Intervision 2025: Zwischen Propaganda und Neugier – ein Dilemma für ESC- und Musik-Fans

„Stimmen der Welt auf einer Bühne“ – Teilnehmer*innen der Intervision 2025 – Grafik: Instagram @intervision.news

Am Samstag findet in Moskau die als politisch-initiierter Gegenentwurf zum freiheitlichen Eurovision Song Contest wiederbelebte Intervision statt. Dann werden 23 Acts (Aufmacherbild) aus Ländern mit überwiegend autokratischen Regierungen auf der Bühne stehen, aus denen am Ende eine Jury den Sieger bestimmt. Progressive Diversität bei den Künstler*innen ist bei der Veranstaltung qua Zielsetzung ausgeschlossen. ESC- und Musik-Fans stellt die Intervision vor ein Dilemma: Darf man sich diese Sendung anschauen, die vorrangig der Propaganda dient, oder sollte man sie besser boykottieren oder zumindest ignorieren?

Dass der Eurovision Song Contest entgegen allen Beteuerungen nicht unpolitisch ist, wird aktuell an der Diskussion über die Teilnahme Israels am Wettbewerb in Wien im nächsten Jahr nur zu deutlich. Gleichzeitig funktioniert der ESC dennoch auch nach 70 Jahren so gut, dass er mit seiner internationalen Strahlkraft und der Begeisterung von über hundert Millionen Zuschauer*innen in jedem Jahr von Gegnern der freien westlichen Werteordnung als etwas Feindliches wahrgenommen wird, dem man etwas entgegenstellen will.

Nichts anderes soll die Intervision 2025 sein, deren Wiederbelebung dem russischen Fernsehen von Russlands Präsident Putin diktiert worden ist. Natürlich gibt es dabei zumindest auf dem Papier ähnlich hehre Ziel wie beim ESC: der Musikwettbewerb soll helfen, „die internationale, kulturelle und humanitäre Zusammenarbeit weiterzuentwickeln“, heißt es in der Präambel von Putins Dekret.

Die Intervision gab es schon einmal im Kalten Krieg in den 1970er Jahren, wobei die teilnehmenden Acts vorrangig aus den Ländern des ehemaligen sogenannten Ostblocks kamen. Popkulturell ist davon kaum etwas in Erinnerung geblieben, die Intervision wurde vergessen. Der ESC hatte sich danach ebenso in Europa durchgesetzt wie die freiheitliche Demokratie.

Spätestens mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 ist der – nicht nur – Kalte Krieg wieder da. Gleichzeitig hat sich in der politischen und wirtschaftlichen Weltlage mit den BRICS-Staaten ein Gegenpol zum über Jahrzehnte dominanten Westen gebildet. Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, die sich kürzlich ebendort traf, unterstreicht diese Ambitionen. Mit der Intervision trägt Russland die Konfrontation nun auch in den kulturellen Sektor. Dabei ist sie sicher auch eine Genugtuung für den Ausschluss des Landes vom ESC 2022, in dessen Folge die russischen Sender geschlossen aus der EBU ausgetreten sind.

Seit der Beauftragung der Durchführung der Intervision in diesem Jahr liefen die Vorbereitungen für den Wettbewerb auf Hochtouren. In der Vorberichterstattung auf den sozialen Medien wurde dabei immer klar gemacht, dass es bei diesem Song Contest „keine Perversionen und Verhöhnungen der menschlichen Natur“ geben werde, wie sie beim ESC und den Olympischen Spielen in Paris laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gang und gäbe wären.

Nun sind also Vertreter*innen von 23 Ländern (Aufmacherbild) in Moskau und wollen dort ihre Lieder präsentieren. Darunter sind fast ausschließlich Staaten, die nicht für ihre demokratische Verfasstheit bekannt sind. Neben Belarus, Kuba oder Venezuela sind auch Länder wie China dabei, und überraschenderweise sogar die USA, die allerdings keine Delegation nach Moskau schicken. Dazu passt, dass der Sieger bzw. die Siegerin nicht vom Publikum bestimmt wird, sondern durch eine Jury. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass durch die Zeitverschiebung gar nicht alle Menschen die Show gleichzeitig sehen können. Vielleicht will man aber auch ganz grundsätzlich die Entscheidung lieber nicht in die Hände des Publikums legen.

Der propagandistische Ansatz der Intervision liegt also ganz klar auf der Hand. Und damit beginnt auch das Dilemma, wie man als Fan und wir als ESC-Blog damit umgehen sollen. Den American Song Contest haben wir 2023 ohne jeden politischen Hintergedanken verfolgt und ausführlich darüber berichtet. Auch sonst stehen wir grundsätzlich jedem internationalen Musikwettbewerb, der Menschen und Kulturen zusammenbringt, offen und interessiert gegenüber. Aber bei der Intervision regt sich ein ungutes Gefühl und Fragen kommen auf:

  • Soll man sich diese Show überhaupt ansehen – wissend, dass es sich vor allem um ein Propagandaprojekt handelt?
  • Ist es legitim, aus journalistischer, historischer oder schlicht neugieriger Perspektive einzuschalten, um Form, Inszenierung und Inhalte kritisch zu beobachten?
  • Kann man die Show wahrnehmen, ohne ihr dadurch mehr Bedeutung beizumessen als sie verdient?

Wir von ESC kompakt können und wollen Euch keine Empfehlung zu geben, wie Ihr Euch verhalten sollt. Ebenso wenig möchten wir verurteilen, wenn jemand neugierig einschaltet – oder bewusst fernbleibt. Beide Haltungen haben ihre Berechtigung. Wir haben für uns entschieden, das Dilemma sichtbar zu machen, statt es zu verschweigen. Die Intervision ist ein Fakt und die Veranstaltung positioniert sich ganz direkt als Gegenentwurf zum ESC. Insofern können wir sie nicht ignorieren. Wir möchten sie aber auch nicht hofieren, feiern oder größer machen als sie ist.

