren die Siegertitel doch relativ nachvollziehbar). Schade um Armenien oder Schweiz, einer von beiden wird dafür wohl weichen müssen.

Aka Nichts
Aka Nichts
1 Tag zuvor

Ich finde Tschechiens Beitrag zwar objektiv fantastisch, aber subjektiv fehlt mir etwas. Er hat ihn aber bei EIC sehr gut performt und ich erwarte viele Jury-Punkte dafür.
🇷🇸: 1
🇲🇩: 2
🇭🇷: 6
🇲🇪: 7
🇹🇩: 8
🇨🇭: 10
🇱🇺: 11
🇸🇪: 12
🇬🇪: 15
🇮🇹: 16
🇧🇪: 18
🇩🇪: 19
🇵🇹: 20
🇨🇿: 22
🇫🇮: 23
🇵🇱: 24
🇱🇹: 25
🇧🇬: 26
🇬🇷: 29
🇦🇲: 30
🇪🇪: 32
🇸🇲: 33
🇮🇱: 34
🇦🇿: 35

Matty
Matty
1 Tag zuvor

OTBN

Natalija Gorščak, die Direktorin des slowenischen Rundfunks, sorgt mal wieder für Negativschlagzeilen. Ihrer Ansicht nach sei das Ergebnis des Eurovision Song Contest 2022 nicht korrekt. „Die Ukraine hätte den Eurovision Song Contest 2022 nicht gewinnen sollen. Das Lied war vielleicht nicht politisch, aber es war symbolträchtig. Großbritannien hätte gewinnen sollen.“:

https://www.instagram.com/p/DXKJMRwjELD/

Gorščak enthüllte, daß Slowenien nach Jamalas Sieg gegen Russland im Jahr 2016 eine formelle Beschwerde an die EBU gerichtet habe.

Und damit kommen die nach vier Jahren damit angesch…???

Marko +++
Marko +++
1 Tag zuvor
Reply to  Matty

Sie hatte auch eine Meinung zu den Songs aus Israel ^^

So weit ich finden kann, sind es Ausschnitte aus einem Gespräch, wo die Teilnahme von Slowenien am ESC auch Thema war und sie hat einige Grunde genannt.

Marko +++
Marko +++
1 Tag zuvor
Reply to  Marko +++

Statt Teilnahme soll es nicht-Teilnahme heißen.

Jorge
Jorge
1 Tag zuvor
Reply to  Matty

Von wann datieren die Aussagen? Nicht, dass wir auf kalten Kaffee hereinfallen und uns überflüssigerweise damit beschäftigen …

Slowenien macht sich einfach lächerlich. Finde ich schade, weil ich einige Beiträge wirklich mochte. Aber so what?! Ich verrate mal ein Geheimnis: Aus irgendeiner Perspektive sind ausnahmslos alle Eurovisions-Ergebnisse ungerecht, faul, beeinflusst … hängt halt nur von den Prämissen ab, die man formuliert. Oder glaubt wirklich jeder, dass Schweden immer aus Sch*** Gold produzieren konnte?

Matty
Matty
1 Tag zuvor
Reply to  Jorge

Der Post auf Instagram ist zwei Stunden alt.

Anmey
Anmey
1 Tag zuvor
Reply to  Jorge

https://www.bbc.com/audio/play/w3ct98ph

Das bezieht sich wohl auf diesen gestern erschienenen BBC-Podcast (die Quelle würden diese Instagram-Accounts, die Matty so gerne bemüht, natürlich niemals angeben). Wobei die Zitate nicht 100% stimmen. Sinngemäß impliziert Frau Gorščak aber schon, dass man die Ukraine 2022 vom Wettbewerb hätte ausschließen sollen (was ja im Übrigen auch RTVE faktisch schon gefordert hat).

Grundsätzlich ist der Podcast aber ein sehr spannender, nuancierter Blick auf das Thema.

Jorge
Jorge
1 Tag zuvor
Reply to  Anmey

Danke euch für die Info.

