ESC-Songcheck kompakt (7) – Slowenien: „Amen“ von Ana Soklič

Ana Soklič gehört zu der guten Hälfte der Künstlers des Jahres 2020, die in 2021 eine zweite Chance erhalten. Der verantwortliche Sender RTV SLO hat bereits im Mai 2020 bekanntgegeben, dass Ana Soklič , die sich in einer exzellent besetzten EMA 2020 mit „Voda“ durchgesetzt hatte, Slowenien auch 2021 beim ESC vertreten wird.

Ana Soklič gehört zu den erfahrensten Teilnehmern im Wettbewerb. Die slowenische Sängerin aus Bohinj ist bereits 36 Jahre alt und ist vor allem im Jazz, Blues, R&B und Soul zuhause. Sie trat schon zusammen mit dem Harlem Gospel Choir New York auf und auch mit vielen Größen der Modern Jazz Szene. Ihre Blue-Eyed-Soul-Stimme gilt als eine der eindrucksvollsten, kraftvollsten und eigenständigsten, die der ESC in vielen Jahren erlebt hat.

Ana selbst hat Texter und Komponisten aufgefordert, Songs für den ESC 2021 vorzuschlagen. Knapp 200 Songvorschläge wurden danach in einem zweistufigen Juryverfahren ausgesucht.. In der ersten Runde mit Ana standen ihr zwei renommierte ESC-Veteranen zur Seite, zum einen Darja Švajger, die Slowenien in 1995 und 1999 beim ESC vertreten hat, zum anderen Vladimir Graić, der als Songwriter für den ESC-Klassiker „Molitva“ verantwortlich zeichnete.

In der zweiten Runde ohne Anja war Darja Švajger wieder dabei, außerdem Mojca Menart, „Head of Publishing and Record Label“ bei RTV, sowie Matevž Šalehar Hamo, ein bekannter slowenischer Musiker.

Der Song

Ausgewählt haben die beiden Jurys die pathetische Powerballade „Amen“, ein Titel der von RTV SLO sehr, sehr selbstbewusst angekündigt wurde, und der federführend unter Mitwirkung von Songwriter Charlie Mason entstanden ist. Charlie zeichnet co-verantwortlich für „Rise Like a Phoenix“, Maraayas „Here For You“ und „Beauty Never Lies“ (Bojana für Serbien 2015).

Man hört der epischen Ballade „Amen“ an, dass die Producer auf die maximale Intensität von Anjas Stimme und auf starke Conchita-Style-Gesten auf der ganz großen Bühne schielen. Abgemischt hat „Amen“ Tony Maserati aus Los Angeles, der schon mit Beyoncé, Usher, Jason Mraz und The Black Eyed Peas gearbeitet hat. Der hymnische Backgroundchor ist von Producer Žiga Pirnat rund um Dorian Holley gruppiert worden, der schon mit Michael Jackson und James Taylor getourt hat.

Der Check

Song: 3/5 Punkte
Stimme: 5/5 Punkte
Instant-Appeal: 4/5 Punkte
Optik: 5/5 Punkte

Benny: Ich bin nach wie vor ziemlich enttäuscht von „Amen“. „Voda“ war sehr eigenständig und diesmal hat Ana leider eine Allerwelts-ESC-Ballade im Gepäck. Der Song beginnt noch ganz gut und interessant, aber verliert sich dann leider und der einfältige Text vor allem im Refrain tut sein Übriges. Wenn ich aber meine Enttäuschung außen vor lassen, tut „Amen“ natürlich auch nicht weh und lässt sich gut weghören, außerdem habe ich mich mittlerweile ein bisschen reingehört. 6 Punkte.

Berenike: Ana hat eine fantastische tiefe Stimme, das kommt in „Amen“ auch wieder sehr gut zur Geltung. Leider ist der Song für mich nur eine unauffällige Gospelballade. Trotz einiger interessanter Ansätze wie dem Spannungsbogenaufbau mit nur sehr reduzierter Instrumentierung und dem Chor zum Schluss, verliert sich das Lied am Ende etwas im Nirgendwo. Ich fand „Voda“ viel interessanter, weil es eigenständiger und „mehr Nische“ war. Da Ana aber so eine tolle Sängerin ist trotzdem 7 Punkte.