Deshalb teilen wir vorab diese Überlegungen mit Euch. Nach dem Wettbewerb selbst werden wir eine Zusammenfassung und kritische Einordnung veröffentlichen. So möchten wir Transparenz schaffen: über unsere Haltung, unsere Bedenken und unseren journalistischen Anspruch. Ob Ihr Euch selbst ein Bild von der Show machen wollt oder nicht – das bleibt, wie gesagt, Eure ganz persönliche Entscheidung.



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299 Comments
Matty
Matty
10 Monate zuvor

Intervision Song Contest – da nehme ich doch besser den ESC! Außerdem mutet es schon seltsam an, daß die USA teilnimmt!

Last edited 10 Monate zuvor by Matty
eurovision-berlin
eurovision-berlin
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Wäre es nicht klasse, wenn Vassy mit Scooter auftreten würde?

Anna01
Anna01
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Passt doch…

musikmucke
musikmucke
10 Monate zuvor

Ich würde der Veranstaltung keine Aufmerksamkeit geben wollen und komplett ignorieren.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
10 Monate zuvor

Boykottieren natürlich, eine reine Propagandaveranstaltung für Ex-Sowjetrepubliken und verwirrte Dritte-Welt-Länder, dazu dann der Verweis auf anti-Diversität. Wer sich das anguckt hat selber schuld. Es ist sehr naiv zu glauben, “oh, ein schönes Musikfestival!”

eurovision-berlin
eurovision-berlin
10 Monate zuvor

Na endlich, vielen Dank! Aber im Foto ist eine kleine Unstimmigkeit. Für USA tritt Vassy an. Jedenfalls bis jetzt 😉
Was die Austrahlung am Sonnabend betrifft, wird es ja ziemlich schwierig, eine für alle passende Uhrzeit zu finden.
Was mir an mir selber aufgefallen ist: Beim ESC singen ja oft Musiker mit kenianischer Herkunft für Norwegen, arabischer Herkunft für Frankreich, mittelamerikanischer Herkunft für Niederlande usw. usw.
Es ist einfach mal wieder schön zu sehen, wie all diese Musiker bei der Intervision IHR Herkunftsland repräsentieren. Danach kommt mir diese Vermischung beim ESC geradezu verkrampft vor.
Bei der Verlosung der Startplätze ist mir dann aufgefallen, wie viele Musiker eine mir bis dahin neue Energie mitbringen. Die Südamerikaner und Südafrikaner sind sehr temperamentvoll, der Tadschike scheint eine Rampensau zu sein. Die Europäer hingegen waren zurückhaltend bis verlegen.

Was die Muskstücke betrifft habe ich wie beim ESC den Eindruck, dass alle Länder den Ball flach halten. Bis jetzt meine Wertung (USA kenne ich noch nicht)

12 Punkte Serbien
10 Punkte Kenia
8 Punkte Russland
7 Punkte Vietnam
6 Punkte Usbekistan
5 Punkte Qatar
4 Punkte Saudi-Arabien
3 Punkte Madagaskar
2 Punkte Tadschikistan
1 Punkt Ver. Arabische Emirate

ANDi
ANDi
10 Monate zuvor

Vassy ist eine australische Sängerin griechischer Herkunft… Soviel zu „vertreten IHR Land“, was ich als Aussage äußerst grenzwertig finde. IHR Land bezieht sich dann auf die Herkunft, egal wo man lebt? 🤔

KarinM
KarinM
10 Monate zuvor

Hab die Songs alle komplett angehört, find Vietnam am besten, aber auch Serbien, Kolumbien und Usbekistan.
Nur durch anhören kann man sich eine Meinung über die Songs bilden. Die Show angucken ist was anderes, das brauch ich nicht.
.
Wie kommt die USA in diesen illustren Kreis?

Marko +++
Marko +++
10 Monate zuvor

Danach kommt mir diese Vermischung beim ESC geradezu verkrampft vor.

Demographische Wandel lässt grüßen. In unserer Gemeinde leben 187 Nationalitäten.

Tim
Tim
10 Monate zuvor

Das ist kein Dilemma, die Lage ist völlig eindeutig:
Wer immer sich das anschaut und gleichzeitig irgendjemanden im ESC aus politischen Motiven kritisiert/boykottiert oder ausschließen will, verdient den Preis für den schamlosesten Heuchler 2025.

Last edited 10 Monate zuvor by Tim
togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor
Reply to  Tim

👍

Aka Nichts
Aka Nichts
10 Monate zuvor

Die Show ansehen werde ich sicherlich nicht, muss aber gestehen, dass ich gestern aus Neugier mal in die Songs reingehört habe. Dir Songs kann man eigentlich in 3 Kategorien einteilen: Standardpop, Standardballade und kultureller Song des Landes. Ansonsten gibt es einen einzigen Künstler, der kulturelle Klänge gut in einen modernen Song gepackt hat.
Aber wie gesagt: Ich habe reingehört, nicht die Songs komplett angehört. Vielleicht irre ich mich auch bei einem oder anderen.
Ansonsten denke ich, dass sich das vielleicht 2-3 Jahre so halten wird, aber dann werden die ersten Länder wegen zu niedrigen Einschaltquoten aussteigen. Bei der Organisation erwarte ich auch nicht viel auf der Bühne und ohne Televoting werden weniger Leute Lust drauf haben.

JoBi
JoBi
10 Monate zuvor

Intervision. Interessiert mich wenig. Habe am Samstag besseres zu tun. Milch einkaufen, zum Weindorf meines Heimatsorts gehen wo auch ein Floh- und TRödelmarkt ist (liebe Flohmärkte) und Abends Sportschau gucken, Tagesschau und… äh… irgendwas anderes.