Gerd Geomax
Gerd Geomax
1 Tag zuvor

Da ist sie nun, meine derzeitige Nummer eins des Jahres. Wobei, so ganz restlos überzeugt bin ich vom tschechischen Beitrag nicht. Zunächst mal freue ich mich aber, dass ČT Daniel Žižka nominiert hat. Enttäuscht hat mich der Song auch nicht und stellt für mich die beste und zusammen mit „Enā“ auch die berührenste Komposition dar. Dann natürlich Daniels Ausstrahlung (gut…hier bin ich vielleicht auch nicht objektiv 🤭). OK, da wäre die sogenannte Stimmakrobatik. Aber…wenn man es kann, warum nicht? Bei seinem Auftritt bei Eurovision in Concert hat er das mMn jedenfalls toll und wohldosiert gehandhabt und GsD auch die Töne getroffen. Was fehlt mir denn zum Wow? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Song mittendrin aufhört. Die dramatische Steigerung nach der Bridge hört sich wie eine weitere Bridge zum letzten dramatischen Refrain an. Aber stattdessen….Stille. Also vergebe ich mit Eye-Candy-Bonus satte 9,9/10 Punkte.

Mein Ranking:

Semi 2:
1. Daniel Žižka – Crossroads 🇨🇿
7. Eva Marija – Mother nature 🇱🇺
10. Alexandra Cāpitānescu – Choke Me 🇷🇴
—————————————
11. SIMÓN – Paloma Rumba 🇦🇲
13. Veronica Fusaro – Alice 🇨🇭
14. DARA – Bangaranga 🇧🇬
15. JIVA – Just Go 🇦🇿

Finale (Gesamtranking):
1. Daniel Žižka – Crossroads 🇨🇿
3. Linda Lampenius x Pete Parkkonen – Liekinheitin 🇫🇮
6. Noam Bettan – Michelle 🇮🇱
8. Tamara Živković – Nova zora 🇲🇪
10. Lion Ceccah – Sólo quiero más 🇱🇹
11. LELEK – Andromeda 🇭🇷
13. Eva Marija – Mother nature 🇱🇺
14. FELICIA – My System 🇸🇪
15. Bandidos do Cante – Rosa 🇵🇹
18. Sal Da Vinci – Per sempre sì 🇮🇹
19. Bzikebi – On Replay 🇬🇪
20. ESSYLA – Dancing On The Ice 🇧🇪
21. Alexandra Cāpitānescu – Choke Me 🇷🇴
23. Sarah Engels – Fire 🇩🇪 (insgesamt Platz 25)
24. Akylas – Ferto 🇬🇷 (insgesamt Platz 26)
—————————————
26. SIMÓN – Paloma Rumba 🇦🇲 (eigentlich Platz 23)
28. Veronica Fusaro – Alice 🇨🇭(eigentlich Platz 27)
29. Alicja – Pray 🇵🇱 (eigentlich Platz 28)
30. Senhit feat. Boy George – Superstar 🇸🇲
31. DARA – Bangaranga 🇧🇬
32. JIVA – Just Go 🇦🇿
33. Satoshi – Viva, Moldova! 🇲🇩
34. Vanilla Ninja – Too Epic To Be True 🇪🇪
35. LAVINA – Kraj mene 🇷🇸

Mein Tipp:
Im Balladenlastigen zweiten Semi halte ich „Crossroads“ nicht für automatisch gesetzt. Die Chancen für eine Qualifkation stehen aber gut, wenn er so gut singt, wie bei EiC und wenn dann die Inszenierung besser ist als beim bedauernswerten Adonxs, sollte das nach zwei Jahren Pause für unsere Südostnachbarn wieder was werden. Im Finale tippe ich auf gutes Mittelfeld, aber wahrscheinlich keine Top 10.

Last edited 1 Tag zuvor by Gerd Geomax
Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor

Der Song ist leider 15 bis 20 Sekunden zu lang, das Ende bringt mich total heraus. Den Rest finde ich einigermaßen okay. Manchmal ist es halt doch besser die 3 Minuten nicht voll auszureizen.