Douze Points: Das ist ja wohl am ehesten ein Jury-Pleaser, oder? Nach dem ersten Refrain frage ich mich immer, ob da jetzt noch was kommt und das Lied richtig losgeht. Das stellt die gesanglichen Fähigkeiten von Ana überhaupt nicht in Frage. Aber kompositorisch und textlich ist das doch eher Hausmannskost. 6 Punkte.

Florian: Anas Stimmfarbe gefällt mir in „Amen“ sehr gut und kommt meiner Meinung nach sehr angenehm zur Geltung. Die große stimmliche wie musikalische Explosion zum Refrain lässt nach mehr hoffen, doch dann ist der Song recht schnell auserzählt. Was bei „Voda“ noch dramaturgisch exzellent dargeboten war und seine Anhänger fand, wirkt in diesem Jahr mit „Amen“ doch etwas schwerfällig. 5 Punkte. 

Manu: Letztes Jahr war Ana zusammen mit der lettischen Samanta wohl die Teilnehmerin, die gerade durch die Home Concerts begeistern konnte. Umso enttäuschter war ich beim ersten Hörgang von „Amen“. Ana singt gut, ich liebe die stimmlich tiefen Momente. Die Bridge zum letzten Refrain begeistert mich mit einer ungewöhnlichem Melodiefolge und dem aufbrandenden Chor. Die schönste Stelle ist der alleinige Chorgesang ganz zum Schluss – dieser ist aber leider in Rotterdam weggeschnitten und damit kann ich insgesamt nur 5 Punkte geben.

Max: „Amen“ ist zwar nicht schlecht und Anas Stimme ist wirklich super, aber irgendwie dümpelt der Song in meinem persönlichen Ranking im Mittelfeld herum. Der Refrain ist zwar ziemlich stark, vor allem am Ende mit dem Gospelchor. Aber er tröstet für mich nicht über die schwachen Strophen und restlichen Passagen hinweg. 5 Punkte dennoch von mir!

Peter: Es war gar nicht so einfach, sich im „objektiven“ Songcheck-Text zurückzunehmen. Ja, die Erwartungshaltung an Ana (speziell in der Bubble) war höher als das, was Slowenien letzten Endes abgeliefert hat. Zu kalkuliert und zu wenig innovativ. Aber die Stimme von Ana ist breathtaking unique, sexy, catchy und der Gospelchor im letzten Drittel sorgt für anständig Adrenalin. 12 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 46/84 Punkten

Beim ESC-kompakt-Index landet „Amen“ auf Platz 30 von 39.

Wie schneidet der slowenische Beitrag "Amen" von Ana Soklič ab?

  • bleibt im Halbfinale hängen (62%, 321 Votes)
  • Platz 16-20 (13%, 68 Votes)
  • Platz 21-26 (12%, 61 Votes)
  • Platz 11-15 (9%, 44 Votes)
  • Top 5 (2%, 12 Votes)
  • Platz 6-10 (2%, 8 Votes)

Total Voters: 514

Wird geladen ... Wird geladen ...

Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Australien: „Technicolour“ von Montaigne
(2) Irland: „Maps“ von Lesley Roy
(3) Litauen: „Discoteque“ von THE ROOP
(4) Nordmazedonien: „Here I Stand“ von Vasil
(5) Russland: „Russian Woman“ von Manizha
(6) Schweden: „Voices“ von Tusse


75 Kommentare

  1. Also „Amen“ ist wohl einer der unterbewertesten Beiträge des Jahres. Der Titel ist perfekt auf Ana zugeschnitten und zeigt ihre Stimmfarbe doch super. Nur die Strophen gefallen mir nur semi-gut. Was Rotterdam angeht, kann ich noch gar keine Platzierung vorhersagen, entweder es bleibt im Semi hängen oder es wird Top 15 – durch die Jurys versteht sich. 6 solide Punkte für das bessere „Amen“.