Alki Bernd
Alki Bernd
10 Monate zuvor

Gemessen an der Tiefe, mit der man der verbrecherischen Bestie in den Arsch kriecht, sollte der Bewerb besser wohl „Hinternvision“ heißen

Alki Bernd
Alki Bernd
10 Monate zuvor
Reply to  Alki Bernd

Und wenn der Bestienlakai Lawrow festlegen sollte,was die „menschliche Natur“ sei , dann sollte man das Experiment „homo sapiens“ für beendet erklären. Darwin, übernehmen Sie !

Alki Bernd
Alki Bernd
10 Monate zuvor
Reply to  Alki Bernd

Eine Ansammlung homophober Schurkenstaaten und mit der USA ein orangener Schurkeneleve auf dem besten Weg dahin

Ulrich_uhs
Ulrich_uhs
10 Monate zuvor
Reply to  Alki Bernd

auf den Punkt gebracht! Danke dafür!

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
10 Monate zuvor
Reply to  Ulrich_uhs

Von mir auch. Das mußte sein !

Johannes Floehr
Johannes Floehr
10 Monate zuvor

Wird ignoriert. Es ist dich so: Wenn man sich aufrichtig für Musik aus diesen Ländern interessiert, dann gibt es sicher Anlaufstellen dafür, die nicht derart politisch vorbelastet sind.

Anmey
Anmey
10 Monate zuvor

Wer hier ein Dilemma sieht, hat gar nichts verstanden. Natürlich gehört diese Veranstaltung boykottiert. Ich bin ehrlich gesagt sehr enttäuscht, dass ESC Kompakt dieser unerträglichen Propagandaveranstaltung hier eine Plattform gibt.

tinytina
tinytina
10 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Ich musste mich auch schon sehr wundern.

Marko +++
Marko +++
10 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Mwa, das Artikel wirkt auf mich ehrlich und reflektiert. Vielleicht ein zweites Mal (langsam) lesen?

Anmey
Anmey
10 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Dass du das nicht verstehst, wundert mich nicht. Es heißt übrigens der Artikel.

Yasi
Yasi
10 Monate zuvor

Nochmal: Sie sind nicht aus der EBU ausgetreten! Das wurde zwar angedroht, aber die Dokumente dazu wurden nicht eingereicht. Schließlich ist die EBU auch für andere Dinge als den ESC zuständig, unter anderem die Übertragungsrechte der hier erwähnten olympischen Spiele (und da wird eine Rückkehr für 2028 klar angestrebt.) Die russischen und der belarusische Sender sind bis auf weiteres suspendiert.

Und hier die Quelle: https://eurovoix.com/2022/05/29/european-broadcasting-union-formally-suspends-russian-broadcasters/

Rücktrittsdrohung: Ende Februar 2022
Suspendierung: Ende Mai 2022

Wären sie ausgetreten, wäre eine Suspendierung drei Monate später doch gar nicht nötig gewesen. Umgekehrt ebenso nicht. Wer suspendiert ist, muss nicht austreten.

Last edited 10 Monate zuvor by Yasi
Anmey
Anmey
10 Monate zuvor
Reply to  Yasi

Das ist doch einfach ein Fall von unterschiedlicher Rechtsauffassung. Die russischen Sender sind aus ihrer Sicht ausgetreten, aus Sicht der EBU nur suspendiert, weil eben die Dokumente nicht eingereicht wurden.

Geri
Geri
10 Monate zuvor

Wrnn Serbien da mitmacht können sie beim ESC ja aufhören

Nelly
Nelly
10 Monate zuvor

Für mich kein Dilemma – anschauen werde ich es sicher nicht, das wäre Verschwendung meiner persönlichen Zeit!
Und die Propagandamaschine Putins wartet nur auf hohe Zuschauerzahlen aus dem Westen – den Gefallen sollte man ihm nicht tun!

ESCFrank
ESCFrank
10 Monate zuvor

Ich möchte von dieser Veranstaltung weder was lesen, hören oder geschweige mir das womöglich ansehen.
Kann weg, braucht hier kein Mensch.

Thomas2000
Thomas2000
10 Monate zuvor

Diese Länder darf nur der verurteilen, der auch für den Ausschluss Israels beim ESC ist.
Alles andere ist ziemlich verlogen.

eurovision-berlin
eurovision-berlin
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Also rein geographisch passt Israel doch besser zur Intervision als zur Eurovision.

Dascha
Dascha
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Was für ein schwachsinniger Kommentar ….

Hieronymus
Hieronymus
10 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Er ist ein Troll und will eh nur provozieren. 95% seiner Beiträge erwähnen Israel. Natürlich immer negativ. Ein ganz armer und bemitleidenswerter Typ.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
10 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Israel oder Russland 🤮

Hieronymus
Hieronymus
10 Monate zuvor

Bei Troll-Thommy ist es dasselbe 👻

Marko +++
Marko +++
10 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Ich empfinde Thomas2000′ Kommentare oft erfrischend und sachlich. Im Gegensatz zu dir ist bei ihm das Thema wichtiger als die Person.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
10 Monate zuvor
Reply to  Dascha

Allerdings…. Ich bin bei Israels Teilnahme/Nichtteilnahme übrigens neutral.

Anmey
Anmey
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

Das ist jetzt aber reichlich unterkomplex.