Finale könnte eng werden. Ob die Jury darauf abfährt bezweifle ich etwas, da gibt es in diesem Semi genug anderes zur Auswahl.

Bei meinem Ranking hat sich nach dem heutigen durchhören einiges geändert

1.Halbfinale:

Platz 01: Portugal
Platz 02: Griechenland
Platz xx: Montenegro (Monteversion)
Platz 03: Moldau (+ 3)
Platz 04: Belgien (– 1)
Platz 05: Israel (– 1)
Platz 06: Litauen (+ 1)
Platz 07: Finnland (– 2)
Platz 08: Montenegro (Eurovision)
Platz 09: Georgien
Platz 10: Estland
Platz 11: Serbien (+ 1)
Platz 12: Schweden (– 1)
Platz 13: Polen
Platz 14: San Marino
Platz 15: Kroatien

2: Halbfinale:

Platz 01: Armenien
Platz 02: Rumänien
Platz 03: Aserbaidschan
Platz 04: Schweiz
Platz 05: Luxemburg
Platz 06: Tschechien
Platz 07: Bulgarien

Final 5:

Platz 1: Italien
Platz 2: Deutschland

Gesamtranking nach 24 Songchecks:

Platz 01: Portugal
Platz 02: Armenien
Platz 03: Griechenland
Platz xx: Montenegro (Monteversion)
Platz 04: Rumänien
Platz 05: Aserbaidschan
Platz 06: Moldau (+ 3)
Platz 07: Belgien (– 1)
Platz 08: Israel (– 1)
Platz 09: Schweiz (+ 1)
Platz 10: Litauen (+ 1)
Platz 11: Finnland (– 3)
Platz 12: Montenegro (Eurovision)
Platz 13: Luxemburg (+ 1)
Platz 14: Italien (– 1
Platz 15: Deutschland (+ 1)
Platz 16: Georgien (– 1)
Platz 17: Estland
Platz 18: Serbien (+ 1)
Platz 19: Schweden ( – 1)
Platz 20: Polen
Platz 21: Tschechien (neu)
Platz 22: Bulgarien ( – 1)
Platz 23: San Marino ( – 1)
Platz 24: Kroatien ( – 1)

Nilou
Nilou
1 Tag zuvor

Ähnlich wie mit Alice wollte ich mich auch hier an einer Analyse des Songtextes und Musikvideos versuchen, was sich aber als gar nicht so einfach herausgestellt hat, da Text und Bildsprache sehr wage und poetisch daherkommen.

Das zentrale Thema des Songs würde ich als Suche beschreiben, die geprägt ist von den im Titel schon erwähnten „Crossroads“, also Kreuzungen oder viel mehr Scheidewegen.

Zu Beginn wird das lyrische Ich im Video in einem wohnhaft eingerichteten gewöhnlichem Zimmer gezeigt, während der Text von der Aufforderung geprägt ist, einer „unbekannten Stimme zu folgen“, also vermutlich einer inneren Stimme, die schon immer da war, aber nicht beachtet wurde. Weiter wird auch eine Ermutigung geäußert, nach der man selbst Entscheidungen treffen soll („Learn how to swim in open waters on your own“). Zudem ist von hohlen Gefäßen die Rede, die den Boden der Tatsachen – oder den Boden des Wissens – nicht erreichen werden („A jar hollow won’t reach the ocean floor“). Damit könnte eine Person oder eher deren Seele gemeint sein, die „leer“ ist, der also ein bestimmtes Wissen oder eine Erkenntnis fehlt.

Dieser zuvor schon beschriebene „Ozeanboden“ wird im weiteren Verlauf als Ort beschrieben, an dem sich „fremde Felder und verhedderte Fäden entfalten“. Diese Symbolik erinnert an das Oberthema der „Scheidewege“.
In diesem verschlungenen Labyrinth, aus dem ein Ausweg gesucht wird, gibt es “ zu viele Wege“ und das lyrische Ich klagt Mutter Erde an, das es sich ohne eine Karte, also ohne Hilfe, in diesem „giftigen Spinnennetz“ verirren wird. Doch wie am Anfang schon beschrieben, muss das lyrische Ich lernen, alleine Entscheidungen zu treffen um ans Ziel zu kommen.