    @Peter: Die Objektivität hast du im ersten Teil recht gut hinbekommen 😉

  2. Ich liebe dieses Lied, ist aktuell mein Platz 1!
    Befürchte leider, dass es vlt. untergehen könnte im Semifinale 🙁

  3. „Amen“ hat mir beim ersten Hören extrem gut gefallen und war zeitweise meine Nummer 1. Allerdings ist es in den letzten Tagen in meiner Top 39 immer weiter nach hinten gerutscht. Ich finde es dennoch deutlich besser als Anas letztjährigen Beitrag „Voda“. Ich kann mir vorstellen, dass die Jurys Slowenien evtl. ins Finale hieven könnten. Ob es aber bei den Zuschauern ankommt, ist fraglich.

    Meine Top von allen bisherigen Songchecks:
    1. Russland (12/12)
    2. Schweden (12/12)
    3. Australien (12/12)
    4. Litauen (8/12)
    5. Slowenien (8/12)
    6. Irland (6/12)
    7. Mazedonien (2/12)

  4. Hm… Hm… Hm… Der Song ist nicht schlecht, aber ich finde, der Song wird Anas Stimme nicht gerecht. Ich hätte mir eine jazzige Nummer gewünscht, weil so etwas perfekt zu Anas Stimme passen würde.

    Ich fürchte, dass dieser Song das Halbfinale nicht übersteht.

  5. Ana wird bei der einen oder anderen jury sicher punkte abgreiffen, ihre stimme ist excellent. Aber der song wirkt so, als habe jemand zuwenig zeit gehabt und die ersten 30sekunden einfach 6mal wiederholt. Was mir gar nicht gefällt, ist ihre körperhaltung und bewegungen. Das passt so gar nicht zum song.
    Nur die jury kann sie retten.

  6. Eigentlich müsste ich den Song hassen, weil Powerballaden nicht gerade mein Lieblingsgenre sind. Aber ich liebe den Song, wenn ich ihn höre muss ich dran bleiben und freiwillig höre ich ihn mir auch gerne an. Leider befürchte ich das der Song in diesem sehr starken Jahrgang untergehen wird und leider im Semi rausfliegen wird.

  7. Widerlich. 1/12
    Ich befürchte, dass sich dieses Machwerk ins Finale schleicht, um dort jenseits der 20 zu landen.

      • Sorry aber ich finde leere Pathosgesten, die darauf abzielen, das Leid von Kindern zu transzendieren/sublimieren, nun mal widerlich. Ich denke nicht, dass ich damit irgendjemandem zu nahe trete.
        Das ist genauso zynisch und unappetitlich wie der UKD-Beitrag von 1991.

      • @tc, UKD=United KingDom?
        Wenn ja, Frecheit😀. Ich war damals schwer verknallt in samantha janus, auch wenn sie echt fast jeden ton versemmelt hat. Die message war mir wurst, jedenfalls hat sie mein herz getroffen.

      • Danke, lieber Tog-Cet. Wie konnte ich nur dieses Machwerk von Samantha Janus vergessen, die konnte ja wirklich gar nix, wie wundervoll!

        Man erinnere sich außerdem, dass an dem Abend eine Fundamentalchristin gewonnen hat, angefacht vom Windmaschinenhauch Gottes.

    • Widerlich sind Bilder von Großwildjägern, die neben der erlegten Beute posieren, widerlich sind Naziparolen, widerlich sind abgelaufene Pralinen voller Maden.

      Aber ein Lied kann doch nicht widerlich sein.

      • Aber ein Text schon. Kinder, die leiden, mit Gottes Liebe zu vertrösten, finde ich nunmal widerlich. Wie wäre es damit,das Leiden von Kindern zu verhindern?

  8. Ich liebe ihre Stimme auch und bin fast traurig das Ana nicht ins Finale kommen wird …. 10/10 aber trotzdem 😉

  9. Ich habe mich sehr auf Ana gefreut und wurde leider enttäuscht. „Amen“ klingt leider abgredroschen, nur die Gesangsstimme mag noch einiges wett. Könnte deswegen knapp im Finale landen.

    Meine Bewertung 3,5/10 für Slowenien

  10. Der Song an sich ist OK und lässt sich ganz gut anhören.
    Ich finde nur, dass er Anas Stimme nicht ganz gerecht wird.