ESC1994
ESC1994
10 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Sein zweiter Vorname scheint wohl „unterkomplex“ zu sein.

elkracho
Mitglied
elkracho
10 Monate zuvor
Reply to  Thomas2000

…………gähn………

Gaby
Gaby
10 Monate zuvor

Nun, meiner Meinung nach ist es völlig legitim, auf diese Veranstaltung hinzuweisen. Es bleibt ja auch jedem selbst überlassen, sich dieses anzuschauen, werde auch niemandem verurteilen, der oder die dies tut. Aber ich werde sie ignorieren.

cars10
cars10
10 Monate zuvor

Genauso wie der ASC durch und durch amerikanisiert wurde (und deswegen auch in Europa ein eher lauwarmes Echo erzeugte), so wird der ISC vor den politischen Karren gespannt. Ob man das nun gut oder verdammenswert findet, das mag jeder für sich selbst entscheiden.

Der ISC macht bemerkenswerterweise das, was der Grand Prix früher war: Ausschließlich Jurybewertungen und ähnlich gepolte Länder singen sich gegenseitig etwas vor – man ist sich also einig und bleibt unter sich.

Nur diejenigen, die gerne ihr linkes Mantra lauthals vor sich hertragen, und damit meine ich all die linkslastigen Zeitgenossen hier, die ja im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein scheinen und alles andere grundweg ablehnen, werden sich daran stoßen.

All anderen werden dem entspannt zuschauen – oder eben auch nicht.

Ist der ISC ein Dilemma? Wenn man sich ausschließlich auf die politische Ebene begibt, selbstverständlich.
Ist der ISC egal? Wahrscheinlich ja und damit ist er wiederum nicht von besonderen Interesse.

IDGAF.
Wie auch übrigens bei Fussball, Autos und langweiliger Radiomusik.

Last edited 10 Monate zuvor by cars10
Johannes Floehr
Johannes Floehr
10 Monate zuvor
Reply to  cars10

„Die Linken“ sind doof, halten sich aber für klug; mich alles juckt das nicht, deswegen hier meine fünf Absätze dazu. Spannender Username außerdem für jemanden, der sich nicht für Autos interessiert.

Last edited 10 Monate zuvor by Johannes Floehr
Hieronymus
Hieronymus
10 Monate zuvor

Ein Troll

tinytina
tinytina
10 Monate zuvor

Vielleicht mag er die Animationsfilme, wo die Autos so niedliche Gesichter haben?

Herr Haque
Mitglied
Herr Haque
10 Monate zuvor

Wild guess… Vielleicht deutet der Username einen männlichen Vornamen an?

JoBi
JoBi
10 Monate zuvor

OT:

ICH HABE ES GETAN‼️😃 Ich habe in Wien für die große ESC Woche ein Hotelzimmer vom 11.05. 2026 – 15.05.2026 gebucht! Bei den Zugverbindungen kann ich mich erst drum kümmern, wenn im Dezember der neue Fahrplan veröffentlicht ist. Aber egal ob ich ein Ticket für ein „Juryfinale“ bekomme oder nicht oder wegen Israel drunter und drüber geht ich fahre hin!

marcelK
marcelK
10 Monate zuvor
Reply to  JoBi

Cool vielleicht sieht man sich

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor
Reply to  JoBi

Viel Spaß!

JoBi
JoBi
10 Monate zuvor

Danke 🙂

Gaby
Gaby
10 Monate zuvor
Reply to  JoBi

Dann wünsche ich schon jetzt ganz viel Spaß.🤗

JoBi
JoBi
10 Monate zuvor
Reply to  Gaby

Danke 🙂

José
José
10 Monate zuvor
Reply to  JoBi

Ich werde auch sehr wahrscheinlich dort fahren.

Marko +++
Marko +++
10 Monate zuvor
Reply to  JoBi

Viel Spaß dort!

JoBi
JoBi
10 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Danke 🙂

J. Freizeit
J. Freizeit
10 Monate zuvor

Das ausgerechnet cars10 und eurovision-berlin, die hier häufig eher negative Kommentare Richtung ESC ablassen, freudig über den Propaganda Contest philosophieren, wundert mich leider gar nicht.

Last edited 10 Monate zuvor by J. Freizeit
Franny
Franny
10 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Am besten gar nix drauf geben.

rainer1
rainer1
10 Monate zuvor

Wie schon mal gesagt: würde jetzt kim yong bums für nordkorea oder dimitri “ schluckspecht“ medvedev für russland antreten, würde ich mir diese beiden acts wahrscheinlich zu gemüte führen. Ansonsten, no thanks.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor
Reply to  rainer1

Der Dimitri könnte dann ja mit dem Hegseth-Schluckspecht ein völkerverbindendes Liedchen trällern. Das würde dem orangefarbenen Fernsehclown im Weißen Haus gefallen.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor

Wenn ich zwischen dieser Veranstaltung und einem Zahnarzttermin wählen müsste, würde ich keine Sekunde zögern …

Malge1985
Malge1985
10 Monate zuvor

😱 😱 😱 Da würde ich weder das eine noch das andere schauen/machen wollen.

Vielleicht schaue ich mir zur gleichen Zeit oder etwas ehe an den Tag, mal das Finale des ESC 2025 an. Wenn ich es zeitlich schaffe.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

das Finale des ESC 2025

Da bist Du echt überfällig. Wer soll Dich denn als Fan noch ernst nehmen? 😉

Malge1985
Malge1985
10 Monate zuvor

Mich kann man eh nicht ernst nehmen. 😂😂😂

Was für dich: (eventuell)

Dubioza Kolektiv:

http://www.youtube.com/watch?v=huuUEUfZ1g8

Asaf Avidan :

http://www.youtube.com/watch?v=8QoKSfrzu-E&list=RD8QoKSfrzu-E&start_radio=1

Franny
Franny
10 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Mich kann man eh nicht ernst nehmen.