Dieses Ziel kann als Möglichkeit gedeutet werden, den Raum zu verlassen, oder einen ewigen Kreislauf zu durchbrechen. Der im Video auftauchende Türknauf scheint ein entscheidendes Symbol dafür zu sein, obwohl allein dieser Gegenstand nicht ausreicht, um die Tür zu öffnen. Das lyrische Ich muss dafür zuerst eine Erkenntnis, ein bestimmtes Wissen erlangen.

Auf der Suche nach diesem letzten Puzzle-Teil verwandelt sich der ordentliche, wohnliche Raum immer weiter in einen chaotischen Anblick. Textlich wird in der zweiten Strophe der Fokus mehr auf die Menschheit im allgemeinen gelegt, indem sich das lyrische Ich wundert, „wie schnell wir uns zum Schlechten wenden“. Danach sollen wir üblicherweise, „unseren Schmerz gegen Metall-Rahmen“ tauschen, wobei es schwer zu deuten ist, was genau mit letzteren gemeint ist. Es könnte eine Metapher für eine Art vorgefertigte, künstliche oder kalte Hülle, also gewisse Erwartungshaltungen sein, die die Gesellschaft von uns hat, aber auch darstellen, wie wir als Spezies immer weiter verkommen. Letzteres macht sich auch in den Visuals bemerkbar, da der immer weiter im Chaos versinkende Raum als ein Symbol für die Wandlung des menschlichen Wesens gedeutet werden kann.

Dieser Gedanke an das Schlechte in den Menschen verstärkt den Willen des lyrischen Ichs, „herauszufinden, was dort draußen ist“, also einen Ausweg zu finden.

In der Bridge wird genau dies fortgeführt.
Auch hier „sollen Menschen, die gut für diesen Ort veranlagt sind“, „ihr Bestes geben, auf purer Liebe und Wut zu funktionieren“ wobei angemerkt sein soll, das letzteres erst später hinzugefügt wird, womit eine sichtbare Betonung auf die Prägung von Menschen durch Wut gelegt wird. Folgend wird die Menschheit sogar als „undankbares Kind in einem goldenen Käfig“ beschrieben, wobei mit dem Käfig wohl der ewige Kreislauf des menschlichen Daseins gemeint ist. Die Darstellung der Menschheit als Kind liegt zudem nahe, dass das lyrische Ich danach strebt, „erwachsen“ zu werden.

Am Ende der Bridge findet sich das Zimmer in kompletter Verwüstung wieder, und aus all diesen Feststellungen über die Böshaftigkeit des Menschen erwächst die Erkenntnis, dass sich „die Menschheit [schlussendlich] nicht ändern kann“.
Die beeindruckende gleich darauf folgende High Note symbolisiert für mich jedoch den Versuch, genau dies doch zu schaffen, also eine unmögliche Aufgabe zu vollbringen, da der Gesang auf die meisten Menschen eben so wirkt: Wie etwas Unmögliches, das erst möglich wird, wenn es jemand versucht.
Dies bewirkt tatsächlich die letzte Veränderung des Zimmers, das nun komplett leer dasteht und von der Farbe Weiß geprägt ist, die Reinheit und einen Neuanfang symbolisiert.
Der letzte Ton des Liedes ist aber in der Tat nicht die High-Note, sondern ein menschliches Herzklopfen, das natürlich die Frage aufwirft: Ist der Versuch gelungen? Oder sind wir nach allem nur Menschen? Im Musikvideo zumindest gelingt der Person das Aufschließen der Tür, auch wenn die Schwelle tatsächlich nie übertreten wird.

ZUSAMMENFASSUNG: Als Fazit lässt sich also festhalten: Das lyrische Ich möchte aus dem ewigen Kreislauf der menschlichen Natur ausbrechen und begibt sich deshalb auf eine Suche. Dort erkennt es jedoch am eigenen Leib, dass die Menschheit sich nie ändern wird. Trotz dieses Wissens gibt das Ich nicht auf und hält weiter an der Hoffnung fest, dass in der Menschheit doch noch ein Funke Gutes steckt. Genau dieser Hoffnungsschimmer ist schlussendlich das Puzzle-Teil, das dem lyrischen Ich gefehlt hat, um die Tür zu öffnen und den Kreislauf zu durchbrechen.