    Außerdem habe ich immer wieder den Vergleich zu „Voda“ letztes Jahr im Kopf, was es noch zusätzlich erschwert, den Song zu mögen

    • „Voda“ war einer der besten Songs letztes Jahr.

      Litauen 10/10
      Irland 7/10
      Russland 6,5/10
      Schweden 5/10
      Slowenien 3,5/10
      Australien 3/10
      Nordmazedonien 1/10

  11. balladengrütze vom feinsten!
    dürfte es im semi verdammt schwer haben,aber halt,übersehe ich da was?
    was ist die botschaft?
    ich habe ja gelernt,wie wichtig (text)botschaften beim ESC sind. 😀

  12. Slowenien ist mein Guilty Pleasure dieses Jahr! Einfach tolle Stimme und ich hab mich in den Song total verliebt.
    Ist bei mir auf Platz 5 von 40!
    Ana wird so manche*n überraschen! Ich glaube an einen Finaleinzug und eine Platzierung zwischen dem 12. und dem 18. Platz.
    Irgendwas sagt mir, dass Ana ganz knapp hinter Jendrik landen wird… Schauen wir mal was passieren wird.

  13. Wird schwer mit einer Finalqualifikation.
    Ich finde es auch etwas spröde und der Gospelchor wirkt hier auf mich irgendwie aufgesetzt.

  14. Ich mag Anas tiefe Stimme sehr gerne und finde den Auftritt im Video ziemlich gut. Sie steht da in weiß, macht kraftvolle Gesten und schmettert eine schöne Ballade raus. Meine Lieblingsstelle ist die effektive Wiederholung von „everybody knows“ mit diesem Betonungswechsel 🙂

    7.5/10 und 17/39
    2020: 5/10 und 31/41.
    Wahnsinnige Verbesserung für mich! „Voda“ hätte ich im Halbfinale gelassen, weil altbacken und viel zu sperrig. Höre ich nicht mehr freiwillig. Aber „Amen“ höre ich echt gerne. Steinigt mich doch 😀

  15. Der große Vorteil von „Voda“ gegenüber „Amen“ ist für mich die schöne slowenische Sprache, außerdem gefällt mir Anas Variante des American English nicht. Aber kompositorisch ziehe ich inzwischen „Amen“ sogar leicht vor, die Steigerung des Liedes mit dem tollen Chorgesang zum Schluss finde ich toll.
    Das Lied hat es inzwischen in meine „Verfolgergruppe“ geschafft, zur Zeit würde ich dafür ca. 6,5/10 Punkte geben.

  16. Ich möchte diese Nummer so gerne richtig mögen, weil ich „Voda“ so geliebt habe. Aber ich kann es nicht.
    Es ist mir zu beliebig und zu kalkuliert und ich kann toggie gut verstehen, dass er den Text widerlich findet. Und dazu möchte ich auch gar kein „Aber“ formulieren. Manches muss man auch mal so stehenlassen.

    Weil ich nicht so cool bin wie Peter, mich ihm aber trotzdem in einem Punkt seiner Ausführungen anschließen möchte, muss ich es so sagen: Anas Stimme ist atemberaubend einzigartig.
    Mehr Pluspunkte habe ich dieses Mal nicht.

    Das Ding kommt ins Finale, dann Platz 18. Nächstes Jahr dann bitte wieder Ana mit einem richtigen Lied.

  17. Och nööö, was für eine bräsige christlich angehauchte Bausatzballade. Warum nur muss denn jeder auf Englisch singen. Ihre noch langsamere Ballade „Voda“ im Vorjahr hatte daher wenigstens die Landessprache als plus und mit ihrer sehr guten Stimme, kreierte sie dort eine mystische Atmosphäre. Irgendwie könnte man auch meinen, dass ihr der Umstieg auf Englisch auch nicht gefällt, jedenfalls geht von ihr nicht mehr die Strahlkraft wie im Vorjahr aus. Was bleibt ist ihre tolle Stimme. Aber….Wenn das über das Semi hinaus kommt, fresse ich einen Besen. Bei mir stürzt die gute Ana von Platz 18 in 2020 auf Platz 33. Amen.