Die Erkenntnis des Jahres. 😀

Malge1985
Malge1985
10 Monate zuvor
Reply to  Franny

😎 😂 😂

Edit: Bei dem Asaf Avidan Video kommt eine Schlange drin vor. 😱😱😱

Last edited 10 Monate zuvor by Malge1985
togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Super! Vielen Dank. 🙂

Malge1985
Malge1985
10 Monate zuvor

Die Album Version von Asaf Avidan’s Lied ist übrigens noch ein bisschen länger.

http://www.youtube.com/watch?v=vnuiOthEM-U

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Höre ich am WE mal rein. Bin noch bei der Arbeit, und auch morgen jagt ein Termin den nächsten …

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
10 Monate zuvor

Ich gehe sogar sehr gerne zu meiner Zahnärztin mit russischen Migrationshintergrund

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
10 Monate zuvor

Du bist echt tapfer !

Thimo Q.
Thimo Q.
10 Monate zuvor

Was mich mehr interessieren würde wäre wie gut die Qualität der Songs bei dem Wettbewerb sind…

Dürfen Künstler ihre eigenen Songs und Themen einbringen oder muss alles propaganda thematisch passen?

Wir alle kennen die schlechte Qualität der 00-er Jahre ESC Hits…. würde mich nicht wundern wenn das das Niveau werden würde im 1. Anlauf

ESC1994
ESC1994
10 Monate zuvor

Was für eine Frage, natürlich boykottiere ich dieses Autokratenkuscheln!! 🤢

Nils
Nils
10 Monate zuvor

Ich denke, ihr solltet mit Berichterstattung quasi genau wie bei der Türkvision verfahren. Die Info, dass die Schurkenstaaten dieser Welt jetzt eine Konkurrenzveranstaltung (natürlich ohne demokratisches Element) abhalten, reicht vollkommen.

Thimo Q.
Thimo Q.
10 Monate zuvor
Reply to  Nils

Und währenddessen wird ein weiter Schurkenstaat mit Blut an seinen Händen offen von demokratischen Ländern zum ESC eingeladen und die die sagen „Sie wollen nicht dabei sein wenn dieser Staat dabei ist“ werden verhöhnt 🙃

Jakub 💪 Jerusalem 2027 🌪 🌅 🎁
Jakub 💪 Jerusalem 2027 🌪 🌅 🎁
10 Monate zuvor
Reply to  Thimo Q.

Die israelische Rundfunkanstalt Kan ist durch ihre EBU-Mitgliedschaft
automatisch teilnahmeberechtigt und (im Gegensatz zu bspw. Australien)
nicht auf eine Einladung zum Eurovision Song Contest angewiesen. 🇮🇱

Alki Bernd
Alki Bernd
10 Monate zuvor
Reply to  Thimo Q.

Ein Staat mit Händen? Etwa Handuras?

Alki Bernd
Alki Bernd
10 Monate zuvor
Reply to  Alki Bernd

Handover ist wohl die Hauptstadt

Nils
Nils
10 Monate zuvor
Reply to  Alki Bernd

Nein, natürlich Hollhand.

Matty
Matty
10 Monate zuvor
Reply to  Thimo Q.

Halt doch mal einn Mund, du Troll und Antisemit!

Thimo Q.
Thimo Q.
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Mal ein bisschen Wissen.

Hier die offizielle Bedeutung laut Duden des Wortes „Semit“:

‚Angehöriger einer sprachlich und anthropologisch verwandten Gruppe von Völkern besonders in Vorderasien und Nordafrika‘

Nordafrika? Hmm….da liegen doch Länder wie Marroko und Ägypten! Und zu Vorderasien gehören Staaten wie Palästina, Saudi Arabien, Türkei und Katar…

Heißt der Begriff Antisemitismus umschließt ebenfalls auch Muslime und muslimische Länder laut offizieller Bedeutung des Wortes „Semit“ bzw „Semiten“

Wie kann man dann antisemitisch sein wenn man doch einer Gruppe die selber in die Kategorie der Semiten fallen [hier Palästina] lieber unterstützt als jemand der erst gestern offiziell vom UN-Menschenrechtsrat dem Genozid beschuldigt wurde?

Hmm 🤔

Matty
Matty
10 Monate zuvor
Reply to  Thimo Q.

Hetze gegen Israel ist auch Antisemitismus!

Thimo Q.
Thimo Q.
10 Monate zuvor
Reply to  Matty

Keine Argumente also einfach nur das Schlagwort des Monats „Antisemitismus“ rausholen

Klasse Argumentation! 👍👏

Marko +++
Marko +++
10 Monate zuvor
Reply to  Thimo Q.

Du meinst ‚Schlagwort des Tages‘ 😉

Nils
Nils
10 Monate zuvor
Reply to  Thimo Q.

Wenn du schon mal dabei bist, kannst du uns bestimmt auch noch „Whataboutism“ definieren.

Thimo Q.
Thimo Q.
10 Monate zuvor
Reply to  Nils

Gerne

„Whataboutism oder Whataboutismus (von englisch What about …? „Was ist mit …? “, und -ism „-ismus“) ist ein rhetorisches Verfahren, das eine Kritik durch den Verweis auf andere Missstände relativiert oder vom eigentlichen Thema ablenkt.“

Eingesetzt: Anstatt offen die Pro-Palestinänsische Seite zu beleuchten wird Meschen die Pro-Palästina sind ohne halt vorgeworfen Antisemiten zu sein und damit jeglicher Diskurs durch das Schlagwort im Keim zu ersticken

Nils
Nils
10 Monate zuvor
Reply to  Thimo Q.

Ich hätte als Beispiel ja noch die Gleichsetzung des ESC mit einem dezidiert homophoben und undemokratischen Gegenwettbewerb international geächteter Länder, weil ein Teilnehmerland des ESC gerade Sch**ße baut, anzubieten.