Puh… Das war jetzt eine ganz schön wirre Reise, auf die ihr euch bei dieser Analyse eingelassen habt. Je mehr ich geschrieben habe, desto mehr habe ich mich irgendwann selbst wie die Person im Lied gefühlt, die fieberhaft auf der Suche nach einem bestimmten Sinn ist und nicht aufgibt, diesen zu erreichen. Das war definitiv eine faszinierende Erfahrung, genau wie das Lied selbst.

Gerd Geomax
Gerd Geomax
1 Tag zuvor
Reply to  Nilou

Vielen Dank für diese tolle Analyse 💪🫶

Nilou
Nilou
1 Tag zuvor
Reply to  Gerd Geomax

Freut mich, dass dir die Analyse gefallen hat. ☺️

Anni
Anni
1 Tag zuvor
Reply to  Nilou

Toll! Danke

Jorge
Jorge
1 Tag zuvor

Viele regen sich über die schrillen Kehltöne am Ende auf – mich stören sie nicht, die passen für mich. Der Song hat Vieles, worauf ich kann, bringt die Dramatik gut rüber und ist ausnehmend gut produziert. Seine Stimme erzeugt Gänsepelle. Er vermeidet anders herum auch Vieles – wie diese Weinerlichkeit – die mich z.B. bei Gjon’s Tears genervt hatte.

Etwas für meine Top-5. Jedenfalls, soweit er nicht noch überraschend auf einen Dancebreak, eine Ego-Show und affektierte Klamotten setzt. 😉

Nilou
Nilou
1 Tag zuvor

Da ich euch heute schon genug mit langen Texten genervt habe, gibt es jetzt etwas kürzer meine Meinung zum Lied:

Ein sehr künstlerischer Farbklecks, der in diesen Jahrgang eine ganz eigene Note mitbringt. Daniel hat eine unverwechselbare Art, den Song zu erzählen und darzubieten und auch wenn die Bedeutung sehr verwoben und schwer zu greifen ist, hat mich die Faszination relativ schnell gepackt.

Wenn die Juroren sich auf den Song einlassen, müsste hier eigentlich ein sehr gutes Ergebnis bei den Jurys für Tschechien rausspringen, denn die Stimme ist vor allem live absolut fantastisch und Crossroads ist eines dieser Lieder, das so speziell ist, dass es mit dem richtigen Staging ganz groß werden kann.

Je nachdem, wie das Televote reagiert, reicht es entweder für die Top 10 oder ein Resultat im Mittelfeld. Jedenfalls eines der größten Dark Horses meiner Meinung nach.
In meinem Ranking kommt Tschechien auf Platz 3 mit 8/10 Punkten.

roxy
roxy
1 Tag zuvor

Ich glaube, dass Tschechien das Juryvoting gewinnen kann, wenn es auf der Bühne gut umgesetzt wird.

ESCforETERNITY
ESCforETERNITY
1 Tag zuvor

Also ich schätze diese Ballade von Daniel sehr und empfinde sie weit weg von langweilig. Die Selbstfindung – wer war selbst nicht mal auf der Suche nach sich selbst, wo ist der richtige Weg, den man aus Überzeugung gehen möchte, wo zweigt man ab im Leben und wo hat man Scheuklappen an und geht aus diesem Grund einfach nur gerade aus? (kann natürlich ebenso falsch wie richtig sein). Im Video begegnet mir wiederholt die Lilie, für mich steht sie für Reinheit und Herz ❤️ für manche auch“nur“ als Todesblume. Für mich bedeutet sie Leben und ich trage sie täglich als Kette um den Hals😇. Wenn ich mir das Video im Verlauf anschaue, zieht mich das wie ein Sog hinein und wenn es aufhört, bin ich irgendwie wie chloroformiert und frage mich, bin ich jetzt wirklich nur Zuhörer oder doch so viel mehr?….
Finale ist sicher und die letztliche Platzierung wird je nach Auftritt dort auch sehr hoch sein, wenn er den Moment erwischt wo er eine emotionale Bindung mit dem Publikum herstellen kann – bei mir hat er es längst geschafft☺️