  18. Die Stimme ist grandios . der Song leider nicht. ich geb trotzdem 6,5 Punkte von 10

    Es ist die wohl vertanste Chance ever , hätte man Ihr einen Powersong Song a la Anastacia oder Tina Turner gegeben wäre sie Favortin auf den Gesamtsieg .

  19. Ich habe bei den Gospelnummern immer das Problem, dass ich da Praying von Hesha als Vergleich habe. Ja. Ana hat eine fantastische Stimme, aber gerade beim Gospel fehlen mir die Emotionen.
    Voda letzte Jahr war absolut klasse gewesen. Amen fühle ich nicht.

  20. Och, Manu, musstest Du mir den Tag mit der Info vermiesen? 🙁 Mir ist nie aufgefallen, dass der Song länger als 3 Minuten dauert, weshalb ich davon ausging, dass der alleinige Chorgesang auch in Rotterdam zu sehen ist. Darauf habe ich mich schon gefreut.
    Ich weiß, dass ich recht inkonsequent bin, was frömmelnde Texte wie etwa diesem hier oder DE ’95 bin und sie eigentlich konstant runterwerten sollte. Tu ich aber nicht. Ich mag Anas Lied zwar nicht ganz so sehr wie „Voda“ oder (noch viel besser) „Oče“, aber von den Gospelliedern ist das noch das beste. Zu ihrer Stimme wurde hier schon mehr als genug gesagt, und vom Text her finde ich nur wenig Parallelen zur wirklich etwas fragwürdigen „E Messach to jo Art“ (O-Ton Hr. Cutugno) vom hübschen Todesengel S. Venus. Weit wird Slowenien aber damit nicht kommen, gerade bei den Zuschauern wird das auf wenig christliche Nächstenliebe und Solidarität beim Anrufen stoßen.

    Prognose: Halbfinale 15/16 (30%)
    Meinung: Platz 8/39 (7 Punkte…ohne Chor am Ende)

  21. Das slowenische „Amen“ erinnert mich an das tschechische „I stand“ von 2016. Die Melodie ist wie eine über einen See wabernde Nebelschwade und Ana Soklič hat Potential für einen starken Auftritt, bei dem ich mir auch einen Feuerregen vorstellen kann.
    Aber ich bekomme nicht so richtig Zugang zu dieser Ballade. Da spricht mich das österreichische „Amen“ doch deutlich mehr an, trotz der Makemakes- und Natália-Kelly-Vibes.
    Natürlich werden einige Juroren begeistert sein und Nachbar Kroatien wird sicher neben Jury- auch Televotingpunkte sprechen lassen, aber obwohl ein mitreißender Auftritt nicht unwahrscheinlich ist, sehe ich Slowenien nicht im Finale.
    Mal abgesehen davon, dass ich dieses Land beim ESC nicht vermissen würde. Der einzige brauchbare Beitrag in den Jahren nach Maraaya war „On my way“ von Omar Naber, das 2017 in meiner Top 10, wenn nicht sogar Top 5 war. Ansonsten kam absoluter Müll (2016, 2019) oder Sachen, die zumindest ich so gut wie gar nicht wahrgenommen habe (2018, 2020, 2021).

  22. @ Rainer 1,

    Ja, UKD ist doch der offizielle dreistellige ISO-Code für das Vereinigte Königreich (und noch Nordirland). Und na ja, die patellfarbene Weichzeichnerästhetik, deren sich Frau Janus damals bediente, erinnerte ja stark an die seinerzeit populären Softerotikfilme im deutschen Privatfernsehen und zielte wahrscheinlich bewusst darauf ab, die Männerherzen (oder auch andere männliche Körperteile) zu rühren. Glücklicherweise wird uns zumindest solch ein unter der Gürtellinie-Ansatz bzgl. der visuellen Darbietung bei der frömmelnden Ana S. erspart bleiben …

  23. Slowenien ist in meiner ESC Burg in der Kapelle im Beichtstuhl gelandet und muss 10 mal den Rosenkranz beten
    Ana hat so eine sensationelle Stimme aber der Song erreicht mich überhaupt nicht und das obwohl ich Balladen mag und selber Gospel singe oder gerade deswegen?🤔
    Voda war um weiten besser

  24. Die Klassenwiederholerin hat Wasser zu Messwein gemacht. Vom Können her gehört sie zu den Klassenbesten und nimmt mit großer Leidenschaft am Unterricht teil. Nur leider ist sie in einen religiösen Wahn verfallen und versucht durch ihre eigentlich faszinierende Abschlussarbeit, bestärkt durch ihr reichlich vorhandenes Charisma, die gesamte Schule zu missionieren.