Gerd Geomax
Gerd Geomax
10 Monate zuvor

Für mich ist der Intervision Song Contest eine einzige Perversion und Verhöhnung der menschlichen Natur und Musikkultur.
Das ist das Einzige was mir zu diesem 😷 „Musikwettbewerb“ einfällt. Die USA als angehender Autokraten-Staat passen da auch ganz gut rein. Oder anders gesagt: Interessiert mich so sehr wie das Aussehen von Putins rechter Socke.

benegigs
benegigs
10 Monate zuvor

Natürlich wird diese Propaganda-Show Putins nicht angesehen und komplett ignoriert.

Jakub 💪 Jerusalem 2027 🌪 🌅 🎁
Jakub 💪 Jerusalem 2027 🌪 🌅 🎁
10 Monate zuvor

🎃 Absolut gruselig – insofern (frei nach Alf) „Null Dilemma!“ …

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
10 Monate zuvor

heute sind wir alle „elmar“ – außer lasse,der guckt leichtathletik-WM. 🤡

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Monate zuvor

Das schaue ich mir immer am Abend aus der Konserve an. Viel Spaß!

eurovision-berlin
eurovision-berlin
10 Monate zuvor

Ein paar halten das Stöckchen hin, und der Rest springt drüber.

Soll das nun die viel gerühmte Freiheit, Diversität und Toleranz sein?

99% der Kommentare erinnern peinlich an ein bekanntes Zitat: Accuse the other side of that which you are guilty.

Delta
Mitglied
Delta
10 Monate zuvor

Dann guck es dir doch an. Niemand hindert dich daran eine intolerante, undiverse und von unfreien Staaten organisierte Veranstaltung anzuschauen.

Und eine Sache noch. Ich muss nicht Tolerant gegenüber Intoleranz sein. Sogenanntes Toleranz-Paradoxon.

Last edited 10 Monate zuvor by Delta
Hieronymus
Hieronymus
10 Monate zuvor
Reply to  Delta

👍👍👍

Alki Bernd
Alki Bernd
10 Monate zuvor

Ich bin unter dem Stöckchen hindurch getanzt, was man im Volksmund Limbo nennt.

Das Zitat stammt übrigens von Adele Schopenhauer, der Schwiegermutter von Johanna Schopenhauer-Rublewski

eurovision-berlin
eurovision-berlin
10 Monate zuvor
Reply to  Alki Bernd

Also von Adele, das wäre mir neu, zumal ich mich in letzter Zeit öfters mit ihrer Biografie beschäftigt habe. Würde aber grundsätzlich zu den Schopenhauers passen.

jofan2602
jofan2602
10 Monate zuvor

Welches Dilemma denn? Die Putinpropagandashow schaue ich nicht. Punkt. Da gibts kein Dilemma.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
10 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Schön, daß ich Dir hier mal zustimmen kann

jofan2602
jofan2602
10 Monate zuvor

Wenn es keine Perversion der menschlichen Natur geben soll, was macht denn der Putin dann bei der Show?

Marko +++
Marko +++
10 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Der sucht Organspender, damit er selbst länger leben wird.

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
10 Monate zuvor

Vorbemerkung: Weil immer wieder darauf verwiesen wird, der ESC sei nicht unpolitisch, möchte ich sagen, dass der ESC selbst natürlich keine politischen Ziele verfolgt! Natürlich wird er zwangsläufig zum Spielball der Weltpolitik, politischer Weltanschauungen und den Konflikten unserer Zeit – schlicht und ergreifend, weil er in dieser Welt stattfindet. Deswegen finde ich es übrigens auch teilweise maßlos übertrieben, was aus den unterschiedlichsten Richtungen alles von der EBU verlangt/erwartet wird. Die EBU kann naürlich auch nicht lösen, was die gesamte Weltgemeinschaft, überstaatliche Institutionen, etc. über Jahrzehnte nicht gelöst haben. Und sie kann auch nicht Kontroversen befrieden, die sich derzeit schlicht nicht befrieden lassen. Wenn also einerseits immer gesagt wird, der ESC (und die EBU) sei nun einmal Teil dieser (politischen) Welt, dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn manche Probleme eben auch im ESC Kosmos unlösbar bleiben. Mir ist das jedenfalls bewusst und deshalb kann der ESC selbst in meinen Augen auch keinen Schaden nehmen, denn er steht letztlich für das Ziel, für das Ideal, das man anstreben sollte.

Zurück zum Intervision. Für mich stellt dieser Wettbewerb das genaue Gegenteil dar und deshalb werde ich ihn auch nicht verfolgen. Dabei erhebe ich aber nicht den moralischen Zeigefinger, wenn sich jemand für die Musik dort interessiert – das kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich höre ja auch Musik von Wagner, lese Bücher von Hansum, obwohl ich deren politische Weltanschauung null teile. Nur werden die mir nicht im Rahmen einer politisch motivierten Propagandaveranstaltung präsentiert. So. Das war mein Wort zum Donnerstag Nachmittag 😉

jofan2602
jofan2602
10 Monate zuvor

Ich bitte ESC-Kompakt diese Propagandashow zu ignorieren und nicht darüber zu berichten.

Teufelchen
Teufelchen
10 Monate zuvor

Ich ignoriere und warte den darauf folgenden ESC Kompakt Artikel ab.

Maggie
Maggie
10 Monate zuvor

Ich verstehe nicht wo da für einen echten ESC Fan ein Dilemma bestehen soll. Jede Aufmerksamkeit für diese Putin-Propaganda-Veranstaltung ist meiner Meinung nach fehl am Platz.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
10 Monate zuvor
Reply to  Maggie

Absolut !

RichardESC1997
RichardESC1997
10 Monate zuvor

Leben und Leben lassen.
Ob ich es mir anschaue? Kein Ahnung bisher.
Mal schauen, wie lange Intervision diesmal hält, gab’s doch schonmal in den 70iger/80iger oder täusche ich mich?

Aka Nichts
Aka Nichts
10 Monate zuvor
Reply to  RichardESC1997

Ja, gab es auch in gewisser Art und Weise früher

Last edited 10 Monate zuvor by Aka Nichts
Gwendolyn
Gwendolyn
10 Monate zuvor

Auch wenn ich nach den meisten Kommentaren hier als Verräter gelte, ich hab die Kurzvorstellung aus purer Neugier angesehen , das meiste davon reicht von stinklangweilig bis grausig , und ich kann mir kaum vorstellen, wie soviele sehr unterschiedliche und sehr landeseigene Musikrichtungen bewertet werden sollen , aber ich habe gelesen , dass der Veranstalter damit protzt , dass dieses Event “ mit normalen , echten Künstlern“ den „erbärmlichen ESC von, mit und für Freaks“ um Längen übertreffen soll … War wirklich schlimm das zu lesen , meinen geliebten ESC beleidigt man nicht ungestraft ,aber ich bin doch neugierig, wie diese Show ablaufen wird. Und von Serbien bin ich mega enttäuscht, ist sowas wie Hochverrat und die können gern beim „Freak-ESC“ fernbleiben .

Herr Haque
Mitglied
Herr Haque
10 Monate zuvor

Wenn ich herausfinde, ob und wie ich die Show am Samstag sehen kann, werde ich das tun. Mir geht es dabei darum, die Performances einiger Songs, die ich sehr stark finde, zu verfolgen und zu sehen, inwiefern vermutete oder bereits kommunizierte ideologische Aspekte in die Präsentation einfließen.

Dass ich damit zur Einschaltquote – mit der sich die Organisatoren vielleicht später brüsten werden – beitrage, ist halt so; die steht nicht unbedingt in direktem Zusammenhang mit Zustimmung. Ich will’s lieber selbst mitverfolgen, als mir dann nachher aufgrund von durch anderer Leute Ansichten gefärbten Berichten meine Meinung zu bilden.

ag9
ag9
10 Monate zuvor
Reply to  Herr Haque

Geht mir genau so wie dir!
Falls du rausbekommst, wie und wo man die Sendung verfolgen kann, bitte gern hier einstellen.

Herr Haque
Mitglied
Herr Haque
10 Monate zuvor
Reply to  ag9

Es gibt einen indischen Kanal auf YouTube, „NewsX Live“, der bewirbt, dass er Intervision 2025 live streamen wird. Das unten eingebettete Video ist die Ankündigung von knapp einer halben Minute, von da aus zum YT-Kanal (der Stream an sich ist auf YT noch nicht vorgeplant).

Irgendwie fällt es mir sehr schwer, eine offizielle Angabe zur Startzeit zu finden. Abgeleitet von der Übertragungszeit für das südafrikanische Fernsehen müsste die Show um 19:30 MESZ anfangen. Anderweitig finde ich auf Instagram eine Angabe, dass die Show um 20:00 Moskauer Zeit beginnen würde, was 19:00 MESZ entspricht – das bezieht sich aber auf den Start der Show vor Ort, nicht auf den Beginn der TV-Übertragung. 🤷

Auf dem wohl offiziellen Intervision-Kanal auf YT finde ich noch nichts, ob der direkt streamen wird.

Last edited 10 Monate zuvor by Herr Haque
ag9
ag9
10 Monate zuvor
Reply to  Herr Haque

Danke, ist nen Versuch wert!

Herr Haque
Mitglied
Herr Haque
10 Monate zuvor
Reply to  ag9

Nur für den Fall, dass Du es noch nicht gesehen hast: Auf Seite 2 der Kommentare hat lasse braun den Link zum offiziellen Livestream auf YouTube eingestellt.

Bertha21
Bertha21
10 Monate zuvor

Ich gebe zu, ich habe aus Neugierde mal in die Songs reingehört. Schon allein, weil ich nicht weiss, was man z.B in Katar so hört. Weiter verfolgen werde ich es nicht, finde es aber auch nicht schlimm, wenn es jemand tut. Es ist ja nicht zu erwarten, dass jemand deswegen Opfer einer Propaganda wird.

Jorge
Jorge
10 Monate zuvor

„Nach dem Wettbewerb selbst werden wir eine Zusammenfassung und kritische Einordnung veröffentlichen.“

Ich könnte beides für ESCK nachvollziehen, Ignorieren und Berichterstattung. Kritik würdet Ihr allenfalls dann von mir bekommen, wenn ihr das Event zu etwas machen würdet, was es nicht ist. Es ist eben keine Show oder kulturelle Veranstaltung, sondern eine politische, um für Russland eine Gegenöffentlichkeit zum ESC zu schaffen und für andere Autokratensysteme einfach eine Form der Legitimation, indem man seine Herrschaft mit einer „offiziellen“ kulturellen Identität verknüpft.

Wer sich als Fan die Veranstaltung unter Musikaspekten oder wegen vorgeblicher kultureller Diversität reinzeiht, hat entweder den Schuss noch nicht gehört oder sympathisiert selbst mit der „dagegen“-Haltung und den politischen Intentionen dieser Veranstaltung.

Last edited 10 Monate zuvor by Jorge
eurovision-berlin
eurovision-berlin
10 Monate zuvor

Das ist also der Beitrag aus den USA. Ist schon älter und könnte noch überarbeitet werden.

Anna01
Anna01
10 Monate zuvor

Dort sind mehr schwarze Künstler*innen verteten als wahrscheinlich in der gesamten ESC Zeit (Achtung! Überspitzung)🥲

4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
10 Monate zuvor

Das ist jetzt schon der zweite Artikel zu diesem Anti-Thema, trotz des klaren Feedbacks zum ersten. Ich schalte den Adblocker für EK erst mal wieder ein.

Last edited 10 Monate zuvor by 4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
Aufrechtgehn
Aufrechtgehn
10 Monate zuvor

Da habe ich, wie schon bei der Türkvizyon, überhaupt keine Skrupel: ich will das auf jeden Fall sehen! Dazu sind bereits die unfassbar schlimmen Haarfrisuren und Gewänder auf den Teilnehmerfotos auf dem Ankündigungsplakat zu vielversprechend in Sachen Trash, als das ich mir das freiwillig entgehen lassen würde! Ein bisschen enttäuscht bin ich dann aber schon von der mangelnden journalistischen Sorgfaltspflicht von ESC kompakt: wo kann man die Show denn mitverfolgen am Samstag und um wie viel Uhr geht sie los?

Im Übrigen bin ich verwundert über die Verwunderung, dass die USA da mitmachen: das Land ist ja unter Trump genau so eine reaktionäre Autokratie wie Ungarn oder Russland und Putin das große Vorbild des Orangenen Utans.

Alex John
Alex John
10 Monate zuvor
Reply to  Aufrechtgehn

Es geht um 20.30 Uhr Moskauer Zeit los.
Zuschauen kann man auf Youtube von Deutschland aus, also um 19.30 Uhr.

ag9
ag9
10 Monate zuvor
Reply to  Alex John

Danke!

ag9
ag9
10 Monate zuvor
Reply to  Aufrechtgehn

Danke, genau so.
Weißt du als alter Hase, wie man an das grandiose Ungetüm rankommt, sprich, wo und wie man die Sendung verfolgen kann?

Inge Periotte
Inge Periotte
10 Monate zuvor

Was für ein Glück bin ich auf Tagung und habe leider überhaupt gar keine Zeit, mir das anzugucken.

Branko
Branko
10 Monate zuvor

Ich beurteile und verurteile niemanden. Wer möchte, soll es sich anschauen und wer nicht, muss ja auch nicht. Ob und wie man darüber berichten will, ist jedem selbst überlassen. Soll jeder machen, wie man will. Ich sehe es da locker. 🙂

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
10 Monate zuvor

Eigentlich wäre der ISC eine tolle Sache ginge es rein um die Musik. Aber so wird Musik polititisch so extrem missbraucht das es einem die Zehennägel einrollt. Ich muss zugeben ich bin über das Recap gestolpert und habe es mir angehört. Zugegeben musikalisch war das ein oder andere interessant aber die Show kann gucken wer will dafür ist mir die Zeit zu schade. Da höre ich mir lieber alle 128 Songs der Hoffnungsrunde des SCC an.
P.S. Serbien und Ägypten als EBU Mitglieder dabei – traurig, Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Ungarn und Türkei dagegen nicht das wundert mich

Tim
Tim
10 Monate zuvor
Kauri
Kauri
10 Monate zuvor

In Serbien erfolgt die Übertragung nicht über RTS sondern exklusiv über den kleinen privaten Spartensender TOXIC TV… der Name sagt im Grunde schon alles.

4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
4porcelli - Help the🦦 save his people United24df
10 Monate zuvor
Reply to  Kauri

TOXIC TV? Die Serben sind irgendwie immer wieder bemüht, den schlechten Eindruck, den man von dem Land hat, zu bestätigen 😖

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
10 Monate zuvor

Ich finde Serbien übrigens weitaus problematischer als Israel.

funtasticc
Mitglied
funtasticc
10 Monate zuvor

Die Intervision ist eine Sendung, die von Putin wieder ins Leben gerufen wurde und die ich mir auch deshalb nicht anschauen werde.
Aber das gilt auch nur für mich… wer sich das anschauen möchte, soll das gern tun.

Aber ich wundere mich nicht, dass auch Länder, die zur EBU gehören, an diesem Wettbewerb teilnehmen.
Zum einen gehören dazu wirtschaftliche Interessen der Staaten, man will es sich mit Putin nicht verscherzen.
Zum anderen ist der ESC ja eine sehr beliebte und quotenreiche Sendung in vielen Teilen der Welt, die nicht der EBU angehören und auch deshalb vielleicht an diesem Contest teilnehmen möchten.

Es wird ganz offensichtlich damit geworben, dass der ISC „keine Perversionen und Verhöhnungen der menschlichen Natur“ darstellen wird… und das ist etwas, was ich bereits bei der Absage der Türkei vom ESC gesagt habe.
Natürlich soll der ESC für die Vielfalt und Offenheit stehen und das ist auch gut so.
Dass sie aber Beiträge wie z.B. die von Conchita Wurst, Olly Alexander, Miriana Conte, Erika Vikman und ähnlichen ablehnen, war schon lange abzusehen, gerade in den muslimisch geprägten oder streng christlichen Ländern. Das ist natürlich sehr schade und aus unserer Sicht menschenfeindlich, aber es ist eben aktuelle Realität.

Ich weiß nicht, ob die Intervision in den teilnehmenden Ländern ein Erfolg wird und es ist mir auch herzlich egal. Mir reicht ein ESC im Jahr und ich wähle den mit Offenheit und Vielfalt.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
10 Monate zuvor
Reply to  funtasticc

Mich interessiert diese Veranstaltung null und ich werde sie ignorieren.

Russlands Teilnehmer ist übrigens ganz übel, das dürfte aber wohl niemanden verwundern.

Last edited 10 Monate zuvor by Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
10 Monate zuvor
Reply to  funtasticc

Dabei war der Beitrag von Conchita musikalisch sogar recht konservativ

Last edited 10 Monate zuvor by Schlippschlapp71