Morph
Morph
1 Tag zuvor

Würde ich prinzipiell in die Top 5 im Finale wählen und habe auch so gevotet. Jedoch nach dem Auftritt in Amsterdam wird man doch etwas skeptisch. Gut gesungen, aber zu verhalten. Da muss noch deutlich mehr Drama auf die Bühne. Bis zu den Proben in Wien warte ich aber nochmal ab, ob man das mit der Platzierungsprognose nach unten korrigieren muss.

David Z
David Z
1 Tag zuvor

Neben Australien und Portugal der einzige Song der mich wirklich begeistern kann.

Gaby L
Gaby L
1 Tag zuvor

Gefällt mir ausgesprochen gut.👍

Kann mir schon vorstellen, dass es der Song ins Finale schafft. Der Titel und die Stimme sind so besonders, dass ich mir durchaus einen TOP-10-Platz vorstellen kann.

dirtsa
dirtsa
1 Tag zuvor

Der Song hat was.
Egal, wie hoch seine Stimme gehen kann, hat der Song was dunkles, Melanchonisches, was bei mir immer gut ankommt.
Seine Stimme ist sehr gut. Ich hoffe, er legt eine gute, emotional mitnehmende Performance hin.
Drücke die Daumen und sage Platz 6-10.

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor
Reply to  dirtsa

Ich höre mir lieber das hier an: 😎

dirtsa
dirtsa
1 Tag zuvor
Reply to  Malge1985

Oh danke Malge! 🙂
Wusste gar nicht dass Gåte was neues am Start hat. :PUnd ein neues Album soll es auch bald geben, Klasse!
Ich hatte sie ja im Dezember 2024 live in Hamburg gesehen. Leider eine kleine Location, aber das hat dem Genuss der Musik keinen Abbruch getan! 🙂
Mann, waren die gut!
Und mit dem Gitarristen Magnus habe ich auch noch gequatscht. Und habe Gunhild gesagt, wie beeindruckend ich ihre Stimme finde. 🙂

Wer weiss, vielleicht touren sie ja mit dem neuen Album und kommen auch in meine Nähe. 😉

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor
Reply to  dirtsa

Da bin ich mal gespannt wie das neue Album dann wird. 😀

dirtsa
dirtsa
1 Tag zuvor
Reply to  Malge1985

bestimmt gut! 😉
Das Album Ulveham höre ich auch sehr gerne. 🙂

Anni
Anni
1 Tag zuvor
Reply to  Malge1985

Wie schön, dass sie noch Musik machen, Danke fürs Posten

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

OT: Der FC Bayern gewinnt mit 4:3 das Rückspiel gegen Real Madrid (2:1 für Bayern im Hinspiel) und zieht ins Halbfinale der Champions League ein. 🥳

4porcelli - give The 🦦 what he needs
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1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Zusammenfassung jetzt im ZDF

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Neuer hat aber wohl mehrere Böcke sich geleistet. 😐

Ich meine: Er ist wirklich GOAT und wir sind 2014 auch durch ihm Weltmeister geworden, aber so langsam sollte er wirklich über das Karriereende nachdenken. Hoffe auch dass sich die nervige Diskussion um eine Rückkehr in die Nationalmannschaft damit endlich erledigt hat!! 🙄

4porcelli - give The 🦦 what he needs
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1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Keine Ahnung, seh das ganze jetzt zum ersten Mal.

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Er hat wohl schon häufiger in der Saison nicht mehr so gut ausgesehen im Tor.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
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1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Keine Ahnung, ich verfolge die ja allgemein nicht so jetzt nur wegen CL. Freiburg und Mainz spielen ja morgen auch noch für Einzug in Europäische Semis.
Hast Du in der Schule eigentlich Fußball gespielt?