    Deshalb plädiert das Lehrerkollegium bedauerlicherweise trotz ihrer großen Intelligenz dafür, sie nicht für die Finalklasse zuzulassen, um Schaden von der Schule abzuwenden.

    Falls sie irgendwann wieder in die Realität zurückfinden sollte, würden wir uns allerdings sehr über eine erneute Arbeit, am liebsten im zu Hause gesprochenen Dialekt, freuen.

    • @ag9

      Danke für diese sehr lustigen Kommentare. Die Idee mit der Schulthematik ist super, leider bin ich bei meinen Kommentaren nicht so kreativ.

      • Das Lehrerkollektiv ist immer erfreut über Rückmeldungen von außen.

        Ob dieses es allerdings schafft, auch wirklich alle 40 SchülerInnen individuell zu benoten, muss sich noch zeigen, das sich einige der Abschlussarbeiten doch recht ähneln.

  25. Puh. Ich mag ja Balladen immer dann, wenn sie ein gewisses Maß an Intimität und Aufrichtigkeit bieten.
    Das hier ist abgedroschener Powerballaden-Quark mit einem Extra-Klecks Pathos. Wie der mazedonische Beitrag ziemlich berechnend für Stimmen-Showcasing hinkomponiert. Sowas ekelt mich in seiner Schamlosigkeit immer ein wenig an.

  26. wann kommt norwegen im songcheck?
    es gibt wichtige neuigkeiten – der hypetrain ist dort steckengeblieben. 😀

  27. Grundsätzlich tolle Stimme! Der Song ist ,ich liebe @Flos Bezeichnung- Strunzlangweilig.
    Da hätte ich wirklich einen Song mit mehr Power erwartet. Die Enttäuschung hält sich aber in Grenzen.
    Jeder ist seines Glückes Schmied. Das Team um Sie herum scheint ihr eigentliches Potenzial nicht erkannt zu haben. So eine kraftvolle Stimme und dann so ein gebremster Song.
    Da ich ja den Song nicht so berauschend finde habe 3 Minuten Zeit mich auf andere Sachen im Video zu konzentrieren.
    Störend da , die viel zu dunkel geschminkten Augen die eher zu einer Anrufung des Beelzebubs passen.
    Dann noch der merkwürdige Faltenwurf im oberen Hosenbereich. Generell ist die Hose , der Jumpsuit zu lang.
    Die Hose umschließt viel zu sehr den oberen Hackenschuh Bereich das ein normales laufen fast unmöglich ist.
    Der Schal verhindert auch eventuelle Akrobaten in Hamsterräder.
    Fazit – Outfit passend zum Song. Hallelujah,

  28. Voda war so ein wundervoller Song , ich höre den Beitrag noch immer sehr gerne .
    Amen hingegen ist leider das komplette Gegenteil , kommt nicht ansatzweise an Voda ran .
    Schade ,aber denke das Sie allein schon für Ihre tolle Stimme ins Finale kommt .
    Sie wird das toll machen .

  29. Vielleicht die beste Frauenstimme im Jahrgang (ja, noch besser als Destiny). Dazu kommt ihre super Ausstrahlung, die sie sicher auch gut auf der Bühne nützen wird. Ich denke, der Einzug ins Finale wird ihr gelingen.

  30. Ich bin ein absoluter Fan dieser Frau, der Anfang des Liedes verschafft mir Gänsehaut ob der genialen Stimme, diese Gänsehaut bleibt dann leider auch ob des schlechten Liedes. Schande, sie ist eine Perle die zum Foltern verurteilt ist.

  31. Heiliger Bimbam! Super Stimme, aber thematisch ist es mir auch zu aufdringlich religiös. Ich glaube (sic!) aber, sie hat damit sogar mehr Chancen, ins Finale zu kommen, als sie mit „Voda“ gehabt hätte. Habe auf Platz 21-26 getippt.

  32. Belarus wird anscheinend morgen hier nicht besprochen. Dann geht es in die zweite Hälfte von Semi eins und da gefallen mir lediglich zwei Songs und es gibt viel austauschbare Kost.

  33. Als ich gehört habe, dass Ana Soklic von Darija Svajger unterstützt wird, habe ich gedacht: Das kann nur großartig werden. Leider war dies eine Fehleinschätzung:
    Bei Voda habe ich Anas Stimme wirklich geliebt, hier geht sie mir fast auf den Geist. Sie drückt phasenweise so dermaßen auf die Tube, dass ich es als unangenehm empfinde, wahrhaft overperformed. Der Song ist mir für sie als Künstlerin viel zu konventionell, mit viel zu viel Pathos, darüber hinaus auch noch religiös verbrämt. Außerdem steht ihr m.E. slowenisch viel besser als englisch.

  34. Schade. Chance vertan. Sie hatte eine wirklich einzigartige, tolle Stimme. Nun, der Song wurde wohl aus einer Kiste aus den 90er ausgegraben. Nicht wirklich schlecht aber einfach so ausgelutschter Refrain und zwischendrin so nichts. Ihr steht schon eine klassische Ballade gut aber das ist jetzt einfach zu einfallslos.

  35. Leider geht Slowenien mit dem gleichen Songtitel wie Österreich beim ESC an den Start und der Song würde mir besser gefallen, wenn er in Landessprache wäre und leider sehe ich Ana damit nicht im Finale.

  36. Das ist schwierig, eigentlich hat der Song alles was ich von einer guten Ballade erwarte, aber irgendwie holt sie mich dann doch nicht so ganz ab.

    Denke es wird schwer für sie, obwohl ich ihr einen Finaleinzug wirklich gönnen würde.

  37. Anas Voda höre ich noch immer sehr gerne – ich liebe solche Balladen, vor allem wenn sie dann noch in Landessprache sind. Amen fällt dagegen im Vergleich etwas ab, gefällt mir aber trotzdem ganz gut, weil mich Anas Stimmvolumen nach wie vor begeistert. Sie wird es mit Hilfe der Juries ins Finale schaffen😇

  38. Anas Stimme und Art zu singen spitze, Song bieder und letztklassig. Darum kein Problem, wenn im Semi Tschüs Baba.

  39. Bei der Jury könnte es vielleicht um Platz 5 bis 8 rangieren, aber den Zuschauern eher weit hinten.
    Es braucht ein Wunder, damit sie ins Finale kommt.

  40. Ich sehe sie knapp im Finale. Von Vorteil dürfte sein, daß sie als einzige Frau eine Ballade singt.

    Dort dürfte aber die Unterstützung von den Zuschauern ähnlich wie Tschechien 2016 und Österreich 2017 sein

  41. Jetzt gibt es ganz neue Möglichkeiten, denn seit der Disqualifizierung von Belarus scheiden nur noch sechs Länder aus…

    • Irrelevant, das siebte ausgeschiedene Land wäre doch eh Belarus gewesen.

      Nochmal zu Ana: Ihr Lied ist eines der wenigen dieses Jahr, wo ich tatsächlich jedesmal Gänsehaut bekomme, wenn ich es höre. Umso ärgerlich finde ich deshalb den Text.
      Auch Gospel muss nicht so reden, heul! Das hat Herr Mason (falls er das alleine war) bei „Rise Like a Phoenix“ bedeutend besser hinbekommen.

  42. Wie stark das Lied ist, darum kann man sich streiten. Aber Anas Stimme… Sie hypnotisiert mich, sobald sie den Mund aufmacht. Sie könnte mir wahrscheinlich auch das Telefonbuch vorsingen und ich wäre immer noch angetan. Ich persönlich mag „Amen“ als Song sehr gerne. Powerballaden sind eigentlich nicht mein Genre, sie sind mir oft zu emotionsarm. Aber Ana gibt dem Song eine Seele.
    Voda war letztes Jahr in meiner Top 10 – Amen ist mein erster Platz

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.