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Na ja, im Rahmen der Sportstunden halt. War da in der Regel Abwehr.

War generell aber eher der Schwimmer, so „Trockensport“ war nicht so meine Welt. 😅

Last edited 1 Tag zuvor by ESC1994
4porcelli - give The 🦦 what he needs
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1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Ich hatte bis einschl 6. Klasse gespielt, hab dann aber aufgehört, weil das im Dorf war aber alle meine Freunde vom Gymnasium woanders wohnten. Schwimmen dann n paar Jahre später.

Matty
Matty
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Neuer ist keine Ziege!

Last edited 1 Tag zuvor by Matty
marcelK
marcelK
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Im hinspiel weltklasse im Rückspiel leider schlecht! Aber die Moral hat gestimmt! 3 mal einen Rückstand aufgeholt und das gegen real madrid! Glückwunsch an den fcb.

Jorge
Jorge
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Hatte mir das Spiel live angesehen. Wer die Chance hat, sollte sich das komplett geben. Von den ZDF-Kommentatoren wird der Zuschauer immer zusammengeschrien.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
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1 Tag zuvor
Reply to  Jorge

Wie läuft eigentlich Eure Olympia-Bewerbung? Wusste gar nicht, dass es eine gibt, wurde erwähnt in der Doku über die NRW-Bewerbung vorhin.

Jorge
Jorge
1 Tag zuvor

Keine Ahnung, gestern/vorgestern hatte die Pro-Initiative gestartet. Ich rechne eh nicht mit einem Zuschlag. Abstimmung im Mai. Und seit wann siehst du Lokalnachrichten?

Last edited 1 Tag zuvor by Jorge
4porcelli - give The 🦦 what he needs
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1 Tag zuvor
Reply to  Jorge

Ne war ne 45 Minuten Doku im
WDR. Wobei die da zumindest in K schon ganz gut waren, halt hochwertig produziert. N3 ist immer so viel Moin moin Geplärre und hier scheints hauptsächlich um Crime und Schulen zu gehen, gähn.

Last edited 1 Tag zuvor by 4porcelli - give The 🦦 what he needs
Jorge
Jorge
1 Tag zuvor

HH-Journal & Co haben Wahnsinnseinschaltquoten. Meine (nicht viel ältere) Nachbarn sehen entweder Drittes oder Home & Garden TV. 😉

4porcelli - give The 🦦 what he needs
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1 Tag zuvor
Reply to  Jorge

N3 hat viele gute Dokus, auch regionale mit Material aus den Archiven, was ich zT ganz spannend finde. Machen die anderen bis auf Ostalgie beim MDR Allgemein nicht so, meine ich.

Anja die Zweite
Anja die Zweite
22 Stunden zuvor

Ich liebe den Song und er singt es auch so gefühlvoll. Ich hoffe die Tschechische Delegation versammelt das Staging nicht so wie letztes Jahr, dann kann das was werden.

JoBi
JoBi
20 Stunden zuvor

JoBi und sein Gehirn: Folge 24 – Tschechien

Erster Eindruck:
🧑‍🦱 Ich weiß nicht was ich von dem Lied halten soll?
🧠 Die Drums am Ende sind geil.

Zweiter Eindruck:
🧑‍🦱 Ich find’s so lala.
🧠 Aber mit einer Stimme.

Beim Hören jedesmal:
🧑‍🦱 Ich kann mir vorstellen, dass Tschechien bei der Jury gut abschneidet.
🧠 Kein Wunder bei der Stimme.
🧑‍🦱Bin gespannt wie die Performance wird.
🧠🤔 Ob das Fernsehbild sich da auch dreht?

Fazit:
🧑‍🦱 Platz 6 – 10
🧑‍🦱 Platz 29 in meinem Ranking.

Matty
Matty
1 Stunde zuvor

Interview mit Daniel Žižka bei Eurovision in Concert in Amsterdam:

https://eurovoix.com/2026/04/17/czechia-daniel-zizka-interview/

Hier die Karaokeversion des Songs: